KI spart Führungskräften mehrere Stunden pro Woche

Künstliche Intelligenz verschiebt die Produktivitätsgrenzen im Management spürbar: Die grosse Mehrheit der Führungskräfte spart durch KI mehrere Arbeitsstunden pro Woche ein. Besonders im Top-Management fallen die Zeitgewinne überdurchschnittlich hoch aus. Das zeigt die aktuelle «Expleo AI Pulse»-Studie, welche Führungskräfte in Deutschland, Grossbritannien und Frankreich befragt hat.

KI spart Führungskräften 3,3 Stunden pro Woche. Quelle: zvg

Künstliche Intelligenz (KI) hat sich im Büroalltag fest etabliert und entfaltet spürbare Effekte. Die grosse Mehrheit der Führungskräfte gibt an, durch den Einsatz von KI wertvolle Arbeitszeit zu gewinnen. Am häufigsten werden Einsparungen von drei bis vier Stunden pro Woche genannt. Das zeigt die aktuelle Ausgabe der monatlichen «Expleo AI Pulse»-Studie, die im März 2026 in Deutschland, Grossbritannien und Frankreich erhoben wurde.

Produktivitätsgewinn quer durch Europa

Europaweit berichten 27 Prozent der befragten Führungskräfte von einer wöchentlichen Zeitersparnis durch KI von drei bis dreieinhalb Stunden. Weitere 24 Prozent nennen Einsparungen von ein bis zwei Stunden, und 13 Prozent berichten von Zugewinnen von fünf bis sechs Stunden. Das Bild ist dabei bemerkenswert einheitlich über verschiedene Märkte hinweg: In Deutschland gewinnen Führungskräfte im Durchschnitt 3,3 Stunden pro Woche, in Grossbritannien 3,5 Stunden und in Frankreich sowie Irland jeweils 3,2 Stunden.

«KI verschiebt die Grenzen der Produktivität im Management spürbar», sagt Dr. Yusuf Erdogan, Country Lead Digital & Technology bei Expleo Deutschland. «Führungskräfte arbeiten nicht nur schneller, sondern auch anders. Sie delegieren mehr an Systeme, treffen fundiertere Entscheidungen und gewinnen Zeit für strategische Themen. KI entwickelt sich damit vom einfachen Werkzeug zur kritischen Arbeitsinfrastruktur – und genau darin liegt ihr eigentlicher Hebel.»

Deutsche Führungskräfte sind mehrheitlich KI-zuversichtlich. Quelle: zvg

Top-Management profitiert besonders stark

Ein genauerer Blick auf die Verteilung zeigt: Insbesondere im Top-Management fallen die Zeitgewinne überdurchschnittlich hoch aus. Eigentümer und Gesellschafter sparen im Durchschnitt 4,8 Stunden pro Woche, C-Level-Führungskräfte und Direktoren 3,6 Stunden. Hauptgrund ist der gezielte Einsatz von KI für Analysen, Entscheidungsunterstützung und Priorisierung – in Bereichen also, in denen sich Effizienzgewinne unmittelbar auswirken.

Gleichzeitig weist Erdogan darauf hin, dass das Bild nicht vollständig einheitlich ist: «Es gibt weiterhin eine kleinere Gruppe von Führungskräften, die bislang nur geringe oder gar keine Effekte wahrnimmt. Das zeigt, dass in vielen Organisationen noch erhebliches Potenzial brachliegt.»

Vom Effizienzgewinn zur strukturellen Veränderung

Die aktuellen Ergebnisse markieren laut Expleo erst den Beginn eines Trends. Durch stärker integrierte Anwendungen und den zunehmenden Einsatz von KI-Agenten dürfte sich der Produktivitätseffekt weiter verstärken. Die von den Studienteilnehmenden wahrgenommenen Effizienzgewinne spiegeln sich auch im allgemeinen Stimmungsbild wider: 71 Prozent der Führungskräfte begrüssen die Möglichkeiten, die KI für ihre Organisation eröffnet, und 66 Prozent sehen überwiegend Vorteile für Unternehmen insgesamt.

«KI wirkt nicht mehr nur auf Prozesse, sondern auf die Art zu arbeiten selbst», so Erdogan. «In einem Umfeld steigender Komplexität hilft sie, Routineaufgaben zu reduzieren, Störfaktoren auszublenden und den Fokus auf wertschöpfende Entscheidungen zu legen.»

Stimmung stabil, Debatte verschiebt sich

Der europäische AI-Pulse-Sentiment-Score ist im März 2026 leicht auf 66 Punkte gestiegen (Vormonat: 65 Punkte). Deutschland liegt mit 67 Punkten weiterhin im guten Mittelfeld. «Die stabile Stimmung zeigt: KI ist im Alltag der Menschen angekommen», kommentiert Erdogan. «Die Debatte verschiebt sich von Erwartungen hin zu konkreten Ergebnissen. Unternehmen messen KI zunehmend an ihrem tatsächlichen Beitrag zur Produktivität – und genau das ist der entscheidende Schritt in Richtung nachhaltiger Nutzung.»

Die «Expleo AI Pulse»-Umfrage wird seit August 2025 monatlich in Deutschland, Grossbritannien und Frankreich durchgeführt. Pro Land werden 200 Führungskräfte befragt; die aktuelle Ausgabe basiert auf der achten Erhebungswelle (Feldphase: März 2026). Die Studie wird von der Insights-Agentur Opinium im Auftrag von Expleo durchgeführt.

Weitere Informationen unter expleo.com.

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