Hostpoint wird 25: Ein Vierteljahrhundert für das Schweizer Internet

Vor 25 Jahren in Rapperswil-Jona gegründet, hat sich Hostpoint zum grössten Webhosting-Anbieter und führenden Domainregistrar der Schweiz entwickelt. Das unabhängige, inhabergeführte Unternehmen verwaltet heute über 1,3 Millionen Domains und setzt konsequent auf Schweizer Infrastruktur, Datenschutz und digitale Souveränität.

Hostpoint-Gründer Markus Gebert und Claudius Röllin. Quelle: zvg

Vor 25 Jahren wurde in Rapperswil-Jona ein Start-up gegründet, das sich seither zum grössten Webhosting-Anbieter und führenden Domainregistrar der Schweiz entwickelt hat. Als unabhängiges, inhabergeführtes Unternehmen ist Hostpoint auch in Zeiten wachsender Ansprüche an digitale Souveränität bestens aufgestellt und für die Zukunft gerüstet.

Von der Vision zur Marktführerschaft

Als Hostpoint im Frühjahr 2001 von Markus Gebert und Claudius Röllin gegründet wurde, verfolgten die Jungunternehmer die Vision, Webhosting einfacher, leistungsfähiger sowie für alle zugänglich und bezahlbar zu machen. Mit dieser Idee war das Unternehmen erfolgreich: Es wuchs kontinuierlich, entwickelte sich zum grössten Webhosting-Anbieter und führenden Domainregistrar der Schweiz und nimmt seither eine tragende Rolle für das Schweizer Internet ein.

Das Angebot an Produkten und Dienstleistungen wurde laufend ausgebaut. Neben den traditionell starken Kernbereichen Hosting und Domains etablierte sich Hostpoint auch als Anbieter von E-Mail- und Office-Lösungen, Website-Baukästen und E-Commerce. Parallel dazu nahm der persönliche Kundensupport stets einen hohen Stellenwert ein. Mit dem kostenlosen 7-Tage-Support per E-Mail und Telefon in vier Sprachen ist Hostpoint im Bereich Kundensupport in der Schweizer Hosting-Branche führend.

Zu den wichtigsten Meilensteinen der Firmengeschichte zählen die Einführung des selbst entwickelten Hostpoint Control Panels im Jahr 2007 und die Übernahme eines grossen Teils ehemaliger Switch-Kunden im Jahr 2015, nachdem die Registrierungsstelle für .ch-Domains das Endkundengeschäft aufgeben musste. Das Überschreiten der Marke von einer Million verwalteter Domains im Jahr 2022 war ein weiteres Highlight der jüngeren Firmengeschichte.

Ein Vierteljahrhundert kontinuierliches Wachstum

Auch nach 25 Jahren befindet sich Hostpoint weiter auf Wachstumskurs. Das Unternehmen verwaltet heute über 1,3 Millionen Domains, hostet rund 340’000 Websites und betreibt 800’000 E-Mail-Adressen. Am Standort Rapperswil-Jona SG beschäftigt Hostpoint rund 130 Mitarbeitende. Allein in den letzten fünf Jahren wuchs die Belegschaft um fast 70 Prozent – vor zehn Jahren waren es noch knapp 50 Personen.

Vom Aufstieg der sozialen Medien und Smartphones über die Verbreitung von Cloud-Diensten bis hin zu KI-Anwendungen haben sich das Internet und die Anforderungen der Kundschaft in den vergangenen 25 Jahren grundlegend verändert. Hostpoint hat sich in diesem technologischen Wandel laufend weiterentwickelt und seine Position als verlässlicher Schweizer Anbieter für Cloud-Services behauptet.

Digitale Souveränität als zentrales Thema

Heute sind Sicherheit, Stabilität, Datenschutz und digitale Souveränität zentraler denn je. Im Bereich E-Mail und Office verzeichnet Hostpoint eine stark wachsende Nachfrage, da immer mehr Kundinnen und Kunden bewusst auf einen E-Mail-Service mit Datenstandort Schweiz setzen möchten. Genau darin liegt eine der wichtigsten Stärken des Unternehmens: Sämtliche Daten werden auf Servern in der Schweiz gespeichert, und auch Softwareentwicklung, Support und Administration sind in der Schweiz angesiedelt. Als zu 100 Prozent inhabergeführtes und in Schweizer Hand befindliches Unternehmen verbindet Hostpoint technologische Unabhängigkeit mit lokaler Verankerung.

Auch für die Zukunft bestens positioniert

Markus Gebert, Co-Founder und CEO von Hostpoint, ordnet die Entwicklung ein: «Der Schweizer Hosting-Markt hat sich in den letzten Jahren stark verändert und zunehmend konsolidiert. Während verschiedene Anbieter von internationalen Konzernen übernommen wurden, ist Hostpoint weiterhin unabhängig. Wir wollen unseren Weg konsequent weitergehen, weiter wachsen und auch künftig auf Qualität, Kundennähe und verlässliche Schweizer Infrastruktur setzen.»

Quelle: www.hostpoint.ch

FernUni Schweiz auf Wachstumskurs: mehr Studierende, neue Angebote, klare Perspektiven

Die FernUni Schweiz setzt ihren Wachstumskurs fort: Über 2’600 Studierende, ein neuer Masterstudiengang in Artificial Intelligence und die laufende Akkreditierung als kantonale Universität Wallis markieren eine Institution im Aufbruch. Der Jahresbericht 2025 belegt solide Finanzen und strategische Weiterentwicklung auf allen Ebenen.

Rektorat der FernUni Schweiz bestätigt starken Wachstumskurs. Quelle: zvg

Die FernUni Schweiz hat anlässlich der Stifterversammlung vom 29. April 2026 auf dem Campus in Brig ihren Jahresbericht 2025 präsentiert. Dieser zeichnet das Bild einer finanziell stabilen und dynamisch wachsenden universitären Institution mit über 2’600 Studierenden – und klaren Ambitionen für die Zukunft.

Solide Finanzen, steigende Nachfrage

Die Zahl der Studierenden ist erneut gestiegen und übersteigt mittlerweile 2’600 Personen. Damit bestätigt sich die hohe Nachfrage nach flexiblen, qualitativ hochwertigen Studienangeboten – weit über die Region Wallis hinaus. Die finanzielle Lage der Institution ist stabil. Rektor Prof. Dr. Nicolas Rothen betont: «Wir haben im vergangenen Jahr zentrale Grundlagen geschaffen, um die FernUni Schweiz gezielt weiterzuentwickeln und ihre Rolle als innovative und komplementäre Hochschulinstitution zu stärken.»

FernUni Schweiz verzeichnet 2025 über 2600 Studierende. Quelle: zvg

Highlights in Forschung und Lehre

Der Jahresbericht 2025 dokumentiert eine Institution in Bewegung: Die FernUni Schweiz hat das Recht zur Vergabe von Doktoraten erlangt, ihre Fakultäten organisatorisch gestärkt und die Forschungsaktivitäten ausgebaut. Mehrere Projekte wurden mit Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds realisiert. Im Herbst 2026 lanciert die Institution zudem einen Masterstudiengang in Artificial Intelligence in einem aktualisierten Format – ein Angebot, das gezielt auf digitale Transformation und Innovation ausgerichtet ist. Im Weiterbildungsbereich wurde unter anderem der Kurs «KI-Regulierung und AI Governance» neu entwickelt.

Auf dem Weg zur Universität Wallis

Die FernUni Schweiz befindet sich weiterhin im Akkreditierungsprozess zur kantonalen Universität. In diesem Zusammenhang wird auch die bestehende Stiftung in die künftige institutionelle Struktur überführt. Stiftungsratspräsident Stefan Bumann kommentiert: «Die Institution ist sehr gut aufgestellt für diesen nächsten Schritt. Wir werden dem Kanton Wallis eine aktive, gesunde und sich dynamisch entwickelnde Institution übergeben, die weit über die Region hinaus wirkt und einen Beitrag zur gesamten Schweizer Hochschullandschaft leistet.»

Rektorat vollständig besetzt

Mit der Ernennung von Prof. Dr. Nicolas Rothen als Rektor, Prof. Dr. Anthony Strittmatter als Vize-Rektor Forschung und Prof. Dr. Corinna Martarelli als Vize-Rektorin Lehre ist das Rektorat der FernUni Schweiz vollständig besetzt. Dr. Damien Carron (Direktor Akademische Dienste) und Stéphane Pannatier (Direktor Zentrale Dienste) ergänzen das Führungsteam und verbinden akademische Exzellenz mit breit abgestützter Erfahrung.

Weitere Informationen: www.fernuni.ch

Bike to Work 2026: Die Schweiz fährt wieder Velo

Ab Mai 2026 startet die bike to work-Challenge in die neue Saison. Mehr als 100’000 Teilnehmende aus rund 4’000 Betrieben pendeln gemeinsam im Team zur Arbeit – für Gesundheit, Teamgeist und nachhaltige Mobilität. Unternehmen können sich noch bis zum 31. Mai anmelden.

Gstaad zeichnet sich mit zahlreichen Angeboten für Velofahrende aus. In der Fussgängerzone im Dorfzentrum muss das Velo natürlich geschoben werden. (Bild: zVg)

Ab dem 1. Mai 2026 heisst es wieder: Die Schweiz fährt Velo. Während eines oder zwei Monaten pendeln Zehntausende Menschen im Rahmen der bike to work-Challenge im Team zur Arbeit. Mehr als 100’000 Teilnehmende aus fast 4’000 Betrieben machen die Aktion jedes Jahr zu einem sichtbaren Zeichen für Gesundheit, nachhaltige Mobilität und gelebten Teamgeist. Was als einfache Mobilitätsaktion begann, ist heute ein fester Bestandteil moderner Arbeitskulturen. Unternehmen aus allen Branchen nutzen bike to work, um Bewegung in den Arbeitsalltag zu integrieren und Mitarbeitende spielerisch zu motivieren – unkompliziert, niederschwellig und mit grosser Wirkung.

Starkes Beispiel: Destination Gstaad

Bewegung, Nachhaltigkeit und Alltagstauglichkeit gehören in Gstaad fest zusammen. «Veränderung beginnt bei uns selbst – und sie bietet Chancen, die wir nutzen müssen», sagt Patrick Bauer, Leiter Destinationsentwicklung Nachhaltigkeit. Gstaad lebt vor, dass nachhaltige Mobilität in jeder Region möglich ist: Bei der von der Destination Gstaad organisierten «GST-Challenge» wurde das Format bike to work sogar auf die Monate März bis November ausgeweitet. 2025 nahmen 21 der rund 45 Mitarbeitenden regelmässig teil und sammelten zusammen 11’726,2 km. Seit dem Start im Jahr 2023 sparten sie insgesamt 5,64 Tonnen CO₂ ein.

Vorbild: Riesenslalom-Ikone Mike von Grünigen

Mike von Grünigen ist heute Projektleiter bei Gstaad Saanenland Tourismus und verantwortlich für die Medienreisen sowie das «Gstaad on Tour»-Projekt. Er bewältigt seinen 9 km langen Arbeitsweg regelmässig mit dem Velo – und zeigt damit, wie selbstverständlich bewusste Mobilität im Alltag funktionieren kann. «Die Motivation bei bike to work mitzumachen, ist in erster Linie, dass ich mein Auto zu Hause stehen lassen kann. So leiste ich einen kleinen Beitrag an unseren CO₂-Haushalt, bewege mich noch etwas und bin an der frischen Luft nach einem Tag im Büro», sagt von Grünigen.

Nachhaltig aufs Velo – und dranbleiben

Viele Teilnehmende berichten, dass die Challenge sie langfristig zurück aufs Velo gebracht hat und Bewegung wieder Teil ihres Alltags wurde. Nicht Perfektion zählt, sondern Dranbleiben: Jeder gefahrene Kilometer verbessert Wohlbefinden und Fitness – und stärkt gleichzeitig das Bewusstsein für eine gesunde und umweltfreundliche Mobilität. Damit Unternehmen möglichst viele Mitarbeitende erreichen, spielt die interne Kommunikation eine zentrale Rolle: Informationen über Mail und Flyer, interne Motivationsaktionen oder kleine, teaminterne Challenges sorgen dafür, dass das Velofahren im Betrieb sichtbar wird.

Über 1’300 Preise im Wert von mehr als 120’000 Franken

Ein wichtiger Erfolgsfaktor der Challenge ist das Miteinander: In 4er-Teams wird gemeinsam gefahren, motiviert – und manchmal auch über Wind und Wetter geklagt. Wer durchhält, profitiert nicht nur gesundheitlich, sondern hat auch die Chance, einen der über 1’300 Preise im Gesamtwert von mehr als 120’000 Franken zu gewinnen. Die Aktion wird von den Hauptpartnern Veloplus, Suva und Stromer sowie von zahlreichen Preissponsoren unterstützt.

Unternehmen können sich noch bis zum 31. Mai 2026 an der bike to work-Challenge anmelden. Die Anmeldung für Betriebe erfolgt unter biketowork.ch/fuer-betriebe. Eine Übersicht aller teilnehmenden Betriebe ist unter biketowork.ch/challenge verfügbar.

Weitere Informationen zur nationalen Velo-Aktion von Pro Velo sind auf pro-velo.ch zu finden.

Über 500 Teilnehmende an der AI in Marketing Konferenz in Zürich

Die zweite Ausgabe der AI in Marketing Konferenz war restlos ausverkauft: Mehr als 500 Fachpersonen aus Marketing, Kommunikation und Technologie diskutierten im The Circle am Flughafen Zürich die neuesten Entwicklungen rund um künstliche Intelligenz im Marketing. Die nächste Ausgabe findet am 21. April 2027 statt.

AI in Marketing Konferenz in Zürich ausverkauft. Quelle: zvg

Die zweite AI in Marketing Konferenz hat eindrucksvoll an den Erfolg der Premiere 2025 angeknüpft. Mehr als 500 Fachpersonen aus Marketing, Kommunikation und Technologie nahmen an der eintägigen Veranstaltung im The Circle am Flughafen Zürich teil. Auf vier parallel bespielten Bühnen boten 12 Keynotes, 11 Masterclasses und ein Panel hochaktuelle Einblicke in die neuesten Entwicklungen rund um künstliche Intelligenz im Marketing.

41 Expert:innen, vier Bühnen, ein Thema

In den verschiedenen Sessions teilten insgesamt 41 Expert:innen ihr Wissen zu Themen wie generativer AI, Agents, Automatisierung von Marketingprozessen, rechtlichen Fragestellungen im Umgang mit KI sowie dem praktischen Einsatz von Tools zur Erstellung von Texten, Bildern und Videos. Besonders gefragt waren Beiträge, die zeigten, wie Marketingteams mithilfe von AI effizienter arbeiten und Strategien datenbasiert optimieren können.

Zu den Speaker:innen gehörten unter anderem Daniela Nyarko von Canva, Claudio Mirti von Microsoft, Anna Habighorst von Meta sowie Dr. Valerio Stallone von der HWZ. Unternehmen wie Helvetia und Syngenta sowie Agenturen wie Hase und Igel, Unic, Kuble oder Jung von Matt gaben Einblick in ihre KI-Prozesse und teilten ihre Learnings und Best Practices mit dem Publikum.

Studien zeigen ambivalente Wirkung von AI

Zudem wurden verschiedenste Studien der Universität Bern, von Unic in Zusammenarbeit mit der HWZ sowie von Feinheit präsentiert. Die Ergebnisse zeigten, wie der Einsatz von AI schon jetzt Kultur, Gleichstellung und Arbeitsprozesse verändert – und das nicht immer nur zum Vorteil der Beteiligten.

«Die Konferenz bietet eine einmalige Gelegenheit für Austausch mit Akteuren aus der Praxis, der Gesetzgebung und der Forschung. Verschiedene Sichtweisen und Prioritäten begegnen sich hier auf Augenhöhe und führen zu Gesprächen, die nachhallen», sagt Tanja Herrmann, Gründerin und Geschäftsführerin der AI in Marketing Konferenz.

AI Art Exhibition und SkAI Dinner

Abgerundet wurde die Konferenz mit einer AI Art Exhibition, die Werke von fünf AI Artists aus der Schweiz zeigte. Im Panel «Ist das Kunst oder kann das weg?» wurde hitzig diskutiert, ab wann etwas Kunst ist und wie Kreativität zu definieren ist. Den Abschluss des Konferenztags bildete das neue SkAI Dinner im neunten Stock mit Blick über den Flughafen Zürich.

Quelle und weitere Informationen: ai-in-marketing.ch

Resilens: Neue Plattform macht Klimaanpassung finanzierbar

Der Zürcher Klimaexperte Dr. Oliver Marchand, Gründer des 2019 von MSCI übernommenen Klima-Fintechs Carbon Delta, lanciert am 6. Mai 2026 sein neues Unternehmen Resilens. Die Plattform hilft Gemeinden, Unternehmen und Institutionen dabei, Klimarisiken standortgenau zu bewerten und daraus finanzierbare Investitionspläne abzuleiten.

Oliver Marchand engagiert sich für Nachhaltigkeit und launcht die neue Plattform Resilens. Quelle: zvg

Allein im ersten Halbjahr 2025 verursachten Klimakatastrophen weltweit wirtschaftliche Schäden von über 162 Milliarden US-Dollar. Die Europäische Kommission schätzt den jährlichen Investitionsbedarf für Klimaanpassung in Europa auf 70 Milliarden Euro – tatsächlich fliessen bisher nur 20 bis 33 Milliarden Euro. Diese Lücke will das neue Zürcher Start-up Resilens schliessen.

Das Problem: Daten sind vorhanden, Lösungen fehlen

Der Mangel an Klimadaten ist nicht das zentrale Problem. Was fehlt, ist die Fähigkeit, diese Daten in umsetzbare und wirtschaftlich bewertete Massnahmen zu übersetzen. «Es fehlt an einem standardisierten und effizienten Verfahren, welches Vergleiche anstellt, den Nutzen beziffert und die Umsetzung überprüft. Die klassische Methode der Massnahmenbewertung ist dafür zu teuer und langwierig», sagt CEO Dr. Oliver Marchand.

Marchand kennt die Schnittstelle zwischen Klimawissenschaft und Finanzwelt aus erster Hand: Er gründete Carbon Delta, ein Klima-Fintech, das MSCI 2019 übernahm. Anschliessend leitete er als Global Head of Climate Risk Research das internationale Team für Klimarisikomodelle bei MSCI und etablierte den «Climate Value-at-Risk» als globale Benchmark in der Finanzbranche.

So funktioniert Resilens

Resilens kombiniert Geo- und Gefahrendaten, standortbezogene Risikoanalyse sowie Kosten-Nutzen-Rechnung auf Massnahmenebene in einer kontinuierlich aktualisierten Plattform. Im Kern steht die Kennzahl «AdaptationReturn», die den Nutzen jeder Anpassungsmassnahme an jedem Standort vor der Investition beziffert. Sie erfasst vermiedene Schäden, wirtschaftlichen Mehrwert und soziale Co-Benefits wie Gesundheit, Arbeitsproduktivität und Bildungskontinuität. Gleichzeitig identifiziert sie Fehlanpassungsrisiken – also Investitionen, die wirkungslos oder kontraproduktiv wären.

Damit geht Resilens über die Bereitstellung eines Risikomodells hinaus und bietet belastbare Investitionsentscheidungen durch Massnahmenpriorisierung, Kostenkalkulation, Kennzahlen, Förderfähigkeit und Umsetzungsverfolgung.

Erste Pilotprojekte in Europa

Resilens führt derzeit mehrere Pilotprojekte durch, mit Fokus auf Hitzeanpassung für soziale Infrastruktur wie Senioreneinrichtungen, Schulen und Kindertagesstätten. Ein akutes Problem, da die Sommer immer heisser werden und die Leistungsfähigkeit bereits ab 25 °C Innentemperatur spürbar nachlässt.

Im EU-geförderten Programm Pathways2Resilience unterstützt Resilens die Stadt Worms beim Aufbau eines digitalen Dashboards für Klimaanpassung. Die Zusammenarbeit knüpft an einen Pilot zum Hitzeschutz für 55 Kindertagesstätten an und zeigt, wie Kommunen Klimaresilienz transparenter, datenbasierter und besser priorisierbar machen können.

Erfahrenes Gründerteam

Neben CEO Dr. Oliver Marchand gehören zwei weitere Co-Founder zum Kernteam: Christian Schmelter verantwortet als CCO Marktpositionierung und Kommerzialisierung und bringt langjährige Erfahrung in der Skalierung digitaler Geschäftsmodelle mit, unter anderem bei Zattoo und Comparis. Die technologische Entwicklung der Plattform verantwortet CTO Dr. Stephan Heuel, promovierter Geoinformatiker mit Erfahrung in leitenden Rollen bei MSCI und EBP, mit Fokus auf Geoinformation, datengetriebenen Lösungen und digitaler Transformation.

Als Senior Advisor berät James Grabert das Team. Grabert leitet seit fast 30 Jahren die Mitigation Division beim Klimasekretariat der Vereinten Nationen (UNFCCC) und war zuvor Analyst beim Weltwirtschaftsforum in Genf.

Strategischer Investor aus der Klimadatenwelt

Resilens wird durch Eigenmittel der Gründer sowie Kapital des strategischen Investors Dr. Karl Gutbrod finanziert. Gutbrod baute meteoblue über fast zwei Jahrzehnte zu einem der renommiertesten Anbieter für Wetter- und Klimadaten auf. «Hochwertige Klimadaten entfalten nur dann Wirkung, wenn sie auf reale Standorte angewendet und in bessere Entscheidungen übersetzt werden. Genau diesen Weg schlägt Resilens ein», sagt Gutbrod.

Launch an der ETH Zürich im Rahmen der Zürich Climate Week

Den öffentlichen Startschuss gibt Resilens am 6. Mai 2026 im Rahmen der Zürich Climate Week. Das Launch-Event findet in Partnerschaft mit Climada Technologies, einem ETH-Spin-off und Anbieter von Klimarisikodaten, in den Räumlichkeiten der ETH Zürich statt. Im Rahmen des Events wird zudem eine Studie zum Hitzerisiko der Spitäler im Kanton Zürich veröffentlicht, die exemplarisch zeigt, wie standortgenaue Entscheidungsunterstützung in der Praxis aussieht. Parallel dazu geht die Resilens-Plattform live – Kommunen, Unternehmen und Institutionen können ab diesem Datum eine Demo buchen und die Plattform 30 Tage kostenfrei testen.

Weitere Informationen zu Resilens

DSAG kritisiert neue SAP API Policy

SAP hat seine Vorgaben für den Umgang mit Schnittstellen präzisiert – mit weitreichenden Folgen für Kunden und Partner. Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe (DSAG) sieht erheblichen Klärungs- und Anpassungsbedarf und fordert mehr Transparenz, verlässliche Vertragsdokumente und realistische Übergangsfristen.

DSAG-Chef Jens Hungershausen kritisiert neue SAP API Policy. Quelle: zvg

SAP hat seine Vorgaben für den Umgang mit Schnittstellen präzisiert, um nach eigenen Angaben die stark steigende Nutzung von APIs durch Non-SAP-Systeme sowie neue Cloud- und KI-basierte Szenarien besser abzusichern. Damit sollen potenzielle Risiken für Performance, Stabilität und Sicherheit frühzeitig adressiert werden. Während SAP die neue API Policy mit legitimen Sicherheitsinteressen und der Gewährleistung technischer Stabilität begründet, sieht die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe (DSAG) erheblichen Klärungs-, Konkretisierungs- und Anpassungsbedarf.

Vertragliche Absicherung fehlt

Konkret legt SAP mit der neuen Policy fest, dass nur solche Schnittstellen als veröffentlichte APIs gelten, die im «SAP Business Accelerator Hub» oder in der jeweiligen Produktdokumentation ausgewiesen sind. «Für SAP-zu-Non-SAP-Szenarien bedeutet das: Sie werden nur noch dort belastbar unterstützt, wo SAP die zugrunde liegenden Schnittstellen ausdrücklich veröffentlicht und dokumentiert hat», erklärt Jens Hungershausen, DSAG-Vorstandsvorsitzender.

Nach Auffassung der DSAG sind der «SAP Business Accelerator Hub» sowie nicht näher definierte Produktdokumentationen bislang nicht eindeutig als Vertragsbestandteile ausgestaltet. Daraus ergibt sich aus Kundensicht die zwingende Anforderung nach klaren und verlässlichen Rahmenbedingungen. «Die DSAG fordert schon länger absolut belastbare Vertragsdokumente. SAP nimmt jedoch z. B. bei der SAP Business Data Cloud und nun auch bei der API Policy eine gegenläufige Position ein. Kunden haben bei der Interpretation der Unterlagen derzeit noch Fragen – aus DSAG-Sicht besteht hier Klärungsbedarf zur vertraglichen Einordnung, das ist so nicht hinnehmbar», so Michael Bloch, DSAG-Fachvorstand für Lizenzen, Vertragswesen & Support.

Michael Bloch von der DSAG zur SAP API Policy. Quelle: zvg

Auswirkungen auf bestehende Integrations- und Innovationsszenarien

Darüber hinaus verbindet SAP die API-Nutzung mit klaren technischen und organisatorischen Auflagen. Eingeschränkt werden Nutzungen für nicht dokumentierte Zwecke, für systematische oder grossflächige Datenextraktionen sowie für den Einsatz im Zusammenspiel mit (semi-)autonomen oder generativen KI-Systemen, sofern diese nicht ausdrücklich in von SAP vorgesehenen Architekturen oder Services stattfinden.

«Laut der DSAG vorliegenden Informationen sind bestehende Kundenintegrationen und autorisierte Partnerlösungen nicht betroffen. Das ist essenziell aus Kunden- und Partnersicht», meint Stefan Nogly, DSAG-Technologievorstand, und ergänzt: «Ein Schutz für bereits bestehende und von SAP geduldete Integrationen ist wichtig und sollte in der API Policy festgehalten werden.» In der Praxis wurden in der Vergangenheit auch Schnittstellen genutzt, die nicht offiziell dokumentiert oder freigegeben waren – gerade bei Zusatzlösungen von Partnern werden erfahrungsgemäss häufig undokumentierte Schnittstellen verwendet.

Mögliche Kommerzialisierung sorgt für Skepsis

Die DSAG weist darauf hin, dass potenzielle neue Preismodelle oder Nutzungsregelungen rund um APIs transparent und frühzeitig kommuniziert werden müssten, um Planungssicherheit für Kunden und Partner zu gewährleisten. «Laut SAP-Informationen soll es ein Fair-Use-Modell geben. Die konkrete Ausgestaltung ist derzeit noch unklar und sollte transparent in der API Policy dokumentiert werden», fordert Bloch.

DSAG-Vertreter Stefan Nogly kritisiert neue SAP API Policy. Quelle: zvg

KI-Projekte und Innovationsfähigkeit auf dem Spiel

Viele Anwenderunternehmen arbeiten bereits auf Basis der bisherigen Auslegung der API-Nutzung an Proof-of-Concepts und Pilotprojekten. Zwar soll die Policy – so das Verständnis der DSAG – zunächst vor allem für Neukunden und -verträge relevant sein und kurzfristig nicht zu technischen Einschränkungen bestehender Integrationen führen. Indes ist noch nicht abschliessend geklärt, wie SAP bei Vertragsverlängerungen oder -erweiterungen vorzugehen plant.

«Wir sehen aus Kundensicht erheblichen Klärungs- und Anpassungsbedarf – insbesondere, um bestehende geschäftskritische End-to-End-Prozesse nicht zu unterbrechen oder rechtlich angreifbar zu machen», sagt Nogly. «Entscheidend sind die langfristigen Auswirkungen auf Innovationsfähigkeit sowie mögliche neue Kosten- und Abhängigkeitsstrukturen. In einer Phase zunehmender heterogener Architekturen und intensiver KI-Experimente sind APIs ein zentraler Innovationsfaktor.»

Änderungen am API-Status, an Nutzungsrechten oder an unterstützten Szenarien dürften nicht einseitig und nicht rückwirkend erfolgen. Nur so liessen sich rechtliche Risiken, Betriebsunterbrechungen und nachträgliche Einschränkungen bestehender Integrations- und Innovationsszenarien vermeiden.

Mehr Transparenz und realistische Übergangsfristen gefordert

Kritisch bewertet die DSAG insbesondere die fehlende Transparenz: Weder ist eindeutig dokumentiert, welche APIs konkret betroffen sind, noch ist das Ausmass klar definiert. Für einige Partnerunternehmen könnte der Aufwand gross sein und das Wegbrechen von Geschäftsmodellen drohen. «Daher ist es essenziell, dass SAP den Kunden mehr Zeit für den Übergang gewährt», fordert Hungershausen.

Zusätzlich benötigen Kunden und Partner für die Umstellung auf von SAP unterstützte Schnittstellen konkrete technische sowie organisatorische Hilfestellungen. Aus DSAG-Sicht ist entscheidend, dass Kunden bei Einschränkungen bestehender Szenarien nicht mangels praktikabler Alternativen auf andere Lösungsanbieter ausweichen müssen. Die DSAG fordert daher klare Definitionen, eine vollständige Dokumentation der betroffenen APIs und verlässliche Planungssicherheit für Kunden und Partner sowie eine Abbildung in den Verträgen. «Vor dem Hintergrund eines sicheren und stabilen Betriebs ist auch für uns als Anwender wichtig, volle Transparenz über Nutzung, Verbräuche und Konsequenzen zu haben», sagt Nogly.

Aus Sicht der DSAG wirft die aktuelle Ausgestaltung der API Policy grundlegende Fragen auf. Der Umfang der Einschränkungen scheint über das notwendige technische Mass hinauszugehen. Um Innovationsfähigkeit und Planungssicherheit bei Kunden und Partnern langfristig zu sichern, müssen diese offenen Punkte schnellstmöglich in Zusammenarbeit zwischen SAP und DSAG geklärt werden.

Weitere Informationen: www.dsag-ev.ch

Hupac hält Kurs: Gewinn trotz Infrastrukturproblemen

Die Hupac Gruppe schliesst das Geschäftsjahr 2025 mit einem Gewinn von CHF 3,5 Millionen ab und steigert die Transportvolumen um 4,3 Prozent. Trotz anhaltender Baustellen auf dem Schienennetz setzt das Unternehmen auf innovative Konzepte und gezielte Investitionen, um den Kombinierten Verkehr zu stabilisieren und langfristig zu stärken.

Hupac steigert Transportvolumen um 4,3 Prozent. Quelle: zvg / Hupac

Das Geschäftsjahr 2025 hat die Hupac Gruppe vor erhebliche Herausforderungen gestellt. Trotzdem weist das Unternehmen ein positives Gruppenergebnis aus und schliesst das Jahr mit einem Gewinn von CHF 3,5 Millionen ab. Die Transportvolumen konnten um 4,3 Prozent gesteigert werden. Im Kerngeschäft des transalpinen Verkehrs durch die Schweiz betrug das Wachstum 4,5 Prozent, auch dank der Übernahme von Verkehren auf der Achse Belgien-Italien. Weiterhin belastet die Situation der Bahninfrastruktur die Entwicklung des Kombinierten Verkehrs. Stabilisierende Massnahmen tragen dazu bei, den Marktteilnehmenden eine verlässliche Zukunftsperspektive zu geben.

Das Jahr im Überblick

Im vergangenen Jahr beförderte die Hupac Gruppe rund 975.000 Strassensendungen bzw. 1.853.000 TEU im Kombinierten Verkehr Strasse/Schiene und im maritimen Hinterlandverkehr. Dies entspricht einer Steigerung von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im transalpinen Verkehr durch die Schweiz konnte Hupac das Volumen um 4,5 Prozent auf rund 560.000 Sendungen steigern, unter anderem dank der Übernahme von Verkehren auf der Achse Belgien-Italien. Die transalpinen Verkehre via Frankreich und Österreich stiegen auf tiefem Niveau um 26,9 Prozent auf rund 25.000 Sendungen. Im nicht-transalpinen Verkehr wurden die Mengen um 2,9 Prozent auf knapp 390.000 Sendungen gesteigert.

Diese Entwicklung ist vor dem Hintergrund der anhaltenden Baustellen auf dem Schienennetz positiv zu bewerten. Eine hohe Bautätigkeit mit zeitweise vollständigen Streckensperrungen hat die Leistungsfähigkeit der Schieneninfrastruktur erheblich beeinträchtigt. Dennoch konnte Hupac den Umsatz im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Prozent auf CHF 646 Millionen steigern. Der Umsatz liegt unter der Volumenentwicklung, was auf die negativen Auswirkungen der Wechselkurse zurückzuführen ist. Die Kosten für erbrachte Leistungen stiegen stärker als die Erlöse, was zu einem leichten Rückgang der Bruttogewinnmarge um 0,6 Prozentpunkte auf 21,6 Prozent führte. Dank ergebnissichernden Massnahmen konnte Hupac das Gruppenergebnis in einem herausfordernden Umfeld mit einer EBIT-Marge von 1,9 Prozent und einem Gewinn von CHF 3,5 Millionen (Vorjahr CHF 9,4 Millionen) auf einem zufriedenstellenden Niveau halten.

Strategische Fortschritte in den Kernmärkten

Der Fokus von Hupac liegt auf der Stärkung der Position in den Kernmärkten und strategischen Korridoren. Zu diesem Zweck wurden im vergangenen Jahr strategische Initiativen lanciert, die nun Wirkung zeigen und für Kunden zu einer höheren Resilienz des Angebots führen.

Mit dem Konzept RadicalShift2Rail reagiert Hupac auf die zunehmenden baustellenbedingten Verspätungen im Schienennetz. Verkehrsströme werden dabei verstärkt auf wenige leistungsfähige Terminals gebündelt und zwischen diesen mit hochfrequenten Shuttle-Zügen mit vier bis sechs Abfahrten pro Tag und Richtung transportiert. Auf den Fahrplanwechsel Ende 2025 wurden mit Köln Nord–Busto Arsizio und Ludwigshafen–Busto Arsizio die ersten Verbindungen lanciert. Die wöchentlichen Frequenzen liegen bei je 25 bis 30 Zugspaaren und können bei Bedarf weiter erhöht werden. Nach einem Quartal zeigen sich positive Entwicklungen bei der Pünktlichkeit und der Resilienz; auch die Produktivität der Assets aller Beteiligten wird verbessert. Mit dem Fahrplanwechsel Ende 2026 werden weitere hochfrequente Angebote eingeführt.

Dieser innovative Ansatz führt zu einer Stabilisierung des Kombinierten Verkehrs und verbessert die Planungssicherheit für Kunden und Partner. Er erfordert eine strategische Zusammenarbeit mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen, etwa um gemeinsame Anliegen gegenüber den Infrastrukturbetreibenden wirkungsvoll zu vertreten. Grossbaustellen und Umleiterverkehre müssen länder- und unternehmensübergreifend im Rahmen einer gemeinsamen Mehrjahresplanung optimiert werden, damit die geplanten Transportvolumen verlässlich abgewickelt werden können.

In der Business Unit Shuttle Net konnten Anfang 2026 dank dem neuen Produkt Duisburg–Novara und der Stärkung der Verbindung Basel–Busto Arsizio weitere Marktanteile gewonnen werden (+50 Prozent Basel–Busto Arsizio). Mit beiden Produkten ist es Hupac gelungen, einen Teil der bisherigen Verkehre der Ende 2025 eingestellten «Rollenden Landstrasse» auf den unbegleiteten Kombinierten Verkehr zu verlagern und Volumen auf der Schiene zu halten.

Verkehrsverlagerung Schweiz: Trendwende in Sicht

Hupac setzt weiterhin einen Schwerpunkt auf die Entwicklung des Kombinierten Verkehrs im Alpentransit durch die Schweiz. Mit rund 560.000 Strassensendungen bzw. 11 Millionen Nettotonnen erreichte Hupac im Jahr 2025 eine Steigerung von rund 24.000 Sendungen und konnte damit ihre Position als Marktführerin auf dem bedeutendsten Korridor des Kombinierten Verkehrs in Europa ausbauen.

Nachdem die Verlagerung von der Strasse auf den Kombinierten Verkehr drei Jahrzehnte lang erfolgreich voranschritt, hat der Trend vor vier Jahren gedreht. Seit 2022 ging das Volumen des alpenquerenden Kombinierten Verkehrs um 11 Prozent zurück, während der Strassentransport im gleichen Zeitraum um 4 Prozent zulegte. Mit der Einstellung der «Rollenden Landstrasse» Ende 2025 dürfte sich diese Entwicklung fortsetzen.

Die Hauptursache für diese negative Entwicklung sieht Hupac bei der Erneuerung der Schieneninfrastruktur. Auch im Jahr 2025 stand das Thema Baustellen im Zentrum des europäischen Schienengüterverkehrs. In den nächsten zwei Jahren sind auf dem Nord-Süd-Korridor noch grössere Baustellen geplant. Ohne Gegenmassnahmen drohen weitere Rückschritte bei einem wichtigen verkehrspolitischen Ziel der Schweiz.

Hupac will mit innovativen Transportkonzepten sowie einer Vertiefung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen und den Infrastrukturbetreibenden einen Beitrag leisten, um den negativen Verlagerungstrend zu brechen. Ab 2029, wenn die grossen Baustellen auf dem Rhein-Alpen-Korridor abgeschlossen sein werden, rechnet Hupac mit neuen Wachstumschancen.

Politik bietet Hand

In dieser herausfordernden Situation ist es wichtig, dass bei den politischen Rahmenbedingungen Verlässlichkeit besteht. Die Schweiz geht mit gutem Beispiel voran: Das Parlament hat im Frühling 2026 entschieden, die Betriebsbeiträge für den alpenquerenden Kombinierten Verkehr über das Jahr 2030 hinaus zu verlängern. Das schafft Planungssicherheit und trägt wesentlich dazu bei, dass alle Parteien in der intermodalen Kette die notwendigen Investitionen tätigen können, um den Kombinierten Verkehr auf die Erfolgsspur zurückzubringen.

Hupac investiert in die Zukunft

Hupac ist überzeugt, ab dem Jahr 2029 mit dem Abschluss der grossen Bauarbeiten auf der deutschen Rheintalachse und in Norditalien wieder auf den Wachstumspfad zurückzukehren. Mit Piacenza (Inbetriebnahme 2025) und Milano Smistamento (geplante Eröffnung 2027) investiert Hupac gezielt in neue, leistungsfähige Terminalinfrastrukturen. Damit wird der Ausbau weiterer hochfrequenter Angebote als zentraler Baustein der langfristigen Wachstumsstrategie ermöglicht.

Zusätzlich erweitert Hupac das Netzwerk auch in westlicher Richtung. Anfang 2026 hat das Unternehmen das Terminal Barcelona Combiconnect in Betrieb genommen und damit die Iberische Halbinsel an das europäische Intermodalnetz angebunden. Hupac sieht im Transportmarkt von und nach Spanien, der bis heute durch den Strassentransport dominiert wird, erhebliches Potenzial für den Kombinierten Verkehr.

Zurückhaltender Ausblick

Die aktuelle geopolitische Situation macht es schwierig, konkrete Aussagen zum erwarteten Geschäftsverlauf 2026 zu machen. Der Einfluss des Konflikts im Nahen Osten ist spürbar, und die Auswirkungen dürften in den kommenden Monaten je nach Verlauf noch wesentlich deutlicher werden. Das Risiko einer deutlichen weltweiten wirtschaftlichen Abkühlung ist sehr real. Vor diesem Hintergrund ist Hupac zurückhaltend bezüglich des kurzfristigen Wachstumspotenzials.

Die Rahmenbedingungen für den Kombinierten Verkehr dürften in den kommenden zwei Jahren eher herausfordernd bleiben. Eine deutliche Verbesserung im Kernmarkt wird für 2029 erwartet. Hupac will mit resilienteren Marktangeboten dank der vermehrten Nutzung des linksrheinischen Korridors, engeren Partnerschaften und gezielten Investitionen – besonders in die digitale Transformation der intermodalen Transportkette – dazu beitragen, die Verlässlichkeit und Marktfähigkeit des Kombinierten Verkehrs zu steigern. Mit dem Ausbau der Terminalinfrastruktur schafft Hupac die Voraussetzungen, um in Zukunft wieder auf einen stetigen Wachstumspfad einzuschwenken.

Weitere Informationen: www.hupac.com

Swiss Staffingindex: Temporärmarkt dreht nach drei Jahren ins Plus

Der Schweizer Temporärmarkt zeigt nach zwölf Quartalen im Minus erstmals wieder ein Wachstum. Im ersten Quartal 2026 stiegen die Einsatzstunden um 1,3 Prozent – trotz geopolitischer Spannungen. Das Feststellengeschäft bleibt hingegen stark unter Druck.

Feststellenmarkt bis Q1 2026 stark rückläufig. Quelle: zvg

Die Schweizer Personaldienstleister stoppen im ersten Quartal 2026 einen mehrjährigen Abwärtstrend: Nach zwölf Quartalen mit negativem Vorzeichen stiegen die geleisteten Einsatzstunden der Temporärarbeitenden um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Feststellengeschäft hingegen leidet weiter unter Konjunkturabkühlung und wirtschaftlicher Unsicherheit – mit einem Rückgang von 16,9 Prozent fällt das Marktsegment nun im elften Quartal in Folge. Der Swiss Staffingindex spiegelt damit als Fieberthermometer der Schweizer Wirtschaft die insgesamt positive, aber fragile Entwicklung von Arbeitsmarkt und Konjunktur wider.

Selektive Erholung mit grossen regionalen Unterschieden

Das erste Quartal war im Temporärmarkt von einer Stabilisierung auf tiefem Niveau geprägt. Dabei zeigten sich ausgeprägte regionale Unterschiede: In der Ostschweiz mussten vermehrt Industriebetriebe für ihre Stammbelegschaft Kurzarbeit anmelden, was den Bedarf an Temporärpersonal in der Region um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal sinken liess. Das Mittelland hingegen legte mit einem Plus von 5,5 Prozent zu – ein Wachstum, zu dem die Uhrenindustrie einen wichtigen Beitrag leistete.

Marcel Keller, Country President Adecco Group Switzerland, kommentiert: «Die leichte Erholung im ersten Quartal ist kein breit abgestützter Aufschwung, sondern eine selektive Gegenbewegung in einzelnen Industrieclustern – insbesondere im Mittelland. Nach mehreren schwachen Quartalen reagieren Unternehmen dort vorsichtig wieder mit temporären Einstellungen, bleiben aber insgesamt sehr zurückhaltend.»

Iran-Konflikt: Im März noch ohne Geschäftsauswirkungen

Die Auswirkungen des Iran-Konflikts waren im März 2026 noch nicht spürbar. Die Einsatzstunden wuchsen um 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – schwächer als im Januar, aber stärker als im Februar. Dr. Marius Osterfeld, Ökonom bei Swissstaffing, ordnet ein: «Im historischen Vergleich waren die Energiepreisanstiege im März trotz der spürbaren Folgen an den Zapfsäulen moderat. Deshalb wirkte sich der Iran-Konflikt kaum auf das Geschäft der Personaldienstleister aus.»

Dieser Umstand ist bedeutsam, da der März saisonbedingt rund 20 Prozent mehr Einsatzstunden aufweist als der Januar. Negative Auswirkungen hätten das Quartalsergebnis entsprechend stärker belastet.

Für die kommenden Monate gibt Osterfeld jedoch keine Entwarnung: «Löst sich der Konflikt an der Strasse von Hormus nicht auf, wird dies die Schweizer Industrie besonders hart treffen – und damit auch den Personalverleih.» Rund ein Viertel des Umsatzes der Personaldienstleister entfällt auf den Industriesektor, womit die Temporärbranche stark auf dessen Geschäftsentwicklung reagiert.

Geopolitische Unsicherheit stärkt einzelne Segmente

Der Iran-Konflikt könnte jedoch auch einzelne Marktsegmente stärken: Die Unsicherheit rund um Kerosinpreise und Flugstreichungen dürfte laut Osterfeld Unentschlossene vermehrt veranlassen, in der Schweiz Ferien zu machen oder statt in Ferienbuchungen in Konsumgüter zu investieren. Das stärkt die Nachfrage in Gastronomie, Hotellerie, Logistik und Detailhandel. Der Gesamteffekt bliebe dennoch negativ, da ein Teil des eingesparten Geldes für gestiegene Preise aufgewendet werden müsste.

Trotz der angespannten geopolitischen Lage zeigen sich die CEOs der Mitgliedsfirmen von Swissstaffing optimistisch: Gemäss einer Umfrage des Meinungs- und Sozialforschungsinstituts Gfs-Zürich rechnen 38 Prozent der befragten CEOs in den kommenden sechs Monaten mit einem Anstieg des Geschäfts – ein Wert vergleichbar mit der Befragung im Vorquartal.

Quelle: Swissstaffing.

Bettina Bornmann neu im Verwaltungsrat der Axa Schweiz

Bettina Bornmann verstärkt per 22. April 2026 den Verwaltungsrat der Axa Schweiz. Die erfahrene Ökonomin folgt auf Ruth Metzler-Arnold, die nach vierzehn Jahren aus dem Gremium ausscheidet.

Bettina Bornmann verstärkt neu den Verwaltungsrat der AXA Schweiz. Quelle: zvg

Bettina Bornmann ist per 22. April 2026 in den Verwaltungsrat der Axa Schweiz gewählt worden. Die 57-jährige Ökonomin bringt einen breiten Leistungsausweis aus der Versicherungs- und Finanzbranche mit.

Langjährige Erfahrung in Finance und Risk

Bis 2024 war Bettina Bornmann als Group Head Planning and Performance Management der Zurich Insurance Group tätig. Von 2015 bis 2020 gehörte sie als CFO der Geschäftsleitung der Zurich Schweiz an. Zwischen 2021 und 2024 übernahm sie zudem das Stiftungsratspräsidium der Pensionskasse der Zürich Versicherungs-Gruppe sowie verschiedene internationale Verwaltungsratsmandate.

Von 2009 bis 2015 war Bornmann bei der Swiss Life aktiv – zuerst als CFO Swiss Life International, später als Head Group Controlling. Zuvor übernahm sie 2008 die Leitung der M&A-Abteilung der deutschen Spitalgruppe Ameos. Ihre Karriere begann sie 1994 als Associate Mergers and Acquisitions bei der Ubs, bevor sie von 1998 bis 2008 bei der KPMG tätig war, ab 2006 als Head Corporate Finance und Partner.

Verwaltungsratspräsident Antimo Perretta zeigt sich erfreut über den Neuzugang: «Es freut mich ausserordentlich, dass mit Bettina eine ausgewiesene Versicherungsexpertin mit langjährigem Leistungsausweis in Finance und Risk unseren Verwaltungsrat verstärkt. Ich bin überzeugt, dass sie mit ihrer grossen Erfahrung im internationalen Corporate-Umfeld, ihrer fundierten Expertise und ihrer ausgesprochen ökonomischen Perspektive viele wertvolle Impulse einbringen wird, gerade auch in Hinblick auf fortschrittliche und kundenfreundliche neue Angebote.»

Ruth Metzler-Arnold nach vierzehn Jahren verabschiedet

Bettina Bornmann folgt auf Ruth Metzler-Arnold, die zurückgetreten ist, um sich auf das Präsidium von Swiss Olympic zu fokussieren. Ruth Metzler-Arnold gehörte dem Verwaltungsrat vierzehn Jahre an, davon sechs als Vizepräsidentin. Zuletzt war sie Mitglied des Nominations- und Entschädigungsausschusses sowie des Prüfungsausschusses.

Antimo Perretta würdigte ihr Engagement: «Ich danke Ruth herzlich für ihr überaus grosses und äusserst wertvolles Engagement. Mit ihrem beruflichen Hintergrund als Wirtschaftsprüferin, ihrer immensen politischen Erfahrung sowie ihrer ausgesprochen konstruktiven und sozialkompetenten Art war sie in unserem Verwaltungsrat eine ebenso gewichtige wie geschätzte Stimme.»

Die Wahl von Bettina Bornmann untersteht den anwendbaren aufsichtsrechtlichen Vorschriften.

www.axa.ch

Bug Bounty Switzerland sichert sich 12 Millionen Franken

Der Schweizer Pionier für Ethical Hacking schliesst eine Series-A-Finanzierungsrunde über 12 Millionen Franken ab. Das Kapital fliesst in die internationale Expansion und den Ausbau des KI-gestützten Cyber Resilience Shield – zu einem Zeitpunkt, an dem künstliche Intelligenz Cyberbedrohungen grundlegend verändert.

Das Management von Bug Bounty Switzerland sichert sich 12 Mio. Franken. Quelle: zvg

Bug Bounty Switzerland, der Schweizer Pionier für Ethical Hacking, intelligentes Security-Testing und das Service-as-Software-Modell, gibt den Abschluss einer Series-A-Finanzierungsrunde über 12 Millionen Franken bekannt. Angeführt wurde die Runde von Direttissima Growth Partners, mit gleichwertiger Beteiligung der Deutschen Beteiligungs AG (DBAG). Das Investment erfolgt als Minderheitsbeteiligung im Rahmen einer Kapitalerhöhung – das Gründerteam hält weiterhin die Mehrheit der Anteile und prägt die strategische Ausrichtung massgeblich.

Direttissima, ein europäischer Growth-Equity-Investor mit Sitz in Zürich und München, bringt operative Scale-up-Erfahrung im B2B-Technologiebereich sowie ein Netzwerk von Unternehmer-Investoren mit. Die seit 1985 börsennotierte DBAG investiert über ihre Long-Term-Investment-Strategie – Eigenkapital ohne die Haltefristen einer Fondsstruktur – und ermöglicht damit eine echte langfristige Partnerschaft. Philipp Bolliger, Partner bei Direttissima, wird neu dem Verwaltungsrat von Bug Bounty Switzerland beitreten.

Eigenfinanziert, profitabel und vertrauenswürdig

Die Finanzierungsrunde markiert den nächsten Entwicklungsschritt von Bug Bounty Switzerland: den Übergang vom eigenfinanzierten Gründerteam zum kategorieprägenden europäischen Scale-up. Das Kapital fliesst in die internationale Expansion, den Ausbau der KI-gestützten hin zu zunehmend autonomer Orchestrierung von Security-Tests sowie in das Teamwachstum.

Bug Bounty Switzerland wurde 2020 gegründet, hat aber seine Wurzeln in den ersten Bug-Bounty-Programmen der Schweiz, die bis ins Jahr 2015 zurückreichen. Das Unternehmen war durchgehend eigenfinanziert, ist profitabel und geniesst das Vertrauen von über 50 Unternehmenskunden: Finanzinstitute, globale Konsumgütermarken, Betreiber kritischer Infrastruktur sowie öffentliche Stellen, darunter das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) der Schweiz.

Ergebnis statt Tools: ein anderer Ansatz für Security-Testing

Unternehmen befinden sich im permanenten Wandel. Cloud, SaaS, APIs und KI-gestützte Entwicklung liefern Code schneller, als klassische Penetrationstests mithalten können. Gleichzeitig nutzen Angreifer KI, um Schwachstellen schneller zu finden und auszunutzen als je zuvor. Vor diesem Hintergrund werden punktuelle Tests strukturell unzureichend; kontinuierliches, intelligentes und ergebnisorientiertes Testing wird zur Notwendigkeit.

Bug Bounty Switzerland verfolgt einen anderen Ansatz. Statt Tools zu verkaufen und die Abdeckung dem Käufer zu überlassen, wird das Ergebnis verkauft: kontinuierliche, messbare Testabdeckung der gesamten exponierten Angriffsfläche, End-to-End. Der Cyber Resilience Shield kombiniert KI-gestützte Orchestrierung, langjährig aufgebauten Testing-Kontext, eine geprüfte globale Community von über 16 000 ethischen Hackern sowie zunehmend offensive KI-Agenten – bereitgestellt als Abonnement, das innerhalb von 24 Stunden aktiviert werden kann und keine internen Spezialisten erfordert.

Kunden ersetzen ein Flickwerk aus Einzel-Pentests und nicht verbundenen Scannern durch eine einzige kontinuierliche Plattform. Sie berichten von deutlichen Einsparungen bei Kosten und Erkennungszeit sowie von einer grösseren Testtiefe. Vom CISO bis zum Verwaltungsrat werden Erkenntnisse laufend in den jeweiligen unternehmerischen Kontext und die entsprechenden Risikobetrachtungen übersetzt.

«Angesichts der grundlegenden Veränderungen der Cybersicherheit durch KI benötigen Unternehmen einen Schutz, der kontinuierlich, intelligent und einfach nutzbar ist. Genau das liefern wir bereits einigen der sicherheitsbewusstesten Organisationen Europas – und bringen es jetzt weltweit in den Markt. Mit der Unterstützung von Direttissima und DBAG machen wir intelligentes Security-Testing zum neuen Standard.» — Sandro Nafzger, CEO & Co-Founder, Bug Bounty Switzerland

«BBS vereint drei Dinge, die selten zusammenkommen: ein differenziertes Produkt, aufgebaut auf jahrelangem proprietärem Know-how und Daten, profitables Wirtschaften von Beginn an ohne externe Finanzierung und ein Markt, in dem kontinuierliches Security-Testing von Best-Practice zum Standard wird. Das Team hat sich das Recht erarbeitet, diese Kategorie neu zu definieren und anzuführen.» — Philipp Bolliger, Partner, Direttissima Growth Partners

«BBS entspricht unserem Long-Term-Investment-Profil: ein gründergeführtes, profitables Unternehmen mit einem klaren technologischen Vorteil in einem strukturell wachsenden Markt. Unser Eigenkapital gibt dem Team die Flexibilität, seinen Vorsprung über viele Jahre auszubauen, statt auf einen einzelnen Zyklus zu optimieren.» — Jochen Baumann, Mitglied der Geschäftsleitung, Deutsche Beteiligungs AG

Weitere Informationen: www.bugbounty.ch

Präsentismus: Mehrheit der Schweizer Beschäftigten inszeniert ihre Produktivität

Eine neue Umfrage von Indeed und Appinio zeigt: Über die Hälfte der hybrid arbeitenden Büroangestellten in der Schweiz wendet Taktiken an, um engagierter zu wirken als sie tatsächlich sind. Hauptauslöser sind interne Unternehmensstrukturen und der Druck durch Vorgesetzte. Knapp zwei Drittel würden sogar auf Lohn verzichten, wenn ihre Leistung ausschliesslich an Ergebnissen gemessen würde.

Beschäftigt wirken, aber wenig produzieren: Präsentismus ist in Schweizer Unternehmen weiter verbreitet, als man denkt. Quelle: Depositphotos.com

Ob Beschäftigte im Büro oder im Homeoffice produktiver arbeiten, wird seit Jahren diskutiert. Bei vielen Schweizer Angestellten scheint dabei vor allem eine Botschaft angekommen zu sein: Anwesenheit zählt mehr als Leistung. Das zeigt eine neue Umfrage unter 458 hybrid arbeitenden Büroangestellten in der Schweiz, durchgeführt von der weltweit grössten Jobseite Indeed und dem Marktforschungsinstitut Appinio.

Präsentismus statt Performance

Konkret hat über die Hälfte der Schweizer Arbeitnehmer:innen (57,5 Prozent) in den vergangenen zwölf Monaten Massnahmen ergriffen, um produktiver oder engagierter zu wirken, als sie tatsächlich waren. Dazu zählen ein künstlich auf «anwesend» gehaltener Online-Status im Homeoffice (23,9 Prozent), das Versenden von E-Mails zu Randzeiten wie dem frühen Morgen oder späten Abend (22,3 Prozent) sowie das längere Verbleiben im Büro, nur weil die Führungskraft noch da ist (21,3 Prozent). Selbst physische Signale werden genutzt: 10,6 Prozent haben schon einmal ihre Jacke oder Tasche im Büro gelassen, um Anwesenheit zu suggerieren. Demgegenüber geben 42,5 Prozent der Befragten an, ausschliesslich ihre Arbeitsergebnisse für sich sprechen zu lassen.

Interne Strukturen als Hauptauslöser

Die Gründe für diesen sogenannten Präsentismus liegen primär in unternehmensinternen Strukturen: 32,8 Prozent nennen eine von Präsenzkontrolle geprägte Unternehmenskultur als Hauptgrund, 26,8 Prozent den Druck durch Vorgesetzte beziehungsweise Mikromanagement. Weitere 26 Prozent sehen die Sorge um den Arbeitsplatz als Auslöser. Generell ist die knappe Mehrheit (50,9 Prozent) der Meinung, dass ihr Arbeitgeber sichtbare Anwesenheit höher bewertet als tatsächliche, messbare Arbeitsergebnisse.

Der Wunsch nach einer Kehrtwende ist entsprechend gross: 64,2 Prozent der Befragten geben an, bereit zu sein, auf einen Teil ihres Lohns zu verzichten, wenn ihre Leistung ausschliesslich an Ergebnissen gemessen würde. Für ein dauerhaftes Recht auf Homeoffice würden sogar 68,1 Prozent auf einen Teil ihres Einkommens verzichten.

Das Büro als Ort der Ablenkung

Insgesamt legen die Umfrageergebnisse nahe, dass das Büro für viele Beschäftigte seine ursprüngliche Funktion als produktiver Arbeitsort teilweise verloren hat. 48,8 Prozent der Schweizer Befragten können sich bei komplexen Aufgaben im Homeoffice besser konzentrieren als im Büro (21 Prozent). Zwei von drei Befragten (65,9 Prozent) geben zudem an, im Büro regelmässig durch Lärm, Smalltalk oder spontane Besuche aus der Konzentration gerissen zu werden – 19,3 Prozent davon sogar sehr häufig.

Dies hat Folgen: 46,2 Prozent der Beschäftigten sind nach einem Bürotag inklusive Pendeln und sozialer Interaktion deutlich erschöpfter als nach einem Tag im Homeoffice. Dennoch fährt mehr als jede:r Zweite (54,7 Prozent) regelmässig ins Büro, um «Gesicht zu zeigen», obwohl die Arbeit zu Hause effizienter erledigt werden könnte.

Leistungsbereitschaft ist da – die Anreize fehlen

Virginia Sondergeld, Ökonomin bei Indeed, kommentiert die Ergebnisse: «Die Diskussion über die fehlende Leistung im Homeoffice hat Spuren hinterlassen. Auf der Arbeit geht es nie rein um die Qualität der eigenen Leistung, sondern auch darum, wie sichtbar sie gegenüber Vorgesetzten und Kollegen ist. Dass Mitarbeitende in Sichtbarkeit investieren, um ihre Karriere voranzubringen, ist richtig und menschlich. Wenn sie jedoch beginnen, ihre Präsenz zu inszenieren, statt sich auf Resultate zu konzentrieren, ist das ein Verlustgeschäft für beide Seiten.»

Sie ergänzt: «Dass fast zwei Drittel der Schweizer Arbeitnehmer:innen auf Gehalt verzichten würden, um stärker an ihrer Leistung gemessen zu werden, sendet ein Signal an Arbeitgeber. Die Leistungsbereitschaft ist vorhanden, sie wird jedoch nicht ausreichend incentiviert. Wer primär Anwesenheit einfordert, riskiert, dass lediglich diese optimiert wird. Es ist daher notwendig, ein System zu etablieren, das nicht hohe Sichtbarkeit, sondern gute Leistung honoriert – unabhängig vom Arbeitsort.»

Weitere Informationen: www.indeed.com

68 Prozent der Schweizer Onliner offen für KI im E-Mail-Postfach

Das Forschungsinstitut Reppublika hat in einer repräsentativen Studie das E-Mail-Nutzungsverhalten in der deutschsprachigen Schweiz untersucht. Die Ergebnisse zeigen: Mehr als zwei Drittel der Befragten stehen KI im Postfach positiv gegenüber, 92 Prozent nutzen E-Mail täglich und 41 Prozent kaufen direkt aus Newslettern.

Rasmus Giese, United Internet Media, verantwortet Digitalgeschäft. Quelle: zvg

Mehr als zwei Drittel der Schweizerinnen und Schweizer stehen KI im E-Mail-Postfach grundsätzlich positiv gegenüber. Zu diesen Ergebnissen kommt das Forschungsinstitut Reppublika in der aktuellen E-Mail-Marktstudie Schweiz. Hierfür wurden 1012 Onliner in der deutschsprachigen Schweiz ab 16 Jahren befragt. Insbesondere bei den jüngeren Befragten zeigt sich eine besondere Dynamik bei der E-Mail-Nutzung.

Schutz vor Spam besonders gefragt

Die befragten Schweizerinnen und Schweizer sind besonders an Assistenzfunktionen für ihr Postfach interessiert: An erster Stelle steht KI-gestützte Spam- und Phishing-Erkennung (47 Prozent) sowie Übersetzungshilfen (31 Prozent). Es folgen automatisierte Kategorisierung und Sortierung von E-Mails (25 Prozent) und intelligente Antwortvorschläge (24 Prozent).

68 Prozent stehen KI im E-Mail-Dienst positiv gegenüber. Quelle: zvg

«Nutzerinnen und Nutzer wollen ein Postfach, das sie aktiv unterstützt. Mit den bewährten KI-Funktionen von GMX liefern wir genau das – etwa mit der sortierten Ansicht im Intelligenten Postfach sowie mit Spam- und Phishing-Schutz. Ergänzend bieten wir seit neuestem KI-Funktionen, die das Lesen, Schreiben und Auffinden von E-Mails erleichtern. Dies stärkt die Relevanz der E-Mail weiter und intensiviert die bereits hohe Nutzung», so Rasmus Giese, CEO von United Internet Media.

E-Mail-Nutzung steigt über alle Altersgruppen

92 Prozent der Befragten lesen und schreiben täglich E-Mail – und die Nutzung nimmt weiter zu: Während 63 Prozent im Vergleich zum Vorjahr unverändert viele E-Mails lesen, geben 33 Prozent an, sogar mehr E-Mails als im Jahr zuvor gelesen zu haben. Ein Blick auf die Altersklassen zeigt: E-Mail wird in allen Generationen intensiv genutzt. Eine besonders dynamische Entwicklung zeigt sich bei jungen Menschen: Unter den 16- bis 29-Jährigen geben 46 Prozent an, mehr E-Mails zu lesen.

92 Prozent der Befragten nutzen E-Mails täglich. Quelle: zvg

Über alle Altersgruppen hinweg bleibt die Relevanz der E-Mail-Kommunikation mit Familie und Freunden (63 Prozent) sowie mit Behörden (59 Prozent) auf hohem Niveau konstant. Die Kommunikation mit Familie und Freunden sowie mit Behörden nimmt jeweils bei 22 Prozent der Befragten an Bedeutung zu, so dass die Relevanz insgesamt steigt. Der E-Mail-Dialog mit Unternehmen im Rahmen des Kaufprozesses gewinnt für 21 Prozent weiter an Bedeutung, während er für 59 Prozent unverändert hoch bleibt. Bei den 16- bis 29-Jährigen gibt es deutliche Zuwächse: Insbesondere erhöht sich die Bedeutung der E-Mail-Kommunikation mit der Ausbildungsstätte oder Weiterbildung (36 Prozent) sowie mit Unternehmen im Kaufprozess (30 Prozent) und im Privaten (25 Prozent).

41 Prozent kaufen direkt aus Newslettern

90 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer lesen Newsletter – 35 Prozent sogar mindestens täglich und zählen damit zu den sogenannten Heavy Usern. Fast die Hälfte der Newsletter-Empfangenden (47 Prozent) erhalten sogar bis zu 15 Mailings pro Woche. Newsletter sind ein zentraler Bestandteil des E-Mail-Marketings und der Customer Journey: 41 Prozent der Newsletter-Lesenden haben bereits direkt aus einem Mailing heraus eine Bestellung getätigt. Besonders attraktiv sind für diese Befragten Angebote und Rabatte, die exklusiv für Newsletter-Abonnenten gelten (49 Prozent).

GMX gehört zu den Top-3 Anbietern

16 Prozent der deutschsprachigen Onliner in der Schweiz nutzen GMX.ch als Haupt-E-Mail-Adresse. Damit zählt GMX zu den drei führenden E-Mail-Anbietern. Mit 30 Prozent führt Google, gefolgt von Bluewin mit 18 Prozent. Deutlich hinter GMX liegen Microsoft (10 Prozent), eigene Server und Domänen (5 Prozent) sowie Sunrise (5 Prozent).

«Die starke Marktposition unterstreicht die Relevanz von GMX mit seiner hohen Reichweite in der Schweiz. Für Werbetreibende ein entscheidender Vorteil in der Ansprache entlang der gesamten Customer Journey: Sie erreichen ihre Zielgruppen direkt im Postfach – in einem sicheren Umfeld, das regelmässig und intensiv genutzt wird», sagt Rasmus Giese.

Die Daten der Studie «E-Mail-Marktstudie Schweiz» basieren auf einer Untersuchung des Forschungsinstituts Reppublika. Dafür wurden in einem repräsentativen Online-Panel 1012 deutschsprachige Internet-Nutzer:innen von 16 bis 79 Jahren in der Schweiz befragt.

Mit durchschnittlich rund 892’000 aktiven Usern im Monat erreicht GMX in der Schweiz circa 17 Prozent der deutschsprachigen Onliner (Quartal 2026-1). United Internet Media ist der Mediavermarkter der United Internet AG. Zum Angebot gehören die konzerneigenen Portale WEB.DE, GMX und 1&1 sowie die Partnerportale Gelbe Seiten, Das Örtliche und Das Telefonbuch.

Weitere Informationen: www.united-internet-media.de

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