Zweifel gewinnt den Promarca Brand Sustainability Award 2026
Mit dem Pilotprojekt «Alles beginnt im Boden» setzt Zweifel auf regenerativen Kartoffelanbau und überzeugt damit die Fachjury des Promarca Brand Sustainability Award 2026. Barilla Schweiz und Groupe Minoteries teilen sich Rang zwei, Oatly Switzerland belegt Platz drei.
Neun eingereichte Projekte, ein Sieger: Zweifel Chips & Snacks gewinnt den Promarca Brand Sustainability Award 2026 mit einem sechsjährigen Pilotprojekt zum regenerativen Kartoffelanbau. Die unabhängige Fachjury würdigte damit ein Engagement, das Bodenschutz, Biodiversität und Klimamessbarkeit erstmals in der Schweizer Landwirtschaft praxisnah verbindet.
«Alles beginnt im Boden» – das Siegerprojekt von Zweifel
Zweifel setzt gemeinsam mit den Partnern Inoverde, fenaco und AgroImpact auf regenerativen Kartoffelanbau und macht dessen Klimawirkung erstmals messbar. Durch schonende Bodenbearbeitung, Fruchtfolgen und Zwischenfrüchte sollen Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität gestärkt werden. Die beteiligten Produzentinnen und Produzenten erhalten dafür eine feste Klimaprämie, unabhängig vom Rohstoffpreis. Bereits 2025 stammten 1’500 Tonnen Kartoffeln aus diesem Anbau. Parallel dazu arbeitet Zweifel gemeinsam mit der Florin an der Reduktion von Emissionen in der Rapsöl-Lieferkette – mit dem Ziel Netto-Null bis 2050.
CEO Christoph Zweifel begründet das Engagement: «Schweizer Kartoffeln sind für uns auch künftig von zentraler Bedeutung. Deshalb engagieren wir uns für Anbaumethoden, die fruchtbare Böden erhalten, die Biodiversität fördern und die Landwirtschaft widerstandsfähiger gegenüber klimatischen Veränderungen machen. Der Promarca Brand Sustainability Award bestärkt uns darin, diesen Weg weiterzugehen und gemeinsam in eine zukunftsfähige Schweizer Landwirtschaft zu investieren.»
Platz zwei (ex aequo): Barilla Schweiz und Groupe Minoteries
Den zweiten Platz teilen sich ex aequo Barilla Schweiz und die Groupe Minoteries. Barilla setzt auf langfristige Direktverträge und faire Prämien für seine Basilikum-Produzentinnen und Produzenten und schafft damit verlässliche Partnerschaften entlang der Lieferkette. Zusätzlich ermöglicht ein QR-Code auf dem Pesto-Glas die lückenlose Rückverfolgbarkeit von Herkunft und Erntezeitpunkt – ein konkreter Beitrag zu mehr Transparenz gegenüber Konsumentinnen und Konsumenten.
Groupe Minoteries macht bislang ungenutzte Nebenströme wie Biertreber und Weizenkleie für die Lebensmittelproduktion nutzbar. Daraus entstehen industriell einsetzbare Backzutaten, die bis zu zwölf Prozent herkömmlicher Rohstoffe ersetzen, den Nährwert verbessern und Ressourcen schonen. Das Projekt zeigt nach Angaben von Promarca beispielhaft, wie Kreislaufwirtschaft entlang bestehender Wertschöpfungsketten praktisch umgesetzt werden kann.
Platz drei: Oatly Switzerland – Nachhaltigkeit als Unternehmenssteuerung
Oatly Switzerland belegt den dritten Rang. Der Ansatz des Unternehmens verbindet laut Medienmitteilung konkrete Massnahmen in der Wertschöpfungskette mit langfristigen Klimazielen und macht Nachhaltigkeit zu einem integralen Bestandteil der Unternehmens- und Lieferkettensteuerung.
Promarca Brand Sustainability Award: Engagement sichtbar machen
Promarca, der Schweizerische Markenartikelverband, verleiht den Promarca Brand Sustainability Award jährlich an Projekte, Produkte, Konzepte oder Unternehmen, die innovative und praxisnahe Lösungen im Bereich Nachhaltigkeit entwickeln. Eine unabhängige Expertenjury wählt aus allen Bewerbungen die drei besten Projekte aus. Dieser bestehe laut Verband aus ausgewiesenen Fachexpertinnen und -experten: Babette Sigg Frank (Präsidentin Konsumentenforum), Carina Porot (Global Sustainability Lead, IWC Schaffhausen), Katrin Muff (Leiterin Institute for Business Sustainability IBS), Marco Grossmann (Experte Kreislaufwirtschaft) sowie Stephan Hirschi (Experte Sustainability).
Barbara Castegnaro, Director Promarca, kommentiert: «Marken leben von Vertrauen und Vertrauen entsteht dort, wo Unternehmen Verantwortung übernehmen, bevor sie jemand dazu verpflichtet. Die neun eingereichten Projekte zeigen, dass unsere Mitglieder ihre Lieferketten nicht bloss verwalten, sondern verantwortungsvoll im Umgang mit Ressourcen immer wieder neu gestalten.»
Promarca zählt 104 Mitgliedsunternehmen, die mehr als 2150 Marken repräsentieren und rund 30’000 Arbeitsplätze in der Schweiz sichern. Mit einem Gesamtumsatz von 14,5 Milliarden Schweizer Franken im Jahr 2025 verzeichnete der Verband ein Plus von 0,3 Milliarden Franken gegenüber dem Vorjahr.
Weitere Informationen zum Promarca Brand Sustainability Award und zum Verband finden sich unter https://www.promarca.ch.

