LIS integriert KI-Sprachassistenten in Warehouse Management System

Das Software-Haus LIS erweitert sein Warehouse Management System LWM um eine KI-gestützte Assistenzfunktion. Anwender können Bestandsinformationen, Artikelbewegungen und Auftragsdaten künftig direkt in natürlicher Sprache abfragen – per Text oder Sprachsteuerung. Die neue Funktion ist ab dem zweiten Quartal 2026 verfügbar.

Software, Web page, Screenshot
Der KI-Assistent erkennt häufig gemeinsam gekaufte Artikel und liefert kontextbezogene Auswertungen ohne Navigation durch komplexe Menüs. Quelle: LIS

Die LIS Logistische Informationssysteme erweitert ihr LIS Warehouse Management System (LWM) um eine KI-gestützte Assistenzfunktion, die den Zugriff auf Lagerdaten grundlegend vereinfacht. Anwender können Bestandsinformationen, Artikelbewegungen, Auftragsdaten sowie Auswertungen künftig direkt in natürlicher Sprache abfragen, per Texteingabe oder Sprachsteuerung. Statt sich durch komplexe Menüstrukturen zu navigieren, erhalten Anwender kontextbezogene Antworten in Echtzeit. Dadurch wird eine schnellere, fundierte und sichere Entscheidungsfindung im operativen Lageralltag unterstützt. Die neue Funktion ist ab dem zweiten Quartal 2026 verfügbar.

Keine lange Einarbeitung mehr nötig

«Der Zugriff auf Lagerdaten muss im operativen Alltag schnell und unkompliziert sein», sagt Philipp Neuser, Leitung WMS bei der LIS. «Mit der KI-Integration in LWM senken wir diese Hürde deutlich. Die KI selbst muss nicht angelernt werden und ist mehrsprachig einsetzbar. Mitarbeitende können das System wie einen digitalen Assistenten nutzen und erhalten sofort die Informationen, die sie für ihre Arbeit benötigen, ohne lange Einarbeitung oder tiefes Systemwissen.»

Die neue Assistenzfunktion greift direkt auf Live-Daten und vorhandene Dokumentation im System zu. Neben klassischen Abfragen zu Beständen oder Aufträgen lassen sich auch einfache Datenanalysen und Auswertungen ad hoc erstellen. Damit unterstützt die KI insbesondere Leitstände, die Lagerleitung sowie operative Mitarbeitende bei täglichen Entscheidungen. Ziel ist es ausdrücklich nicht, Prozesse autonom zu steuern oder Mitarbeitende zu ersetzen, sondern sie im Arbeitsalltag gezielt zu entlasten.

Vorteil bei Fachkräftemangel

Weitere Mehrwerte zeigen sich bei Systemumstellungen und im Onboarding neuer Mitarbeitender. «Gerade in Phasen der Inbetriebnahme oder bei Personalwechseln verlieren Unternehmen viel Zeit, weil neue Nutzerinnen und Nutzer sich erst mit Oberflächen und Prozesslogiken vertraut machen müssen», erklärt Neuser. «Die sprachbasierte Interaktion ermöglicht es, von Beginn an produktiv zu arbeiten. Das ist ein echter Vorteil in Zeiten von Fachkräftemangel und steigendem Kostendruck.»

Die KI-Integration fügt sich nahtlos in die bestehende Produktstrategie von LIS ein, LWM konsequent in Richtung intuitiver Bedienung, höherer Transparenz und schnellerer Entscheidungsprozesse weiterzuentwickeln. «Wir sehen KI nicht als Selbstzweck», betont Neuser. «Sie muss dort eingesetzt werden, wo sie reale Probleme löst. Genau das tut diese Funktion im Lageralltag.»

Weitere Informationen: www.lis.eu

ComImpact wählt Valerio Stallone und Adrian Wenzl in den Vorstand

An der Mitgliederversammlung vom 10. Februar wurden Valerio Stallone (HWZ) und Adrian Wenzl (Webrepublic) in den Vorstand des Fachvereins ComImpact gewählt. Der Fachverein für Best-Practice-Einblicke in CommTech und KI feiert 2026 sein fünfjähriges Bestehen und hat bereits 48 Anlässe für die Marketing- und Kommunikations-Community durchgeführt.

Valerio Stallone, Leiter Departement Marketing & Digital an der HWZ
Valerio Stallone, Leiter Departement Marketing & Digital an der HWZ. Quelle: zvg

Cyril Meier, Vorstandsvorsitzender des Fachvereins ComImpact, führte am 10. Februar durch die Mitgliederversammlung, die am neuen Standort von Farner in der Sihlcity in Zürich stattfand. «Es ist mir eine grosse Freude, heute das 5-Jahres-Jubiläumsjahr von ComImpact einzuläuten», sagte Meier. Seit seiner Gründung im Februar 2021 haben der Verein und seine Mitglieder bereits 48 Anlässe für die Marketing- und Kommunikations-Community durchgeführt. Auch für 2026 steht monatlich mindestens ein Event auf dem Programm.

Einstimmige Wahl der neuen Vorstandsmitglieder

An der Mitgliederversammlung stellten sich Adrian Wenzl (Webrepublic) und Valerio Stallone (Leiter Departement Marketing & Digital HWZ) zur Wahl in den Vorstand, die einstimmig erfolgte. ComImpact, so Valerio Stallone, «thematisiert in seinen Vereinsaktivitäten genau jene Schnittstellen, die hohe Kommunikationskompetenzen erfordern – Technologie, Methodik und messbarer Erfolg. Also genau das, was auch die HWZ in Aus- und Weiterbildung sowie in der Forschung priorisiert.»

Adrian Wenzl, Senior Client Director, Webrepublic
Adrian Wenzl, Senior Client Director, Webrepublic. Quelle: zvg

Tobias Zehnder, Co-Founder und Managing Director Webrepublic sowie Vorstandsmitglied von ComImpact, übergibt nun an seinen langjährigen Webrepublic-Kollegen Adrian Wenzl, Senior Client Director. Er freue sich sehr darauf, so Wenzl, seine langjährige Erfahrung im Digital Marketing bei ComImpact einzubringen und den praktischen Wissensaustausch im komplexen Branchenumfeld von heute zu stärken.

Würdigung des scheidenden Vorstandsmitglieds

Cyril Meier würdigte die besondere Rolle des scheidenden Vorstandsmitglieds Tobias Zehnder, der sich seinerzeit nicht nur für die Gründung, sondern seither stets auch für die kontinuierliche Entwicklung von ComImpact als unkomplizierte Austauschplattform der Branche engagiert habe.

In ihrer Funktion als Vorstandsmitglieder durch die Mitgliederversammlung bestätigt wurden Sonja Kingsley-Curry (UBS), Irene Fischbach (Mobiliar), Andreas Jäggi (Geschäftsführer), Daniel Jörg (Farner), Cyril Meier (Präsident) und Ueli Weber (Media Focus).

Der Verein ComImpact wurde im Februar 2021 gegründet und ist ein Netzwerk zur Förderung insbesondere der CommTech-Kompetenzen der Kommunikationsbranche in der Schweiz. Seine Mitglieder führen regelmässig Veranstaltungen zum Knowhow-Austausch durch. Initianten sind Farner Consulting, die HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich, Media Focus, die Mobiliar, die UBS sowie Webrepublic. Als weitere Mitglieder dazugestossen sind Aclevion, BKW, Digitas (Publicis Groupe), Dreifive, die Fachhochschule Nordwestschweiz, myconvento, OMD, die Schweizerische Post, Swisscom, Swiss Re, Pressrelations, Sonova, Swiss Reputation Group und die ZHAW. Patronate ausgesprochen haben die Verbände IAB, LSA Leading Swiss Agencies, Page Society, PR Suisse sowie der SWA Schweizer Werbe-Auftraggeberverband.

Über die Tätigkeit des Vereins informiert aktuell die Website www.comimpact.ch

HR FESTIVAL europe 2026: Speed-Meetings und Input-Referate im Fokus

Das HR FESTIVAL europe findet am 24. und 25. März 2026 in der Messe Zürich statt und erwartet über 6’000 Besuchende sowie mehr als 170 Ausstellende. Die Tickets für das führende Event der Schweizer HR-Community sind ab sofort erhältlich. Zu den Programm-Highlights gehören Speed-Meetings mit Branchenexperten und rund 75 Input-Referate auf fünf themenspezifischen Content Stages.

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Das HR FESTIVAL europe ist der führende Treffpunkt für HR Professionals in der Schweiz. Quelle: zvg

Das HR FESTIVAL europe etabliert sich als zentraler Treffpunkt für HR-Fachleute in der Schweiz. Am 24. und 25. März 2026 öffnet die Messe Zürich ihre Toren für über 6’000 Besuchende und mehr als 170 innovative Ausstellende. Die Veranstaltung richtet sich an die gesamte HR-Community und bietet ein vielseitiges Programm mit erstklassigen Referentinnen und Referenten.

Speed-Meetings: Kompakter Experten-Austausch

Die Speed-Meetings haben sich bereits im vergangenen Jahr als einer der beliebtesten Programmpunkte etabliert. Das kostenlose Format bietet schnelle, prägnante Einblicke in die neuesten Produkte und Lösungen führender Unternehmen der HR-Branche. In kleinen Gruppen mit maximal 25 Personen erhalten die Teilnehmenden exklusive Einblicke direkt von Branchenexperten und konkrete Lösungsansätze für ihre HR-Herausforderungen.

Für die Speed-Meetings ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Interessierte müssen zuerst ein Ticket für den Festivaleintritt buchen, bevor sie ihr Speed-Meeting reservieren können.

Input-Referate zu aktuellen HR-Themen

Auf fünf themenspezifischen Content Stages erwarten die Besuchenden rund 75 Input-Referate zu aktuellen HR-Themen. Die Schwerpunkte umfassen Corporate Health, Talent Management, Corporate Learning, Future of Work und Künstliche Intelligenz. Alle Input-Referate sind kostenlos und erfordern keine Anmeldung. Im «Meet the Speaker Corner» haben die Teilnehmenden nach jedem Referat die Möglichkeit, direkt mit den Referentinnen und Referenten ins Gespräch zu kommen.

Wichtige Neuerungen 2026

Alle Content Stages werden neu als Silent Stages durchgeführt. Für den Besuch der Referate erhalten die Besuchenden Kopfhörer direkt an der jeweiligen Stage, die dort auch wieder zurückgegeben werden müssen. Die Teilnahme ist nur mit diesen Kopfhörern möglich, eigene Kopfhörer können nicht verwendet werden.

Auf der Main Stage werden alle Keynotes und Panels simultan übersetzt. Die Übersetzung steht in Deutsch, Französisch und Englisch zur Verfügung. Die Organisierenden empfehlen, die App «Syntax Translations» bereits im Vorfeld im App Store oder Google Play Store herunterzuladen. Weitere Informationen zur Simultanübersetzung erhalten die Teilnehmenden direkt vor Ort.

Ein weiteres Highlight bildet der Start-up-Bereich mit Pitches. Die Start-up-Präsentationen finden täglich um 11.00 Uhr und 14.00 Uhr statt und bieten innovative Ideen und frische Impulse für die HR-Branche. HR Today Member profitieren von einem kostenlosen Eintritt und weiteren Benefits.

Weitere Informationen: https://hrfestival.ch/

«Bambi Boss»: Wie Frauen ihre Selbstführung stärken

Ute Zischinsky hat ein Buch über Female Leadership geschrieben, das sich an Frauen richtet, die gestalten und Verantwortung übernehmen. «Bambi Boss» zeigt, dass Selbstzweifel keine Schwäche sind, sondern Ausdruck von Reflexionsfähigkeit. Mit persönlichen Geschichten und praktischen Übungen begleitet das Werk Leserinnen auf dem Weg zur souveränen Führungspersönlichkeit.

Ute Zischinsky und ihr Buch «Bambi Boss». (Bild: zVg)

«Bambi Boss» ist ein Buch über Female Leadership jenseits klassischer Rollenbilder und Führungsmodelle. Ute Zischinsky hat es für Frauen geschrieben, die gestalten und Verantwortung übernehmen – ob als Führungskraft, Unternehmerin, Projektleiterin oder Expertin. Im Mittelpunkt steht neben der Führung anderer vor allem die Selbstführung.

Selbstzweifel als Zeichen von Reflexionsfähigkeit

Dabei beleuchtet Ute Zischinsky eine Realität, über die selten gesprochen wird: Selbstzweifel. Denn selbst erfolgreiche Frauen hinterfragen sich stärker als ihre männlichen Kollegen. «Bambi Boss» zeigt, dass Zweifel keine Zeichen von Schwäche sind, sondern Ausdruck von Reflexionsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein.

Mit ihrem tiefen Verständnis für weibliche Prägungen und Potenziale gibt die Autorin einen strukturierten Überblick über zentrale Fragen moderner Führung. Anhand von persönlichen Erfahrungen und praktischen Übungen lädt das Buch dazu ein, einen individuellen Führungsstil zu entwickeln, innere Klarheit zu gewinnen und den eigenen Einfluss wirksam zu gestalten – beruflich wie persönlich.

Ratgeber und Workbook zugleich

Mit authentischen Geschichten aus ihrer Coaching-Praxis veranschaulicht Ute Zischinsky, wie hemmende Muster durch innere Neuausrichtung nachhaltig transformiert werden können. Als Mischung aus Ratgeber und Workbook konzipiert, begleitet «Bambi Boss» Leserinnen Schritt für Schritt auf dem Weg zur souveränen Führungspersönlichkeit. Eine Empfehlung für alle Frauen, die ihre Visionen verwirklichen und Führung neu denken wollen.

Ute Zischinsky begleitet Führungskräfte auf dem Weg zu einer stimmigen, authentischen Führungspersönlichkeit. Besonders am Herzen liegt ihr die Förderung von Frauen, die lernen wollen, Selbstzweifel zu überwinden und mutig ihre Ziele zu erreichen. Geboren 1975, startete sie ihre Karriere im Hotelmanagement. Heute wirkt sie mit dem klaren Anliegen, souveräne und empathische Führung zu stärken und weibliches Potenzial in die Welt zu bringen.

Das Buch «Bambi Boss – Female Leadership transformierend, authentisch, souverän – was sonst!» ist im Verlag Businessvillage erschienen und umfasst 256 Seiten. Weitere Informationen sind unter https://www.businessvillage.de/1224.html und https://utezischinsky.eu verfügbar.

Managementfehler führen öfter zu Unternehmenskrisen als Politik

Der United Interim Wirtschaftsreport 2026 zeigt: Wenn Unternehmen in Schieflage geraten, liegt es meist an gravierenden Führungsfehlern – nicht an politischen Rahmenbedingungen. Eine Umfrage unter 550 Interim Managern offenbart die häufigsten Ursachen und zeigt Wege aus der Krise auf.

Krisen in Unternehmen: Häufig ist nicht die Politik dran schuld… (Bild: Depositphotos.com)

Wenn Unternehmen in Schieflage geraten, liegt das in der Regel weniger an ungünstigen politischen Rahmenbedingungen als vielmehr an gravierenden Fehlern in der Führungsetage. Dies geht aus dem Wirtschaftsreport 2026 der Management-Community United Interim hervor. Die Studie wurde von 15 erfahrenen Spezialisten für Interim Management erstellt und basiert auf einer Umfrage unter 550 Führungskräften auf Zeit.

Mangelnde Anpassung und spätes Reagieren als Hauptgründe

Die häufigsten Gründe für den Abstieg sind demnach mangelnde Anpassung an Marktveränderungen (87 Prozent), zu späte Kenntnisnahme der dramatischen Lage (86 Prozent), ineffiziente Unternehmensführung (81 Prozent), Beratungsresistenz im Topmanagement (79 Prozent), zu wenig Ausrichtung am tatsächlichen Kundenbedarf (74 Prozent), fehlende Innovationsbereitschaft (71 Prozent), Vernachlässigung von Vertrieb und Marketing (62 Prozent) und eine schlechte finanzielle Steuerung (60 Prozent).

«Gelegentlich sind die Managementfehler wirklich haarsträubend», wundert sich Jan Beutnagel. «In vielen Fällen wünschte ich mir, man hätte mich ein oder wenigstens ein halbes Jahr früher zu Hilfe gerufen», ergänzt sein Kollege Klaus-Peter Stöppler. «Wir sind so beschäftigt, Feuer zu löschen, dass wir keine Zeit haben, die Brandursachen zu beseitigen», sieht Dr. Andreas Vieweg die vorherrschende Betriebsmentalität, die zu dauerhafter Ineffizienz in Unternehmen führt.

Ulrich Schmidt ordnet ein: «Um nicht missverstanden zu werden: Viele Unternehmen sind sehr gut geführt und greifen auf Interim Manager für spezifische Transformationsprojekte zurück. Aber es gibt eben auch viele andere Fälle, bei denen man sich fragt, wie es soweit kommen konnte, bevor man externe Hilfe zu Rate zieht.»

Quelle: United Interim Wirtschaftsreport 2026

Datenmüll, Klumpenrisiken und fehlende Zukunftstechnologien

Die Umfrage hat weitere Gründe zutage gefördert: unzureichendes Risikomanagement (57 Prozent), schlechte Personalpolitik und Verlust von Leistungsträgern (55 Prozent), fehlende Kommunikation zwischen Geschäftsleitung und anderen Stakeholdern (54 Prozent), Eingehen zu hoher Klumpenrisiken (54 Prozent), ausschliessliche Kostenfokussierung (52 Prozent), Versäumnisse bei der Anpassung an neue Regularien (51 Prozent), zu wenig Fokussierung auf das Kerngeschäft (51 Prozent) und mangelnde Kostenkontrolle (47 Prozent).

Dr. Andreas Vieweg berichtet: «Viele Unternehmen vernachlässigen ihre Stammdaten über viele Jahre: Fehlende Pflege und Struktur kosten Effizienz in Prozessen, verhindern Auswertbarkeit und hemmen Standardisierungen. Der Datenmüll erfordert mehr Controller – der Kurs in die Krise ist im Grunde vorprogrammiert.»

Christian Jung weist auf ein anderes Beispiel hin: «Viele Automobil-Zulieferer sind von der Autokrise deshalb so schwer betroffen, weil sie sich nur auf diese Branche fokussiert haben – ein klassisches Klumpenrisiko. Spätestens seit dem massiven Eingriff der Politik bei der Frage Elektro versus Verbrenner war das Risiko sichtbar, wurde aber allzu häufig verdrängt.»

Christian Florschütz ergänzt: «Ebenso häufig ist die Vernachlässigung der Kunden zu beachten. Die Firmen unternehmen alles Mögliche, von Kostensenkungsmassnahmen über Management-Revirements bis zur Restrukturierung, aber in den seltensten Fällen geht es dabei um die Kernfrage, wie der Kundenbedarf stärker in den Mittelpunkt gestellt werden kann.»

Eckhart Hilgenstock hat festgestellt: «Viele Unternehmen stecken derart tief im Krisenmodus, dass sie nicht die Kraft finden, die Potenziale neuer Technologien wie Künstlicher Intelligenz für sich zu heben.»

Personalpolitik als Schlüsselfaktor

Eine verfehlte Personalpolitik hat Paul Stricker als häufige Ursache für den Niedergang von Unternehmen ausgemacht: «Fehlbesetzungen, mangelnde Führungskräfteentwicklung und fehlende Anpassung an neue Arbeitswelten führen dazu, dass die Leistungsträger eine Firma verlassen und nur noch die Verwalter übrigbleiben.»

Sein Kollege Ulf Camehn weiss aus Erfahrung: «In der Regel bedarf es des Austauschs der ersten Führungsebene sowie mindestens fünfzig Prozent der zweiten Führungsebene, die häufig DIE ‹Lähmschicht› für Veränderungen ist.» Um ein Unternehmen in Schieflage wieder auf Kurs zu bringen, braucht es in der Praxis eine gezielte Neuausrichtung der Personalstrategie.

Ulvi Aydin sieht Licht am Ende des Tunnels: «Die Zahl der Insolvenzen in Deutschland ist 2025 deutlich weniger gestiegen als im Vorjahr.» Er verweist auf aktuelle Zahlen von Creditreform, wonach im letzten Jahr rund 285’000 Beschäftigte von der Insolvenz ihres Arbeitgebers betroffen waren – 6’000 weniger als 2024.

Jane Enny van Lambalgen hält dagegen: «Neben den unmittelbaren Schäden durch Arbeitslosigkeit mit entsprechender Belastung der Sozialsysteme und Forderungsausfällen, die wie Wellen durch die Wirtschaft wabern und weitere Betriebe in den Strudel reissen, gehen langfristig Know-how, Innovationskraft und industrielle Fähigkeiten verloren.»

Asien als strategischer Absatzmarkt

Roland Streibich benennt die Ursachen der Wirtschaftsflaute: «Der unsägliche Anti-Wirtschaftskurs der EU, von der deutschen Politik über Jahre hinweg noch verstärkt, hat letztlich zur heutigen Situation geführt. Diese historische Schuld liegt eindeutig bei der Politik. Aber es liegt bei den Unternehmen, sich in dieser Lage auf ihre Kernkompetenz – etwas zu unternehmen – zu besinnen und sich nicht etwa auf die Politik zu verlassen.»

«Der Politik den Schwarzen Peter zuzuschieben ersetzt keine Firmenstrategie», stellt Dr. Harald Schönfeld klar. Friedhelm Best empfiehlt «den Blick nach Asien zu richten». Er analysiert: «Angesichts Europas Schwäche und globaler Unsicherheiten sollten Unternehmen Asien als stabilen, strategisch wichtigen Absatzmarkt für nachhaltiges Wachstum und Innovation stärker in den Fokus rücken.»

«Relocation ist angesichts der gravierenden Schwächen des Wirtschaftsstandorts Deutschland tatsächlich in vielen Fällen aus unternehmerischer Sicht der beste Weg», sagt Dr. Sven Mues. Dies gelte vor allem für Industriebetriebe, die mit übermässig hohen Energiekosten und einer ausufernden deutschen Bürokratie zu kämpfen hätten. «Statt einer Werkserweiterung in Deutschland ist oftmals die Produktionsverlagerung ins Ausland schneller, kostengünstiger und zukunftssicherer», weiss Dr. Sven Mues aus konkreten Projekten dieser Art.

Vertrauen und Veränderungsmanagement als Erfolgsfaktoren

Die 550 befragten Interim Manager berichten, was am wichtigsten ist, wenn sie das Ruder bei einer Schieflage übernehmen: die Herstellung von Vertrauen in das Management und seine Entscheidungsstärke (89 Prozent), ein situationsgerechtes Veränderungsmanagement (88 Prozent) und Krisenerfahrung (84 Prozent).

«Turnaround-Management ist vor allem Führungsstärke gepaart mit Erfahrung, zügigem Handeln und klarer Kommunikation mit allen Stakeholdern», weiss Klaus-Peter Stöppler aus zahlreichen Projekten. «Führungskompetenz mit Teamplayer-Mentalität» nennt das über zwei Drittel (68 Prozent) der kontaktierten Interim Manager.

Weitere wichtige Faktoren sind analytische Fähigkeiten (70 Prozent), strategische Planung (69 Prozent), hohe Belastbarkeit sowie Verhandlungs- und Kommunikationsgeschick (64 Prozent). Ebenfalls von Bedeutung sind eine belastbare Geschäfts- und Liquiditätsplanung (58 Prozent) sowie die Fokussierung auf die Beseitigung von Insolvenzgründen (49 Prozent).

Warum Turnaround-Versuche scheitern

Nicht immer gelingt der Turnaround. Creditreform hat 2025 rund 24’000 Firmeninsolvenzen gezählt – ein Zehn-Jahres-Hoch. «Viele Unternehmen kommen gar nicht auf die Idee, sich einen Interim Manager ins Haus zu holen, um das Schlimmste abzuwenden, oder gehen diesen Schritt erst so spät, dass nichts mehr zu retten ist», wundert sich Dr. Harald Schönfeld, Gründer und Geschäftsführer der auf die Vermittlung von Interim Managern spezialisierten Personalberatung Butterflymanager.

Tatsächlich ist «zu spätes Handeln» der häufigste Grund für das Scheitern von Turnaround-Projekten, sagen 86 Prozent der befragten Führungskräfte auf Zeit. An zweiter Stelle kommen Beratungsresistenz und fehlende Konsequenzen (80 Prozent).

Die weiteren Ursachen des Scheiterns: fehlendes Vertrauen in die Turnaround-Verantwortlichen (61 Prozent), schlechtes Stakeholder-Management (58 Prozent), ausschliessliche Fokussierung auf Kostensenkung und mangelnde Zuversicht in das Rettungskonzept (57 Prozent), Verlust von Leistungsträgern (41 Prozent), zu grosse Einzelmassnahmen (34 Prozent) und unvollständige Performance-Programme (25 Prozent).

Erkenntnisse der Überlebenden

Was lernen Unternehmen, denen es gelingt, das Tal der Tränen zu durchschreiten und wieder auf Erfolgskurs zu segeln? Die Antworten der Interim Manager: transparente Kommunikation pflegen (84 Prozent), näher am Markt agieren (83 Prozent), stärkeren Fokus auf den Kunden richten (79 Prozent), Prozesse verschlanken und die Bereitschaft zu schnellen Veränderungen (75 Prozent), Fokussierung auf Cashflow statt Umsatzfixierung (61 Prozent), Verbesserung der Firmenkultur (58 Prozent), finanzielle Disziplin üben (57 Prozent), Bereinigung des Portfolios und Fokussierung auf das Kerngeschäft (55 Prozent), präziseres Berichtswesen (52 Prozent), Erhöhung der Digitalisierungsquote (49 Prozent) und stärkere Betonung des Business Development (48 Prozent).

«Eine Restrukturierung ist oftmals nur mit einem Managementwechsel möglich, um diese Erkenntnisse umzusetzen», weiss Ulf Camehn aus Praxiserfahrungen. «Viele Unternehmen lernen erst im Rahmen einer Restrukturierung, sich wieder auf ihre Kunden und deren Bedarf zu fokussieren», erklären Christian Florschütz und Eckhart Hilgenstock unisono.

Jane Enny van Lambalgen ist es wichtig zu betonen, «dass bei allen teilweise auch gravierenden Managementschwächen die Verschlechterungen der politischen Rahmenbedingungen über viele Jahre hinweg massgeblich zur heutigen Schieflage des ganzen Wirtschaftsstandorts beigetragen haben». Ihr Kollege Jan Beutnagel bringt es auf den Punkt: «Gute Manager bringen ihr Unternehmen auch durch schlechte Zeiten. Diese Zeiten sind das Ergebnis einer wirtschaftsfeindlichen Politik – verstärkt durch zu wenig Selbstkritik und Verantwortung in Teilen der Wirtschaft.»

United Interim ist die führende digitale Plattform und das einzige Ökosystem für Interim Management in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Als offene Online-Community und kuratierter Pool erreicht United Interim weit über 12’000 Führungskräfte auf Zeit in der DACH-Region. An der Befragung für den Wirtschaftsreport 2026 haben über 550 ausgewählte Interim Manager teilgenommen.

Renaissance wird Mehrheitsaktionärin von Asic Robotics

Renaissance hat sich neu als Mehrheitsaktionärin bei der Asic Robotics Gruppe positioniert. Der Schritt markiert einen weiteren Meilenstein in der langfristigen Partnerschaft, die bereits 2013 begann. Das Management beteiligt sich ebenfalls am Unternehmen und setzt damit auf eine stabile, schweizerische Aktionärsbasis.

Asic Robotics fokussiert auf Automatisierungslösungen sowie Test- und Montagelinien für industrielle Anwendungen. Quelle: zvg

Die Schweizer Anlagestiftung Renaissance hat bekannt gegeben, dass sie neu Mehrheitsaktionärin der Asic Robotics Gruppe ist. Dieser Schritt markiere einen weiteren Meilenstein in einer langfristigen Partnerschaft, wie es heisst. Diese Partnerschaft begann im Jahr 2013 mit dem Einstieg von Renaissance bei Asic Robotics. Das Management von Asic Robotics teilt die Vision von Renaissance und beteiligt sich ebenfalls am Unternehmen.

Asic Robotics mit Sitz in Burgdorf (BE) vereint mehrere Gesellschaften im modernen Maschinen- und Anlagenbau. Der Fokus liegt insbesondere auf Automatisierungslösungen sowie Test- und Montagelinien für industrielle Anwendungen.

Stabilität und langfristige Investitionsphilosophie

Mit der neuen Eigentümerstruktur wird eine stabile, schweizerische Aktionärsbasis gestärkt, die eng mit dem Management abgestimmt ist. Sie steht zudem im Einklang mit dem Evergreen-Modell von Renaissance sowie deren langfristiger Investitionsphilosophie. Gleichzeitig wird die Abstimmung zwischen Aktionären, Verwaltungsrat und Geschäftsleitung weiter gefestigt.

«Renaissance freut sich darauf, Asic Robotics langfristig zu begleiten und ein nachhaltiges Wachstum zu unterstützen, das auf Stabilität, unternehmerischer Verantwortung und einer starken Verankerung in der Schweiz basiert und gleichzeitig die industrielle DNA und strategische Unabhängigkeit des Unternehmens wahrt», erklärte Martin Herceg, Investment Director bei Renaissance.

Neue Führungsstruktur

In diesem Zusammenhang wurde Milo Gasser, ehemaliger CEO von Asic Robotics mit über 20 Jahren Erfahrung innerhalb der Gruppe, zum Präsidenten des Verwaltungsrats ernannt. Micha Kühne, CEO von Asic Robotics, ergänzt: «Dank der neuen Aktionärsstruktur ist Asic Robotics ideal positioniert, um ihre Wachstumsstrategie nachhaltig fortzusetzen und ihre Rolle als zuverlässiger Schweizer Industriepartner weiter auszubauen und zu stärken.» Für die Mitarbeitenden, Kunden und Partner bleibt operativ alles beim Bewährten: Die Aktivitäten an den Standorten Burgdorf und Radolfzell werden unverändert fortgeführt.

Diese Entwicklung spiegelt die DNA von Renaissance wider: Schweizer Industrie-KMU langfristig zu begleiten, unter Wahrung ihrer Identität und Unabhängigkeit sowie mit einer klaren Vision von nachhaltiger Wertschöpfung, gemeinsam mit einem Management, das sich voll und ganz für das Unternehmen engagiert.

Quelle: Renaissance

Smart Monday: Gesund bis zur Pension im Job bleiben

Am 16. März 2026 diskutieren Fachpersonen aus betrieblichem Gesundheitsmanagement, HR und Wissenschaft beim Smart Monday, wie Arbeitnehmende ihren Arbeitsalltag gesund gestalten können. Moderatorin Kathrin Hönegger führt durch die Podiumsdiskussion mit Beat Hunziker (Helsana), Eva Keller-Hunkeler (Forum BGM Zürich) und Prof. Dr. Georg Bauer (UZH).

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Der Kaufmännische Verband Zürich lädt ein zur Event-Reihe «Smart Monday». (Bild: zvg)

Wachsende Anforderungen, ein hohes Tempo und Veränderungen im Berufsalltag stellen Arbeitnehmende vor grosse Herausforderungen. Um bis zur Pension gesund im Job zu bleiben, ist eine gesunde Arbeitsweise essenziell. Der Kaufmännische Verband Zürich lädt am 16. März 2026 zum Smart Monday ein, um genau diese Frage zu diskutieren: Wie lässt sich der Arbeitsalltag so gestalten, dass man motiviert und leistungsfähig bleibt?

Hochkarätige Podiumsgäste

Die Veranstaltung bringt drei ausgewiesene Fachpersonen aus unterschiedlichen Bereichen zusammen. Beat Hunziker, Leiter Human Resources bei Helsana, bringt die HR-Perspektive ein. Eva Keller-Hunkeler, Leiterin des Forum BGM Zürich, vertritt die Sicht des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Prof. Dr. Georg Bauer, Leiter der Abteilung Public & Organizational Health am EBPI der Universität Zürich, liefert den wissenschaftlichen Hintergrund.

Kathrin Hönegger moderiert

Durch die Podiumsdiskussion führt Kathrin Hönegger, bekannt als Moderatorin von Radio SRF3 und der SRF-Wissenssendung «Einstein». Ihre Neugier und ihr Wissensdrang sowie ihre Begabung, mit allen über alles kommunizieren zu können, machen sie zur idealen Moderatorin für dieses Format.

Weitere Events im Programm

Der Smart Monday am 16. März ist Teil einer Event-Reihe des Kaufmännischen Verbands Zürich. Am 18. Mai findet ein weiterer Smart Monday im Kaufleuten Klubsaal statt zum Thema «Wo will ich hin? Berufliche Klarheit gewinnen». Am 31. August folgt ein Digital Smart Monday zum Thema «Selbstbewusst in die Lohnverhandlung», der online via Zoom durchgeführt wird.

Die Veranstaltung am 16. März 2026 dauert von 18:30 bis 21:00 Uhr. Interessierte können sich direkt beim Kaufmännischen Verband Zürich anmelden.

Feldschlösschen feiert 150 Jahre mit Festakt

Die Traditionsbrauerei Feldschlösschen hat ihr 150-jähriges Bestehen mit einem Festakt in Rheinfelden gefeiert. Rund 250 Gäste, darunter Bundesrat Albert Rösti, würdigten am 8. Februar 2026 das Jubiläum und stiessen auf die gemeinsame Zukunft an.

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Rund 250 Gäste feierten den 150. Geburtstag von Feldschlösschen. Quelle: zvg

Feldschlösschen hat am Sonntag, 8. Februar 2026, sein 150-jähriges Bestehen mit einem feierlichen Festakt begangen. Im Herzen der Brauerei in Rheinfelden kamen rund 250 Gäste zusammen, um das Jubiläum des Traditionsunternehmens zu würdigen. Unter den Anwesenden befand sich auch Bundesrat Albert Rösti, der der Einladung der Brauerei folgte.

Der Festakt stand im Zeichen des Zusammenhalts und des Miteinanders. In einem ungezwungenen Rahmen stiessen die Gäste auf die gemeinsame Zukunft an und würdigten die 150-jährige Geschichte der Brauerei, die seit 1876 Schweizer Brautradition pflegt.

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Die Feierlichkeiten fanden im Herzen der Brauerei in Rheinfelden statt. Quelle: zvg

Mit dem Jubiläum unterstreicht Feldschlösschen seine langjährige Bedeutung für die Schweizer Getränkebranche und blickt optimistisch in die Zukunft. Die Brauerei aus Rheinfelden gehört zu den bekanntesten Marken des Landes und vereint Tradition mit Innovation.

SMG Swiss Marketplace Group setzt auf gemeinsame Prävention gegen Cyberkriminalität

Die SMG Swiss Marketplace Group hat zum ersten Cybersecurity Day eingeladen und Vertreter:innen aus Behörden, Wirtschaft und Prävention zusammengebracht. Im Fokus standen konkrete Ansätze gegen Betrug, Identitätsmissbrauch und Phishing. Dabei wurde deutlich: Cybersicherheit ist Chefsache und Prävention muss früher ansetzen.

Mostafa Hassanin beim SMG Cybersecurity Day
Mostafa Hassanin (Group CISO/CSO SMG) beim ersten SMG Cybersecurity Day. Quelle: zvg

Cyberkriminalität nimmt in der Schweiz weiter zu und prägt den digitalen Alltag von Millionen Nutzer:innen. Um konkrete Ansätze gegen Betrug, Identitätsmissbrauch und Phishing zu diskutieren, hat die SMG Swiss Marketplace Group Vertreter:innen aus Behörden, Prävention, Wirtschaft und Fachorganisationen zum ersten SMG Cybersecurity Day eingeladen. Das Ziel: Erkenntnisse teilen, Herausforderungen offen diskutieren und gemeinsam Massnahmen gegen Cyberkriminalität weiterentwickeln.

Vertrauen als Grundlage digitaler Marktplätze

Den Auftakt machte Christoph Tonini, CEO der SMG. Er betonte, dass Vertrauen die Grundlage digitaler Marktplätze sei und die Sicherheit dafür laufend gestärkt werden muss. Cybersicherheit sei zugleich Voraussetzung für Innovation, weil sie die Basis schafft, um neue Lösungen verantwortungsvoll und zukunftsfähig umzusetzen.

Schutzwirkung statt hohe Investitionen

Das SMG Group Security, Safety and Trust Team gab Einblick in das Zusammenspiel von Technologie, Prozessen und Prävention beim Schutz der Online-Marktplätze. Group CISO/CSO Mostafa Hassanin machte deutlich, dass Cybersicherheit Chefsache ist. Entscheidend sei nicht die Höhe von Investitionen, sondern maximale, risikobasierte und klar priorisierte Schutzwirkung an den richtigen Stellen. Egal wie viel investiert werde: Es gebe keinen Endzustand. Angreifer entwickeln sich ständig weiter, und man müsse kontinuierlich besser werden.

Thematisiert wurde auch die doppelte Rolle von Künstlicher Intelligenz. Angriffe würden skalierbarer; gleichzeitig könne KI Sicherheitsteams entlasten und die Erkennung unterstützen, sofern sie verantwortungsvoll in Prozesse eingebettet wird. In einem zweiten Beitrag stand die digitale Identität im Fokus. Anhand von Beispielen wurde gezeigt, wie Identitäten und Zugänge auf den Plattformen der SMG phishing-sicherer und kontextabhängig geschützt werden, um Kontoübernahmen und Betrugsversuche zu reduzieren – etwa durch passwortlose Anmeldungen und Registrierungen.

Cybersicherheit als gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Florian Schütz beim SMG Cybersecurity Day
Florian Schütz, Direktor des Bundesamts für Cybersicherheit (BACS), ordnete Cybersicherheit als gesamtgesellschaftliche Aufgabe ein. Quelle: zvg

Einen Blick auf die aktuelle Bedrohungslage gab Florian Schütz, Direktor des Bundesamts für Cybersicherheit (BACS). Er ordnete Cybersicherheit als gesamtgesellschaftliche Aufgabe ein. Mit der zunehmenden Digitalisierung verlagere sich auch Kriminalität in den digitalen Raum. Angriffe, Abhängigkeiten von Infrastrukturen sowie steigende Sicherheitskosten beträfen nicht nur einzelne Organisationen, sondern die Widerstandsfähigkeit von Wirtschaft und Gesellschaft insgesamt. Umso wichtiger sei die Zusammenarbeit zwischen Staat, Wirtschaft und lokalen Institutionen. Als weiteren Hebel nannte Schütz Investitionen in Produktsicherheit und hohe Mindeststandards.

Prävention muss früher ansetzen

In der anschliessenden Paneldiskussion diskutierten Florian Schütz, Fabian Ilg (Geschäftsleiter Schweizerische Kriminalprävention), Mostafa Hassanin und Jessica List (Chief Corporate Officer SMG) zentrale Fragen rund um Cybersicherheit und welche Rollen Wirtschaft, Behörden, Präventionsakteure sowie Medien dabei übernehmen können. Als gemeinsamer Nenner wurde gefunden: Reaktion allein reicht nicht – Prävention muss früher ansetzen. Gleichzeitig bleiben Strafverfolgung und eine professionelle Bewältigung von Vorfällen entscheidend.

Betont wurden auch Aufklärung und Verständlichkeit: Cyberangriffe seien oft nicht deshalb erfolgreich, weil sie technisch besonders komplex seien, sondern weil Risiken, verstärkt durch zunehmende KI-gestützte Social-Engineering-Methoden, im digitalen Alltag falsch eingeschätzt werden. Medien wurden als wichtiger Multiplikator für Einordnung, alltagstaugliche Schutz-Tipps und verlässliche Expert:innenstimmen genannt. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Cybersicherheit kontinuierliche Arbeit verlangt. Der Schutz digitaler Plattformen sei ein laufender Prozess und erfordere eine Balance zwischen Nutzererlebnis, Datenschutz und Sicherheitsmassnahmen.

Mostafa Hassanin fasst zusammen: «Cyberkriminalität ist ein lukratives Geschäftsmodell, solange der Ertrag hoch und das Risiko niedrig ist. Daher ist Prävention entscheidend. Wir müssen Angriffe früher erkennen, Monetarisierung erschweren und Menschen so sensibilisieren, dass sie Warnsignale schneller erkennen und richtig reagieren. Genau daran arbeiten wir bei der SMG tagtäglich.»

Die SMG baut die Schutzmechanismen auf ihren Online-Marktplätzen weiter durch Verbesserungen in Technik, Prozessen und Aufklärung aus. Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit mit Behörden und Präventionspartnern vertieft werden, um Cyberrisiken noch wirksamer einzudämmen.

Quelle: SMG

EY Entrepreneur Of The Year 2026: Anmeldung gestartet

EY sucht zum 29. Mal innovative Unternehmerpersönlichkeiten aus der Schweiz. Noch bis zum 27. März 2026 können sich Interessierte in den Kategorien Scale-up Leaders, Visionary Entrepreneurs und Entrepreneurs in Family Business bewerben. Die Auszeichnung erfolgt am 23. Oktober 2026 im Kongresshaus Zürich.

Frédéric Tissot, Head of EY Entrepreneur Of The Year Switzerland
Frédéric Tissot, Head of EY Entrepreneur Of The Year Switzerland. Quelle: zvg

Mit dem EY Entrepreneur Of The Year Award 2026 sucht das Prüfungs- und Beratungsunternehmen EY erneut innovative und engagierte Unternehmerpersönlichkeiten aus der ganzen Schweiz. Der Award ist Teil eines ganzjährigen Programms, das Austausch, Vernetzung und erhöhte Sichtbarkeit innerhalb eines starken Unternehmernetzwerks bietet. Das Unternehmen führt das Programm hierzulande bereits zum 29. Mal durch.

Drei Kategorien zur Auswahl

Die Anmeldephase startete am 4. Februar und läuft bis zum 27. März 2026. Interessierte können in den Kategorien Scale-up Leaders, Visionary Entrepreneurs und Entrepreneurs in Family Business teilnehmen. Voraussetzung ist, dass sowohl die unternehmerische Rolle der nominierten Person als auch die grundlegenden Kriterien des Unternehmens erfüllt sind. Je Kategorie gelten spezifische Anforderungen. Die vollständigen Teilnahmebedingungen sind auf der Bewerbungsplattform verfügbar.

Eine unabhängige Jury mit zehn Mitgliedern evaluiert alle Kandidaten, wählt die Finalisten aus und entscheidet über die Preisträger. Die Auszeichnung erfolgt anschliessend im Rahmen einer feierlichen Gala am 23. Oktober 2026 im Kongresshaus Zürich.

Plattform für Sichtbarkeit und Austausch

«Wir möchten Unternehmerpersönlichkeiten in der ganzen Schweiz ermutigen, sich aktiv für das Programm anzumelden. Der EY Entrepreneur Of The Year bietet eine einzigartige Plattform, um Sichtbarkeit zu schaffen, das eigene Wirken zu reflektieren und die Leistungen der Teams hinter den Unternehmen zu würdigen. Gleichzeitig fördern wir ein offenes und diverses Netzwerk, in dem der Austausch auf Augenhöhe im Zentrum steht. Die Teilnahme eröffnet neue Perspektiven und macht unternehmerische Erfolge in der ganzen Schweiz erlebbar», sagt Frédéric Tissot, Head of EY Entrepreneur Of The Year Switzerland.

Globales Netzwerk mit über 50’000 Unternehmenden

Die Verleihung des Awards bildet den Höhepunkt eines ganzjährigen Programms für alle kandidierenden Unternehmer. Der Preis ist jedoch mehr als nur der «Oscar des Unternehmertums»: Es ist ein enges und etabliertes Netzwerk für Unternehmerpersönlichkeiten, das den Kontakt und Austausch ermöglicht und fördert – und zwar unter allen Kandidierenden, die weltweit einmal am Wettbewerb teilgenommen haben. Das globale Netzwerk umfasst heute 60 Programme in mehr als 94 Ländern und Regionen und verbindet weltweit über 50’000 Unternehmerpersönlichkeiten.

Hochkarätige Jury

Die Jury für den Award in der Schweiz besteht aus zehn unabhängigen Mitgliedern. Dem Gremium gehören folgende Persönlichkeiten aus der Schweizer Wirtschaft an: Adrienne Corboud Fumagalli (Board Chair Unyversal Technologies, Board Member Swiss Life), Marco Gadola (Board Chair DKSH and Medartis, Board Vice Chair Straumann Group), Thomas Hanan (Founder & CEO Webrepublic, EY Entrepreneur Of The Year 2017), Jan Lichtenberg (CEO & Co-Founder InSphero, EY Entrepreneur Of The Year 2015), Didier Maus (Board Chair Maus Frères), Michael Mueller (Group CEO Valora & Head Europe FEMSA Proximity & Health), Piero Poli (Board Chair & CEO Rivopharm), Jean-Marc Probst (Board Chair Probst Group Holding), Franziska Tschudi Sauber (Board Chair Weidmann Holding, EY Entrepreneur Of The Year 2022) und Pascale Vonmont (CEO/Director Gebert Rüf Stiftung).

Unterstützt wird EY Schweiz von Julius Bär als Programmpartner sowie Girard-Perregaux, HDI Global, SWISS und Volvo Cars als Sponsoren.

Italien passt Subventions-Gesetz an – Schweizer Maschinenbauer können aufatmen

Der «Italy-First-Plan» der italienischen Regierung drohte Schweizer Maschinenhersteller massiv zu benachteiligen. Sonderabschreibungen sollten nur für Maschinen aus der EU oder dem EWR gelten. Nun kommt die Entwarnung: Italien nimmt die Schweiz in die Ausnahmeliste auf. Das bedeutet auch Aufatmen beim Unternehmen swissQprint.

Dürfen wieder ohne Nachteile nach Italien exportiert werden: Flachbettdrucker (im Bild das Modell «Topi 5») von swissQprint. (Bild: swissQprint).

Die italienische Regierung hatte im Februar massive Sonderabschreibungen auf Maschinen aus der EU oder dem EWR beschlossen. Schweizer Maschinenhersteller sahen sich plötzlich massiv benachteiligt – und erste Auswirkungen liessen nicht lange auf sich warten. Der Grossformat-Druckerhersteller swissQprint aus Kriessern erhielt Bestellungs-Stornos in Millionenhöhe. Die Schweizer Politik reagierte zunächst zögerlich auf die Problematik.

Swissmem hatte im Januar die Schweizer Behörden alarmiert. Exporte der Tech-Industrie im Wert von einer Milliarde Franken standen auf dem Spiel. Nun die Entwarnung: Italiens Vize-Wirtschaftsminister kündigte die Anpassung des Gesetzes an. «Swissmem ist sehr erfreut und erleichtert», erklärt der Tech-Verband gegenüber der Plattform Business Class Ost. «Wir danken den zuständigen Stellen beim Bund für die erfolgreiche Unterstützung für den Werkplatz Schweiz.»

SwissQprint erwartet neue Bestellungen

Bei swissQprint herrscht Erleichterung. «Für swissQprint ergeben sich mit dieser Nachricht ausgezeichnete Perspektiven, da unsere Drucker aufgrund ihrer ausserordentlichen Qualität auch in Italien sehr gefragt sind», erklärt swissQprint-CEO Kilian Hintermann. Das neue Subventions-Gesetz werde Investitionen in Italien signifikant stimulieren und damit das Marktpotenzial nachhaltig erhöhen. Die zur Auslieferung bereitstehenden Drucker können nun geliefert werden. «Wir erwarten in den kommenden Wochen weitere Bestellungen von unserem südlichen Nachbarn», so Hintermann.

Wünschenswert ist laut Swissmem nun eine rasche offizielle Information durch Italien, damit die Unsicherheit bei italienischen Kunden endgültig beigelegt wird. In mehreren Fällen waren im Januar Käufe von Schweizer Maschinen sistiert worden. Bei der italienischen Regelung ging es primär um die Abwehr von Billig-Importen und nicht um Hightech-Produkte aus der Schweiz.

www.swissqprint.com

Skiunfälle verursachen jährlich über 800’000 Absenztage

Rund 35’000 Schneesportunfälle führen jedes Jahr zu einem Ausfall von etwa 3300 Arbeitsjahren. Die Zahl der Unfälle ist seit Mitte der 2000er-Jahre leicht gestiegen, die Ausfalltage jedoch überproportional. Besonders betroffen sind die 45- bis 54-Jährigen.

Ski- und Snowboardfahren bergen Risiken und sind verantwortlich für jährlich 800’000 Absenztage. (Bild: Suva)

Aktuell sind viele Menschen in der Schweiz auf den Skipisten unterwegs. Doch Ski- und Snowboardunfälle sind keine Randerscheinung und ihre Folgen dauern heute länger als früher. Rund 35’000 Schneesportunfälle verursachen jedes Jahr einen Ausfall an Arbeitszeit im Umfang von rund 3300 Arbeitsjahren – das entspricht knapp 827’000 entschädigten Arbeitstagen.

Höchste Ausfalltage bei den 45- bis 54-Jährigen

Schneesportunfälle betreffen alle Altersgruppen. Die 15- bis 24-Jährigen verzeichnen rund 4700 Unfälle mit etwa 108’700 entschädigten Arbeitstagen pro Jahr. Bei den 25- bis 34-Jährigen sind es rund 7600 Unfälle mit circa 171’900 Ausfalltagen. Die gleiche Anzahl Unfälle – etwa 7600 – ereignet sich auch bei den 35- bis 44-Jährigen, hier summieren sich die Ausfalltage auf rund 163’100.

Die höchste Anzahl an Ausfalltagen entsteht bei den 45- bis 54-Jährigen: Rund 9200 Unfälle führen zu circa 228’100 entschädigten Arbeitstagen. Bei den 55- bis 64-Jährigen sind es etwa 5300 Unfälle mit rund 147’700 Ausfalltagen. Selbst die Altersgruppe 65+ verzeichnet noch rund 360 Unfälle mit circa 7100 entschädigten Arbeitstagen.

Der deutliche Altersunterschied zeigt sich besonders bei der Dauer der Arbeitsunfähigkeit: Während Personen im Alter von 15 bis 24 Jahren nach einem Schneesportunfall im Durchschnitt rund 21 entschädigte Ausfalltage pro Fall verzeichnen, beläuft sich dieser Wert bei den 55- bis 64-Jährigen auf rund 27 Tage.

Mehr Ausfalltage trotz stabiler Unfallzahlen

Ein Blick auf die Entwicklung der letzten 15 Jahre zeigt: Die Zahl der Wintersportunfälle ist seit Mitte der 2000er-Jahre nur leicht gestiegen (+6 Prozent). Die entschädigten Arbeitstage haben im gleichen Zeitraum jedoch überproportional zugenommen (+16 Prozent). Mit anderen Worten: Menschen fallen heute nach Schneesportunfällen deutlich länger aus als früher. Das liegt hauptsächlich an der demografischen Entwicklung – unter den Verunfallten hat der Anteil der über 44-Jährigen in den letzten 15 Jahren deutlich zugenommen.

Unfälle vermeiden, Ausfälle verkürzen

Viele Unfälle lassen sich verhindern. Die Suva empfiehlt Schneesportlerinnen und Schneesportlern, gut gewartete Ausrüstung und korrekt eingestellte Bindungen zu verwenden, die eigenen Fähigkeiten nicht zu überschätzen und sich vor dem Start richtig aufzuwärmen. Das Tempo sollte der Situation und dem eigenen Können angepasst werden. Zudem sind regelmässige Pausen wichtig. Wer mit klarem Kopf Ski- und Snowboard fährt und mit den Gedanken auf der Piste bleibt, reduziert das Unfallrisiko und trägt dazu bei, Ausfälle im Arbeitsalltag zu vermeiden.

Quelle: Suva

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