Jeder sechste Schweizer plant Einsparungen bei Gesundheitsprodukten
16 Prozent der Schweizer Bevölkerung beabsichtigen 2026, ihre Ausgaben für Gesundheitsprodukte wie freiverkäufliche Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel oder Medizinprodukte zu reduzieren. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage von Yougov Schweiz. Verzicht auf nicht notwendige Produkte und der Kauf von Generika stehen als Sparmassnahmen im Vordergrund.
16 Prozent der Schweizer Bevölkerung beabsichtigen im Jahr 2026, ihre Ausgaben für Gesundheitsprodukte wie frei verkäufliche Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel oder Medizinprodukte zu reduzieren. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage von Yougov Schweiz unter 1046 Personen, die vom 18. bis 23. Februar 2026 durchgeführt wurde.
Verzicht und Generika als häufigste Sparmassnahmen
Von den Befragten, die Einsparungen planen, geben 94 Prozent an, wahrscheinlich auf Produkte zu verzichten, die nicht unbedingt notwendig sind. 80 Prozent planen, verstärkt auf Aktionsprodukte zu setzen. 76 Prozent würden wahrscheinlich günstigere Generika in Apotheken oder Drogerien kaufen.
Der Kauf von vergleichbaren Produkten im Detailhandel, beispielsweise bei Migros, Coop oder Müller, anstatt in Apotheken oder Drogerien, wird von 68 Prozent als wahrscheinliche Massnahme genannt. Der Kauf günstigerer Produkte im Ausland kommt für 47 Prozent in Frage.
Unterschiede nach Altersgruppen
Die Bereitschaft zu Einsparungen sinkt mit zunehmendem Alter: Bei den 18- bis 29-Jährigen planen 23 Prozent Reduktionen, also knapp jede:r Vierte. In der Altersgruppe 45 bis 59 Jahre liegt der Anteil bei 13 Prozent, bei den 60- bis 79-Jährigen nur noch bei 9 Prozent.
Finanzielle Situation als Hintergrund
34 Prozent der Befragten gaben zu Beginn der Befragung an, dass sich ihre finanzielle Situation nach Abzug von Fixkosten im Vergleich zu den Vorjahren verschlechtert habe. 49 Prozent berichten keine Veränderung, 17 Prozent eine Verbesserung.
«Die Daten zeigen, dass ein relevanter Teil der Schweizer Bevölkerung aktiv nach Möglichkeiten sucht, bei Gesundheitsprodukten zu sparen. Dabei stehen pragmatische Massnahmen wie der Verzicht auf nicht essenzielle Produkte und der Wechsel zu günstigeren Alternativen im Vordergrund, unter anderem durch den Kauf von Alternativen im Detailhandel. Zwar ist eine massive Abwanderung aus dem Fachkanal nicht zu erwarten, aber es zeigt sich dennoch eine schleichende Erosion durch Verzicht auf margenstarke Produkte, Wechsel zu Generika und besagte Abwanderung in alternative Kanäle», so Christian Rieder, Head of Health bei Yougov Schweiz.
«Der Wettbewerbsdruck im Fachhandel steigt weiter. Es wird immer wichtiger die Zielgruppen im Markt und deren Motive genau zu verstehen, um mit validen Daten eine solide Markenstrategie umzusetzen. Unser Produkt medic*scope bietet genau hier einen entscheidenden Informationsvorsprung. medic*scope trackt quartalsweise wer was kauft und vor allem warum, damit frühzeitig auf Veränderungen im Markt reagiert werden kann. Zudem bietet medic*scope wichtige Kennzahlen für das Category Management, die nicht nur für alle Anhänger von Byron Sharp («how brands grow») Must-have-KPIs abbilden», ergänzt Rieder.
Zur Methode
Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des Yougov Schweiz Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung wurden zwischen dem 18. bis 23. Februar 2026 im Rahmen einer Omnibus-Studie von Yougov Schweiz insgesamt 1046 Personen in der Schweiz befragt. Die Erhebungen wurden nach Alter, Geschlecht und Sprachregion quotiert und die Ergebnisse anschliessend entsprechend gewichtet, inklusive Randsummengewichtung nach Haushaltsgrösse und Erwerbstätigkeit. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in der Schweiz zwischen 15 und 79 Jahren.
