Erst Transparenz, dann KI: Perzeptron setzt auf Supply-Chain-Optimierung
Viele Unternehmen investieren in Künstliche Intelligenz – und übersehen dabei brachliegende Potenziale in ihrer Supply Chain. Perzeptron zeigt, warum Transparenz und Prozessklarheit die Grundlage jedes wirtschaftlichen KI-Einsatzes bilden.

Industrieunternehmen investieren derzeit verstärkt in Künstliche Intelligenz, um ihre Produktivität zu steigern. Doch nach Einschätzung von Perzeptron lohnt sich zunächst ein genauer Blick auf die eigene Lieferkette: Dort schlummern in vielen Betrieben erhebliche Effizienzpotenziale, die mit bewährten Mitteln gehoben werden können – und die gleichzeitig die Voraussetzung für einen sinnvollen KI-Einsatz schaffen.
«Viele Unternehmen erwarten heute, dass KI ihre Effizienzprobleme löst», sagt Andreas Koch, Geschäftsführer von Perzeptron. «Unsere Erfahrung zeigt jedoch: Die grössten Potenziale liegen häufig bereits in der bestehenden Supply Chain. Wer ineffiziente Prozesse mit KI automatisiert, macht sie nicht besser, sondern lediglich schneller. Deshalb beginnen wir nicht mit KI, sondern mit Transparenz.»
Effizienzanalyse statt Symptombehandlung
Perzeptron startet jedes Optimierungsprojekt mit einer strukturierten Effizienzanalyse. Dafür werden die vorhandenen Daten aus dem bestehenden ERP-System ausgewertet. Anhand von rund 30 Kennzahlen wird sichtbar, wo Reibungsverluste entstehen, welche Prozesse die Leistungsfähigkeit tatsächlich beeinflussen und wo die grössten wirtschaftlichen Potenziale liegen. Statt Symptome zu behandeln, werden die Ursachen ineffizienter Abläufe identifiziert und priorisiert.
Ein verbreitetes Hemmnis bei solchen Projekten ist die Annahme, die eigenen Stammdaten seien nicht gut genug. Nach Erfahrung von Perzeptron ist das jedoch häufig nicht der Fall. Die Effizienzanalyse arbeitet direkt mit den vorhandenen ERP-Daten. Prozesse, Stammdaten und Bewegungsdaten verbessern sich während der Optimierung systematisch – Datenqualität, Transparenz und Prozessqualität entwickeln sich dadurch parallel.
«Viele Unternehmen glauben, sie hätten nicht die richtigen Daten für eine erfolgreiche Optimierung oder den Einsatz von KI», erklärt Koch. «Tatsächlich verfügen sie meist bereits über die notwendigen Informationen. Was fehlt, ist Transparenz darüber, wie Prozesse tatsächlich zusammenhängen. Genau diese schaffen wir – und damit verbessert sich auch die Datenqualität automatisch.»
Von Auftragsklarheit zu besseren Entscheidungen
Auf Basis dieser Erkenntnisse schafft Perzeptron mit seiner Supply-Chain-Software Mig sogenannte Auftragsklarheit. Alle entscheidungsrelevanten Informationen aus ERP-Systemen und weiteren Quellen werden zusammengeführt. Unternehmen erkennen dadurch frühzeitig, welche Aufträge termingerecht realisiert werden können, wo Material fehlt und an welchen Stellen Handlungsbedarf besteht. Entscheidungen lassen sich schneller treffen, Abstimmungsaufwände sinken und die Planungssicherheit steigt.
Wie gross der Effekt sein kann, zeigt ein Kundenprojekt: Durch die Kombination aus Effizienzanalyse, Mig und optimierten Arbeitsabläufen konnte der tägliche Aufwand in der Fertigungsplanung von einer Vollzeitaufgabe auf wenige Stunden reduziert werden. Die Planung ist dort heute bereits gegen 10 Uhr abgeschlossen – die gewonnenen Kapazitäten stehen den Mitarbeitenden anschliessend für wertschöpfende Aufgaben zur Verfügung.
KI entfaltet ihr Potenzial nur auf belastbarer Basis
Erst wenn Prozesse transparent, Informationen konsistent und Daten belastbar sind, entsteht die Grundlage für einen wirtschaftlichen KI-Einsatz. Ohne diese Basis automatisiert Künstliche Intelligenz häufig lediglich bestehende Ineffizienzen. Sind die Voraussetzungen jedoch geschaffen, kann KI ihre Stärken gezielt in einzelnen Anwendungsbereichen ausspielen.
Wie dieser Ansatz in der Praxis aussieht, zeigt Perzeptron mit der Software Occ.AI. Die Lösung automatisiert die Prüfung von Auftragsbestätigungen, gleicht eingehende Dokumente mit Bestellungen ab und erkennt Abweichungen bei Preisen, Mengen oder Lieferterminen innerhalb weniger Sekunden. In einem Kundenprojekt bei Electronic Service Willms (ESW) reduzierte sich der wöchentliche Prüfaufwand von rund 25 bis 30 Stunden auf weniger als fünf Stunden. Gleichzeitig konnten rund 85 Prozent aller Auftragsbestätigungen vollständig automatisiert geprüft werden. Einkaufsabteilungen gewinnen dadurch wertvolle Zeit für Aufgaben, die tatsächlich ihre Aufmerksamkeit erfordern.
«KI bringt den grössten messbaren Nutzen, wenn Unternehmen ihre Prozesse verstehen, auf einer belastbaren Informationsbasis entscheiden und KI-Lösungen darauf aufsetzen können», fasst Koch zusammen.
Quelle: www.perzeptron.de
