Cohaga lanciert ranQ – Firmenverzeichnis für mehr KI-Sichtbarkeit

Ein St. Galler Adressbroker wird zu einem Pionier für KI-Sichtbarkeit: Die Cohaga AG bringt mit ranQ eine Plattform für Sichtbarkeit in KI-Antworten wie ChatGPT oder Gemini. Bereits vor dem offiziellen Start nutzen mehrere hundert Unternehmen den Dienst.

Die Cohaga AG aus St. Gallen ist ein spezialisiertes Unternehmen für Adressmanagement und Data Engineering – oder etwas einfacher ausgedrückt: Ein klassischer Adressbroker. Das Betätigungsfeld der Firma ist prädestiniert für KI-Anwendungen: Bereits im Juni 2025 sorgte die Firma für Aufsehen, als sie mit dem LeadHub die KI-gestützte «Go to Market»-Plattform der Schweiz vorstellte. Das System wertet fortlaufend öffentliche Bewertungen von Unternehmen aus und speist die Erkenntnisse in eine Adressdatenbank ein – mit dem Ziel, den Streuverlust im Direktmarketing zu senken und Firmen mit konkretem Bedarf gezielter zu identifizieren.

Nun folgt der nächste Schritt: Mit ranQ lanciert Cohaga ein KI-Firmenverzeichnis. Der Launch kommt kurz nach einer erfolgreichen Finanzierungsrunde im März 2026 und markiert für das eigenfinanzierte St. Galler Startup einen weiteren Meilenstein.

Der Wandel in der Informationssuche

Hintergrund der neuen Plattform ist eine grundlegende Verschiebung im Suchverhalten: Immer mehr Menschen stellen Fragen direkt an Sprachmodelle wie ChatGPT, Claude oder Gemini, statt eine klassische Google-Suche zu starten. Statt einer Liste von Links erhalten Nutzerinnen und Nutzer dabei fertig formulierte Antworten. Für Unternehmen bedeutet das: Sichtbarkeit entsteht zunehmend nicht mehr über Suchmaschinen-Rankings, sondern darüber, ob und wie sie in den von KI-Systemen generierten Antworten vorkommen.

Genau hier setzt ranQ an. Die Plattform ordnet sich im Bereich der sogenannten Generative Engine Optimization (GEO) ein – dem KI-Pendant zur klassischen Suchmaschinenoptimierung (SEO). Unternehmen erfahren darüber, wie präsent sie in KI-generierten Antworten sind und erhalten Hinweise, wie sie von Systemen wie ChatGPT, Claude oder Gemini häufiger erkannt, zitiert und empfohlen werden. Es geht damit nicht mehr allein darum, bei Google auf der ersten Seite zu erscheinen, sondern selbst Teil der von der KI ausgegebenen Antwort zu werden.

Cohaga-CEO Fabio Mätzler betont: Viele Firmen würden nach wie vor fast ausschliesslich in ihre Sichtbarkeit bei Google investieren, während sich Suchanfragen immer stärker in Richtung KI-Systeme verlagerten. Künftig werde KI-Sichtbarkeit ebenso wichtig sein wie klassisches SEO, so seine Einschätzung.

Mehr als eine reine GEO-Agentur

Der Markt von Digitalagenturen präsentiert sich aktuell sehr dynamisch, die Zahl spezialisierter GEO-Agenturen wächst. Was macht Cohaga anders? Klassische GEO-Agenturen würden sich ausschliesslich

auf die Optimierung der Inhalte auf der Unternehmenswebsite fokussieren, teilt das Unternehmen auf Nachfrage der Redaktion mit. «Das ist zwar ein wichtiger Bestandteil, greift aus unserer Sicht jedoch zu kurz. KI-Systeme bewerten nicht nur den Inhalt einer einzelnen Website, sondern auch die digitale Autorität eines Unternehmens», erläutert Saphira Sauerer, Verantwortliche für Marketing und PR bei Cohaga. Diese digitale Autorität wird nun durch eine Präsenz auf ranQ unterstützt, in Verbindung mit der Auffindbarkeit in KI-Chatbots, konsistenten Unternehmensinformationen, Erwähnungen auf relevanten Plattformen sowie weiteren Vertrauenssignale, die KI-Systeme bei ihren Empfehlungen berücksichtigen. Das KI-Unternehmensverzeichnis ist der entscheidende Unterschied zu anderen GEO-Agenturen. Dieses basiert auf den Daten und der Infrastruktur von Leadhub und schaffe eine hochwertige Quelle, aus der KI-Systeme Informationen über Unternehmen beziehen können, wie es heisst. «Dadurch verbessern wir die KI-Sichtbarkeit unserer Kunden auch ohne Änderungen an der eigenen Unternehmenswebsite», so Saphira Sauerer weiter.

Bereits mehrere hundert Firmen an Bord

Die Resonanz scheint hoch zu sein: Schon vor dem offiziellen Start würden laut Cohaga mehrere hundert Unternehmen auf ranQ setzen. Das Unternehmen wertet dies als Indiz dafür, wie schnell sich der Markt für KI-Sichtbarkeit entwickelt.

Um zusätzlich Aufmerksamkeit auf den Launch zu lenken, kündigt Cohaga für August eine Guerilla-Aktion an – ein Mittel, das die Firma bereits bei der Einführung des LeadHub einsetzte, als in mehreren Schweizer Städten Sprühkreide-Schriftzüge in Fussgängerzonen auftauchten. Details zur neuen Aktion will das Unternehmen erst zum Launch bekanntgeben; sie soll sowohl im öffentlichen Raum als auch in den sozialen Medien für Gesprächsstoff sorgen.

Das Unternehmen kann auf eine mehr als zehnjährige Geschichte zurückblicken: Fabio Mätzler begann 2015 mit dem Aufbau von Adresslisten und finanzierte damit sein Wirtschaftsstudium an der Universität Basel. 2020 gründete er zusammen mit Isabel Bischof die Cohaga AG. Seither wächst das Unternehmen nach eigenen Angaben jährlich zweistellig und ausschliesslich aus eigenem Cashflow. Die Firma mit Sitz in St. Gallen beschäftigt heute über 30 Mitarbeitende und zählt knapp 2’000 Kunden.

Weitere Informationen: www.ranq.ch / www.cohaga.ch

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