Unternehmen setzen bei Investitionen auf KI, Sicherheit und technologische Souveränität
KI verschiebt die Prioritäten in der Technologie-Agenda von Unternehmen. Mit ihrer zunehmenden Nutzung steigen jedoch auch die Anforderungen an Infrastruktur, Sicherheit und Resilienz. Gleichzeitig sorgen wirtschaftlicher Druck und neue regulatorische Vorgaben dafür, dass Investitionen stärker auf messbare Geschäftsergebnisse ausgerichtet werden. Die Modern Enterprise Readiness Study 2026 von Dell Technologies zeigt, wie Unternehmen auf diese Entwicklung reagieren und welche technologischen Grundlagen sie für die nächste Phase der digitalen Transformation schaffen.
Im Rahmen der Modern Enterprise Readiness Study 2026, die von Dell Technologies in Auftrag gegeben und vom unabhängigen Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne durchgeführt wurde, wurden 2.950 Teilnehmer in 35 Ländern befragt, darunter 1.500 Geschäfts- und IT-Entscheider aus der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA), davon 150 in Deutschland. Schweizer Unternehmen waren nicht dabei. Die im Juni 2026 durchgeführte Untersuchung umfasste Unternehmen aus den Bereichen Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen, Fertigung, Einzelhandel, Energie- und Versorgungswirtschaft sowie öffentlicher Sektor und legt vier zentrale Entwicklungen offen.
Nr. 1: Wirtschaftlicher Druck beeinflusst strategische Technologieentscheidungen
Die anhaltende wirtschaftliche Unsicherheit wirkt sich weiterhin auf Entscheidungen über Technologieinvestitionen aus. Zwar werden die Ausgaben in der Regel nicht heruntergefahren, jedoch richten Unternehmen ihren Fokus stärker auf Wertschöpfung, Effizienz und Geschäftsergebnisse. 76 % der Führungskräfte in Deutschland geben an, dass sie aufgrund der aktuellen makroökonomischen Rahmenbedingungen bei Technologieinvestitionen selektiver vorgehen. Dies führt zu einer wachsenden Präferenz für Vereinfachung und Konsolidierung: 85 % ziehen es vor, mehr ihrer Technologieanforderungen über einen einzigen strategischen Partner abzudecken.
Auch die Erwartungen an die Technologieanbieter steigen. 73 % verlagern ihre Investitionen auf Partner, die über die erforderliche Grösse, ein entsprechendes Ökosystem und belastbare Lieferketten verfügen, um Modernisierungs- und KI-Initiativen von Pilotprojekten in produktive Umgebungen zu überführen. Die Studie zeigt eine klare Abkehr von fragmentierten Technologieumgebungen hin zu strategischen Partnerschaften, die den Betrieb vereinfachen, Innovationen beschleunigen und messbare Geschäftsergebnisse liefern.
Nr. 2: Moderne Arbeitsplatztechnologien sind Voraussetzung für KI-Readiness
Da KI immer stärker in tägliche Arbeitsabläufe integriert wird, wandelt sich die Technologie am Arbeitsplatz von einem reinen Produktivitätswerkzeug hin zu einem strategischen Transformationsbeschleuniger. Die Studie zeigt, dass 93 % der Befragten in Deutschland der Ansicht sind, dass moderne Geräte die Zusammenarbeit und Produktivität der Belegschaft verbessern. Gleichzeitig sagen 83 %, dass veraltete Geräte ihre Fähigkeit einschränken, neue Technologien – einschliesslich KI-gestützter Anwendungen – einzuführen. Für viele Unternehmen geht die Modernisierung des Arbeitsplatzes daher längst über den Austausch veralteter Hardware hinaus. Sie entwickelt sich zur grundlegenden Voraussetzung für KI-gestützte Produktivität, bessere Mitarbeitererfahrungen und eine höhere Sicherheit der Endgeräte. So spielen KI-PCs und moderne Endgeräte für 90 % der deutschen Führungskräfte eine wichtige Rolle in der künftigen Arbeitsplatzstrategie ihres Unternehmens.
Nr. 3: Die Einführung von KI schreitet voran, doch für die Skalierung braucht es eine stärkere Grundlage
Die Einführung von KI gewinnt an Dynamik. Viele Unternehmen stellen jedoch fest, dass eine erfolgreiche Skalierung von KI deutlich mehr erfordert als nur die Bereitstellung von Modellen. Sicherheit, Compliance und Datenschutz haben sich zu entscheidenden Faktoren entwickelt. Gleichzeitig müssen sich die Firmen mit verschärften regulatorischen Rahmenbedingungen und einer zunehmenden kritischen Betrachtung der Datennutzung auseinandersetzen. 49 % der Führungskräfte in Deutschland machen sich deshalb Sorgen, die staatlichen Vorgaben bei der Nutzung von Daten für KI einzuhalten. 56 % berichten, dass Sicherheits- und Compliance-Bedenken die Einführung von KI bereits verlangsamt oder entsprechende Initiativen verzögert haben. Die Frage der richtigen Infrastruktur bleibt eine weitere wesentliche Herausforderung. 66 % der IT-Führungskräfte in Deutschland berichten, dass ihre IT noch nicht optimal darauf ausgelegt ist, KI- und Analyse-Workloads im produktiven Massstab zu unterstützen.
Nr. 4: Sicherheit ist zu einer grundlegenden Anforderung geworden
Cyber-Security wird nicht mehr als isolierte Technologieentscheidung betrachtet. Unternehmen erwarten stattdessen, dass Sicherheit von Anfang an in Infrastruktur, Geräte und KI-Umgebungen integriert ist. 90 % der Geschäfts- und IT-Entscheider in Deutschland verlangen, dass Sicherheit automatisch in jedem Angebot ihrer strategischen Technologiepartner berücksichtigt wird, anstatt sie als separate Anforderung zu behandeln. Angesichts der wachsenden Bedeutung von Cyber-Resilienz und Geschäftskontinuität geben 86 % an, dass integrierte Funktionen für Datenschutz und Cyber-Recovery wichtige Kriterien bei der Bewertung von Infrastrukturplattformen sind. Unternehmen suchen zudem zunehmend Unterstützung ausserhalb ihrer eigenen Teams: 80 % erwarten, dass sie in den kommenden zwei bis drei Jahren vermehrt Managed Security Services nutzen werden. Regulatorische Anforderungen aus NIS2, DORA und DSGVO unterstreichen die Notwendigkeit, Sicherheit von Beginn an in Technologiestrategien zu integrieren. Damit wird Cyber-Resilienz zu einer Aufgabe auf Vorstandsebene und nicht länger zu einem reinen IT-Thema.
Versuchsphase läuft ab, jetzt muss es konkret werden
«Die KI‑Pilotphase ist vorbei, jetzt muss die Technologie ihren Wert beweisen. Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten hinterfragen Unternehmen ihre Investitionen und erwarten mehr von ihren Technologiepartnern: mehr Effizienz, mehr Sicherheit und vor allem einen klaren Beitrag zum Geschäftserfolg», sagt Tim van Wasen, Geschäftsführer von Dell Technologies Deutschland. «Wer KI skalieren und daraus echten Mehrwert schaffen will, braucht deshalb nicht nur leistungsfähige Modelle, sondern auch eine moderne, resiliente Infrastruktur, vertrauenswürdige Daten und einen Partner, der Technologie ganzheitlich denkt und zuverlässig in die Umsetzung bringt.»
Quelle: Dell Technologies
Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf m-q.ch - https://www.m-q.ch/de/unternehmen-setzen-bei-investitionen-auf-ki-sicherheit-und-technologische-souveraenitaet/
