Pollutec 2025: Zentrale Themen für Industrie, Umwelt, Städte und Regionen

Vom 7. bis 10. Oktober 2025 steht die Lyoner Ausgabe der Pollutec ganz im Zeichen von Aktion und Innovation. Gesundheit, Dekarbonisierung, Bioökonomie und Wissenschaft bilden den Kern eines ambitionierten Programms, das die zentralen Umweltfragen von Industrie, Regionen und öffentlichen Entscheidungsträgern aufgreift.

Die Umwelt-Fachmesse Pollutec 2025 findet vom 7. bis 10. Oktober in Lyon statt. (Bild: Pollutec)

Seit 47 Jahren gilt die Pollutec als führende europäische Fachmesse für Umwelt- und Klimaschutz. Sie richtet sich an Industrie, Städte und Regionen. Letztes Jahr fand in Paris, Porte de Versailles, erstmalig ein zusätzliches Format statt. Dennoch bleibt Lyon alle zwei Jahre ein ausgesprochen attraktiver Standort: 2023 kamen 51.000 Fachbesucher, 2.000 Aussteller, darunter 200 Start-ups.

Sprungbrett für Öko-Innovationen

Aktuell kann man ökologische Rückschritte und schwindendes Engagement beobachten. Dennoch versteht sich die Pollutec weiterhin als Sprungbrett für Öko-Innovationen. Die Messe ist überzeugt, dass der ökologische Wandel ein länderübergreifendes Thema ist und sieht darin sogar einen Schlüssel zur europäischen Souveränität. Dazu Pollutec-Messeleiterin Anne-Manuèle Hébert: „Die Pollutec 2025 findet in einem politisch außergewöhnlichen Kontext statt – die Zeichen für eine ökologische Wende stehen leider nicht auf Grün. Umwelt ist kein politisches Thema – Ökologie ist eine Wissenschaft. Die Aufgabe der Pollutec ist es, Lösungen für den ökologischen Wandel von Unternehmen und Regionen zu präsentieren, die somit eine lebenswertere Zukunft möglich machen könnten. Dabei verfolgen wir stets einen systemischen Ansatz – aus unserer Sicht der einzige, der langfristig tragfähig und nachhaltig ist. Wissenschaft wird deshalb ein zentrales Thema der kommenden Messeausgabe sein. Denn ohne gesicherte, überprüfte Daten, die von Experten aus der Forschung validiert worden sind, kommen wir nicht weiter. Die Pollutec setzt sich entschieden für das Handeln ein und für den Wandel in Industrie und Regionen.“

Vielfältiges Rahmenprogramm

Mit ihrer Ausgabe 2025 in Lyon bleibt die Pollutec klar auf Umweltfragen ausgerichtet. Der Fokus liegt weiterhin auf zentralen Themen rund um die Transformation von Unternehmen.
Die Veranstaltung wird sich auf vier Hauptthemen konzentrieren, aus denen auch das Rahmenprogramm der Pollutec 2025 abgeleitet sein wird:

  • Gesundheit: die wechselseitige Abhängigkeit von Umwelt und Gesundheit sichtbar machen und unsere Lebensweise überdenken, um eine gesündere und nachhaltigere Zukunft zu gestalten.
  • Dekarbonisierung: innovative Lösungen sondieren, um den CO²-Fußabdruck in Industrie und Regionen wirksam zu senken.
  • Bioökonomie: sich von fossilen Ressourcen lösen, lokale und natürliche Ressourcen stärken und eine regenerative, naturbasierte Wirtschaft fördern.
  • Wissenschaft: Wissen und Forschung wieder ins Zentrum der umweltpolitischen Debatten rücken.

Auch in diesem Jahr bietet Pollutec ein breit gefächertes Programm mit internationaler Reichweite – darunter Podiumsdiskussionen mit führenden Köpfen der Branche und inspirierende Vorträge: 400 Fachvorträge, 16 Diskussionsforen, die Pollutec Innovation Awards, Business-Meetings, Themenforen und -dörfer, internationale Delegationen usw.

Tickets sind bereits über die Internetseite erhältlich: https://www.pollutec.com/fr-fr/registration.html

Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf m-q.ch - https://www.m-q.ch/de/pollutec-2025-zentrale-themen-fuer-industrie-umwelt-staedte-und-regionen/

Day: Neue Markenpositionierung für Avesco

Avesco und Day Partners schärfen in enger Zusammenarbeit die strategisch-kommunikative Ausrichtung und Markenpositionierung des Unternehmens.

Das Schweizer Familienunternehmen Avesco, in der 6. Generation europaweit tätig in den Bereichen Baumaschinen, Energiesysteme und Bautechnik-Lösungen, hat gemeinsam mit Day Partners eine neue Markenpositionierung erarbeitet. Ziel war es, die eigene unternehmerische Haltung präziser zu formulieren, das Profil im Markt zu schärfen und die Kommunikation gegenüber Kund:innen sowie potenziellen Mitarbeitenden kohärent weiterzuentwickeln.

Positivität als unternehmerische Entscheidung

Die Erarbeitung der Positionierung fusste auf einer umfassenden Analyse der Unternehmenskultur, der eigenen Kompetenzen sowie der Wahrnehmung durch externe Zielgruppen. In einem mehrstufigen Prozess wurden zentrale unternehmensinterne Überzeugungen herausgearbeitet, die das Selbstverständnis von Avesco prägen. Es zeigte sich, dass neben der technischen Kompetenz vor allem eine positive, lösungsorientierte Grundhaltung das tägliche Handeln prägt. Eigenschaften wie Offenheit, Zugänglichkeit, Vertrauen und Zuversicht sind dabei identitätsstiftend.

Im Anschluss an die Analyse wurde eine übergeordnete Positionierung formuliert. Sie bringt zum Ausdruck, dass Avesco wirtschaftliche Zielsetzungen mit einer wertebasierten Unternehmensführung verbindet: Positivität gilt im Unternehmen als Treiber für Fortschritt – sowohl im Umgang mit Herausforderungen als auch in der Zusammenarbeit mit Kund:innen, Partner:innen und Mitarbeitenden.

«Für uns ist Positivität eine unternehmerische Entscheidung», erklärt Group CEO Mario Meier: «Sie ermöglicht uns konstanten Fortschritt und basiert auf unserer Kompetenz und langjährigen Erfahrung. Unser Blick geht immer nach vorne, mit dem Willen und Können, Verantwortung zu übernehmen und scheinbar unlösbare Herausforderungen unserer Kund:innen zu lösen.» Diese Haltung zieht sich durch alle Geschäftsbereiche und stärkt die Marktposition von Avesco in einem kompetitiven Umfeld.

Authentischen Einblick ermöglichen

Die strategischen Grundlagen bildeten den Ausgangspunkt für zwei Filme, die im Rahmen der Zusammenarbeit entstanden sind. Der geschäftsübergreifende Unternehmensfilm verdeutlicht anhand des Wortes «Ja», wie Avesco mit Kund:innen zusammenarbeitet und wie Herausforderungen im Alltag angegangen werden. Der Employer Branding Film richtet sich an potenzielle neue Mitarbeitende und gibt – basierend auf derselben Grundidee – Einblicke in das Arbeitsumfeld sowie die Grundhaltung von Avesco.

Beide Filme wurden mit der Filmproduktion Mint Mediahouse und dem Regisseur Lorenz Klapfer realisiert. Dabei wurde bewusst auf eine authentische Darstellung geachtet. Philipp Pongracz, Head of Marketing der Avesco: «Wir wollten keine inszenierte Fassade zeigen, sondern Avesco so, wie es ist: zugänglich, pragmatisch und mit einem klaren Ja zu Fortschritt.»

Auf partnerschaftliche Zusammenarbeit spezialisiert

Die Zusammenarbeit zwischen Day Partners und Avesco erfolgte im engen, gleichberechtigten Austausch, worauf sich die Ende 2023 von Annette Häcki und Marcel Walzl (beide vorher Jung von Matt) gegründete Agentur spezialisiert hat. Mit dem kollaborativen Ansatz begleitet DAY Partners seither neben Avesco Unternehmen wie die FIS, die BKW oder die internationale Marke Prolicht.

«Wir verstehen uns bei jedem Projekt als ein gemeinsames Team, in dem alle Beteiligten ihre Kompetenzen und Perspektiven einbringen – und diese auch von allen ernst genommen werden» , erklärt Annette Häcki. So entstanden sowohl die Positionierung von Avesco als auch die Entwicklung der Filme im Schulterschluss zwischen Agentur und Kundin, respektive der Filmproduktion. Die Filme sind ab sofort im Einsatz und auf der Website von Avesco und weiteren Kanälen des Unternehmens zu sehen.


Verantwortlich: Julia Ewers (DAY Partners), Tobias Gruber (Sandgrain), Annette Häcki (DAY Partners), Lorenz Klapfer (Director), Michael Mair am Tinkhof (Mint Mediahouse), Mario Meier (Group CEO Avesco), Philipp Pongracz (Head of Marketing Avesco), Marcel Walzl (DAY Partners)

Weleda ist erstmalig Qualitäts-Champion

In diesem Jahr kürt die internationale Data & Analytics Group YouGov in Zusammenarbeit mit dem SZ Institut der Süddeutschen Zeitung zum dritten Mal die besten Marken in puncto Qualität. Die Qualitäts-Champions 2025 werden in diesem Jahr erstmalig von Weleda angeführt.

Die Marke für Naturkosmetik übernimmt damit den ersten Platz von der bayerischen Andechser Molkerei Scheitz. Weleda konnte im Beobachtungszeitraum 1. Juli 2024 bis 30. Juni 2025 die aktuellen Kunden am meisten von seiner Qualität überzeugen (90,9 Scorepunkte).

Die Top 10 der Qualitäts-Champions 2025

Andechser Natur platziert sich wiederum auf Rang 2 (88,6 Punkte), gefolgt von dem italienischen Kaffeeunternehmen Lavazza mit 88,5 Punkten auf Rang 3. Lavazza war im letzten Jahr auf Rang 5 und konnte sich somit um zwei Plätze verbessern. Der deutsche Automobilkonzern BMW landet auf Rang 4 (88,3 Punkte). BMW ist Neueinsteiger in diesem Jahr. Auf Rang 5 folgt TeeGschwendner mit 88,3 Punkten. Das Teehandelsunternehmen konnte sich um 3 Ränge im Vergleich zum Vorjahr verbessern.

Peek & Cloppenburg platziert sich auf Rang 6 mit 88,0 Punkten. Das Einzelhandelsunternehmen war 2023 bereits in den Top 10 vertreten, 2024 hingegen nicht. Gleiches gilt für Breuninger: Die Warenhauskette landet in diesem Jahr auf Rang 7 (87,2 Punkte), war 2023 noch auf dem dritten Rang und 2024 nicht im Ranking vertreten.

LEGO ist Neueinsteiger und landet mit 86,8 Punkten auf Rang 8. Auch die Reinigungsmarke Frosch ist erstmalig in den Top 10 der Qualitäts-Champions vertreten. Die Marke belegt mit 86,5 Punkten Rang 9. Die Werkzeugmarke Makita übernimmt schließlich den 10. Rang mit 86,4 Punkten. Auch Makita ist Neueinsteiger.

Grundlage für das Ranking bilden bevölkerungsrepräsentative Daten des Markenmonitors YouGov BrandIndex.

Ranking wird erneut von Retail- und FMCG-Marken dominiert

Wie schon in den beiden Vorjahren werden die Top 10 der deutschen Qualitäts-Champions von Marken aus den Sektoren Retail und FMCG dominiert.

Felix Leiendecker, Head of Data Products DACH bei YouGov, sagt über das Ranking: «Vom Bio-Joghurt bis zum Luxuswagen – diese Top 10 Marken stehen für das, was Verbraucher in Deutschland am meisten schätzen: Produktqualität und Verlässlichkeit. Die Top 3 Marken des Rankings, Weleda, Andechser Natur und Lavazza stehen für eine neue Form des Qualitätsbewusstseins – wo Naturverbundenheit, verantwortungsvolle Herstellung und echter Genuss zusammenkommen.»

Die Qualitäts-Champions 2025 umfassen 45 Kategorien aus den Sektoren Banken & Versicherungen, FMCG, Einzelhandel, Mobilität, Tourismus & Freizeit, Elektronik & Streaming, Automotive und Dienstleister.

Martin Walthert ist «CMO of the Year 2025»

Der «CMO of the Year Award» zeichnet Marketingverantwortliche aus, die mit besonderem Engagement ihre Marke prägen und weiterentwickeln. In diesem Jahr geht die Auszeichnung an Martin Walthert, Chief Marketing Officer von Digitec Galaxus.

Walthert und sein rund 70-köpfiges Team verantworten seit Jahren die erfolgreiche Vermarktung, das nachhaltige Branding sowie die vielbeachteten Kampagnen von Digitec und Galaxus. Ein grosser Teil der Arbeit entsteht inhouse. Dabei setzt das Team regelmässig auf unkonventionelle Ansätze – mit nachweisbarem Erfolg: Umsatz und Markenbekanntheit des Unternehmens sind kontinuierlich gewachsen.

Für den Award werden jedes Jahr Persönlichkeiten nominiert, die sich in besonderer Weise für ihre Marke einsetzen, Kundinnen und Kunden ins Zentrum stellen, Nachhaltigkeit berücksichtigen und als Führungskräfte Vorbild sind. Gesucht sind Menschen, die neue Wege gehen und für Unternehmen wie Konsumentinnen und Konsumenten einen echten Mehrwert schaffen.

Die Kandidatinnen und Kandidaten werden von 24 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Marketing, Forschung, Medien, Beratung und Ausbildung vorgeschlagen. Das Institut für Marketing & Consumer Insight der Universität St. Gallen wertet die Nennungen aus und erstellt eine Longlist. Aus dieser wählt die Jury eine Shortlist mit sechs Nominierten.

Eine Besonderheit dieses Jahres war die erste Doppelnomination: Sara Jerman und Angelika Leemann von Rivella. Ebenfalls auf der Shortlist standen (alphabetisch): Gregor Eicher (Bank Cler), Marco Greco (Ochsner Sport), Sonia Milici (Yuh) und Martin Schweikert (BKW).

Nach den Auszeichnungen als «Werber des Jahres 2020» und «Marketing Thought Leader 2022» erhält Martin Walthert nun auch den Titel «CMO of the Year 2025». Er startete seine Karriere nach dem Studium direkt bei Digitec Galaxus und ist dort seit 2006 tätig. Heute setzt er als CMO auf eine klare Inhouse-Strategie mit kurzen Entscheidungswegen. Seit seinem Eintritt ist der Umsatz des Unternehmens von 62 Millionen auf 3,228 Milliarden Franken gestiegen.

Die Preisverleihung fand am Donnerstag, 21. August, im Papiersaal Zürich vor 120 geladenen Gästen statt. Durch den Abend führte zum dritten Mal Vanessa Meier. Gast der Spotlight Session war David Degen, Präsident des Verwaltungsrats des FC Basel 1893.

Der «CMO of the Year» ist eine Initiative der Serviceplan Group Switzerland (Serviceplan Suisse AG, Mediaplus Suisse AG und Plan.Net Suisse AG) in Partnerschaft mit Admeira, APG, 20 Minuten, m&k, persönlich, swissmarketing und der Universität St. Gallen.

Allink ist neues Mitglied vom LSA

Die Zürcher Agentur Allink ist neu Mitglied von Leading Swiss Agencies (LSA), dem Verband der führenden Kommunikationsagenturen der Schweiz.

Die inhabergeführte Branding-, Packaging- und Marketingagentur Allink zählt als feste Grösse zur Zürcher Kreativszene. Mit Sitz in der Binz entwickelt die Agentur ganzheitliche Markenlösungen – strategisch fundiert, kreativ umgesetzt und exakt auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt.

Was 2005 als gemeinsames Projekt dreier Jugendfreunde begann, ist heute ein interdisziplinäres Team von rund 30 Spezialist:innen, das Marken gestaltet, positioniert und erlebbar macht. Mit Begeisterung, Verständnis und Kreativität schreibt Allink Erfolgsgeschichten für Schweizer Kundinnen und Kunden.

Allink begleitet Unternehmen über die gesamte Markenführung hinweg, mit Fokus auf vier Disziplinen: Brand Design, Packaging Design, Brand Websites und Brand Marketing. Kunden wie Migros, Lidl, Ramseier, Schreiner48 oder LUMA Delikatessen vertrauen auf die Expertise der Agentur.

Fabian Schiltknecht, Managing Director von Allink freut sich sehr über die Aufnahme beim LSA: «Seit 20 Jahren prägt das Team von Allink die Marken und die Kommunikation namhafter Schweizer Unternehmen. Wir sind stolz, uns nun zu den Leading Swiss Agencies zählen zu dürfen und freuen uns darauf, gemeinsam mit den anderen LSA-Agenturen die Zukunft unserer Branche mitzugestalten.»

Empathie-Lücke: Gleichgewicht zwischen KI und Customer Experience finden

Während sich Marken über die durch Künstliche Intelligenz (KI) erzielten Effizienzsteigerungen im Bereich Customer Experience (CX) freuen, klafft eine erhebliche Lücke zwischen den internen Vorteilen und dem Service, den Verbraucher tatsächlich erleben – ein oft enttäuschendes Ergebnis.

Empathie-Lücke beim Einsatz von KI für die Customer Experience: Oft fehlt der menschliche Faktor. (Bild: Depositphotos.com)

Laut dem CX Annual Insights-Report des Kommunikationsunternehmens Verizon geht es bei der Zukunft von Customer Experience (CX) nicht nur um die Implementierung von KI, sondern um deren strategische Integration, um menschliche Beziehungen zu stärken und die wichtigsten Kundenprobleme anzugehen.

Empathie-Lücke aufgezeigt

Der Bericht, basierend auf einer Umfrage unter 5.000 Verbrauchern und 500 Führungskräften in sieben Ländern, zeigt eine gravierende Kluft auf:

  • Der menschliche Faktor ist nach wie vor entscheidend: Insgesamt sind 88 % der Verbraucher mit Interaktionen zufrieden, die überwiegend oder vollständig von menschlichen Mitarbeitern durchgeführt werden. Nur 60 % sagen dies auch über Interaktionen mit KI. Diese Tendenz verdeutlicht eine grundlegende Erkenntnis: Die Effizienz von KI kann die Empathie und das Vertrauen, das ein Mensch vermittelt, nicht ersetzen.
  • Die größte Frustration: Keine direkte Kommunikation mit Menschen: Die häufigste Ursache für Frustration bei Verbrauchern im Zusammenhang mit automatisierten Interaktionen ist die fehlende Möglichkeit, bei Bedarf mit einem menschlichen Mitarbeiter zu sprechen oder zu chatten. Fast die Hälfte aller Verbraucher (47 %) gibt dies als größtes Problem an. Die Unternehmen selbst sind sich dessen bewusst, denn ein ähnlicher Prozentsatz der Führungskräfte gibt an, dass dies die häufigste Beschwerde ist, die sie im Zusammenhang mit KI-gestützten Interaktionen erhalten.
  • Der Widerspruch der Personalisierung: Obwohl die Personalisierung für Marken einer der wichtigsten Anwendungsfälle für KI ist, sehen die meisten Verbraucher keine Vorteile darin. Tatsächlich gaben mehr Verbraucher an, dass die Personalisierung ihr Gesamterlebnis beeinträchtigt hat (30 %), als dass sie es verbessert hat (26 %). Ein wichtiger Faktor ist der Datenschutz: 65 % der Führungskräfte geben an, dass Datenschutzbestimmungen ihre Möglichkeiten zur Nutzung von KI für die Personalisierung einschränken. Dieser Punkt ist besonders kritisch, da 54 % der Verbraucher angeben, dass ihr Vertrauen in die ordnungsgemäße Verwendung ihrer personenbezogenen Daten durch Unternehmen gesunken ist.

„Die Zukunft von CX besteht nicht darin, dass KI den Menschen ersetzt, sondern darin, KI zu nutzen, um menschliche Interaktionen zu verbessern“, sagt Daniel Lawson, SVP Global Solutions bei Verizon Business. „Unternehmen, die KI einsetzen, um Kundenbedürfnisse zu erfüllen, ihre Mitarbeiter zu stärken und die Personalisierung zu verbessern, während sie gleichzeitig die Privatsphäre respektieren, werden die Marktführer von morgen sein.“

Die Lücke schliessen: Praxisbeispiele für funktionierende KI

Unternehmen setzen KI erfolgreich ein, um die Fähigkeiten ihrer Teams zu verbessern und das Kundenerlebnis zu optimieren, statt menschliche Arbeitskraft zu ersetzen. Der „Insights-Report“ führt ein Beispiel auf, wie ein Energieversorgungsunternehmen dank KI proaktive Unterstützung leisten konnte. Und zwar nutzte das Unternehmen während des COVID-19-Lockdowns KI und Predictive Analytics, um Haushalte mit mittlerem Einkommen zu identifizieren, die möglicherweise Schwierigkeiten hatten, ihre Stromrechnungen zu bezahlen. So konnte das Unternehmen Haushalte gezielt mit personalisierten Empfehlungen unterstützen, etwa indem es auch auf staatlich organisierte Energiehilfen hinwies. Auf diese Weise zeigte und bewies das Unternehmen nicht nur Kundennähe, sondern auch, dass KI mit einem menschenzentrierten Ansatz konkrete gesellschaftliche Herausforderungen lösen kann. Dasselbe Unternehmen setzt KI auch als Assistenz für Berater ein, etwa für die effizientere Bearbeitung von Anrufen. Dazu werden ihnen die richtigen Daten zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung gestellt und Anrufe zusammengefasst, wodurch die Belastung der Mitarbeiter verringert wird. Dies steht im Einklang mit der Erkenntnis des Berichts, dass Unternehmen mittlerweile Investitionen in die Verbesserung der Kundenerfahrung durch menschliche Mitarbeiter und durch KI gleichermassen priorisieren.

Quelle: Verizon

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Rechenzentrumsbetreiber Digital Realty erhält SDEA-Zertifizierung „Gold+“

Der weltweit erste Rechenzentrums-Campus mit dem SDEA-Zertifikat «Gold+» für nachhaltige Rechenzentren steht in der Schweiz. Nach Auszeichnungen für die einzelnen Rechenzentren ist nun der gesamte Schweizer Campus «Gold+» -zertifiziert.

Digital Realty erhielt für den Rechenzentrums-Campus in Zürich die SDEA-Zertifzierung „Gold+“. (Bild: Digital Realty)

Der Rechenzentrums-Anbieter Digital Realty vermeldet, dass sein 45MW-Campus in Glattbrugg – bestehend aus den Rechenzentren ZUR1, ZUR2 und ZUR3 – von der Swiss Datacenter Efficiency Association (SDEA) mit dem «Gold+»-Zertifikat ausgezeichnet wurde. Der Campus in Glattbrugg sei damit weltweit der erste Rechenzentrums-Standort, der diese prestigeträchtige Auszeichnung erhält, wie es heisst. Das sei ein bedeutender Meilenstein für nachhaltige Infrastruktur und den Betrieb von Rechenzentren in der Schweiz. Diese Ankündigung folgt auf einen früheren Meilenstein, bei dem ZUR2 und ZUR3 das «Gold+»-Zertifikat und ZUR1 das «Silver+»-Label erhielten. Mit dem nun ebenfalls «Gold+»-zertifizierten ZUR1 hat der gesamte Campus in Glattbrugg das Label «Gold+» erlangt. Die drei Rechenzentren durchliefen einen strengen Zertifizierungsprozess, bei dem ihre Energieeffizienz und CO₂-Bilanz bewertet wurden. Bereits vor 25 Jahren wurde ZUR1 eröffnet. Durch gezielte technische Aufrüstung erfüllt es auch heute noch modernste technologische Standards.

Strategische Bedeutung von Nachhaltigkeit

Die SDEA zertifiziert Unternehmen, die über einen längeren Zeitraum besonders hohe Nachhaltigkeitsstandards mit 100 % gemessener und verifizierter Leistung erfüllen. Die Verleihung des «Gold+»-Zertifikats unterstreicht das Engagement von Digital Realty, Umweltbelastungen konsequent zu verringern und zugleich eine leistungsfähige digitale Infrastruktur bereitzustellen. «Nachhaltigkeit und Energieeffizienz sind zentrale Treiber für Innovation», erklärt Lex Coors, Chief Data Centre Technology & Engineering Officer bei Digital Realty. «In einer Welt, in der Ressourcenknappheit, Klimawandel und Dekarbonisierungsdruck immer präsenter werden, gewinnen nachhaltige Lösungen zunehmend an strategischer Bedeutung.»

Freude über SDEA-Zertifizierung

Diese Einschätzung teilt auch Babak Falsafi, Präsident der SDEA: «Die erstmalige Auszeichnung eines ganzen Campus mit «Gold+» ist ein aussergewöhnlicher Beweis für Digital Realtys Führungsrolle in Sachen Nachhaltigkeit in Rechenzentren. Als erstes Unternehmen überhaupt hat Digital Realty für alle drei Rechenzentren eines Campus jeweils die «Gold+»-Zertifizierung erreicht, und setzt damit einen neuen Massstab, an dem sich die gesamte Branche orientieren kann.» Yves Zischek, Managing Director bei Digital Realty in der Schweiz betont: «Diese Zertifizierung der SDEA ist ein wichtiger Meilenstein auf unserem Weg in eine nachhaltige Zukunft. Seit über 25 Jahren streben wir eine Vorreiterrolle an und werden uns auf dem «Gold+»-Zertifikat nicht ausruhen. Gerade im Zeitalter von KI ist dies ein wichtiges und starkes Signal.»

Rechenzentren haben hohen Energiebedarf

Mit der zunehmenden Digitalisierung steigt die Nachfrage nach Datenspeicherkapazität und Rechenleistung stetig. Von Cloud Computing und KI-Anwendungen bis hin zu alltäglichen digitalen Services spielen Rechenzentren eine entscheidende Rolle in der globalen Konnektivität. Diese Entwicklung geht mit einem steigenden Energieverbrauch einher. KI-basierte Workloads benötigen bis zu 30-mal mehr Strom1 als der herkömmliche Serverbetrieb, was die Bedeutung energieeffizienter Infrastrukturen immer wichtiger macht. Digital Realty begegnet diesen Herausforderungen mit dem konsequenten Einsatz erneuerbarer Energien und innovativer Colocation-Lösungen, wie das Unternehmen mitteilt. Das gesamte europäische Portfolio von Digital Realty – einschliesslich der Rechenzentren in der Schweiz – wird nach eigenen Angaben mit 100 % erneuerbarer Energie versorgt.

Quelle: Digital Realty

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Tagung: «Chemikaliensicherheit und Explosionsschutz: Wo fehlt’s?»

Die Tagung «Chemikaliensicherheit und Explosionsschutz: Wo fehlt’s?» widmet sich am 6. November 2025 den wachsenden Herausforderungen im Umgang mit Gefahrstoffen in Industrie und Gewerbe. Angesichts zunehmender gesetzlicher Anforderungen, technischer Entwicklungen und organisatorischer Veränderungen wird der sachgemässe und sichere Umgang mit Chemikalien zur immer komplexeren Aufgabe für Unternehmen.

Diverse Fachspezialistinnen und -spezialisten referieren am 6. November 2025 über Chemikaliensicherheit und Explosionsschutz. (Bild: zVg / SAVE AG)

Der fachgerechte Umgang mit brennbaren, ätzenden, giftigen oder explosionsfähigen Stoffen ist essenziell, um Risiken für Menschen, Umwelt und Sachwerte zu minimieren. Die gesetzlichen Vorgaben sind umfangreich – doch in der Praxis stellen sich viele Fragen: Wie kann Löschwasserrückhalt effizient umgesetzt werden? Was ist bei einem Chemikalienunfall im Betrieb zu tun? Welche Auswirkungen hat das Verbot oder der Ersatz bestimmter Stoffe? Und wie bleibt Know-how trotz Personalwechsel im Betrieb erhalten? All dies führt zu Herausforderungen für chemikalienverarbeitende Betriebe, Projektverantwortliche sowie Vollzugsbehörden und Versicherer.

Oft geht vorhandenes Know-how durch Personalwechsel verloren, was zu neuen Sicherheitslücken führen kann. Es ist daher zwingend erforderlich, den vorschrifts- und sachgemässen Umgang mit Chemikalien im Betrieb sowie die Sicherheitsmassnahmen regelmässig zu überprüfen und mit fundiertem Wissen den neuen Gegebenheiten anzupassen. Mit einem praxisnahen Programm gehen die Referate den obigen und weiteren Fragen auf den Grund. Expertinnen und Experten aus dem Vollzug, aus Planung und Anwendung vermitteln aktuelles Wissen, zeigen Lösungsansätze auf und beleuchten häufige Schwachstellen im Betriebsalltag. Konkrete Handlungsempfehlungen für die Anpassungen des Sicherheitssystems in Betrieben, wo mit Chemikalien gearbeitet wird und Explosionsgefahren bestehen, sind in Aussicht gestellt.

Die Tagung bringt die verschiedenen Akteure zusammen und fördert den fundierten Austausch unter Fachpersonen mit ähnlichen Fragen und Aufgaben.

Weitere Informationen und Anmeldung: https://save.ch/event/chemikaliensicherheit-2025/

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Wie Drohnen die Logistik revolutionieren

Drohnen revolutionieren zunehmend die Lager von Lieferfirmen, Logistikunternehmen, Handelsriesen und Möbelhäusern. Schon jetzt werden weltweit täglich mehrere Tausend Lieferungen mit den Fluggeräten durchgeführt. Doch die Anwendungsbereiche gehen weit darüber hinaus.

Eine kleine Drohne, wie sie etwa in Lagerhäusern eingesetzt werden kann. (Bild: ZenaTech)

Der weltweite Drohnenmarkt wird sich bis 2032 voraussichtlich mehr als verzehnfachen und einen Wert von über 80 Milliarden US-Dollar erreichen. Ein erheblicher Teil dieses Wachstums wird aus den Bereichen Logistik und Lagerhaltung stammen, die laut Fortune Business Insights bis 2028 allein einen Jahresumsatz von 31 Milliarden US-Dollar erzielen dürften. Die jährlichen Wachstumsraten werden auf über 24 % geschätzt, angetrieben durch die steigende Nachfrage nach schnelleren und intelligenteren Liefermethoden. Bereits heute werden weltweit täglich über 2.000 Lieferungen per Drohne durchgeführt – eine Zahl, die voraussichtlich weiter steigen wird, sobald die rechtlichen Rahmenbedingungen und die operativen Fähigkeiten mit den Innovationen Schritt halten.

Von Lebensmitteln bis zur Ersten Hilfe: Horizonte erweitern

Der Anwendungsbereich der Logistik geht deutlich über den E-Commerce hinaus. In Ruanda und Ghana nutzt das Logistikunternehmen Zipline bereits Drohnen, um Blutkonserven, Impfstoffe und lebenswichtige Medikamente in schwer erreichbare Gemeinden zu liefern. In Europa werden ähnliche Projekte auf Inseln getestet, wo herkömmliche Lieferungen kostspielig und zeitaufwendig sind.

Und dann ist da noch die letzte Meile – die entscheidende letzte Etappe vom Distributionszentrum zum Kunden. In dicht besiedelten Städten erweisen sich Drohnen als praktikable Lösung, um die Lieferzeiten auf wenige Minuten zu verkürzen. Amazon und mehrere Supermarktketten testen autonome Luftlieferungen, während Unternehmen wie Ikea Drohnen für die interne Logistik einsetzen. In 16 seiner Filialen führen etwa 100 autonome Drohnen nach Geschäftsschluss Bestandsaufnahmen durch und übermitteln Echtzeit-Bestandsdaten an die Logistikteams – ohne Leitern und ohne Ausfallzeiten.

Skalierung der Logistik mit KI-gestützten Drohnen

Ein Unternehmen in diesem Markt ist die ZenaTech, ein an der Nasdaq notiertes Small-Cap-Unternehmen aus Kanada mit einer Marktkapitalisierung von 125 Millionen US-Dollar. Das Drone-as-a-Service-Modell (DaaS) des Unternehmens beseitigt die typischen Eintrittsbarrieren – es sind keine Hardware-Anschaffungen, Pilotenrekrutierungen oder Zertifizierungen erforderlich. Stattdessen abonnieren Kunden eine schlüsselfertige Lösung, die operative Effizienz in grossem Massstab bietet.

Im Logistikbereich automatisieren die KI-gestützten Indoor-Drohnen von ZenaTech die Bestandsverwaltung, indem sie Barcodes lesen und Echtzeitdaten erfassen, wodurch manuelles Scannen überflüssig und der Durchsatz gesteigert wird. Die gleiche Plattform wird auch in anderen Branchen eingesetzt: in der Landwirtschaft für Präzisionssprühungen und Feldanalysen sowie im Verteidigungsbereich für Grenzpatrouillen, Inspektionen und Aufklärungsmissionen.

Drohnen dieser Bauart können auch für militärische Zwecke verwendet werden. (Bild: ZenaTech)

Das Wachstum des Unternehmens wird sowohl durch die Nachfrage als auch durch Investitionen gestützt. In Arizona entsteht derzeit eine zweite Produktionsstätte, die für die Herstellung von Drohnen für das US-Militär vorgesehen ist. Gleichzeitig expandiert ZenaTech international – zuletzt in Dubai, wo das Unternehmen sein DaaS-Reinigungsgeschäft ausbaut. Allein der Markt für Drohnenreinigung wird bis 2030 voraussichtlich ein Volumen von 13 Milliarden US-Dollar erreichen.

Quelle und weitere Informationen: www.zenatech.com

 

Innovative Drohnentechnologien auch aus der Schweiz

Im Bereich der Drohnentechnologie hat sich auch in der Schweiz ein innovatives Firmen-Ökosystem entwickelt. Diverse, vielfach noch junge, Unternehmen sind dabei, auch international einen Namen zu machen. Da gibt es z.B. unbemannte Kleinhelikopter mit Radarsystemen, die für Überwachungs- oder Kartierungsaufgaben eingesetzt werden können (Aeroscout) oder Transport-Drohnen für lange Strecken (RigiTech). Auch für Inspektionen von schwer zugänglichen Objekten (z.B. Windräder, belastete Innenräume, Industrieanlagen) wird Schweizer Drohnentechnologie eingesetzt. Firmen wie Wingtra, Voliro oder Flyability haben hierzu spezielle Systeme entwickelt, die einen Beitrag leisten, um Unterhaltsaufgaben effizienter und kostengünstiger zu machen.

(red.)

Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf m-q.ch - https://www.m-q.ch/de/wie-drohnen-die-logistik-revolutionieren/

Deutsche Branchen-Umfrage: Cybersicherheit in der Produktion hat Luft nach oben

Weniger als die Hälfte der Produktionsbetriebe in Deutschland hat mit einem dedizierten Sicherheitsverantwortlichen klare Organisationsstrukturen für die IT-Sicherheit. Der Mittelstand in unserem nördlichen Nachbarland setzt verstärkt auf externe Cybersicherheitspartner.

Mittelständische Produktionsbetriebe in Deutschland haben bei der Cybersicherheit aufgeholt, aber immer noch Luft nach oben. Häufig setzen sie auf externe Dienstleister. (Bild: Depositphotos.com)

Produktionsanlagen und ihre Steuerungssysteme zählen zu den sensibelsten Bereichen in der Fertigungsindustrie. Für mehr Effizienz und Wirtschaftlichkeit sind diese Systeme in zunehmend hohem Masse vernetzt und damit automatisch ein Ziel für Cyberkriminelle. In vielen Fällen beginnt eine Cyberattacke dabei nicht direkt an den OT-Systemen, sondern über Lücken in der klassischen IT. Von dort verschaffen sich die Angreifer Schritt für Schritt Zugriff auf weitere IT- und Steuerungssysteme, um die empfindlichsten Bereiche der Fertigung anzugreifen. Ihr Ziel: maximale Störung im Betriebsablauf, Diebstahl und Verschlüsselung von produktions- und betriebsrelevanten Daten sowie Erpressung.

Unternehmen haben Risiken erkannt

Um den Status der Angriffsrisiken und -abwehr zu ergründen, hat das IT-Sicherheitsunternehmen Sophos gezielt Industriebetriebe in Deutschland befragt. Die Ergebnisse zeigen eine erfreuliche Entwicklung: Viele Unternehmen haben diese Gefahr erkannt und stellen ihre Organisation entsprechend auf. Verantwortlichkeiten werden klarer geregelt und die Zusammenarbeit zwischen IT und Produktion entwickelt sich überwiegend gut. Besonders der Mittelstand setzt dabei verstärkt auf die Unterstützung durch externe Sicherheitspartner.

Fast jedes zweite Unternehmen hat einen eigenen Sicherheitsverantwortlichen

Die Zeiten, in denen Cybersicherheit als Nebentätigkeit mitlief, sind in vielen Betrieben offenbar vorbei. 47,9 Prozent der befragten Unternehmen haben inzwischen einen festen Verantwortlichen für IT-Sicherheit benannt. Weitere 33,6 Prozent kombinieren diese Aufgabe mit anderen Bereichen – ein Modell, das vor allem kleinere Betriebe praktizieren, wo Ressourcen knapper sind.

Mittelstand stärkt sich durch externe Sicherheitspartner

Besonders interessant ist der Umgang kleinerer Unternehmen mit dem Thema Cybersicherheit. Jeder vierte Betrieb mit weniger als 250 Beschäftigten (25 Prozent) arbeitet mittlerweile mit spezialisierten externen IT-Sicherheitspartnern zusammen. Bei Großunternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern liegt dieser Anteil dagegen nur bei 11,1 Prozent; hier hat man meist eigene Fachabteilungen aufgebaut.

Diese Entwicklung zeigt, dass mittelständische Unternehmen der geringeren Ressourcenverfügbarkeit (im Vergleich zu Großunternehmen) mit pragmatischen Lösungen für ein komplexes Problem begegnen: Anstatt selbst Sicherheitsexperten zu suchen und aufzubauen, greifen sie auf spezialisierte Dienstleister zurück, die bereits über die nötige Erfahrung und Infrastruktur verfügen.

Die IT hat bei der Produktionssicherheit die Führungsrolle

Ein klares Bild zeigt sich bei der Verantwortungsverteilung in den Betrieben: In sieben von zehn Unternehmen (70,1 Prozent) liegt die IT-Sicherheit der Produktionsanlagen in den Händen der IT-Abteilung. Die Produktion selbst trägt hier nur in 19 Prozent der Fälle die Hauptverantwortung. Diese Verteilung spiegelt deutlich wider, dass Produktionssysteme heute Teil vernetzter IT-Strukturen sind, die ganzheitlich geschützt werden müssen.

 Austausch, Abstimmung, gemeinsame Aufgabe

Auch die Abstimmung zwischen den Abteilungen scheint in vielen Unternehmen inzwischen gelebte Praxis. In 68,7 Prozent der Betriebe sprechen IT und Produktion regelmäßig miteinander über Sicherheitsthemen. Nur 4,3 Prozent verzichten völlig auf eine Abstimmung zwischen beiden Bereichen. Dieser sehr geringe Anteil macht deutlich, dass die meisten Unternehmen augenscheinlich verinnerlicht haben, dass eine robuste Cybersicherheit nur als Gemeinschaftsaufgabe realisiert werden kann.

Auch die Lieferanten sind zunehmend Teil der Sicherheitsstrategie

Beim Blick auf die Lieferkette zeigt sich eine weitere cybersicherheitsrelevante Dynamik: Mehr als die Hälfte der Unternehmen (57,3 Prozent) stellt inzwischen vertragliche Anforderungen an die Cybersicherheit ihrer Partner. Knapp zwei Drittel überprüfen darüber hinaus deren IT-Sicherheit regelmäßig, weitere 19,4 Prozent zumindest gelegentlich. All dies sind entscheidende Massnahmen, denn Schwachstellen bei Zulieferern gehören zu den riskantesten Angriffspunkten bei Cyberattacken.

„Eine klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten ist das Fundament für wirksamen Schutz in der Fertigung,“ sagt Michael Veit, Security Experte bei Sophos. „Wo IT und Produktion Hand in Hand arbeiten, können Betriebe bei Störungen oder Angriffen viel schneller reagieren. Gerade mittelständische Unternehmen profitieren von klaren Strukturen – egal, ob mit eigenen Fachkräften oder mit Hilfe externer Partner. Wer zudem seine Lieferkette im Blick behält, schliesst eine der gefährlichsten Lücken.“

Eine solide Basis ist geschaffen

Die Umfrage macht deutlich, dass deutsche Produktionsunternehmen in Sachen Cybersicherheit organisatorisch deutlich vorangekommen sind. Klare Zuständigkeiten, gut funktionierende Zusammenarbeit und die Einbindung von Lieferanten schaffen eine solide Grundlage für mehr Schutz in der Fertigung. Besonders der Mittelstand zeigt, dass das auch ohne grosse interne Teams möglich ist – wenn das Netzwerk an Partnern stimmt.

Oder: Es muss nicht jeder das Rad neu erfinden. Wer sich die richtige Unterstützung holt, kann auch mit begrenzten Ressourcen wirksamen Schutz aufbauen.

Quelle: www.sophos.de

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Sind Schulungen gegen Phishing im Zeitalter von KI noch sinnvoll?

Die Studie “Pwning User Phishing Training Through Scientific Lure Crafting” von Forschern der University of Chicago, der University of California San Diego (UCSD) und UCSD Health stellt den Nutzen von Schulungen gegen Phishing in Frage und weist nur einen geringen Nutzen nach. Richard Werner, Security Advisor bei Trend Micro, kommentiert diesen Befund.

Cybersicherheit: Schulungen sind sinnvoll, im Falle eines Falles muss aber die IT-Sicherheitsinfrastruktur ihre Schutzfunktion ausüben. (Bild: Dan Nelson / Unsplash.com)

Wir müssen aufhören, die Schuld abzuschieben. Auch wenn es unpopulär ist: Der Schutz des Unternehmens bleibt Aufgabe der IT-Sicherheitsabteilung. Andere Mitarbeitende können lediglich eine unterstützende Funktion einnehmen, indem sie gefährliche Mails rechtzeitig erkennen. Das ist nicht selbstverständlich und wird in Zukunft immer seltener passieren – trotz Schulung, wie eine aktuelle Studie zeigt. IT-Sicherheit muss auch funktionieren, wenn der Mensch einen Unfall baut, genau wie bei einem Auto. Denn wenn es knallt und der Mensch nicht mehr in der Lage ist, einzugreifen, übernehmen Automatismen wie Sicherheitsgurte oder Airbags die wichtige Aufgabe, die Auswirkung des Schadenfalles zu mindern, genau wie bei einem Auto.

Was bedeutet das im Angesicht von KI?

KIs, vor allem LLMs (Large Language Models), sind auf Maschine-Mensch-Kommunikation optimiert. Sie können dabei nicht nur Worte sinnvoll aneinanderreihen, sondern auch Schreib- bzw. Sprechstile imitieren. Mittels sogenanntem „Prompt Engineering“, der Programmierung durch die Eingabe von Befehlen, kann praktisch jeder Nutzer der Maschine mitteilen, wie sie agieren soll. Für Opfer wird es dadurch immer schwieriger, den Unterschied zwischen einer normalen und betrügerischen Kommunikation zu erkennen, zudem verringert die KI die Aufwände und erhöht die Produktivität.

Im Bereich von Betrug gibt es die höchsten Aufwände im Bereich gezielter Angriffe. Ein Täter beschäftigt sich dabei mit seinem Opfer und versucht, aus verfügbaren Informationen einen unwiderstehlichen Angriff zu erschaffen. Bei so genanntem „Spear Phishing“ reden wir nicht über Unfälle, denn sie entstehen nicht zufällig. Es sind im weiteren Sinne Attentate, und ihre Erfolgsquote, so eine weitere Studie, liegt auch bei rein menschlichen Experten bei über 50 Prozent. Diese Art Angriff kommt in der Realität bisher eher selten vor. Denn der dafür nötige Arbeitsaufwand ist erheblich. Was aber, wenn KI das Ruder übernimmt? Die Auswertung der Daten sowie das Erzeugen eines Angriffsprofils läuft dann automatisiert ab. In 88 Prozent der Fälle hätte dies laut Studie zu vernünftigen Ergebnissen geführt. Die erzeugten Inhalte sind von einer normalen Kommunikation nicht mehr zu unterscheiden.

Je schneller und effektiver KI-Lösungen werden, desto häufiger werden sie auch in der Cyberkriminalität eingesetzt, und desto seltener wird der Mensch als Sicherheitsbaustein dies erkennen – unabhängig vom Trainingsgrad.

Wie kann es weitergehen?

Technik war immer schon das Gegenstück zum menschlichen Fehler und ist dazu entwickelt, ihn zu vermeiden oder zumindest den daraus entstehenden Schaden einzudämmen. In der IT-Sicherheit sind die Bausteine Zero Trust, Cyber Risk Exposure Management (CREM) sowie Detection und Response hinreichend bekannt. Diese Bausteine verringern das Eintrittsrisiko sowie die Auswirkungen von Schadensfällen. Für diese Technologien und Strategien ist es unerheblich, woher der Angriff kommt und warum er nicht abgewendet werden konnte. Es sind, bildlich gesprochen, die Sicherheitsgurte und Airbags, die im Schadensfall das Überleben garantieren. Wenn ein Link-klickender Mitarbeiter dafür verantwortlich ist, dass ein Unternehmen vollverschlüsselt wird, dann ist nicht er das Problem, sondern die eigene Sicherheitsinfrastruktur.

Fazit: Braucht es Schulungen? Wann sind sie sinnvoll?

Schulungen sind teuer. Nicht nur die Kosten für die Einführung der Prozesse, sondern auch der Arbeitsaufwand jedes einzelnen Mitarbeiters ist zu berücksichtigen. Es ist deshalb legitim, den Mehrwert zu hinterfragen. Dieser liegt darin, die Eintrittswahrscheinlichkeit von Cyberattacken zu verringern. Schulungen waren bislang ein wichtiger Bestandteil von Security-Strategien. Aber wie ausnahmslos alles in der Security verliert auch dieser mit der Zeit an Wirkungsgrad. Das bedeutet aber nicht, dass dieser Baustein sofort sinnlos wird. Solange die IT-Sicherheit durch die schiere Anzahl an Einzelereignissen, die geprüft werden müssen, ausgelastet ist, braucht es Schulungen, um diese zu reduzieren.

Schulungen gegen Phishing sind vor allem wichtig, wenn es um den Betrug an sich geht und darum, „Red Flags“ zu erkennen, wie das Einfordern von Geld oder den Zugriff auf Unternehmensdaten. Auch müssen Mitarbeiter verstehen, warum sie Sicherheitsprozessen, z.B. Multifaktor-Authentifizierung beim Zugriff auf Daten, befolgen müssen und wie Angreifer versuchen, daran vorbeizukommen. Ja, Schulungen bleiben wichtig. Aber sie sind keine Ausrede für Sicherheitsvorfälle. Das Stigma der Schuld, wenn ein Mitarbeiter es nicht erkannt hat, ist nicht zielführend, denn es wird in Zukunft öfter passieren. Unternehmen sollten vorsorgen, dass selbst im Fall der Fälle die Auswirkungen begrenzt bleiben.

Quelle: Trend Micro

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Mewa gewinnt «SAP Innovation Award 2025» für digitales Kundenportal

Für die Entwicklung wegweisender neuer Serviceapplikationen für sein digitales Kundenportal wurde der Textildienstleister Mewa in der Kategorie ‚Customer Experience‘ mit dem «SAP Innovation Award 2025» ausgezeichnet. Die integrierte Lösung für Ticketautomatisierung, die Kunden ein komfortableres Nutzererlebnis ermöglicht, hat die Jury des renommierten Wettbewerbs überzeugt. Automation und Implementierung wurden von Mewa in enger Zusammenarbeit mit dem SAP-Partner Sybit entwickelt.

Bildunterschrift: von l. n. r.: Ortwin Frille (Mitarbeiter Prozessmanagement Mewa), Eric Rissler (Projektmanager Applikationsprojekte Mewa), Markus Horvath (Sybit GmbH). (Foto SAP)

Mewa erreichen jährlich Anfragen von über 200.000 B2B-Kunden in Europa. Deren Bearbeitung per E-Mail oder Telefon ist zeit- und ressourcenintensiv. Um die Serviceprozesse effizienter und transparenter zu gestalten, wird das digitale Kundenportal mymewa.com kontinuierlich um neue Self-Service-Funktionalitäten erweitert. Die jüngste Innovation, die in Madrid durch SAP ausgezeichnet wurde, bietet ein automatisiertes Ticketsystem für Serviceanfragen wie Nachbestellungen, Änderungen und Einblicke in den Belieferungsstatus von Berufskleidung und Putztüchern im Rundum-Service.

Digitale Services schaffen Zeit für die persönliche Beratung

Das Kundenportal und das implementierte Ticketsystem nutzen SAP Commerce Cloud, SAP Sales Cloud, SAP Service Cloud und SAP ERP. Durch die regelbasierte Automatisierung verkürzt sich die Bearbeitungszeit pro Ticket im Durchschnitt um rund 15 Minuten. Die gewonnene Zeit steht den Serviceteams für die individuelle Unterstützung bei komplexeren Themen und die Beratung bei qualitativen Fragestellungen zur Verfügung.

Neben der individuelleren Servicequalität profitieren Kunden auch von der Transparenz der digitalen Funktionalitäten: Sie können ihren Bekleidungsbestand rund um die Uhr standortübergreifend verwalten, Rechnungen einsehen und erhalten ohne Zeitverlust eine Rückmeldung, sobald ihre Serviceanfrage bearbeitet wurde. Nicht zuletzt leistet die digitale Lösung auch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit, da durch die Portalnutzung der Papierverbrauch signifikant reduziert wird. Um sicherzustellen, dass die Perspektive der Kunden in die Weiterentwicklung von Leistungen und Prozessen einfliesst, wurden die Anwendungen in engem Dialog mit Nutzern aus der Praxis entwickelt – unter anderem unter Einbindung des Mewa-Kundenbeirats. Regelmässige Kundenbefragungen und Messungen über den Customer Loyalty Index belegen, dass die Kundenzufriedenheit durch das digitale Serviceangebot gesteigert werden konnte.

Face-to-Face-Kontakt bleibt wesentlich im Mewa-Kundenservice

Rainer Monteagudo Santí, Leitung Ressort Strategisches Marketing & Produktmanagement, kommentiert den Award-Gewinn wie folgt: «Unser Anspruch ist es, nah am Kunden zu sein und ihm den bestmöglichen Service zu bieten – partnerschaftlich, zuverlässig und von hoher Qualität. Mit der Digitalisierung können wir dies weiterhin sicherstellen, verbessern Effizienz und Transparenz für beide Seiten und bleiben dadurch mit unserem Service für unsere Kunden wie auch für unsere eigenen Mitarbeitenden zukunftsfähig.»

Auch mit zunehmend digitalisierten Serviceprozessen setzt Mewa konsequent auf die persönliche Kundenbeziehung. Ein direkter Kontakt zum Textildienstleister – telefonisch oder per E-Mail – ist jederzeit möglich. Für die fachliche Betreuung vor Ort sorgt ein Team aus Vertriebsmitarbeitenden, dem Kundenservice und qualifizierten Servicefahrern. Kleine und mittlere Unternehmen werden regional betreut, Grosskunden mit mehreren Standorten, national wie international, erhalten einen zentralen Kundenservice.

Quelle und weitere Informationen: www.mewa.ch

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