EnergieUri ist Reputations-Spitzenreiter 2026

Die neue Medienreputationsstudie von Schweizer Energieunternehmen 2026 kürt energieUri zum Reputationssieger – vor AEW und ewz. Grosse Versorger wie Axpo und BKW leiden unter kritischer Berichterstattung.

energieUri erreicht Spitzenplatz in Reputationsstudie 2026. Quelle: zvg

energieUri übernimmt die Führung bei der Reputation Schweizer Energieunternehmen

Die Medienreputationsstudie 2026 der swissreputation.group bringt eine Überraschung: Das Innerschweizer Unternehmen energieUri belegt den Spitzenplatz unter den 30 untersuchten Schweizer Energieversorgern – und verdrängt damit die bisherigen Platzhirsche Axpo und BKW vom Treppchen. Die Studie misst die Reputation Schweizer Energieunternehmen in Schweizer Medienquellen über den Zeitraum von April 2025 bis März 2026, erstellt von der swissreputation.group in Kooperation mit pressrelations Schweiz und mit Unterstützung von KI-Analyse.

Den zweiten Platz belegt die Aargauer AEW Energie, Rang drei geht an die Zürcher ewz – die damit ihre Platzierung aus dem Vorjahr bestätigt.

Positive Projekte als Schlüssel zum Reputationserfolg

Der Erfolg von energieUri gründet auf einer Reihe von Projekten, die schweizweit für positive Medienresonanz sorgten: Dazu zählen der Bau eines der grössten Batteriespeicher der Schweiz in Kooperation mit Axpo, die erste alpine Solaranlage der Zentralschweiz sowie Windräder auf mehr als 2300 Metern über Meer. Die positive Tonalität der Berichterstattung konnte die im Vergleich zu den grossen Versorgern geringere Medienpräsenz mehr als kompensieren. Auch bei den besten Tonalitätswerten führt energieUri das Ranking an – gefolgt von den beiden Thurgauer Unternehmen EKT und Thurplus.

Axpo und BKW: Grosse Präsenz, belastete Reputation

Axpo und BKW verzeichneten wie in den Vorjahren die mit Abstand grösste Medienpräsenz unter allen untersuchten Unternehmen. Doch der hohe Bekanntheitsgrad schlug sich diesmal nicht in einem starken Reputationsergebnis nieder. Laut Studie hat der Anteil kritischer Medienberichte über beide Unternehmen in den vergangenen Jahren zugenommen.

Bei BKW prägten vor allem Themen aus den Bereichen «Workplace» und «ESG & Sustainability» das Medienbild negativ: Berichte über Diskriminierungsvorwürfe und gestoppte Nachhaltigkeitsprojekte sorgten für schlechte Tonalitätswerte. Bei Axpo belasteten Probleme mit Atomkraftwerken sowie die wiederkehrende Debatte um Managementlöhne das Bild in den Medien.

Reputationsdimensionen: Produkte im Fokus, ESG stark vertreten

Die Analyse gliedert die Medienberichterstattung in mehrere Reputationsdimensionen. Mit einem Anteil von 38 Prozent dominierten Produkt- und Servicethemen die Berichterstattung; in dieser Dimension erzielte Axpo den besten Reputationswert. Die «Economic Performance» – also Berichte zu Geschäftszahlen – beanspruchte einen Anteil von 20 Prozent, wies jedoch das tiefste Tonalitätsniveau auf, da mehrere grosse Unternehmen die Erwartungen verfehlt haben sollen. Den Bestwert sicherte sich hier die AEW Energie.

Themen zu Management und Leadership machten 15 Prozent der Berichterstattung aus, bei ebenfalls tiefer Tonalität. Auch in dieser Kategorie schnitt die AEW Energie am besten ab. ESG- und Nachhaltigkeitsthemen beanspruchten hohe 17 Prozent der Beiträge. Hier profitierte energieUri von der positiven Resonanz ihrer Energieprojekte und verzeichnete den Reputationsbestwert in dieser Dimension. Auf den Bereich «Workplace» entfielen sechs Prozent aller Medienbeiträge; in dieser Kategorie schnitt die Luzerner CKW am besten ab. Innovationsthemen waren mit vier Prozent wenig vertreten, erzielten aber mit einem Tonalitätswert von 0.54 das höchste Niveau – die BKW führt diese Dimension an.

Medienreputation gewinnt strategische Bedeutung

Eine intakte Medienreputation beeinflusse nicht nur das Vertrauen von Kundinnen und Kunden, sondern wirke sich auch auf Mitarbeitende, Investoren, politische Rahmenbedingungen und die öffentliche Wahrnehmung aus, hält die Studie fest. In Zeiten zunehmender digitaler Transparenz, regulatorischer Anforderungen und ESG-Erwartungen gewinne die mediale Berichterstattung weiter an Relevanz.

Zudem erhält Medienreputation eine neue strategische Dimension: KI-Tools wie ChatGPT gewichten journalistische Quellen besonders hoch, wenn Auskünfte über Unternehmen abgefragt werden. Positive oder negative Medienberichte prägen damit laut Studie direkt auch KI-gestützte Informationsabfragen – ein Aspekt, der für die strategische Kommunikationssteuerung an Bedeutung gewinnt.

Mehr Informationen zur Studie und zur Methodik: https://www.swissreputation.group

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