Echowerk gewinnt Vermarktungsmandat für Hip-Hop-Festival Rap City
Am Samstag fand im Zürcher Hallenstadion das Hip-Hop-Festival Rap City statt. Neu wirkt auch die Zürcher Agentur Echowerk beim Grossevent mit und unterstützt die Organisator:innen bei der Vermarktung der Sponsoringplätze.
Redaktion - 26. November 2024
(Bild: Juan Roos)
Das Rap City fand erstmals im Jahr 2018 statt. Das Line-up besteht sowohl aus internationalen Grössen als auch Newcomern und ausgewählten Schweizer Acts und zieht Besucher:innen aus der ganzen Schweiz an. Durch die Grösse und die Länge des Festivals wird eine breite Masse in der Hip-Hop-Szene angesprochen.
Geeigneter Zugang zur urbanen Zielgruppe
Dieses Publikumsinteresse ist auch spannend für Partnerschaften und Sponsorings: Über Rap City lassen sich junge und urbane Zielgruppen ansprechen, die auf anderen Wegen schwer zu erreichen sind. Hier übernimmt ab sofort die Zürcher Agentur Echowerk, die mit der Exklusivvermarktung beauftragt wurde.
«Das Team von Rap City weiss, was die urbane Hip-Hop-Szene interessiert und wo diese zu finden ist. Wir unterstützen das Kernteam mit der professionellen Marktbearbeitung auf Sponsorenseite und begleiten die Partner bei der Entwicklung und in der Umsetzung ihrer Aktivierungen», so Manuel Schaub, Gründer von Echowerk.
Bestehende Partnerschaften sollen dabei aufrechterhalten und mit weiteren ergänzt werden. Durch neue Partnerschaften eröffnen sich wiederum weitere Kommunikationskanäle für den Event, was noch mehr Hip-Hop-Fans ansprechen dürfte.
Michael Hinderling verabschiedet sich von Dept
Nach fast fünf Jahren als Creative Director bei Dept verlässt Michael Hinderling die Agentur. Er widmet sich seinem nächsten Projekt, der Konzeption eines immersiven Museums.
Redaktion - 26. November 2024
(Bild: zVg.)
Michael Hinderling verlässt Dept nach fast fünf Jahren Zusammenarbeit. Seine Zeit bei der Agentur endet nach einer erfolgreichen Nacht bei den diesjährigen Best of Swiss Apps Awards. Die Mobile-App für die Solarenergie-Firma Helion wurde mehrfach ausgezeichnet und gewann unter anderem den prestigeträchtigen Mastertitel. Ein gelungener Abschluss für die Jahre bei der Agentur, wie es in einer Mitteilung heisst.
Seit dem Zusammenschluss von Hinderling Volkart und Dept habe Michael Hinderling die neu formierte Schweizer Einheit verantwortet. Zwei Jahre später habe er seinen Fokus auf strategische Beratung und innovative Einzelprojekte gelegt, heisst es weiter. Zudem absolvierte Hinderling in seiner Zeit bei Dept eine Weiterbildung zum Thema künstliche Intelligenz und ihre Implikationen für Business-Strategien am MIT. Parallel zu seinen Aufgaben bei der Agentur versorgte er als unabhängiger Designer seine eigene Kundschaft mit Markenstrategien, digitalen Identitäten und Websites.
Laut Mitteilung will Michael Hinderling nun neue Herausforderungen und Visionen angehen. Bei seinem nächsten Projekt handle es sich um die Konzeption eines immersiven Museums, das digitale und physische Welten miteinander verknüpfen soll. Hinderling ziehe es ausserdem in Erwägung, nach seinem Abschied von Dept eine Boutique-Agentur zu gründen, wie er selbst kommuniziert. Er warte lediglich auf die passende Gelegenheit und Konstellation. (Dajana Dakic/cka/swi)
Der Anbieter für Röntgenstrahl- und Elektronen-Detektoren Dectris hat Scholtysik mit der Entwicklung seiner Markenstrategie beauftragt. Die Agentur setzte sich in einem umfangreichen Evaluationsprozess durch und wird Dectris bei der Schärfung der Marke begleiten.
Redaktion - 26. November 2024
(Bild: zVg.)
Die Hochleistungsdetektoren von Dectris werden weltweit in Forschungsinstituten eingesetzt, zum Beispiel in Teilchenbeschleunigern, in der Röntgenanalytik oder in der Elektronenmikroskopie. Mit den Detektoren gewinnen Forschende und Ingenieur:innen schnell präzise Analysedaten in Bereichen wie der Medikamentenentwicklung oder der Batterieforschung. Neben Detektoren entwickelt Dectris weitere Produkte und Services für die Spitzenforschung, darunter eine besonders leistungsstarke Cloud-Plattform zur kollaborativen Nutzung wissenschaftlicher Daten.
Marke global weiterentwickeln
Im äusserst dynamischen Hightech-Markt will Dectris seine Spitzenposition weiter ausbauen. Zugleich muss sich die Marke im anspruchsvollen wissenschaftlichen Umfeld als Innovationsleader und zuverlässiger Partner behaupten. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, soll Scholtysik die Marke Dectris strategisch weiterentwickeln und ihre Strahlkraft nachhaltig erhöhen.
«Mit Scholtysik haben wir einen Branding-Partner gefunden, der nicht nur grosse Erfahrung im Technologie-Sektor mitbringt, sondern auch die Wissenschafts-Communities versteht, für die wir unsere Produkte schliesslich entwickeln», sagt Stefan Brandstetter, Chief Commercial Officer von Dectris.
Michael Weinmann wird Head of Media Relations bei Swiss
Der erfahrene Journalist und Aviatik-Kenner Michael Weinmann wird neuer Head of Media Relations bei Swiss. Ab März 2025 wird er die Leitung des vierköpfigen Teams übernehmen, das für die Medienarbeit zuständig ist. Er folgt auf Karin Montani.
Redaktion - 25. November 2024
(Bild: zVg.)
Weinmann bringe nebst journalistischer Erfahrung auch eine persönliche Verbindung zur Luftfahrt mit, wie es in einer Mitteilung von Swiss International Air Lines heisst. Er besitzt eine Pilotenlizenz und hat während seiner journalistischen Karriere bereits zahlreiche fliegerische Themen begleitet und einem breiten Publikum vermittelt – von technologischen Innovationen über die Einführung neuer Flugzeuge bis hin zu Themen der Nachhaltigkeit und des Luftverkehrsmanagements. Diese Kombination aus journalistischer Expertise und Verständnis der Luftfahrtbranche mache ihn zur idealen Besetzung für diese Position.
Zuletzt war der 43-Jährige bei SRF als Moderator des Nachrichtenmagazins «Schweiz aktuell» tätig.
14 Trophäen für die Schweiz an den ADCE Awards 2024
Am Freitag wurden die diesjährigen ADCE Awards verliehen. Obwohl es heuer nicht für Gold oder den Grand Prix reichte, gab es für Schweizer Einreichungen 14 Silber- und Bronze-Trophäen.
Redaktion - 24. November 2024
Am Freitag wurden im Rahmen des ADCE European Creativity Festivals in Barcelona die diesjährigen ADCE Awards verliehen. Aus 924 Einreichungen aus 24 Ländern wurden insgesamt 375 Projekte ausgezeichnet. Auch Projekte aus der Schweiz überzeugten die Jury, die sich aus 58 führenden Kreativen aus ganz Europa zusammensetzte.
Festland Lab Session zu den Trends im Employer Branding
Bewerbende und Mitarbeitende begeistern, aber wie? Die Festland Lab Session «Employer Branding» lieferte Impulse aus drei Perspektiven. Speakers waren Teamwork-Coach Nadja Schnetzler, Matchd-Projektleiter Michael Bernasconi und Liebenau-Geschäftsführer Reto Geiger.
Redaktion - 22. November 2024
(Bilder: zVg.)
«Wir testen Neues für uns und unsere Kund:innen.» Das ist einer der Leitsätze im Manifestland dem sich das Team der St.Galler Agentur Festland verpflichtet hat. Gelebt werde dieser zum Beispiel an den Lab Sessions. Die neuste Ausgabe fokussierte auf das Employer Branding. Im Wave-Space der Agentur in St.Gallen gab es für die Gäste drei Gastbeiträge zum Thema.
Ein Tinder für Digitaltalente
Michael Bernasconi, Matchd-Projektleiter bei <IT>rockt!, teilte seine Insights aus der Vernetzungsplattform für Unternehmen und IT-Talente. Aus Erfahrung weiss er, worauf zu achten ist, um den perfekten Match mit der Generation Z zu erzielen. Als probates Mittel gegen den Fachkräftemangel im IT-Bereich hat er einen klare Empfehlung an Arbeitgebende: Praktika anbieten. Der kurzfristige Aufwand für die Betreuung zahlt sich durch den nachhaltigen Vorteil auf dem Personalmarkt mehr als aus.
Bitte nicht Unternehmen spielen
Nadja Schnetzler, Teamwork-Coach und Purpose-Expertin, gab Einblick in ihren vor kurzem erschienen Praxisratgeber «Zusammenarbeit im Flow». Das gemeinsam mit Laurent Burst verfasste Buch liefert praxiserprobte Werkzeuge für eine erfolgreiche Teamkultur. Der Flow-Begriff erweist sich dabei als Life Hack, um die Balance von Ich, Wir und Arbeit herzustellen. Denn in zu vielen Teams wird immer noch «Unternehmen gespielt», statt Sinn gestiftet und Arbeit erledigt.
Employer Branding mit Herz
Reto Geiger, Geschäftsführer von Liebenau Schweiz, widmete sich im Gespräch dem Employer Branding in der Welt der Alters- und Pflegeheime. Aus erster Hand erfuhr das Publikum, wie das gemeinnützige Unternehmen mit Ferien und anderen Benefits auf dem Arbeitsmarkt punktet – und warum das Herz in der Liebenau-Werbung mehr als ein Ornament ist. Bebildert wurden seine Worte durch die aktuelle Employer-Kampagne, die mit Festland kreiert wurde.
PostCom muss privatwirtschaftliche Tätigkeit der Post untersuchen
Die eidgenössische Postkommission PostCom ist zu Unrecht nicht auf Aufsichtsbeschwerden der Unternehmen Abacus Research und Goldbach Neo OOH eingetreten. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden. Die Firmen erachten die privatwirtschaftliche Tätigkeit der Schweizerischen Post ausserhalb der Grundversorgung durch deren Konzerngesellschaften ePost Services und Livesystems als unzulässig.
Redaktion - 22. November 2024
(Bild: Keystone/Adrian Reusser)
Das Bundesverwaltungsgericht hat in vier am Freitag veröffentlichten Urteilen Abacus Research und Goldbach Neo OOH Recht gegeben. Dabei hat es grundlegende rechtliche Fragen im Zusammenhang mit der privatwirtschaftlichen Tätigkeit der Post geklärt.
Das Bundesverwaltungsgericht geht in seinen Entscheiden auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur privatwirtschaftlichen Tätigkeit des Staates ein. Es hält fest, dass die grundrechtlich geschützte Wirtschaftsfreiheit dem Privaten keinen allgemeinen Schutz vor Konkurrenz bietet. Dies gelte auch für die privatwirtschaftliche Tätigkeit des Staates. Dem Privaten entstehe hierdurch grundsätzlich bloss ein weiterer Konkurrent.
Der privatwirtschaftlichen Tätigkeit des Staates sind jedoch verfassungsrechtlich Grenzen gesetzt, wie das Gericht weiter ausführt. Die Tätigkeit muss auf einer gesetzlichen Grundlage beruhen, sie muss im öffentlichen Interesse liegen, und sie muss verhältnismässig sowie wettbewerbsneutral sein.
Begrenzte Tätigkeit
Entsprechend dieser Vorgaben sei die Tätigkeit der Post im Postorganisationsgesetz geregelt und begrenzt. Die Post habe die Grundversorgung sicherzustellen und dürfe damit zusammenhängende Dienstleistungen erbringen.
Vor diesem Hintergrund hat das Bundesverwaltungsgericht die bisherige Rechtsprechung weiterentwickelt. Es hält daran fest, dass mittels einer aufsichtsrechtlichen Anzeige grundsätzlich keine Parteistellung erlangt werden kann.
Würden wie vorliegend private Unternehmen begründet geltend machen, dass ein staatliches Unternehmen für eine bestimmte privatwirtschaftliche Tätigkeit über keine hinreichende gesetzliche Grundlage verfüge oder sich nicht wettbewerbsneutral verhalte, bestehe eine besondere Beziehungsnähe. Die Parteistellung privater Unternehmen könne in einem solchen Fall nicht grundsätzlich verneint werden.
Für die Prüfung, ob die Post für ihre privatwirtschaftliche Tätigkeit die verfassungsrechtlichen Grenzen einhält, sei die PostCom zuständig, an welche das Gericht den Fall zurückgewiesen hat.
Sie muss abschliessend über die Parteistellung der Beschwerdeführerinnen entscheiden und anschliessend gegebenenfalls prüfen, ob die Post für ihre privatwirtschaftliche Tätigkeit über eine hinreichende Marktzugangserlaubnis verfügt.
Massnahmen gefordert
Die Schweizerische Post erwarb die Klara Business AG, heute ePost Services AG, im Oktober 2020. Es handelte sich um ein privates Unternehmen, das Software für die Bereiche Buchhaltung sowie Kund:innen- und Auftragsverwaltung entwickelt und vertreibt.
Im Juli 2021 erfolgte die Übernahme von Livesystems, die im Bereich der digitalen Aussenwerbung tätig ist. Beide Unternehmen werden heute als selbständige Konzerngesellschaften der Post geführt.
Die Post ist mit den beiden Konzerngesellschaften ePost Services und Livesystems ausserhalb der Grundversorgung tätig. Sie steht damit in direkter Konkurrenz zur Abacus Research und der Goldbach Neo OOH, die gleiche oder ähnliche Leistungen anbieten.
Diese Unternehmen gelangten mit getrennten Aufsichtsbeschwerden an die eidgenössische Postkommission PostCom und an das Bundesamt für Kommunikation Bakom. Vor beiden Behörden machten sie geltend, die privatwirtschaftliche Tätigkeit der Post sei nicht zulässig. Die Übernahme der zwei Unternehmen sei aus diesem Grund rückgängig zu machen oder es seien Massnahmen zu ergreifen, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden.
Die PostCom und das Bakom traten auf die beiden Aufsichtsbeschwerden nicht ein. Zur Begründung hielten sie fest, es komme den beiden Unternehmen in Bezug auf die privatwirtschaftliche Tätigkeit der Post keine Parteistellung zu. Gegen diese Entscheide haben die beiden Konkurrentinnen Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben.
Diese Urteile sind noch nicht rechtskräftig und können beim Bundesgericht angefochten werden. (SDA)
World of wonders: Lenzerheide positioniert sich neu
Die Ferienregion Lenzerheide hat sich neu positioniert und präsentiert sich als «world of wonders» (W.O.W.) – eine alpine Erlebniswelt, die Abenteuer und Natur verbindet. Mit diesem Konzept soll die Region als Ganzjahresdestination gestärkt werden, wie es von der Ferienregion heisst. Mit der Neuausrichtung wird die Zukunftsstrategie fortgeführt.
Redaktion - 21. November 2024
Mit «W.O.W.» soll den Besuchenden ein vielfältiges Angebot geboten werden, das sowohl Sommer- als auch Winteraktivitäten umfasst. Ziel sei es, Gäste mit Erlebnissen, Begegnungen und Entspannung in der Natur zu begeistern, erklärt Marc Schlüssel, CEO der Ferienregion Lenzerheide. Zu den neuen Attraktionen zählen etwa der Begegnungsplatz «W.O.W. Plaza» im Ortskern, ein Outdoor-Spa im Sommer und ein Winter-Glamping-Pop-up. Bestehende Highlights wie das Skigebiet Arosa Lenzerheide, der Zauberwald oder das interaktive Schlittelerlebnis «Light Ride» bleiben ebenfalls integraler Bestandteil der Destination.
Regionale Zusammenarbeit
Für «W.O.W.» spannen verschiedene lokale Partner aus Hotellerie, Gastronomie und Bergbahnen zusammen. «Dieses Projekt zeigt, was möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen», so Schlüssel. Ziel sei es, nicht nur die Attraktivität der Destination zu erhöhen, sondern auch den Betrieb nachhaltiger und effizienter zu gestalten. «W.O.W.» solle dabei nicht nur als Erlebnismarke verstanden werden, sondern auch als Leitmotiv für Servicequalität und Innovation.
Zum Start der Wintersaison begleitet ein Film mit Freeskier Nico Vuignier und Skilegende Didier Cuche die Neupositionierung. Der Film feiert am Mittwoch Premiere.
Was bedeutet eigentlich… «ScrollyPub»?
Benno Maggi befasst sich in seiner Kolumne «Was bedeutet eigentlich…?» mit Begriffen aus dem Marketing- und Kommunikationsbereich. Dieses Mal behandelt er den Begriff «ScrollyPub».
Redaktion - 20. November 2024
Was für tolle Blüten die Marketingfachsprache immer wieder hervorbringt.
Neustes Beispiel: ScrollyPub. Klingt so niedlich und süss, dass es einfach – ähnlich einem Neugeborenen – geliebt werden müsste. ScrollyPub ist das Enkelkind von Scrollen und Storytelling, dessen nonbinäres Kind Scrollytelling nun ein neues Wort geboren hat, mit eben dem drolligen Namen ScrollyPub. Kennen Sie nicht? Sollten Sie aber. Und bitte auch so häufig wie möglich anwenden, damit das Gegenüber weiss, dass Sie auf dem neusten Stand sind.
Die Verwandschaftsbezug zeigt: Aber auch der neuste Shit kommt von irgendwo her. Gehen wir deshalb kurz tiefer in die Ahnenforschung des neuen Branchen-Babys. Beginnen wir bei den Grosseltern – auch im richtigen Leben haben Grosseltern das Scrollen schon längst gelernt. Es ist schon so lange her, dass das Wort im Duden Eingang gefunden hat, dass unter «Gebrauch» tatsächlich noch das Akronym EDV aufgeführt wird. Elektronische Daten Verarbeitung. Erinnern Sie sich? Scrollen bedeutet auf Englisch eigentlich «verschieben». Heute meinen wir damit, dass die Darstellung auf dem Bildschirm nicht im Ganzen erfasst werden kann und sie deshalb in Ausschnitten nach und nach auf dem Bildschirm verschiebt werden sollte. Es gibt böse Zungen, die behaupten, je höher jemand in der Hierarchie steigt, desto mehr nimmt die Fähigkeit zum Scrollen ab. Und mit einer solchen Story sind wir schon beim nächsten Ahnenteil, dem Storytelling.
Wenn vor lauter Scrollen der Inhalt verloren geht
Dieser Begriff war lange Zeit nur Literaten und Film- und Theaterschaffenden vorbehalten, bevor er unsere Branche eroberte. Es ging um Dramaturgie, Rhythmus und komplexe Handlungsstränge, die das Publikum oder die Lesenden über längere Zeit fesseln. Aber wenn etwas weder einen Anfang noch ein Ende, weder einen Plot, Startingpoint noch einen Payoff hat, dann ist es keine Geschichte, sondern lediglich eine Aneinanderreihung von Tatsachen, Wünschen und Aufforderungen einer Senderin oder eines Senders an eine Empfängerin oder einen Empfänger. Und die Senderin oder der Sender hofft, es verstehe wer, was vermittelt werden soll. Dass eine Geschichte in wenigen Worten erzählt werden kann, war schon vor TikTok und Snapchat bekannt: «For sale. Baby shoes, never worn.» diese berühmte Geschichte in sechs Worten wird Ernest Hemingway zugeschrieben. Ob das stimmt? Auch das ist Storytelling.
Scrollytelling kombiniert nun «scrollen» und «storytelling» und beschreibt ein journalistisches Format, bei dem Lesende durch Scrollen eine Geschichte erleben, die sich dynamisch aufbaut. Das kann durch Grafiken, Videos oder interaktive Elemente geschehen. Dies alles soll helfen, das Leseerlebnis zu steigern und ermöglicht, komplexe Inhalte visuell ansprechend zu vermitteln. Soweit die Tätigkeit. «ScrollyPub» nun ist der Ort, wo Scrollytelling stattfindet. Nicht in einem schummrigen Wirtshaus, wo lauwarmes Bier ausgeschenkt und Sportübertragungen auf Screens laufen und Pfeile auf eine Scheibe geworfen werden. Nein, es bezieht sich in der Regel auf Veröffentlichungen (oder eben Publikationsformate), die Scrollytelling-Techniken verwenden. In einem ScrollyPub werden Geschichten in Formaten präsentiert, die sich an den neuen Lesegewohnheiten orientieren, insbesondere jenen auf den Screens der mobilen Geräte. Vor lauter multimedialer Spannung und Aufmerksamkeit gehen da leider oft die Inhalte vergessen und ob das wenige, dass an Inhalt noch vorhanden ist, bei so viel Erlebnis auch hängenbleibt, sei in Frage gestellt.
* Benno Maggi ist Mitgründer und CEO von Partner & Partner. Er lauscht seit über 30 Jahren in der Branche und entdeckt dabei für uns Worte und Begriffe, die entweder zum Smalltalken, Wichtigtun, Aufregen, Scrabble spielen oder einfach so verwendet werden können.
Organisationen fordern Bekenntnis zum Schutz queerer Personen
Zahlreiche Nichtregierungsorganisationen haben am Mittwoch ein Bekenntnis zum Schutz queerer Personen vonseiten der Schweizer Behörden gefordert. Einer Community-Befragung des Forschungsinstituts Gfs.bern zufolge erlebte jede vierte LGBTIQ+-Person in den letzten fünf Jahren mindestens einmal körperliche oder sexuelle Übergriffe aufgrund ihrer Sexualität, ihrer Geschlechtsidentität, oder ihrer Intergeschlechtlichkeit.
Redaktion - 20. November 2024
(Symbolbild: Unsplash.com)
Die Befragung der LGBTIQ+ Community stützt sich auf eine Referenzerhebung in der EU und ermöglicht erstmals den Vergleich der Schweiz mit anderen europäischen Ländern. Markant sei: LGBTIQ+ Menschen in der Schweiz berichteten häufiger von Gewalt- und Diskriminierungserfahrungen als Befragte in der EU, wie Amnesty International Schweiz am Mittwoch mitteilte.
Die Organisationen – darunter auch Pink Cross und Queeramnesty – fordern auch die Erweiterung der Diskriminierungsstrafnorm auf Transpersonen und Personen mit Variationen der Geschlechtsmerkmale. Ein nationaler Aktionsplan gegen LGBTIQ+-feindliche «hate crimes» müsse zudem zeitnah und vollständig umgesetzt werden. Es brauche Sensibilisierungen in öffentlichen Institutionen, insbesondere im Gesundheitswesen, im Asylbereich, in Schulen und bei der Polizei.
Ausserdem brauche es regelmässige Präventionskampagnen gegen queerfeindliche Stereotype und Gewalt. Weiter müssten Helplines und Beratungsstellen für Betroffene von queerfeindlicher Gewalt institutionalisiert und ihre Finanzierung garantiert werden. Zudem müsse ein regelmässiges Monitoring durchgeführt werden – zur Messung der Wirksamkeit von Massnahmen.
«Wir möchten – wie alle Menschen – selbstbestimmt leben. Frei von Hass und Gewalt. Doch wir stehen zunehmend im Fadenkreuz von Diskriminierung und Hetze», wird Urs Vanessa Sager von Interaction, dem nationalen Verein für intergeschlechtliche Menschen, in der Mitteilung zitiert. (SDA)
Susanne Mühlemann wird Partnerin bei Lemongrass Communications
Susanne Mühlemann verstärkt als Partnerin und Mitinhaberin das in Zürich ansässige strategische Kommunikationsunternehmen Lemongrass Communications. Sie war langjährige Kommunikationschefin der SNB.
Redaktion - 20. November 2024
(Bild: zVg.)
Susanne Mühlemann war bis im Juni 2024 Leiterin Kommunikation bei der Schweizerischen Nationalbank SNB. Nun stösst sie per 1. Januar 2025 als Partnerin zu Lemongrass Communications. In ihrer Rolle wird sie sich insbesondere auf die Beratung zur öffentlichen Positionierung und Reputation von Unternehmen und Einzelpersonen, zur Krisenkommunikation sowie zur Aufstellung von Unternehmen in der internen und externen Kommunikation konzentrieren.
Mühlemann vereint Erfahrungen aus 15 Jahren im Wirtschaftsjournalismus und 15 Jahren auf Unternehmensseite – im privaten wie im öffentlichen Sektor. Während ihrer Karriere in der Unternehmenskommunikation hat sie exponierte Schweizer Institutionen und Führungspersönlichkeiten durch anspruchsvolle Phasen begleitet.
Vor ihrem Wechsel zur SNB im Jahr 2017 war Susanne Mühlemann bei der UBS Schweiz für strategische Kommunikation verantwortlich. Von 2010 bis 2014 war sie Head of Media Relations & Internal Communication bei Swiss International Airlines. Bei der Airline wie in ihren Positionen in der Finanzindustrie führte sie die Kommunikation in Ausnahmesituationen und begleitete Change-Management-Prozesse und Grossprojekte.
Ihre berufliche Basis legte Susanne Mühlemann im Wirtschaftsjournalismus. Während 15 Jahren war sie in Leitmedien verschiedener Verlage aktiv. Ihre akademische Laufbahn umfasst ein Studium der Staatswissenschaften an der Universität St. Gallen und ein Lizentiat in Internationalen Beziehungen.
New Work in der Kommunikation: Balance statt Burnout
Eigenverantwortliches und selbstbestimmtes Arbeiten, flexible Arbeitszeiten sowie Führungskräfte, die ein selbstbestimmtes Arbeiten unterstützen, gehören für die Mehrheit der Kommunikator:innen zunehmend zur Realität der «Neuen Arbeitswelten», wie der PR-Trendmonitor von News Aktuell und Per zeigt.
Redaktion - 20. November 2024
(Grafik: News Aktuell)
Demnach kann eine grosse Mehrheit (91 Prozent) der PR-Profis ihre Arbeit eigenverantwortlich und selbstbestimmt erledigen. Darüber hinaus können 78 Prozent der Kommunikationsexpert:innen ihre Arbeitszeit flexibel gestalten. Und auch das Management setzt zunehmend auf ein modernes Führungsverständnis: 75 Prozent der Führungskräfte unterstützen selbstbestimmtes Arbeiten aktiv und überlassen ihren Teams mehr Verantwortung. Unterstützt wird diese Entwicklung durch klare Unternehmensrichtlinien zu Remote Work und die freie Wahl zwischen Homeoffice und Büro – das sagen jeweils 71 Prozent der Befragten über ihr Unternehmen.
Knapp zwei Drittel (65 Prozent) der Kommunikationsexpert:innen geben zudem an, dass in ihrem Unternehmen eine Lernkultur gefördert wird, die eine kontinuierliche Weiterbildung und persönliche Entwicklung unterstützt. Gleichzeitig wird in fast ebenso vielen Unternehmen und PR-Agenturen (63 Prozent) darauf geachtet, dass Arbeit und Privatleben in einem ausgewogenen Verhältnis stehen (Work-Life-Balance). Diversity wird bereits in 62 Prozent der Unternehmen gefördert, so die PR-Fachleute.
Für 58 Prozent der PR-Schaffenden ist es mittlerweile möglich, vermehrt aus dem Homeoffice zu arbeiten, und genau die Hälfte (50 Prozent) der Befragten führen an, dass in ihren Unternehmen Führungskräfte verstärkt Verantwortung abgeben. Agiles Arbeiten ist für fast genauso viele (49 Prozent) inzwischen zum Standard geworden.
Nur lediglich jeder Dritte (31Prozent) sagt, dass alle im Team in derselben Stadt arbeiten, und bei knapp einem Viertel (24 Prozent) arbeitet das eigene Team sogar komplett remote. Bei gut jedem fünften PR-Profi (22 Prozent) fördert das jeweilige Unternehmen Remote Work sogar auch im europäischen Ausland.
Das haben Kommunikator:innen angegeben
Ich kann meine Arbeit eigenverantwortlich und selbstbestimmt erledigen 91 %
Ich kann mir meine Arbeitszeit flexibel einteilen 78 %
In meinem Unternehmen unterstützen, ermutigen und bestärken Führungskräfte ihre Teams beim selbstbestimmten Arbeiten 75 %
In meinem Unternehmen gibt es klare Richtlinien zu Remote Work 71%
Ich kann mir aussuchen, ob ich im Homeoffice oder im Büro arbeite 71 %
In meinem Unternehmen wird eine Lernkultur gefördert, die kontinuierliche Weiterbildung und persönliche Entwicklung unterstützt 65 %
In meinem Unternehmen wird darauf geachtet, dass Arbeit und Privatleben in einem ausgewogenen Verhältnis stehen 63 %
In meinem Unternehmen wird Diversity gefördert 62 %
Ich arbeite vermehrt aus dem Homeoffice 58 %
In meinem Unternehmen geben Führungskräfte verstärkt Verantwortung ab 50 %
Ich habe Mitspracherecht / Teilhabe an Unternehmensentscheidungen 50 %
In meinem Unternehmen ist agiles Arbeiten Standard 49 %
In meinem Team arbeiten alle in der gleichen Stadt 31 %
In meinem Team arbeiten alle remote 24 %
Mein Unternehmen fördert Remote Work im europäischen Ausland 22 %
Für den PR-Trendmonitor haben News Aktuell und Per eine Online-Befragung im Februar 2024 unter 327 Kommunikationsprofis aus Unternehmen, Organisationen und PR-Agenturen in der Schweiz und in Deutschland durchgeführt.