Phänomena on Tour startet in Dietikon mit Fokus auf KI und Robotik

Nach 42 Jahren feiert die legendäre Schweizer Wissenschaftsausstellung ihr Comeback als mobile Erlebniswelt. Am 14. März startete die Phänomena on Tour in Dietikon und macht Themen wie Künstliche Intelligenz und Robotik interaktiv erlebbar. Bundespräsident Guy Parmelin wohnte der feierlichen Eröffnung bei.

Exponat Tethy zeigt Fortschritte der Meeresbodenforschung. Quelle: zvg

Am Samstag, 14. März, hat die Phänomena 2026 ihre Tour gestartet. In sechs aufblasbaren Kugeln in Dietikon ist eine Erlebniswelt entstanden, die Erwachsene und Kinder für Wissenschaft begeistern will. Im Mittelpunkt stehen Künstliche Intelligenz und Robotik – zwei Technologien, die den Alltag bereits grundlegend verändert haben, deren Funktionsweise aber nur wenige verstehen.

Wissenschaft zum Anfassen

Bereits am Freitag, 13. März, lud die Phänomena Partner:innen und Sponsor:innen zur feierlichen Eröffnung ein, an der auch Bundespräsident Guy Parmelin teilnahm. In den interaktiven Stationen warten Roboter und Pflanzen-Installationen, die sichtbar machen, wie Algorithmen funktionieren, wie KI «denkt» und welche ethische Verantwortung mit neuer Technologie einhergeht.

Besucher entdecken Kunst, die KI aus Bewegung generiert. Quelle: zvg

«Als Kind hat mich die Phänomena gelehrt, dass die Welt voller Wunder ist», sagt Urs Müller, Gesamtleiter der Phänomena und Sohn des Gründers Georg Müller. «Dieses Erbe weiterzuführen, bedeutet für mich, die Faszination meiner eigenen Kindheit an die Zukunft weiterzugeben.»

Laut Bundesamt für Statistik nutzen 80 Prozent der 18- bis 24-Jährigen in der Schweiz KI beim Texten. Doch wie Sprachmodelle funktionieren, verstehen die wenigsten. Genau hier setzt die Phänomena an. Naturphänomene, digitale Prozesse und gesellschaftliche Entwicklungen werden immersiv inszeniert. Aus Erleben wird Staunen, aus Staunen wird Verstehen.

Erfolgreicher Start am Eröffnungswochenende

Viele Besucher:innen folgten am Eröffnungswochenende dem Ruf der Wissenschaft und testeten die Exponate, programmierten Roboter für einen Kampf oder navigierten Unterwasserroboter durch ein Becken. «Wenn nur ein Besucher oder eine Besucherin durch die Phänomena inspiriert ist, eine wissenschaftliche Karriere einzuschlagen, haben wir alles richtig gemacht», sagt Urs Müller.

Bundespräsident Guy Parmelin testet interaktive Rennstrecke. Quelle: zvg

Vom festen Standort zur mobilen Tour

Dass die Phänomena on Tour heute Realität ist, war nicht immer selbstverständlich. Die ursprüngliche Idee einer festen Ausstellung in Dietikon wurde verworfen und in ein mobiles, zeitgemässes Konzept überführt. «Wir haben unsere Ursprungsidee neu gedacht und ein Format entwickelt, das zur heutigen Welt passt», erklärt Urs Müller. «In 42 Jahren hat sich vieles verändert: Wissen muss flexibler, zugänglicher und näher bei den Menschen sein. Mit der Tour bringen wir die Phänomena direkt in die Regionen und schaffen neue Begegnungen mit Wissenschaft.»

Das Konzept trifft den Nerv der Zeit. In einer Welt, die immer digitaler, schneller und komplexer wird, schafft die Phänomena einen Ort, an dem Technologie nicht abstrakt bleibt, sondern greifbar wird. Als wandernde Erlebniswelt bringt sie Wissenschaft direkt zu den Menschen.

Tour durch die Schweiz

KI und Robotik sind das erste Thema der Phänomena on Tour. Jedes Jahr wird ein neuer Schwerpunkt gesetzt. Nach Dietikon, wo die Ausstellung bis zum 19. April zu sehen ist, folgen weitere Standorte: Basel, Yverdon, Luzern, Altstätten, Zürich und Biel. Ergänzt wird das Angebot durch die App Phänomena Spot, die Naturphänomene, technische Innovationen und kulturelle Besonderheiten schweizweit digital erlebbar macht.

Mit dem Start in Dietikon ist der Auftakt gelungen. Die Phänomena 2026 ist damit nicht nur eine Erlebniswelt, sondern ein wanderndes Zukunftslabor, das Wissenschaft dorthin bringt, wo sie hingehört: mitten in die Gesellschaft.

Weitere Informationen und Tickets: www.phaenomena.ch

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