Swiss AI Weeks 2026: Nationale KI-Bewegung startet in die zweite Runde
Am 1. September 2026 gehen die Swiss AI Weeks zum zweiten Mal an den Start – mit 220 Partnern, 37 Städten und bereits über 180 Veranstaltungen in der ganzen Schweiz. Die Initiative bringt künstliche Intelligenz in Unternehmen, Schulen und den Alltag der Menschen und positioniert die Schweiz als mitgestaltende Kraft im Vorfeld des Genfer KI-Gipfels 2027.

Nach dem erfolgreichen Auftakt im Jahr 2025 starten die Swiss AI Weeks am 1. September 2026 in ihre zweite Ausgabe. Bis zum 4. Oktober bringen zahlreiche Aktivitäten in 37 Städten und Gemeinden künstliche Intelligenz dorthin, wo sie den grössten direkten Einfluss hat: in Unternehmen und Hochschulen, in Schulen, lokalen Gemeinschaften und im Alltag. Die Bewegung zählt inzwischen 220 Partner und umfasst bereits zum Start über 180 Veranstaltungen in der Deutschschweiz, der Romandie und im Tessin – laufend kommen weitere Termine hinzu.
Von der nationalen Bewegung zur internationalen Bühne
Die Entwicklung der Swiss AI Weeks reicht mittlerweile über die Landesgrenzen hinaus. Die Initiative wurde offiziell als Partner der Vorbereitungskampagne «Road to Geneva» bestätigt, die im Vorfeld des Genfer KI-Gipfels 2027 stattfindet. Die Schweiz richtet diesen Gipfel am 21. und 22. Juni 2027 im Palexpo aus. Damit fliesst die landesweite Arbeit der Bewegung als direkter Beitrag in die internationale Debatte ein. «Die breite Resonanz auf die ersten Swiss AI Weeks zeigt uns, dass KI längst nicht mehr nur ein Thema für eine kleine Fachgemeinschaft ist. In diesem Jahr werden wir die Initiative mit mehr Partnern, mehr Veranstaltungsorten und mehr Formaten, die den Menschen einen praktischen Zugang zu KI ermöglichen, deutlich ausbauen. Gleichzeitig blicken wir voraus auf Genf 2027, denn die internationale Debatte braucht Erfahrungen und Stimmen aus der ganzen Schweiz», erklärt Katka Letzing, Mitgründerin und CEO von Kickstart Innovation sowie der Swiss AI Weeks.
Programm mit breitem Themenspektrum
Das Programm 2026 dreht sich um zwei Schwerpunkte: Initiativen für Unternehmen, die KI praxisnah und verantwortungsbewusst einsetzen möchten, sowie Aktivitäten für die breite Öffentlichkeit. Neben 11 Hackathons und neuen Bildungsformaten für Schulen und Familien erweitert das Programm sein Themenspektrum um Veranstaltungen zu vertrauenswürdiger KI, Ethik und gesellschaftlichen Auswirkungen. Themen wie KI-Arbeitsplätze, Datenschutz und menschliche Interaktion stehen ebenso auf dem Programm wie Fragen rund um Arbeit, öffentliche Verwaltung und digitale Teilhabe. Auf diese Weise erreichen die Swiss AI Weeks deutlich mehr Menschen ausserhalb der traditionellen Tech-Szene.
Der Zürcher Hackathon am 24. und 25. September ist der grösste und bietet Teams 36 Stunden Zeit, um mehr als zehn reale Herausforderungen von Partnerorganisationen zu meistern. Weitere Hackathons finden in St. Gallen, Genf und Kloten statt – mit Schwerpunkten auf Finanz- und Technologiethemen, agentenbasierter und physikalischer KI, Arbeitswelt, Gesundheit sowie Rechtsthemen.
Apertus und Schweizer Forschung im Einsatz
Als technisches Rückgrat des Programms fungiert Apertus, das offene Schweizer Sprachmodell, das von der EPFL, der ETH Zürich und dem CSCS mit Unterstützung des Schweizerischen Nationalen KI-Instituts entwickelt wurde. Es wird bei allen Hackathons sowie bei Veranstaltungen für Führungskräfte eingesetzt – unter anderem am 17. September in Zürich und am 2. Oktober in Lugano. Am 1. Oktober stellt der AI+X Summit des ETH AI Centre Forschungsfortschritte und Anwendungen in Bereichen wie Gesundheitswesen, Finanzwesen und Ingenieurwesen vor. Vom 28. September bis zum 3. Oktober vereint das Zurich AI Festival offene Labore, öffentliche Debatten, Kunstinstallationen und Hackathons zu einem stadtweiten Programm.
Bildung und soziale Inklusion als Priorität
Bildung hat im Jahr 2026 bewusst Priorität. Die Swiss AI Weeks sprechen Schüler:innen, Lehrpersonen und Eltern direkt an, damit die nächste Generation KI nicht nur nutzt, sondern auch versteht und kritisch hinterfragt. Im Tessin eröffnete ein AI Salon die Weeks mit einer Vorveranstaltung, bei der Personalfachleute, Gewerkschafter:innen, Psycholog:innen und Führungskräfte über die Auswirkungen von KI auf Arbeit und Alltag diskutierten. Ein neues Pilotprojekt mit Smartfeld richtet sich an Schüler:innen, Lehrpersonen und Eltern. Das Tessin-Programm umfasst über 25 Veranstaltungen und gipfelt im ersten reinen KI-Filmfestival der Schweiz. Ein spezieller Workshop für Seniorinnen und Senioren bietet zudem praktische Anleitungen zum Einsatz von KI im Alltag.
Starke Partnerbasis aus Wirtschaft und Wissenschaft
Das Programm der Swiss AI Weeks wird von den teilnehmenden Personen und Organisationen geprägt. Öffentliche Institutionen, Wissenschaft, Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen und die breite Öffentlichkeit arbeiten im Rahmen einer nationalen Bewegung zusammen, anstatt in getrennten Silos zu agieren. Zu den Gründungs- und wiederkehrenden Partnern zählen unter anderem Finnova, die Gebert Rüf Stiftung, Groupe Mutuel, Hewlett Packard Enterprise, Karakun, SRG SSR, Swisscom, Swiss Life, UBS, Var Group Suisse, Viseca und VZ VermögensZentrum.
Die Partnerstimmen unterstreichen den kollaborativen Ansatz. Christoph Aeschlimann, Group CEO von Swisscom, hält fest: «KI wird nur dann zu einer Schweizer Stärke, wenn wir sie gemeinsam aufbauen – und bei den Swiss AI Weeks geschieht genau das.» Daniele Magazzeni, Group Chief AI Officer von UBS, ergänzt: «Durch die institutionen- und disziplinübergreifende Zusammenarbeit können wir dazu beitragen, eine Kultur der Zusammenarbeit, Offenheit und des Experimentierens aufzubauen und sicherzustellen, dass KI auf verantwortungsvolle und nachhaltige Weise entwickelt und angewendet wird.»
Das vollständige Veranstaltungsprogramm sowie Informationen zur Teilnahme sind unter www.ai-weeks.ch verfügbar.
