Hupac hält Kurs: Gewinn trotz Infrastrukturproblemen

Die Hupac Gruppe schliesst das Geschäftsjahr 2025 mit einem Gewinn von CHF 3,5 Millionen ab und steigert die Transportvolumen um 4,3 Prozent. Trotz anhaltender Baustellen auf dem Schienennetz setzt das Unternehmen auf innovative Konzepte und gezielte Investitionen, um den Kombinierten Verkehr zu stabilisieren und langfristig zu stärken.

Hupac steigert Transportvolumen um 4,3 Prozent. Quelle: zvg / Hupac

Das Geschäftsjahr 2025 hat die Hupac Gruppe vor erhebliche Herausforderungen gestellt. Trotzdem weist das Unternehmen ein positives Gruppenergebnis aus und schliesst das Jahr mit einem Gewinn von CHF 3,5 Millionen ab. Die Transportvolumen konnten um 4,3 Prozent gesteigert werden. Im Kerngeschäft des transalpinen Verkehrs durch die Schweiz betrug das Wachstum 4,5 Prozent, auch dank der Übernahme von Verkehren auf der Achse Belgien-Italien. Weiterhin belastet die Situation der Bahninfrastruktur die Entwicklung des Kombinierten Verkehrs. Stabilisierende Massnahmen tragen dazu bei, den Marktteilnehmenden eine verlässliche Zukunftsperspektive zu geben.

Das Jahr im Überblick

Im vergangenen Jahr beförderte die Hupac Gruppe rund 975.000 Strassensendungen bzw. 1.853.000 TEU im Kombinierten Verkehr Strasse/Schiene und im maritimen Hinterlandverkehr. Dies entspricht einer Steigerung von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im transalpinen Verkehr durch die Schweiz konnte Hupac das Volumen um 4,5 Prozent auf rund 560.000 Sendungen steigern, unter anderem dank der Übernahme von Verkehren auf der Achse Belgien-Italien. Die transalpinen Verkehre via Frankreich und Österreich stiegen auf tiefem Niveau um 26,9 Prozent auf rund 25.000 Sendungen. Im nicht-transalpinen Verkehr wurden die Mengen um 2,9 Prozent auf knapp 390.000 Sendungen gesteigert.

Diese Entwicklung ist vor dem Hintergrund der anhaltenden Baustellen auf dem Schienennetz positiv zu bewerten. Eine hohe Bautätigkeit mit zeitweise vollständigen Streckensperrungen hat die Leistungsfähigkeit der Schieneninfrastruktur erheblich beeinträchtigt. Dennoch konnte Hupac den Umsatz im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Prozent auf CHF 646 Millionen steigern. Der Umsatz liegt unter der Volumenentwicklung, was auf die negativen Auswirkungen der Wechselkurse zurückzuführen ist. Die Kosten für erbrachte Leistungen stiegen stärker als die Erlöse, was zu einem leichten Rückgang der Bruttogewinnmarge um 0,6 Prozentpunkte auf 21,6 Prozent führte. Dank ergebnissichernden Massnahmen konnte Hupac das Gruppenergebnis in einem herausfordernden Umfeld mit einer EBIT-Marge von 1,9 Prozent und einem Gewinn von CHF 3,5 Millionen (Vorjahr CHF 9,4 Millionen) auf einem zufriedenstellenden Niveau halten.

Strategische Fortschritte in den Kernmärkten

Der Fokus von Hupac liegt auf der Stärkung der Position in den Kernmärkten und strategischen Korridoren. Zu diesem Zweck wurden im vergangenen Jahr strategische Initiativen lanciert, die nun Wirkung zeigen und für Kunden zu einer höheren Resilienz des Angebots führen.

Mit dem Konzept RadicalShift2Rail reagiert Hupac auf die zunehmenden baustellenbedingten Verspätungen im Schienennetz. Verkehrsströme werden dabei verstärkt auf wenige leistungsfähige Terminals gebündelt und zwischen diesen mit hochfrequenten Shuttle-Zügen mit vier bis sechs Abfahrten pro Tag und Richtung transportiert. Auf den Fahrplanwechsel Ende 2025 wurden mit Köln Nord–Busto Arsizio und Ludwigshafen–Busto Arsizio die ersten Verbindungen lanciert. Die wöchentlichen Frequenzen liegen bei je 25 bis 30 Zugspaaren und können bei Bedarf weiter erhöht werden. Nach einem Quartal zeigen sich positive Entwicklungen bei der Pünktlichkeit und der Resilienz; auch die Produktivität der Assets aller Beteiligten wird verbessert. Mit dem Fahrplanwechsel Ende 2026 werden weitere hochfrequente Angebote eingeführt.

Dieser innovative Ansatz führt zu einer Stabilisierung des Kombinierten Verkehrs und verbessert die Planungssicherheit für Kunden und Partner. Er erfordert eine strategische Zusammenarbeit mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen, etwa um gemeinsame Anliegen gegenüber den Infrastrukturbetreibenden wirkungsvoll zu vertreten. Grossbaustellen und Umleiterverkehre müssen länder- und unternehmensübergreifend im Rahmen einer gemeinsamen Mehrjahresplanung optimiert werden, damit die geplanten Transportvolumen verlässlich abgewickelt werden können.

In der Business Unit Shuttle Net konnten Anfang 2026 dank dem neuen Produkt Duisburg–Novara und der Stärkung der Verbindung Basel–Busto Arsizio weitere Marktanteile gewonnen werden (+50 Prozent Basel–Busto Arsizio). Mit beiden Produkten ist es Hupac gelungen, einen Teil der bisherigen Verkehre der Ende 2025 eingestellten «Rollenden Landstrasse» auf den unbegleiteten Kombinierten Verkehr zu verlagern und Volumen auf der Schiene zu halten.

Verkehrsverlagerung Schweiz: Trendwende in Sicht

Hupac setzt weiterhin einen Schwerpunkt auf die Entwicklung des Kombinierten Verkehrs im Alpentransit durch die Schweiz. Mit rund 560.000 Strassensendungen bzw. 11 Millionen Nettotonnen erreichte Hupac im Jahr 2025 eine Steigerung von rund 24.000 Sendungen und konnte damit ihre Position als Marktführerin auf dem bedeutendsten Korridor des Kombinierten Verkehrs in Europa ausbauen.

Nachdem die Verlagerung von der Strasse auf den Kombinierten Verkehr drei Jahrzehnte lang erfolgreich voranschritt, hat der Trend vor vier Jahren gedreht. Seit 2022 ging das Volumen des alpenquerenden Kombinierten Verkehrs um 11 Prozent zurück, während der Strassentransport im gleichen Zeitraum um 4 Prozent zulegte. Mit der Einstellung der «Rollenden Landstrasse» Ende 2025 dürfte sich diese Entwicklung fortsetzen.

Die Hauptursache für diese negative Entwicklung sieht Hupac bei der Erneuerung der Schieneninfrastruktur. Auch im Jahr 2025 stand das Thema Baustellen im Zentrum des europäischen Schienengüterverkehrs. In den nächsten zwei Jahren sind auf dem Nord-Süd-Korridor noch grössere Baustellen geplant. Ohne Gegenmassnahmen drohen weitere Rückschritte bei einem wichtigen verkehrspolitischen Ziel der Schweiz.

Hupac will mit innovativen Transportkonzepten sowie einer Vertiefung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen und den Infrastrukturbetreibenden einen Beitrag leisten, um den negativen Verlagerungstrend zu brechen. Ab 2029, wenn die grossen Baustellen auf dem Rhein-Alpen-Korridor abgeschlossen sein werden, rechnet Hupac mit neuen Wachstumschancen.

Politik bietet Hand

In dieser herausfordernden Situation ist es wichtig, dass bei den politischen Rahmenbedingungen Verlässlichkeit besteht. Die Schweiz geht mit gutem Beispiel voran: Das Parlament hat im Frühling 2026 entschieden, die Betriebsbeiträge für den alpenquerenden Kombinierten Verkehr über das Jahr 2030 hinaus zu verlängern. Das schafft Planungssicherheit und trägt wesentlich dazu bei, dass alle Parteien in der intermodalen Kette die notwendigen Investitionen tätigen können, um den Kombinierten Verkehr auf die Erfolgsspur zurückzubringen.

Hupac investiert in die Zukunft

Hupac ist überzeugt, ab dem Jahr 2029 mit dem Abschluss der grossen Bauarbeiten auf der deutschen Rheintalachse und in Norditalien wieder auf den Wachstumspfad zurückzukehren. Mit Piacenza (Inbetriebnahme 2025) und Milano Smistamento (geplante Eröffnung 2027) investiert Hupac gezielt in neue, leistungsfähige Terminalinfrastrukturen. Damit wird der Ausbau weiterer hochfrequenter Angebote als zentraler Baustein der langfristigen Wachstumsstrategie ermöglicht.

Zusätzlich erweitert Hupac das Netzwerk auch in westlicher Richtung. Anfang 2026 hat das Unternehmen das Terminal Barcelona Combiconnect in Betrieb genommen und damit die Iberische Halbinsel an das europäische Intermodalnetz angebunden. Hupac sieht im Transportmarkt von und nach Spanien, der bis heute durch den Strassentransport dominiert wird, erhebliches Potenzial für den Kombinierten Verkehr.

Zurückhaltender Ausblick

Die aktuelle geopolitische Situation macht es schwierig, konkrete Aussagen zum erwarteten Geschäftsverlauf 2026 zu machen. Der Einfluss des Konflikts im Nahen Osten ist spürbar, und die Auswirkungen dürften in den kommenden Monaten je nach Verlauf noch wesentlich deutlicher werden. Das Risiko einer deutlichen weltweiten wirtschaftlichen Abkühlung ist sehr real. Vor diesem Hintergrund ist Hupac zurückhaltend bezüglich des kurzfristigen Wachstumspotenzials.

Die Rahmenbedingungen für den Kombinierten Verkehr dürften in den kommenden zwei Jahren eher herausfordernd bleiben. Eine deutliche Verbesserung im Kernmarkt wird für 2029 erwartet. Hupac will mit resilienteren Marktangeboten dank der vermehrten Nutzung des linksrheinischen Korridors, engeren Partnerschaften und gezielten Investitionen – besonders in die digitale Transformation der intermodalen Transportkette – dazu beitragen, die Verlässlichkeit und Marktfähigkeit des Kombinierten Verkehrs zu steigern. Mit dem Ausbau der Terminalinfrastruktur schafft Hupac die Voraussetzungen, um in Zukunft wieder auf einen stetigen Wachstumspfad einzuschwenken.

Weitere Informationen: www.hupac.com

Swiss Staffingindex: Temporärmarkt dreht nach drei Jahren ins Plus

Der Schweizer Temporärmarkt zeigt nach zwölf Quartalen im Minus erstmals wieder ein Wachstum. Im ersten Quartal 2026 stiegen die Einsatzstunden um 1,3 Prozent – trotz geopolitischer Spannungen. Das Feststellengeschäft bleibt hingegen stark unter Druck.

Feststellenmarkt bis Q1 2026 stark rückläufig. Quelle: zvg

Die Schweizer Personaldienstleister stoppen im ersten Quartal 2026 einen mehrjährigen Abwärtstrend: Nach zwölf Quartalen mit negativem Vorzeichen stiegen die geleisteten Einsatzstunden der Temporärarbeitenden um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Feststellengeschäft hingegen leidet weiter unter Konjunkturabkühlung und wirtschaftlicher Unsicherheit – mit einem Rückgang von 16,9 Prozent fällt das Marktsegment nun im elften Quartal in Folge. Der Swiss Staffingindex spiegelt damit als Fieberthermometer der Schweizer Wirtschaft die insgesamt positive, aber fragile Entwicklung von Arbeitsmarkt und Konjunktur wider.

Selektive Erholung mit grossen regionalen Unterschieden

Das erste Quartal war im Temporärmarkt von einer Stabilisierung auf tiefem Niveau geprägt. Dabei zeigten sich ausgeprägte regionale Unterschiede: In der Ostschweiz mussten vermehrt Industriebetriebe für ihre Stammbelegschaft Kurzarbeit anmelden, was den Bedarf an Temporärpersonal in der Region um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal sinken liess. Das Mittelland hingegen legte mit einem Plus von 5,5 Prozent zu – ein Wachstum, zu dem die Uhrenindustrie einen wichtigen Beitrag leistete.

Marcel Keller, Country President Adecco Group Switzerland, kommentiert: «Die leichte Erholung im ersten Quartal ist kein breit abgestützter Aufschwung, sondern eine selektive Gegenbewegung in einzelnen Industrieclustern – insbesondere im Mittelland. Nach mehreren schwachen Quartalen reagieren Unternehmen dort vorsichtig wieder mit temporären Einstellungen, bleiben aber insgesamt sehr zurückhaltend.»

Iran-Konflikt: Im März noch ohne Geschäftsauswirkungen

Die Auswirkungen des Iran-Konflikts waren im März 2026 noch nicht spürbar. Die Einsatzstunden wuchsen um 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – schwächer als im Januar, aber stärker als im Februar. Dr. Marius Osterfeld, Ökonom bei Swissstaffing, ordnet ein: «Im historischen Vergleich waren die Energiepreisanstiege im März trotz der spürbaren Folgen an den Zapfsäulen moderat. Deshalb wirkte sich der Iran-Konflikt kaum auf das Geschäft der Personaldienstleister aus.»

Dieser Umstand ist bedeutsam, da der März saisonbedingt rund 20 Prozent mehr Einsatzstunden aufweist als der Januar. Negative Auswirkungen hätten das Quartalsergebnis entsprechend stärker belastet.

Für die kommenden Monate gibt Osterfeld jedoch keine Entwarnung: «Löst sich der Konflikt an der Strasse von Hormus nicht auf, wird dies die Schweizer Industrie besonders hart treffen – und damit auch den Personalverleih.» Rund ein Viertel des Umsatzes der Personaldienstleister entfällt auf den Industriesektor, womit die Temporärbranche stark auf dessen Geschäftsentwicklung reagiert.

Geopolitische Unsicherheit stärkt einzelne Segmente

Der Iran-Konflikt könnte jedoch auch einzelne Marktsegmente stärken: Die Unsicherheit rund um Kerosinpreise und Flugstreichungen dürfte laut Osterfeld Unentschlossene vermehrt veranlassen, in der Schweiz Ferien zu machen oder statt in Ferienbuchungen in Konsumgüter zu investieren. Das stärkt die Nachfrage in Gastronomie, Hotellerie, Logistik und Detailhandel. Der Gesamteffekt bliebe dennoch negativ, da ein Teil des eingesparten Geldes für gestiegene Preise aufgewendet werden müsste.

Trotz der angespannten geopolitischen Lage zeigen sich die CEOs der Mitgliedsfirmen von Swissstaffing optimistisch: Gemäss einer Umfrage des Meinungs- und Sozialforschungsinstituts Gfs-Zürich rechnen 38 Prozent der befragten CEOs in den kommenden sechs Monaten mit einem Anstieg des Geschäfts – ein Wert vergleichbar mit der Befragung im Vorquartal.

Quelle: Swissstaffing.

Bettina Bornmann neu im Verwaltungsrat der Axa Schweiz

Bettina Bornmann verstärkt per 22. April 2026 den Verwaltungsrat der Axa Schweiz. Die erfahrene Ökonomin folgt auf Ruth Metzler-Arnold, die nach vierzehn Jahren aus dem Gremium ausscheidet.

Bettina Bornmann verstärkt neu den Verwaltungsrat der AXA Schweiz. Quelle: zvg

Bettina Bornmann ist per 22. April 2026 in den Verwaltungsrat der Axa Schweiz gewählt worden. Die 57-jährige Ökonomin bringt einen breiten Leistungsausweis aus der Versicherungs- und Finanzbranche mit.

Langjährige Erfahrung in Finance und Risk

Bis 2024 war Bettina Bornmann als Group Head Planning and Performance Management der Zurich Insurance Group tätig. Von 2015 bis 2020 gehörte sie als CFO der Geschäftsleitung der Zurich Schweiz an. Zwischen 2021 und 2024 übernahm sie zudem das Stiftungsratspräsidium der Pensionskasse der Zürich Versicherungs-Gruppe sowie verschiedene internationale Verwaltungsratsmandate.

Von 2009 bis 2015 war Bornmann bei der Swiss Life aktiv – zuerst als CFO Swiss Life International, später als Head Group Controlling. Zuvor übernahm sie 2008 die Leitung der M&A-Abteilung der deutschen Spitalgruppe Ameos. Ihre Karriere begann sie 1994 als Associate Mergers and Acquisitions bei der Ubs, bevor sie von 1998 bis 2008 bei der KPMG tätig war, ab 2006 als Head Corporate Finance und Partner.

Verwaltungsratspräsident Antimo Perretta zeigt sich erfreut über den Neuzugang: «Es freut mich ausserordentlich, dass mit Bettina eine ausgewiesene Versicherungsexpertin mit langjährigem Leistungsausweis in Finance und Risk unseren Verwaltungsrat verstärkt. Ich bin überzeugt, dass sie mit ihrer grossen Erfahrung im internationalen Corporate-Umfeld, ihrer fundierten Expertise und ihrer ausgesprochen ökonomischen Perspektive viele wertvolle Impulse einbringen wird, gerade auch in Hinblick auf fortschrittliche und kundenfreundliche neue Angebote.»

Ruth Metzler-Arnold nach vierzehn Jahren verabschiedet

Bettina Bornmann folgt auf Ruth Metzler-Arnold, die zurückgetreten ist, um sich auf das Präsidium von Swiss Olympic zu fokussieren. Ruth Metzler-Arnold gehörte dem Verwaltungsrat vierzehn Jahre an, davon sechs als Vizepräsidentin. Zuletzt war sie Mitglied des Nominations- und Entschädigungsausschusses sowie des Prüfungsausschusses.

Antimo Perretta würdigte ihr Engagement: «Ich danke Ruth herzlich für ihr überaus grosses und äusserst wertvolles Engagement. Mit ihrem beruflichen Hintergrund als Wirtschaftsprüferin, ihrer immensen politischen Erfahrung sowie ihrer ausgesprochen konstruktiven und sozialkompetenten Art war sie in unserem Verwaltungsrat eine ebenso gewichtige wie geschätzte Stimme.»

Die Wahl von Bettina Bornmann untersteht den anwendbaren aufsichtsrechtlichen Vorschriften.

www.axa.ch

Bug Bounty Switzerland sichert sich 12 Millionen Franken

Der Schweizer Pionier für Ethical Hacking schliesst eine Series-A-Finanzierungsrunde über 12 Millionen Franken ab. Das Kapital fliesst in die internationale Expansion und den Ausbau des KI-gestützten Cyber Resilience Shield – zu einem Zeitpunkt, an dem künstliche Intelligenz Cyberbedrohungen grundlegend verändert.

Das Management von Bug Bounty Switzerland sichert sich 12 Mio. Franken. Quelle: zvg

Bug Bounty Switzerland, der Schweizer Pionier für Ethical Hacking, intelligentes Security-Testing und das Service-as-Software-Modell, gibt den Abschluss einer Series-A-Finanzierungsrunde über 12 Millionen Franken bekannt. Angeführt wurde die Runde von Direttissima Growth Partners, mit gleichwertiger Beteiligung der Deutschen Beteiligungs AG (DBAG). Das Investment erfolgt als Minderheitsbeteiligung im Rahmen einer Kapitalerhöhung – das Gründerteam hält weiterhin die Mehrheit der Anteile und prägt die strategische Ausrichtung massgeblich.

Direttissima, ein europäischer Growth-Equity-Investor mit Sitz in Zürich und München, bringt operative Scale-up-Erfahrung im B2B-Technologiebereich sowie ein Netzwerk von Unternehmer-Investoren mit. Die seit 1985 börsennotierte DBAG investiert über ihre Long-Term-Investment-Strategie – Eigenkapital ohne die Haltefristen einer Fondsstruktur – und ermöglicht damit eine echte langfristige Partnerschaft. Philipp Bolliger, Partner bei Direttissima, wird neu dem Verwaltungsrat von Bug Bounty Switzerland beitreten.

Eigenfinanziert, profitabel und vertrauenswürdig

Die Finanzierungsrunde markiert den nächsten Entwicklungsschritt von Bug Bounty Switzerland: den Übergang vom eigenfinanzierten Gründerteam zum kategorieprägenden europäischen Scale-up. Das Kapital fliesst in die internationale Expansion, den Ausbau der KI-gestützten hin zu zunehmend autonomer Orchestrierung von Security-Tests sowie in das Teamwachstum.

Bug Bounty Switzerland wurde 2020 gegründet, hat aber seine Wurzeln in den ersten Bug-Bounty-Programmen der Schweiz, die bis ins Jahr 2015 zurückreichen. Das Unternehmen war durchgehend eigenfinanziert, ist profitabel und geniesst das Vertrauen von über 50 Unternehmenskunden: Finanzinstitute, globale Konsumgütermarken, Betreiber kritischer Infrastruktur sowie öffentliche Stellen, darunter das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) der Schweiz.

Ergebnis statt Tools: ein anderer Ansatz für Security-Testing

Unternehmen befinden sich im permanenten Wandel. Cloud, SaaS, APIs und KI-gestützte Entwicklung liefern Code schneller, als klassische Penetrationstests mithalten können. Gleichzeitig nutzen Angreifer KI, um Schwachstellen schneller zu finden und auszunutzen als je zuvor. Vor diesem Hintergrund werden punktuelle Tests strukturell unzureichend; kontinuierliches, intelligentes und ergebnisorientiertes Testing wird zur Notwendigkeit.

Bug Bounty Switzerland verfolgt einen anderen Ansatz. Statt Tools zu verkaufen und die Abdeckung dem Käufer zu überlassen, wird das Ergebnis verkauft: kontinuierliche, messbare Testabdeckung der gesamten exponierten Angriffsfläche, End-to-End. Der Cyber Resilience Shield kombiniert KI-gestützte Orchestrierung, langjährig aufgebauten Testing-Kontext, eine geprüfte globale Community von über 16 000 ethischen Hackern sowie zunehmend offensive KI-Agenten – bereitgestellt als Abonnement, das innerhalb von 24 Stunden aktiviert werden kann und keine internen Spezialisten erfordert.

Kunden ersetzen ein Flickwerk aus Einzel-Pentests und nicht verbundenen Scannern durch eine einzige kontinuierliche Plattform. Sie berichten von deutlichen Einsparungen bei Kosten und Erkennungszeit sowie von einer grösseren Testtiefe. Vom CISO bis zum Verwaltungsrat werden Erkenntnisse laufend in den jeweiligen unternehmerischen Kontext und die entsprechenden Risikobetrachtungen übersetzt.

«Angesichts der grundlegenden Veränderungen der Cybersicherheit durch KI benötigen Unternehmen einen Schutz, der kontinuierlich, intelligent und einfach nutzbar ist. Genau das liefern wir bereits einigen der sicherheitsbewusstesten Organisationen Europas – und bringen es jetzt weltweit in den Markt. Mit der Unterstützung von Direttissima und DBAG machen wir intelligentes Security-Testing zum neuen Standard.» — Sandro Nafzger, CEO & Co-Founder, Bug Bounty Switzerland

«BBS vereint drei Dinge, die selten zusammenkommen: ein differenziertes Produkt, aufgebaut auf jahrelangem proprietärem Know-how und Daten, profitables Wirtschaften von Beginn an ohne externe Finanzierung und ein Markt, in dem kontinuierliches Security-Testing von Best-Practice zum Standard wird. Das Team hat sich das Recht erarbeitet, diese Kategorie neu zu definieren und anzuführen.» — Philipp Bolliger, Partner, Direttissima Growth Partners

«BBS entspricht unserem Long-Term-Investment-Profil: ein gründergeführtes, profitables Unternehmen mit einem klaren technologischen Vorteil in einem strukturell wachsenden Markt. Unser Eigenkapital gibt dem Team die Flexibilität, seinen Vorsprung über viele Jahre auszubauen, statt auf einen einzelnen Zyklus zu optimieren.» — Jochen Baumann, Mitglied der Geschäftsleitung, Deutsche Beteiligungs AG

Weitere Informationen: www.bugbounty.ch

Präsentismus: Mehrheit der Schweizer Beschäftigten inszeniert ihre Produktivität

Eine neue Umfrage von Indeed und Appinio zeigt: Über die Hälfte der hybrid arbeitenden Büroangestellten in der Schweiz wendet Taktiken an, um engagierter zu wirken als sie tatsächlich sind. Hauptauslöser sind interne Unternehmensstrukturen und der Druck durch Vorgesetzte. Knapp zwei Drittel würden sogar auf Lohn verzichten, wenn ihre Leistung ausschliesslich an Ergebnissen gemessen würde.

Beschäftigt wirken, aber wenig produzieren: Präsentismus ist in Schweizer Unternehmen weiter verbreitet, als man denkt. Quelle: Depositphotos.com

Ob Beschäftigte im Büro oder im Homeoffice produktiver arbeiten, wird seit Jahren diskutiert. Bei vielen Schweizer Angestellten scheint dabei vor allem eine Botschaft angekommen zu sein: Anwesenheit zählt mehr als Leistung. Das zeigt eine neue Umfrage unter 458 hybrid arbeitenden Büroangestellten in der Schweiz, durchgeführt von der weltweit grössten Jobseite Indeed und dem Marktforschungsinstitut Appinio.

Präsentismus statt Performance

Konkret hat über die Hälfte der Schweizer Arbeitnehmer:innen (57,5 Prozent) in den vergangenen zwölf Monaten Massnahmen ergriffen, um produktiver oder engagierter zu wirken, als sie tatsächlich waren. Dazu zählen ein künstlich auf «anwesend» gehaltener Online-Status im Homeoffice (23,9 Prozent), das Versenden von E-Mails zu Randzeiten wie dem frühen Morgen oder späten Abend (22,3 Prozent) sowie das längere Verbleiben im Büro, nur weil die Führungskraft noch da ist (21,3 Prozent). Selbst physische Signale werden genutzt: 10,6 Prozent haben schon einmal ihre Jacke oder Tasche im Büro gelassen, um Anwesenheit zu suggerieren. Demgegenüber geben 42,5 Prozent der Befragten an, ausschliesslich ihre Arbeitsergebnisse für sich sprechen zu lassen.

Interne Strukturen als Hauptauslöser

Die Gründe für diesen sogenannten Präsentismus liegen primär in unternehmensinternen Strukturen: 32,8 Prozent nennen eine von Präsenzkontrolle geprägte Unternehmenskultur als Hauptgrund, 26,8 Prozent den Druck durch Vorgesetzte beziehungsweise Mikromanagement. Weitere 26 Prozent sehen die Sorge um den Arbeitsplatz als Auslöser. Generell ist die knappe Mehrheit (50,9 Prozent) der Meinung, dass ihr Arbeitgeber sichtbare Anwesenheit höher bewertet als tatsächliche, messbare Arbeitsergebnisse.

Der Wunsch nach einer Kehrtwende ist entsprechend gross: 64,2 Prozent der Befragten geben an, bereit zu sein, auf einen Teil ihres Lohns zu verzichten, wenn ihre Leistung ausschliesslich an Ergebnissen gemessen würde. Für ein dauerhaftes Recht auf Homeoffice würden sogar 68,1 Prozent auf einen Teil ihres Einkommens verzichten.

Das Büro als Ort der Ablenkung

Insgesamt legen die Umfrageergebnisse nahe, dass das Büro für viele Beschäftigte seine ursprüngliche Funktion als produktiver Arbeitsort teilweise verloren hat. 48,8 Prozent der Schweizer Befragten können sich bei komplexen Aufgaben im Homeoffice besser konzentrieren als im Büro (21 Prozent). Zwei von drei Befragten (65,9 Prozent) geben zudem an, im Büro regelmässig durch Lärm, Smalltalk oder spontane Besuche aus der Konzentration gerissen zu werden – 19,3 Prozent davon sogar sehr häufig.

Dies hat Folgen: 46,2 Prozent der Beschäftigten sind nach einem Bürotag inklusive Pendeln und sozialer Interaktion deutlich erschöpfter als nach einem Tag im Homeoffice. Dennoch fährt mehr als jede:r Zweite (54,7 Prozent) regelmässig ins Büro, um «Gesicht zu zeigen», obwohl die Arbeit zu Hause effizienter erledigt werden könnte.

Leistungsbereitschaft ist da – die Anreize fehlen

Virginia Sondergeld, Ökonomin bei Indeed, kommentiert die Ergebnisse: «Die Diskussion über die fehlende Leistung im Homeoffice hat Spuren hinterlassen. Auf der Arbeit geht es nie rein um die Qualität der eigenen Leistung, sondern auch darum, wie sichtbar sie gegenüber Vorgesetzten und Kollegen ist. Dass Mitarbeitende in Sichtbarkeit investieren, um ihre Karriere voranzubringen, ist richtig und menschlich. Wenn sie jedoch beginnen, ihre Präsenz zu inszenieren, statt sich auf Resultate zu konzentrieren, ist das ein Verlustgeschäft für beide Seiten.»

Sie ergänzt: «Dass fast zwei Drittel der Schweizer Arbeitnehmer:innen auf Gehalt verzichten würden, um stärker an ihrer Leistung gemessen zu werden, sendet ein Signal an Arbeitgeber. Die Leistungsbereitschaft ist vorhanden, sie wird jedoch nicht ausreichend incentiviert. Wer primär Anwesenheit einfordert, riskiert, dass lediglich diese optimiert wird. Es ist daher notwendig, ein System zu etablieren, das nicht hohe Sichtbarkeit, sondern gute Leistung honoriert – unabhängig vom Arbeitsort.»

Weitere Informationen: www.indeed.com

68 Prozent der Schweizer Onliner offen für KI im E-Mail-Postfach

Das Forschungsinstitut Reppublika hat in einer repräsentativen Studie das E-Mail-Nutzungsverhalten in der deutschsprachigen Schweiz untersucht. Die Ergebnisse zeigen: Mehr als zwei Drittel der Befragten stehen KI im Postfach positiv gegenüber, 92 Prozent nutzen E-Mail täglich und 41 Prozent kaufen direkt aus Newslettern.

Rasmus Giese, United Internet Media, verantwortet Digitalgeschäft. Quelle: zvg

Mehr als zwei Drittel der Schweizerinnen und Schweizer stehen KI im E-Mail-Postfach grundsätzlich positiv gegenüber. Zu diesen Ergebnissen kommt das Forschungsinstitut Reppublika in der aktuellen E-Mail-Marktstudie Schweiz. Hierfür wurden 1012 Onliner in der deutschsprachigen Schweiz ab 16 Jahren befragt. Insbesondere bei den jüngeren Befragten zeigt sich eine besondere Dynamik bei der E-Mail-Nutzung.

Schutz vor Spam besonders gefragt

Die befragten Schweizerinnen und Schweizer sind besonders an Assistenzfunktionen für ihr Postfach interessiert: An erster Stelle steht KI-gestützte Spam- und Phishing-Erkennung (47 Prozent) sowie Übersetzungshilfen (31 Prozent). Es folgen automatisierte Kategorisierung und Sortierung von E-Mails (25 Prozent) und intelligente Antwortvorschläge (24 Prozent).

68 Prozent stehen KI im E-Mail-Dienst positiv gegenüber. Quelle: zvg

«Nutzerinnen und Nutzer wollen ein Postfach, das sie aktiv unterstützt. Mit den bewährten KI-Funktionen von GMX liefern wir genau das – etwa mit der sortierten Ansicht im Intelligenten Postfach sowie mit Spam- und Phishing-Schutz. Ergänzend bieten wir seit neuestem KI-Funktionen, die das Lesen, Schreiben und Auffinden von E-Mails erleichtern. Dies stärkt die Relevanz der E-Mail weiter und intensiviert die bereits hohe Nutzung», so Rasmus Giese, CEO von United Internet Media.

E-Mail-Nutzung steigt über alle Altersgruppen

92 Prozent der Befragten lesen und schreiben täglich E-Mail – und die Nutzung nimmt weiter zu: Während 63 Prozent im Vergleich zum Vorjahr unverändert viele E-Mails lesen, geben 33 Prozent an, sogar mehr E-Mails als im Jahr zuvor gelesen zu haben. Ein Blick auf die Altersklassen zeigt: E-Mail wird in allen Generationen intensiv genutzt. Eine besonders dynamische Entwicklung zeigt sich bei jungen Menschen: Unter den 16- bis 29-Jährigen geben 46 Prozent an, mehr E-Mails zu lesen.

92 Prozent der Befragten nutzen E-Mails täglich. Quelle: zvg

Über alle Altersgruppen hinweg bleibt die Relevanz der E-Mail-Kommunikation mit Familie und Freunden (63 Prozent) sowie mit Behörden (59 Prozent) auf hohem Niveau konstant. Die Kommunikation mit Familie und Freunden sowie mit Behörden nimmt jeweils bei 22 Prozent der Befragten an Bedeutung zu, so dass die Relevanz insgesamt steigt. Der E-Mail-Dialog mit Unternehmen im Rahmen des Kaufprozesses gewinnt für 21 Prozent weiter an Bedeutung, während er für 59 Prozent unverändert hoch bleibt. Bei den 16- bis 29-Jährigen gibt es deutliche Zuwächse: Insbesondere erhöht sich die Bedeutung der E-Mail-Kommunikation mit der Ausbildungsstätte oder Weiterbildung (36 Prozent) sowie mit Unternehmen im Kaufprozess (30 Prozent) und im Privaten (25 Prozent).

41 Prozent kaufen direkt aus Newslettern

90 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer lesen Newsletter – 35 Prozent sogar mindestens täglich und zählen damit zu den sogenannten Heavy Usern. Fast die Hälfte der Newsletter-Empfangenden (47 Prozent) erhalten sogar bis zu 15 Mailings pro Woche. Newsletter sind ein zentraler Bestandteil des E-Mail-Marketings und der Customer Journey: 41 Prozent der Newsletter-Lesenden haben bereits direkt aus einem Mailing heraus eine Bestellung getätigt. Besonders attraktiv sind für diese Befragten Angebote und Rabatte, die exklusiv für Newsletter-Abonnenten gelten (49 Prozent).

GMX gehört zu den Top-3 Anbietern

16 Prozent der deutschsprachigen Onliner in der Schweiz nutzen GMX.ch als Haupt-E-Mail-Adresse. Damit zählt GMX zu den drei führenden E-Mail-Anbietern. Mit 30 Prozent führt Google, gefolgt von Bluewin mit 18 Prozent. Deutlich hinter GMX liegen Microsoft (10 Prozent), eigene Server und Domänen (5 Prozent) sowie Sunrise (5 Prozent).

«Die starke Marktposition unterstreicht die Relevanz von GMX mit seiner hohen Reichweite in der Schweiz. Für Werbetreibende ein entscheidender Vorteil in der Ansprache entlang der gesamten Customer Journey: Sie erreichen ihre Zielgruppen direkt im Postfach – in einem sicheren Umfeld, das regelmässig und intensiv genutzt wird», sagt Rasmus Giese.

Die Daten der Studie «E-Mail-Marktstudie Schweiz» basieren auf einer Untersuchung des Forschungsinstituts Reppublika. Dafür wurden in einem repräsentativen Online-Panel 1012 deutschsprachige Internet-Nutzer:innen von 16 bis 79 Jahren in der Schweiz befragt.

Mit durchschnittlich rund 892’000 aktiven Usern im Monat erreicht GMX in der Schweiz circa 17 Prozent der deutschsprachigen Onliner (Quartal 2026-1). United Internet Media ist der Mediavermarkter der United Internet AG. Zum Angebot gehören die konzerneigenen Portale WEB.DE, GMX und 1&1 sowie die Partnerportale Gelbe Seiten, Das Örtliche und Das Telefonbuch.

Weitere Informationen: www.united-internet-media.de

Studie: Viele Unternehmen vernachlässigen ihre Kunden

Der United Interim Wirtschaftsreport 2026 zeigt: Viele Unternehmen kennen die Bedürfnisse ihrer Kundschaft kaum – und rücken sie auch nicht ins Zentrum ihrer Arbeit. Eine Umfrage unter 550 Interim Managerinnen und Managern belegt, wo die grössten Schwachstellen liegen und wie sich Abhilfe schaffen lässt.

Die eigene Kundschaft kennen: Bei vielen Unternehmen gemäss einer neuen Studie leider nicht immer Realität. (Bild: Depositphotos.com)

«Alle Macht geht von zufriedenen Kunden aus» – dieses Credo des Markterfolgs haben viele Unternehmen längst aus den Augen verloren. Das ist ein zentrales Ergebnis des United Interim Wirtschaftsreports 2026, den die Management-Community United Interim publiziert hat. Grundlage ist eine Umfrage unter 550 Interim Managerinnen und Managern, die von Unternehmen als Führungskräfte auf Zeit geholt werden, um Betriebe zukunftsfähig zu machen.

Falsche Prioritäten statt Kundenfokus

Die Studie zeigt deutlich: Interne Strukturen bremsen häufig das, was für Kundinnen und Kunden rasch gelöst werden müsste. 63 Prozent der befragten Interim Manager:innen beobachten, dass Unternehmen falsche Prioritäten setzen, anstatt die Kundschaft in den Mittelpunkt zu rücken. Ulf Camehn, einer der Studienautoren, bringt es auf den Punkt: «Zu oft bremsen interne Zuständigkeiten und Hierarchien das, was für den Kunden jetzt schnell gelöst werden müsste.»

58 Prozent der Befragten stellen fest, dass «Abteilungsdenken» dominiert. 54 Prozent finden bei ihren Einsätzen regelmässig ein Marketing vor, das an der Kundschaft vorbeigeht. Interne Betriebsprozesse werden häufig wichtiger genommen als die Kunden selbst, berichten 52 Prozent. Und 46 Prozent beklagen einen «Tool-Wahn ohne Kundenzentrierung». Eckhart Hilgenstock, einer der Experten, erläutert: «Viele Unternehmen verfügen über ERP, CRM, DMS, HRM, SCM, BI, ECM, Chatbots und all die anderen IT-Tools, die zwar wichtig sind, aber nur, wenn sie integriert und mit Fokus auf die Kunden eingesetzt werden. Gerade bei der Einführung von Künstlicher Intelligenz sollte der Frage nach dem Kundennutzen höchste Priorität eingeräumt werden.» Zwei Drittel der Befragten warnen zudem vor einer «Überautomatisierung des Vertriebs, bei der KI den Menschen derart umfassend ersetzt, dass die Kundschaft darunter leidet».

63 Prozent: Firmen setzen falsche Kunden-Prioritäten. Quelle: zvg
63 Prozent: Firmen setzen falsche Kunden-Prioritäten. Quelle: zvg

Die «Kundenfokus-Killer» im Überblick

Als weitere Hemmnisse identifizieren die Interim Manager:innen die Fixierung auf Quartalszahlen (46 Prozent), übertriebenes Kostenmanagement (36 Prozent), eine blosse Produktfokussierung (35 Prozent), ausufernde «Political Correctness» (33 Prozent), eine überbeachtete regulatorische Compliance (26 Prozent), eine kundenferne Firmenphilosophie (23 Prozent) sowie fehlgeleitete Entwicklungsabteilungen, die Produkte hervorbringen, welche am Marktbedarf vorbeigehen (20 Prozent).

Christian Jung aus der Praxis des Maschinen- und Anlagenbaus hält fest: «Im Maschinenbau werden Produkte oft perfektioniert, die der Kunde nicht bestellt und nicht bezahlt. Das ist kein Qualitätsmerkmal – das ist ein strukturelles Geschäftsrisiko.» Klaus-Peter Stöppler und Roland Streibich, beide Experten für die Bauwirtschaft, ergänzen: «Dort dominieren Abläufe, Genehmigungsverfahren, Termine und Kostenkalkulationen oft so sehr, dass Themen wie Kundenfokussierung, Kommunikation oder digitale Prozesse zu wenig Beachtung finden.» 72 Prozent der befragten Interim Manager:innen empfehlen der Baubranche, innovativer zu werden, 66 Prozent raten zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit.

Das Topmanagement kennt die Kundschaft kaum

Wie kommt es zur mangelnden Kundenorientierung? Die Studie zeigt: Das Problem beginnt oft an der Spitze. Drei Viertel der Befragten beurteilen die «Feedback-Kultur» – also die Bereitschaft, Marktsignale aktiv aufzunehmen – als mangelhaft. Zwei Drittel stellen fest, dass der Anspruch «Value for the Customer» häufig gänzlich fehlt. 62 Prozent sehen, dass Topmanagement die Auswirkungen technologischer Entwicklungen auf das eigene Geschäftsmodell regelmässig unterschätzt.

Jan Beutnagel benennt einen weiteren Kardinalfehler: «Die Kunden werden als Selbstverständlichkeit angesehen.» 59 Prozent der Befragten teilen diese Einschätzung. Ulvi Aydin fügt hinzu: «Manch ein Topmanager hält einen Zeithorizont von fünf Jahren schon für weitsichtig und kann dadurch keine langfristigen Entwicklungen etwa über zehn oder fünfzehn Jahre antizipieren.» Dass viele Führungskräfte mehr auf finanzielle Kennzahlen als auf Kunden fokussiert sind, bestätigen 54 Prozent der Befragten. Paul Stricker beobachtet zudem: «Viele Führungskräfte sind schlichtweg derart intensiv mit ihrer eigenen Karriere beschäftigt, dass sie darüber das Unternehmen, das sie führen sollen, und dessen Kunden vernachlässigen» – fast die Hälfte der Befragten (49 Prozent) stimmt ihm zu.

Massnahmen für mehr Kundenfokus

Die wichtigste Massnahme zur Refokussierung auf die Kundschaft nennen 80 Prozent der Interim Manager:innen: das Verständnis für die «Jobs To Be Done» (JTBD) der Kunden, also das Wissen, warum sich Kunden für ein bestimmtes Produkt entscheiden. Christian Florschütz formuliert: «Nur wer die Kaufgründe kennt, kann diese bei Produktentwicklung, Service, Marketing und Vertrieb berücksichtigen.» Dr. Andreas Vieweg ergänzt: «Es geht letztendlich um die Priorisierung des Kundennutzens über interne Betriebsprozesse oder Firmenziele» – drei Viertel der Befragten stimmen ihm zu.

Ein fortlaufender Kunden-Feedback-Kontakt ist für 72 Prozent der Führungskräfte auf Zeit unerlässlich. Jane Enny van Lambalgen stellt klar: «Ein einmaliges Feedback direkt nach dem Kauf reicht bei weitem nicht aus.» Dr. Andreas Vieweg ergänzt: «Durch intensive Datenanalysen auch mit Hilfe von KI lassen sich häufig wichtige Erkenntnisse über den Zufriedenheitsgrad gewinnen, ohne den Kunden permanent zu befragen.» Die regelmässige Optimierung der Customer Journey stufen 59 Prozent als Schlüssel zur Kundenzufriedenheit ein.

54 Prozent halten den permanenten Vergleich mit dem Wettbewerb für unerlässlich. Und Friedhelm Best plädiert für einen erweiterten Blick: «Kundenfokussierung kann auch bedeuten, sich neue Kundensegmente zu suchen, beispielsweise auf Auslandsmärkten.» Satte 87 Prozent der Befragten halten eine stärkere Internationalisierung im Rahmen der Neukundengewinnung für erwägenswert, 62 Prozent raten dazu, neue Märkte gezielter zu adressieren – im In- und Ausland. Ulrich Schmidt fasst zusammen: «Die meisten Unternehmen in praktisch allen Branchen würden von einer Transformation in Richtung Kundenorientierung profitieren – und ihre Kunden natürlich auch.»

Weitere Informationen: www.unitedinterim.com

Biggie Switzerland baut Partnerschaft mit Franke Home Solutions und Franke Coffee Systems aus

Biggie Switzerland erweitert die strategische weltweite Partnerschaft mit Franke Home Solutions und Franke Coffee Systems. Im Rahmen der Zusammenarbeit wurden spezielle gemeinsame Werbeaktivierungen umgesetzt, darunter eine Streetvox-Kampagne in Mailand.

Franke Streetvox Kampagne an Mailands Garibaldi 62. Quelle: zvg

Biggie Switzerland hat die strategische Partnerschaft mit Franke Home Solutions und Franke Coffee Systems ausgebaut. Die Zusammenarbeit umfasst weltweite Aktivitäten und wurde durch spezielle gemeinsame Werbeaktivierungen verstärkt.

Gemeinsame Werbeaktivierungen in Mailand

Im Rahmen der erweiterten Partnerschaft wurden mehrere kreative Werbeaktivierungen realisiert. Eine besondere Massnahme ist die Streetvox-Kampagne an Mailands Garibaldi 62, einem prominenten Standort in der italienischen Metropole. Die Kampagne präsentiert die Zusammenarbeit zwischen Biggie und Franke im öffentlichen Raum.

Franke präsentiert neue Mythos Masterpiece Collection. Quelle: zvg

Fokus auf Innovation und Wachstum

Die Partnerschaft zwischen Biggie Switzerland und den beiden Franke-Divisionen zielt auf gemeinsames Wachstum und die Stärkung der Marktposition ab. Mit der Präsentation der neuen Mythos Masterpiece Collection von Franke unterstreichen die Partner ihre gemeinsame Ausrichtung auf Innovation und Qualität.

Die strategische Allianz verbindet die Expertise von Biggie im Bereich Marketing mit den technologischen Lösungen von Franke Home Solutions und Franke Coffee Systems. Die Zusammenarbeit ermöglicht es beiden Partnern, ihre jeweiligen Stärken zu nutzen und gemeinsam neue Märkte zu erschliessen.

Weitere Informationen: https://www.ch.biggie.co

Kontrolle ist das neue Wachstum: Schweizer Baubranche setzt auf Kostensteuerung und Koordination

Die Revizto Market Survey 2026 zeigt: Budgetüberschreitungen und Koordinationsprobleme belasten die Schweizer Planungs- und Baubranche stärker als im globalen Vergleich. Klare Mandate, bessere Prozesse und ein nüchterner Blick auf KI stehen 2026 im Mittelpunkt.

Revizto optimiert die Bauplanung direkt vor Ort. Quelle: zVg / Revizto

In der Schweizer Planungs- und Baubranche verschiebt sich der Fokus: weg von «mehr Ressourcen», hin zu mehr Steuerbarkeit. Das zeigt die Revizto Market Survey 2026, die im April 2026 veröffentlicht wurde und auf einer Befragung von 2006 Teilnehmenden aus acht Ländern basiert – darunter die USA, Grossbritannien, die Schweiz, Deutschland, Frankreich, Australien, Saudi-Arabien und die VAE. Befragt wurden unter anderem CIOs, Projektleitende sowie BIM- und VDC-Direktoren.

Das übergeordnete Signal der Studie ist klar: Kontrolle ist das neue Wachstum. Steigende Projektkomplexität und ein spürbarer Koordinationsdruck machen Transparenz, Standards und verbindliche Prozesse zum entscheidenden Hebel – insbesondere dort, wo Kostenabweichungen und Nacharbeiten die Margen belasten.

Schweiz: Fehlende Verbindlichkeit bremst die Digitalisierung

Ein zentrales Muster betrifft die Digitalisierung: Nicht der Widerstand in den Teams bremst primär, sondern fehlende Verbindlichkeit. Als Hemmnis bei der Einführung neuer Technologien nennen Schweizer Befragte überdurchschnittlich häufig das Fehlen klarer Policies oder Mandate – 31 Prozent gegenüber 27 Prozent im globalen Vergleich. Gleichzeitig liegt der Widerstand der Mitarbeitenden in der Schweiz unter dem globalen Wert: 20 Prozent gegenüber 24 Prozent weltweit. Das Bild, das sich daraus ergibt, ist eindeutig: Die Bereitschaft zur Veränderung ist vorhanden – was fehlt, sind klare Rahmenbedingungen.

Budgetabweichungen als Branchenstandard

Trotz leichter Verschiebungen in den Überschreitungsbändern bleiben Kostenabweichungen weit verbreitet. In der Schweiz berichten 48 Prozent der Befragten von durchschnittlichen Budgetüberschreitungen zwischen 6 und 10 Prozent, weitere 42 Prozent verzeichnen Überschreitungen von 11 bis 20 Prozent. Nur 3 Prozent geben an, mit einer minimalen Kostenabweichung von maximal 5 Prozent abzuschliessen – im globalen Vergleich sind es immerhin 8 Prozent. Die Schweiz schneidet damit beim Thema Budget- und Kostenkontrolle unter den befragten Ländern am schlechtesten ab.

Parallel dazu zeigt sich beim Thema Nacharbeit eine klare Interpretation: Schweizer Teilnehmende nennen schlechte Kommunikation und Koordination häufiger als Ursache für Rework – 44 Prozent gegenüber 41 Prozent global – und führen Nacharbeit seltener auf reine Ausführungsfehler zurück: 24 Prozent gegenüber 33 Prozent global. Das deutet darauf hin, dass Rework zunehmend als steuerbares Prozess- und Kollaborationsproblem verstanden wird.

Marcel Wyss von der Hälg Group für Gebäudetechnik und integrales Facility Management bringt es auf den Punkt: «Die Ergebnisse des Revizto-Berichts 2026 bestätigen, was wir in der täglichen Praxis erleben: Planungsqualität ist der entscheidende Hebel. Effizientes Bauen beginnt mit einer korrekten und vollständigen Planung. Je besser die Planung abgeschlossen ist, desto reibungsloser können Bau und Vorfertigung umgesetzt werden. Eine hohe Planungsqualität reduziert Fehler, senkt Kosten und eröffnet neue Chancen für innovative Fertigungs- und Bauprozesse.»

CIO-Perspektive: Governance, Lizenzkosten und KI-Realismus

Auch auf CIO-Ebene wird «Kontrolle» zur Leitwährung. Sorgen um Datenhoheit sind insgesamt hoch, fallen in der Schweiz jedoch häufiger moderater aus: Nur 10 Prozent der Schweizer Befragten geben an, «sehr besorgt» zu sein, gegenüber 24 Prozent im globalen Durchschnitt. Beim Thema Lizenzinflation bleibt die Schweiz ebenfalls unter dem globalen Wert: 51 Prozent berichten von gestiegenen Softwarekosten, verglichen mit 66 Prozent weltweit.

Besonders auffällig ist der pragmatische Umgang mit dem Thema Künstliche Intelligenz: Schweizer CIOs nennen überdurchschnittlich oft «keinen klaren Use Case» als grösstes Hindernis für den KI-Einsatz – 20 Prozent gegenüber 11 Prozent global. KI scheitert damit in der Schweiz weniger an technischen Hürden als an fehlender strategischer Verankerung.

Arman Gukasyan, CEO von Revizto, fasst die Erkenntnisse zusammen: «Die Zahlen zeigen klar: Wer 2026 wachsen will, muss zuerst Steuerbarkeit schaffen – über saubere Governance, transparente Zusammenarbeit und klare Standards. In der Schweiz ist weniger die Akzeptanz das Problem, sondern die Verbindlichkeit. Wenn Mandate und Prozesse stehen, wird Koordination messbar – und die Kosten werden wieder planbarer.»

Quelle und weitere Informationen: https://revizto.com

UMB als erster Cisco Managed Service Practice Maturity Expert der Schweiz ausgezeichnet

Cisco hat UMB als ersten Schweizer Partner im Rahmen des neuen Cisco 360 Partner Programms mit dem Managed Service Practice Maturity Expert Status ausgezeichnet. Die höchste Partner-Auszeichnung wurde nach einem strengen Audit vergeben und markiert UMB als Pionier des neuen Programms. Der Status attestiert ausserordentliches Know-how, hohe Marktreife und erstklassige Kundenbetreuung im Bereich Cisco Netzwerk.

V.l.n.r.: Chris Kaiser, Colman Finnin, Noam Suisa, Nadine Amrein (CISCO), Leotrim Assllani, Marko Bogos. Quelle: zVg / UMB

Cisco hat UMB als ersten Schweizer Partner im Rahmen des neuen Cisco 360 Partner Programms mit dem Managed Service Practice Maturity Expert Status – vormals Gold Provider – ausgezeichnet. Die Vergabe erfolgte nach einem strengen Audit und positioniert UMB als Pionier innerhalb des neuen Programms.

Höchste Partnerauszeichnung für Schweizer IT-Dienstleister

Der Expert Status attestiert UMB ausserordentliches Know-how, eine hohe Marktreife und erstklassige Kundenbetreuung im Bereich Cisco Netzwerk. Nadine Amrein, Channel Leader 2-Tier & Distribution Switzerland von Cisco, kommentiert: «UMB gehört zu unseren wichtigsten Partnern in der Schweiz. Mit dieser Auszeichnung honorieren wir die überdurchschnittliche technische Expertise von UMB und das Vertrauen, welches wir in das innovative IT-Unternehmen setzen.»

Für Kunden unterstreicht die Auszeichnung die starke Marktposition von UMB im Schweizer Markt für Cisco-Lösungen. Als Cisco Preferred Networking Partner sowie als Cisco Services Partner mit den Spezialisierungen Campus Access, Meraki Access und Meraki Security & SD-WAN zählt UMB zu den führenden Anbietern für professionelle Cisco-Netzwerklösungen in der Schweiz.

Digitalisierung unter dem Motto «The Art of Creating Time»

UMB gehört zur BKW-Gruppe und verfolgt den Ansatz, Komplexität zu reduzieren, um Unternehmen wertvolle Zeit freizusetzen. Unter dem Motto «The Art of Creating Time» verschafft das Unternehmen seinen Kunden Raum für mutige Ideen und Innovationen. Mit Kompetenzen in den Bereichen Business Advisory, AI & Data Science, Network, Platform, Security, Cloud, Modern Work, Communication und SAP begleitet UMB Unternehmen bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse. Das Unternehmen wurde bereits mehrfach als beste Arbeitgeberin ausgezeichnet.

Quelle: www.umb.ch

Pawi Group stärkt Familienkontinuität im Verwaltungsrat

An der Generalversammlung vom 17. April 2026 wurden Désirée Keller und Céline Küng, die beiden Töchter von Verwaltungsratspräsident Andreas Keller, neu in den Verwaltungsrat der Pawi Group gewählt. Mit ihrer Wahl unterstreicht das familiengeführte Winterthurer Verpackungsunternehmen seine langfristige Ausrichtung als unabhängige Unternehmensgruppe.

Désirée Keller ist neues Mitglied im PAWI Verwaltungsrat. Quelle: zvg
Désirée Keller ist neues Mitglied im PAWI Verwaltungsrat. Quelle: zvg

An der Generalversammlung vom 17. April 2026 wurden Désirée Keller und Céline Küng, die beiden Töchter von Andreas Keller, neu in den Verwaltungsrat der Pawi Group gewählt. Die Wahl markiert einen wichtigen Schritt in der generationenübergreifenden Weiterentwicklung des familiengeführten Verpackungsunternehmens mit Sitz in Winterthur.

Céline Küng neu im PAWI Verwaltungsrat. Quelle: zvg
Auch Céline Küng ist neu im Pawi-Verwaltungsrat. Quelle: zVg / Pawi

Neue Zusammensetzung des Verwaltungsrats

Der Verwaltungsrat setzt sich künftig aus Andreas Keller als Präsident, Matthias Alder, Maria Iskic, Désirée Keller und Céline Küng zusammen. Gemeinsam mit ihrem Vater stehen die beiden neu gewählten Mitglieder für Kontinuität, Verantwortung und die Zukunft der Unternehmensgruppe.

Familienunternehmen mit internationalem Footprint

Die Pawi Group ist ein familiengeführtes Unternehmen mit Sitz in Winterthur (Schweiz) sowie Standorten in Singen (Deutschland) und Warschau (Polen). Mit rund 370 Mitarbeitenden entwickelt und produziert das Unternehmen hochwertige Verpackungslösungen – von funktional bis hochveredelt. Qualität, Nachhaltigkeit und innovative Technologien stehen dabei im Mittelpunkt, um die Anforderungen anspruchsvoller Premium-Marken zu erfüllen. Mit der Wahl von Désirée Keller und Céline Küng stärkt die Pawi Group ihre langfristige Ausrichtung als unabhängiges Familienunternehmen.

Weitere Informationen: www.pawi.com

Felix Graf wird neuer Verwaltungsratspräsident bei der APG|SGA

An der Generalversammlung von APG|SGA in Genf haben die Aktionär:innen alle Anträge des Verwaltungsrates mit grosser Mehrheit angenommen. Das Schweizer Out-of-Home-Medienunternehmen schüttet für das Geschäftsjahr 2025 eine Dividende von CHF 12 pro Aktie aus. Felix Graf wurde neu zum Verwaltungsratspräsidenten gewählt, Corine Blesi tritt neu in das Gremium ein.

[caption id="attachment_48020" align="alignnone" width="680"] Felix Graf, neuer Verwaltungsratspräsident von APG|SGA. (Bild: Karin Hofer / NZZ)[/caption]

Anlässlich der Generalversammlung der APG|SGA vom 23. April 2026 in Genf haben die anwesenden Aktionär:innen alle Anträge des Verwaltungsrates deutlich angenommen. Die Aktionär:innen, welche 75,8 Prozent der stimmberechtigten Namenaktien vertraten, bestätigten alle zur Neuwahl beziehungsweise Wiederwahl stehenden Mitglieder des Verwaltungsrates für ein weiteres Jahr.

Neue Führungsstruktur im Verwaltungsrat

Felix Graf wurde neu zum Verwaltungsratspräsidenten gewählt. Er war bereits zuvor Mitglied des Gremiums. Als neues Mitglied in den Verwaltungsrat gewählt wurde Corine Blesi. Wiedergewählt wurden David Bourg, Maya Bundt, Jolanda Grob und Markus Scheidegger. Daniel Hofer und Xavier Le Clef haben sich entschieden, sich nicht zur Wiederwahl zu stellen und scheiden aus dem Gremium aus.

Jolanda Grob und Markus Scheidegger wurden erneut in den Vergütungsausschuss des Verwaltungsrates gewählt.

Jahresabschluss und Vergütungen genehmigt

Der Jahresbericht, die Jahresrechnung und die Konzernrechnung 2025 wurden genehmigt. Dem Verwaltungsrat und der Unternehmensleitung wurde für das Geschäftsjahr 2025 Entlastung erteilt. Der Vergütung des Verwaltungsrates sowie der fixen und variablen Vergütung der Unternehmungsleitung wurde mit über 98,55 Prozent der Stimmen zugestimmt.

Die Generalversammlung beschloss mit einer Zustimmung von 98,16 Prozent die Auszahlung einer Dividende von CHF 12 für das Geschäftsjahr 2025.

APG|SGA ist das führende Out-of-Home-Medienunternehmen der Schweiz. An der SIX Swiss Exchange kotiert, deckt das Unternehmen alle Bereiche der Aussenwerbung ab: auf Strassen und Plätzen, in Bahnhöfen, Flughäfen, Shoppingcentern, in den Bergen sowie in und an Verkehrsmitteln – von reichweitenstarken Plakatkampagnen über Grossformate bis hin zu modernsten digitalen Werbeflächen sowie Sonderwerbeformen und Mobile-Werbung.

Quelle: APG|SGA 

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