Lightium setzt bei KI-Chip-Entwicklung auf Aras Innovator

Das Schweizer Deep-Tech-Unternehmen Lightium entwickelt photonische integrierte Schaltungen für KI-Rechenzentren und setzt dabei auf die PLM-Plattform Aras Innovator. Der Digital Thread von Aras vernetzt Daten, Prozesse und Fachbereiche durchgängig. Ziel ist eine skalierbare, industrielle Produktion photonischer Chips.

Lightium prüft 200-mm-Photonik-Wafer für KI-Chips. Quelle: zvg

In modernen KI-Rechenzentren ist nicht mehr die Rechenleistung der grösste Engpass, sondern die Datenübertragung. Das Schweizer Deep-Tech-Unternehmen Lightium hat sich genau diesem Problem verschrieben: Es entwickelt photonische integrierte Schaltungen (PICs), die Daten per Licht statt per Elektronenfluss übertragen. Um die wachsende Komplexität seiner Entwicklungsprozesse zu beherrschen, setzt Lightium auf die PLM-Plattform Aras Innovator.

Licht statt Elektronen: die Technologie hinter Lightium

«In modernen KI-Rechenzentren ist nicht mehr die Rechenleistung der grösste Engpass, sondern die Übertragung von Daten», sagt Amir H. Ghadimi, Co-Founder und CEO von Lightium. «Genau hier setzen wir an: Mit photonischen integrierten Schaltungen können wir die Leistungsfähigkeit deutlich über heutige Technologien hinaus skalieren und gleichzeitig den Energieverbrauch signifikant senken.»

Lightium wurde im September 2023 gegründet und baut auf mehr als sechs Jahren Forschungs- und Entwicklungsarbeit vor der Unternehmensgründung auf. Das Start-up bietet Foundry-Services für photonische Chips auf Basis von 200-mm-Fertigungsprozessen. Laut Unternehmensangaben reduziert die Technologie den Energieverbrauch um mehr als 30 Prozent gegenüber herkömmlichen Lösungen. Aktuelle Systeme erreichen Übertragungsraten von bis zu 800 Gbit/s, die nächste Generation zielt auf 1,6 Tbit/s ab – Lightium arbeitet daran, in den kommenden Jahren Geschwindigkeiten von über 6 Tbit/s zu ermöglichen.

PLM ohne etablierte Standards: Flexibilität als Schlüssel

Mit zunehmender technologischer Ambition steigen auch die Komplexität der Entwicklungsprozesse und der Bedarf an durchgängiger Datenstruktur sowie Rückverfolgbarkeit. «In der Photonik gibt es – anders als in der Elektronik oder im Maschinenbau – noch keine etablierten PLM-Standards und kaum fertige Integrationen, da sich die Entwicklung zwischen softwaregetriebenen Arbeitsweisen und klassischen Hardware- bzw. Industrieprozessen bewegt», erklärt Kevin Radican, Head of Data bei Lightium. «Wir mussten daher eine Plattform wählen, die sich wirklich an unsere Anforderungen anpassen lässt.»

Die Wahl fiel auf Aras Innovator, eine Low-Code-PLM-Plattform, die genau diese Flexibilität bietet. Mithilfe der Plattform sollen bei Lightium künftig Entwicklungsdaten, Simulationen und Designprozesse übergreifend vernetzt werden. Eine leistungsfähige Backend-Architektur dient der Verwaltung von Stücklisten, Bauteildaten und Projekten, während gleichzeitig individuelle Frontends für photonikspezifische Workflows entwickelt werden können. Die Implementierung erfolgt intern, wobei Lightium auch auf KI-gestützte Ansätze setzt, um seine Entwicklungsprozesse weiter zu optimieren.

Digital Thread als Grundlage für Skalierung

Zentrale Voraussetzung für Skalierung und Industrialisierung ist ein durchgängiges Lifecycle-Management. Aras Innovator ermöglicht mit dem Digital Thread die Vernetzung von Daten, Prozessen und Fachbereichen im gesamten Unternehmen. Eine lückenlose Nachverfolgbarkeit der Daten ist dabei entscheidend – insbesondere für das Yield-Management in der photonischen Produktion.

«Unternehmen wie Lightium stehen exemplarisch für eine neue Generation von Hightech-Unternehmen, die in hochkomplexen und dynamischen Technologiefeldern agieren», sagt Matthias Fohrer, Vice President EMEA bei Aras. «Gerade in solchen Umgebungen ist eine flexible Plattform entscheidend, um Daten, Prozesse und Disziplinen miteinander zu verbinden und Innovationen voranzutreiben.»

Quelle: www.aras.com

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