Firmengründungen im ersten Quartal 2026: Der Boom geht weiter
Im ersten Quartal 2026 wurden in der Schweiz 14’666 neue Unternehmen im Handelsregister eingetragen. Damit liegt die Zahl um 4.9 Prozent über der Vorjahresperiode und markiert den höchsten Wert für ein erstes Quartal seit Beginn der IFJ-Auswertung.

Die aktuelle Analyse des IFJ Instituts für Jungunternehmen zeigt, dass die Gründungsdynamik im Land trotz unsicherem wirtschaftlichem Umfeld robust bleibt. Besonders stark entwickelte sich das Tessin mit einem Plus von 17.1 Prozent, gefolgt von der Ostschweiz mit 9.2 Prozent und Zürich mit 6.6 Prozent. Auch das Espace Mittelland und weitere Regionen verzeichneten Zuwächse.
Auf Kantonsebene stachen vor allem St. Gallen, Tessin, Fribourg und Appenzell Ausserrhoden hervor. Rückgänge gab es unter anderem in Waadt, Basel-Stadt, Nidwalden und Obwalden. Laut IFJ sind Veränderungen in kleineren Kantonen wegen der tieferen absoluten Zahlen mit Vorsicht zu interpretieren.
Am stärksten wuchs im Jahresvergleich die Rechtsform GmbH mit einem Plus von 9.0 Prozent. Kollektivgesellschaften legten um 4.7 Prozent zu, Aktiengesellschaften um 1.2 Prozent und Einzelfirmen um 0.3 Prozent.
Neben der aktuellen Quartalsentwicklung hat das IFJ erstmals auch die Altersstruktur von Gründerinnen und Gründern vertieft analysiert. Die Altersstruktur der Gründerinnen und Gründer zeigt dabei ein klares Muster: Die meisten Firmengründungen erfolgen zwischen 25 und 44 Jahren. Das durchschnittliche Alter liegt bei 39.1 Jahren. Bei Aktiengesellschaften ist der Altersdurchschnitt mit knapp 42 Jahren am höchsten, bei Kollektivgesellschaften mit rund 33 Jahren am tiefsten.
Am häufigsten wurde im ersten Quartal in den Branchen Beratung, Handwerk sowie Architektur und Ingenieurwesen gegründet. Die Branchenlandschaft bleibe breit abgestützt, heisst es in der Analyse, was die Stabilität und Vielfalt des Schweizer Gründungsgeschehens unterstreiche.
Quelle und weitere Informationen: www.ifj.ch
