Logitech-Studie «Ctrl Tomorrow»: Technikkontrolle steigert Wohlbefinden und Leistung

Eine neue weltweite Studie von Logitech zeigt, wie stark das Gefühl der Kontrolle über digitale Technologie Stimmung, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit beeinflusst. 77 Prozent der Befragten sind überzeugt: Wer seine Technik beherrscht, hat mehr vom Leben.

Technikbeherrschung steigert Produktivität und Wohlbefinden. (Quelle: Logitech)

Logitech International hat seine neue weltweite Studie «Ctrl Tomorrow» vorgestellt. Die Untersuchung geht der Frage nach, welchen Einfluss die Kontrolle über digitale Technologie auf Identität und Wohlbefinden hat. Im Zentrum steht eine neue technologische Kluft: Auf der einen Seite stehen Menschen, die glauben, ihre Technik im Griff zu haben. Auf der anderen Seite jene, bei denen dies nicht der Fall ist. Diese Kluft wirkt sich konkret auf Gefühle, körperliches und emotionales Wohlbefinden, Leistung und Zukunftspotenzial aus.

Kontrolldividende versus Kontrollsteuer

Die digitale Technologie entwickelt sich rasant, künstliche Intelligenz (KI) sogar noch schneller. Die Studie zeigt: Je schneller der technologische Wandel verläuft, desto entscheidender ist die Kontrolle über die eigenen Werkzeuge, insbesondere über physische Geräte. Diese Kontrolle bringt im Alltag Vorteile wie Selbstvertrauen, Produktivität, Kreativität, Konzentration, Gelassenheit und körperliches Wohlbefinden – ein Effekt, den Logitech als «Kontrolldividende» bezeichnet. Geht die Kontrolle hingegen verloren, drohen Hilflosigkeit, Angst und Wut sowie Beeinträchtigungen von Kreativität, Schlaf und körperlichem Wohlbefinden. Logitech spricht in diesem Fall von einer «Kontrollsteuer».

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick: Weltweit sagen 77 Prozent der Befragten, dass Menschen umso mehr vom Leben haben, je besser sie ihre Technik beherrschen. 64 Prozent geben an, dass technische Probleme ihre allgemeine Stimmung nach Feierabend und ihr Gefühl der Kontrolle über das Privatleben beeinträchtigen. Versagt die Technik, fühlen sich 64 Prozent frustriert, ängstlich oder wütend, 46 Prozent sogar hilflos, beschämt, erschöpft oder abgehängt. Gleichzeitig geben 52 Prozent an, dass ihnen die Kontrolle über ihre Technik half, etwas zu erreichen, das sie zuvor für unmöglich gehalten hatten.

«Angesichts des rasanten technologischen Wandels ist es verständlich, dass die Menschen das Gefühl haben, dass sie nicht miteinbezogen werden», sagt Hanneke Faber, Geschäftsführerin von Logitech. «Unsere Studie ‹Ctrl Tomorrow› zeigt, dass Technologie das Potenzial der Menschen entweder einschränken oder entfalten kann – auf individueller, organisatorischer oder globaler Ebene. Das gilt im Zeitalter der KI mehr denn je. Der entscheidende Faktor ist die Kontrolle: Wenn wir Menschen die Technologie von heute beherrschen, bestimmen wir die Zukunft.»

Kontrolle als neue Währung der Tech-Branche

Um Kontrolle messbar zu machen, hat Logitech den «Ctrl Score» entwickelt: den ersten Benchmark, der Kontrolle für Menschen und Organisationen weltweit sichtbar, nachverfolgbar und verbesserbar macht. Der Score ordnet Menschen auf einer Skala von völliger Gleichgültigkeit bis zur vollständigen Beherrschung ein. Grundlage sind drei Dimensionen: wie bewusst die technische Ausstattung aufgebaut wird, wie selbstbewusst und offen jemand gegenüber neuen Tools ist, und ob Technologie als Potenzialtreiber oder als Hindernis wahrgenommen wird.

Nur rund ein Drittel (30 Prozent) der Befragten gibt an, ein hohes Mass an Selbstbestimmung über ihre Technik zu haben, lediglich zehn Prozent gehen souverän damit um. Die übrigen 70 Prozent handeln weniger bewusst oder sind weniger selbstbewusst und laufen damit Gefahr, sich hilflos, ausgelaugt oder abgehängt zu fühlen. Diese Gruppe umfasst laut Studie weltweit rund 4,2 Milliarden Menschen.

41 Prozent der Befragten würden die durch Technologieeinsatz bei Routineaufgaben gesparte Zeit für Wohlbefinden, psychische Gesundheit und Work-Life-Balance nutzen. Bei Menschen mit niedrigeren Ctrl-Werten steigt dieser Anteil auf fast die Hälfte, was auf ein besonders starkes Bedürfnis nach mehr Kontrolle hindeutet. Auffällig ist zudem der überdurchschnittliche Ctrl-Score von Gamerinnen und Gamern: 81 Prozent geben an, dass Gaming ihr Selbstvertrauen im Alltag stärkt und Ängste abbaut, was sich auch positiv auf die Arbeitsleistung auswirkt.

Haptische Technologie schafft Vertrauen

Die Studie liefert mit dem Ctrl Score auch einen Fahrplan für mehr Kontrolle: Wer in einer der drei Dimensionen tiefer punktet, kann gezielt handeln – etwa durch bewussteren Umgang mit Technik, den Aufbau von Wissen und Selbstvertrauen sowie Offenheit gegenüber neuen Tools. Eine zentrale Erkenntnis: Physische, haptische Technologie schafft Vertrauen. Fast zwei Drittel der Befragten geben an, bei der Interaktion mit Hardware das grösste Kontrollgefühl zu haben. 42 Prozent verlassen sich heute stärker auf physische Geräte als noch vor fünf Jahren – ein Hinweis darauf, dass Menschen ihr Kontrollgefühl im Greifbaren verankern, während Software und KI die Welt zunehmend abstrakter machen.

Grosse Unterschiede zwischen den Märkten

In einer separaten Umfrage stimmen weltweit 61 Prozent der Befragten zu, dass Technologie ihr persönliches Potenzial fördert – etwa die Fähigkeit, Dinge zu erledigen, kreativ zu sein, sich weiterzuentwickeln und mit anderen in Kontakt zu treten. Diese positive Einstellung variiert jedoch stark je nach Markt: China (80 Prozent) und Brasilien (78 Prozent) liegen an der Spitze, während in Frankreich nur 45 Prozent, in den USA 55 Prozent und in Deutschland 56 Prozent zustimmen.

Die Marktreife erweist sich als starker Indikator für die Einstellung gegenüber Technologie. Befragte in Indien und Brasilien (je 84 Prozent) sind weltweit am stärksten überzeugt, dass Technologie eher neue Chancen als Druck schafft. In Frankreich ist der Technologieoptimismus mit 60 Prozent am geringsten, bei einem weltweiten Durchschnitt von 74 Prozent. Bei der Begeisterung für KI zeigt sich ein ähnliches Bild: In Indien freuen sich 41 Prozent darüber, wie KI ihre Möglichkeiten erweitert, in den USA sind es nur 16 Prozent, im Vereinigten Königreich 15 Prozent und in Australien 13 Prozent. Die Schweiz nimmt unter den westlichen Ländern mit 23 Prozent eine Sonderrolle ein.

Zugang und Methodik

Der Ctrl Score basiert auf drei Dimensionen: der technischen Ausstattung und Intentionalität, also wie bewusst physische Geräte und Werkzeuge ausgewählt und bewertet werden; der Einstellung und Herangehensweise, also wie selbstbewusst und aufgeschlossen jemand neue Tools nutzt; sowie der Sichtweise auf die Möglichkeiten von Technologie, ob diese als Potenzialtreiber oder als Hindernis wahrgenommen wird.

Die Studie «Ctrl Tomorrow» wurde von der Kommunikationsagentur Burson im Mai und Juni 2026 in neun Ländern durchgeführt: USA, Grossbritannien, Deutschland, Frankreich, Schweiz, Australien, Indien, China und Brasilien. Grundlage ist eine repräsentative Stichprobe von mehr als 9’000 Befragten aus der Allgemeinbevölkerung, einschliesslich einer überrepräsentierten Gruppe von Gamerinnen und Gamern, sowie eine separate Umfrage unter 1’350 IT-Entscheidungsträgern. Die weltweite Fehlermarge beträgt für die Allgemeinbevölkerung ±1,1 Prozent und für die IT-Entscheidungsträger ±2,7 Prozent.


Weitere Informationen zur Studie «Ctrl Tomorrow» finden sich auf der Webseite von Logitech.

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