Analysis of 5,225 job postings: AI is rarely mentioned in office-based roles

Kaum KI im Innendienst: Das Zürcher Softwareunternehmen Hoshii hat 5225 Jobanzeigen für den Vertriebsinnendienst analysiert. Nur 56 von 5199 im Volltext gelesenen Anzeigen erwähnen KI in Bezug auf die Stelle, als Aufgabe nennen sie 22.

Chart: Order processing ranks first among the tasks listed in office-based job postings, at 63 percent. Source: Hoshii Office-Based Job Study 2026
Chart: Order processing ranks first among the tasks listed in office-based job postings, at 63 percent. Source: Hoshii Office-Based Job Study 2026

Das Zürcher Softwareunternehmen Hoshii hat für seine Innendienst-Studie 2026 5225 Jobanzeigen aus der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit und von job-room.ch ausgewertet, 4787 aus Deutschland und 438 aus der Schweiz, Stand 29. Oktober 2026. Hoshii hat die Auswertung selbst durchgeführt und bezahlt.

Im Vertriebsinnendienst laufen Bestellungen, Anfragen und Reklamationen zusammen, und die Kundenerwartungen steigen: Knapp drei Viertel der Grosshändler und Hersteller sehen ein hohes Risiko, Kunden zu verlieren, wenn Anfragen nicht am selben Tag beantwortet werden. Als häufigste Bremse für Vertrieb und Bestellungen nennen sie hohen manuellen Aufwand bei der Angebots- und Auftragserfassung (IFH Köln, B2BEST, September 2026). In den Jobanzeigen dreht sich die Stelle vor allem um die Auftragsbearbeitung: 63 Prozent nennen sie, also Aufträge erfassen, bearbeiten und abwickeln. Dazu kommen Angebote (52 Prozent), Telefon (48 Prozent) und Kundenberatung (45 Prozent). Gefragt sind dafür vor allem Berufserfahrung und Kenntnisse in Microsoft Office.

Microsoft Office oder Excel nennen 58 Prozent der Jobanzeigen.

KI im Innendienst: Haltung statt Aufgabe

KI erwähnen nur 56 von 5199 Jobanzeigen in Bezug auf die Stelle. Meist geht es um eine Haltung der Bewerbenden, etwa «keine Berührungsängste mit KI» oder den «Umgang mit Microsoft Copilot». Als Aufgabe nennen KI nur 22 Jobanzeigen. In Chemie, Pharma und Kunststoff, wo 82 Prozent der Jobanzeigen die Auftragsbearbeitung nennen, fragt keine der 130 nach KI. Damit liegt der Innendienst nicht über dem Schnitt aller Berufe: Laut AI Jobs Barometer von PwC hatten 2025 in Deutschland 1,3 Prozent aller Jobanzeigen einen KI-Bezug.

«Ein grosser Teil der Innendienstrolle ist und bleibt die Auftragsbearbeitung: Bestellungen kommen als unstrukturierte Daten aus E-Mails und verschiedenen Systemen und müssen in einen vordefinierten Prozess im ERP gebracht werden. Genau dabei hilft KI heute schon», sagt Felix Urban, Autor der Studie. «Die Jobanzeigen beschreiben die Arbeit, wie sie heute gemacht wird, nicht wie sie in zwei Jahren aussieht.»

Erfahrung gefragt, Gehalt selten genannt

Berufserfahrung ist die häufigste Anforderung: 71 Prozent der Jobanzeigen fragen danach, dazu mehr als jede zweite nach einer kaufmännischen Ausbildung. Gesucht werden also erfahrene Kräfte, während bis 2039 fast jede dritte Erwerbsperson das Rentenalter erreicht (Destatis). Als offen für Quereinsteigende gekennzeichnet sind nur 18 Prozent der Jobanzeigen von Firmen und 2 Prozent der Jobanzeigen von Vermittlern. Ein Gehalt nennen die wenigsten: Von den Jobanzeigen der Firmen nennt es nur jede zehnte, bei Personalvermittlern und Zeitarbeitsfirmen, von denen gut jede dritte deutsche Jobanzeige stammt, fast jede zweite.

Jobanzeigen von Grosshändlern bleiben länger online

37 Prozent der Jobanzeigen von Firmen in Deutschland sind seit über 90 Tagen online, in Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein fast jede zweite. Jobanzeigen von Grosshändlern sind im Median 66 Tage online, die von Herstellern 52 Tage, bei Grosshändlern aus Sanitär, Heizung, Bau und Baustoffen 73 Tage. Ob die Stellen so lange unbesetzt sind, zeigen die Daten nicht.

Grafik: 37 Prozent der Firmen-Jobanzeigen in Deutschland sind über 90 Tage online. Quelle: Hoshii Innendienst-Studie 2026
Grafik: 37 Prozent der Firmen-Jobanzeigen in Deutschland sind über 90 Tage online. Quelle: Hoshii Innendienst-Studie 2026

Gehalt, Quereinstieg, Online-Dauer und Vermittler wertete Hoshii nur für Deutschland aus. Die Firma las 5199 Jobanzeigen im Volltext, zählte Aufgaben und Anforderungen über Wortmuster und prüfte alle 98 Treffer zum Thema KI von Hand. Die Zahlen gelten für die Jobanzeigen in den beiden Jobbörsen.

Source: www.hoshii.ai

(Visited 1 times, 1 visits today)

More articles on the topic