Paradigmenwechsel im internationalen Geschäft
Paradigmenwechsel im internationalen Geschäft: Freihandel weicht Geopolitik und Zollschranken. Schweizer Firmen müssen jetzt mit neuen Kompetenzen reagieren.
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EMCH Aufzüge: Seit 150 Jahren revolutioniert das Schweizer Traditionsunternehmen den Liftbau. Erfolg? Nischenstrategie, Top-Qualität und Menschlichkeit!

Wer kennt ihn nicht, den markanten Schrägaufzug im Zürcher Hauptbahnhof? Die wenigsten wissen, dass es sich dabei um einen ganz in der Schweiz hergestellten Lift handelt. Wir steigen ein in die Geschichte der Firma EMCH Aufzüge AG, die seit vier Generationen von derselben Familie geführt wird. Mit Weitblick für Innovation hat sich das Unternehmen zum landesweit und europaweit führenden Hersteller von massgeschneiderten Aufzügen entwickelt.
Zum 50 Jahr-Standortjubiläum am heutigen Ort Bern-Bümpliz 2018 hat EMCH Aufzüge AG ein besonderes Fach- und Sachbuch erstellt und im Berner Stämpfli Verlag herausgegeben: «Liftfahrt – eine Zeitreise». Nicht nur technisch Interessierte erfahren, wie vielseitig sich die vertikale Erschliessung gestalten kann, wie etwa Elemente wie Schneckengetriebe, Riemen- und Hydraulikantriebe in Fahrstühlen und Liften funktionieren. Unbestritten ist, dass sich EMCH Aufzüge durch Eleganz und zeitlose Ästhetik auszeichnen, mit der die Firma aus der Stadt Bern seit 146 Jahren Pionierarbeit leistet.
Mit dem Umzug nach Bern Bümpliz im Jahre 1968 beginnt für das Unternehmen eine neue Ära. Die Fabrikation wird nun unter günstigeren Bedingungen und mit komplett erneuertem Maschinenpark weiterentwickelt. Jürg Emch setzt sich zum Ziel, alle Personenaufzüge mit automatischen Kabinen- und Schachttüren auszurüsten. Unterschiedliche Etagenhöhen erfordern dabei eine spezielle Ansteuerung der einzelnen Zugänge. Bei der späteren Aufstockung des Bürogebäudes um zwei Etagen wird der Grundriss des Haus-Aufzuges mit einer Glaskonstruktion und Glastüren vergrössert. Der Aufzug war nun auch rollstuhlgängig und das Gebäude behindertengerecht erschlossen.
Herr Emch, der Beginn für Grossaufträge erfolgte 1970, also kurz bevor Ihr Vater Jürg die Firma mit 36 Jahren übernahm. Im selben Jahr installierte EMCH Aufzüge auch den 1000sten Lift. Was sind weitere herausragende Fähigkeiten, Leistungen und Meilensteine Ihres Vaters? Bernhard Emch: Unser Vater hat nicht nur als Geschäftsführer, vielmehr auch als Mensch und Ingenieur Massstäbe gesetzt. Unsere Eltern haben uns von klein auf Werte wie Respekt, Ehrlichkeit, Durchhaltevermögen, Selbstdisziplin, Fleiss und Mut vermittelt – und genau diese Prinzipien hat unser Vater konsequent ins Unternehmen eingebracht. Als hervorragender Ingenieur war er oft seiner Zeit voraus und hat schon früh innovative Lösungen für Aufzüge entwickelt, die es so noch nicht gab.
Vor 24 Jahren übernahmen Sie, unterstützt von Ihrem Bruder Hansjürg, das Familienunternehmen von Ihrem Vater Jürg. Trotz landesweiter Konjunkturabschwächung gelang es Ihnen danach, den Umsatz um über 50 Prozent zu steigern und 100 zusätzliche Arbeitsstellen zu schaffen. Was waren Basis und Gründe für diesen guten Start und die nachfolgende sehr erfolgreiche Zeit bis heute?

Bernhard Emch: Ein entscheidender Faktor war sicherlich, dass wir die von unserem Vater etablierte Strategie mit der Qualität einer Schweizer Produktion konsequent auf den Nischenmarkt zu konzentrieren, weitergeführt haben. Dadurch konnten wir uns klar vom bestehenden Wettbewerb abheben und spezifische Kundenbedürfnisse gezielt adressieren. Diese Spezialisierung erlaubte uns auch, das Marktgebiet zu erweitern – zuerst von Bern in die ganze Schweiz und danach immer häufiger ins Ausland. Was sind die Stärken von EMCH Aufzüge? Und: Bedingt die Nischentätigkeit auf das Besondere in Sachen Planung, Prozess und Abläufe bestimmt auch spezielle Herausforderungen? Unsere Stärke ist, die gesamte Wertschöpfung vor Ort in Bern zu haben. Das gibt uns die notwendige Flexibilität, um individuell auf alle Kundenwünsche einzugehen. Gerade im Nischenbereich ist diese Nähe zu Entwicklung, Produktion und Kunden ein entscheidender Vorteil. So können wir innovative Lösungen anbieten und auch bei komplexen Projekten agil und massgeschneidert handeln. Der Vertrieb von Individualanlagen verlangt auch spezielles Knowhow, das wir uns nun seit bald 150 Jahren angeeignet haben.
EMCH Aufzüge füllen bis heute eine typische Schweizer Nische im internationalen Wirtschaftsraum, nämlich die des verlässlichen Partners mit stets innovativen Neuerungen. Chef Bernhard Emch: «Wir sind ein internationales Unternehmen geworden, das nach wie vor alles hier an der Fellerstrasse in Bern-Bümpliz produziert. Also von Bümpliz in die weite Welt.» Die lokale Verankerung und die internationale Ausrichtung verschmelzen so zu einem modernen Unternehmen mit traditionellen Werten. Der CEO betont: «Wir setzen nicht nur auf Qualität, uns sind die Menschen ebenso wichtig. Das beginnt in erster Linie bei den Mitarbeitenden, deren Aus- und Weiterbildung und damit auch dem dualen Bildungssystem. Also: Menschen statt pures Management – Menschlichkeit statt einseitiges Machtgefälle.»
Und beim Thema Fachkräftemangel ist für Bernhard Emch klar: «Ein Unternehmen muss ausbilden und Chancen ermöglichen. Wir begegnen dem Fachkräftemangel mit eigenen Ansätzen und Lösungen.» Und die haben es in sich: «Wir veranstalten regelmässig Elternanlässe, an denen wir nicht nur uns vorstellen, sondern auch aufzeigen, was wir können und was wir ausbilden. Noch glauben viele Eltern, dass nur ein Hochschulstudium ihr Kind gut durchs Leben trägt. Da frage ich jeweils, wie viele unserer 250 Mitarbeitenden einen akademischen Abschluss gemacht haben. Die Antworten liegen jeweils zwischen 25 und 30. Die Eltern staunen dann, wenn ich ihnen sage, es seien bloss vier.» Emch geht es darum, aufzuzeigen und zu verinnerlichen, dass das Schweizer Lehr- und Ausbildungssystem internationale Spitzenklasse ist. Sein Plädoyer für den erfolgreichen Schweizer Berufsweg, den es zu erhalten und zu pflegen gilt, schliesst Bernhard Emch mit den Worten: «Ohne dieses bis heute noch immer erfolgreiche duale Bildungssystem stünde unsere Firma nicht da, wo wir heute sind.»
Wie bereits erwähnt, machte die Internationalisierung auch bei EMCH nicht halt. Besonders die Westschweiz und Frankreich haben es dem Firmenchef angetan. So hört man am Firmensitz in Bümpliz oft auch Französisch. EMCH könnte in Frankreich vermutlich das Doppelte verkaufen, wenn es denn die Kapazität zuliesse. Bernhard Emch weiss, warum: «Es gibt in Frankreich fast nur noch Grosskonzerne. Man sucht dort spezialisierte Firmen, die individuelle Lösungen anbieten, vergebens. Deshalb setzen viele auf uns.» EMCH Aufzüge ging mitten in der Pandemiezeit einen mutigen Weg und eröffnete in Paris eine Tochtergesellschaft. Auslöser war nicht zuletzt der Auftrag für einen spektakulären Aufzug im Pariser 16e Arrondissement – dort, wo der Rooftop-Lift einfach weiterfährt, die Dachfläche durchstösst und unter freiem Himmel zu stehen kommt. Mit einer einmaligen Aussicht auf die Stadt, so etwas wie ‚Über den Dächern von Paris‘.
Zehn Kilometer südlich von Bern in der Hügellandschaft steht auf knapp 1000 m ü. M. die vor drei Jahren gebaute Sternwarte «Space Eye» mit dem markanten, 12 Meter hohen, ellipsenförmigen Turm – von Mario Botta geplant. Weisse, horizontal gezackte Betonelemente umspannen den weit sichtbaren Turm mit seiner Planetariumskugel auf dem Dach, die das grösste Teleskop der Schweiz enthält. Auch hier im öffentlich zugänglichen Observatorium für Weltraum und Umwelt gibt es einen ganz speziellen Aufzug aus dem Hause EMCH: einen versenkbaren Lift, der den Schacht gleich selbst mitbringt. Bernhard Emch zu den beiden aussergewöhnlichen Aufzügen in Paris und dem Space Eye: «Eine besondere Herausforderung bei diesen Projekten war es, einen Lift zu konstruieren, bei dem der Liftschacht zuoberst nur temporär existiert. Damit dieser die Sicht nicht beeinträchtigt – insbesondere bei der Sternwarte ‚Space Eye‘ von Botta, wo eine uneingeschränkte Rundumsicht für das Teleskop zentral ist. Wir fanden eine innovative Lösung, bei der der Aufzug im eingefahrenen Zustand unsichtbar bleibt.»
In jedem Familienunternehmen stellt sich früher oder später die Frage: Macht die nächste Generation weiter? Bernhard Emch war ja schon während des Studiums klar, dass er dereinst die Nachfolge von Vater Jürg antreten wird. Und wie war es bei Ihnen, Hansjürg Emch? Hansjürg Emch: Wir, mein Bruder Bernhard und ich, sind beide Ingenieure geworden, und das war kein Zufall. In unseren Adern fliesst seit Generationen Ingenieurblut. Ich habe mir verschiedene Studienrichtungen angeschaut: Geschichte und Philosophie. Dann las ich Max Frischs «Homo faber» und fand es faszinierend, Ingenieur zu werden. Man kann in der ganzen Welt herumreisen und Probleme lösen. Ausserdem musste ich für das Studium nach Zürich, kam also von zu Hause weg.
Ein oft gehörter Grund für das Misslingen von Familiennachfolgen ist, dass der ausgewählte oder auserwählte Nachfolger vielfach mit der Chefrolle überfordert ist. Wie war es bei Ihnen, Bernhard Emch? Bernhard Emch: Ich war vorsichtig und tastete mich sukzessiv an die grosse, neue Aufgabe heran. Zuerst baute ich das Projektmanagement auf, und für eine Weile arbeitete ich noch an der Seite meines Vaters. Das war der Testlauf, ob ich überhaupt geeignet war, die Firma erfolgreich weiterzuführen. Ein weiterer Vorteil war auch, dass ich viele Mitarbeitende bereits kannte.
Wenn man das Familienfoto im Jubiläumsband betrachtet, muss man sich also keine Gedanken zur Nachfolge in die fünfte Generation machen, oder? Bernhard Emch: Das werden wir sehen. Von der vierten Generation gibt es insgesamt zehn Kinder. Wer schliesslich will und die notwendigen Voraussetzungen mitbringt, ist noch offen.
Buchtipp:
«Liftfahrt – eine Zeitreise» von Simone Bammatter, Stämpfli Verlag Bern, 59 Franken, oder direkt bei EMCH Aufzüge AG, Bern-Bümpliz.
Autor
Angelo Zoppet-Betschart ist freier Journalist zu Bau- und Architektur-Themen.
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Per 1. März 2026 übernimmt John Feigl die Position des Chief Financial Officer (CFO) der Faigle. Als Mitglied der Geschäftsleitung verantwortet er die Bereiche Finanzen und Controlling sowie die finanzielle Steuerung der Faigle Gruppe.

Per 1. März 2026 übernimmt John Feigl die Position des Chief Financial Officer (CFO) der Faigle. Als Mitglied der Geschäftsleitung verantwortet er die Bereiche Finanzen und Controlling sowie die finanzielle Steuerung der Faigle Gruppe.
«Mit John Feigl gewinnen wir einen erfahrenen Finanzspezialisten, der unsere Geschäftsleitung ideal ergänzt», kommentiert Armin Bäbler, CEO der Faigle. «Seine Expertise in der Steuerung komplexer Projekte wird uns dabei unterstützen, die Faigle Gruppe finanziell solide und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit.»
John Feigl verfügt über langjährige Erfahrung in der Finanzführung sowie bei komplexen Unternehmens-Transaktionen (M&A) und Transformationsprojekten. Er hat einen Abschluss an der Universität St. Gallen und den CFA Charter. Zuletzt war er als CFO der Graphax tätig, wo er zur positiven Unternehmensentwicklung beitrug. Zuvor begleitete er als CFO der Spectroplast den Aufbau und die Skalierung eines Unternehmens im Bereich der additiven Fertigung (3D-Druck).
Mit der Verpflichtung von John Feigl stärkt die Faigle ihre finanzielle Führung und die fachliche Begleitung der weiteren Unternehmensentwicklung.
Faigle, ein inhabergeführtes Familienunternehmen, ist der grösste herstellerunabhängige Anbieter von Managed Print Services der Schweiz und ist führender Partner für Geschäftsprozessdigitalisierung, Managed Print Solutions und Business Process Outsourcing. Faigle unterstützt Unternehmen, ihre Potenziale der digitalen Transformation auszuschöpfen. Dabei denkt und handelt Faigle zukunftsorientiert und kombiniert Expertise mit einem einzigartigen Lösungsspektrum. Dank der nunmehr 90-jährigen Erfahrung kennt Faigle die Bedürfnisse der Kunden und entwickelt mit ihnen gemeinsam massgeschneiderte Lösungen, welche sie im Geschäftsalltag unterstützen.
Die Schweizer Tech-Industrie hat 2025 ein verlorenes Jahr hinter sich. Hohe US-Zölle und schwache Exportmärkte führten zu Stagnation bei Umsätzen und Exporten. Trotz volatiler Weltlage halten die Unternehmen am Standort Schweiz fest und planen weitere Investitionen.

Die Schweizer Tech-Industrie hat ein verlorenes Jahr hinter sich. 2025 war geprägt von hohen US-Zöllen und schwachen Exportmärkten. Umsätze (-0,3%) und Güterexporte (+0,7%) stagnierten. Erste Erholungssignale bei den Auftragseingängen (+1,4%) sind zwar kleine Lichtblicke. Doch die volatile Weltlage, die unberechenbare US-Zollpolitik, der starke Franken und die Abschottungstendenzen der EU bringen auch 2026 grosse Herausforderungen und Risiken mit sich. Dennoch zeigt eine aktuelle Umfrage von Swissmem: Die Unternehmen halten am Standort Schweiz fest und planen hierzulande weiter zu investieren.
Die Umsätze in der Schweizer Tech-Industrie (Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie sowie verwandte Technologiebranchen) verharrten 2025 praktisch auf dem Vorjahresniveau (-0,3%). Nach einem schwachen ersten Halbjahr mit einem deutlichen Umsatzrückgang (-2,5%) setzte im Vergleich zu den Vorjahresperioden im dritten (+3,0%) und vierten Quartal (+1,1%) eine leichte Erholung ein.
Die Auftragseingänge entwickelten sich nur bescheiden. Sie erhöhten sich 2025 insgesamt um 1,4 Prozent. Immerhin verlief das zweite Halbjahr besser als das erste. Gegenüber den jeweiligen Vorjahresquartalen erhöhten sich die Aufträge sowohl im dritten Quartal (+5,4%) wie auch im vierten Quartal (+5,0%). Das sind kleine Lichtblicke. Zudem stieg die Kapazitätsauslastung in den Betrieben erstmals seit zehn Quartalen wieder leicht an. Sie erreichte im vierten Quartal 81,5 Prozent, nachdem sie vorher auf 80,7 Prozent abgesunken war. Damit liegt sie aber noch immer deutlich unter dem langjährigen Mittel von 85,6 Prozent. Die Anzahl Mitarbeitende in der Tech-Industrie betrug im vierten Quartal 2025 322’900. Das sind 6’600 weniger als im Vorjahr.
Im Vergleich zum Vorjahr stagnierten 2025 die Güterexporte der Tech-Industrie (+0,7%) und erreichten einen Wert von 68,1 Milliarden Franken. Bei den wichtigsten Warengruppen sanken die Ausfuhren bei Maschinen, Apparaten und mechanischen Geräten um 3,5 Prozent sowie bei Metallen und Metallwaren um 0,6 Prozent. Hingegen stiegen sie bei den Schienen-, Strassen- und Luftfahrzeugen um 14,9 Prozent, bei elektrischen Maschinen, Apparaten und anderen elektrotechnischen Waren um 3,0 Prozent sowie bei den Mess-, Prüf- und Präzisionsinstrumenten um 0,5 Prozent.
Die wichtigsten Absatzmärkte entwickelten sich unterschiedlich. Aufgrund der hohen Zölle ist der starke Rückgang der Exporte in die USA (-7,6%) wenig überraschend. Allein im vierten Quartal sanken sie um 18 Prozent. Auch die Ausfuhren nach Asien waren 2025 rückläufig (-2,9%), wobei die negative Entwicklung des chinesischen Marktes (-11,2%) besonders ins Gewicht fällt. Der sichere Anker für die Exporte der Tech-Industrie war einmal mehr der EU-Markt, wohin die Güterausfuhren um 3,5 Prozent anstiegen.
«2025 war ein verlorenes Jahr für die Schweizer Tech-Industrie», sagt Martin Hirzel, Präsident Swissmem. «Die Unternehmen haben sich angesichts des brutalen Umfeldes mit horrenden US-Zöllen und weltweiter Zurückhaltung bei Investitionen aber sehr gut geschlagen.» Die Erwartungen für 2026 sind durchzogen. Bei den Bestellungen hat im zweiten Halbjahr 2025 ein leichter Rückenwind eingesetzt, und der PMI der Industrie weist in wichtigen Märkten, insbesondere in Europa, auf ein Wachstum hin.
Auch die Stimmung der Unternehmerinnen und Unternehmer hat sich leicht aufgehellt. In der jüngsten Umfrage gehen 32 Prozent der Firmen in den nächsten zwölf Monaten von steigenden Aufträgen aus dem Ausland aus. 45 Prozent erwarten eine unveränderte Entwicklung, und 23 Prozent rechnen mit einem Rückgang. Allerdings lässt sich noch nicht abschätzen, ob sich dieser positive Trend fortsetzen oder ein kurzes Strohfeuer bleiben wird. «Die Herausforderungen und Risiken bleiben gross», warnt Martin Hirzel. «Ich denke dabei an die generell unsichere Weltlage mit vielen offenen und schwelenden Konflikten, die unberechenbare US-Zollpolitik, den starken Schweizer Franken und die jüngsten Abschottungstendenzen der EU. Sorgen bereitet mir zudem, dass im Parlament das Verständnis für die Bedeutung unserer Standortvorteile zu fehlen scheint.»
Trotz der zuletzt schwierigen Jahre haben die Unternehmen der Tech-Industrie am Standort Schweiz festgehalten. Das zeigt eine Befragung der Swissmem Mitgliedfirmen von Anfang 2026. So haben in den letzten drei Jahren 88 Prozent der Unternehmen in der Schweiz investiert – vor allem in den Ausbau und Modernisierung von Produktionskapazitäten, in die Entwicklung und Herstellung neuer Produkte sowie in die Modernisierung der IT und Geschäftsprozesse. Die wichtigsten Gründe, welche für die Schweiz sprechen, sind die Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte (79%), die vorteilhaften Arbeitsmarktregulierungen (75%) sowie die guten regulatorischen Rahmenbedingungen (68%). Auch in den kommenden drei Jahren planen 81 Prozent der Firmen in der Schweiz zu investieren.
«Diese Umfrageergebnisse zeigen, dass der Standort Schweiz für die Tech-Industrie nach wie vor attraktiv ist», sagt Stefan Brupbacher, Direktor Swissmem. Aus der Umfrage geht auch klar hervor, welche Standortvorteile die Schweiz unbedingt verteidigen muss, damit dies so bleibt. «Ein wichtiger Schlüssel für den Zugang zu Fachkräften ist die Personenfreizügigkeit mit der EU. Deshalb muss die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» abgelehnt werden, denn sie gefährdet die Personenfreizügigkeit», betont Stefan Brupbacher.
Darüber hinaus bleiben der liberale Arbeitsmarkt und die guten Rahmenbedingungen im Fokus. Dazu gehört, dass das Zollabkommen mit den USA zum Abschluss gebracht werden muss. Zudem muss die Schweiz alles tun, damit sie bei Gegenmassnahmen der EU nicht als Drittstaat behandelt und vom Markt partiell ausgeschlossen wird. Dafür bieten die Bilateralen III die einzig realistische Brücke, auch wenn es in der neuen Welt keine Sicherheiten mehr gibt, so die Auffassung von Swissmem.
Weitere Informationen: https://www.swissmem.ch
EY Schweiz ernennt Guillaume Leopold per 1. März 2026 zum neuen Consulting Leader (Non Financial Services). Er folgt auf Urs Indermühle, der im November 2025 zum Consumer and Health Industry Leader bei EY Europe West befördert wurde.

Das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen EY Schweiz hat Guillaume Leopold mit Wirkung zum 1. März 2026 zum neuen Consulting Leader (Non Financial Services) ernannt. Er übernimmt die Position von Urs Indermühle, der im November 2025 zum Consumer and Health Industry Leader bei EY Europe West aufgestiegen ist.
Stefan Rösch-Rütsche, Country Managing Partner von EY, gratulierte Guillaume Leopold herzlich zu seiner Beförderung: «Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit. Mit dieser Ernennung ist das Leadershipteam von EY Schweiz bestens aufgestellt für die Zukunft.»
Guillaume Leopold hat seit seinem Eintritt bei EY im Jahr 2018 massgeblich dazu beigetragen, die Supply Chain & Operations-Kompetenzen auszubauen, die funktionsübergreifende Zusammenarbeit zu stärken und Kundinnen und Kunden durch transformative Herausforderungen in einem zunehmend komplexen globalen Umfeld zu begleiten.
Mit mehr als zwei Jahrzehnten internationaler Erfahrung – darunter auch in verschiedenen Führungsfunktionen in global tätigen Unternehmen – bringt er eine einzigartige Kombination aus strategischer Weitsicht, operativer Exzellenz und tiefem Branchenverständnis in Bereichen wie Konsumgüter, Life Sciences, Supply Chain, Produktion und Procurement mit.
Guillaume Leopold selbst äusserte sich zur neuen Herausforderung: «Ich freue mich sehr auf diese Herausforderung. Mit meinem Team möchte ich auf unserem starken Fundament im Consulting aufbauen, innovative Lösungen und Zusammenarbeit fördern, unsere Talente weiterentwickeln und unseren Kundinnen und Kunden helfen, ihre strategischen und operativen Ziele in einem sich schnell verändernden Umfeld zu erreichen.»
In seiner Freizeit geht Guillaume Leopold gerne Skifahren, Fischen und Wandern in den Alpen.