Manor setzt im Influencer-Marketing auf Swissper

Die Schweizer Warenhauskette Manor stellt ihr Influencer-Marketing strategisch neu auf und überträgt die Gesamtverantwortung an die Social-First-Agentur Swissper. Die Zürcher Agentur, Teil der Thryve Group, entwickelt ein ganzjähriges Creator-Ecosystem, das Markenführung und Handelslogik systematisch verbindet.

[caption id="attachment_44747" align="alignnone" width="680"] Die Warenhauskette Manor stellt ihr Influencer-Marketing neu auf. (Bild: zVg)[/caption]

Manor stellt sein Influencer-Marketing strategisch neu auf und setzt dabei auf Swissper. Die Social-First- und Creator-Agentur, Teil der Thryve Group, gewinnt den strategischen Influencer-Etat von Manor und verantwortet künftig die konzeptionelle und operative Führung des Creator-Setups der grössten Schweizer Warenhauskette. Ziel ist der Aufbau eines strukturierten Creator-Ecosystems, das langfristig in die Marken- und Handelsstrategie integriert ist.

Von Kampagnen zur Infrastruktur

Im Zentrum der Zusammenarbeit steht eine strategische Neuausrichtung: Influencer-Marketing wird nicht mehr kampagnengetrieben gedacht, sondern als dauerhafte Infrastruktur innerhalb der Markenführung. Swissper entwickelt dafür eine klare Jahresarchitektur mit definierten Rollen im Creator-Setup, abgestimmt auf die Sortimentswelten Fashion, Beauty und Home sowie auf die saisonale Handelslogik von Manor.

Zentrale Peak-Phasen wie Mother’s Day, Easter, Back to School und Black Friday werden dabei nicht isoliert aktiviert, sondern in ein konsistentes, ganzjähriges Konzept eingebettet. So entsteht ein Creator-System, das Reichweite, Relevanz und Handelsziele strukturell miteinander verbindet.

«Unser Ansatz für Manor ist klar strategisch geprägt. Wir bauen kein Kampagnenkonstrukt, sondern ein belastbares Creator-Ecosystem, das ganzjährig wirkt und sich sauber in die Retail-Logik integriert», sagt Nicolas Bernauer, Head of Business Development bei Swissper. «Entscheidend ist die konzeptionelle Klammer: eine klare Jahresstruktur, definierte Rollen im Creator-Setup und eine konsistente Markenführung über alle Touchpoints hinweg.»

Konzeptionelle Präzision als Entscheidungskriterium

Auch bei Manor stand die strategische Tiefe im Vordergrund der Entscheidung. «Swissper hat sehr genau verstanden, welche Rolle Creator Marketing künftig in unserer Marken- und Handelsstrategie einnehmen sollen», sagt Sabrina Jagode, Head of Content Factory & Social Media bei Manor. «Das vorgeschlagene Konzept verbindet unsere saisonale Struktur, unsere Sortimentswelten und unsere nationale Präsenz in einem klar aufgebauten Creator-System. Diese konzeptionelle Präzision war für uns ausschlaggebend.»

Für Swissper ist das Mandat ein strategischer Schritt im Schweizer Retail-Markt. «Retail steht vor der Aufgabe, Markenführung, Inspiration und Handel enger zu verzahnen», sagt Kevin Toma, CEO von Swissper. «Creator sind dabei kein Add-on, sondern Teil der Markeninfrastruktur. Mit Manor entwickeln wir ein Setup, das langfristig trägt und strategisch mit der Marke mitwächst.»

Das Mandat umfasst die strategische Gesamtverantwortung für Konzeption, Struktur und Weiterentwicklung des Creator-Ecosystems von Manor. Damit festigt Swissper ihre Position als einer der führenden Social-First-Partner im Schweizer Markt.

KI-Empfehlungen im Handel: Kunden erwarten Hyperpersonalisierung

Zwei Drittel der Online-Kunden sehen Vorteile durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz beim Shopping. Eine aktuelle Umfrage von Lufthansa Industry Solutions zeigt: Der Handel muss bei personalisierten Empfehlungssystemen und digitaler Beratung nachlegen. Ein neues Whitepaper erklärt, wie KI-gestützte Tools den Trend zur Hyperpersonalisierung nutzen.

Wenn die KI Kaufempfehlungen macht: Kunden fordern Hyperpersonalisierung. (Bild: Unsplash.com)

Fast jeder Zweite bestellt mittlerweile mindestens einmal pro Woche etwas im Internet. Der Online-Einkauf ist beliebt, befindet sich aber im Umbruch. «Die Kundschaft will mehr als funktionierende Technik und eine grosse Produktauswahl», sagt Marius Browarczyk, Head of Retail bei Lufthansa Industry Solutions. «Das Stichwort heisst: Hyperpersonalisierung.»

Laut einer aktuellen Umfrage von Lufthansa Industry Solutions unter knapp 1.100 Personen in Deutschland nutzen 81 Prozent die auf den Plattformen angezeigten Produktempfehlungen. Noch ist aber nur jeder zehnte Online-Kunde wirklich begeistert davon. Abhilfe versprechen sich die Befragten durch den verstärkten Einsatz von künstlicher Intelligenz.

Kunden sind zufrieden, aber anspruchsvoll

89 Prozent der Bundesbürger sind mit ihrem Einkaufserlebnis im Internet sehr oder zumindest eher zufrieden. Ein Aufreger ist allerdings das Thema Werbung: 44 Prozent der Befragten beklagen, dass sie zu viel davon erhalten, und 39 Prozent fühlen sich sogar regelrecht «verfolgt». Viele wollen statt Werbung lieber echte Beratung, doch die ist häufig Mangelware im Netz.

Vor allem bei Elektronik, Reisen, Medikamenten und Baumarktartikeln besteht auch beim Online-Kauf ein erhöhter Beratungsbedarf. Bei Elektronikartikeln wünschen sich 36 Prozent der Kunden eine Beratung, bei Reisen oder Eintrittskarten sind es 24 Prozent, bei Medikamenten und Gesundheitsprodukten 22 Prozent.

Chatbots noch nicht etabliert

Beratung ist in Online-Shops oft die Aufgabe von Chatbots, die sich aber noch nicht etabliert haben. Lediglich fünf Prozent der Befragten nutzen sie sehr häufig, weitere 15 Prozent eher häufig. Mehr als ein Drittel (36 Prozent) nutzt Chatbots nie, 44 Prozent selten. Doch sie haben Potenzial, denn 60 Prozent der Nutzer sind mit ihnen eher oder sogar sehr zufrieden.

Beliebter sind Empfehlungsfunktionen. Sie werden immerhin von 38 Prozent der Befragten häufig bzw. sehr häufig genutzt. Lediglich 19 Prozent legen keinen Wert auf Produktempfehlungen. Bei der Zufriedenheitsrate schneiden die Empfehlungssysteme noch etwas besser ab als die Chatbots: 10 Prozent sind «sehr zufrieden» und 62 Prozent «eher zufrieden».

67 Prozent sehen Vorteile durch KI

Insgesamt sehen 67 Prozent der Befragten Vorteile durch den Einsatz von KI beim Online-Shopping. So erwarten beispielsweise 36 Prozent, dass sie dadurch Zeit und Aufwand sparen, und 27 Prozent gehen davon aus, dass sie dank KI passendere Angebote bekommen. Weitere 31 Prozent erwarten, dass sie die gewünschten Produkte schneller finden, 26 Prozent erhoffen sich genauere Informationen und 24 Prozent optimale Empfehlungen.

Hier gibt es allerdings klare Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Bei den jüngeren Befragten bis 29 Jahre gibt es nur 17 Prozent Skeptiker, in der Altersgruppe 60+ sind es fast die Hälfte (47 Prozent). Die Generation Z und die ihr nachfolgende Generation Alpha sind besonders offen für KI-gestützte Angebote – sie sind die finanzstarken Kunden von morgen.

Transparenz und Datenschutz sind zentral

Allerdings möchten 93 Prozent der Online-Kunden selbst entscheiden, welche ihrer Daten genutzt werden. Und für 89 Prozent ist es wichtig zu wissen, wann und wofür KI beim Online-Shopping eingesetzt wird. Acht von zehn Befragten möchten zudem verstehen, warum ihnen bestimmte Angebote präsentiert werden.

«Diese Zahlen zeigen, dass Verbraucher KI nur dann akzeptieren, wenn sie echten Mehrwert liefert und nachvollziehbar ist», betont Tobias Kämpf, Product Owner AI in Retail bei Lufthansa Industry Solutions. Fast 90 Prozent der Befragten möchten bei Bedarf dann doch lieber einen echten Menschen erreichen können.

Datenqualität als Erfolgsfaktor

«Der Handel steht vor vielen Herausforderungen. Entscheidend ist eine saubere Datenstruktur, ohne die es keine erfolgreichen KI-Anwendungen gibt», sagt Marius Browarczyk. Mit sauberen Daten könne der Handel die Kundenerlebnisse verbessern, effizienter mit Lieferanten arbeiten und weitere Schritte in der Digitalisierung absichern.

Tobias Kämpf ergänzt: «Die Voraussetzung für ein erfolgreiches KI-Empfehlungssystem sind vor allem verlässliche Daten. Kundendaten, Artikelstammdaten und Interaktionsdaten sind die Grundlage, auf der das System semantische Zusammenhänge erkennt und passende Empfehlungen erzeugt. Ohne klare Produktbeschreibungen oder ausreichende Historie ginge die gewünschte Präzision verloren.»

Shape: All-in-One-Lösung für den Handel

Lufthansa Industry Solutions hat mit Shape (Semantic Hybrid Algorithm for Personalized Engagement) eine All-in-One-Lösung entwickelt, die eine Recommendation-Engine sowie einen digitalen Verkaufsassistenten in Form eines Sprachmodell-Chatbots bereitstellt. Die dazugehörige Produktsuche basiert nicht auf Schlagworten oder Tags, sondern auf dem semantischen Verständnis der Artikeldetails und der Anfrage des Kunden.

Shape führt die Steuerung personalisierter Produktempfehlungen und der Kundenberatung in einem Tool zusammen. Es ist eine White-Label-Lösung, die für den Endkunden unsichtbar bleibt. Sie löst den Webshop also nicht ab, sondern erweitert dessen Funktionalitäten.

Das neue Whitepaper von Lufthansa Industry Solutions zeigt, auf welche Weise KI-gestützte Empfehlungssysteme dem Handel helfen, mit personalisierten Empfehlungen echten Mehrwert zu schaffen. Es kann kostenlos heruntergeladen werden.

Weitere Informationen: www.lufthansa-industry-solutions.com

Havas Commerce zeigt, wie Handel 2026 neu gebaut wird

Das Retail Trends Book 2026 von Havas Commerce analysiert sechs grundlegende Retail-Trends und acht strukturelle Shifts für die kommenden Jahre. Im Zentrum steht eine neue Logik der Kaufentscheidung: Konsum ist fünf Jahre nach COVID-19 nicht zurück, sondern neu kalibriert – taktischer, vergleichsintensiver und zunehmend KI-kuratiert.

[caption id="" align="alignnone" width="1300"]People, Jeans, Pedestrian Bild: zVg / Unsplash.com[/caption]

Fünf Jahre nach COVID-19 ist Konsum nicht «zurück», sondern neu kalibriert: Verbraucher:innen kaufen taktischer, vergleichen intensiver, erwarten Nachweise statt Versprechen – und bewegen sich selbstverständlich zwischen Store, E-Commerce und Social Commerce. Das zeigt das Retail Trends Book 2026 von Havas Commerce, das sechs grundlegende Retail-Trends sowie acht strukturelle «Shifts» für 2026–2027 herausarbeitet. Im Zentrum steht eine neue Logik der Kaufentscheidung: weniger Überangebot, mehr Auswahlpräzision – zunehmend kuratiert durch KI.

Die Kernaussage: Handel wird zur Infrastruktur für Relevanz, Orientierung und Vertrauen – und muss in einer Welt algorithmischer Vorauswahl nicht nur sichtbar sein, sondern «eligibel»: auswählbar in den Systemen, die Kaufentscheidungen vorfiltern.

Vom Krisenkonsum zur «Culture of Conscious Choice»

Das Trend Book verortet die kommenden Jahre in einer Ära bewusster Auswahl. Pandemie, Lieferkettenbrüche und anhaltender Preisdruck haben Konsum dauerhaft verändert. Laut Havas Commerce geben 74 Prozent der Konsument:innen weltweit an, dass COVID-19 ihr Konsumverhalten dauerhaft geprägt hat. Aus impulsivem Kaufen wird strategisches Entscheiden: In Europa sagen 68 Prozent der Haushalte, sie würden systematisch Value gegen Pleasure abwägen; 59 Prozent investieren mehr Zeit in Kaufplanung.

Diese Entwicklung manifestiert sich in acht «Shifts», die die Architektur der Konsumentscheidung neu formen: Fast 60 Prozent misstrauen «grünen» Claims; 58 Prozent haben bereits Marken boykottiert, die sie als irreführend wahrgenommen haben. Über 70 Prozent wechseln vor dem Kauf zwischen Store, Online und Social; gleichzeitig entstehen persönliche AI Agents, die Angebote scannen, vergleichen und «im Auftrag» handeln. Vergleichstools, Cashback und «cash-based loyalty» gewinnen – Konsum wird zur Optimierungsaufgabe. KI beendet die Ära «endloser Auswahl» und kuratiert: weniger Volumen, mehr Passung.

KI wird Betriebssystem, nicht Add-on

KI ist im Handel nicht mehr «Innovation», sondern Infrastruktur. Das Trend Book zeigt, wie KI gleichzeitig Operations, Customer Experience und Kommunikation umkrempelt: DoorDash testet den Lieferroboter «Dot», Walmart skaliert Automatisierung unter anderem via Symbotic und denkt Stores als automatisierte Fulfillment-Hubs. Amazon integriert visuelle Suche (Lens Live) mit dem Shopping Assistant Rufus; L’Oréal-Backing für Noli zeigt, wie BeautyDNA-Profile und strukturierte Produktdaten Hyper-Personalisierung ermöglichen. Walmart kündigt an, Shopping direkt in ChatGPT zu ermöglichen – ein Signal dafür, dass Suche, Beratung und Checkout zusammenfallen.

Die Implikation: Sichtbarkeit wird zweitrangig – entscheidend wird, ob Produkte und Marken in KI-gestützten Auswahlprozessen als «beste Option» erscheinen. Das erfordert saubere Produktdaten, verlässliche Verfügbarkeit, klare Nutzenargumente und überprüfbare Claims.

Handel wird Erlebnis-, Gastro- und Travel-Plattform

Handel erweitert seine Rolle vom Transaktionsort zur Lifestyle-Destination. Besonders sichtbar wird das in zwei Feldern: John Lewis integriert Jamie Oliver Kochschule und Café in sein Oxford-Street-Flagship. Hospitality-Umsätze steigen, «Food» wird Bindung und Frequenztreiber. Zara führt «Travel Mode» in der App ein – mit City Guides, lokalen Empfehlungen, geolokalisierten Produktangeboten und Offline-Funktionalität. Ikea wiederum testet Hospitality mit einem Boutique-Hotel in Spanien – bemerkenswert: ohne plakatives Branding.

Die Implikation: Handel gewinnt dann, wenn er in «Lebenssituationen» integriert wird – nicht nur in Einkaufslisten. Die neue Kennzahl heisst: Time well spent.

Self-Care, Nutrition und Health als Retail-Kern

Wellbeing wird zur dominanten Konsum-Motivation. Das Trend Book zeigt, wie Retailer Gesundheit nicht mehr nur «mitverkaufen», sondern organisieren: Kroger bietet virtuelle Ernährungsberatung; Walmart nutzt Einkaufsdaten und KI für personalisierte «Everyday Health Signals». Amazon weitet PillPack aus und ergänzt Caregiver-Funktionen; Morrisons startet On-demand-Pharmacy. Amazon eröffnet in Mailand «Parafarmacia & Beauty» inklusive Derma-Bars und Beratung; Walmart testet Beauty Bars.

Die Implikation: Retail wird zum zugänglichen Gesundheits-Interface – aber nur, wenn Datenschutz, Transparenz und tatsächlicher Kundennutzen stimmen. Vertrauen wird Produktbestandteil.

Kreislauf wird Mainstream, «Proof» Pflicht

Nachhaltigkeit verschiebt sich von moralischer Positionierung zu harter Marktlogik: Waste-Reduktion, Repair, Resale, Accessibility werden zu Wettbewerbsfaktoren. Aldi schafft Reduction Zones, kooperiert mit Too Good To Go; Anti-Waste wird Preis- und Imagehebel. Back Market baut Repair-Services und Stores; John Lewis rollt Repair in Stores aus. Tesco verbessert Self-Checkout Accessibility, Morrisons führt Braille-Menüs in Cafés ein.

Die Implikation: Impact wird messbar, vergleichbar, einkalkuliert – und damit ein echter Choice Driver. Unternehmen, die nur erzählen, verlieren gegen Unternehmen, die ihre Behauptungen belegen.

Premiumisierung trifft Value-Architektur

Der Handel navigiert eine polarisierte Welt aus Preisbewusstsein und Aspirationskultur. Zwei Strategien dominieren: Stores werden kuratiert, kulturell aufgeladen, serviceorientiert – beispielsweise mit Art-Pop-ups in Malls. Händler erhöhen Private-Label-Anteile (Albertsons Ziel: von 25 auf 30 Prozent) und steuern Wertwahrnehmung über Stufenmodelle.

Die Implikation: «Value» ist nicht Preis, sondern passendes Leistungsversprechen. Gewinner sind Marken und Retailer, die Tiering sauber führen: entry, core, premium – ohne Vertrauensbruch.

Zero-Click Commerce & Attention-Play Currency

Gen Z kauft dort, wo Content entsteht – und erwartet, dass Conversion ohne Reibung funktioniert. Carrefour startet TikTok Shop in Frankreich. Asos rollt «Asos Live» aus. Walmart baut shoppable immersive Serien und Experiences; Brand Activations mit Apple Vision Pro (beispielsweise Boss) zeigen Retail als Bühne.

Die Implikation: Marken müssen nicht nur «performen», sondern unterhalten – und gleichzeitig die Brücke zur Transaktion schlagen: weniger Klicks, mehr Kontext, mehr Creator-Logik.

Ausblick: Destination 2030

Havas Commerce beschreibt fünf plausible KI-Szenarien bis 2030 – unter anderem AI Agents als Personal Shopper, Near-Demand Production, Impact-Scoring im Warenkorb, Ecosystem Seamlessness und (längerfristig) Quantum-gestützte Journey-Simulation. Der gemeinsame Nenner: Retail wird zu einem Orchestrierungssystem, in dem Verfügbarkeit, Preis, Impact, Service und Content in Echtzeit zusammengeführt werden.

Das Trend Book liefert eine klare Prioritätenliste für 2026/27: Eligibility statt nur Visibility – Produktdaten, Claims, Verfügbarkeit, Pricing-Logik KI-ready machen. Proof Economy akzeptieren: Nachhaltigkeit, Qualität, Value müssen belegbar sein. Experience und Utility verbinden: Destination denken – aber mit konkretem Nutzen. Health & Self-Care als Plattformthema: Services, Partnerschaften, Vertrauen. Social-first Conversion: Content-to-Commerce-Prozesse verschlanken.

Achim Schneider wird Managing Partner bei Retailsolutions

Das Zuger Retail-Beratungshaus Retailsolutions verstärkt sein Management mit Achim Schneider. Seit Februar verantwortet er als neuer Managing Partner die globale strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Schneider wechselte nach 27 Jahren bei SAP zu Retailsolutions, wo er zuletzt als Global Head der Industry Business Unit Retail & Wholesale Distribution tätig war.

Achim Schneider
Achim Schneider ist neuer Managing Partner bei Retailsolutions. Quelle: zvg

Das Zuger Retail-Beratungshaus Retailsolutions, eines der führenden SAP-Beratungsunternehmen in Europa, verstärkt sein Management mit Achim Schneider. Seit Februar verantwortet er als neuer Managing Partner die globale strategische Weiterentwicklung des Unternehmens.

27 Jahre Erfahrung bei SAP

Schneider wechselte von SAP zu Retailsolutions. 27 Jahre war er bei dem Walldorfer Konzern, wo er international in den Bereichen Beratung, Produktstrategie, Go-to-Market sowie Solution Management tätig war. In den vergangenen zehn Jahren verantwortete er als Global Head der Industry Business Unit Retail & Wholesale Distribution zusammen mit seinem Team unter anderem die Industriestrategie sowie die weltweite Positionierung und Einführung des gesamten Industrieportfolios für Retail, Wholesale Distribution und Fashion. Darüber hinaus steuerte er komplexe Transformationsprogramme bei führenden Handelsunternehmen, insbesondere im asiatisch-pazifischen Raum und Lateinamerika.

Fokus auf digitale Transformation

«Ich freue mich auf die neuen Aufgaben bei Retailsolutions und darauf, Retailer weltweit bei ihrer digitalen Transformation zu begleiten. Klaren Fokus lege ich dabei auf langfristige Kundenbeziehungen, nachhaltigen Kundennutzen und den Einsatz innovativer SAP-basierter Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Handel», so Schneider.

Die Retailsolutions ist eines der führenden Retail-Beratungshäuser für SAP-Lösungen in Europa. Über 450 Berater:innen betreuen Einzelhandelsunternehmen von den Standorten in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Rumänien, Schweden, Spanien, Südafrika, den USA und dem Vereinigten Königreich aus. Das Portfolio umfasst Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Seine umfangreiche Expertise verdankt das Unternehmen nicht zuletzt der engen Partnerschaft mit dem Software-Hersteller SAP, aus dem es 2005 durch einen Spin-off hervorging.

Weitere Informationen: www.retailsolutions.ch

Bug Bounty Switzerland ernennt Stefan Velikov zum Head of Sales

Bug Bounty Switzerland hat Stefan Velikov per 1. Februar 2026 zum Head of Sales und Mitglied der Geschäftsleitung ernannt. Mit seiner Expertise in komplexen Verkaufsprozessen und der Skalierung von Unternehmen soll Velikov die Schweizer Pionierin für Security-Testing bei der Bewältigung der hohen Nachfrage nach dem KI-orchestrierten Cyber Resilience Shield sowie der anstehenden Internationalisierung unterstützen.

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Stefan Velikov verstärkt ab Februar 2026 die Geschäftsleitung von Bug Bounty Switzerland als Head of Sales. Foto: © Daniel Cattaneo

Bug Bounty Switzerland hat Stefan Velikov per 1. Februar 2026 zum Head of Sales ernannt. In dieser Schlüsselposition verstärkt Velikov die Geschäftsleitung der Schweizer Pionierin für Sicherheitstests mit ethischen Hackern. Zu den vordringlichsten Aufgaben zählt die Skalierung des Sales-Teams. Damit einher geht die Schaffung tragfähiger Strukturen und reproduzierbarer Prozesse innerhalb der Verkaufsorganisation, um die Transformation von Bug Bounty Switzerland vom Start-up- zum Scale-up-Unternehmen und die nationale wie internationale Expansion zu unterstützen.

Bei dieser wichtigen Aufgabe kann Velikov sowohl auf ein umfangreiches Know-how komplexer Verkaufsprozesse als auch auf seine weitreichende Vernetzung im Schweizer Venture- und Start-up-Ökosystem zurückgreifen. Stefan Velikov gründete 2017 das Unternehmen Viabz, das eine App für die betriebliche Gesundheitsförderung entwickelte, und skalierte es erfolgreich bis zum Verkauf im Jahr 2022. Seither engagiert er sich stark in der schweizerischen Start-up-Szene, unter anderem bei der Non-Profit-Organisation Swisspreneur. Zudem hat er mit dem Sales Velocity Collective die grösste B2B-Sales-Community der Schweiz aufgebaut, die seit 2025 die Swiss Sales Trophy für Verkaufstalente im B2B-Software-Bereich vergibt.

Unterstützung der nächsten Wachstumsphase und der Internationalisierung

Bug Bounty Switzerland blickt auf ein erfolgreiches vergangenes Jahr zurück, in dem sich das Unternehmen endgültig vom Start-up zum Scale-up entwickelt hat. Einen gewichtigen Anteil daran hat der im November 2024 lancierte Cyber Resilience Shield, ein innovatives Security-Testing-Produkt. Velikovs Aufgabe wird es sein, das bestehende Sales-Team weiterzuentwickeln und bis Ende 2027 zu vervielfachen, um der hohen Nachfrage gerecht zu werden und weiteres Umsatzwachstum zu generieren. Gleichzeitig soll die internationale Expansion nun systematisch vorangetrieben werden.

Der Aufbau einer effizienten und skalierbaren Sales-Organisation mit klarem Set-up ist dabei der nächste Schritt in der Umsetzung von Bug Bounty Switzerlands Vision: die Neudefinition von Security-Testing und die Positionierung als führender Anbieter. «Ich sehe bei Bug Bounty Switzerland eine seltene Kombination aus Timing, Talent und Technologie», sagt Stefan Velikov. «Mich reizt besonders, gemeinsam mit dem Team eine skalierbare Go-to-Market-Organisation aufzubauen und das Unternehmen gezielt auf die nächste Wachstumsphase sowie die Internationalisierung vorzubereiten.»

«Stefan Velikovs ausgeprägter Antrieb, sein weitreichendes Netzwerk und seine umfassende Erfahrung im Aufbau skalierbarer Sales-Systeme und leistungsstarker Teams machen ihn zur idealen Besetzung für unser Scale-up», sagt Sandro Nafzger, CEO und Co-Founder von Bug Bounty Switzerland. «Stefan stösst in einer entscheidenden Phase zu uns – in einem Moment, in dem wir uns als Unternehmen wandeln, und sich zugleich die Art und Weise verändert, wie Sicherheitstests im Zeitalter der künstlichen Intelligenz durchgeführt werden.»

KI-gestützte Plattform für Security-Testing

Bug Bounty Switzerland betreibt eine KI-gestützte Schweizer Plattform für datengetriebenes Security-Testing. Die Plattform ermöglicht Grossunternehmen und Organisationen kontinuierliche, skalierbare und einfach zugängliche Sicherheitsüberprüfungen – always-on, selbstlernend und «plug and play». Kern der Lösung ist der Cyber Resilience Shield: ein virtueller Schutzschild, der das Know-how von über 16’000 ethischen Hackern mit Threat-Intelligence und autonomen KI-Agenten kombiniert, um Sicherheitslücken schneller, präziser und effizienter als mit klassischen Testmethoden aufzudecken. Das System lernt kontinuierlich aus jedem Testergebnis, verfeinert seine Methodik und passt Sicherheitsstrategien in Echtzeit an.

Bug Bounty Switzerland mit Standorten in Luzern, Zürich und Bern unterstützt Organisationen weltweit beim Aufbau nachhaltiger digitaler Resilienz. Zu den Kunden zählen führende Organisationen in Europa, darunter Regierungen, Betreiber kritischer Infrastrukturen sowie Banken und Versicherungen.

www.bugbounty.ch

Oxyle gewinnt Green Business Award mit Lösung gegen PFAS-Chemikalien

Das Zürcher ETH-Spin-off Oxyle erhält den Green Business Award 2026 für seine innovative Technologie zur dauerhaften Entfernung und Zerstörung von PFAS aus Wasser. Die sogenannten «Ewigkeitschemikalien» sind in über der Hälfte der Schweizer Grundwasser-Messstellen nachweisbar und stellen ein erhebliches Risiko für Umwelt und Gesundheit dar.

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Cédric Habermacher (Green Business Switzerland), Fajer Mushtaq (Oxyle), Reto Knutti (Jury-Mitglied) und Doris Leuthard (Jurypräsidentin) (v.l.n.r.). Quelle: zvg

Der Green Business Award 2026 geht an Oxyle. Das Zürcher Scale-up überzeugte die Jury mit seiner innovativen Lösung zur Bekämpfung von PFAS, den sogenannten «Ewigkeitschemikalien». Diese hochgiftigen Chemikalien reichern sich in Grund- und Trinkwasser sowie in menschlichen Körpern an. Gründerin Dr. Fajer Mushtaq und ihr Team haben eine Technologie entwickelt, die PFAS nicht nur entfernt, sondern dauerhaft abbaut. Damit leistet Oxyle einen wesentlichen Beitrag zum Schutz von Umwelt und Gesundheit.

Schweiz stark mit PFAS belastet

Die Schweiz ist stark mit PFAS belastet. Studien zeigen, dass in über der Hälfte der Grundwasser-Messstellen sowie im Blut von Menschen solche hochgiftigen Ewigkeitschemikalien nachweisbar sind. Auch alle untersuchten Böden enthalten PFAS – selbst abgelegene Orte wie das Matterhorn. Die Stoffe erhöhen das Risiko für Krebs und Unfruchtbarkeit, schädigen Immun- und Hormonsystem und bleiben aufgrund ihrer extremen Stabilität über Jahrhunderte in der Umwelt.

Genau hier setzt Oxyle an: Das ETH-Spin-off hat eine Technologie entwickelt, die PFAS nicht nur aus dem Wasser entfernt, sondern sie vollständig zerstört. Mit dieser Lösung überzeugte Oxyle die Jury des wichtigsten Nachhaltigkeitspreises der Schweiz.

Doris Leuthard, Alt-Bundesrätin und Präsidentin der Jury, sagt: «Die Einordnung von PFAS-Belastungen ist noch neu und vieles unklar. Sicher ist: Neben politischen Lösungen zur Verhinderung von PFAS braucht es auch Ansätze wie jene von Oxyle, die bereits im Umlauf befindliche Chemikalien dauerhaft abbauen.»

Was sind PFAS-Chemikalien?

PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) sind geruchs- und geschmacklose Chemikalien, die extrem langlebig sind – daher auch die Bezeichnung «Ewigkeitschemikalien». Aufgrund ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften werden sie in unzähligen Alltagsprodukten verwendet: in Outdoor-Kleidung, Kosmetik, Teflonpfannen, Zahnseide und sogar WC-Papier. Gleichzeitig gelangen PFAS durch Industrieabwässer, Feuerlöschschäume oder Klärschlamm in Böden, Gewässer und Pflanzen und verbreiten sich von dort weiter in der Umwelt. So finden sie nach und nach auch ihren Weg in Lebensmittel, Trinkwasser und alltägliche Konsumgüter.

Vom Kindheitstraum zur Innovation

Gründerin und CEO von Oxyle, Dr. Fajer Mushtaq, wuchs in Delhi auf und wurde schon während ihrer Kindheit mit dem Thema Wasserverschmutzung konfrontiert. Diese prägenden Erfahrungen motivierten Mushtaq dazu, Oxyle zu gründen. Gemeinsam mit ihrem inzwischen 30-köpfigen Team entwickelt sie massgeschneiderte, skalierbare und energieeffiziente Lösungen, die insbesondere auch die bislang schwer abzubauenden kurzkettigen PFAS vollständig eliminieren.

Dr. Fajer Mushtaq freut sich über den Gewinn des Awards: «Der Schutz unserer Gewässer ist seit langem ein persönliches Anliegen von mir. Eines, das unser gesamtes Team mit Überzeugung teilt. Wir fühlen uns sehr geehrt, dass die Arbeit von Oxyle mit dem Green Business Award ausgezeichnet wurde.»

Nachhaltige Innovationen im Rampenlicht

Der Green Business Award wurde bereits zum siebten Mal verliehen. Im Finale bei Impact Gstaad setzte sich Oxyle gegen zwei weitere Unternehmen durch: Voltiris, das Solarmodule für Gewächshäuser ohne Ernteverlust einsetzt, und Everllence, deren Grosswärmepumpe ganze Städte mit klimaneutraler Fernwärme versorgt.

Der Green Business Award ist der renommierteste Nachhaltigkeitspreis der Schweiz und bietet den Finalisten eine einzigartige Chance zur Wachstumsfinanzierung. «Mit dem Green Business Award wollen wir Unternehmen sichtbar machen, die zeigen, dass Nachhaltigkeit eine Businesschance ist. Unsere Finalisten zeigen, was möglich ist, wenn die Wirtschaft Verantwortung übernimmt», sagt Cédric Habermacher, Direktor von Green Business Switzerland.

Der Auswahlprozess erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren. In der Hauptjury engagieren sich namhafte Persönlichkeiten wie Michèle Rodoni, CEO der Mobiliar, Axpo-CEO Christoph Brand und Prof. Dr. Reto Knutti von der ETH.

Weitere Informationen: https://www.oxyle.ch

Silvan Wildhaber soll neuer Präsident von Economiesuisse werden

Der Vorstandsausschuss von Economiesuisse schlägt Silvan Wildhaber einstimmig als neuen Präsidenten vor. Der 48-jährige Unternehmer und CEO des St. Galler Textilunternehmens Filtex übernimmt im September von Christoph Mäder, der nach sechs Jahren an der Spitze des Dachverbands der Schweizer Wirtschaft zurücktritt.

Silvan Wildhaber
Silvan Wildhaber soll neuer Präsident von Economiesuisse werden. Quelle: zvg

Christoph Mäder hat sich entschieden, nach sechs Jahren an der Spitze des Dachverbands der Schweizer Wirtschaft das Präsidentenamt auf Ende der Amtszeit im September zu übergeben. Der Vorstandsausschuss hat sich an seiner Sitzung vom 12. Februar mit dem Vorschlag der eingesetzten Findungskommission befasst und empfiehlt dem Vorstand einstimmig, Silvan Wildhaber zum neuen Präsidenten zu wählen. Die Wahl des neuen Präsidenten erfolgt anlässlich der nächsten Vorstandssitzung im März. Der Amtsantritt ist Mitte September anlässlich des Tags der Wirtschaft.

Christoph Mäder kommentiert den Vorschlag des Vorstandsausschusses wie folgt: «Ich freue mich sehr über die Nomination von Silvan Wildhaber als Nachfolger. Er bringt die besten Voraussetzungen mit, um Economiesuisse in den nächsten Jahren erfolgreich zu führen und weiterzuentwickeln.»

Ein Unternehmer an der Spitze des Dachverbands

Mit Silvan Wildhaber schlägt der Vorstandsausschuss eine starke Unternehmerpersönlichkeit zur Wahl vor. Der 48-jährige Wildhaber ist seit 2012 CEO des St. Galler Textilunternehmens Filtex und Verwaltungsratspräsident der Muttergesellschaft Emil Anderegg. Das 1919 gegründete Familienunternehmen Filtex exportiert weltweit exklusive Textilien und Stickereien. Wildhaber studierte an der Universität St. Gallen (HSG) Betriebswirtschaft und arbeitete vor seinem Eintritt in das Familien-KMU im Jahr 2006 bei der damaligen Credit Suisse. Wildhaber ist in der Stadt Zürich wohnhaft, verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Silvan Wildhaber ist seit 2014 als Vertreter von Swiss Textiles im Vorstand von Economiesuisse tätig und kennt die relevanten wirtschaftspolitischen Dossiers aus erster Hand. Im Jahr 2021 wurde er auch in den Vorstand des Schweizerischen Arbeitgeberverbands gewählt. «Das Vertrauen, das der Vorstandsausschuss von Economiesuisse in mich setzt, freut mich ausserordentlich», sagt Silvan Wildhaber nach seiner Nominierung. «Ich will die politischen Anliegen der Schweizer Unternehmen und ihrer Beschäftigten verständlich machen und die Herzen und Köpfe der Menschen in der Schweiz dafür gewinnen», so Wildhaber und ergänzt: «Als Unternehmer weiss ich: Vorwärts kommen wir nur gemeinsam. Mir ist es deshalb ein Anliegen, Brücken zu bauen und die Schweiz gemeinsam voranzubringen.»

www.economiesuisse.ch

Fairtrade-Blumen zum Valentinstag stärken Frauenrechte

Frauen stellen die Mehrheit der rund 500’000 Beschäftigten im ostafrikanischen Blumensektor. Melanie Dürr von Fairtrade Max Havelaar appelliert vor dem Valentinstag, den Blick auf die Arbeitsbedingungen dieser Frauen zu richten und Initiativen zu unterstützen, die ihre Rechte stärken.

Melanie Dürr, Leiterin Internationale Zusammenarbeit Fairtrade Max Havelaar (Quelle: zvg)

Systematische Diskriminierung im Blumensektor

Frauen stellen die Mehrheit der rund 500’000 Beschäftigten im ostafrikanischen Blumensektor, der die Schweiz insbesondere zum Valentinstag beliefert. «Zu diesem Feiertag der Liebe sollten wir den Blick auf die Arbeitsbedingungen dieser Frauen richten, die die Blumen anbauen, und Initiativen unterstützen, die sich für eine Stärkung ihrer Rechte einsetzen», sagt Melanie Dürr, Leiterin Internationale Zusammenarbeit bei Fairtrade Max Havelaar. Sie führt weiter aus: «Denn heute sind viele Arbeiterinnen systematisch von Diskriminierung, sexueller Belästigung oder mangelndem Arbeitsschutz betroffen. Mit Fairtrade-Valentinsrosen kann man einen echten Beitrag zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen vor Ort schaffen.»

Strukturelle Missstände weit verbreitet

Auf ostafrikanischen Blumenfarmen arbeiten Hunderttausende Menschen, doch nur rund 15 Prozent von ihnen sind auf Fairtrade-zertifizierten Betrieben angestellt. Nur ein kleiner Teil der zum Valentinstag importierten Blumen sind entsprechend Fairtrade-zertifiziert. Im Blumensektor sind strukturelle Missstände weit verbreitet: Sexuelle Belästigung, unzureichender Mutterschutz und eine starke Unterrepräsentation von Frauen in Führungspositionen stellen zentrale Herausforderungen dar.

Verbindliche Standards für echte Verbesserungen

Um diesen Problemen entgegenzuwirken, braucht es verbindliche Strukturen, die echte Verbesserungen ermöglichen. Fairtrade setzt dabei einen klaren Fokus auf die Förderung und den Schutz von Frauen. Die rund 65 Fairtrade-zertifizierten Blumenfarmen in Ostafrika beschäftigen etwa 75’000 Mitarbeitende und unterliegen umfassenden Fairtrade-Standards. Diese legen feste Arbeitsverträge, geregelte Ferienansprüche, klar definierte Mutterschutzregelungen sowie fest verankerte Mechanismen zum Umgang mit sexueller Belästigung fest. Regelmässige Schulungen stärken zudem das Bewusstsein der Beschäftigten für ihre Rechte.

Women’s School of Leadership

Fairtrade setzt unter anderem die Initiative «Women’s School of Leadership» um. Ein sektorspezifisches Programm in Ostafrika, das gezielt die Stärkung von Frauen in der Fairtrade-Blumenlieferkette zum Ziel hat. Auf teilnehmenden Farmen wurden konkrete Massnahmen eingeführt, um Frauen den Zugang zu Führungsrollen zu erleichtern, Gender-Policies zu stärken und Melde- sowie Beratungsstrukturen bei sexueller Belästigung zu verbessern.

Fridah Makena, eine heute 28-jährige Kenianerin, hat am Programm teilgenommen: «Nach der zehnmonatigen Ausbildung der Fairtrade ‚Women’s School of Leadership‘ habe ich mich erfolgreich auf eine Stelle als Supervisor beworben. Heute leite ich ein Team von Blumenarbeiter:innen und bin stolz auf meine berufliche Entwicklung.»

Fairtrade-zertifizierte Blumen stehen für Arbeitsbedingungen, die Frauenrechte konkret stärken und Verantwortung in globalen Lieferketten übernehmen.

Weitere Informationen: https://www.maxhavelaar.ch

Meta Hiltebrand wird Markenbotschafterin von Kuhn Rikon

Die Schweizer Spitzenköchin Meta Hiltebrand wird neue Markenbotschafterin der Traditionsmarke Kuhn Rikon. Die Partnerschaft verbindet kulinarische Leidenschaft, Schweizer Handwerk und Design. Hiltebrand bringt ihre Expertise in Rezeptentwicklung, Kochformate und Markenkommunikation ein.

[caption id="attachment_44565" align="alignnone" width="666"] Neue Markenbotschafterin von Kuhn Rikon: Spitzenköchin Meta Hildebrand. (Bild: zVg)[/caption]

Die Schweizer Spitzenköchin, TV-Persönlichkeit und Unternehmerin Meta Hiltebrand ist neue Markenbotschafterin von Kuhn Rikon. Die Zusammenarbeit verbindet kulinarische Leidenschaft, Schweizer Handwerk, Design und Kreativität. Mit dieser Partnerschaft soll eine Brücke zwischen dem Hobby- und dem Profikoch geschlagen werden – ein offener Austausch, um noch mehr Professionalität und Spass in die Küche zu bringen.

Zwei, die dieselben Werte teilen und so gut zusammenpassen wie Topf und Deckel: die Traditionsmarke Kuhn Rikon und Profiköchin Meta Hiltebrand. In ihrer neuen Rolle als Markenbotschafterin bringt sie ihre Expertise künftig in Rezeptentwicklung, Kochformaten, Events sowie in der Markenkommunikation ein.

Verbunden seit der Kindheit

Mit der Marke verbindet die Gastronomin seit früher Kindheit eine besondere Beziehung. «Die Magie des Topfes mit dem roten Deckel – dem Duromatic – hat mich in die Küche gezogen. Nicht, weil ich Köchin werden wollte, sondern weil meine Mutter täglich frisch gekocht hat und für mich eine echte Zauberin war», sagt Hiltebrand.

In ihrer Familie hatten Schweizer Produkte einen hohen Stellenwert – besonders Pfannen und Töpfe sollten ein Leben lang halten. «Kuhn Rikon hat das versprochen – und auch eingehalten. Einige dieser Töpfe sind bei uns bis heute im Einsatz.»

Gemeinsame Werte wie Handwerk, Qualität, Freude

Was die Partnerschaft auszeichnet, sind gemeinsame Werte: Kulinarik, Freude am Kochen, handwerkliche Qualität und funktionales Design. Die Zürcherin schätzt das breite Sortiment von Kuhn Rikon. Nebst klassischem Kochgeschirr nutzt sie sehr gerne etwa moderne Küchenhelfer wie den Pull Chop oder das gusseiserne orange-rote Caquelon, das bei ihr als Fondue-Liebhaberin regelmässig auf dem Tisch steht.

«Meta Hiltebrand steht für Leidenschaft, Authentizität und eine moderne Schweizer Küche. Genau diese Haltung prägt auch Kuhn Rikon: tief verwurzelt im Handwerk, aber stets offen für neue Ideen und Lösungen. Gemeinsam wollen wir zeigen, wie Tradition und Innovation den Kochalltag bereichern – hochwertig und nahbar», sagt Peter Waltenspühl, Marketingleiter bei Kuhn Rikon.

Die Traditionsmarke, die dieses Jahr ihr 100-jähriges Jubiläum feiert, und ihre neue Markenbotschafterin wollen mit ihrer Passion den Küchenalltag beleben und Lust auf kulinarische Kreativität wecken. Oder wie Meta Hiltebrand augenzwinkernd sagt: «Zusammen sind wir Salz und Pfeffer: Salz macht jedes Gericht besser, die Prise Pfeffer macht es spannend.»

Lieblingsprodukt und persönliche Anekdote

Ihr Lieblingsprodukt ist ganz klar der Duromatic. «Die Magie des roten Deckels hält an. Er verkürzt Garzeiten und macht auch eher faserige Fleischstücke wunderbar zart. Zudem schätze ich hochwertige Materialien – die Haptik ist mir genauso wichtig wie der Geschmack. Das Kochen mit Kuhn Rikon Töpfen begeistert mich jedes Mal aufs Neue», erklärt Hiltebrand.

Zu ihrer Beziehung zur Marke gehört auch eine Anekdote: Seit ihrer Kindheit gibt es eine Kuhn Rikon Pfanne, die sie bei ihrer Mutter «ausgeliehen» – und wie das ganz oft so ist, bewusst nie zurückgegeben hat. Leider stellte sie diese Pfanne – es war der doppelwandige Kopftop Durotherm mit goldigen Griffen – einmal mitsamt Wärmeuntersetzer auf den Herd und liess beides so lange drauf, bis sie zu einem Teil wurden. Die entsprechende Grösse fehlt im Set bei ihrer Mutter bis heute.

Kuhn Rikon begeistert die Kochwelt seit 1926 mit innovativen Produkten rund ums Zubereiten, Servieren und Geniessen. Die Schweizer Marke entwickelt, designt und produziert innovative, hochwertige und nachhaltige Produkte, welche direkt, über den Detail- und Fachhandel sowie online in der ganzen Welt vertrieben werden. Meta Hiltebrand zählt zu den bekanntesten Spitzenköchinnen der Schweiz und betreibt heute mit CookCouture ein Studio für Rezeptentwicklung, Events und Medienproduktionen.

Schweizer Unternehmen setzen beim Customer Experience Management vermehrt auf KI

Die Customer Experience hat in Schweizer Unternehmen deutlich an Stellenwert gewonnen. Die Swiss CEX Study der Hochschule Luzern verzeichnet beim Reifegrad mit 59 Prozent einen neuen Höchststand. Besonders bemerkenswert: KI-Projekte, die vor zwei Jahren kaum eine Rolle spielten, sind 2025 in vielen Unternehmen Realität.

Quelle: HSLU

Schweizer Unternehmen bewerten ihre Fortschritte im Customer Experience Management so positiv wie seit Jahren nicht mehr. Das zeigt die Swiss CEX Study der Hochschule Luzern in Zusammenarbeit mit Nexa Consulting. Gegenüber dem Vorjahr (53 Prozent) erreicht der Reifegrad mit 59 Prozent einen neuen Höchststand. Besonders bemerkenswert ist die Beschleunigung dieser Entwicklung seit 2023: Sowohl in der Deutsch- als auch in der Westschweiz zeigt sich eine konsistente Verbesserung.

Massnahmen zeigen Wirkung

Der Reifegrad entsteht aus einer Beurteilung von 14 Einzelkriterien zum Customer Experience Management in den Unternehmen. Er ist ein Massstab dafür, wie weit die Unternehmen insgesamt und in verschiedenen Teilbereichen sind.

Fast 60 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass sich die von ihnen angebotene Customer Experience im vergangenen Jahr verbessert hat. Die Verantwortlichen bewerten ihre Massnahmen zunehmend als wirksam. Die Studie zeigt somit nicht nur steigende Ambitionen, sondern auch eine zunehmende Professionalisierung im Bereich des Kundenerlebnisses.

KI gewinnt stark an Bedeutung

Ein zentrales Ergebnis der diesjährigen Studie ist die rasante Entwicklung im Bereich Customer Experience und Künstliche Intelligenz. Während KI-Projekte noch vor zwei Jahren kaum eine Rolle spielten, sind sie 2025 in vielen Unternehmen Realität. Zwar unterscheiden sich Umfang und Reifegrad der Implementierungen deutlich, insgesamt hat sich KI jedoch klar im Kontext des Kundenerlebnisses etabliert.

Chatbots sind am weitesten verbreitet und bereits bei rund 40 Prozent der Unternehmen implementiert – im Jahr 2024 waren es noch 20 Prozent. Voicebots verzeichnen ebenfalls Fortschritte, befinden sich jedoch mehrheitlich noch in der Diskussionsphase. Weitere Lösungen wie die stimmliche biometrische Identifikation stellen für die grosse Mehrheit der Befragten «kein Thema» dar.

«Die Fortschritte im KI-Bereich waren in den vergangenen zwei Jahren bemerkenswert. Es wird interessant sein, welche Entwicklungen wir bei der Jubiläumsstudie Ende 2026 verzeichnen können», sagt Studienautor Michael Grund.

Stabile Investitionen – Fokus auf Mitarbeitende und Prozesse

Für das Jahr 2026 planen rund 50 Prozent der Unternehmen stabile Investitionen, während 35 Prozent eine Erhöhung vorsehen. Die wichtigsten Ziele sind weiterhin die Steigerung der Kundenzufriedenheit und die Festigung der Kundenbindung sowie die Stärkung der Marke. Als zentrale Investitionsfelder gelten erneut die Ausbildung der Mitarbeitenden, gefolgt von KI-Initiativen und der Optimierung von Prozessen.

Über die Swiss CEX Study

Die Swiss CEX Study ist in der 9. Ausgabe erschienen. Durch die Zusammenarbeit von drei Instituten der Hochschule Luzern (Institut für Betriebs- und Regionalökonomie, Institut für Kommunikation und Marketing und dem Institut für Finanzdienstleistungen Zug) und dem Partner Nexa Consulting verbindet die Swiss CEX Study praxisnahe Beratungskompetenz mit wissenschaftlicher Fundierung.

Die Bewertung basiert auf 14 Einzel-Statements, die drei zentrale Bereiche abdecken: Vision & Leadership (unter anderem Strategie, Verankerung im Management, Ressourcen), Interaction & Intelligence (Kundeninteraktion, Daten- und Wissensmanagement, Produktentwicklung) sowie Excellence & Performance (Prozesse, Technologie, Messsysteme, Wirtschaftlichkeit).

Weitere Informationen und die vollständige Studie finden Sie unter www.hslu.ch.

Schweizer Versicherer digital führend, aber mit Bruchstellen im hybriden Vertrieb

Die Schweizer Versicherer behaupten ihre Spitzenposition im DACH-Raum und erreichen einen Reifegrad von 61 Prozent im digitalen Vertrieb. Der Hybrid Sales Index 2025 von Wavestone zeigt jedoch: Sobald Kundinnen und Kunden den Kanal wechseln, entstehen häufig Medienbrüche. AXA Schweiz und Zurich führen das Ranking an, kein Anbieter erreicht jedoch einen vollständig kundenzentrierten Omnikanalansatz.

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Quelle: zvg

Mit einem Gesamtwert von 61 Prozent verbessert die Schweiz ihr Reifegradniveau aus dem Vorjahr um 6 Prozentpunkte und behauptet ihre Spitzenposition im DACH-Vergleich. Besonders in der frühen Phase der Customer Journey – bei Sichtbarkeit, Landingpages und digitalen Informationsangeboten – haben Versicherer weiter zugelegt. Der Markt ist digital präsent, gut auffindbar und zunehmend in digitalen Ökosystemen verankert. Im Vergleich mit Deutschland zeigt sich in der Schweiz noch erhebliches Potenzial zur konsequenten End-to-End-Integration aller Kanäle.

Klare Leistungsunterschiede zwischen den Schweizer Versicherern

Der Hybrid Sales Index 2025 macht deutliche Unterschiede innerhalb des Schweizer Versicherungsmarkts sichtbar. Die Ergebnisse basieren auf einer vergleichenden Analyse definierter Kriterien entlang der hybriden Sales Journey und dem Sales Potenzial. An der Spitze liegen AXA Schweiz und Zurich, die mit jeweils rund 72 Prozent den höchsten Reifegrad im hybriden Vertrieb erreichen und damit klar im Bereich des fortgeschrittenen Omnikanalansatzes positioniert sind. Die Mobiliar folgt mit 66 Prozent und bestätigt ebenfalls ein hohes, aber noch nicht durchgängig integriertes Niveau.

Im Mittelfeld bewegen sich Allianz und Generali, gefolgt von Helvetia und Baloise. Diese Anbieter verfügen über solide digitale Einstiege und funktionierende Einzelkanäle, zeigen jedoch weiterhin Schwächen bei der kanalübergreifenden Weiterführung von Offerten, der Lead-Wiedererkennung und der nahtlosen Übergabe in die persönliche Beratung.

Am unteren Ende der betrachteten Schweizer Versicherer liegt Vaudoise mit 40 Prozent Reifegrad, die damit weiterhin im Bereich eines etablierten, aber nur begrenzt vernetzten Multikanalansatzes verbleibt. Insgesamt zeigt sich: Kein untersuchter Versicherer erreicht 2025 die höchste Reifestufe eines kundenzentrierten Omnikanalmanagements über 75 Prozent.

Der Engpass liegt in der Verknüpfung der Kanäle

Trotz dieser Fortschritte bleibt eine zentrale Schwäche bestehen: Die durchgängige hybride Sales Journey. Sobald Interessierte von Online-Angeboten in eine persönliche Beratung wechseln oder eine Offerte weiterbearbeiten möchten, entstehen häufig Medienbrüche. Daten werden nicht übernommen, Prozesse beginnen erneut, Abschlüsse verzögern sich oder bleiben aus.

«Die Schweiz ist digital sichtbar und gut aufgestellt, aber echter hybrider Vertrieb entsteht erst, wenn Online- und persönliche Beratung nahtlos ineinandergreifen», sagt Dominik Simmen, Associate Partner von Wavestone Schweiz. «Versicherer zeichnen sich nicht durch die möglichst hohe Anzahl digitaler Touchpoints aus, sondern durch die Fähigkeit, Kundendaten, Beratung und Prozesse konsequent entlang der Customer Journey zu orchestrieren und dies als organisatorische Führungsaufgabe, nicht als reine IT-Initiative.»

Mehr Sichtbarkeit – aber kaum Fortschritt bei Lead-Nutzung

Gegenüber dem Vorjahr haben Schweizer Versicherer ihre digitale Präsenz weiter professionalisiert. Vergleichsportale, thematische Landingpages und Partnerschaften mit digitalen Plattformen spielen eine wachsende Rolle bei der frühen Kundenansprache. Gleichzeitig zeigt der Index: Datenbasierte Lead-Erkennung und -Weiterverarbeitung bleiben unterentwickelt. Nur wenige Anbieter erkennen Kundinnen und Kunden kanalübergreifend wieder oder ermöglichen es, eine begonnene Journey ohne Reibungsverluste fortzusetzen.

Digitale Beratung und KI bleiben die Ausnahme

Auch 2025 schöpfen Schweizer Versicherer das Potenzial digitaler Beratung nur teilweise aus. Interaktive Entscheidungsunterstützung, KI-gestützte Beratung oder intelligente Chatbots kommen bislang vereinzelt zum Einsatz. Dabei könnten gerade diese Lösungen helfen, Vertrieb und Service zu entlasten und gleichzeitig das Kundenerlebnis zu verbessern.

Fazit: Die nächste Reifestufe ist organisatorisch, nicht technologisch

Der Hybrid Sales Index 2025 zeigt klar: Die technischen Grundlagen sind vorhanden. Entscheidend wird nun, wie konsequent Versicherer hybride Journeys aus Kundensicht gestalten. Wer Daten intelligent nutzt, Übergänge sauber gestaltet und Beratung neu denkt, wird sich im zunehmend vergleichbaren Markt differenzieren.

Der Hybrid Sales Index von Wavestone analysiert jährlich die Vertriebsstrategien führender Versicherer im DACH-Raum. Die Studie bewertet den digitalen Reifegrad und zeigt, wie gut Unternehmen hybride Sales Journeys gestalten. Den gesamten Index können Sie hier kostenlos herunterladen.

Weitere Informationen: www.wavestone.com

Bechtle bündelt Public-Expertise in schweizweitem Cluster

Der IT-Dienstleister Bechtle fasst die Kompetenzen seiner drei Schweizer Gesellschaften im Public-Bereich in einem neuen, schweizweiten Cluster zusammen. Die Bündelung schafft für über 1800 öffentliche Institutionen aus Verwaltung, Bildung und Gesundheitswesen eine klarere Anlaufstelle und stärkt die Zusammenarbeit über alle Regionen hinweg.

Martin Kull, Vice President Bechtle Switzerland
Martin Kull, Vice President Bechtle Switzerland. Quelle: zvg

Bechtle baut seine starke Position im öffentlichen Sektor weiter aus und fasst die langjährige Erfahrung aller drei Schweizer Gesellschaften – Bechtle Schweiz, Bechtle direct und Bechtle Suisse – in einem neuen, schweizweiten Public Cluster zusammen. Die Bündelung stärkt die Zusammenarbeit über alle Regionen hinweg und schafft für öffentliche Institutionen eine noch klarere, integriertere Anlaufstelle für ihre digitalen Vorhaben.

Über 1800 Kunden im öffentlichen Sektor

Der öffentliche Sektor gehört seit Jahren zu den wichtigsten Märkten von Bechtle. Das Unternehmen betreut heute über 1800 Kunden aus Verwaltung, Bildung, Gesundheitswesen und weiteren öffentlichen Bereichen und erzielt in diesem Segment mit allen drei Gesellschaften rund 225 Millionen Franken Umsatz. Mit der neuen Struktur profitieren diese Kunden künftig noch stärker von einheitlichen Prozessen, eng verzahnten Kompetenzteams und einem schweizweiten Netzwerk an Spezialist:innen.

Oliver Sieber übernimmt fachliche Leitung

Die fachliche Leitung des Public Clusters übernimmt Oliver Sieber, der direkt an Martin Kull, Vice President Bechtle Switzerland, rapportiert. Damit wird der Public-Bereich auf strategischer Ebene weiter gestärkt. Begleitet wird die Weiterentwicklung durch ein Steering Committee. Die disziplinarischen Strukturen in den Gesellschaften bleiben unverändert, ebenso die Vertriebs- und Kundenbetreuungsmodelle. Key Account Manager:innen und Account Manager:innen betreuen ihre Kunden wie bisher und können gleichzeitig schweizweit auf spezialisierte Expert:innen zugreifen.

Fokus auf Gesundheitswesen

Ein besonderes Augenmerk legt Bechtle auf das Gesundheitswesen. Seit Januar ist ein bereichsübergreifendes virtuelles Health-Team aktiv, das Know-how bündelt und Lösungen für Spitäler, Kliniken und weitere Gesundheitsinstitutionen gezielt weiterentwickelt. Damit reagiert Bechtle auf die steigenden Anforderungen im Gesundheitsmarkt und schafft zusätzliche Mehrwerte für einen der wachstumsstärksten öffentlichen Teilbereiche.

Vorteile für öffentliche Kunden

Mit dem Public Cluster verfolgt Bechtle das Ziel, seine Rolle als zentraler Digitalisierungspartner des öffentlichen Sektors weiter auszubauen. Die einheitliche Organisation stärkt die Ausschreibungsfähigkeit, vereinfacht die Zusammenarbeit zwischen allen Leistungseinheiten und ermöglicht es, integrierte Lösungen noch wirkungsvoller aus einer Hand anzubieten. Für öffentliche Kunden entsteht damit ein klarer Vorteil: mehr Orientierung, mehr Effizienz und ein stärker gebündeltes Kompetenzprofil.

«Der öffentliche Sektor steht vor anspruchsvollen digitalen Aufgaben. Mit dem schweizweiten Public Cluster stellen wir sicher, dass unsere Kunden überall in der Schweiz auf das gebündelte Know-how von Bechtle zugreifen können – für Sicherheit, digitale Souveränität und nachhaltige Handlungsfähigkeit», sagt Martin Kull, Vice President Bechtle Switzerland.

Bechtle Switzerland vereint die Bechtle Schweiz, die Bechtle direct und die Bechtle Suisse und ist ein führender IT-Dienstleister der Schweiz. Das Angebot umfasst von der Beratung über die Umsetzung bis zum Betrieb den gesamten IT-Life-Cycle. Die Bechtle Gesellschaften in der Schweiz sind Unternehmen der Bechtle Gruppe, die an über 120 Standorten in 14 europäischen Ländern tätig ist.

Weitere Informationen: www.bechtle.ch

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