Die «Oscars der Schweizer Startups»: Die Gewinner 2026

An der 16. Ausgabe des Top100 Swiss Startup Award wurde das Lausanner Engineering-Startup Corintis SA zum Gewinner des Jahres 2026 gekürt. Die Award Night von Venturelab und Partner UBS bestätigt einmal mehr: Die Schweiz bleibt die weltweit führende Deep-Tech-Nation – mit Rekordinvestitionen, starker Forschung und einer wachsenden Zahl globaler Champions.

Corintis gewinnt den Top100 Swiss Startup Award 2026. (Bild: venturelab.swiss)

Vor Investorinnen und Investoren, Gründern, Branchenvertretern und Medienschaffenden wurde zum 16. Mal das Top100 Swiss Startup Ranking 2026 präsentiert. Der Anlass gilt seit Jahren als «Oscar der Schweizer Startups» und wird von Venturelab gemeinsam mit Presenting Partner UBS organisiert.

An der Spitze des diesjährigen Rankings steht Corintis SA aus Ecublens (Engineering), gefolgt von DeepJudge AG aus Zürich (ICT) auf dem Silber-Rang und PAVE Space SA aus Villeneuve (Engineering) auf dem Bronze-Rang. Zusätzlich wurden sechs Sonderpreise vergeben, unter anderem für die beste Newcomer-Platzierung (Dexterous Endoscopes), die grösste abgeschlossene Finanzierungsrunde (Kandou Bus SA) und den grössten Exit (Memo Therapeutics AG).

Marc Nyffenegger, Head Corporate & Real Estate Banking bei UBS Switzerland, betonte, dass die Bank mit der Unterstützung ambitionierter Gründerinnen und Gründer in Innovation, nachhaltiges Wachstum und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz investiere.

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war das Gespräch mit Patrick Hertzog, Gründer des Unicorns Nexthink. (Bild: venturelab.swiss)

16 Jahre Top100: Eine Bilanz mit Wirkung

Seit der Lancierung 2011 hat sich der Top100 Swiss Startup Award von einem reinen Ranking zu einer der einflussreichsten Innovationsplattformen der Schweiz entwickelt. Zur Award Night gehören mittlerweile auch Investor Summit, Investor Dinner, Satellite Events und das jährliche Startup-Magazin.

Die Zahlen der vergangenen 16 Jahre sprechen für sich:

  • 677 ausgezeichnete Startups
  • 27’288 geschaffene Arbeitsplätze
  • CHF 18,8 Milliarden an eingeworbenem Kapital
  • 111 Exits
  • 11 IPOs
  • 11 Unicorns

Stefan Steiner, Program Director von Top100, sieht in den diesjährigen Finalisten Gründerinnen und Gründer, die einige der wichtigsten globalen Herausforderungen angehen und mit den Stärken des Schweizer Forschungs- und Ingenieurwesens die nächste Generation globaler Champions aufbauen.

Schweiz bleibt die weltweit führende Deep-Tech-Nation

Die Schweiz investiert einen grösseren Anteil ihres Venture Capitals in technologiegetriebene Innovation als jedes andere Land: 63 Prozent des gesamten Wagniskapitals fliessen hierzulande in Deep Tech – deutlich mehr als in China (56 %), den USA (54 %) oder dem europäischen Durchschnitt (34 %).

Diese Spitzenposition stützt sich auf mehrere international bestätigte Stärken:

  • Innovation: Zum 15. Mal in Folge belegt die Schweiz gemäss dem Global Innovation Index 2025 der WIPO unter 139 Volkswirtschaften den ersten Platz.
  • Talent: Im IMD World Talent Ranking 2025 führt die Schweiz zum zehnten Mal in Folge unter 69 Ländern.
  • Patente: Mit über 1’000 Patentanmeldungen pro Million Einwohner liegt die Schweiz gemäss EPA weltweit an der Spitze.
  • Spin-offs: ETH Zürich und EPFL belegen unter Europas Universitäten die Plätze eins und zwei bei der Gründung von Deep-Tech-Spin-offs.

Stefan Kuentz, Managing Partner bei Swisscom Ventures, bringt es auf den Punkt: Der Schweizer Deep-Tech-Sektor habe sich von einem aufstrebenden zu einem führenden Ökosystem entwickelt.

Auch mit Blick auf die Zukunft mahnt Jordi Montserrat, Managing Partner bei Venturelab, zur Wachsamkeit: Die Schweiz müsse ihre eigene Fähigkeit stärken, Startups mit Schweizer und internationalem Kapital sowie Schweizer Entscheidungsgewalt zu finanzieren. Initiativen wie der Deep Tech Nation AWI Fund und der Swiss Champions Fund seien Ausdruck dieses Bestrebens, die eigenen Champions selbst zu finanzieren.

Investitionsklima: Deep Tech treibt Rekorde, Kapital bleibt selektiv

Der Optimismus rund um den Award wird durch die aktuellen Investitionszahlen gestützt – wenn auch mit Nuancen. Gemäss dem Halbjahresupdate des Swiss Venture Capital Report investierten Schweizer Startups im ersten Halbjahr 2026 insgesamt CHF 1,25 Milliarden an Venture Capital. Das entspricht zwar einem Rückgang von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr, liegt aber im Rahmen von 2023–2024; die Zahl der Finanzierungsrunden blieb mit 123 stabil.

Besonders hervorgetan haben sich Deep-Tech- und Hardware-Startups: Ihre Finanzierung erreichte ein Rekordniveau, über 60 Prozent höher als der bisherige Höchstwert für ein Halbjahr. Die grösste Runde sicherte sich das Engineering-Startup Kandou Bus mit CHF 178 Millionen von strategischen Investoren. Auch im Gesundheitsbereich flossen namhafte Summen an Wachstumskapital, unter anderem an die beiden börsennotierten Top100-Unternehmen Sophia Genetics und ONWARD Medical.

Auf kantonaler Ebene liegt die Waadt mit über CHF 330 Millionen an investiertem Kapital vorn – ein Niveau, das an die Rekordjahre 2021 und 2022 anknüpft und massgeblich auf die Stärke des Hardware-Sektors zurückzuführen ist. Zürich hingegen verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 einen Rückgang, bedingt durch eine schwächere Aktivität in Biotech und ICT.

Für die kommenden Monate rechnen Marktbeobachter mit einer Aufhellung: Das Investorensentiment hat sich verbessert, mit Erwartungen an bessere Rahmenbedingungen, höheren Deal-Flow und mehr Exit-Aktivität. Der erwartete Börsengang von GetYourGuide bis Jahresende dürfte dem Schweizer Startup-Ökosystem zusätzlichen Schwung verleihen.

Quellen und weitere Informationen: www.venturelab.swiss / Top100 Swiss Startup Award

Der vorliegende Text wurde mit Unterstützung von KI (Claude Sonnet 5) verfasst und durch die Redaktion geprüft.

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