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  • 20.08.2008
  • NEWSWEEK




    Samuel Werder AG – 50 Jahre Feinarbeit

    Ein Laie im Bereich der Feinwerktechnik mag unter Begriffen wie Feinmechanik so einiges verstehen. „Klingt irgendwie nach Massarbeit, nach kleinen Teilen, die möglichst genau sein müssen“, könnten solche Überlegungen ausformuliert vielleicht lauten. Die Samuel Werder AG hat sich vor gut 50 Jahren, im Jahr 1957, auf eben diese Feinwerktechnik spezialisiert. Logisch, dass ein Unternehmen – allen voran deren Gründer Samuel Werder, heute im Ruhestand – nach jahrzehntelanger Erfahrung ein eigenes Verständnis des Begriffs entwickelt hat. Für das Unternehmen mit Sitz in Veltheim im Kanton Aargau bedeutet es Exaktheit und Präzision per Tausendstel. Der Begriff steht auch für die Flexibilität, genau nach den Wünschen des Kunden zu produzieren. Ebenso genau sind die Vorstellungen davon, was Feinwerktechnik nicht ist, nämlich Kompromisse bei Qualität, Zuverlässigkeit und Sicherheit der Produkte. Dass dies so bleibt, dafür sorgen zurzeit 50 Mitarbeiter – von der Dreherei und Fräserei über die Messmittelkontrolle bis zum Finish und letztlich dem Versand der Teile durch die Spedition.

    Präzisionsmechanik für die High-Tech-Industrie

    Als Generalunternehmer bearbeitet Samuel Werder die Aufträge seiner Kunden von A bis Z. Dies beinhaltet die Materialbeschaffung bis zur Lieferung des Endproduktes ins Haus der Kunden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Kleinserien oder Losgrössen bis 100'000 Stück handelt. Auch beim Angebot der verschiedenen Materialien zeigt sich die Flexibilität und die Vielseitigkeit der Aargauer Firma – Stahl, Titan, Alu, Silber, Bronze, Messing, Magnesium, Neusilber und Kunststoff, aus all diesen Materialen werden Teile hergestellt. Diese finden sich dann beispielsweise in einem Turbolader oder einer Gasturbine wieder, in einem Blutanalysegerät oder einer Kaffeemaschine, in einem Fernglas oder gar in einem Satelliten. Bis diese Teile aber effektiv zum Einsatz kommen, ist es ein langer Weg. Eine stattliche Anzahl an Verfahren wird benötigt, bis die Fertigung zu Ende ist. Dazu gehören das Drehen, Fräsen, Bohren, Schleifen, Montieren, Sägen, Beschriften ebenso wie das Drahterodieren.

    Feinste Teile dank moderner Fertigung

    Dass diese Fertigung nicht von Geisterhand passiert, ist klar. Teile für die High-Tech-Industrie erfordern ebenso moderne Fertigungsgeräte. Ein Blick auf die Maschinenliste der Samuel Werder AG zeigt dies eindrücklich. Während für das Drehen so genannte CNC-Drehmaschinen benötigt werden, kommt zum Laser-Beschriften der entsprechende Beschriftungs-Laser zum Einsatz. Für das so genannte Hohnen wird eine manuelle Hohnmaschine verwendet, während ein 6-Achs Knickarm-Roboter für das Be- und Entladen der angesprochenen CNC-Maschinen nötig ist. Die Maschinen sind das eine, das Know-how der professionellen Mitarbeiter das andere. Samuel Werder kombiniert beide Komponenten erfolgreich – seit mehr als 50 Jahren.