AXA und CSS führen Medienreputations-Ranking 2026 an

Die AXA hat die beste Medienreputation der grossen Versicherungen in der Schweiz, die CSS führt erstmals bei den Krankenkassen. Dies zeigt die neue Studie der Swissreputation.group in Kooperation mit Pressrelations Schweiz, die KI-gestützt 12 Versicherungen und 12 Krankenkassen analysierte.

Versciherung
Quelle: zvg

Die Fusion von Helvetia und Baloise prägte 2025 das Mediengeschehen bei den Versicherungen. Die AXA schaffte es jedoch am besten, hohe Sichtbarkeit mit guter Tonalität und thematischer Präsenz in den sechs Reputationsdimensionen zu verbinden und erreichte den Spitzenplatz in Sachen Medienreputation. Auf den weiteren Rängen folgen Swiss Life sowie Zurich, die bereits im Vorjahr den 3. Platz belegte.

Helvetia, AXA und Vaudoise mit Bestwerten

Die Fusion von Helvetia und Baloise bescherte diesen beiden Unternehmen 2025 die grösste Präsenz in Schweizer Medien. Auf Rang 3 folgt Swiss Life. Die besten Tonalitätswerte bei den Versicherungen erreichten die Vaudoise, Pax und Die Mobiliar. Über diese drei Unternehmen berichteten die Medien unter dem Strich am positivsten.

CSS übernimmt Führung bei Krankenkassen

CSS, Helsana und Visana waren im Jahr 2025 nicht nur die Krankenkassen mit der grössten Präsenz, sie hatten auch die beste Medienreputation. Diesen drei Unternehmen gelang es besonders gut, reputationsrelevante Themen, hohe Reichweite und positive Tonalität miteinander zu verbinden und so den grössten Medienimpact zu erzielen. Bei den Tonalitätswerten standen drei andere Unternehmen zuoberst: ÖKK, Concordia und Swica waren die drei Krankenkassen, über die Schweizer Medien am positivsten berichteten.

Tonalität und Präsenz in den Reputationsdimensionen

«Innovation» und «ESG & Sustainability» sind sowohl bei den Versicherungen wie auch bei den Krankenkassen die beiden Dimensionen mit der besten Tonalität. Sie haben allerdings auch die geringste Medienpräsenz und tragen so nur zu einem geringen Teil zu einer guten Medienreputation bei. Arbeitgeberthemen («Workplace») verzeichnen in beiden Kategorien die tiefsten Tonalitätswerte: negativ bei den Versicherungen, neutral bei den Krankenkassen.

Versicherungen und Krankenkassen sind am häufigsten zu Produkt- und Servicethemen in den Medien präsent, bei den Krankenkassen beträgt der Anteil sehr hohe 50 Prozent. Bei den Versicherungen haben Medienberichte im Jahr 2025 zu den Themen «Innovation», «Management & Leadership» und «ESG & Sustainability» positiver berichtet als im Vorjahr. Hingegen ging die Tonalität bei «Products & Services», «Economic Performance» und «Workplace» zurück. Bei «Workplace» war der Rückgang besonders gross, der Saldowert landete im negativen Bereich.

Bei den Krankenkassen war die Tonalität der Medienberichte im Jahr 2025 bei allen Themen positiver als im Jahre 2024, mit Ausnahme von «Innovation». Allerdings sind die Werte in dieser Dimension immer noch auf sehr hohem Niveau. Bei «Workplace» war die Tonalität im Vorjahr negativ, im aktuellen Jahr ist sie neutral.

Medienreputation gewinnt an strategischer Bedeutung

Eine intakte Medienreputation gilt als zentraler Erfolgsfaktor in der Assekuranzbranche. Sie beeinflusst nicht nur das Vertrauen von Kundinnen und Kunden, sondern wirkt sich auch auf Mitarbeitende, Investoren, politische Rahmenbedingungen und die öffentliche Wahrnehmung aus. In Zeiten zunehmender digitaler Transparenz, regulatorischer Anforderungen und ESG-Erwartungen gewinnt die mediale Berichterstattung weiter an Relevanz.

Zudem erhält eine gute Medienreputation eine neue strategische Bedeutung: KI-Tools wie ChatGPT gewichten journalistische Quellen besonders hoch, wenn Auskünfte über Unternehmen angefragt werden. Positive oder negative Medienberichte prägen somit direkt auch KI-gestützte Informationsabfragen.

Die Studie analysierte KI-gestützt 12 Versicherungen und 12 Krankenkassen hinsichtlich ihrer Reputation in Schweizer Medienquellen im Jahr 2025. Detailergebnisse mit den Resultaten der einzelnen Versicherungen und Krankenkassen sind in individuell aufbereiteten und kommentierten, kostenpflichtigen Studienberichten verfügbar.

KI ist kein Ersatz für Führung

Künstliche Intelligenz kann Management-Entscheidungen vorbereiten, aber nicht verantwortungsvoll treffen. Das betont der Interim Manager und KI-Experte Eckhart Hilgenstock. Er warnt davor, die Entwicklungen in der Beratungsbranche unreflektiert auf den Mittelstand zu übertragen.

KI-Experte und Interim Manager Eckhart Hilgenstock warnt vor der Gefahr, zu viel an die künstliche Intelligenz zu delegieren. (Bild: zVg / Eckhart Hilgenstock)

«Künstliche Intelligenz ist kein Ersatz für Führungsqualität», stellt der Management-Experte Eckhart Hilgenstock klar. Der Hamburger Fachmann für Künstliche Intelligenz im Management will damit der Vorstellung entgegentreten, KI könnte künftig die Entscheidungsgewalt in Unternehmen übernehmen.

Der frühere Partner bei der Boston Consulting Group (BCG), der heute als Interim Manager für KI-Projekte engagiert wird, rät zur Differenzierung: «Wenn McKinsey 5.000 Berater entlässt und durch KI ersetzt, dann deswegen, weil diese lediglich Zuarbeiten statt Führungsaufgaben zu erledigen hatten.» Dieser Trend werde sich fortsetzen: Primär mit Verwaltungstätigkeiten befasste Manager würden sich zunehmend in der Arbeitslosigkeit wiederfinden, während die Position von wirklichen Entscheidern gestärkt werde. «Denn Künstliche Intelligenz ist bestens geeignet, um Entscheidungen vorzubereiten, aber nicht, um diese verantwortungsvoll zu treffen», so Hilgenstock.

Fünf Minuten statt fünf Tage

«Viele meiner ehemaligen Kollegen sind nervös», weiss Eckhart Hilgenstock, der jahrelang als Partner bei BCG tätig war. Doch auch hierbei sei zu differenzieren. Als Insider kennt er die Beraterbranche: «Die Zeit, als Junior Consultants Marktanalysen erstellten und dann für eine Woche Arbeit 50.000 Euro für deskriptive Daten berechnet wurden, ist vorbei. Heute erledigt das ChatGPT in fünf Minuten, mit Nacharbeitung höchstens fünf Stunden, aber niemals fünf Tage.»

Während in der Branche schon vom «Ende des Consultings» die Rede sei, weist Eckhart Hilgenstock auf ein anderes Problem hin: die «falsche Übertragung der Entwicklungen in der Beratungsbranche auf den Mittelstand». Der Management-Experte, der heute als Führungskraft auf Zeit und Beirat in der mittelständischen Wirtschaft tätig ist, erklärt: «Immer häufiger fragen mich Inhaber, Geschäftsführer und Vorstände aus mittelständischen Unternehmen, ob sie dem Beispiel von McKinsey folgen und ihr Management ebenfalls durch KI-Software ersetzen sollen. Doch das ist in der Regel der falsche Weg.»

Nähe zum Kunden als Erfolgsfaktor

Er begründet: «Kleine und mittlere Betriebe sind meistens deshalb so erfolgreich, weil sie näher am Kunden und am Markt sind und schneller die richtigen Entscheidungen treffen. Diese Nähe und Flexibilität basieren im Allgemeinen auf Führungsqualitäten, die gerade nicht durch Künstliche Intelligenz zu ersetzen sind. Natürlich muss auch im Mittelstand automatisiert werden und KI spielt dabei eine Schlüsselrolle, aber weniger auf der Führungsebene.»

Eckhart Hilgenstock stellt klar: «Künstliche Intelligenz liefert im besten Fall die Datenbasis, um bessere Entscheidungen zu treffen. Aber wer als Manager Entscheidungen an die KI delegiert, hat seinen Job verfehlt.» Bei mittelständischen Management- und Beiratsmandaten werde ihm des Öfteren die Frage gestellt, ob KI nicht ganze Abteilungen ersetzen könnte, beispielsweise das Finanzwesen. Nach sorgfältiger Analyse komme er regelmässig zu dem Schluss, dass die KI die Produktivität und Effizienz deutlich erhöhen kann, aber in keinem einzigen Fall «auf menschliche Faktoren wie Ehrgeiz, Fingerspitzengefühl, Markt- und Kundennähe, Empathie und Entscheidungskraft» verzichtet werden sollte.

Beispiele aus der Praxis

Der Experte gibt ein Beispiel aus dem Finanzsektor: «Natürlich sollte man heutzutage KI nutzen, um fortlaufend Liquiditätsprognosen erstellen zu lassen. Aber es wäre grob fahrlässig, die Fragen, wie Zahlungsverzögerungen bei einem bestimmten Kunden zu interpretieren sind oder ob man bei einem neuen Auftrag ins Risiko gehen sollte, der KI zu überlassen.»

Als weiteres Beispiel verweist er auf den Vertrieb: «Beim Business Development gehört Künstliche Intelligenz zu den grössten Hebeln, um neue Kunden zu gewinnen und zusätzliche Umsatzquellen zu erschliessen. Aber das funktioniert nur, wenn die Menschen im Vertrieb motiviert sind und den Umgang mit der KI beherrschen.»

Gleiches gelte für neue Geschäftsmodelle: «Ich werde im Rahmen meiner Mandate als Beirat und Interim Manager immer häufiger gebeten, Ausschau nach neuen KI-basierten Geschäftsmodellen zu halten. In allen Fällen kann ich entsprechende Vorschläge unterbreiten, aber die Entscheidung, welchen Weg ein Unternehmen strategisch einschlagen will, ist eine Führungsaufgabe, die letztlich der Inhaber, Geschäftsführer oder Vorstand zu treffen hat.»

Eckhart Hilgenstock zählt zu den meistgefragten Interim Managern in Deutschland. Unternehmen holen ihn regelmässig als Führungskraft auf Zeit in den Betrieb, wenn es um die Themen profitables Wachstum und Vertrieb sowie Digitalisierung und den KI-Einsatz in Organisationen geht. Seine Erfahrungen hat er unter anderem gesammelt als General Manager EMEA Sales Global Accounts bei Microsoft sowie zuvor als Managing Director DACH bei Lotus Development und IBM Deutschland. Er ist Mitglied im Diplomatic Council und Autor des Buches «KI-Einsatz in Unternehmen: Chancen, Risiken, Erfolge».

https://hilgenstock-hamburg.de

Rivella Group steigert Umsatz auf 140 Millionen Franken

Die Schweizer Familienunternehmung Rivella Group erwirtschaftete 2025 einen Umsatz von 140 Millionen Franken – ein Plus von 2 Prozent. Besonders erfolgreich entwickelte sich die Vitaminwassermarke Focuswater mit zweistelligem Wachstum. Im Sommer 2026 steht zudem ein Wechsel in der Co-Geschäftsleitung an.

[caption id="" align="alignnone" width="1300"]Hauptsitz Rivella Group in Rothrist mit Elektro-LKW Hauptsitz der Rivella Group in Rothrist. Im Vordergrund einer der vier neuen Elektro-LKW. Quelle: Rivella Group[/caption]

Im vergangenen Jahr hat die Rivella Group 95 Millionen Liter an Getränken verkauft und damit einen Umsatz von 140 Millionen Franken erwirtschaftet. Dies entspricht einem Plus von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Heimmarkt Schweiz verzeichnet die Unternehmung gar ein Umsatzwachstum von 3 Prozent bei einem Absatz von 65 Millionen Litern. Entsprechend zufrieden äussert sich Silvan Brauen, Co-CEO der Rivella Group: «Wir dürfen auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Die klare Fokussierung auf unsere beiden Kernmarken Rivella und Focuswater hat sich als richtig erwiesen.»

Focuswater mit zweistelligem Wachstum

Ungebrochen ist der Wachstumstrend bei der Vitaminwassermarke Focuswater. Auch im vergangenen Jahr konnte die Unternehmung mit Focuswater zweistellig zulegen. Mit Focuswater Shine hat die Rivella Group im letzten Jahr eine weitere zucker- und süssstofffreie Varietät eingeführt. Um der steigenden Nachfrage nach den leichten Getränken auch in Zukunft gerecht zu werden, hat die Unternehmung im abgelaufenen Jahr in ihrer Fabrik massiv aufgerüstet. Allein für die neue Abfüllanlage für Focuswater hat sie in den letzten zwei Jahren 16 Millionen Franken investiert.

Der grösste Anteil am Umsatz und Absatz des Unternehmens stammt weiterhin von der Kernmarke Rivella. Im Geschäftsjahr 2025 hat innerhalb des Rivella-Sortiments besonders Rivella Blau Zero Zucker überzeugt und vom Trend nach leichten Getränken besonders profitiert.

Beste Arbeitgeberin der Schweiz

Im Februar 2026 wurde die Rivella Group bereits zum zweiten Mal nach 2021 als beste Arbeitgeberin der Schweiz ausgezeichnet. Die «Handelszeitung» und «PME» bewerten in ihrer Studie jährlich Schweizer Unternehmen mit mindestens 250 Mitarbeitenden und befragen dazu über 15’000 Mitarbeitende. «Dass die Rivella Group so gut abgeschnitten hat, ist für uns eine grosse Ehre, jedoch kein reiner Zufall», ist Simone Müller-Ledermann, Leiterin People & Culture bei Rivella überzeugt: «Seit Jahren engagieren wir uns stark für eine gelebte Unternehmenskultur, wir investieren viel in eine attraktive Arbeitsumgebung und tragen diese Bestrebungen auch offensiv nach aussen. Dies aus Überzeugung, dass nur zufriedene und engagierte Mitarbeitende den Erfolg einer Unternehmung ermöglichen.»

Neue Co-Geschäftsleitung ab August 2026

Ein wichtiger personeller Wechsel steht im Sommer 2026 in der obersten Führungsetage der Unternehmung an. Erland Brügger, der 12 Jahre in der Funktion des CEO und seit 2023 als Co-CEO tätig war, wird die Unternehmung auf Ende Juli 2026 verlassen, um sich vermehrt seinen Verwaltungsratsmandaten und neuen Projekten zu widmen. Sein Nachfolger wird Christoph Messerli, aktueller CFO der Rivella Group. Christoph Messerli wird zusammen mit Silvan Brauen die Co-Geschäftsleitung der Rivella Group wahrnehmen.

«Das Co-Modell auf CEO-Stufe hat sich sehr gut bewährt. Wir profitieren von neuen Impulsen und Sichtweisen. Ich freue mich sehr, künftig mit Christoph dieses inspirierende Modell weiterführen zu dürfen», sagt Co-CEO Silvan Brauen.

Fachkräftemangel im öffentlichen Sektor: Weniger Ausschreibungen, unterschiedliche Entwicklungen

Eine Analyse der Stellenausschreibungen 2025 zeigt: Der Arbeitsmarkt im sinnstiftenden Sektor wird selektiver. Während sich die Lage in der Verwaltung leicht entspannte, verschärfte sich der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen. Die Zahl der Einstiegspositionen blieb trotz KI-Debatte stabil.

Die wichtigsten Arbeitsmarkttrends im öffentlichen Sektor. (Bild: zVg)

Das Jahr 2025 stellte sinnstiftende Organisationen in der Deutschschweiz vor ein bekanntes Spannungsfeld: Sparmassnahmen und Budgetkürzungen trafen auf einen weiterhin hohen Personalbedarf. Besonders in der öffentlichen Verwaltung, im Bildungsbereich und im Gesundheitswesen waren Organisationen gezwungen, ihre Rekrutierungsstrategien anzupassen. Eine Auswertung von Publicjobs über das gesamte Job-Jahr 2025 zeigt: Der Arbeitsmarkt im sinnstiftenden Sektor ist nicht kleiner geworden, sondern selektiver.

Rückgang der Ausschreibungen mit klaren Unterschieden

Insgesamt wurden im Jahr 2025 20’811 Stellenanzeigen publiziert. Gegenüber 22’273 Ausschreibungen im Jahr 2024 entspricht dies einem Rückgang von 6,5 Prozent. Besonders deutlich fiel die Abnahme im Segment der öffentlichen Verwaltung aus.

Gleichzeitig gab es in anderen Bereichen gegenläufige Entwicklungen: Im Bildungsbereich stieg das Ausschreibungsvolumen im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent, im Gesundheitswesen sogar um 13 Prozent. Auch in weiteren sinnstiftenden Segmenten wie Energieversorgung, sozialen Organisationen, Kirchen oder Stiftungen ist eine leichte Zunahme zu beobachten.

Verwaltung: Stabilere Strukturen trotz weniger Anzeigen

Im Bereich der öffentlichen Verwaltung zeigt sich eine differenzierte Entwicklung. Zwar ging die Anzahl der publizierten Stellenanzeigen zurück, die Anzahl der Organisationen, die mindestens eine Stelle ausschrieben, blieb jedoch konstant.

Dies deutet darauf hin, dass Organisationen mit weniger Ausschreibungen auskamen, um offene Stellen zu besetzen. Der Fachkräftemangel scheint sich, zumindest im Umfeld der öffentlichen Verwaltung, leicht entspannt zu haben. Die Datenlage deutet darauf hin, dass offene Positionen effizienter besetzt werden konnten. Der Rückgang der Ausschreibungen ist daher weniger als Rückzug vom Arbeitsmarkt zu verstehen, sondern als Hinweis auf stabilere Personalstrukturen oder angepasste Rekrutierungsprozesse. Ein weiterer Aspekt, der hier eine Rolle spielen könnte, ist der Wunsch nach sicheren Stellen in einem stabilen Umfeld, während die Gesamtwirtschaft von Unsicherheit und geopolitischen Spannungen geprägt wurde.

Bildung: Breiter, aber weniger intensiv

Im Bildungsbereich nahm die Anzahl der Organisationen, die mindestens eine Stelle ausschrieben, gegenüber 2024 um 19 Prozent zu. Gleichzeitig stieg das gesamte Ausschreibungsvolumen lediglich um 3,4 Prozent.

Dies zeigt, dass zwar mehr Bildungsorganisationen rekrutierten, jedoch mit deutlich weniger Ausschreibungen pro Organisation. Die Fluktuation nahm damit auch im Bildungsbereich ab. Rekrutierung fand breiter statt, aber weniger intensiv. Auch hier lässt sich die Situation so interpretieren, dass der Fachkräftemangel im Bildungsbereich leicht rückläufig ist beziehungsweise seinen Höhepunkt überschritten hat.

Gesundheitswesen: Der Fachkräftemangel bleibt akut

Anders stellt sich die Lage im Gesundheitswesen dar. Hier blieb die Anzahl der publizierenden Organisationen nahezu unverändert, während das Ausschreibungsvolumen im Vergleich zu 2024 um 13 Prozent zunahm.

Diese Kombination deutet auf einen weiterhin akuten Fachkräftemangel hin. Bestehende Organisationen mussten häufiger ausschreiben, um ihren Personalbedarf zu decken. Der Druck auf den Arbeitsmarkt im Gesundheitswesen hat sich 2025 damit tendenziell eher verstärkt als abgeschwächt.

Berufseinsteiger: Stabilität trotz KI-Debatte

Entgegen der häufig geführten Debatte um Automatisierung und den möglichen Wegfall von Einstiegspositionen zeigt die Auswertung von Publicjobs ein stabiles Bild: Der Anteil der Stellen für Berufseinsteiger:innen blieb 2025 im Vergleich zu 2024 unverändert.

Gerade in sinnstiftenden Segmenten wie Verwaltung, Bildung und Gesundheitswesen bleibt der Mensch im Mittelpunkt. Künstliche Intelligenz verändert zwar Prozesse, unterstützt bei administrativen Aufgaben und erhöht Effizienz – sie ersetzt jedoch nicht die fachliche Verantwortung, das soziale Verständnis und die Nähe zu Bürger:innen, Patient:innen oder Lernenden.

Diese Stabilität ist ein wichtiges Signal – nicht nur für Arbeitgebende, sondern insbesondere für junge Talente, die eine Karriere mit gesellschaftlicher Wirkung anstreben.

Selektiver statt kleiner

Das Job-Jahr 2025 zeigt keinen generellen Rückzug vom Arbeitsmarkt im sinnstiftenden Sektor. Während sich der Fachkräftemangel in der Verwaltung leicht entspannte, bleibt er im Gesundheitswesen weiterhin eine zentrale Herausforderung. Bildung und weitere Segmente setzten stärker auf Stabilisierung und gezielte Rekrutierung.

Weniger Ausschreibungen bedeuten dabei nicht weniger Bedarf – sondern einen bewussteren, selektiveren Umgang mit Personalressourcen.

www.publicjobs.ch

Julius Bär ernennt Winfried Daun zum Global Head Brand & Marketing

Julius Bär hat Winfried Daun zum Global Head Brand & Marketing ernannt. In dieser neu geschaffenen Position leitet er die Bereiche Branding, zentrales Marketing, Content-Marketing, Sponsoring und Partnerschaften sowie digitale Kanäle. Daun kommt von der UBS, wo er über 19 Jahre in verschiedenen strategischen Rollen tätig war.

[caption id="" align="alignnone" width="1148"]Winfried Daun Winfried Daun übernimmt die neu geschaffene Position des Global Head Brand & Marketing bei Julius Bär. Quelle: zvg[/caption]

Julius Bär hat Winfried Daun zum Global Head Brand & Marketing ernannt. In dieser neu geschaffenen Position leitet er die Bereiche Branding, zentrales Marketing, Content-Marketing, Sponsoring und Partnerschaften, Client Communities, Kundenkommunikation sowie digitale Kanäle.

Umfassende Erfahrung in Markenführung

Winfried Daun verfügt über umfassende Erfahrung in Markenführung und Marketingmanagement. Zu Julius Bär stiess er von der UBS, wo er während mehr als 19 Jahren verschiedene strategische Rollen und Führungspositionen innehatte und für Markenkommunikation über alle Kanäle sowie für globale Initiativen verantwortlich war. Zuletzt war er Head Group Brand, Creative and Innovation.

Davor war er als Berater bei BBDO Consulting und PricewaterhouseCoopers Consulting tätig. Winfried Daun verfügt über einen Doktortitel in Wirtschaftswissenschaften der Universität St. Gallen.

Stärkung der Markenwirkung

Stefan Bollinger, CEO von Julius Bär, sagte: «Wir freuen uns sehr, Winfried Daun bei Julius Bär willkommen zu heissen. Als ausgewiesener Experte für globale Markenführung und Marketing wird er massgeblich dazu beitragen, die Wirkung unserer Marke und unser Wertversprechen gegenüber unseren Kunden in allen unseren Märkten zu stärken sowie die Umsetzung von Kampagnen und Initiativen eng an unserer Strategie und den Bedürfnissen unserer Kunden auszurichten.»

Julius Bär ist die führende Schweizer Wealth-Management-Gruppe und eine erstklassige Marke in diesem globalen Sektor, ausgerichtet auf die persönliche Betreuung und Beratung anspruchsvoller Privatkunden. Per Ende 2025 beliefen sich die verwalteten Vermögen auf 521 Milliarden Franken. Julius Bär ist in rund 25 Ländern und an rund 60 Standorten präsent.

50. Congress der Controller: Jubiläum mit Fokus auf Zukunft

Der Internationale Controller Verein lädt zum 50. Congress der Controller am 27./28. April 2026 nach München ein. Unter dem Leitmotiv «Prepared for Uncertainty» widmet sich das Jubiläumstreffen aktuellen Herausforderungen der Unternehmenssteuerung – von geopolitischen Unsicherheiten über KI-Einsatz bis zur Finance-Transformation.

Font, Technology, Advertising
Quelle: zvg

Seit 1976 steht der Congress der Controller für fachliche Tiefe, Praxisnähe und persönlichen Austausch. Aus einer Initiative von Prof. Dr. Dr. h.c. Albrecht Deyhle ist ein Forum entstanden, das Generationen von Controllerinnen und Controllern geprägt hat. Der ICV blickt mit Stolz auf fünf Jahrzehnte kontinuierlichen Dialogs über die Weiterentwicklung der Unternehmenssteuerung.

Orientierung in bewegten Zeiten

Unter dem Leitmotiv «Prepared for Uncertainty» stellt der Jubiläums-Congress aktuelle Herausforderungen und Chancen für die Unternehmenssteuerung gegenüber. Neben Unwägbarkeiten aufgrund von geopolitischen Unsicherheiten, volatilen Märkten, regulatorischen Anforderungen, Nachhaltigkeitsdruck und Fachkräftemangel bieten sich auch Chancen, etwa durch Innovationen wie Künstliche Intelligenz.

Dem aktuellen Themenspektrum widmen sich 25 Referierende an beiden Congress-Tagen. Kompakte 30-Minuten-Vorträge im imposanten Ballsaal des Münchner Congress-Hotels The Westin Grand sorgen für prägnante Impulse, die in den zahlreichen Netzwerkangeboten während des Congresses auch im direkten Austausch mit den Referierenden erörtert werden können.

Hochkarätige Vortragende aus der Praxis

Zu den Vortragenden gehören unter anderem Uta Anders (CFO, Krones), die Kapitalmarktkommunikation in Zeiten erhöhter Unsicherheit beleuchtet. Dr. Dirk Baukmann (EVP Corporate Accounting, Reporting & Controlling, DHL Group) zeigt mit dem «21st Century CFO Model» und seiner Verzahnung mit operativem Geschäft und Reporting-Anforderungen die Bedeutung für Controller auf. Axel Wachholz (CFO, Phoenix Contact Gruppe) reflektiert die Rolle des CFOs und skizziert Perspektiven.

Annet van der Laan (CFO, MB Energy) berichtet über die Umsetzung einer umfassenden Finance-Transformation und deren Wirkung im ersten Jahr. Dr. Andreas Aschenbrücker (CFO, Trumpf Machine Tools) erläutert die Steuerung globaler Business Center. Oliver Knapp (Senior Partner, Roland Berger) analysiert Wettbewerbsdynamiken zwischen China und westlichen Unternehmen. Univ.-Prof. Dr. Markus Hengstschläger richtet den Blick auf Lösungsbegabung als Schlüsselkompetenz in einer digital geprägten Arbeitswelt.

Drei Themenzentren mit Fokus auf KI, Krisen und Performance

Am Nachmittag des ersten Congress-Tages vertiefen traditionell drei parallele Themenzentren die Diskussion: KI-Umsetzung im Controlling, Krisenfrüherkennung und Umgang mit Unsicherheiten sowie Finance & Controlling als Performance-Treiber. Im Mittelpunkt stehen konkrete Anwendungsfälle, Reifegradmodelle und Praxiserfahrungen – von KI-gestützten Analysen und Data Agents über generative KI in der Planung bis hin zur Risikoaggregation und Bandbreitenplanung.

Besonderer Input kommt von FH-Prof. Dr. Heimo Losbichler, ehemaliger Vorstandsvorsitzender des ICV, der in seinem Vortrag «Frühaufklärung im Zeitalter von KI» aufzeigt, wie Weak Signals frühzeitig erkannt und systematisch in strategische Entscheidungen integriert werden können. Weitere Beiträge beleuchten die strategische Rolle von Finance & Controlling sowie die Weiterentwicklung der Controllerorganisation.

Controlling im Dialog über Generationen hinweg

Der Congress der Controller ist auf Wissenstransfer im Dialog ausgelegt: Der bestuhlte Ballsaal schafft Raum für konzentrierten Input, während Lunch-Buffets und Themenzentren über zwei Ebenen hinweg zum Netzwerken mit alten und neuen Kontakten in persönlichen und Fachgesprächen fernab von festen Strukturen und Räumlichkeiten einladen. Ein Loungebereich mit Musik bietet das perfekte Ambiente für Gespräche in entspannter Atmosphäre.

Young Finance Professionals werden beim Congress der Controller persönlich von ICV-Vorstandsmitglied Pia Burkarth und Korbinian Hoffmann, im ICV Executive Advisor für YFP, begleitet. Ein eigener Bereich für YFP- und Mentoring-Sessions schafft zusätzliche Gelegenheiten zur gezielten Vernetzung für Berufseinsteiger, auch mit Berufserfahrenen.

Auszeichnungen für Controlling Excellence

Ein besonderer Höhepunkt bei jedem Congress der Controller sind die Preisverleihungen: Der Albrecht Deyhle Award for Controlling Excellence würdigt herausragende Controlling-Leistungen. Mit dem ICV – Péter Horváth Green Controlling Preis werden innovative nachhaltige Steuerungskonzepte ausgezeichnet. Beide Awards stehen exemplarisch für den Anspruch, Controlling als gestaltende Kraft in Unternehmen sichtbar zu machen.

«Der Congress der Controller ist für mich der Höhepunkt des Controller-Jahres. Er ist eine Mischung aus Zukunftsgipfel für Controlling, besonderem Netzwerk-Event und dabei so familiär wie ein Klassentreffen», sagt Matthias von Daacke, ICV-Vorstandsvorsitzender.

Der 50. Congress der Controller findet am 27. und 28. April 2026 im CongressCenter im Hotel The Westin Grand München statt. Weitere Informationen und Anmeldung: icv-controlling.com

KI als Stresstest für Technologie- und Softwaremärkte

Die rasante Entwicklung generativer KI-Modelle führt zu massiven Verschiebungen in der Wertschöpfungskette der Technologiebranche. Während Software-Aktien volatil reagieren, profitieren Cloud-Infrastrukturanbieter strukturell von der wachsenden Nachfrage nach Rechenkapazitäten. Dr. Malte Kirchner, Head of German speaking Europe bei DNB Asset Management, analysiert, wo die wirklichen Risiken und Chancen im KI-Boom liegen.

Dr. Malte Kirchner, Head of German speaking Europe, DNB Asset Management (Quelle: DNB Asset Management)

Die Dynamik des globalen Technologie- und KI-Ökosystems lässt sich derzeit am besten als Zusammenspiel aus massiven Infrastrukturinvestitionen, strukturellen Verschiebungen entlang der Wertschöpfungskette und einer Neubewertung klassischer Software-Geschäftsmodelle beschreiben. Die ausgeprägte Volatilität der vergangenen Monate – insbesondere bei Software-Aktien – ist weniger Ausdruck schwächerer Fundamentaldaten als vielmehr das Resultat eines technologischen Paradigmenwechsels, ausgelöst durch die rasante Entwicklung generativer KI-Modelle.

Der Markt diskutiert zunehmend, ob bestehende Softwaremodelle durch KI strukturell unter Druck geraten könnten, ob Margen langfristig sinken und wie nachhaltig aktuelle Bewertungen sind. Diese Unsicherheit hat zu einer spürbaren Neubewertung vieler Titel geführt – häufig pauschal und wenig differenziert.

Infrastruktur vor Modellqualität: Warum Hyperscaler strukturell profitieren

Ein zentraler Befund ist die wachsende Entkopplung zwischen der Qualität einzelner KI-Modelle und der Ertragskraft der zugrunde liegenden Plattformen. Unternehmen wie Microsoft, Amazon oder Alphabet profitieren weniger davon, welches KI-Modell sich durchsetzt, sondern davon, dass KI-Modelle überhaupt in grossem Umfang genutzt werden.

Jede Anwendung – sei es in der Suche, in Unternehmenssoftware oder in der Automatisierung von Prozessen – erzeugt Rechenlast. Und Rechenlast bedeutet Nachfrage nach Cloud-Infrastruktur, Netzwerken und Rechenzentren. Selbst wenn Preise und Margen auf Modellebene unter Druck geraten, bleibt die strukturelle Nachfrage nach Inferenz-Kapazitäten bestehen. Genau deshalb erweisen sich grosse Cloud-Plattformen trotz hoher Investitionen kurzfristig als robust positioniert.

Kapitalintensität als Risikofaktor im KI-Stack

Mit der Verschiebung der Wertschöpfung hin zur Infrastruktur rückt der Investitionszyklus stärker in den Fokus. Besonders kapitalintensive Segmente reagieren sensibel auf Veränderungen in der Nachfrage. Beispiele sind GPU-Produzenten, Speicherhersteller oder Halbleiter-Foundries.

Unternehmen wie Nvidia oder Anbieter im Hochleistungs-Speichersegment profitierten zuletzt stark vom KI-Boom. Gleichzeitig steigt mit zunehmender Kapazitätsausweitung das Risiko temporärer Überangebote, falls sich Investitionsentscheidungen verzögern oder Monetarisierung langsamer verläuft als erwartet. Der Kapitalzyklus wird damit zu einer zentralen Determinante der Ertragskraft – und zu einem wesentlichen Unsicherheitsfaktor für Bewertungen.

Modellkonvergenz und Preisdruck

Ein weiterer struktureller Treiber ist die rasche Konvergenz der Modellqualität bei Large Language Models. Leistungsunterschiede zwischen kommerziellen Modellen und hochwertigen Open-Source-Alternativen werden kleiner, während die Preisspannen teils erheblich bleiben. Für viele Anwender wird es wirtschaftlich kaum rational sein, ein Modell zu nutzen, das nur marginal bessere Ergebnisse liefert, aber ein Vielfaches kostet.

Diese Entwicklung erhöht den Druck auf Modellanbieter, stabilisiert aber gleichzeitig die Nachfrage nach Infrastruktur. Modelle mögen austauschbar werden – skalierbare Rechenkapazitäten, Datenintegration und operative Plattformen sind es nicht.

Software: Zwischen Marktangst und struktureller Robustheit

Der Softwaresektor ist aktuell der Bereich, in dem Marktstimmung und fundamentale Realität am stärksten auseinanderfallen. Breite Verkaufsbewegungen suggerieren teilweise, Software sei strukturell gefährdet. Eine differenzierte Analyse zeigt jedoch ein deutlich heterogeneres Bild.

Risiken lassen sich grob in drei Ebenen einteilen: Automatisierungseffekte, die die Zahl menschlicher Nutzer reduzieren können – primär ein Preismodell-, nicht zwingend ein Existenzthema. KI-gestützte Code-Generierung, die Entwicklungsprozesse beschleunigt, aber nicht gleichbedeutend ist mit dem Aufbau belastbarer, regulierungskonformer Systeme. Neue, KI-native Architekturen, die langfristig die grösste strukturelle Herausforderung darstellen, deren Durchsetzung jedoch Zeit benötigt.

Ein ERP-System wie SAP oder komplexe Engineering-Software bildet jahrzehntelang gewachsenes Domain- und Regulierungswissen ab. Diese Tiefe lässt sich nicht kurzfristig durch Sprachmodelle ersetzen. Genau hier liegt die strukturelle Stabilität vieler etablierter Anbieter.

Kollaborations- und Netzwerktechnologie als stabile Bausteine

Robust zeigen sich auch jene Unternehmen, die tief in organisatorische Abläufe und physische Netze eingebettet sind. Atlassian etwa steht exemplarisch für Kollaborations- und Prozesssoftware, die unabhängig davon relevant bleibt, ob Code von Menschen oder autonomen Agenten geschrieben wird. Planung, Dokumentation, Koordination und Nachvollziehbarkeit bleiben zentrale Anforderungen.

Auch klassische Technologieanbieter wie Nokia oder Ericsson, die in vielen Technologieportfolios kaum Beachtung finden, profitieren von strukturellen Trends: geringere Wettbewerbsintensität, planbare Cashflows und eine zunehmende Bedeutung stabiler Netzwerkinfrastruktur im Zuge wachsender Datenströme.

Ein Markt zwischen Überreaktion und realer Disruption

Der Technologiesektor befindet sich in einer Phase, in der technologischer Fortschritt schneller voranschreitet als das Verständnis der Kapitalmärkte. Hohe Investitionen beginnen, produktiv zu wirken, während ihre Nachhaltigkeit gleichzeitig infrage gestellt wird. Softwareunternehmen werden pauschal abgestraft, obwohl nur ein Teil tatsächlich strukturell gefährdet ist.

Die wesentlichen Risiken liegen weniger im «Ob» der KI-Revolution, sondern im «Wie schnell» und «Wie gleichmässig» sich Wertschöpfung entlang des KI-Stacks materialisiert.

Fazit: Differenzierung wird zum entscheidenden Erfolgsfaktor

Der KI-Boom schafft klare strukturelle Gewinner – insbesondere dort, wo Geschäftsmodelle skalierbar, infrastrukturell verankert und tief in Prozesse integriert sind. Gleichzeitig zwingt er Investoren und Marktbeobachter dazu, Wertschöpfungsketten genauer zu analysieren und Risiken differenzierter zu bewerten.

Nicht jede Disruption ist unmittelbar, nicht jeder Zyklus dauerhaft. Doch dort, wo Technologie, Daten, Infrastruktur und Organisation zusammenwirken, bleibt das langfristige Potenzial aussergewöhnlich – trotz anhaltender Volatilität.

Weitere Informationen: DNB Asset Management

Blick nach Deutschland: Industrie am stärksten von Lieferkettenproblemen betroffen

Deutsche Unternehmen kämpfen im Vergleich zu anderen europäischen Ländern am meisten mit Lieferengpässen. Während 32 Prozent der deutschen Firmen von starkem Einfluss auf ihr Geschäft berichten, zeigen sich niederländische und spanische Unternehmen deutlich optimistischer. Dies zeigt eine aktuelle Studie von Reichelt Elektronik.

Allison_Reichelt-Umf~ketten_DE_FINAL
Quelle: zvg

Ein Blick in unser nördliches Nachbarland zeigt: Deutsche Unternehmen sind deutlich mehr von Lieferkettenproblemen betroffen als der Rest Europas. Das zumindest geht aus der aktuellen Ausgabe des jährlichen Lieferkettenreports von Reichelt Elektronik hervor. In der nun seit vier Jahren in Folge durchgeführten Studie wurden mehr als 1500 Industrieunternehmen aus Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden und Spanien vom unabhängigen Umfrageinstitut Onepoll befragt.

Deutschland Spitzenreiter bei Lieferengpässen

Mit 32 Prozent berichten deutsche Unternehmen am häufigsten von einem starken Einfluss der Lieferkettenengpässe auf ihr Geschäft. Besonders gravierend: In Deutschland und auch den Niederlanden mussten Unternehmen ihre Produktion für durchschnittlich 26,3 beziehungsweise 26,8 Tage stoppen – damit bilden die beiden Länder den absoluten Spitzenwert. In Spanien hingegen gab es durchschnittlich einen Produktionsstopp von 16,7 Tagen.

Die Massnahmen gegen diese anhaltenden Probleme fielen in den Ländern unterschiedlich aus. Rund 52 Prozent der deutschen Unternehmen gaben zum Beispiel an, Lieferanten diversifiziert zu haben. Spanien hingegen setzt zumeist auf die Umstellung zu lokalen Lieferanten (50 Prozent), wohingegen die Niederlande Automatisierungslösungen priorisiert (46 Prozent).

Halbleiter-Krise trifft Deutschland am härtesten

Der Ländervergleich offenbart auch grosse Unterschiede bei der Bauteilbeschaffung: Während in den Niederlanden 45 Prozent der Unternehmen die Beschaffung kritischer Bauteile als «leicht» bewerten, liegt dieser Wert in Deutschland bei nur 35 Prozent. Besonders gravierend zeigen sich die Lieferengpässe bei Halbleitern, einem der wichtigsten Bauteile im KI-Zeitalter. So geben 44 Prozent der deutschen Unternehmen an, Probleme bei der Beschaffung von Halbleitern zu haben – deutlich mehr als der Durchschnitt (35 Prozent) und 21 Prozentpunkte über den Niederlanden, die mit nur 23 Prozent den niedrigsten Wert aufweisen. Ähnlich drastisch zeigt sich das bei den Sensoren: Deutsche Unternehmen melden zu 37 Prozent Engpässe, während spanische Firmen nur zu 20 Prozent betroffen sind.

Bei der Beschaffung von anderen Bauteilen sticht Deutschland jedoch positiv hervor: Niederländische Unternehmen kämpfen überproportional mit Batterie-Engpässen (37 Prozent gegenüber 24 Prozent in Deutschland), während französische und italienische Firmen verstärkt Probleme bei der Beschaffung von Entwicklerboards haben (31 Prozent). Deutschland hat hier mit nur 19 Prozent deutlich am wenigsten mit Lieferengpässen zu kämpfen.

Bürokratieabbau und Digitalisierungsschwierigkeiten

Ein besonders deutlicher Unterschied zeigt sich auch bei den Herausforderungen für die Zukunft. 55 Prozent der deutschen Unternehmen drängen auf einen Abbau von Bürokratie innerhalb der EU – der absolute Spitzenwert im Vergleich zu den anderen europäischen Märkten. So gaben zum Beispiel nur 39 Prozent der niederländischen Unternehmen an, mit den administrativen Hürden im europäischen Binnenmarkt zu hadern. Auch zeigten sich deutsche Unternehmen überdurchschnittlich stark von Digitalisierungsschwierigkeiten betroffen (50 Prozent). Im Gegensatz dazu betrachten in Frankreich lediglich 31 Prozent der Unternehmen die Digitalisierung als Herausforderung.

Zukunftsaussichten: Südeuropa optimistisch, Deutschland zurückhaltend

Die europäischen Unternehmen blicken mit unterschiedlichen Erwartungen in die Zukunft: Während sich europaweit 52 Prozent der Firmen eine Entspannung der Liefersituation erhoffen, zeigen sich deutliche regionale Unterschiede. Spanische (66 Prozent) und italienische Unternehmen (62 Prozent) sind dabei wesentlich optimistischer als ihre deutschen (48 Prozent), niederländischen (48 Prozent) und französischen (40 Prozent) Äquivalente.

Auch bei der Einschätzung politischer Risiken zeigt sich Deutschland pessimistischer: 68 Prozent sehen politische Entscheidungen als Bedrohung, während nur 48 Prozent der französischen Unternehmen diese Sorge teilen. Ebenso bewerten 66 Prozent der deutschen Unternehmen die globale Wirtschaftslage als schwierig. Getoppt wird dieser Wert nur von Spanien, bei denen sich sogar 76 Prozent besorgt wegen der aktuellen Politik zeigen. Diese Zahlen verdeutlichen, dass deutsche Unternehmen aufgrund ihrer starken Ausrichtung auf internationale Handelsbeziehungen besonders sensibel auf politische und wirtschaftliche Unsicherheiten reagieren.

Fazit: Deutschland droht Rückstand in Europa

«Die Studie zeigt deutlich: Deutsche Unternehmen waren von den Herausforderungen im Welthandel besonders stark betroffen», so Christian Reinwald, Head of Product Management & Marketing bei Reichelt Elektronik. «Zu anhaltenden Lieferkettenproblemen kommen neue Exportzölle und politische Unsicherheiten. Das zeigt sich nicht nur in den Wachstumszahlen der letzten Jahre, sondern auch in der Stimmung. Während andere europäische Länder flexibler auf Krisen reagieren und teilweise optimistischer in die Zukunft blicken, ächzt Deutschland unter den Belastungen. Dennoch wäre es zu früh, das Handtuch in den Ring zu werfen. Deutsche Unternehmen verfügen nach wie vor über einzigartiges Know-how und grosses innovatives Potenzial. Diese Stärken können helfen, die derzeit schwierige Lage zu meistern und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.»

Quelle und weitere Informationen: www.reichelt.de

Thomas Gasser wird neuer COO bei Pistor

Ab Mai 2026 übernimmt Thomas Gasser bei der Grosshändlerin Pistor die Funktion als Chief Operating Officer (COO). Der 45-jährige Logistik- und Supply-Chain-Experte tritt die Nachfolge von Richard Betschart an, der nach 19 verdienstvollen Jahren in Pension geht.

Thomas Gasser übernimmt ab Mai 2026 die Funktion als Chief Operating Officer bei Pistor. (Quelle: zvg / Pistor Holding Genossenschaft)

Die Bäckerei-, Gastronomie- und Gesundheitsmarkt-Zulieferin Pistor liefert jedes Jahr zuverlässig über 120’000 Tonnen Ware in der ganzen Schweiz aus. Eine Leistung, hinter der ein technologisch hochentwickeltes Logistiksystem mit ausgefeilten Warenflüssen, digitaler Steuerung und qualifizierten Mitarbeitenden steht. Diese hochautomatisierte Logistik zukunftsgerichtet weiterzuentwickeln, liegt ab Mai 2026 in der Verantwortung von Thomas Gasser: Der 45-Jährige wird neu die Warenumschlagszentren, die Distribution sowie die Infrastrukturentwicklung bei Pistor verantworten.

Breite Expertise und akademischer Hintergrund

Nach langjähriger Tätigkeit bei der Migros war Gasser zuletzt als COO bei der Brack.Alltron tätig. «Wir freuen uns ausserordentlich, dass wir Thomas Gasser für Pistor gewinnen konnten», betont Verwaltungsratspräsident Daniel Eichenberger. «Mit seiner Expertise im Bereich automatisierter Logistiksysteme, seiner breiten Führungserfahrung und seiner werteorientierten Persönlichkeit passt er hervorragend zu unserem Unternehmen.»

Zudem bringe Gasser einen überzeugenden akademischen Hintergrund mit: Zukunftsweisende Themen wie digitale Transformation oder Supply Chain Management zählen ebenso dazu wie Abschlüsse an der Universität St. Gallen, am IMD Lausanne und an der Harvard Business School.

Richard Betschart geht in Pension

Der derzeitige Stelleninhaber Richard Betschart ist seit 19 Jahren als Leiter Logistik und Geschäftsleitungsmitglied bei Pistor tätig. Per Ende Juni 2026 steht seine ordentliche Pensionierung an. Verwaltungsratspräsident Daniel Eichenberger würdigt Betscharts Verdienste: «Dank ihm und seinem Team verfügt Pistor über eine innovative Logistik und die effizienteste Lieferkette im Markt.» Zum Vorteil der Kundschaft sei in den vergangenen Jahren ausserdem stark in die Logistik-Automation und in die digitale Infrastruktur investiert worden. «Ich sehe Pistor bestens für die Zukunft aufgestellt und möchte Richard Betschart herzlich für seinen Einsatz danken», so Eichenberger.

www.pistor.ch

HR Festival Europe 2026: Leuthard, Lobo und Martin als Keynote-Speaker

Das HR Festival Europe findet am 24. und 25. März 2026 in der Messe Zürich statt. Über 6000 Besuchende und mehr als 170 Ausstellende werden erwartet. Mit Doris Leuthard, Sascha Lobo und Leo Martin stehen drei hochkarätige Keynote-Speaker auf der Bühne.

Digitalisierungs- und KI-Experte Sascha Lobo referiert über KI und die Zukunft von HR. Quelle: zvg

Das HR Festival Europe öffnet in etwas mehr als einem Monat seine Tore. Am 24. und 25. März 2026 treffen sich HR-Professionals und die gesamte Schweizer HR-Community an der Messe Zürich. Mit über 6000 Besuchenden und mehr als 170 innovativen Ausstellenden hat sich die Veranstaltung als führender Branchentreffpunkt etabliert.

Hochkarätige Keynotes

Drei aussergewöhnliche Persönlichkeiten werden dieses Jahr die Hauptbühne bespielen. Den Auftakt macht am Dienstag, 24. März, um 9:15 Uhr Doris Leuthard. Die ehemalige Bundespräsidentin, Rechtsanwältin und Vizepräsidentin der Coop-Gruppe spricht zum Thema «Verantwortung tragen, Zukunft gestalten – Eine Leadership Perspektive».

Am selben Tag folgt um 14:15 Uhr Sascha Lobo, Digitalisierungs- und KI-Experte, Autor und Podcast Host. Er widmet sich der Frage «Wie KI die Welt verändert und was das für die Zukunft von HR bedeutet». Am Mittwoch, 25. März, um 9:15 Uhr übernimmt Leo Martin die Bühne. Der Ex-Geheimagent, Kriminalist und Spiegel-Bestsellerautor referiert über «Geheimwaffe Vertrauen – Die Kunst, Menschen zu gewinnen».

Für die Teilnahme an den Keynotes ist keine zusätzliche Anmeldung erforderlich. Alle Keynotes und Panels auf der Main Stage werden simultan auf Deutsch, Französisch und Englisch übersetzt.

Swiss HR Award mit Live-Pitches

Ein Höhepunkt des Festivals ist die Verleihung des Swiss HR Award 2026. Eine hochkarätige Fachjury mit über 20 Expertinnen und Experten hat zehn herausragende Projekte in den Kategorien Attracting Talents, Retaining Talents, Start-Up, Wild Card und Think Tank für die Shortlist nominiert. Die finalen Projekte werden am Mittwoch, 25. März, um 15:00 Uhr in kurzen Live-Pitches präsentiert. Anschliessend entscheidet das Publikum über die Gewinnerprojekte.

Weitere Informationen und die Programmübersicht finden sich auf der Website des HR Festival Europe.

Dualis erweitert Ganttplan um ERP-Anbindung an Microsoft Dynamics 365

Dualis adressiert ein zentrales Praxisproblem mittelständischer Fertigungsunternehmen: Die neue, zertifizierte Integrationslösung für Microsoft Dynamics 365 Business Central ermöglicht es produzierenden Unternehmen, ERP-Auftragsdaten ohne Medienbrüche in die Produktionsplanung zu überführen. Die vom Partner Leannova entwickelte Schnittstelle ist über den Microsoft Marketplace verfügbar.

Anwender des APS-Systems Ganttplan in der Produktionsplanung
Anwender des APS-Systems Ganttplan in der Produktionsplanung. Quelle: Bildkomposition Dualis IT Solution (Gorodenkoff_shutterstock_782843011)

In vielen KMU liegen Auftragsdaten zwar strukturiert im ERP-System vor, lassen sich jedoch nur mit erheblichem manuellen Aufwand in eine realistische Produktionsplanung überführen. Fehlende Durchgängigkeit zwischen ERP, Arbeitsvorbereitung und Fertigung zwingt Planer zu zeitintensiven Abstimmungen – oft auf Kosten der Liefertermintreue. Dualis adressiert dieses Praxisproblem mit einer neuen, zertifizierten Integrationslösung für Microsoft Dynamics 365 Business Central. Die vom Partner Leannova entwickelte Schnittstelle ist über den Microsoft Marketplace verfügbar und erweitert das bestehende ERP-Integrationsportfolio von Ganttplan um eine weitere, standardisierte Anbindungsoption.

Ganttplan ist ein Advanced Planning & Scheduling (APS)-System zur digitalen Feinplanung und Optimierung von Produktionsprozessen. Es dient als Add-on für ERP- oder MES-Lösungen, um Ressourcen, Kapazitäten und Materialien in Echtzeit zu planen, Liefertermine zu verbessern und Rüstzeiten zu minimieren.

Produzierende Unternehmen können ab sofort ERP-Auftragsdaten aus Microsoft Dynamics 365 Business Central ohne separate Schnittstellen- oder Individualentwicklung in der Feinplanung nutzen. Auftragsänderungen oder Terminverschiebungen im ERP werden somit umgehend in Ganttplan berücksichtigt und stehen dort für eine ressourcenbasierte Produktionsplanung zur Verfügung.

«Für Fertigungsunternehmen ist es entscheidend, dass ERP und Produktionsplanung ohne Systembrüche zusammenspielen», sagt Dr. Kirsten Hoffmann, Produktmanagerin der Dualis IT Solution. «Nur wenn Auftragsdaten ohne manuelle Zwischenschritte in die Feinplanung übergehen, lassen sich realistische Produktions- und Liefertermine ermitteln. Die von unserem Partner Leannova entwickelte und zertifizierte Schnittstelle erweitert unser Anbindungsportfolio um ein im Mittelstand weit verbreitetes ERP-System.»

Durchgängige Feinplanung auf Basis von ERP-Auftragsdaten

In der Praxis sind ERP-Systeme wie Microsoft Dynamics 365 Business Central darauf ausgelegt, kaufmännische Prozesse zuverlässig abzubilden. Für eine detaillierte, ressourcenbasierte Produktionsplanung reichen diese Funktionen jedoch häufig nicht aus. Produktionsverantwortliche müssen Auftragsdaten manuell aufbereiten, priorisieren oder in separate Planungssysteme übertragen.

Idealtypische Einbindung eines APS-Systems wie Ganttplan in die zentrale Produktions-IT
Idealtypische Einbindung eines APS-Systems wie Ganttplan in die zentrale Produktions-IT. Quelle: Dualis IT Solution

Die Integrationslösung verbindet Business Central mit Ganttplan und stellt ERP-Auftragsdaten strukturiert in der Feinplanung bereit. Dort können sie unter Berücksichtigung von Kapazitäten, Ressourcen und Abhängigkeiten weiterverarbeitet werden. Medienbrüche zwischen kaufmännischer Planung und Fertigung lassen sich so deutlich reduzieren.

Zudem profitieren Anwender von einer updatefähigen im Microsoft-Ökosystem verankerten Lösung, die sich ohne zusätzliche Komplexität in bestehende IT-Landschaften einfügt und den Einstieg in eine durchgängige Feinplanung erleichtert.

Fokus auf Planungssicherheit im Mittelstand

Mit der neuen Anbindung adressiert Dualis ein zentrales Praxisproblem vieler mittelständischer Fertigungsunternehmen: den Übergang von der Auftragserfassung im ERP zu einer realistischen, belastbaren Produktionsplanung. Ziel ist es, Planungsprozesse zu vereinfachen, Abstimmungsaufwände zu reduzieren und Liefertermine auf eine verlässliche Grundlage zu stellen – ohne aufwändige IT-Projekte oder Hürden zwischen Systemen.

Die 1990 gegründete Dualis IT Solution – eine Tochtergesellschaft der iTAC Software und Teil des Dürr-Konzerns – hat sich auf die Entwicklung von Software und Dienstleistungen rund um Simulation, Prozessoptimierung und Produktionsplanung spezialisiert. Zur Produktpalette zählen das APS-System Ganttplan, die 3D-Simulationsplattform Visual Components und das Hallenplanungstool Areaplan. Die Dualis-Produkte sind in zahlreichen Unternehmen der Grossindustrie und des industriellen Mittelstands im Einsatz.

Weitere Informationen: www.dualis-it.de

Britta Weber wird neue CEO der Hupac Gruppe

Die Hupac Gruppe ernennt Britta Weber (42) zur neuen CEO. Die aktuelle Vizepräsidentin UPS Healthcare für Europa und Asien wird zum 1. Juli 2026 zur Hupac Gruppe wechseln und ist damit die erste Frau an der Spitze des Unternehmens. Sie folgt auf Michail Stahlhut, dessen Rücktritt bereits bekanntgegeben wurde.

Britta Weber
Britta Weber wird am 1. Juli 2026 neue CEO der Hupac Gruppe. (Bild: Hupac)

In der fast 60-jährigen Firmengeschichte wird Britta Weber erst die vierte CEO der Hupac Gruppe – und zugleich die erste Frau an der Spitze des Unternehmens. Mit ihrer Ernennung gewinnt die Gruppe eine international erfahrene Führungspersönlichkeit mit ausgewiesener Expertise in den Bereichen Logistik, Supply Chain Management und Organisationsentwicklung. In allen Hauptmärkten der Hupac Gruppe hat die Top-Managerin bereits gelebt und erfolgreich gearbeitet.

Strategische Weiterentwicklung im Fokus

Mit dieser Entscheidung stellt der Verwaltungsrat die Weichen für die nächste Entwicklungsphase der Gruppe. Im Fokus stehen die strategische Weiterentwicklung des kombinierten Verkehrs, der Ausbau nachhaltiger Transportlösungen sowie die Stärkung der Marktposition von Hupac als führende Anbieterin im intermodalen Landverkehr in Europa.

«Ich freue mich sehr, Britta Weber in ihrer neuen Rolle begrüssen zu dürfen. Sie verfügt über zwanzig Jahre internationale Erfahrung in der Logistikbranche: sie verbindet eine klare strategische Vision mit ausgeprägter Führungsstärke und einem tiefen Verständnis für die Bedürfnisse unserer Kunden», sagt Hans-Jörg Bertschi, Präsident des Verwaltungsrats von Hupac.

Nachhaltige Logistik als Mission

Britta Weber ergänzt: «Es ist für mich eine grosse Ehre, Teil der Hupac Gruppe zu werden. Hupac steht für weit mehr als ein erfolgreiches Unternehmen, sie lebt einen klaren gesellschaftlichen Auftrag: nachhaltige Logistik und die konsequente Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene. Besonders freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit dem starken Managementteam, dem ich mit grossem Respekt für das Erreichte begegne. Mit grosser Motivation und Freude werden wir gemeinsam die nächste Entwicklungsphase der Gruppe erfolgreich gestalten».

In der Übergangsphase wird die operative Führung durch die beiden Stellvertreter des CEO, Benedetta Masciari und Alessandro Valenti, sowie durch Bernhard Kunz, Delegierter des Verwaltungsrates, sichergestellt.

Über die Hupac Gruppe

Hupac ist einer der führenden Netzwerkbetreiber im intermodalen Verkehr auf den europäischen Korridoren. Mit rund 1 Million transportierten Strassensendungen pro Jahr und täglich 130 Zügen verbindet Hupac die wichtigsten europäischen Wirtschaftsräume sowie Destinationen bis nach Fernost. Als Pionier digital vernetzter Logistiklösungen trägt das Unternehmen wesentlich zur Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene und damit zum Umwelt- und Klimaschutz bei.

Gegründet 1967 in Chiasso (Schweiz), ist Hupac heute eine internationale Unternehmensgruppe mit 24 Gesellschaften in der Schweiz, Italien, Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Spanien, Polen, Russland und China. Mit rund 730 Mitarbeitenden, einer modernen Flotte mit 8.300 Modulen sowie digital gesteuerten Terminals an zentralen europäischen Knotenpunkten sichert das Unternehmen zuverlässige und zukunftsorientierte Transportlösungen im kombinierten Verkehr.

Weitere Informationen: www.hupac.com

get_footer();