HSLU lanciert neuen Bachelor in Business Law & LegalTech

Die Hochschule Luzern reagiert auf den wachsenden Bedarf an Fachkräften, die Recht, Technologie und Management verbinden. Ab Herbst 2027 bietet sie einen neuen Bachelorstudiengang in Business Law & LegalTech an – schweizweit der erste seiner Art. Digitale Kompetenzen sind darin von Beginn an integraler Bestandteil des Studiums.

Luzern lanciert neuen Bachelor für Recht im KI-Zeitalter. (Bild: Depositphotos.com)

Künstliche Intelligenz übernimmt in der Rechtsbranche zunehmend Routineaufgaben – von der Vertragsprüfung bis zur juristischen Recherche. Gleichzeitig steigt in Unternehmen der Bedarf an Fachkräften, die Recht, Technologie und Management verbinden. Mit dem neuen Bachelorstudiengang Business Law & LegalTech reagiert die Hochschule Luzern (HSLU) auf diesen Wandel und setzt dabei schweizweit einen Massstab.

Digitale Kompetenzen als integraler Bestandteil

Die Digitalisierung verändert die Arbeit von Juristinnen und Juristen grundlegend. Künstliche Intelligenz unterstützt bereits heute bei der Analyse von Verträgen, der Recherche oder der Erstellung von Dokumenten. Dadurch verschieben sich die Anforderungen an Fachkräfte: Gefragt sind nicht mehr allein juristische Kenntnisse, sondern auch ein Verständnis für digitale Technologien und betriebswirtschaftliche Zusammenhänge.

Der Konkordatsrat der Hochschule Luzern hat an seiner Sitzung vom 13. Mai 2026 die Einführung des Bachelorstudiengangs Business Law & LegalTech am Departement Wirtschaft in Luzern per Herbst 2027 genehmigt. Der Studiengang wurde von Grund auf neu konzipiert und unterscheidet sich damit von anderen Bachelorstudiengängen in Wirtschaftsrecht. Digitale Kompetenzen werden als integraler Bestandteil des Studiums verstanden – nicht bloss als mögliche fachliche Ergänzung.

Studiengangleiter Prof. Dr. Christoph Hauser bringt das Ziel des Studiengangs auf den Punkt: «Sie schlagen die Brücke zwischen Recht, Technologie und Management. Sie verstehen die Möglichkeiten und Grenzen von KI und können deren Einsatz in Unternehmen mitgestalten.»

Vielfältige Berufsbilder und flexible Studienmodelle

Den künftigen Absolventinnen und Absolventen stehen vielfältige Möglichkeiten in den Rechts-, Steuer-, HR- oder Compliance-Abteilungen von Unternehmen, Banken, Versicherungen und Behörden offen. Als Legal Operations Manager optimieren und digitalisieren sie die Arbeitsabläufe in Rechtsabteilungen, während sie als Digital Risk & Privacy Specialists die datenschutzkonforme Einführung neuer KI-Tools sicherstellen. Im Consulting begleiten sie Unternehmen bei der Umsetzung komplexer regulatorischer Vorgaben oder prägen als Projektleiter:innen die digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung aktiv mit.

Der Studiengang verknüpft die Grundlagen in Wirtschaftsrecht von Beginn an mit LegalTech in Management und Fällen aus der wirtschaftsrechtlichen Praxis. Ergänzt wird er durch Betriebs- und Volkswirtschaft, Finanzmanagement sowie Methodenmodule; den Abschluss bildet ein Bachelorpraxisprojekt. Ein flexibles, modulares Minor- und Major-System erlaubt es, das Profil auf Themen wie Steuerrecht, Internationales Wirtschaftsrecht, Arbeits- und Sozialversicherungsrecht oder RegTech und Public Governance auszurichten. Der Bachelor Business Law & LegalTech kann in Vollzeit oder berufsbegleitend absolviert werden. Auch Auslandssemester sind möglich.

Quelle: Hochschule Luzern

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