Olivier Rihs wird Verwaltungsrat bei Swiss Activities
Das Travel-Start-up Swiss Activities holt mit Olivier Rihs einen erfahrenen Experten für digitale Marktplätze in den Verwaltungsrat. Der frühere CEO von Scout24 und TX Markets soll die Skalierung der Plattform vorantreiben.
Redaktion - 3. März 2025
(Archivbild)
Olivier Rihs bringt über 20 Jahre Erfahrung in der strategischen Weiterentwicklung und Skalierung von Online-Marktplätzen mit. Neben Führungsrollen bei Scout24, TX Markets, der Swiss Marketplace Group und Doodle war er in verschiedenen Verwaltungsräten tätig. Bei Swiss Activities soll er die Expansion der Plattform begleiten. «Olivier ist ein strategischer Visionär und etablierter Deal-Maker, dessen Erfahrung uns enorm bereichern wird», sagt Mathias Graf, CEO und Gründer von Swiss Activities.
Swiss Activities wurde Ende 2021 gegründet und bietet derzeit über 1’900 online buchbare Freizeitaktivitäten in der Schweiz an. Rihs sieht grosses Potenzial für weiteres Wachstum: «Ich freue mich, meinen Beitrag zu leisten, um das Wachstum weiter zu beschleunigen und gemeinsam mit dem Team eine digitale Plattform zu entwickeln, welche es erlaubt, die grösste Auswahl von Schweizer Freizeitaktivitäten online buchbar zu machen.»
«Die Digitalisierung ist ein Marathon»
Stagnation in der Digitalisierung trotz KI-Boom? Thomas Mickeleit, Leiter der AG Commtech, spricht im KI-Podcast der Text Akademie über den Commtech-Index 2024/2025.
Redaktion - 28. Februar 2025
Der deutsche Kommunikationsberater Thomas Mickeleit, früher Director of Communication bei Microsoft, stellte vergangene Woche in Zürich den «CommTech-Index-Report 2025» vor. Diese Studie beruht auf einer Befragung von Corporate-Communications-Praktiker:innen aus Unternehmen und Agenturen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Im Podcast-Gespräch mit Christoph Soltmannowski von der Text Akademie erklärt Mickeleit, warum die Euphorie rund um die Digitalisierung und AI nicht automatisch zu echter Innovation führt: Investitions-Schieflagen, Kompetenzlücken und regulatorische Risiken – Stichwort EU AI Act – bremsen den Fortschritt.
Datenkompetenz wird zum kritischen Faktor für Budgetverteidigung und kreative Stakeholder-Journeys. Gescheiterte Newsroom-Konzepte mahnen zu ganzheitlichen Change-Prozessen statt reiner Technologieeinführung.
Was jetzt zählt? Umschulungsoffensiven, ausgewogene Budgets und Experimentierräume für datengetriebene Dialogkommunikation. Kommunikations-Profis müssen den Marathon der digitalen Transformation meistern, um Künstliche Inteligenz für eine Stakeholder-zentrierte Kommunikation nutzen zu können.
Den CommTech Index Report 2024/2025 gibt es hier zum Download.
André Caradonna wird neuer Leiter Marketing am Maz in Luzern
Das Kompetenzzentrum für Journalismus und Kommunikation Maz begrüsst per Anfang März 2025 André Caradonna als neuen Leiter Marketing. Er tritt die Nachfolge von Victoria Arnold an.
Redaktion - 27. Februar 2025
(Bild: zVg.)
In seiner Funktion verantwortet André Caradonna die strategische und operative Weiterentwicklung der Marketingaktivitäten des Maz. Mit ihm soll die Positionierung der Institution als führende Ausbildungsstätte für Journalismus und Kommunikation weiter gestärkt werden.
«Wir freuen uns sehr auf André Caradonna mit seiner umfangreichen Fachexpertise und Marketing-Erfahrung. Wir setzen auf ein modernes und zielgerichtetes Marketing, um unsere Reichweite und Wirkung im Bildungsbereich weiter zu steigern», wird Maz-CEO Martina Fehr in einer Mitteilung zitiert.
Caradonna studierte Medien- und Kommunikationswissenschaft, Journalismus und Soziologie an der Universität in Fribourg. Anschliessend arbeitete er mehrere Jahre in verschiedenen Agenturen, bevor er auf die Unternehmensseite wechselte. Bei der Swisscom förderte er als Leiter PR/Sponsoring den Geschäftskundenbereich, für die Bernexpo Groupe verantwortete er die Unternehmens- und Produktekommunikation. Weitere berufliche Stationen waren die Insel Gruppe und Ender Diagnostics, jeweils in der Funktion Leiter Kommunikation und Marketing.
Die neue Aufgabe am Maz wird André Caradonna in einem 80-prozentigen Pensum wahrnehmen. Daneben bleibt er als «KreativAgent Caradonna» tätig und unterstützt Unternehmen mit Marketing-Konzepten und Projekten.
Jung von Matt Group wird internationale Leadagentur von Mini
Die Marke Mini wird ab sofort mit einer neuen kreativen Leadagentur für internationale Kampagnen zusammenarbeiten. Zum neuen Partner wurde die Jung von Matt Group ernannt. Der Etat wird von den Büros der Agenturen in Zürich und London aus geleitet.
Redaktion - 27. Februar 2025
Die Agentur Jung von Matt setzte sich in einem umfangreichen Pitch durch. Bei der Entscheidung für die neue Agentur seien vor allem die internationale Ausrichtung und die umfangreiche Expertise des Teams in den geforderten Bereichen ausschlaggebend gewesen, wie es in einer Mitteilung heisst. Die entsprechende Ausschreibung erfolgte turnusgemäss zum Ablauf der bestehenden Verträge.
Mini und Jung von Matt haben bereits im Jahr 2000 und von 2015 bis 2021 erfolgreich zusammengearbeitet.
CRK erweitert Geschäftsleitung und Kreativteam
Die Agentur CRK verstärkt ihr Führungsteam: Marco Böni übernimmt die Position als Chief Operating Officer (COO) und ergänzt die Geschäftsleitung. Gleichzeitig verstärkt die Agentur ihren kreativen Bereich mit den Creative Directors Sascha Fanetti und Silvan Gisler.
Redaktion - 26. Februar 2025
Dreifache Verstärkung für CRK: COO Marco Böni sowie die Creative Directors Sascha Fanetti und Silvan Gisler (v.l.n.r.). (Bild: zVg.)
Der neue CCO Marco Böni bringt Erfahrung aus der Digital- und Kommunikationsbranche mit. Zuletzt war er als Chief Digital Officer und Leiter E-Commerce bei Zubi tätig, davor arbeitete er mehrere Jahre bei Farner Consulting. In seiner neuen Rolle bei CRK soll er die digitalen Kompetenzen der Agentur weiterentwickeln und interne Prozesse optimieren.
Im kreativen Bereich setzt CRK mit Sascha Fanetti und Silvan Gisler auf ein interdisziplinäres Duo. Gisler war zuvor Creative Director am Schauspielhaus Zürich, Co-Gründer und Kommunikationschef von Operation Libero und als Journalist tätig. Seine Erfahrung im politischen Campaigning und im Copywriting ergänzt sich mit der von Fanetti, der in den letzten 15 Jahren bei Agenturen wie Publicis Communications Schweiz und Notch Interactive in leitenden Positionen arbeitete.
«Mit Sascha, Silvan und Marco investieren wir gezielt in unsere Kreation und die Beratungsprozesse. Gleichzeitig stärken wir das Campaigning und unsere digitalen Fähigkeiten», sagt CRK-CEO Patrick Marty. Die drei Neuzugänge sollen neue Impulse für die Agentur und ihre Kundschaft bringen.
Digital Ad Trust: Ad Fraud und Brand Safety stabil, Sichtbarkeit rückläufig
Die Initiative «Digital Ad Trust Switzerland» hat ihren aktuellen Bericht veröffentlicht. Während sich die Ad-Fraud-Rate weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau hält und Brand Safety unverändert stabil bleibt, verzeichnet die Sichtbarkeit digitaler Werbung im vierten Quartal 2024 einen leichten Rückgang.
Redaktion - 25. Februar 2025
Die Sichtbarkeitsrate für Displaywerbung lag bei 71.6 Prozent, 0.4 Prozentpunkte weniger als im Vorquartal. Desktop-Formate hielten sich mit 80.0 Prozent auf hohem Niveau, wobei einzelne Formate wie 994×250 sogar leicht zulegen konnten. Mobile Werbeformate erreichten eine Sichtbarkeit von 68.0 Prozent, das weit verbreitete 300×250-Format verzeichnete jedoch eine Abnahme um 2.9 Prozentpunkte.
(Grafiken: Digital Ad Trust Switzerland)
Die Ad-Fraud-Rate blieb mit 0.48 Prozent auf einem konstant niedrigen Stand. Auf dem Desktop lag sie bei 0.96 Prozent, während mobile Formate mit 0.34 Prozent kaum Veränderungen zeigten. Das Format 300×250 wies eine leichte Erhöhung auf, blieb aber mit 0.45 Prozent weiterhin im unkritischen Bereich.
Die Brand Safety-Rate verharrte bei 0.02 Prozent und blieb damit auf dem bisherigen Rekordtief. Auch im buchungsstarken Weihnachtsquartal blieb das Risiko für Marken also äusserst gering.
«Die stabilen Ad-Fraud- und Brand-Safety-Werte zeigen, dass die Transparenz und Qualität digitaler Werbung weiterhin auf einem hohen Niveau bleiben», sagt Roland Ehrler, Präsident von Digital Ad Trust Switzerland. «Trotz des leichten Rückgangs in der Sichtbarkeit ist das Vertrauen in digitale Werbeformate unverändert gross.» Ein positives Signal für Werbetreibende und Publisher, schliesst Ehrler.
Jérôme Rueff wird Chief Client Officer bei Valencia
Die Basler Agentur Valencia Kommunikation holt Jérôme Rueff als Chief Client Officer (CCO) an Bord und somit in die Geschäftsleitung. Der 46-Jährige war zuerst bei Feldschlösschen tätig.
Redaktion - 24. Februar 2025
(Bild: zVg.)
Jérôme Rueff war zuletzt als Brand Portfolio Director bei Feldschlösschen Getränke / Carlsberg Breweries tätig. In dieser Funktion verantwortete er die strategische Entwicklung und Marktführung der Marken Feldschlösschen und Cardinal und leitete ein Team von Marketingexpert:innen. Darüber hinaus verfügt Rueff über Know-how im Schweizer Detailhandel und ein tiefes Verständnis für die spezifischen Marktmechanismen und Vertriebskanäle.
Seine Karriere begann Rueff nach seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Basel sowie einem Master in International Marketing & Strategic Management an der Uppsala University in Schweden. Er sammelte in über 20 Jahren umfangreiche Erfahrung in der FMCG- und Getränkeindustrie, unter anderem in verschiedenen nationalen und internationalen Funktionen bei Carlsberg Group.
Als Chief Client Officer verstärkt Jérôme Rueff die Geschäftsleitung von Valencia rund um Michael Gerber (CEO), Tommy Schilling (Chief Creative Officer) und Christian Frey (Chief Operating Officer). Gemeinsam werden sie die strategische und operative Entwicklung der Agentur weiter vorantreiben und dabei insbesondere auf Rueffs «umfassende Erfahrung in Markenstrategie, Innovation und kommerzieller Entwicklung» setzen können, wie es heisst. Sein Fokus wird darauf liegen, die Positionierung von Valencia als kundenzentrierteste Agentur der Schweiz weiter zu stärken und sicherzustellen, dass die Bedürfnisse der Kund:innen stets im Mittelpunkt stehen.
Mediatonic erneut an der Spitze des Recma-Rankings
Im aktuellen «Recma Media agency profile classification Quali-pack Switzerland» belegt die Genfer Agentur Mediatonic zum vierten Mal in Folge den ersten Platz.
Redaktion - 24. Februar 2025
Das Management von Mediatonic (v.l.n.r.): Claudia Schroeter, Co-owner & Head of TV, Marco Rose, Co-owner & Head of Strategy, Christian-Kumar Meier, Head of Transformation, Chris Fluckiger, Founder & CEO, Joey Allegro, Financial Officer, Julie Rossi, Co-owner & Head of HR und Administration, Matthieu Robert, Co-owner & Head of Digital. (Bild: zVg.)
Das internationale Ranking berücksichtigt neben Umsatz und Grösse der Mediaagenturen vor allem Faktoren wie langjährige Kundenbeziehungen, den Spezialist:innenanteil in datengetriebenen Medienstrategien und die Positionierung im Markt.
Chris Fluckiger, CEO und Gründer von Mediatonic, sieht in der erneuten Spitzenplatzierung eine Bestätigung für die Strategie der Agentur: «Unsere Spitzenposition im Recma-Ranking zeigt, dass nachhaltiger Erfolg nicht nur von technologischen Fähigkeiten abhängt. Es ist die Kombination aus digitaler Kompetenz, menschlicher Expertise und langfristigen Partnerschaften, die den Unterschied macht.»
Die Schweizer Medienlandschaft befindet sich im Umbruch, und digitale Strategien gewinnen an Bedeutung. Mediatonic setzt dabei auf eine Verbindung aus datengetriebener Analyse und individueller Beratung. Die Agentur will mit diesem Ansatz weiterhin Stabilität und Innovation verbinden, um Kund:innen optimal durch die sich verändernde Medienwelt zu navigieren.
MfK startet neue Mittagsreihe zu Kommunikationsthemen
Das Museum für Kommunikation MfK startet neu die Mittagsreihe «Bisschen theoretisch». Die erste Ausgabe widmet sich dem Thema Smalltalk – kompakt, praxisnah und begleitet von einem Lunch.
Redaktion - 21. Februar 2025
Gespräche beginnen, Interesse wecken, Fettnäpfchen umgehen: Smalltalk ist für viele eine Herausforderung. Die erste Ausgabe der neuen Veranstaltungsreihe «Bisschen theoretisch» im Museum für Kommunikation will genau hier ansetzen. In einstündigen Sessions werden theoretische Konzepte verständlich und alltagsnah vermittelt – jeweils zu einem Thema aus der Welt der Kommunikation. Der Auftakt am 28. Februar steht ganz im Zeichen des Smalltalks.
Die Idee: Theorie als Werkzeug für die Praxis. «OK, Theorien sind jetzt kein sexy Gossip. Aber dafür steckt in ihnen eine verdichtete Erklärung der Realität», heisst es in der Ankündigung. Wer sich also fragt, wie man ein Gespräch unverkrampft beginnt oder es ohne peinliche Pausen am Laufen hält, soll hier Antworten finden.
Die Veranstaltung findet immer am letzten Freitag im Monat statt und beginnt jeweils um 12:15 Uhr. Die Kosten für die Teilnahme sind frei wählbar, ein Richtpreis von 20 Franken – inklusive Lunch – wird empfohlen. Ergänzend dazu gibt es jeweils eine Podcast-Folge mit Kommunikationsexpert:innen, die das Thema weiter vertiefen.
SBB tritt Brancheninitiative ComImpact bei
Die SBB schliesst sich dem Fachverein ComImpact an. Damit erhält die Initiative zur Förderung von CommTech in der Schweiz weitere Unterstützung durch ein Grossunternehmen, das täglich über eine Million Menschen transportiert.
Redaktion - 21. Februar 2025
Martina Rettenmund, Leiterin Kommunikationsplanung und Kanäle bei der SBB. (Bild: zVg.)
Mit dem Beitritt der SBB wächst ComImpact auf elf Firmenmitglieder. Der Verein setzt sich dafür ein, Fachleuten aus Marketing und Unternehmenskommunikation den Zugang zu CommTech-Kompetenzen zu erleichtern. Neben regelmässigen Austauschformaten organisiert er Events, bei denen Best Practices und neue Technologien im Fokus stehen.
«Angesichts der Verbreitung neuer Technologien sind wir überzeugt, dass die Themen von ComImpact sowie das Netzwerk des Vereins für unsere Kommunikationsarbeit einen nachhaltigen Mehrwert bieten», sagt Martina Rettenmund, Leiterin Kommunikationsplanung und Kanäle bei der SBB.
Sir Mary lanciert eigenständige Mediaagentur
Sir Mary startet eine neue Ära: Ab sofort bietet die Zürcher Agentur ihre Medialeistungen als eigenständige Agentur am Markt an. Die Leitung der neuen Mediaagentur übernehmen Vanessa Habisreutinger, Katharina Günther und Fabian Habisreutinger. Neu im Portfolio sind die Kunden Twint und Ovomaltine.
Redaktion - 20. Februar 2025
Anfang Januar ist Sir Mary Media mit einem 20-köpfigen Team und neuer Führungsstruktur gestartet. Mit diesem Ausbau treibt die Agentur ihr Wachstum voran und will ihre Position im Bereich Mediastrategie, -planung und -umsetzung stärken.
Das Angebot von Sir Mary Media umfasst spezialisierte 360-Grad-Medialösungen aus einer Hand – für TV, Digital, (D)OOH, Social und Audio. Die Leitung der neuen Unit übernimmt ein erfahrenes Führungstrio aus den eigenen Reihen, das bereits seit mehreren Jahren erfolgreich in der Agentur tätig ist und tiefgreifendes Know-how in Mediastrategien und Kampagnenmanagement mitbringt: Vanessa Habisreutinger (Media Operations & Data), Katharina Günther (Planning & Consulting) und Fabian Habisreutinger (Strategy & Client) leiten die neue Agentur gemeinsam. Alle drei sind langjährige Führungspersönlichkeiten bei Sir Mary und haben die Agentur von der Pike auf mitgestaltet.
«Wir sind die neue Generation der Mediaagentur. Weil wir Kreation besser verstehen, bringen wir Marken dahin, wo sie wirken – nicht, wo wir am meisten verdienen», erklärt Vanessa Habisreutinger, Co-Geschäftsführerin von Sir Mary Media. «In den letzten Jahren konnten wir hochkarätige Media-Etats gewinnen und unser Angebot laufend ausbauen. Der steigenden Nachfrage nach unserer Media-Kompetenz wollen wir mit dem eigenständigen Angebot Rechnung tragen: Für uns ist die Lancierung von Sir Mary Media der nächste logische Schritt.»
Die integrierte Arbeitsweise kommt bereits bei Kunden wie Sunrise, Twint, Ovomaltine oder Schweiz Tourismus zum Einsatz. Die Pitchgewinne und Kampagnenerfolge verdeutlichen die Stärken eines ganzheitlichen Media-Ansatzes: «Sir Mary Media unterstützt uns dabei, durch gezielte Media-Strategien eine nachhaltige Markenbindung sowie auch effektives Engagement zu schaffen. Die gemeinsam durchgeführten Kampagnen erzielten dank intelligenter Medialösungen und einer starken Reichweitenstrategie messbare Erfolge», so Eva-Maria Mörtenhuber, Head of Marketing bei Twint.
Ihrem Ansatz, Kreation und Media eng zu verzahnen, um Kampagnen zu realisieren, die auffallen und messbar wirken, will Sir Mary treu bleiben. Die neue Aufstellung soll es der Agentur erlauben, flexibler am Markt agieren und gezielt neue Media-Etats für die Medialeistungen gewinnen zu können.
SCSD 2025: Quantensicherheit und Jugendschutz im Fokus
Am 18. und 19. Februar 2025 fanden in Bern die Swiss Cyber Security Days (SCSD) statt. Das Motto lautete: „Eye of the Cyber“. Eine jährlich durchgeführte Auswertung der Cybersicherheitslage in der Schweiz zeigte erneut: Es ist noch viel Arbeit nötig.
Redaktion - 20. Februar 2025
„Eye of the Cyber – create tomorrow“ – so lautete das Motto der diesjährigen Swiss Cyber Security Days. (Bild: SCSD 2025)
Manch ein Besucher könnte die diesjährigen Swiss Cyber Security Days mit einem mulmigen Gefühl verlassen haben: Sind meine Passwörter noch sicher? Kann ich dem E-Banking noch vertrauen? Und welche Tinder-Profile sind echt und welche fake? Die Bedrohungslage ist im Vergleich zu früheren Jahren noch vielfältiger geworden. Programmdirektor Nicolas Mayencourt betonte bei seiner Eröffnungsrede, dass die Cybersicherheitslage alarmierend ist: «Die Technologie entwickelt sich exponentiell, unser Denken ist linear. Wir müssen dringend handeln und die digitale Zukunft mutig gestalten – ein sicherer Cyberraum und souveräner Umgang mit Technologie werden zum entscheidenden Erfolgsfaktor.»
«Demokratisierung» von neuen Technologien
Dass der Umgang mit Technologie längst nicht so souverän ist, wie es scheint, untermauerte etwa Jean-Marc Rickli vom Genfer Zentrum für Sicherheitspolitik. Er zeigte, wie der Segen der technologischen Entwicklung unschwer auch zu einem Fluch werden kann. 3D-Druck? Eine tolle Sache für das Prototyping oder die Herstellung spezieller Bauteile für die Industrie. Aber auch ein Weg, um mal schnell eine funktionstüchtige Waffe aus Kunststoff herzustellen, die jeden Metalldetektor überlistet und «nach Gebrauch» leicht wieder entsorgt werden kann. Oder eine Drohne mit Gesichtserkennungssoftware auszurüsten und diese auf ein entsprechend «personalisiertes» Ziel loszulassen, auch das ist mit vergleichsweise geringem Aufwand möglich. Kriegsführung ist auf diese Weise nicht mehr allein eine Sache von Armeen geworden.
Ähnlich auch im Cyberspace: Da geht es längst nicht mehr nur um Phishing-Mails oder andere Betrugsmaschen. Die KI eröffnet neue Möglichkeiten, vor allem auch für die Desinformation. Die Fortschritte bei sog. Deep Fakes sind immens und führen zu einem immer hemmungsloseren Einsatz – sowohl von Kleinkriminellen als auch von staatlichen Institutionen, wie Beispiele aus dem Ukraine-Krieg oder dem Konflikt im Gazastreifen zeigen. Jean-Marc Rickli ortet eine grosse Gefahr darin, dass Menschen letztlich keinen Informationen mehr trauen könnten. «Der Sozial-Vertrag zwischen Bürgern und der Demokratie ist bedroht», so der Experte. «Weapons of Mass Distruction» würden von «Weapons of Mass Disinformation» abgelöst.
Kinder und Jugendliche besser schützen
Eine eher dystopische Welt, in der auch die junge Generation aufwachsen muss. Kinder und Jugendliche sind immer mehr Gefahren im Cyberraum ausgesetzt, hielten Regula Bernhard Hug, Leiterin der Geschäftsstelle Kinderschutz Schweiz, und Christian Brenzikofer, Kommandant der KAPO Bern an einer Medienkonferenz vor Ort fest. Die zunehmende Onlinesucht von Jugendlichen aber auch die steigenden Fälle von Sextortion und Pädokriminalität, beschäftigt die Fachstelle und auch die Behörden. «Im Kanton Bern bearbeitet die KAPO Bern zwischen 200 und 250 Verdachtsfälle im Bereich Pädokriminalität», so Christian Brenzikofer. Wichtig seien weiterhin grosse Anstrengungen bei der Prävention und Sensibilisierung für dieses Thema. Eltern und Schulen sind da die wichtigsten Partner, um junge Menschen einen verantwortungsvollen Umgang mit Online-Medien zu zeigen. Aber es ist auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, wie Regula Bernhard Hug betonte. Einbezogen werden müssen da auch die Hersteller von Geräten und Anbieter von Social Media-Portalen, indem sie Safety-by-Design-Standards und datenschutzkonforme Altersverifizierungen einrichten. Ein generelles Verbot von Social Media für Jugendliche unter 16 Jahren wäre als letzte Konsequenz zu sehen.
Musste ernüchternd feststellen, dass bezüglich Cybersicherheit in der Schweiz noch vieles im Argen liegt: Nicolas Mayencourt von Dreamlab Technologies. (Bild: Thomas Berner)
Cyberraum Schweiz: Immer noch leicht verwundbar
Ein Highlight der SCSD 2025 war auch die Analyse der Cybersicherheitslage der Schweiz, durchgeführt von Dreamlab Technologies. Jährlich scant das Unternehmen mit einer eigens dazu entwickelten Software die mit dem Internet verbundene Infrastruktur in der ganzen Schweiz. Es geht da um über 3,2 Millionen Ports, davon sind über 2 Millionen verwundbar, über eine Million Ports sind sogar offen und könnten ohne besondere IT-Kenntnisse missbraucht werden. Über 250’000 Hosts arbeiten zudem ohne verschlüsselte Kommunikation. Es bestehen also sehr viele kritische Verletzlichkeiten. «Da sind wir alles andere als gut unterwegs», wie Nicolas Mayencourt und Prof. Dr. Marc K. Peter, welche die Resultate präsentierten, feststellen mussten. Keine Ausnahme davon würden auch regierungsnahe IT-Infrastrukturen bilden, wie die beiden darlegten. So gebe es beim Bund immer noch einige Schwachstellen, die seit Jahren zwar bekannt, aber noch nicht eliminiert worden seien. Als problematisch zu sehen sei auch die grosse Abhängigkeit von ausländischen Anbietern, was die eigene digitale Souveränität gefährde. Insgesamt sei für die Cybersicherheitslage der Schweiz ein ernüchterndes Fazit zu ziehen. «Trotz angespannter Grosswetterlage sind keine grossen Verbesserungen erkennbar», hielt Nicolas Mayencourt fest. Dies sei umso bedauerlicher, weil 80 Prozent der Verwundbarkeiten durch einfache Massnahmen vermeidbar wären. Es zeigt sich auch, dass die meisten KMU technisch gesehen zwar gut unterwegs sind, organisatorisch aber noch viel Nachholbedarf besteht. «Cybersicherheit ist Chef-Sache», so Mayencourt.
Verschlüsselung muss neu quantensicher sein
Weiteres Ungemach für die Cybersicherheit droht von der Quantencomputer-Technik. Die immens schnelleren Rechenleistungen von Quantencomputern führen dazu, dass dereinst sämtliche konventionellen Verschlüsselungen geknackt werden können. Experten gehen davon aus, dass dieser «Q Day» genannte Augenblick im Jahr 2030 stattfinden wird. Aber unabhängig davon werden ohnehin alle heute eingesetzten Verschlüsselungssysteme spätestens dann obsolet sein, weil auch die konventionelle Computertechnik immer fortschrittlicher wird. Das heisst, zukunftssichere Verschlüsselungssysteme müssen in jedem Fall «quantensicher» sein. Gemäss der Analyse von Dreamlab Technologies könnten in der Schweiz bereits rund 85 Prozent der Server heute schon quantensichere Kommunikation gewährleisten, doch erst etwa 10 Prozent tun dies bereits aktiv. Die gute Nachricht ist aber: Die Schweiz spielt bei der Entwicklung neuer Post-Quantum-Cryptography-Standards eine führende Rolle. So war etwa das IBM-Forschungszentrum in Rüschlikon an der Ausarbeitung neuer Algorithmen, welche die konventionelle 2048-Bit-Verschlüsselungstechnologie ablösen können, entscheidend mitbeteiligt.
Zufriedene Aussteller und Veranstalter der SCSD 2025
Neben diesen erwähnten Fokus-Themen verzeichneten die SCSD 2025 noch einige weitere Höhepunkte: So gab es interessante Einblicke der Cyber Division des FBI, und auch die Ausführungen von Korpskommandant Thomas Süssli sowie Panels zu Desinformation oder Radikalisierung im Internet stiessen auf grosses Interesse bei den insgesamt rund 2500 Besucherinnen und Besuchern. Ein Novum war die interdisziplinäre Ausstellung «Alternate Realities». Diese wurde in Zusammenarbeit mit dem Museum für Kommunikation, der gibb Berufsfachschule Bern sowie den Berner Motion-Designern Kaspar Kilchenmann und Yan Hirschbühl umgesetzt und setzte die kreativen Möglichkeiten der KI eindrucksvoll in Szene.
Insgesamt zogen auch die rund 90 Ausstellenden zusammen mit dem Veranstalter eine positive Bilanz. Zum zweiten Mal in Folge fanden die SCSD auf dem BERNEXPO-Areal statt und knüpften an den Erfolg des letzten Jahres an. «Gerade in der aktuellen, von protektionistischen Entwicklungen geprägten Zeit, zeigen die Swiss Cyber Security Days eindrücklich, wie wichtig Zusammenarbeit und Austausch sind, um den Herausforderungen der digitalen Welt zu begegnen», lässt sich Tom Winter, CEO der BERNEXPO AG, zitieren. Zum ersten Mal als Aussteller mit dabei war Hornetsecurity, ein führender Anbieter für Lösungen im Bereich Cyber-Bedrohungen. Der Country Manager Schweiz, Roger Staub, spricht von einem vollen Erfolg: «Mit unseren Produktelösungen konnten wir zeigen, wie Unternehmen sich umfassend vor Cyber-Bedrohungen schützen können. Stolz sind wir auf die Networking-Party, die eine grossartige Plattform für den fachlichen Austausch und neue Kontakte geschaffen hat. Unser Engagement für eine sicherere digitale Zukunft geht weiter – daher werden wir voraussichtlich 2026 wieder an den SCSD dabei sein.» Die nächste Ausgabe der SCSD ist am 17. und 18. Februar 2026.