KI als fester Bestandteil im Transport- und Logistikmanagement
Eine aktuelle Benchmark-Studie von Descartes zeigt: 97 Prozent der befragten europäischen Verlader und Logistikdienstleister setzen Künstliche Intelligenz ein – von der automatisierten Dateneingabe bis zur Routenoptimierung. Besonders finanziell erfolgreiche Unternehmen nutzen KI strategisch und heben sich damit klar von der Masse ab.

Künstliche Intelligenz ist in der europäischen Transport- und Logistikbranche längst kein Zukunftsthema mehr. Das zeigt die aktuelle europäische Transportmanagement-Benchmark-Studie von Descartes, für die 300 hochrangige Entscheidungsträger:innen bei Verladern und Logistikdienstleistern befragt wurden. Demnach nutzen 97 Prozent der Befragten KI für die Transformation ihrer Transportprozesse – von der automatisierten Dateneingabe bis hin zur Routenoptimierung.
«Die Frage ist nicht mehr, ob Unternehmen KI einsetzen, sondern wie tief sie in Entscheidungsprozesse und Betriebsabläufe integriert ist. Und genau hier heben sich Marktführer von der Masse ab», sagt Elmer Spruijt, VP Transport Management EMEA bei Descartes.
Spitzenreiter nutzen KI strategischer
Obwohl KI branchenweit angewendet wird, nehmen finanziell erfolgreiche Unternehmen eine klare Vorreiterrolle ein. Innerhalb dieser Gruppe nutzen 61 Prozent KI für die automatisierte Dateneingabe und 52 Prozent für Frachtprognosen. Besonders auffällig ist, dass Marktführer KI häufiger als andere für strategische Anwendungen einsetzen – etwa für die dynamische Preisoptimierung und die Rampenplanung (jeweils 39 Prozent).
KI in der Breite: Automatisierung im Fokus
Breit über die gesamte Branche betrachtet, konzentriert sich der KI-Einsatz im Transport- und Logistikbereich vor allem auf die Automatisierung von Prozessen und die Verbesserung der Entscheidungsfindung. So nutzen 41 Prozent der Befragten KI zur Automatisierung der Dateneingabe und zur Aufbereitung unstrukturierter Daten. 37 Prozent setzen KI zur Routen- und Ladungsoptimierung ein, 32 Prozent für die Ladungszusammenführung und den Kapazitätseinkauf. Zudem gaben 29 Prozent der Befragten an, KI für Frachtprognosen zu nutzen.
Verlader liegen vor Logistikdienstleistern
Die Studie zeigt ausserdem einen technologischen Vorsprung von Verladern gegenüber Logistikdienstleistern. So nutzen 45 Prozent der Verlader KI für die Automatisierung der Dateneingabe, verglichen mit 36 Prozent der Logistikdienstleister. Ein ähnlicher Unterschied zeigt sich bei der Routen- und Ladungsoptimierung: 42 Prozent der Verlader und 31 Prozent der Logistikdienstleister setzen dafür KI ein. Dies spiegelt die hohe technologische Investitionsbereitschaft insbesondere der Verlader wider, die mit ihrer direkten Verantwortung für die Lieferkette einhergeht.
Generative KI als klare Priorität
Über die aktuellen Anwendungsbereiche hinaus gewinnt generative KI zunehmend an strategischer Bedeutung. Ein Viertel der Befragten (25 Prozent) nennt die Einführung generativer KI-Tools als wichtige Strategie zur Verbesserung der Betriebsabläufe und des Kundenservices.
Seit 2017 führt Descartes jährlich eine Benchmark-Studie unter Transport- und Logistikverantwortlichen durch, um Strategien, operative Ansätze und Erwartungen in der Branche zu analysieren. Für den europäischen Teil der aktuellen Studie wurden 300 Führungskräfte aus dem Transportmanagement befragt – jeweils 75 aus Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Frankreich sowie aus Belgien und den Niederlanden.
Quelle: www.descartes.com

