Skiunfälle verursachen jährlich über 800’000 Absenztage

Rund 35’000 Schneesportunfälle führen jedes Jahr zu einem Ausfall von etwa 3300 Arbeitsjahren. Die Zahl der Unfälle ist seit Mitte der 2000er-Jahre leicht gestiegen, die Ausfalltage jedoch überproportional. Besonders betroffen sind die 45- bis 54-Jährigen.

Ski- und Snowboardfahren bergen Risiken und sind verantwortlich für jährlich 800’000 Absenztage. (Bild: Suva)

Aktuell sind viele Menschen in der Schweiz auf den Skipisten unterwegs. Doch Ski- und Snowboardunfälle sind keine Randerscheinung und ihre Folgen dauern heute länger als früher. Rund 35’000 Schneesportunfälle verursachen jedes Jahr einen Ausfall an Arbeitszeit im Umfang von rund 3300 Arbeitsjahren – das entspricht knapp 827’000 entschädigten Arbeitstagen.

Höchste Ausfalltage bei den 45- bis 54-Jährigen

Schneesportunfälle betreffen alle Altersgruppen. Die 15- bis 24-Jährigen verzeichnen rund 4700 Unfälle mit etwa 108’700 entschädigten Arbeitstagen pro Jahr. Bei den 25- bis 34-Jährigen sind es rund 7600 Unfälle mit circa 171’900 Ausfalltagen. Die gleiche Anzahl Unfälle – etwa 7600 – ereignet sich auch bei den 35- bis 44-Jährigen, hier summieren sich die Ausfalltage auf rund 163’100.

Die höchste Anzahl an Ausfalltagen entsteht bei den 45- bis 54-Jährigen: Rund 9200 Unfälle führen zu circa 228’100 entschädigten Arbeitstagen. Bei den 55- bis 64-Jährigen sind es etwa 5300 Unfälle mit rund 147’700 Ausfalltagen. Selbst die Altersgruppe 65+ verzeichnet noch rund 360 Unfälle mit circa 7100 entschädigten Arbeitstagen.

Der deutliche Altersunterschied zeigt sich besonders bei der Dauer der Arbeitsunfähigkeit: Während Personen im Alter von 15 bis 24 Jahren nach einem Schneesportunfall im Durchschnitt rund 21 entschädigte Ausfalltage pro Fall verzeichnen, beläuft sich dieser Wert bei den 55- bis 64-Jährigen auf rund 27 Tage.

Mehr Ausfalltage trotz stabiler Unfallzahlen

Ein Blick auf die Entwicklung der letzten 15 Jahre zeigt: Die Zahl der Wintersportunfälle ist seit Mitte der 2000er-Jahre nur leicht gestiegen (+6 Prozent). Die entschädigten Arbeitstage haben im gleichen Zeitraum jedoch überproportional zugenommen (+16 Prozent). Mit anderen Worten: Menschen fallen heute nach Schneesportunfällen deutlich länger aus als früher. Das liegt hauptsächlich an der demografischen Entwicklung – unter den Verunfallten hat der Anteil der über 44-Jährigen in den letzten 15 Jahren deutlich zugenommen.

Unfälle vermeiden, Ausfälle verkürzen

Viele Unfälle lassen sich verhindern. Die Suva empfiehlt Schneesportlerinnen und Schneesportlern, gut gewartete Ausrüstung und korrekt eingestellte Bindungen zu verwenden, die eigenen Fähigkeiten nicht zu überschätzen und sich vor dem Start richtig aufzuwärmen. Das Tempo sollte der Situation und dem eigenen Können angepasst werden. Zudem sind regelmässige Pausen wichtig. Wer mit klarem Kopf Ski- und Snowboard fährt und mit den Gedanken auf der Piste bleibt, reduziert das Unfallrisiko und trägt dazu bei, Ausfälle im Arbeitsalltag zu vermeiden.

Quelle: Suva

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