Italien passt Subventions-Gesetz an – Schweizer Maschinenbauer können aufatmen
Der «Italy-First-Plan» der italienischen Regierung drohte Schweizer Maschinenhersteller massiv zu benachteiligen. Sonderabschreibungen sollten nur für Maschinen aus der EU oder dem EWR gelten. Nun kommt die Entwarnung: Italien nimmt die Schweiz in die Ausnahmeliste auf. Das bedeutet auch Aufatmen beim Unternehmen swissQprint.

Die italienische Regierung hatte im Februar massive Sonderabschreibungen auf Maschinen aus der EU oder dem EWR beschlossen. Schweizer Maschinenhersteller sahen sich plötzlich massiv benachteiligt – und erste Auswirkungen liessen nicht lange auf sich warten. Der Grossformat-Druckerhersteller swissQprint aus Kriessern erhielt Bestellungs-Stornos in Millionenhöhe. Die Schweizer Politik reagierte zunächst zögerlich auf die Problematik.
Swissmem hatte im Januar die Schweizer Behörden alarmiert. Exporte der Tech-Industrie im Wert von einer Milliarde Franken standen auf dem Spiel. Nun die Entwarnung: Italiens Vize-Wirtschaftsminister kündigte die Anpassung des Gesetzes an. «Swissmem ist sehr erfreut und erleichtert», erklärt der Tech-Verband gegenüber der Plattform Business Class Ost. «Wir danken den zuständigen Stellen beim Bund für die erfolgreiche Unterstützung für den Werkplatz Schweiz.»
SwissQprint erwartet neue Bestellungen
Bei swissQprint herrscht Erleichterung. «Für swissQprint ergeben sich mit dieser Nachricht ausgezeichnete Perspektiven, da unsere Drucker aufgrund ihrer ausserordentlichen Qualität auch in Italien sehr gefragt sind», erklärt swissQprint-CEO Kilian Hintermann. Das neue Subventions-Gesetz werde Investitionen in Italien signifikant stimulieren und damit das Marktpotenzial nachhaltig erhöhen. Die zur Auslieferung bereitstehenden Drucker können nun geliefert werden. «Wir erwarten in den kommenden Wochen weitere Bestellungen von unserem südlichen Nachbarn», so Hintermann.
Wünschenswert ist laut Swissmem nun eine rasche offizielle Information durch Italien, damit die Unsicherheit bei italienischen Kunden endgültig beigelegt wird. In mehreren Fällen waren im Januar Käufe von Schweizer Maschinen sistiert worden. Bei der italienischen Regelung ging es primär um die Abwehr von Billig-Importen und nicht um Hightech-Produkte aus der Schweiz.












Die Referentinnen und Referenten der siebten Regionalproduktetagung in Zollikofen. Quelle: zvg[/caption]


