Gegen Food Waste: Effiziente Strategien für Unternehmen und Verbraucher
Weltweit landen jährlich 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel auf dem Müll. Neben der Ressourcenverschwendung bedeutet dies auch eine extreme Belastung für das Klima. Doch nicht nur Konsumentinnen und Konsumenten stehen in der Pflicht, ihren Verbrauch zu überdenken und nachhaltiger einzukaufen. Auch Hersteller aus der Fast-Moving-Consumer-Goods-Branche müssen handeln und alternative Konzepte erstellen, um Food Waste zu verhindern. […]
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Marketingplattform gegen Food Waste
Zusammen mit Tobias Neuburger hat André Moll diese Marketingplattform 2018 in München gegründet. Sie bietet Verbrauchern ein täglich wechselndes Sortiment zahlreicher neuer Produkte aus den Bereichen Food, Beverage, Kosmetik, Haushaltswaren und Tierfutter. „Ohne Preise“ heisst allerdings nicht, dass alles gratis ist; das Konzept funktioniert wie folgt: Für einen Pauschalpreis von 24,90 Euro können sich registrierte Nutzer eine bunte Probierbox renommierter Marken zusammenstellen, die einzelnen Produkte testen und ihre Meinung dazu äußern. So erhalten Partnerfirmen wichtige User-Feedbacks zu ihren Produkten und Pull-basierte Probierkontakte ohne Streuverluste. Verbraucher profitieren dabei von einem deutlich höheren Warenwert sowie der einmaligen Gelegenheit, alte Einkaufsgewohnheiten abzulegen und stattdessen etwas Neues auszuprobieren.Produkte in Hülle und Fülle
Jährlich werden durch die Hersteller der FMCG-Branche zehntausende neue Produkte auf den Markt geworfen. Zwölf Monate später sind allerdings bereits drei Viertel aller Artikel wieder aus den Supermarktregalen verschwunden. Warum das so ist, erklärt André Moll so: „Die meisten Kunden neigen dazu, immer dieselben 40-50 Produkte in den Einkaufskorb zu legen. Viele kommen gar nicht auf die Idee, einfach mal etwas Neues auszuprobieren. Unter diesem disziplinierten Einkaufsverhalten leidet jedoch jeder neue Produktlaunch mit der Folge, dass der deutsche Einzelhandel jährlich circa 500.000 Tonnen an Lebensmitteln entsorgt.“ In der Schweiz dürften die Verhältnisse – heruntergebrochen auf das lokale Marktvolumen – gemäss Einschätzung der Redaktion etwa ähnlich sein.
