Workday-Studie: KI beschleunigt Arbeit, doch Systembrüche belasten Schweizer Beschäftigte
Eine neue Workday-Studie zeigt: KI unterstützt bereits knapp die Hälfte der Schweizer Beschäftigten im Arbeitsalltag. Gleichzeitig sorgen fragmentierte Systeme und manuelle Abstimmungen bei 83 Prozent für Stress. Vertrauen in KI hängt eng mit dem Vertrauen in die zugrunde liegenden Systeme zusammen.

Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in den Arbeitsalltag Schweizer Unternehmen. Eine neue Studie von Workday zeigt jedoch, dass fragmentierte Systeme und komplexe Prozesse den Nutzen von KI häufig ausbremsen. Workday, Inc. (NASDAQ: WDAY), die Enterprise-KI-Plattform für HR, Finanzen und IT, hat die Schweizer Ergebnisse seiner Studie «The Copy/Paste Economy» veröffentlicht.
Die Studie zeigt, dass KI Beschäftigte bereits im Arbeitsalltag unterstützt. Gleichzeitig verursachen komplexe Prozesse und isolierte Systeme weiterhin erhebliche Reibung. Insgesamt geben 83 Prozent der Beschäftigten in der Schweiz an, dass der Umgang mit Prozessen und Systemen zumindest zeitweise Stress verursacht.
Die Daten zeigen, dass Unternehmen nicht durch mangelndes Engagement ihrer Beschäftigten gebremst werden. Die Vorteile von KI sind jedoch nicht während des gesamten Arbeitstags durchgängig spürbar. Knapp die Hälfte der Befragten (49 Prozent) sagt, dass KI die Arbeit in ihrer Organisation produktiv beschleunigt. Dennoch verbringen viele Beschäftigte weiterhin viel Zeit damit, Lücken zwischen verschiedenen Anwendungen, Datenquellen und Prozessen zu überbrücken.
Insgesamt geben 70 Prozent an, viel Zeit damit zu verbringen, Informationen zwischen unterschiedlichen Systemen oder Tools zu verschieben. Ebenso viele wenden viel Zeit dafür auf, widersprüchliche Daten oder Berichte aus verschiedenen Geschäftssystemen abzugleichen. 68 Prozent erfassen dieselben Informationen mehrfach. 14 Prozent verbringen mindestens sieben Stunden pro Woche damit, Informationen zwischen Systemen zu verschieben oder umzuformatieren. Diese Belastung wirkt sich unmittelbar auf das Fortschrittsempfinden der Beschäftigten aus: 78 Prozent erleben zumindest zeitweise Tage, an denen sie sehr beschäftigt sind, aber nur wenig wirklichen Fortschritt wahrnehmen.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Herausforderung nicht darin besteht, dass Beschäftigte zu wenig leisten. Vielmehr wird ihre Produktivität durch Arbeitsweisen eingeschränkt, bei denen Informationen manuell übertragen, Daten abgeglichen und Prozesse über verschiedene Systeme hinweg koordiniert werden müssen.
«KI kann Beschäftigte wirkungsvoll entlasten – allerdings nur dann, wenn sie dort eingesetzt wird, wo Arbeit tatsächlich stattfindet, nämlich direkt in den zentralen Anwendungen und Workflows für HR, Finanzen und Planung», sagt Fred Alran, General Manager der Alpenregion bei Workday. «Wenn relevante Daten, Prozesse und KI zusammenkommen, können Unternehmen manuelle Übergaben reduzieren und Entscheidungen besser unterstützen. So wird aus isolierter KI-Nutzung ein messbarer Beitrag zu produktiverer Arbeit.»
Vertrauenswürdige Systeme sind die Grundlage für Vertrauen in KI
Die Studie zeigt zudem, dass Vertrauen in KI eng mit dem Vertrauen in die zugrunde liegenden Systeme und Daten verbunden ist. Insgesamt geben 71 Prozent der Befragten in der Schweiz an, dass ihr Vertrauen in KI steigt, wenn sie den verwendeten Systemen und Daten vertrauen können. Gerade bei sensiblen Anwendungen in HR, Finanzen und Planung sind Datensouveränität, Datenschutz, transparente Prozesse und Governance entscheidend, um Vertrauen bei Beschäftigten und weiteren Stakeholdern aufzubauen.
Um das Potenzial von KI nachhaltig zu erschliessen, müssen Unternehmen daher zwei Anforderungen zusammenführen: Sie müssen Reibung in Prozessen und Systemlandschaften reduzieren und KI zugleich in sichere, transparente und vertrauenswürdige Kernsysteme integrieren. Richtig eingesetzt kann KI menschliche Expertise ergänzen, Routineaufgaben reduzieren und Raum für wertschöpfende Tätigkeiten schaffen.
Informazioni sullo studio
Die Befragung fand vom 2. bis 24. März 2026 durch Harris Poll im Auftrag von Workday statt. Befragt wurden 6100 Beschäftigte weltweit in den Bereichen Finanzen, HR, IT und Operations. Alle Befragten arbeiten aktiv mit KI und in Organisationen mit mindestens 500 Mitarbeitenden. 200 Teilnehmende stammen aus Deutschland, 50 aus Österreich und 100 aus der Schweiz.
Weitere Informationen zur Studie und zu Workday finden sich unter https://www.workday.com.
