Italien passt Subventions-Gesetz an – Schweizer Maschinenbauer können aufatmen

Der «Italy-First-Plan» der italienischen Regierung drohte Schweizer Maschinenhersteller massiv zu benachteiligen. Sonderabschreibungen sollten nur für Maschinen aus der EU oder dem EWR gelten. Nun kommt die Entwarnung: Italien nimmt die Schweiz in die Ausnahmeliste auf. Das bedeutet auch Aufatmen beim Unternehmen swissQprint.

Dürfen wieder ohne Nachteile nach Italien exportiert werden: Flachbettdrucker (im Bild das Modell «Topi 5») von swissQprint. (Bild: swissQprint).

Die italienische Regierung hatte im Februar massive Sonderabschreibungen auf Maschinen aus der EU oder dem EWR beschlossen. Schweizer Maschinenhersteller sahen sich plötzlich massiv benachteiligt – und erste Auswirkungen liessen nicht lange auf sich warten. Der Grossformat-Druckerhersteller swissQprint aus Kriessern erhielt Bestellungs-Stornos in Millionenhöhe. Die Schweizer Politik reagierte zunächst zögerlich auf die Problematik.

Swissmem hatte im Januar die Schweizer Behörden alarmiert. Exporte der Tech-Industrie im Wert von einer Milliarde Franken standen auf dem Spiel. Nun die Entwarnung: Italiens Vize-Wirtschaftsminister kündigte die Anpassung des Gesetzes an. «Swissmem ist sehr erfreut und erleichtert», erklärt der Tech-Verband gegenüber der Plattform Business Class Ost. «Wir danken den zuständigen Stellen beim Bund für die erfolgreiche Unterstützung für den Werkplatz Schweiz.»

SwissQprint erwartet neue Bestellungen

Bei swissQprint herrscht Erleichterung. «Für swissQprint ergeben sich mit dieser Nachricht ausgezeichnete Perspektiven, da unsere Drucker aufgrund ihrer ausserordentlichen Qualität auch in Italien sehr gefragt sind», erklärt swissQprint-CEO Kilian Hintermann. Das neue Subventions-Gesetz werde Investitionen in Italien signifikant stimulieren und damit das Marktpotenzial nachhaltig erhöhen. Die zur Auslieferung bereitstehenden Drucker können nun geliefert werden. «Wir erwarten in den kommenden Wochen weitere Bestellungen von unserem südlichen Nachbarn», so Hintermann.

Wünschenswert ist laut Swissmem nun eine rasche offizielle Information durch Italien, damit die Unsicherheit bei italienischen Kunden endgültig beigelegt wird. In mehreren Fällen waren im Januar Käufe von Schweizer Maschinen sistiert worden. Bei der italienischen Regelung ging es primär um die Abwehr von Billig-Importen und nicht um Hightech-Produkte aus der Schweiz.

www.swissqprint.com

Skiunfälle verursachen jährlich über 800’000 Absenztage

Rund 35’000 Schneesportunfälle führen jedes Jahr zu einem Ausfall von etwa 3300 Arbeitsjahren. Die Zahl der Unfälle ist seit Mitte der 2000er-Jahre leicht gestiegen, die Ausfalltage jedoch überproportional. Besonders betroffen sind die 45- bis 54-Jährigen.

Ski- und Snowboardfahren bergen Risiken und sind verantwortlich für jährlich 800’000 Absenztage. (Bild: Suva)

Aktuell sind viele Menschen in der Schweiz auf den Skipisten unterwegs. Doch Ski- und Snowboardunfälle sind keine Randerscheinung und ihre Folgen dauern heute länger als früher. Rund 35’000 Schneesportunfälle verursachen jedes Jahr einen Ausfall an Arbeitszeit im Umfang von rund 3300 Arbeitsjahren – das entspricht knapp 827’000 entschädigten Arbeitstagen.

Höchste Ausfalltage bei den 45- bis 54-Jährigen

Schneesportunfälle betreffen alle Altersgruppen. Die 15- bis 24-Jährigen verzeichnen rund 4700 Unfälle mit etwa 108’700 entschädigten Arbeitstagen pro Jahr. Bei den 25- bis 34-Jährigen sind es rund 7600 Unfälle mit circa 171’900 Ausfalltagen. Die gleiche Anzahl Unfälle – etwa 7600 – ereignet sich auch bei den 35- bis 44-Jährigen, hier summieren sich die Ausfalltage auf rund 163’100.

Die höchste Anzahl an Ausfalltagen entsteht bei den 45- bis 54-Jährigen: Rund 9200 Unfälle führen zu circa 228’100 entschädigten Arbeitstagen. Bei den 55- bis 64-Jährigen sind es etwa 5300 Unfälle mit rund 147’700 Ausfalltagen. Selbst die Altersgruppe 65+ verzeichnet noch rund 360 Unfälle mit circa 7100 entschädigten Arbeitstagen.

Der deutliche Altersunterschied zeigt sich besonders bei der Dauer der Arbeitsunfähigkeit: Während Personen im Alter von 15 bis 24 Jahren nach einem Schneesportunfall im Durchschnitt rund 21 entschädigte Ausfalltage pro Fall verzeichnen, beläuft sich dieser Wert bei den 55- bis 64-Jährigen auf rund 27 Tage.

Mehr Ausfalltage trotz stabiler Unfallzahlen

Ein Blick auf die Entwicklung der letzten 15 Jahre zeigt: Die Zahl der Wintersportunfälle ist seit Mitte der 2000er-Jahre nur leicht gestiegen (+6 Prozent). Die entschädigten Arbeitstage haben im gleichen Zeitraum jedoch überproportional zugenommen (+16 Prozent). Mit anderen Worten: Menschen fallen heute nach Schneesportunfällen deutlich länger aus als früher. Das liegt hauptsächlich an der demografischen Entwicklung – unter den Verunfallten hat der Anteil der über 44-Jährigen in den letzten 15 Jahren deutlich zugenommen.

Unfälle vermeiden, Ausfälle verkürzen

Viele Unfälle lassen sich verhindern. Die Suva empfiehlt Schneesportlerinnen und Schneesportlern, gut gewartete Ausrüstung und korrekt eingestellte Bindungen zu verwenden, die eigenen Fähigkeiten nicht zu überschätzen und sich vor dem Start richtig aufzuwärmen. Das Tempo sollte der Situation und dem eigenen Können angepasst werden. Zudem sind regelmässige Pausen wichtig. Wer mit klarem Kopf Ski- und Snowboard fährt und mit den Gedanken auf der Piste bleibt, reduziert das Unfallrisiko und trägt dazu bei, Ausfälle im Arbeitsalltag zu vermeiden.

Quelle: Suva

Miele Schweiz dreifach als Top-Arbeitgeber ausgezeichnet

Miele Schweiz zählt zu den besten Arbeitgebern der Schweiz. Der Premiumhausgerätehersteller erhält 2026 zum fünften Mal in Folge das «Top Company» Gütesiegel von kununu. Zusammen mit dem «Top Employer» Zertifikat und dem «Friendly Work Space» Label ist das Unternehmen dreifach für sein Employer Branding ausgezeichnet.

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Diana Risola, Regional Director Human Resources DACH bei Miele (Foto: Miele)

Dreifach ausgezeichnet im Bereich Employer Branding: Miele Schweiz zählt in der Schweiz zu den besten Arbeitgebern. Bereits zum fünften Mal in Folge erhält der Premiumhausgerätehersteller mit «Top Company» von kununu 2026 das bekannteste unter den Arbeitgeber-Siegeln. Nur rund fünf Prozent der Unternehmen werden damit ausgezeichnet. Auch über das begehrte «Top Employer» Zertifikat kann sich Miele Schweiz erneut freuen. Seit 2023 trägt das Unternehmen darüber hinaus das «Friendly Work Space» Label.

Qualität steht für Miele schon immer an erster Stelle – bei den Produkten, im Service sowie auch in der Führung seiner Mitarbeitenden. Drei Auszeichnungen im HR-Bereich machen deutlich, wie wichtig Miele die Zufriedenheit seiner Belegschaft ist. «Dass unsere Mitarbeitenden gerne zur Arbeit kommen, sich rundum wohlfühlen und zeitgleich die Möglichkeit haben, sich weiterzuentwickeln, liegt uns besonders am Herzen», erklärt Diana Risola, Regional Director Human Resources DACH bei Miele.

Top Company-Siegel von kununu

Bereits zum fünften Mal in Folge wurde Miele Schweiz in diesem Jahr mit dem unabhängigen Gütesiegel des Job-Bewertungsportals kununu ausgezeichnet. Es ist das bekannteste der Arbeitgeber-Siegel in der DACH-Region und nur rund fünf Prozent der Unternehmen erhalten es. Miele zählt damit in der Schweiz weiterhin zu den beliebtesten Arbeitgebern. Mit einer Gesamtbewertung von 4.1 von 5.0 und einer Weiterempfehlungsrate von 82 Prozent durch seine Mitarbeitenden bestätigt sich der stabile Trend. Ein Wert, der damit deutlich über dem branchenüblichen Schnitt im Handel von 3.4 Punkten liegt. «Der kununu Score zeigt, wie zufrieden unsere Mitarbeitenden sind. Die Konstanz der Bewertung bestätigt zudem die Nachhaltigkeit unserer Personalarbeit», so Diana Risola.

Top Employer-Zertifikat

Wie herausragend die Arbeitsbedingungen für Mitarbeitende von Miele Schweiz sind, unterstreicht das erneute «Top Employer» Zertifikat des weltweit führenden Zertifizierungsunternehmens «Top Employers Institute». Das Institut prüft die Unternehmen auf Grundlage des «HR Best Practices»-Fragebogens. Dieser umfasst sechs übergeordnete HR-Dimensionen und 20 HR-Bereiche, darunter People Strategy, Work Environment, Talent Acquisition, Learning, Well-being und Diversity & Inclusion. «Nur Unternehmen mit einem herausragenden Arbeits- und Entwicklungsumfeld auf den verschiedenen Ebenen des HR erhalten diese renommierte Auszeichnung. Das macht uns sehr stolz», sagt Diana Risola.

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Miele Schweiz bietet seinen Mitarbeitenden optimale Arbeitsbedingungen (Bild: zvg)

«Neben flexiblen Arbeitszeitmodellen stehen mit unserem umfangreichen Miele Health Programm auch die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden im Vordergrund.» Besonders gut schneidet Miele Schweiz zudem im Bereich «Leadership und People Strategy» ab. «Die Förderung unserer Mitarbeitenden ist uns ein grosses Anliegen. Nur so können sie ihr volles Potenzial ausschöpfen, sich stetig weiterentwickeln und so aktiv zum Erfolg des Unternehmens beitragen», so die HR-Verantwortliche.

Friendly Work Space-Label

Seit 2023 ist Miele Schweiz darüber hinaus mit dem «Friendly Work Space» Label ausgezeichnet. Das Gütesiegel von der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz erhalten Unternehmen, die über ein systematisches betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) verfügen und damit optimale Rahmenbedingungen für die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden schaffen. «Die Gesundheit unserer Mitarbeitenden steht für uns an erster Stelle», erklärt Diana Risola. «Die Auszeichnung bestätigt unsere Philosophie, das Gesundheitsmanagement in der Unternehmenspolitik zu verankern und es aktiv umzusetzen.»

Für das betriebliche Gesundheitsmanagement setzt Miele finanzielle ebenso wie personelle Ressourcen ein. Zu den Massnahmen zählen neben Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten unter anderem auch regelmässig stattfindende persönliche Gespräche zwischen Mitarbeitenden und Führungskräften, ergonomische Arbeitsmittel, gesundheitsfördernde Angebote sowie Massnahmen für die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

Miele gilt als weltweit führender Anbieter von Premium-Hausgeräten, mit einem begeisternden Portfolio für die Küche, Wäsche- und Bodenpflege im zunehmend vernetzten Zuhause. Das Unternehmen befindet sich in der Hand der beiden Gründerfamilien Miele und Zinkann und unterhält 19 Produktionsstandorte, davon acht in Deutschland. Weltweit arbeiten etwa 23.500 Menschen für Miele. Bei der Vertriebsgesellschaft Schweiz sind etwa 450 Mitarbeitende beschäftigt.

KI-Agenten in der Beschaffung: Machbarkeit vor Lieferzeit

Eine Analyse von 927 Anfragen an den KI-gestützten Navigator von Facturee zeigt: Einkäufer und Ingenieure nutzen den KI-Agenten vor allem für GO/NO-GO-Checks. Kapazitäts- und Grössenlimits stehen mit 21 Prozent der Anfragen an erster Stelle, gefolgt von Materialqualifikation und Oberflächenbehandlung.

Beispiel-Suchanfrage beim Facturee Navigator. Quelle: Facturee

Ist mein Bauteil grundsätzlich umsetzbar? Bewegt es sich innerhalb der relevanten Fertigungskapazitätsgrenzen? Solche Machbarkeitsfragen stellen Einkäufer und Ingenieure am häufigsten an den KI-gestützten Agenten des Digital-Procurement-Anbieters Facturee. Das zeigt eine aktuelle Analyse von 927 Anfragen, die an den Facturee Navigator gestellt wurden. Ausgewertet wurden ausschliesslich aggregierte, vollständig anonymisierte Themencluster, die keine Rückschlüsse auf einzelne Nutzer oder Unternehmen zulassen.

Der Facturee Navigator ist ein fachspezifischer KI-Agent für die industrielle Beschaffung, der technische Fragen zu Fertigungsverfahren, Materialien und Oberflächenbehandlungen beantwortet. Er wurde im Herbst 2025 eingeführt und wird seitdem regelmässig von Einkäufern und Ingenieuren genutzt. Der Navigator funktioniert komplett ohne Login und ist somit vollständig anonym. Es werden keinerlei personenbezogenen Daten erfasst oder gespeichert.

Machbarkeit zuerst: Kapazitäts- und Grössenlimits als Top-Thema

Die Fragen an den KI-Agenten sind vielfältig. Die Auswertung zeigt jedoch Trends: Kapazitäts- und Grössenlimits stehen mit rund 21 Prozent der Anfragen an erster Stelle. Anwender nutzen den Navigator vor allem für eine schnelle GO/NO-GO-Bewertung, bevor sie Zeit in die Angebotsanfrage investieren. Sehr häufig geht es um maximale CNC-Fräsabmessungen, maschinenbedingte Kapazitäts- und Abmessungsspezifikationen im Drehbereich sowie um allgemeine Teile- und Geometriegrenzen.

«Die Anwender wollen früh Klarheit darüber, ob ein Bauteil fertigungstechnisch überhaupt realisierbar ist», erklärt Christopher Walzel, Co-Founder und CPO bei Facturee. «Unser KI-Agent dient dabei als fachliche Entscheidungshilfe, um technische Risiken frühzeitig auszuschliessen.»

Technischer Abgleich: Materialqualifikation und Oberflächen

An zweiter Stelle folgt mit 15 Prozent der Anfragen das Thema Materialqualifikation. Viele Nutzer fragen gezielt nach der Bearbeitbarkeit und Beschaffbarkeit von Speziallegierungen wie z. B. Nitronic, Inconel 718, Ti-6Al-4V oder S355JR. Ziel ist es, ungeeignete Optionen bereits vor einem Design-Commitment auszuschliessen und technische Risiken weiter zu reduzieren.

Mit rund 12 Prozent der Anfragen rangiert das Thema Oberflächenbehandlung und Veredelung auf Platz drei. Besonders häufig geht es dabei um Aluminium-Oberflächenbehandlungen, aber auch um die Kompatibilität von Material und Prozess, die sinnvolle Reihenfolge einzelner Prozessschritte sowie um Oberflächenrauheitsspezifikationen, etwa Ra-Werte. Auch hier suchen Anwender einen belastbaren technischen Abgleich.

Neben den technischen Kernthemen spielt auch die Lieferzeitgewissheit eine zentrale Rolle. Wiederkehrende Anfragen betreffen vor allem die Lieferzeit nach Auftragsbestätigung, Unterschiede zwischen Einzelstück- und Serienfertigung sowie regionale Liefergeschwindigkeiten. Die zeitlichen Aspekte rücken häufig dann in den Fokus, wenn technische Fragen bereits geklärt sind und eine Entscheidung unmittelbar bevorsteht.

Schneller und einfacher ans Ziel

«Machbarkeit, Material und Lieferzeit waren schon immer entscheidend für die Beschaffung», sagt Christopher Walzel. «Mit dem KI-Agenten bieten wir Nutzern kostenfrei die Möglichkeit, anhand der von uns auf Fertigungswissen trainierten KI sehr schnell an diese Informationen zu gelangen. Wir unterstützen bei Bedarf aber natürlich auch nach wie vor persönlich beratend dabei, fundierte Entscheidungen zu treffen.»

Facturee ist ein Digital-Procurement-Anbieter für die Beschaffung von Zeichnungsteilen, der Unternehmen über eine zentrale Schnittstelle Zugang zu einem internationalen Fertigungsnetzwerk mit über 2000 geprüften Partnern bietet. Anstatt selbst einzelne Lieferanten zu koordinieren, nutzen Kunden Facturee als alleinigen Vertragspartner. Das Unternehmen übernimmt die gesamte Abwicklung – von der Fertigerauswahl bis zur Qualitätssicherung – und steht direkt für die Garantie der Fertigung ein.

Quelle: Facturee

Helvetia Baloise mit neuem Markenauftritt

Helvetia Baloise präsentiert nach der Fusion den neuen Markenauftritt. Die Wortmarke «Helvetia» wird mit der Bildmarke sowie der Farb- und Schriftwelt von Baloise kombiniert. Die Einführung erfolgt 2026 schrittweise und führt zu einem IFRS-Amortisierungsaufwand von CHF 1’000 Mio. bis CHF 1’100 Mio. nach Steuern.

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Das neue Logo von Helvetia Baloise kombiniert die Wortmarke «Helvetia» mit der modernen Bildwelt von Baloise. Quelle: zvg

Helvetia Baloise hat sich kurz nach dem Vollzug der Fusion im Dezember 2025 für einen neuen, über alle Ländereinheiten einheitlichen Markenauftritt entschieden. Bei der optischen Umsetzung kommt es zu einer Verschmelzung der arrivierten Wortmarke «Helvetia» mit der erst 2022 durch ein Rebranding modernisierten Bildmarke sowie der Farb- und Schriftwelt von Baloise. Die neue Marke wird ab 2026 schrittweise in den verschiedenen Märkten eingeführt und bildet damit die Basis für einen erfolgreichen und modernen Marktauftritt.

Der gruppenweite Markenauftritt von Helvetia Baloise hat für die Wahrnehmung des im Dezember 2025 fusionierten Unternehmens entscheidende Bedeutung und ist prägend für die Identität in den insgesamt acht Ländermärkten. Deshalb haben sich Verwaltungsrat und Konzernleitung entschieden, bereits kurz nach Vollzug der Fusion Klarheit über den künftigen Auftritt zu schaffen. Als grösster Allbranchenversicherer der Schweiz und eine der zehn führenden börsenkotierten Versicherungsgesellschaften in Europa unterstreicht Helvetia Baloise die Haltung, auch künftig Bewährtes und Neues erfolgreich zu vereinen.

Universell einsetzbares Qualitätsmerkmal

Group CEO Fabian Rupprecht betont: «Mit dem Namen Helvetia verfügen wir über ein in den Ländereinheiten und Sprachregionen universell einsetzbares Qualitätsmerkmal. Kombiniert mit der modernen Bildwelt von Baloise, die einen stilisierten Basilisken als Symbol für Schutz und Wachsamkeit darstellt, vermitteln wir als international führender Versicherungsanbieter den Anspruch bezüglich unserer Werte und der Qualität unserer Dienstleistungen und Produkte.»

Einführung noch 2026 in Schweiz und Deutschland

Offiziell wird der neue Marktauftritt noch dieses Jahr in der Schweiz und in Deutschland eingeführt, also in denjenigen Ländern, in denen bisher schon die beiden Marken Helvetia und Baloise vertreten waren. Die weiteren Ländereinheiten folgen in den kommenden Jahren. Mit dem kombinierten Logo bekräftigen Verwaltungsrat und Konzernleitung die Umsetzung einer Fusion unter Gleichen. Die Firmierung der Gruppenorganisation Helvetia Baloise wird im Rahmen des neuen Markenauftritts nicht angepasst.

Vorgezogener IFRS-Amortisierungsaufwand

Aufgrund der geltenden IFRS-Regelungen muss die Wortmarke «Baloise» aktiviert und über die Zeit amortisiert werden. Durch den Entscheid zum neuen Markenauftritt reduziert sich die massgebende Nutzungsdauer für die Markteinheiten in der Schweiz und Deutschland auf ein Jahr sowie auf bis zu fünf Jahre für die Markteinheiten in Belgien und Luxemburg.

Daraus resultiert für das Geschäftsjahr 2026 im Zusammenhang mit dem neuen Markenauftritt ein vorgezogener Amortisationsaufwand von insgesamt CHF 1’000 Mio. bis CHF 1’100 Mio. nach Steuern, was rund zwei Drittel der Gesamtsumme der Amortisationen für den Markenwert «Baloise» inklusive Logo entspricht. Für die Geschäftsjahre 2027 bis 2030 dürfte sich dieser Aufwand nach Steuern auf CHF 75 Mio. bis CHF 125 Mio. pro Jahr belaufen. Für die darauffolgenden Jahre bis zur vollständigen Amortisation der Marke im Jahr 2040 geht Helvetia Baloise von jährlichen Amortisationen in der Höhe von knapp CHF 10 Mio. aus.

Für die IFRS-Eröffnungsbilanz wird der Wert der Marke «Baloise» im vergleichbaren Umfang wie in den PFFI (Pro-Forma Financial Information) per Halbjahr 2025 erwartet. Von den insgesamt CHF 3’378 Mio. vor Steuern an immateriellen Vermögenswerten gemäss PFFI entfielen rund 50 Prozent auf den Markenwert inklusive Logo. Die aufgeführten Abschreibungen haben keine Auswirkungen auf die IFRS-Eröffnungsbilanz, underlying earnings, SST, Solvency II, die lokalrechtliche Rechnungslegung oder die Dividendenkapazität.

In den Wochen seit dem Vollzug der Fusion wurden wichtige Meilensteine erreicht. Die Vorstellung des neuen Marktauftritts ist einer davon. Im Rahmen der Präsentation des Jahresergebnisses am Capital Markets Day vom 15. April 2026 wird Helvetia Baloise umfassend über die Fortschritte des Zusammenschlusses berichten.

Gastro Kanton Zürich: Wie Zutt & Partner mit Neuro-Marketing die Marke neu erfand

Gastro Kanton Zürich zeigt, dass Markenführung heute mehr ist als Design und Lautstärke. Fast zwei Jahre nach dem Rebranding durch Zutt & Partner beweist der Verband: Wer Emotionen versteht, bewegt Märkte. Das Ergebnis: 50 Prozent mehr aktive Nutzer und eine Engagement-Rate von 59,5 Prozent.

Philipp Zutt, Neuromarketing-Experte und Geschäftsleiter von Zutt & Partner
Philipp Zutt, Neuromarketing-Experte und Geschäftsleiter von Zutt & Partner. Quelle: zvg

Statt auf klassisches Branding zu setzen, entschied sich Gastro Kanton Zürich gemeinsam mit Zutt & Partner für Neuro-Marketing – ein empirischer Ansatz, der auf Kundenemotionen statt Kundenaussagen setzt und damit viele typische Biases (Befragungs-Verzerrungen) umgeht. Das eingesetzte Befragungs-Tool EmoCompass identifizierte drei emotionale Schlüsselfaktoren, die für die Zürcher Gastronomie entscheidend sind: Nähe, Inspiration und Vertrauen.

«Wir wollten keine stärkere Marke – wir wollten eine, die ankommt», sagt Walter Schweizer, Leiter Marketing von Gastro Kanton Zürich. «Neuro-Marketing half uns, das Unterbewusste unserer Mitglieder zu erreichen – und so wieder echte Verbindung zu schaffen.»

Vom Logo zum Lebensgefühl

Das neue Branding ist kein Facelift, sondern eine emotionale Architektur: Logo, Bildwelt und Typografie vermitteln Nähe, Inspiration und Vertrauen visuell. Die neue Website www.gastro.zuerich mit neun Subdomains ist kein «digitaler Katalog», sondern lädt zum Dialog ein, verbindet untereinander und bietet wertvolle E-Commerce-Funktionen. Und auch jedes weitere Element der neuen Marke dient konsequent der emotionalen Ansprache: Besonders die Kursbroschüre wird mit ihrer runden Stanzung und interaktiven Teilen zum multisensorischen Erlebnis.

Walter Schweizer, Leiter Marketing von Gastro Kanton Zürich
Walter Schweizer, Leiter Marketing von Gastro Kanton Zürich. Quelle: zvg

Der Effekt: Emotionen, die Erfolg messbar machen

Fast zwei Jahre nach dem Launch sprechen die Zahlen für sich: Plus 50 Prozent aktive Nutzer auf der Website, die Sitzungsdauer ist von 53 Sekunden auf über vier Minuten angestiegen. Die Engagement-Rate liegt bei 59,5 Prozent, das Google-Rating bei 4,6 Sternen (vorher 3,9). Zudem verzeichnet der Verband 20 Prozent mehr Kursteilnehmende, neue Zielgruppen und eine stärkere regionale Identität.

Die neue Website von Gastro Kanton Zürich
Die neue Website ist geschaffen für Zwei-Wege-Kommunikation und bietet wertvolle E-Commerce-Funktionen. Quelle: zvg

Der Unterschied: Klassisches Marketing kommuniziert – Neuro-Marketing baut Bindung auf

Während klassische Markenarbeit den Blick lenkt, lenkt Neuro-Marketing die Emotion. Der EmoCompass von Zutt & Partner übersetzt neuropsychologische Bedürfnisse in konkrete Gestaltung und Kommunikation – von Website-Struktur bis Tonalität.

«Aus dem über mehr als 20 Jahre erprobten Neuromarketing-Ansatz von Zutt & Partner entstehen Marken, die mehr als nur gut aussehen – sie treffen die tatsächlichen Wunschgefühle der Zielgruppe. Der konsequente Einbezug von neuropsychologischen Prinzipien sorgt für mehr Involvement und Conversion. Gastro Kanton Zürich ist ein Paradebeispiel für wirkungsvolle Markenarbeit auf emotionaler Ebene», sagt Philipp Zutt, Managing Partner Zutt & Partner.

Was früher GastroZürich war, ist heute Gastro Kanton Zürich – ein Verband, der die Gastronomie zusammenbringt. Das Rebranding zeigt, wie strategische Markenarbeit über Emotionen funktioniert: Präzise statt plakativ – mit dem Ziel, nicht nur sichtbar zu sein, sondern echte Zugehörigkeit spürbar zu machen. Ein Lehrbeispiel dafür, wie Neuromarketing Marke, Mensch und Motivation mit messbarem Erfolg verbindet.

Zutt & Partner mit Sitz in Bubikon-Zürich ist spezialisiert auf Neuromarketing, Customer Experience und Emotionalisierung von Marketing-Touchpoints. Mit innovativen Tools wie dem EmoCompass und EmoCheck sowie mit dem Knowhow rund um über 50 Neuroprinzipien für mehr Impact im Kundenhirn unterstützt Zutt & Partner Unternehmen dabei, sich emotional zu differenzieren und einzigartige Kundenerlebnisse zu schaffen. Gastro Kanton Zürich ist der kantonale Branchen- und Arbeitgeberverband für das Gastgewerbe im Kanton Zürich und vertritt über 2500 Mitgliedsbetriebe.

149 neue Fachkräfte für das Schweizer Autogewerbe

In Langenthal BE nahmen 149 Absolvierende – darunter neun Frauen – ihre eidgenössischen Fachausweise entgegen. Automobildiagnostiker:innen und Automobil-Werkstattkoordinator:innen verstärken künftig die Branche. Die Feier im «Meilenstein» stand unter dem Motto: «Die Ausbildung macht den Unterschied».

Die Besten ihrer Fachrichtung in den jeweiligen Sprachregionen mit Werner Bieli, Präsident QSK-AD/AWK (ganz rechts).
Die Besten ihrer Fachrichtung in den jeweiligen Sprachregionen mit Werner Bieli, Präsident QSK-AD/AWK (ganz rechts). Quelle: AGVS-Medien

Passender hätte die Location nicht sein können: Umgeben von exklusiven Neuwagen wie McLaren GT oder Mercedes SLS bis hin zu sportlichen Youngtimern und edlen Oldtimern wie einem Ferrari GT 2+2 übergab der AGVS den erfolgreichen neuen Fachkräften ihre Fachausweise im «Meilenstein» in Langenthal BE. Moderatorin Nina Havel eröffnete den Anlass mit einem persönlichen Beispiel, das verdeutlichte, weshalb Reparaturen in die Hände gut ausgebildeter Fachkräfte gehören. Ihr Fazit: Fachkompetenz zahlt sich aus – Ausbildung macht den Unterschied.

«Seien Sie ein Mensch und kein Roboter!»

Nun verstärken schweizweit 149 neue Automobildiagnostiker:innen sowie Automobil-Werkstattkoordinator:innen das Autogewerbe. Werner Bieli, Präsident der Qualitätssicherungskommission QSK-AD/AWK, gratulierte den Absolvent:innen und blickte zugleich in die Zukunft der Branche. Zunehmende Vielfalt der Antriebssysteme, strengere Emissionsvorgaben und neue Technologien verlangten nach flexiblen Allroundern mit hoher Qualität. «Ihr Erfolg ist das Resultat aus Flexibilität und Qualität», betonte Bieli. Er würdigte vor den rund 350 Gästen die erbrachte Mehrleistung der Diplomierten und gab ihnen vier Leitgedanken für den Berufsweg mit: Vorbild sein, Geduld und Einfühlsamkeit zeigen, hartnäckig bleiben – auch mit sich selbst – und den Humor nicht verlieren. «Kurz: Seien Sie ein Mensch und kein Roboter.»

Auch die beiden AGVS-Zentralvorstandsmitglieder Charles-Albert Hediger und Barbara Germann gratulierten. Hediger erinnerte an das 140-jährige Jubiläum der Automobilerfindung und unterstrich die seit jeher zentrale Rolle kompetenter Garagist:innen. Germann hob hervor, dass der Fachausweis nicht für Fehlerlosigkeit stehe, sondern für die Fähigkeit, Probleme systematisch zu finden und zu lösen. Sie rief die frischgebackenen Fachkräfte dazu auf, der Branche treu zu bleiben: «Sie sind Motor und Treibstoff – oder heute besser: Energie – für unser Gewerbe und halten es am Laufen!»

Mit neuem Titel zusätzliches Asset in der Hand

Ein wichtiger Partner der AGVS-Berufsbildung bleibt die Einkaufsorganisation für das Auto- und Motorfahrzeuggewerbe (ESA). Sie unterstützt den AGVS seit Jahrzehnten finanziell und überreichte auch dieses Jahr einen Scheck über 20’000 Franken. ESA-Geschäftsleitungsmitglied Matthias Krummen ermutigte die neuen Fachkräfte, den Wandel aktiv mitzugestalten und neugierig zu bleiben. Zusätzliche Perspektiven eröffnen die in der zweiten Jahreshälfte 2026 geplante Einführung der neuen Titelzusätze Professional Bachelor und Professional Master. Denn mit dem ebenfalls international verständlicheren Titelzusatz Professional Bachelor für Abschlüsse der höheren Berufsbildung (HF) und eidgenössische Fachausweise haben die 149 Nachwuchskräfte dann ein zusätzliches Asset in der Hand, das die Gleichwertigkeit zur akademischen Tertiärbildung bei starkem Praxisbezug unterstreicht.

Abinas Uthayarasa, einst SwissSkills-Bronzemedaillengewinner und frischgebackener Automobildiagnostiker, verrät Moderatorin Nina Havel, dass er sich bereits für eine Weiterbildung als Betriebswirt interessiert.
Abinas Uthayarasa, einst SwissSkills-Bronzemedaillengewinner und frischgebackener Automobildiagnostiker, verrät Moderatorin Nina Havel, dass er sich bereits für eine Weiterbildung als Betriebswirt interessiert. Quelle: AGVS-Medien

Olivier Maeder, Mitglied der AGVS-Geschäftsleitung für den Bereich Bildung, wies auf diese Neuerung hin und motivierte die Absolvent:innen, sich noch weiterzubilden: «Wir hoffen natürlich, dass viele von Ihnen auch noch den nächsten Schritt gehen und den neuen Zusatz Professional Master anstreben, indem Sie beispielsweise die Weiterbildung zum Betriebswirt oder zur Betriebswirtin im Automobilgewerbe machen.» Besonders gefreut hat Maeder, dass sich mit Abinas Uthayarasa ein SwissSkills-Bronzemedaillengewinner und frischgebackener Automobildiagnostiker durchaus vorstellen kann, diesen Weg einzuschlagen. Der Berner erklärte bei der Fachausweisübergabe schlagfertig: «Ich habe an den Betriebswirt gedacht, aber ich wäre auch gerne üK-Instruktor oder Berufsschullehrer – das würde mich ebenfalls interessieren.»

Spezialpreise für die Besten

Die glücklichen Absolvent:innen durften danach in feierlichem Rahmen ihre Fachausweise entgegennehmen, ehe Werner Bieli die Spezialpreise für die besten Notendurchschnitte in den drei Sprachregionen überreichte. Bei den Automobil-Werkstattkoordinator:innen gingen diese an Ivan Simoni aus Iragna TI (Note 4,7), Anthony Baz aus Carouge GE (5,2) sowie Remo Blöchliger aus Wolhusen LU und Jonas Herzog aus Hottwil AG (je 4,9). Bei den Automobildiagnostiker:innen mit Fachrichtung Personenwagen holten sich gleich drei Talente mit einer Note von 5,5 die Zusatzauszeichnung: Fiona Z’Rotz aus Buchs SG, Nevio Bernet aus Ufhusen LU und Mathias Stettler aus Thun BE. Und in der Westschweiz konnte sich Aloïc Steffen aus Founex VD über eine gute 4,6 freuen. Bei der Fachrichtung Nutzfahrzeuge wurden Janik Zahnd aus Ittigen BE (Note 5,7) und Valdet Delija aus Collombey VS (5,3) ausgezeichnet.

Bevor die rund 350 Gäste sowie Expert:innen mit den erfolgreichen Berufsleuten aus den drei Bildungslehrgängen zum gediegenen Essen in die «Aquarium Bar» wechselten, wurde noch Experte Jürg Dähler gebührend verabschiedet und erhielt zum Dank für seine Tätigkeit neben einer speziellen Pfeffermühle in Form einer Zündkerze auch tosenden Applaus.

Quelle: AGVS

Atos Gruppe ernennt Olivier Vareilhes zum Head of Switzerland

Die Atos Gruppe verstärkt ihr Schweizer Managementteam mit Olivier Vareilhes als neuem Head of Switzerland. Der Branchenexperte mit über 25 Jahren internationaler Erfahrung soll das Wachstum bei Cloud, Cybersecurity, digitalen Services und Künstlicher Intelligenz vorantreiben. Vareilhes war zuletzt als Vice President & General Manager EMEA bei Kudelski Security tätig.

Olivier Vareilhes, Head of Switzerland (Quelle: Atos Gruppe)

Die Atos Gruppe, ein weltweit führender Anbieter für KI-gestützte digitale Transformation, ernennt Olivier Vareilhes zum neuen Head of Switzerland. In dieser Funktion unterstützt er die strategische Weiterentwicklung des Schweizer Geschäfts von Atos und Eviden und treibt insbesondere das weitere Wachstum bei Cloud, Cybersecurity, digitale Services und Künstliche Intelligenz voran.

Über 25 Jahre internationale Erfahrung

Olivier Vareilhes verfügt über mehr als 25 Jahre internationale Erfahrung in der IT- und Technologiebranche und ist ausgewiesener Experte für Business Development, strategischen Vertrieb sowie Transformation komplexer Organisationen. Er hat in verschiedenen Rollen gezeigt, dass er Unternehmen zugleich effizient führt und langfristig erfolgreich weiterentwickelt – stets mit klarem Fokus auf den Kunden.

Zuletzt war Vareilhes als Vice President & General Manager EMEA (DACH) bei Kudelski Security tätig, wo er die Organisation erfolgreich neu ausrichtete, Partnerschaften etablierte und signifikantes Umsatzwachstum erzielte. Davor hatte er führende Management- und Vertriebspositionen bei Kyndryl sowie IBM inne, unter anderem als Managing Director Schweiz und als Sales Director mit Verantwortung für Grosskunden und ein Geschäftsvolumen von mehreren hundert Millionen US-Dollar.

Fokus auf digitale Transformation

«Ich freue mich sehr, in einer so wichtigen Phase diese Verantwortung zu übernehmen», sagt Olivier Vareilhes. «Gemeinsam mit dem Team werde ich mich darauf konzentrieren, die Marken Atos und Eviden weiter voranzubringen und Kunden dabei zu unterstützen, durch digitale Transformation ihre Business Intelligence auszubauen, Innovationen voranzutreiben und messbaren Mehrwert zu schaffen.»

«Olivier Vareilhes verfügt über fundierte Branchenkenntnisse und eine ausgeprägte Kundenorientierung», sagt Daniele Principato, verantwortlich für internationale Märkte bei Atos. «Wir sind überzeugt, dass seine Erfahrung und sein tiefes Verständnis des Schweizer Marktes die Organisation vor Ort stärken und unsere Wachstumsambitionen unterstützen werden, indem er das gesamte Portfolio von Atos und Eviden gezielt positioniert.»

Vareilhes ist Schweizer und französischer Staatsbürger, spricht fliessend Französisch, Englisch und Deutsch und verfügt über einen MBA des Henley Management College (UK) sowie einen Masterabschluss in Electronic & Industrial Computing Engineering. Er gilt als transformationaler Leader mit starkem Fokus auf Mitarbeiterentwicklung, Kulturwandel und nachhaltige Profitabilität.

Quelle: www.atos.net

Regionalproduktetagung: Zwischen Marktanforderungen und Genusskultur

An der siebten Regionalproduktetagung an der HAFL in Zollikofen diskutierte die Schweizer Regionalprodukteszene über die Positionierung zwischen Gastronomie und Genussregion. Der Markt für Regionalprodukte erreicht in der Schweiz inzwischen ein Volumen von rund zwei Milliarden Franken.

[caption id="" align="alignnone" width="1300"]Referentinnen und Referenten der Regionalproduktetagung Die Referentinnen und Referenten der siebten Regionalproduktetagung in Zollikofen. Quelle: zvg[/caption]

Am 22. Januar 2026 traf sich die Schweizer Regionalprodukteszene an der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) in Zollikofen zur siebten Ausgabe der Regionalproduktetagung. Im Zentrum stand die Frage, wie sich regionale Erzeugnisse zwischen den praktischen Anforderungen der Gastronomie und dem Anspruch einer echten Genussregion positionieren lassen. Ein Thema mit Gewicht: Der Markt für Regionalprodukte erreicht in der Schweiz inzwischen ein Volumen von rund zwei Milliarden Franken.

Starkes Wachstum, begrenzte Sichtbarkeit

Die Nachfrage nach regionalen Produkten entwickelt sich positiv, dennoch besteht Handlungsbedarf bei der öffentlichen Wahrnehmung. Besonders das nationale Gütesiegel regio.garantie ist bislang nur einem kleinen Teil der Konsumentinnen und Konsumenten bekannt. Künftige Kommunikationsansätze sollen deshalb die Sichtbarkeit erhöhen, ohne dabei die Vielfalt und Eigenständigkeit der einzelnen Regionalmarken zu verwässern.

Innovative Produkte aus einfachen Rohstoffen

Wie Innovationsgeist und Ausdauer zu aussergewöhnlichen Produkten führen können, zeigten mehrere Praxisbeispiele. So entstanden aus Thurgauer Äpfeln hochwertige Essigspezialitäten und aus Raps kaltgepresste Öle, die nationale Auszeichnungen erhielten. Entscheidend dafür waren Experimentierfreude, jahrelange Entwicklungsarbeit und ein direkter Austausch mit der Kundschaft.

Auch die Übernahme eines bestehenden Betriebs kann neue Impulse setzen. In einer Schafmilchkäserei führte eine konsequent offene Preispolitik, kombiniert mit zeitgemässer Markenführung und gezielter Präsenz in sozialen Medien, zu einer erfolgreichen Neupositionierung und langfristigen Stabilisierung des Unternehmens.

Gemeinsam statt allein: Infrastruktur und Logistik

Ein wiederkehrendes Thema der Tagung war die Bedeutung von Kooperationen. In Zollikofen steht Produzenten und Start-ups heute eine gemeinsam genutzte Verarbeitungsinfrastruktur zur Verfügung, die es ermöglicht, eigene Rohstoffe professionell zu veredeln, ohne hohe Investitionen tätigen zu müssen.

Gleichzeitig wurde deutlich, dass der Zugang zur Gemeinschaftsgastronomie besondere Herausforderungen mit sich bringt. Hohe ökologische Ansprüche, komplexe Logistik und die Erwartung eines ganzjährigen, standardisierten Angebots stehen oft im Spannungsfeld zu saisonaler, regionaler Produktion.

Regionalprodukte als Impulsgeber für den Tourismus

Zum Abschluss richtete sich der Blick auf den Tourismus. Regionale Spezialitäten können gezielt zur Profilierung von Destinationen beitragen. In sogenannten Genussregionen sollen Produkte, die bisher wenig Beachtung fanden – etwa Ziegenfleisch –, durch neue Verarbeitungsformen und enge Zusammenarbeit mit der Gastronomie stärker in Wert gesetzt werden. Ziel ist es, zusätzliche Nachfrage zu schaffen und gleichzeitig faire Produzentenpreise sicherzustellen.

Die Regionalproduktetagung zeigte eindrücklich, dass nachhaltiger Erfolg nicht allein vom Produkt abhängt. Entscheidend sind Weiterverarbeitung, klare Positionierung und vor allem das Zusammenspiel aller Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette – von der Produktion über die Logistik bis hin zu Gastronomie und Tourismus.

Pierangelo Campopiano wird neuer Vertriebschef bei AXA Schweiz

Pierangelo Campopiano übernimmt die Leitung des Ressorts Distribution bei der AXA Schweiz und wird Mitglied der Geschäftsleitung. Er folgt auf Patric Deflorin, der seit Januar 2026 CEO des Unternehmens ist. Campopiano bringt umfassende Erfahrung aus verschiedenen Führungspositionen bei CSS, Smile, Helvetia und Zurich mit.

Pierangelo Campopiano
Pierangelo Campopiano wird neuer Leiter Distribution und Mitglied der Geschäftsleitung der AXA Schweiz. Quelle: zvg

Der Verwaltungsrat der AXA Schweiz hat Pierangelo Campopiano zum Leiter des Ressorts Distribution und Mitglied der Geschäftsleitung gewählt. Der 47-jährige schweizerisch-italienische Doppelbürger tritt die Nachfolge von Patric Deflorin an, der seit 01. Januar 2026 CEO des Unternehmens ist.

Breite Expertise in Vertrieb und Digitalisierung

Pierangelo Campopiano ist derzeit Leiter des Konzernbereichs Kunde und Markt sowie Mitglied der Konzernleitung bei der CSS Gruppe. Von 2018 bis 2024 war er CEO des Online-Versicherers Smile, damals Tochter der Helvetia Gruppe, heute Teil der neuen Helvetia Baloise.

Davor hatte Campopiano verschiedene verantwortungsvolle Positionen beim Zurich Konzern inne. So war er unter anderem von 2012 bis 2015 Leiter Kooperationen & Direktvertrieb und von 2017 bis 2018 Leiter Vertriebsstrategie & Change bei der Zurich Schweiz. Von 2015 bis 2017 war er als Head Strategic Marketing & Distribution Services bei der Farmers Insurance Group in Los Angeles tätig.

Fundierte Ausbildung

Der designierte Vertriebschef ist diplomierter Betriebswirtschafter HF, hat einen Executive Master in Customer Relationship Management & Marketing an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) absolviert und ein Advanced Management Program an der Executive School der Universität St. Gallen durchlaufen.

«Es freut mich sehr, konnten wir mit Piero eine versierte Führungspersönlichkeit mit breitem Erfahrungshorizont und eindrücklichem Leistungsausweis für uns gewinnen. Durch seine fundierte Expertise in Vertrieb, Kundenbetreuung, Marketing und Digitalisierung bringt er optimale Voraussetzungen mit, unsere Distributionsfunktionen mit ihren verschiedenen Beratungs- und Verkaufskanälen erfolgreich in die Zukunft zu führen», erklärt CEO Patric Deflorin.

Die Ernennung von Pierangelo Campopiano erfolgt vorbehältlich der nötigen aufsichtsrechtlichen Bewilligungen.

OST lädt zum Unternehmensspiegel: KMU in Krisenzeiten erfolgreich führen

US-Zölle, Energieengpässe, Pandemie – die Welt ist unvorhersehbar geworden. Der 17. Unternehmensspiegel der OST – Ostschweizer Fachhochschule zeigt am 25. Februar in St.Gallen und am 12. März in Teufen, wie KMU Krisen als Chancen nutzen können. Im Fokus stehen unternehmerische Resilienz und strategische Führung.

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Der Unternehmensspiegel Ostschweiz bietet Gewerbetreibenden und KMU die Möglichkeit, sich über aktuelle Entwicklungen auszutauschen. (Quelle: zvg)

«Beziehungen, Werte und Machtstrukturen, die sich über Jahrzehnte entwickelt hatten, werden über den Haufen geworfen», sagt Andreas Löhrer, Professor am Institut für Finance und Law an der OST – Ostschweizer Fachhochschule und Organisator sowie Moderator des Unternehmensspiegels Ostschweiz. In dieser zunehmend erratischen Welt sehen sich Unternehmen mit einer Vielzahl an Krisen konfrontiert, die die Unternehmensexistenz bedrohen könnten.

Unternehmensführung im Fokus

«Die Auswirkungen dieser Krisen auf unsere lokalen KMU sind vielfältig», betont Andreas Löhrer. Eine dieser Auswirkungen ist, dass die Unternehmensführung stark in den Fokus rückt: «Die Mitarbeitenden erwarten Orientierung und Entscheidungen.» Klar und transparent kommunizieren, gewohnte Denkmuster durchbrechen und hinterfragen, fundierte, aber schnelle Entscheidungen treffen – diese Fähigkeiten müssen Führungskräfte in Krisenzeiten an den Tag legen. «Eine Krise gibt immer auch die Gelegenheit, die Geschäftsstrategie zu überdenken und neue Chancen zu identifizieren. So kann das Unternehmen zukunftssicherer gemacht werden», sagt Andreas Löhrer.

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Andreas Löhrer, Professor am Institut für Finance und Law der OST, organisiert und moderiert den Unternehmensspiegel Ostschweiz. (Quelle: zvg)

Resilienz als Wettbewerbsvorteil

Besonders während Krisenzeiten zeigt sich, welche Unternehmen widerstandsfähig sind. Nicht nur einzelne Personen, sondern auch Unternehmen können resilient sein. Wie ein Unternehmen auf Veränderungen reagiere, sei ein guter Indikator dafür. Unternehmerische Resilienz wird damit laut Andreas Löhrer zu einer zentralen Wettbewerbsfrage. «Durch ihre Anpassungs- und Handlungsfähigkeit konnten gewisse Unternehmen in der Vergangenheit sogar von Krisen profitieren.» Die unternehmerische Resilienz und wie Unternehmen diese gezielt fördern können, sind zentrale Themen am 17. Unternehmensspiegel Ostschweiz.

Zwei Veranstaltungen mit Expertinnen und Experten

Der «Unternehmensspiegel St.Gallen» findet am Mittwoch, 25. Februar 2026, am Campus St.Gallen der OST statt. Um 18 Uhr beginnt die Veranstaltung mit einer Begrüssung von Prof. Thomas Metzger, Leiter des Departements Wirtschaft der OST. Darauf folgen Inputreferate von Martin Saladin, Vizedirektor und Leiter der Direktion für Standortförderung des Staatssekretariats für Wirtschaft Seco, und Dr. Esther Omlin, Dozentin am IFL Institut für Finance und Law der OST, zum Thema «Globale Ereignisse und die Auswirkungen aufs eigene Unternehmen». Praktische Perspektiven auf das Thema liefert eine Podiumsdiskussion – moderiert von Andreas Löhrer. Die Teilnehmenden des Podiums sind: Martin Saladin, Simon Büchel, Leiter Verkauf und Marketing sowie Mitglied der Geschäftsleitung der Ergoswiss, Roman Federer, CEO der Federer Informatik, und Christoph Hammer, unabhängiger Berater und Mitglied mehrerer Verwaltungsräte. Johannes Holdener, Vorsitzender der Bankleitung Raiffeisenbank St.Gallen, verabschiedet das Publikum in den Apéro riche.

Im Hotel zur Linde in Teufen findet am Donnerstag, 12. März 2026, der «Unternehmensspiegel Appenzellerland» statt. Yves Noël Balmer, Regierungsrat Appenzell-Ausserrhoden, begrüsst das Publikum um 18 Uhr. Dr. Simone Haeberli, Ressortleiterin KMU Politik des Seco, und Dr. Esther Omlin, Dozentin am IFL Institut für Finance und Law der OST, geben Inputreferate zum Thema «Globale Ereignisse und die Auswirkungen aufs eigene Unternehmen». Andreas Löhrer moderiert eine Podiumsdiskussion, in der das Thema mit Perspektiven der Praxis vertieft wird. Teilnehmen werden: Dr. Simone Haeberli, Philipp Wyser, CEO der Wyon, Daniel Toppel, CEO der Arcolor, und Ueli Manser, Direktor der Appenzeller Kantonalbank, der das Publikum zudem im Anschluss in den Apéro riche verabschiedet.

Der Unternehmensspiegel Ostschweiz bietet Gewerbetreibenden und KMU die Möglichkeit, sich über aktuelle Entwicklungen in der Praxisforschung des ISM Instituts für Strategie und Marketing und des IFL Instituts für Finance und Law der OST – Ostschweizer Fachhochschule auszutauschen. Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.ost.ch/unternehmensspiegel-ostschweiz

CRM-Projekte scheitern oft an fehlender Strategie

Die Software ist implementiert, das Budget investiert – und trotzdem nutzt das Team das CRM-System nur halbherzig. Das neue E-Book «CRM Praxis 2026» von Sellmore zeigt auf 130 Seiten, warum CRM-Projekte scheitern und liefert konkrete Lösungsansätze für erfolgreiche Digitalisierung im Kundenmanagement.

Ein neues E-Book vermittelt Praxiswissen für die Durchführung von CRM-Projekten. (Bild: zVg)

Die Software ist implementiert, das Budget investiert – und trotzdem nutzt das Team das CRM-System nur halbherzig. Ein Szenario, das viele Unternehmer kennen. Das neue E-Book «CRM Praxis 2026» von Sellmore zeigt auf 130 Seiten, warum CRM-Projekte scheitern und liefert konkrete Lösungsansätze für erfolgreiche Digitalisierung im Kundenmanagement.

Fehlende Strategie statt fehlender Technik

«Offiziell gibt es ein CRM, aber der Vertrieb führt parallel eigene Tabellen. Dort stehen die ‹echten› Informationen, während das CRM nur sporadisch befüllt wird – oft erst, wenn das Management nachfragt», erklärt Markus Grutzeck, Leiter Marketing bei Sellmore. Das Problem: Ohne klare Ziele, durchdachte Prozesse und konsequentes Change-Management verpufft jede Software-Investition.

Praxiswissen für erfolgreiche CRM-Einführung

Das E-Book behandelt alle relevanten Aspekte erfolgreicher CRM-Projekte – von der Planung bis zum laufenden Betrieb. Strategische Grundlagen zeigen, wie Unternehmen CRM als Wachstumstreiber nutzen statt als IT-Projekt. Eine fundierte Anforderungsanalyse hilft, typische Fehler zu vermeiden und die richtige Software zu finden. Das Thema Change-Management zeigt auf, wie sich Akzeptanz im Team schaffen und Widerstände abbauen lassen.

Künstliche Intelligenz wird mit konkreten Einsatzszenarien für Prozessautomatisierung und Datenqualität behandelt. Die Integration erklärt, wie CRM mit bestehenden Systemen wie ERP, E-Commerce und Marketing zusammenarbeitet. Auch internationale Projekte mit standortübergreifenden CRM-Vorhaben werden thematisiert.

Branchenneutral und direkt umsetzbar

Die Beiträge stammen von 13 CRM-Praktikern mit Erfahrung aus über 600 Projekten in unterschiedlichsten Branchen und Unternehmensgrössen. Statt theoretischer Konzepte erhalten Leser konkrete Checklisten, Bewertungsmatrizen und Implementierungspläne – praxiserprobt und sofort einsetzbar. Das mehr als 100-seitige E-Book wird abgerundet durch umfassende Checklisten zur Projektvorbereitung und Umsetzung.

Die Sellmore mit über 40 Mitarbeitenden zählt zu den führenden herstellerneutralen CRM-Beratungen in Deutschland. Das Portfolio umfasst Prozessberatung, Systemintegration und fortlaufende Betreuung – unabhängig, ganzheitlich und praxisnah.

Das E-Book steht kostenlos zum Download bereit: https://www.sellmore.de/crm-wissen/whitepaper.php?p=crm-praxis-2026

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