Unternehmenskultur als Strategie im KI-Zeitalter

Spitzenleistung ist kein Verdienst Einzelner – sie ist das Ergebnis eines gut orchestrierten Systems. Culture Amp zeigt in einem neuen E-Book, wie Unternehmen ihre Kultur messbar machen und damit einen nachweisbaren Wettbewerbsvorteil erzielen können.

Culture Amp: E-Book über 47% Performance-Vorteil. Quelle: zvg / Culture Amp

Die wissenschaftsbasierte Datenforschung von Culture Amp, gestützt auf mehr als 1,5 Milliarden ausgewertete Datenpunkte aus 6.800 Unternehmen, belegt: Höchstleistung ist kein Verdienst Einzelner. Sie ist vielmehr das Ergebnis eines gut orchestrierten Systems im Unternehmen. Genau wie im Formel-1-Rennsport, wo ein Sieg nicht allein vom Fahrer abhängt, sondern von einem eingespielten Team aus Reifenstrategen, Ingenieuren, Boxencrew und Analysten, entsteht Spitzenleistung im Unternehmenskontext erst dann, wenn alle Teile zusammenspielen.

47 Prozent Vorteil dank Peak-Performance-Kultur

Führungskräfte und Manager:innen versuchen, leistungsstarke Kulturen aufzubauen, fragen sich aber mitunter, woran sie erkennen, wann sie diesen Status tatsächlich erreicht haben. Spitzenleistung fühlt sich oft eher wie ein erstrebenswertes Ziel an als etwas, das Unternehmen tatsächlich identifizieren und aufrechterhalten können. Die zentrale Frage lautet daher: Lässt sich die Spitzenleistung einer Organisation messen?

Die Antwort lautet: Ja. Die Daten von Culture Amp belegen, dass börsennotierte Unternehmen, die sich im Bereich der Spitzenleistung bewegen, hinsichtlich der Entwicklung ihres Aktienkurses einen Vorteil von 47 Prozent gegenüber Unternehmen verzeichnen, die sich nicht in diesem Leistungsbereich befinden. Zudem weisen diese Unternehmen eine Mitarbeiterbindungsrate von 88 Prozent auf und ziehen 21 Prozent mehr Top-Talente an. Und: 76 Prozent der Unternehmen in diesem Zustand behalten ihren Peak-Performance-Status auch im Folgejahr – ein Beleg dafür, dass es sich um eine nachhaltige, steuerbare Grösse handelt.

Engagement und Leistung: psychologisch verbunden, systematisch getrennt

Eine zentrale Erkenntnis aus der Forschung von Culture Amp ist, dass Engagement und Leistung psychologisch eng miteinander verknüpft sind – in der Praxis aber systematisch voneinander getrennt betrachtet werden. Unternehmen mit hohem Mitarbeiterengagement weisen nachweislich einen höheren Anteil an Leistungsträger:innen auf. Zudem hat die Qualität der Führung einen direkten Einfluss auf die Leistung der Mitarbeitenden: Führungskräfte, die Erwartungen übertreffen oder neue Massstäbe setzen, haben einen deutlich höheren Anteil an leistungsstarken direkten Mitarbeitenden als solche, die Erwartungen nicht erfüllen.

«CPOs sind es leid, nur die Engagement-Scores zu verbessern. Was wir dringend brauchen, ist eine Botschaft, die einen klaren Wandel in der Diskussion hin zu echter Spitzenleistung markiert und beim CEO und dem Führungsteam sofort Anklang findet», sagt Anna Binder, ehemalige CPO.

Der Performance Culture Quadrant: Orientierungsrahmen für den Weg zur Spitzenleistung

In seinem neuen E-Book «Find your 47% advantage» stellt Culture Amp den Performance Culture Quadrant (PCQ) vor. Das Analysemodell ordnet Unternehmen anhand von Engagement- und Leistungsdaten in vier Kulturzustände ein: Peak Performance, Engaged Skepticism, Strained und Disconnected. Damit bietet das Modell erstmals einen klaren Orientierungsrahmen für den Weg zur Spitzenleistung.

Der PCQ misst sechs Faktoren, die kulturelle Stärken und Schwächen sichtbar machen: Exzellenz (ein strategischer Nordstern, der langfristige Ausrichtung schafft), Vision (eine motivierende Perspektive, die alle auf ein gemeinsames Ziel einschwört), Ownership (Eigenverantwortung und Rechenschaftspflicht), Learning (bidirektionale Kommunikation und kontinuierliches Lernen), Voice (Rollen, die mit dem übereinstimmen, was Menschen antreibt) sowie Energy (klare Rollenverteilung und fokussierter Einsatz von Ressourcen).

«Der PCQ hat das Gespräch von ‹Wie verbessern wir die Engagement-Scores›, hin zu ‹Wie erreichen wir eine Peak-Performance-Kultur› verschoben. Dieser Wandel hat für eine stärkere Fokussierung und ein höheres Engagement unter den Führungskräften gesorgt», beschreibt ein Anwender die Wirkung des Modells.

Wo stehen Unternehmen heute – und wie gelangen sie zur Spitzenleistung?

In der Analyse von rund 1.800 Unternehmen befinden sich 44 Prozent im Zustand der Peak Performance, 34 Prozent im Zustand Engaged Skepticism, 10 Prozent im Zustand Strained und 12 Prozent im Zustand Disconnected. Mittelgrosse Unternehmen sind dabei häufiger in der Peak Performance vertreten als sehr grosse oder sehr kleine. Zudem variiert die Verteilung stark je nach Branche.

Das E-Book zeigt auch auf, welche Massnahmen Unternehmen ergriffen haben, um zur Spitzenleistung zu gelangen: Unternehmen aus dem Zustand Engaged Skepticism verbesserten insbesondere die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit und Verantwortlichkeit. Unternehmen aus dem Zustand Disconnected stärkten das Vertrauen in die Führung, entwickelten eine motivierende Vision und förderten Innovation. Unternehmen aus dem Zustand Strained investierten in menschenzentrierte Führung und die Anbindung an ein gesellschaftliches Ziel. Gemeinsam hatten alle erfolgreichen Transformationen: ein konsequentes Ausrichten der Ressourcen sowie das Sichtbarmachen von Kulturveränderungen.

Fünf Wege, mit denen HR-Verantwortliche zur Spitzenleistung beitragen

Das E-Book schliesst mit fünf praxisnahen Empfehlungen für HR-Verantwortliche: Sie sollen Engagement- und Leistungsmessung über eine einheitliche Intelligenzschicht verknüpfen, die Strategie weg von Einzelleistungsträgern und hin zu systemischen Lösungen ausrichten, Leistungsdaten auf Teamebene aggregieren, kulturelle Signale kontinuierlich interpretieren und in konkreten Handlungsempfehlungen verdichten sowie auf Basis des PCQ gezielt an den kulturellen Faktoren arbeiten, die Leistung antreiben oder hemmen.

Das englische E-Book «Find your 47% advantage – Turning culture into strategy in the age of AI» steht unter folgendem Link zum Download bereit: https://www.cultureamp.com/resources/reports/performance-culture-research

Weitere Informationen zu Culture Amp: www.cultureamp.com

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