Cookie-Banner als Compliance-Minenfeld

Cookie-Banner sind längst mehr als lästige Klick-Hürde – sie haben sich zu einem scharfen Prüfstein für Datenschutz-Compliance entwickelt, der Unternehmen in Europa schnell in gefährliche Haftungssphären bringen kann.

Standard auf vielen Websites: Annehmen oder Ablehnen von sog. Cookies. (Bild: Depositphotos.com)

Wir alle kennen es: Das mehr oder weniger lästige «Wegklicken» von Cookie-Optionen. Was für Besucherinnen und Besucher von Websites zur Gewohnheit geworden ist, bedeutet für die Betreiber dieser Seiten einen nicht unerheblichen Aufwand. Und rechtlich sind Cookies alles andere als trivial, wie ein Experte nachfolgend erläutert – erst recht, weil man sich im Internet schnell auf internationaler Ebene bewegt.

Ein Minenfeld jenseits der DSGVO

Viele Unternehmen unterschätzen laut dem deutschen Datenschutzanwalt Asmus Eggert, dass Cookie-Verstösse häufig nicht primär über die DSGVO, sondern über ePrivacy-Regelungen und deren nationale Umsetzungen verfolgt werden – ohne One-Stop-Shop-Schutzschirm. Damit kann praktisch jede nationale Aufsichtsbehörde zuständig sein, sobald auf Endgeräte von Nutzerinnen und Nutzern in ihrem Hoheitsgebiet zugegriffen wird, unabhängig von einer lokalen Niederlassung. Wer sich in trügerischer Sicherheit wiegt, riskiert parallel geführte Verfahren in mehreren EU-Staaten.​

Technische Non-Compliance als Hauptproblem

Das zentrale Risiko liegt nach Eggert in der Diskrepanz zwischen rechtlichen Vorgaben und der tatsächlichen Funktionsweise der Website. Häufige Fehler sind das Setzen nicht notwendiger Cookies vor einer wirksamen Einwilligung, unzureichend informierte Einwilligungstexte sowie technisch fehlerhafte oder nur scheinbar wirksame «Alles ablehnen»-Buttons. Hinzu kommen falsch konfigurierte Consent-Management-Tools, die nach Updates unbemerkt in die Non-Compliance rutschen und so über Nacht ein Bussgeldrisiko erzeugen.​

Verantwortung bleibt beim Seitenbetreiber

Der Verweis auf den Consent-Management-Anbieter hilft im Ernstfall nicht, denn rechtlich verantwortlich bleibt immer der Websitebetreiber. Probleme resultieren in der Praxis selten aus dem Tool selbst, sondern aus fehlerhafter Implementierung, falscher Kategorisierung von Cookies und fehlender regelmässiger Kontrolle. Eggert empfiehlt daher technische Funktionsprüfungen, dokumentierte Änderungen sowie klare Zuständigkeiten zwischen Datenschutz, IT und Marketing.​

Rechtsexperte Asmus Eggert: «Wer sein Consent-Management nicht regelmässig überprüft, setzt sich einem bei erheblichem Haftungsrisiko aus». (Bild: mip Consult)

Transparenz statt Dark Patterns

Transparenz ist nach Eggert keine Kür, sondern Pflicht: Nutzer müssen klar erkennen können, welche Zwecke verfolgt werden, welche Drittanbieter eingebunden sind und wie lange Daten gespeichert werden. Erforderlich sind verständliche Zweckbeschreibungen, vollständige Drittanbieterlisten, gleichwertig gestaltete Zustimmungs- und Ablehn-Buttons auf der ersten Ebene sowie eine jederzeit einfache Widerrufsmöglichkeit. Gestaltungen, die durch versteckte Ablehnoptionen oder visuell dominierende Zustimmungsbuttons zur Einwilligung drängen, können als unzulässige Dark Patterns die Freiwilligkeit der Einwilligung infrage stellen.​

Hohe Bussgelder und globaler Umsatzbezug

Die Sanktionsrisiken sind erheblich: In vielen Staaten knüpfen die ePrivacy-Bussgeldregime an den aus dem Wettbewerbsrecht bekannten Unternehmensbegriff an, sodass der weltweite Konzernumsatz relevant werden kann. Während der deutsche Rahmen für bestimmte Cookie-Verstösse formal auf 300.000 Euro begrenzt ist, erlauben andere Länder wie Frankreich, Spanien oder Italien deutlich höhere Beträge bis hin zu neunstelligen Summen oder dem vollen DSGVO-Bussgeldrahmen. Besonders für internationale Plattformen kann dies schnell existenzielle Dimensionen annehmen.​

Drei Massnahmenblöcke für mehr Sicherheit

Eggert rät Unternehmen zu einem strukturierten Dreiklang aus technischer Analyse, inhaltlicher Überarbeitung und Governance. Zunächst sollte im Detail geprüft werden, welche Cookies, Skripte und Tracking-Technologien wann und in welchen Entscheidungsszenarien aktiv werden und ob Nutzerentscheidungen konsistent respektiert werden. Darauf folgen klar formulierte Bannertexte, vollständige Listen von Drittanbietern, ein gleichwertig platzierter Ablehnen-Button und eine Consent-Architektur, die echte Wahlfreiheit ermöglicht – unterstützt durch eine Plattform, aber flankiert von juristischer und technischer Kontrolle.​

Laufende Governance als Pflichtprogramm

Abschliessend fordert Eggert einen dauerhaften Prüf- und Kontrollprozess, damit neue Tools oder Relaunches nicht unbeabsichtigt zu Verstössen führen. Wer gegenüber Aufsichtsbehörden ein ernsthaft gelebtes Prüf- und Dokumentationssystem nachweisen kann, steht im Verfahren deutlich besser da – wer Cookie-Banner dagegen als einmalige technische Pflichtübung behandelt, sitzt auf einer «tickenden Zeitbombe» der Compliance.​

Quelle: mip Consult

 

Cookie-Regelungen in der Schweiz

Die Cookie-Regulierung war bis vor Kurzem in der Schweiz noch nicht so eindeutig wie in der EU. Deshalb hat der EDÖB 2025 neue Leitlinien für das Setzen von Cookies veröffentlicht. Diese Leitlinien bedeuten eine Verschärfung der Regularien und eine Anpassung an die Rechtslage in der EU.

Nach revidiertem Schweizer Datenschutzgesetz (DSG) und Fernmeldegesetz (FMG) sind Cookies grundsätzlich zulässig, solange Nutzer transparent über Art, Zweck und Widerspruchsmöglichkeiten informiert werden und ihre Persönlichkeitsrechte nicht verletzt werden. Notwendige Cookies dürfen ohne Einwilligung eingesetzt werden, während für nicht notwendige Cookies strengere Anforderungen gelten: Je nach Risiko genügen ein Opt-out oder eine auf berechtigte Interessen gestützte Rechtfertigung, bei Profiling mit hohem Risiko oder der Bearbeitung besonders schützenswerter Daten ist jedoch eine ausdrückliche Opt-in-Einwilligung mit klarer Information, Freiwilligkeit und Widerrufsmöglichkeit erforderlich.​

Sanktionen richten sich primär gegen verantwortliche natürliche Personen; vorgesehen sind Bussen bis zu 250.000 CHF, in einfacheren Fällen bis 50.000 CHF, wenn die Ermittlung der konkret verantwortlichen Person unverhältnismässig wäre. Zusätzlich drohen aufsichtsrechtliche Massnahmen des EDÖB wie Anordnungen zur Anpassung oder Unterlassung bestimmter Tracking- und Cookie-Praktiken.

Quellen: 

 

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CH Media investiert in modernste Zeitungsdruckerei der Schweiz

An ihrem Hauptstandort in Aarau investiert CH Media einen tiefen zweistelligen Millionenbetrag in die Druckinfrastruktur. Damit entsteht bis 2027 die modernste und leistungsfähigste Zeitungsdruckerei der Schweiz. Bereits ab dem kommenden Jahr druckt CH Media zudem neu das «Bieler Tagblatt».

 

CH Media tätigt eine substanzielle Investition in die Druckinfrastruktur und entwickelt am Hauptstandort Aarau die modernste und leistungsfähigste Zeitungsdruckerei der Schweiz. Zusammen mit der Druckerei am Standort St. Gallen entsteht bis 2027 ein Verbund, der in Technologie, Automatisierung und Servicequalität neue Massstäbe im Schweizer Zeitungsdruck setzt.

Zusätzlicher Falzapparat und Ersatz der Versandlinie

Kern der Investition sind ein zusätzlicher Hochleistungsfalzapparat von Koenig & Bauer sowie der Ersatz der Versandlinie durch eine moderne, flexible Lösung von Ferag. Ergänzt werden diese Investitionen durch weitere Modernisierungen entlang der gesamten Produktionskette. Dazu zählen die Optimierung der Drucklinien, innovative Robotik-Lösungen in der Logistik sowie neue, durchgängig vernetzte Prozesse von der Vorstufe bis zur Distribution.

«Diese Grossinvestition ist ein Leistungsversprechen an unsere Kundinnen und Kunden: Wir bieten höchste Kapazität, Qualitätssicherheit und Liefertreue. So sichern wir die Produktion für unsere eigenen Titel sowie für Drittkunden auf Jahre hinaus», erklärt Stefan Wabel, als COO von CH Media verantwortlich für den Geschäftsbereich Zeitungsdruck.

«Bieler Tagblatt» druckt neu bei CH Media

Die Investition erfolgt zum einen vor dem Hintergrund einer fortschreitenden Konsolidierung im Printmarkt. Nach der Schliessung verschiedener Schweizer Druckzentren übernimmt CH Media zusätzliche Verantwortung für die Versorgungssicherheit und Planbarkeit im nationalen Zeitungsdruck. Zum anderen unterstützt die Investition eine konsequente Wachstumsstrategie: Bereits seit Anfang 2025 druckt CH Media die «Luzerner Zeitung» mit ihren Regionalausgaben und den «Boten der Urschweiz» zusätzlich zu den bisherigen Publikationen in Aarau. 2026 kommt das «Bieler Tagblatt» der Gassmann Media AG hinzu. Damit druckt CH Media in ihren Druckereien in Aarau und St. Gallen insgesamt 25 Tageszeitungen, die Wochenendpublikation «Schweiz am Wochenende» sowie 27 Gratisanzeiger und eine Vielzahl an weiteren Publikationen, darunter das «Migros-Magazin», die «Coopzeitung» und das «Touring»-Magazin des TCS.

«Der Zeitungsdruckmarkt in der Schweiz verändert sich gerade fundamental, und diese Chance wollen wir nutzen. Denn unsere Vision ist klar: Wir sind das führende Kompetenzzentrum für die gedruckte Zeitung in der Schweiz. Mit modernen, effizienten Anlagen, hoher Automatisierung und klaren Qualitätsstandards sind wir für unsere Kunden ein verlässlicher Partner. Aus diesem Grund ist die neuste Investition für uns von zentraler Bedeutung», sagt Michael Wanner, CEO von CH Media.

Faktoren für gute Datenbank-Monitoring-Lösungen

Ohne effektives Monitoring droht Datenbanken der Performance-, Sicherheits- und Zuverlässigkeitsverlust. Insbesondere Unternehmen, die grosse Datenmengen verarbeiten, benötigen daher eine leistungsstarke Überwachungslösung. Redgate, ein Anbieter von DevOps-Lösungen für End-to-End-Datenbankmanagement, nennt vier entscheidende Faktoren für die Wahl des richtigen Tools.

Datenbankmanagement benötigt die richtigen Tools für das Monitoring. (Bild: Depositphotos.com)

Die Wahl der richtigen Datenbank-Monitoring-Lösung ist alles andere als trivial: sie kann den gesamten Geschäftsablauf nachhaltig beeinflussen. Einen Aufschub der Entscheidung können sich Unternehmen kaum leisten, denn zunehmend dynamische Serverlandschaften, heterogene Hosting-Umgebungen und die steigende Datenkomplexität machen den Einsatz eines Datenbank-Monitoring-Tools unverzichtbar. Die folgenden vier Faktoren zeichnen die besten Lösungen aus.

Zukunftsfähigkeit durch Skalierbarkeit

Mit dem explosionsartigen Anstieg der Daten- und Speichermengen wächst auch die Notwendigkeit, Datenbanklandschaften effizient zu verwalten. Gute Monitoring-Lösungen erleichtern die Skalierung, da sie plattformübergreifend arbeiten und unabhängig vom Hosting-Standort in der Cloud oder on-premises sowie von der Anzahl der Datenbanken einsetzbar sind. Transparenz spielt dabei eine zentrale Rolle: Ein effektives Monitoring-Tool ermöglicht Administratoren, alle Datenbanken zentral und konsistent über ein einziges Dashboard zu überwachen. Nur so können IT-Teams den Überblick über immer komplexere Umgebungen behalten und deren Zuverlässigkeit sicherstellen. Ist die Monitoring-Lösung dann auch noch durch Zusatzmodule erweiterbar, bietet sie ausreichend Flexibilität und ist entsprechend zukunftssicher.

Intuitive Kontrolle trotz komplexer Umgebungen

Eine starke Monitoring-Lösung erfüllt die Anforderungen des gesamten Teams und sorgt für eine konsistente User Experience (UX) über alle Plattformen hinweg. Intuitive, Web-basierte Benutzeroberflächen, klare Handlungsempfehlungen und frei konfigurierbare Benachrichtigungen helfen, Probleme schnell zu erkennen und zu beheben. Datenbank-Teams behalten so selbst in hybriden oder komplexen Umgebungen den Überblick, ohne von Informationen überflutet zu werden. Teams, die mehrere Plattformen überwachen, profitieren besonders von dieser Einheitlichkeit. Vorsicht ist jedoch geboten: Viele Hersteller versprechen eine einfache Bedienbarkeit, adressieren mit ihren Dashboards aber vor allem Einsteiger. Wichtige Funktionen und Informationen für Expertinnen und Experten verstecken sich oft in Untermenüs oder erfordern spezifische Abfragen. Daher sollte eine Monitoring-Lösung im besten Fall frei konfigurierbar sein, sodass Administratoren aller Erfahrungsstufen effizient arbeiten können.

Präventive Problembehebung durch proaktives Monitoring

Proaktives Monitoring spart Zeit, reduziert Stress und steigert die Leistung von Datenbanken, denn moderne Lösungen erkennen potenzielle Probleme, bevor sie Nutzer betreffen. So bleibt für Administratoren mehr Freiraum, um Performanz und Sicherheit gezielt zu optimieren. Exzellente Tools überwachen unter anderem den Speicherplatz, Backups sowie Updates und Patches und liefern die Informationen übersichtlich an ein zentrales Dashboard. Zudem prognostizieren sie künftige Anforderungen anhand von Trends, wodurch Engpässe vorhersehbar werden. Administratoren können so frühzeitig Massnahmen ergreifen und kostspielige Ausfälle verhindern, bevor sie entstehen.

Database DevOps aktiv fördern

Datenbank-Monitoring beginnt klassischerweise erst nach dem Deployment – also lange nach der Entwicklungsphase. Das muss nicht sein und ist sogar schädlich, denn wird eine Datenbank erst im Live-Betrieb überwacht, sind Probleme oft längst implementiert. Moderne Monitoring-Lösungen fördern hingegen die Zusammenarbeit zwischen Datenbankadministratoren und -entwicklern. Entwickler erhalten beispielsweise Zugriff auf Diagnosedaten der Server und können so die Auswirkungen von Änderungen am Quellcode besser einschätzen. Zudem können Teams, die alle gleichermassen Zugriff auf die Informationen aus dem Monitoring haben, Wissenssilos aufbrechen und gemeinsam an optimierten Datenbankabfragen arbeiten – bevor die Änderungen live gehen.

«Die Komplexität von Datenbanklandschaften nimmt stetig zu – ebenso wie die Datenmenge. Ohne leistungsstarke Monitoring-Lösung verlieren Administratorenteams schnell den Überblick», warnt Oliver Stein, Geschäftsführer DACH bei Redgate. «Unternehmen sollten daher auf ein holistisches, intuitiv bedienbares, skalierbares und erweiterbares Tool setzen. In Kombination mit einem engagierten Team entsteht so das perfekte Match.»

Quelle und weitere Informationen

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Prozessmanagement: Enabler, nicht Selbstzweck

Der Baumaterialzulieferer Swisspor hat ein professionelles, softwaregestütztes Prozessmanagement eingeführt. Wie Patrice Urban, Leiter der Geschäftsprozessentwicklung, im Gespräch mitteilte, war der Weg dahin mit einigen Herausforderungen «gespickt».

Für die industrielle Produktion ist ein zuverlässiges Prozessmanagement unabdingbar. (Bild: Swisspor)

Wer heute Gebäudehüllen energieeffizient dämmen und abdichten will, kommt um die Produkte und Lösungen von Swisspor kaum herum. Die Swisspor Gruppe mit sieben Standorten und rund 550 Mitarbeitenden allein in der Schweiz bezeichnet sich als führende Schweizer Entwicklerin, Herstellerin und Anbieterin von Produkten und Systemen rund um die energieeffiziente Gebäudehülle.

Verständnis für Prozessmanagement schaffen

Ein gut ausgebautes Prozessmanagement ist für die industrielle Produktion unerlässlich, darin sind sich alle einig. Als Patrice Urban 2022 neu ins Unternehmen kam, musste er jedoch feststellen: Die Prozesse waren zwar definiert, aber unklar, schlecht dokumentiert oder veraltet. «Oft waren sie in irgendwelchen Visio-Bildern festgehalten, die, als sie erstellt wurden, schon zu alt waren», erinnert er sich heute. Auch Wissen über Prozessmanagement habe weitgehend gefehlt. Deshalb lag es auf der Hand, auf Basis von Operational Excellence die Abläufe zu optimieren und Verbesserungspotenzial zu erschliessen. Insbesondere in der Zeit nach Corona erkannte das Unternehmen, dass es «fit für die Zukunft werden muss – und dazu muss man die Prozesse im Griff haben».

Anfangs war die Stimmung im Unternehmen skeptisch, so Patrice Urban. Viele hielten Prozessmanagement für «viel Aufwand ohne Ertrag». Er machte es sich daher zur Aufgabe, Verständnis und Akzeptanz zu schaffen – vor allem durch praktische Demonstrationen statt theoretischer Erklärungen.

Strategischer Nutzen der Lösung

Ein Schlüsselmoment war die Entscheidung für ein geeignetes Tool. Nach dem Vergleich verschiedener Systeme entschied sich Swisspor für ADONIS der BOC Group. Patrice Urban betont: «ADONIS ist eine der Benchmark-Applikationen, ganz klar.» Für ihn war entscheidend, dass das Tool die Prozesse «einfach erlebbar» macht – über eine intuitive, homepagegleiche Oberfläche, in der Mitarbeitende ohne Spezialwissen navigieren können. Der Fokus lag darauf, Prozesse sichtbar, zugänglich und verständlich zu machen, um Verantwortung zu schaffen.

Setzt auf ADONIS der BOC Group: Die Geschäftsleitung von Swisspor mit Patrice Urban ganz rechts. (Bild: Swisspor)

Ein zentrales Ergebnis dieser Arbeit war, bisher unklare Verantwortlichkeiten sichtbar zu machen. So zeigte sich etwa im Produktmanagement, dass es «keine Person gab, die wirklich für die Prozesskette verantwortlich war». Ähnlich sah es im Bereich Stammdaten aus. Es gab zwar einen Manager, aber «der lief immer von Pontius zu Pilatus». Erst durch die Visualisierung in ADONIS wurden Verantwortlichkeiten geklärt und Rollen definiert, wodurch die Organisation insgesamt transparenter wurde. Laut Patrice Urban ist Prozessmanagement kein Selbstzweck, sondern ein Mittel, um Klarheit, Effizienz und eine bessere Zusammenarbeit zu schaffen. Erst dadurch könne eine lebendige Prozesskultur entstehen – und das sei ohne das richtige Tool unmöglich.

Die Prozessmanagement-Lösung konnte darüber hinaus auch ihren strategischen Nutzen für grosse Projekte ausspielen. So geht es bei Swisspor beispielsweise um ein gruppenweites ERP-Vorhaben. Hier dient ADONIS als Bindeglied zwischen Fach- und IT-Welt. Prozesse werden bis auf Anforderungsebene heruntergebrochen, wodurch ein «Lastenheft direkt aus dem System» entsteht, so Patrice Urban. Durch diese präzise Dokumentation werden Fehlentwicklungen und teure Nachbesserungen vermieden. Patrice Urban bezeichnet das Tool als «Gamechanger», da es Stammdaten zentral verwaltet und Änderungen automatisch in alle Prozessdarstellungen überträgt – ein grosser Vorteil gegenüber Visio oder Excel.

Erfahrungen teilen

Welche Lehren lassen sich aus der Einführung von ADONIS ziehen und welche Erfahrungen kann Patrice Urban anderen Unternehmen mit auf den Weg geben? In diesem Zusammenhang warnt er vor «All-in-one-Lösungen», die Prozessmanagement nur als Nebenfunktion anbieten. «Das sind alles Bastellösungen, die dem nicht gerecht werden.» Gute Prozessqualität sei ein erheblicher betriebswirtschaftlicher Hebel: «Die Prozesse sind teuer – und dementsprechend sind sie auch wertvoll.

Zur Einführung eines Prozessmanagement-Systems betont er einen unaufgeregten, evolutionären Ansatz: kein Big Bang, sondern ein schrittweises Vorgehen. Er beschreibt es so: «Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.» Veränderungen wurden nicht von oben verordnet, sondern von innen heraus entwickelt. Dabei blieb er jedoch konsequent: «In der Sache sind wir hart – wir verwenden nur dieses Tool.»

Der Umgang mit Widerständen erfolgte pragmatisch: Er wählte Problemprozesse mit hohem Leidensdruck aus, um den Nutzen schnell zu zeigen. In Workshops wurden reale Abläufe erfasst und gemeinsam im System modelliert. «Wir haben nie über ADONIS oder BPM geredet, sondern sind einfach die Probleme angegangen.» Die Beteiligten sahen live, wie ihre Prozesse entstanden – ganz ohne theoretische Schulungen. Diese On-the-Fly-Methode erzeugte Begeisterung und schnelles Verständnis.

Patrice Urban leitet bei Swisspor die Geschäftsprozessentwicklung. (Bild: zVg / Swisspor)

Patrice Urban beschreibt zudem die Wirkung der Visualisierung: Wenn Fachleute gemeinsam auf einen abgebildeten Prozess schauen, erkennen sie häufig erst die Komplexität ihrer eigenen Abläufe. «Da sagen alle: ‹Jetzt sind wir wahnsinnig – das ist so kompliziert, das müssen wir besser machen.›» Diese Erkenntnis initiiert Verbesserungen ganz natürlich, ohne Druck oder formelle KVP-Prozesse.

Und wie geht es weiter?

Patrice Urban verweist für die langfristige Wirksamkeit auf die natürliche Verknüpfung mit Problemlösungen und Projekten. Optimierungen entstehen aus den täglichen Herausforderungen, wie beispielsweise Reklamationen oder Controlling-Hinweisen. So bleibt das Prozessmanagement relevant, ohne zusätzlichen administrativen Ballast.

Kennzahlen, um den Erfolg quantitativ zu messen, lehnt er weitgehend ab. «Ich kann nicht sagen: ‹Wir haben jetzt 20 % Effizienzsteigerung.›» Entscheidend sei nicht das Tool selbst, sondern die Tatsache, dass man kontinuierlich damit arbeite. «Weil das einfach ist, machen wir das – sonst würden wir es nicht machen.» Prozessmanagement ist ein Enabler, aber kein Selbstzweck.

Abschliessend erläutert er seine betriebswirtschaftliche Sichtweise: Die Investition in Prozessmanagement zahlt sich immer aus. Selbst bei kleinen Unternehmen mit hohen Personalkosten sei die Rendite offensichtlich: «Wer glaubt, dass eine Investition in Prozessoptimierung zu viel ist, hat nicht verstanden, dass sich die ganze Firma nur durch Dinge bewegt, die Menschen machen.» Prozesse sind der grösste Hebel zur Effizienzsteigerung, da alle Handlungen im Unternehmen durch Prozesse abgewickelt werden – ohne Ausnahme.

Weitere Informationen: BOC Group und Swisspor

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Vier SSE-Stolpersteine und wie Unternehmen sie überwinden

Unternehmen stehen bei der Einführung neuer Sicherheitstechnologien oft vor komplexen Aufgaben – insbesondere, wenn Cloud-Modelle und verteilte Infrastrukturen ins Spiel kommen. Doch angesichts der wachsenden Zahl von Cyberangriffen führt an der Implementierung eines Cloud-basierten Sicherheitsframeworks wie dem Security Service Edge (SSE) kein Weg vorbei. Open Systems, ein Anbieter von nativen, gemanagten SASE-Lösungen, hat die vier grössten Herausforderungen evaluiert und zeigt, wie Unternehmen sie erfolgreich meistern können.

Sicherheitstechnologien sind komplex, es müssen verschiedene Stolpersteine vermieden werden. (Bild: Depositphotos.com)

Pain Point #1: Die Migrationskomplexität

Einer der grössten Pain Points bei der Einführung von SSE-Komponenten wie Secure Web Gateway (SWG), Zero Trust Network Access (ZTNA), Cloud Access Security Broker (CASB) und Firewall-as-a-Service (FWaaS) ist die hohe Komplexität. All diese Technologien greifen tief in bestehende IT-, Netzwerk- und Sicherheitsinfrastrukturen ein. Da SSE-Komponenten entweder alte Systeme ersetzen oder in sie integriert werden müssen, haben Unternehmen einige Herausforderungen zu meistern. Sie müssen ihre Zugriffs- und Identitätsmodelle auf den Stand bringen, ihre Richtlinien vereinheitlichen und die Datenflüsse anpassen oder gar vollständig neu konzipieren. Zudem erfordert die Einbindung von Cloud- und SaaS-Anwendungen ein hohes Mass an technischer Abstimmung, insbesondere hinsichtlich Performance, Datenschutz und Governance. Unterschiedliche Anbieterarchitekturen, Schnittstellen und Betriebsmodelle erhöhen den Integrationsaufwand zusätzlich. Die Herausforderung liegt weniger in einzelnen Technologien, sondern in der ganzheitlichen Orchestrierung dieser Dienste zu einer stabilen, performanten und einheitlich verwaltbaren Sicherheitsplattform.

Pain Point #2: Die fragmentierte Sicherheitslandschaft

Ein weiterer Pain Point für Unternehmen hängt unauflöslich mit dem oft leider noch verfolgten «Best-of-Breed»-Ansatz zusammen: der Wille ist da, die vermeintlich leistungsstärkste und funktionsreichste Einzellösung für jede SSE-Komponente zu finden. Die fragmentierte Einführung von SSE in Form von Einzelprodukten statt als integrierte SSE-Plattform führt automatisch zu höherer Komplexität, inkonsistenter Sicherheit und einem unüberschaubaren Betriebsaufwand. Jedes System bringt eigene Management-Oberflächen, Policy Engines, Logging-Mechanismen und Integrationsanforderungen mit sich, was unter anderem zu redundanten Konfigurationen und damit zu erheblichem Mehraufwand für die IT-Abteilung führt. Sicherheitsrichtlinien müssen die Verantwortlichen überdies mehrfach pflegen, wodurch die Wahrscheinlichkeit für Inkonsistenzen und Fehlkonfigurationen zunimmt. Auch ein fragmentiertes Monitoring, das die Ursachenanalyse bei Sicherheits- oder Performanceproblemen erschwert, ist die Folge. Im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit ist der Ansatz ebenso ineffizient: Mehrere Verträge, Schnittstellen und Support-Kanäle erhöhen Kosten und mindern die Flexibilität. Eine einheitliche SSE-Plattform hingegen erlaubt zentralisiertes Policy-Management, konsistentes Monitoring und einen deutlich effizienteren Betrieb.

Pain Point #3: Das globale Rollout

Ein zusätzlicher Pain Point bei der Einführung von SSE betrifft vor allem international agierende Unternehmen. Unterschiedliche lokale Infrastrukturen, Rechenzentren und Internetanbindungen erschweren einheitliche Implementierungen. Gleichzeitig erfordern regionale Compliance- und Datenschutzvorgaben wie die DSGVO-Anpassungen und Policy-Abweichungen. Globale Nutzer können zudem unter Latenzproblemen leiden, wenn der Netzwerk-Traffic nicht optimal über verschiedene Points of Presence gesteuert wird. Organisatorisch erschweren Zeitzonen, lokale IT-Teams und Schulungsbedarf das Rollout und das Change Management. Insgesamt erhöhen diese Faktoren die Kosten, den Betriebsaufwand sowie die Komplexität und erschweren die Umsetzung einer konsistenten, global skalierbaren SSE-Architektur.

Pain Point #4: Das Change Management

Neben der technologischen Herausforderung bedeutet die Einführung von SSE auch einen tiefgreifenden organisatorischen Wandel. Mitarbeitende müssen sich an neue Zugriffsverfahren, Authentifizierungsprozesse und Sicherheitsrichtlinien gewöhnen, während IT-Teams neue Rollen, Tools und Verantwortlichkeiten übernehmen. Ohne gezielte Kommunikation und Schulung führt der Umstieg häufig zu Unsicherheit, Widerstand und Fehlanwendungen. Besonders der Paradigmenwechsel hin zu Zero Trust erfordert ein neues Sicherheitsverständnis und den Abbau alter Denkmuster. Erfolgreiches Change Management setzt daher auf frühzeitige Information, transparente Zielbilder, Pilotphasen und eine enge Einbindung aller Stakeholder. Nur wenn der Nutzen für Anwender, IT und Organisation klar vermittelt wird, lässt sich Akzeptanz schaffen und der Wandel nachhaltig verankern.

Die nachhaltigste und zugleich wirtschaftlichste Alternative zu isolierten Einzellösungen ist ein ganzheitlicher Ansatz: Secure Access Service Edge (SASE). Dieses Framework verbindet Cloud-basierte Netzwerkfunktionen mit einer integrierten Sicherheitsarchitektur (SSE) zu einer einzigen, konsistenten Plattform. Besonders wirkungsvoll ist das Konzept in Form von Managed SASE: Dabei erhalten Unternehmen sämtliche Netzwerk- und Sicherheitstechnologien aus einer Hand – betrieben, überwacht und kontinuierlich optimiert durch einen erfahrenen Managed-Service-Partner. Das reduziert interne Aufwände, verbessert die Skalierbarkeit und sorgt für einen gleichbleibend hohen Sicherheitsstandard.

«Kein Unternehmen, das wettbewerbsfähig bleiben möchte, kann SSE heute noch ignorieren», betont Stefan Keller, Chief Product Officer bei Open Systems. «Ein sicherer und konsistenter Netzwerkbetrieb ist das Rückgrat jeder digitalen Organisation – und damit entscheidend für Stabilität, Effizienz und Wachstum.»

Quelle: Open Systems

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Mensch statt Algorithmus – 10 Grafikdesigntrends für 2026

2026 wird das Jahr, in dem Grafikdesign wieder Menschlichkeit zeigt. Während KI im Alltag eine immer grössere Rolle spielt, wächst die Sehnsucht nach Echtheit – nach Entwürfen, die berühren. Zu diesem Schluss kommt VistaPrint auf Basis der umfassenden Beobachtungen seiner internationalen Freelancer-Community auf 99designs by Vista sowie dem eigenen ExpertInnen-Team.

Die Zentrale Erkenntnis: Grafikdesign wird wieder deutlich persönlicher. Es zeichnet sich ab, dass sich die Trends weg vom Glatten, hin zum Echten entwickeln. Marken wollen bei ihren Zielgruppen Gefühle wecken und setzen deshalb auf Geschichten statt Marketingbotschaften. So wird Design zur Bühne für Individualität und damit zum wirksamsten Werkzeug, um echte Verbindungen aufzubauen.

«Kleine Unternehmen haben den entscheidenden Vorteil, mutig, eigenwillig und authentisch auftreten zu können – großen Marken fällt das oft schwer,» sagt Patrick Llewellyn, VP of Digital and Design Services bei VistaPrint. «In unserer laut und unpersönlich gewordenen Welt wirken unperfekte Designs ehrlich. Genau das macht sie so kraftvoll.»

Die Designtrends 2026 holen das Handgemachte ins Digitale, erzählen von kultureller Identität, feiern Unvollkommenheit und lassen Gefühle sichtbar werden. Nicht der Algorithmus, sondern der Mensch steht im Mittelpunkt.

Die Designtrends 2026 im Überblick

Elemental Folk
Tradition trifft moderne Gestaltung: Inspiriert von regionaler Handwerkskunst und kulturellem Erbe, entstehen warme, ausdrucksstarke Designs mit floralen Mustern, ornamentalen Details und kräftigen Farben. Die Gestaltung wirkt vertraut und zeitgemäß zugleich. Elemental Folk ist ein visueller Rückgriff auf das Ursprüngliche, der die Identität und Herkunft feiert.

 

Hyper-Individualism
Dieser Trend bringt frischen Wind ins Design. Er setzt auf surreale Bildwelten, spielt mit verzerrten Formen und bricht ganz bewusst mit Konventionen. Die Darstellungen wirken mal verspielt, mal provokant, aber immer individuell. Während viele ihre Gestaltungsprozesse komplett von der künstlichen Intelligenz erledigen lassen, begeistert dieser Stil mit der kreativen Handschrift der Menschen.<

Tactile Craft
Stickerei, Stoffstrukturen und handgemachte Details finden ihren Weg zurück ins digitale Design. Was dabei entsteht, fühlt sich fast schon greifbar an: Die visuellen Oberflächen erzeugen eine besondere Tiefe, die den BetrachterInnen Wärme spendet. Zwischen DIY-Charme und nostalgischer Anmutung generiert dieser Trend – als Gegenentwurf zur glatten, oft distanzierten Ästhetik der digitalen Welt – eine emotionale Nähe.

 

Distorted Cut
Wenn Gestaltung zum Widerstand wird, entstehen visuelle Statements mit Ecken und Kanten. Klassische Collage-Techniken werden neu interpretiert, indem Bilder zerschnitten, Schichten überlagert und Formen fragmentiert werden. Das Ergebnis wirkt roh, rebellisch und voller Energie. Fest steht: Dieser Designstil will nicht gefallen – es geht darum, Haltung zu zeigen.

Candid Camera Roll
Kreative bringen mit diesem Trend das Echte zurück ins Visuelle. Unperfekte Schnappschüsse, Filmkorn, Blitzlicht und spontane Momente wirken persönlich und nahbar. Im Zusammenspiel mit reduzierter Typografie entstehen Designs, die mit ihrer Ehrlichkeit wirken und berühren.

Hyper-Bloom
Manchmal braucht es einen visuellen Rückzugsort – einen Ort zum Durchatmen. Sanfte Verläufe, zarte Blumenmotive und pudrige Pastelltöne entführen in eine Welt zwischen Traum und Realität. Der Stil wirkt wie ein Gegenpol zum hektischen Alltag und öffnet Raum für Leichtigkeit, Optimismus und ein bisschen Tagträumerei.

Digit-Cute
Die Ästhetik bewegt sich zwischen Nostalgie und digitaler Verspieltheit und sorgt vom ersten Moment an für richtig gute Laune. Klare Strukturen treffen auf bunte Pixelgrafiken, niedliche Figuren und kräftige Farben. Der Look versprüht den Charme der frühen Computerspiele und Popkultur. Gerade weil er so verspielt wirkt, ist er gestalterisch besonders raffiniert.

Micro-Industrial
Was früher rein funktional war, wird jetzt zum Gestaltungskonzept. Inspiriert von Verpackungen, technischen Etiketten und Informationsgrafiken bildet sich ein Designstil, der Klarheit feiert. Der gezielte Einsatz von Elementen wie Barcodes, QR-Codes und Rasterstrukturen verleiht den Entwürfen eine rohe, sachliche und zugleich moderne Ästhetik.

Neon Noir
Dunkel, intensiv und voller Spannung – der Stil erinnert an Szenen aus einem Neo-Noir-Film. Knallige Farben, wie elektrisches Rot, treffen auf tiefes Schwarz, kombiniert mit Bewegungsunschärfen und rauen Texturen. Der urbane, energiegeladene Look fällt sofort ins Auge und bleibt lange im Kopf.

 

Frutiger Aero Revival
Ein Hauch von Zukunft, so wie man sie sich früher vorgestellt hat: Glänzende Oberflächen, sanfte Farbverläufe und fließende Formen knüpfen an die Tech-Ästhetik der frühen 2000er an. Elemente wie Wasser, Himmel oder digitale Pflanzenwelten verleihen den Designs eine fast träumerische Leichtigkeit. Der Stil ist eine liebevolle Rückschau in eine Zeit, in der Technologie noch als Versprechen galt.

Fazit:
Design darf wieder fühlen, Haltung zeigen und Ecken haben. Um als Marke aufzufallen, braucht man nicht mehr das glatteste Logo oder das perfekteste Bild, sondern Persönlichkeit, Mut und eine klare Botschaft. 2026 wird das Jahr, in dem Echtheit zählt. Das Beste daran: Es wird kreativ, lebendig und überraschend schön.


Ausführliche Informationen zu den Trends 2026: https://www.vistaprint.de/hub/grafikdesign-trends

VistaPrint ist der Design- und Marketingpartner für Millionen von Kleinunternehmen auf der ganzen Welt. Das globale Unternehmen beschäftigt aktuell Mitarbeiter:innen in mehr als 25 Ländern, die kontinuierlich remote arbeiten können. Seit über 20 Jahren kooperiert Vista eng mit Kleinunternehmen, lässt sich von ihnen inspirieren und setzt alles daran, Lösungen für ihre individuellen Bedürfnisse anzubieten. 

 

Klimawende: Sie kann (noch) geschafft werden…

Zehn Jahre nach dem Pariser Abkommen steht die globale grüne Transformation an einem entscheidenden Punkt. Der aktuelle Bericht von Allianz Research «A decade after Paris: progress, paralysis and the race to net zero» zeigt: Auch wenn die Fortschritte zwischen den Ländern stark variieren und noch einige Herausforderungen bestehen, schreiten viele schneller voran als allgemein angenommen.

Der Weg zur Klimawende ist noch weit, aber einige Länder machen dabei gute Fortschritte. (Bild: Unsplash.com)

Der Allianz Green Transition Tracker bewertet 69 Länder anhand von fünf Indikatoren danach, wie weit sie auf dem Weg der grünen Transformation sind. Analysiert werden dabei Kohlenstoff- und Energieintensität, konsum- und gebietsbezogene Emissionen pro Kopf sowie der Anteil kohlenstoffarmer Energie am Strommix. Der Tracker nutzt zwei Bewertungsdimensionen: den Peer Score, der den aktuellen Status der Dekarbonisierung zwischen den Ländern vergleicht, und den Progress Score, der den Fortschritt jedes Landes im Verhältnis zum Ausgangsjahr 2015 und zum Netto-Null-Ziel 2050 misst.

Strukturelle Unterschiede offensichtlich

Der Ländervergleich spiegelt bekannte strukturelle Unterschiede wider. Länder mit niedrigerer Wirtschaftskraft, wie Sri Lanka, erzielen aufgrund niedriger Pro-Kopf-Emissionen gute Peer Score-Bewertungen, während europäische Staaten wie Schweden dank nachhaltiger Dekarbonisierungsmassnahmen und des Ausbaus sauberer Energien punkten. Ölexportierende Volkswirtschaften rangieren dagegen am unteren Ende der Skala. Besonders besorgniserregend ist die Positionierung der beiden grössten Emittenten der Welt: China und die USA liegen auf Platz 57 bzw. 58 – ein deutliches Zeichen für das Ausmass ihrer noch verbleibenden Aufgaben.

Das Tempo der Dekarbonisierung ist ermutigend, reicht jedoch noch nicht aus. Der Progress-Score zeigt, dass 15 Länder bereits ein Drittel oder mehr des Weges in Richtung Netto-Null zurückgelegt haben. Sie liegen damit auf Kurs, sofern sie ihr derzeitiges Tempo beibehalten.

Luxemburg und die Schweiz führen Gruppe an

Beide Länder zeichnen sich durch eine hohe Energieeffizienz und einen Strommix aus, in dem über 90 Prozent der Elektrizität aus kohlenstoffarmen Quellen stammen. Weitere 20 Länder haben bereits mindestens 20 Prozent des Weges geschafft – ein messbarer, wenn auch noch unzureichender Fortschritt. Andere Volkswirtschaften haben deutlich mehr aufzuholen: Die USA und China, die gemeinsam rund 40 Prozent der globalen Emissionen verursachen, haben sich seit 2015 nur geringfügig verbessert.

«Die Klimapolitik steht weiterhin vor grossen Herausforderungen, aber wir haben bereits erhebliche Fortschritte erzielt und sollten nicht auf halbem Weg aufgeben», sagte Patrick Hoffmann, ESG-Ökonom bei Allianz Research. «Etwa die Hälfte der untersuchten Länder ist weiterhin auf gutem Weg, ihren Beitrag zur Begrenzung der globalen Erwärmung zu leisten. Das bedeutet nicht, dass die Mission erfüllt ist, aber es zeigt, dass wir nicht verloren sind. Diese Beispiele sollten als Motivation für die Nachzügler dienen, darunter China und die Vereinigten Staaten.»

Die Schweiz belegt im Fortschrittsranking Platz 2

Das Land hat seit 2015 bereits 55 Prozent der Lücke bei den betrachteten Klimaschutzindikatoren geschlossen und bleibt auf Kurs, die Erderwärmung im Rahmen des Pariser 2-°C-Ziels zu halten. Die Emissionen sind seit 2005 um 23 Prozent gesunken, während das Bruttoinlandsprodukt um 43 Prozent gewachsen ist. Dadurch sank die Kohlenstoffintensität der Wirtschaft im letzten Jahrzehnt um 25 Prozent, und der Anteil an den globalen CO₂-Emissionen verringerte sich von 0,17 Prozent auf 0,08 Prozent. CO2-arme Energien decken inzwischen 99,6 Prozent der Stromerzeugung, wobei erneuerbare Energie aus Wind und Solar 21 Prozent ausmacht. Dennoch verläuft die Transformation nicht in allen Bereichen gleichmässig: Emissionen im Endkonsum sind weiterhin hoch und sowohl im Transportsektor als auch in der Landwirtschaft gibt es Nachholbedarf.

So steht die Schweiz gemäss Green Transition Tracker da. (Grafik: Allianz.com)

«Die Schweiz zählt heute zu den klaren Spitzenreitern der Klimatransformation», sagte Katharina Utermöhl, Leiterin Thematic and Policy Research bei Allianz Research. «Der nahezu vollständig CO₂‑freie Strommix gibt dem Land ein aussergewöhnlich starkes Fundament. Damit dieser Vorsprung Bestand hat, muss die Transformation nun breiter verankert und konsequent weitergeführt werden – nur so kann die Schweiz ihren ambitionierten Kurs halten und ihre Klimaziele erreichen.»

Klimawende noch längst nicht erreicht, aber (noch) machbar

Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass die globale Klimawende zwar noch längst nicht abgeschlossen ist, aber auch keineswegs gescheitert ist. «Die grüne Transformation ist keine Frage der Möglichkeit, sondern des Tempos», sagte Ludovic Subran, Chefvolkswirt und Chief Investment Officer der Allianz. «Länder, die Klimaziele in ihre wirtschaftlichen und finanziellen Rahmenbedingungen einbetten, positionieren sich für ein stärkeres, widerstandsfähigeres Wachstum. Die Herausforderung besteht nun darin, Investitionen dort zu beschleunigen, wo sie am wichtigsten sind – Energie, Infrastruktur und Technologie –, um sicherzustellen, dass die grüne Transformation sowohl glaubwürdig als auch inklusiv bleibt.»

Quelle: www.allianz.com

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Goldene Feder 2025: Auszeichnungen für die beste interne und integrierte Kommunikation der Schweiz verliehen

Der Schweizerische Verband für interne und integrierte Kommunikation (SVIK) zeichnete am Donnerstagabend in Bern die besten Beiträge in der internen und integrierten Kommunikation mit der Goldenen Feder aus. Die Auszeichnung «beste Journalistin/bester Journalist 2025» geht an Anita  Bünter und Jonas Bischoff, Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). 

[caption id="attachment_42136" align="alignnone" width="680"] Dr. Daniel von Arx gewinnt die Goldene Feder 2025. (Bild: zVg)[/caption]

Das SVIK-Rating zeigt den aktuellen Stand der Unternehmens-, Betriebs- und Organisationsinformation  und -kommunikation auf. Der Medienwandel ist auch in der internen und integrierten Unternehmenskommunikation zunehmend spür- und sichtbar. So schreibt der SVIK: «Information ist zu einem Gut geworden und Kommunikation zu einem breiten Betätigungsfeld. Die Digitalisierung ist die beschleunigende Kraft. Qualitätsstandards sind heute wichtiger als jemals zuvor.»

Politisch neutral und fachlich breit aufgestellt, zeichnet der SVIK seit 1944 vorbildliche Informations- und Kommunikationsleistungen aus. Die Schweiz verfügt damit über einen regelmässigen Benchmark  für die Unternehmens- und Verwaltungskommunikation. 

Die Gewinner der SVIK-Federn 2025 

Novartis AG gewinnt die «Goldene Feder» in der Kategorie 1a «Unternehmenszeitschriften und Publikationen (Print und Digital)» für das «Live Magazin». Bei der Kategorie 1b «Mitarbeiterzeitschriften  und Publikationen (Print und Digital) wird das «KSB-Mitarbeitermagazin» mit Gold ausgezeichnet. In  der Kategorie 2 «Texte» geht ein goldener Award an Swiss Life für die Textkampagne «Turn to Pur pose». Eine «Goldene Feder» erhält die Tertianum Gruppe Dübendorf in der Kategorie 3 Visuals und  Video für das Video «Raum für Lebensfreude». Das Swiss Center for Design and Health erhält eine  Goldfeder in der Kategorie 4 Digitale Kanäle mit «Building trust: designing for remote care». Die SRG  SSR Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft holt in der Kategorie 5 Konzepte und Strategien eine Goldene Feder für «Eurovision Songcontest 2025 in Basel mit «Welcome Home». In der Kategorie 7  Campagning wurde der Migros-Genossenschafts-Bund für das Projekt «MERCI MGB» ausgezeichnet.  Der Fachverband zeichnet Anita Bünter und Jonas Bischoff, SRF, mit der «Goldenen Feder für Journalismus 2025» aus. Sie verdienen den Preis für ihren sehr sorgfältigen, fundierten Umgang mit hochsensiblen Themen. Der Korrespondentin und dem Korrespondenten gelingt es stets, dem TV-Publikum die  Informationen mit der nötigen persönlichen Distanz zu vermitteln und trotzdem eine Nähe zum Geschehen verspüren zu lassen. Gewandt im Umgang mit den lokalen Sprachen und Kommunikationsver hältnissen geben sie Interessierten fundierte Einblicke in die politischen, sozialen, ethnischen und  wirtschaftlichen Aspekte.  

Der SVIK verleiht Dr. Daniel von Arx, Leiter Kommunikation, Luzerner Kantonalbank die «Goldene Feder für den Kommunikator des Jahres 2025». Mit seinem feinen Gespür für moderne Unternehmenskommunikation hat er die Bank über die letzten Jahre nach innen und aussen geprägt. Die hohe Reputation und die Stabilität in seinem Team sind Beweise für sein fachliches und funktionales Können  sowie für seine Führungsqualitäten.  

Das SVIK-Rating bietet Schweizer Unternehmen eine jährliche Plattform, um Instrumente und Mass nahmen der internen und integrierten Kommunikation national und auch international in Fachkreisen  vergleichen zu können. Alle Teilnehmenden können sich Ende November an den Hearings mit den Jurymitgliedern über die Beurteilungen auszutauschen. Der SVIK ist der älteste Kommunikationsverband  der Schweiz und seit 80 Jahren aktiv. 

Generationenwechsel im Hause Wanner

Peter Wanner, Verleger und Eigentümer der AZ Medien AG, die 65 Prozent an der CH Media Holding AG hält, hat das von ihm aufgebaute Medienunternehmen an seine Söhne Michael und Florian und an Tochter Anna verkauft. Michael Wanner, CEO von CH Media, erhält die Stimmenmehrheit. Peter Wanner bleibt Verleger und Verwaltungsratspräsident.

Generationenwechsel im Hause Wanner: Nachdem die beiden Söhne Michael und Florian Wanner vor zweieinhalb Jahren die operative Führung von CH Media übernommen haben, hat sich Verleger Peter Wanner (81) im Rahmen einer vorzeitigen Nachfolgelösung entschieden, das Medienunternehmen an die beiden Söhne und an Tochter Anna zu veräussern. Alle drei Kinder des Verlegers sind in verantwortlicher Position im Unternehmen tätig. Tochter Caroline hat als praktizierende Ärztin auf eine Beteiligung verzichtet.

Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart. Verleger Peter Wanner bleibt weiterhin Verwaltungsratspräsident. Um eine klare Entscheidungsfindung unter den neuen Eigentümern zu ermöglichen, erhält Michael Wanner, derzeit CEO von CH Media, die Stimmenmehrheit.

Fünfte Generation übernimmt

Mit dieser Nachfolge übernimmt jetzt die fünfte Verleger-Generation die Verantwortung für das Medienunternehmen. Gründer der «Aargauer Zeitung» (1836) und erster Verleger war Josef Zehnder (1810-1896), der auch Stadtamman von Baden (1863-1881) war. Zwei Jahre vor seinem Tod ging das Zeitungsunternehmen an seinen Enkel Otto Wanner sen. über, 1938 übernahmen dessen Söhne Eugen und Otto Wanner, ab 1956 führte Otto Wanner das Unternehmen allein. Mit der Fusion von AT und BT zur «Aargauer Zeitung» im Jahre 1996 übernahm dann Peter Wanner, der zuvor das Badener Zeitungsunternehmen operativ leitete, die Führung und Verantwortung.

Einvernehmliche Lösung

Die nun erfolgte Erbteilung konnte einvernehmlich erzielt werden. Verleger Peter Wanner: «Darauf bin ich besonders stolz. Über Monate hinweg haben wir im Kreise der Familie, unterstützt durch externe fachliche Beratung, Gespräche geführt und Varianten diskutiert. Am Ende haben alle vier Kinder der getroffenen Lösung zugestimmt. Was will man als Vater noch mehr?»

CEO Michael Wanner: «Mein Vater hat die Unternehmung aufgebaut und zur heutigen Grösse geführt. Wir sind ihm zu grossem Dank verpflichtet. Wir wissen um die besondere Verantwortung, die er uns jetzt übertragen hat. Wir freuen uns, mit ihm zusammen das Unternehmen zu führen, und zählen weiterhin auf seine Erfahrung und auf seinen Rat.»

Zum Medienunternehmen CH Media, an dem die NZZ 35 Prozent hält, zählen 18 Tageszeitungen samt ihren Online-Portalen, darunter die «Aargauer Zeitung», die «Luzerner Zeitung» und das «St. Galler Tagblatt», die Wochenendzeitung «Schweiz am Wochenende», 10 Anzeiger, 12 Radiosender, drei regionale TV-Stationen und 8 nationale TV-Sender sowie drei Druckereien. Ausserdem gehört das Nachrichtenportal watson dazu. Das ganze Medienunternehmen macht einen Umsatz von rund 400 Millionen Franken. Was die Marktanteile angeht, so ist CH Media in der deutschen Schweiz die Nummer 1 bei den Zeitungen, die Nummer 1 bei den Privatradios und bei den privaten TV-Stationen sowie die Nummer 3 bei den privaten Newsportalen.

Nur 3 % der Schweizer Unternehmen generieren Kundennutzen mit KI

Gemäss einer Befragung des Open-Source-Dienstleisters Red Hat nimmt für 71 % der Befragten in der Schweiz die digitale Souveränität eine Top-Priorität in ihrer IT-Strategie ein. Für 98 % ist eine Open-Source-Strategie von entscheidender Bedeutung, insbesondere im Hinblick auf Kostenoptimierung, Virtualisierung, Sicherheit und KI. Doch auf der Strecke bleibt bisher der Kundennutzen durch KI.

KI steht bei IT-Verantwortlichen in der Schweiz hoch oben auf der Prioritätenliste. Kundennutzen generieren damit aber erst wenige. (Grafik: Red Hat).

Red Hat, ein führender Anbieter von Open-Source-Lösungen, hat die Ergebnisse einer neuen Untersuchung bekannt gegeben. Dabei wurden 909 IT-Manager und -Direktoren (einschliesslich Infrastruktur- und Cloud-Infrastruktur-Verantwortliche) sowie KI-Ingenieure (einschliesslich Software-Ingenieure in KI/ML, NLP- und LLM-Ingenieure sowie Data Scientists) aus Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern in der EMEA-Region (in Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Spanien, Schweden, der Schweiz, den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Vereinigten Königreich) befragt. Die Zahl der Schweizer Teilnehmenden beträgt 107. Auf die Frage nach der IT-Strategie ihres Unternehmens für die nächsten 18 Monate geben 79 % der Befragten in der Schweiz an, dass die Verschlüsselung im Zeitalter von Quantencomputern eine Top-Priorität ist, gefolgt von Virtualisierung (76 %) und Hybrid- oder Multi-Cloud (75 %). 75 % räumen zudem der KI einen hohen Stellenwert ein: Die Ergebnisse zeigen, dass Schweizer  Unternehmen bis 2026 eine Steigerung ihrer Investitionen in KI um durchschnittlich 30 % erwarten. Allerdings geben 97 % der befragten Unternehmen an, dass sie noch keinen Kundennutzen aus ihren KI-Investitionen ziehen.

KI als ein kontinuierlicher Prozess

Die höchste Priorität für die Befragten bei KI (75 %) hat die Operationalisierung von KI (82 %). Ganz oben auf der Prioritätenliste stehen zudem die Gewährleistung von Transparenz und Offenheit in der KI-Strategie (81 %) und KI-Agenten (80 %).

Die Gewinnung und Bindung von Talenten bleibt eine Herausforderung. In der Schweiz identifizieren die Befragten drei kritische Qualifikationslücken an der Spitze: Cloud-Computing-Fähigkeiten (78 %) führen die Liste an, während Security-Fähigkeiten (77 %) und strategische/geschäftliche Fähigkeiten (77 %) nahezu gleichauf als dringendste Bedarfe genannt werden.

Die Befragten sehen zudem Hindernisse bei der Einführung von KI, insbesondere die hohen Kosten für die Implementierung und Wartung (37 %), unzureichende Infrastruktur oder Ressourcen (35 %) oder die fehlende Transparenz bei den KI-Modellen (35 %). Überdies geben 97 % der Befragten an, dass sie mit Schatten-KI konfrontiert sind, das heisst der unbefugten Nutzung von KI-Tools durch Mitarbeitende.

Vertrauen durch Komplexität gemindert – Open Source als Schlüssel

Das Vertrauen in das Potenzial der Schweiz auf der globalen KI-Bühne ist gross: 95 % der Befragten stimmen zu, dass das Land eine führende KI-Rolle einnimmt oder das Potenzial hat, innerhalb der nächsten drei Jahre eine solche zu erreichen. Ebenfalls hohe Werte verzeichnen hier andere europäische Länder wie Spanien mit 99 % oder Schweden und die Niederlande mit 98 %. Als Hauptgründe, die den Aufstieg der Schweiz zu einer führenden KI-Nation behindern, nennen die Befragten das Fehlen von öffentlichen Mitteln (52 %), das unzureichende Engagement des privaten Sektors (48 %) sowie den Mangel an Nachwuchstalenten (43 %). Um diese Herausforderungen zu bewältigen und die Ziele im Bereich KI umzusetzen, setzen Schweizer Unternehmen in allen Bereichen ihrer IT-Strategie auf Open Source. Die Befragten halten fast einstimmig (98 %) Open-Source-Software für Unternehmen für wichtig, wenn es um Kostenoptimierung, Virtualisierung, Sicherheit und KI geht.

Die Cloud ist und bleibt gemäss der Befragung von Red Hat eines der drei wichtigsten Themen auf der IT-Agenda in der Schweiz. Dabei erhöht KI als zusätzlicher Workload die Komplexität und muss mit den sich entwickelnden Cloud-Strategien in Einklang gebracht werden. Die Hindernisse für die Cloud-Einführung bestehen weiterhin: Die Befragten nennen Bedenken hinsichtlich interner Silos (73 %), Entscheidungspausen bei Infrastrukturinvestitionen aufgrund von Marktunsicherheit (67 %) und der Souveränität (65 %). Bei der Betrachtung der Cloud-Souveränitätsstrategie für die nächsten 18 Monate legen die Befragten aus der Schweiz den Schwerpunkt auf Flexibilität und Wahlfreiheit bei IT-Anbietern (87 %), operative Kontrolle und Autonomie (83 %) sowie die Sicherung der Software-Lieferkette (81 %).

Quelle: Red Hat

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Walter Thurnherr: «Geopolitische Entwicklungen sind keine meteorologischen Phänomene»

Bei der exklusiven Ringier-Lesung zu «Wie der Bundesrat die Schweiz regiert» führte Walter Thurnherr mitten hinein in den Maschinenraum helvetischer Macht – dorthin, wo «geopolitische Entwicklungen keine meteorologischen Phänomene» sind und Medienmitteilungen politische Relevanz besitzen.

Es war einer dieser seltenen Abende, an denen Politik, Medien und Kultur nicht nur nebeneinander stehen, sondern miteinander in Resonanz gehen. Ringier-CEO Marc Walder eröffnete die Lesung, die intime Gästeliste reichte von bekannten Stimmen aus Politik, Wirtschaft und Sport bis zu Medienpersönlichkeiten.

Walter Thurnherr – acht Jahre Bundeskanzler, davor Diplomat, Generalsekretär in mehreren Departementen, und Autor – las aus seinem neuen Buch, erschienen im Kein & Aber Verlag. Aus aktuellem Anlass wählte er die Einleitung des Kapitels zur Aussenpolitik. Ein Text, der gleichzeitig historisch geerdet, analytisch klar und literarisch geschliffen ist. Nach der Lesung folgte ein vertiefender Talk mit Reza Rafi, Chefredaktor des SonntagsBlick.

«Alles in allem schien es, als hätte die offizielle Schweiz eine Pause eingelegt»

Gleich zu Beginn seiner Lesung führte Thurnherr sein Publikum zurück ins Jahr 1998 – eine Schweiz im Festmodus, selbstbewusst, stolz, orientiert an historischen Jahrestagen. Er las über damalige Selbstsicherheit und anschliessende Erschütterungen: vom Vergleich der Schweizer Banken mit der World Jewish Restitution Organization bis zu den gegroundeten Swissair-Flugzeugen, von 9/11 bis zur Massentötung von 1,5 Millionen Hühnern in Hongkong. Es war die Grundlage für eine zentrale These des Autors: Zeitenwenden sind keine Ausnahme, sondern der Normalzustand.

Thurnherr formuliert es im Buch so präzise, wie man es sonst nur aus staatspolitischen Analysen kennt:

«Die geopolitischen Entwicklungen sind aber keine meteorologischen Phänomene. Sie haben menschliche Ursachen und kündigen sich an.»

Ein Autor mit Blick für Mechanismen – und für Sprache

Was an diesem Abend sofort greifbar wurde: Thurnherr ist ein politischer Autor mit literarischer Präzision. Seine Sprache ist klar, gelegentlich ironisch, immer feinsinnig strukturiert. Der ehemalige Kanzler kennt nicht nur das «Was», sondern auch das «Wie» der politischen Entscheidungsfindung.

Humor und Schärfe sind Teil seines Stils – etwa, wenn er über neutralitätspolitische Reitmetaphern spricht:

«In der Aussenpolitik ist es noch komplizierter. Da reiten viele mit verkehrtem Kopf, aber mit Absicht.»

Innenansichten aus dem Maschinenraum der Schweizer Politik

Der anschliessende Talk mit Reza Rafi führte das Publikum noch tiefer in Thurnherrs Erfahrungsschatz hinein.

Er beschrieb das berühmte Mitberichtsverfahren als «geniales Verfahren», das auf kollektive Intelligenz basiert:

«Sieben Leute bringen bessere Entscheidungen zustande als eine.»

Er erläuterte, wie der Bundesrat in Krisen funktioniert – und wo seine Schwächen liegen: beim Vorausdenken. Sein Credo:

«Im Vorausschauen gibt es Luft nach oben.»

Und er erklärte, wie stark sich die Medienrealität verändert hat – von Tschernobyl bis Fukushima:

«Die Erwartungen an die Öffentlichkeitsarbeit des Bundesrates haben sich fundamental geändert.»

Gerade für die Medien- und Kommunikationsbranche heikel und spannend zugleich: Medienauftritte, Sprachregelungen und Medienmitteilungen sind heute nicht mehr blosse Vollzugsinstrumente nach aussen, sondern integraler Teil der Regierungstätigkeit. Sie werden vorbereitet, abgestimmt – und, wie Thurnherr schildert, in der Bundesratssitzung explizit mitgedacht. Wo der Bundesrat nach Tschernobyl noch darüber diskutierte, ob er überhaupt etwas sagen solle, laufen im Zeitalter von Fukushima und Live-Ticker-PKs Kommunikationsmassnahmen faktisch im Krisenmodus mit.

Ein U-Bahn-Moment im Trump Tower – und ein Satz, der die Schweiz erklärt

Bemerkenswert auch, was ein spontanes Kurzinterview zutage fördern kann. m&k stellte ein Gedankenexperiment:

Wie würde er Donald Trump – bei einer zufälligen Liftfahrt im Trump Tower – erklären, wie die Schweiz regiert wird?

Seine Antwort kam ohne Zögern, trocken, präzise und beinahe literarisch knapp:

«Die Schweiz konsultiert jeden Entscheid 100 Mal, bezieht alle Leute ein und filtert die gröbsten Fehler aus. Das ist ein sehr guter Mechanismus.»

Ein Satz wie ein Destillat – und ein ideales Gegenstück zur politischen Körperlichkeit des aktuellen US-Präsidenten. Der kurze Austausch führte direkt zur Frage nach dem Buchtitel – und seinem entscheidenden «trotzdem»:

Warum „trotzdem“?

Thurnherr erklärte, dass die Schweiz formal zwar eine Regierung mit vergleichsweise geringer juristischer Macht habe – das Parlament dominiert, der Föderalismus verzweigt die Kompetenzen –, der Bundesrat aber politisch über enorme Gestaltungskraft verfüge. Die Regierung sei immer an allen Entscheidungen beteiligt, und genau dieses kollektive Mitdenken mache das System so stabil.

Auf die Bitte nach einem Elevator Pitch für sein Buch sagte Thurnherr:

«Das ist das beste Buch über die Schweizer Regierung.»

Ein Satz, der mit einem Schmunzeln kam – und zugleich mit einer Wahrheit: Kaum jemand kennt den Maschinenraum der Macht so gut wie er. Damit wurde auch deutlich, wie Thurnherr sein Werk versteht: als präzise und zugleich menschliche Annäherung an ein politisches System, das durch Konsultation, Pragmatismus und Fehlerresistenz funktioniert – gerade in Zeiten, in denen globale Politik im Tempo von Tweets, Reels, Shorts, Brüchen und Launen operiert.

Wenn es brenzlig wird, offenbaren sich die Charaktere

Einer der stärksten Momente des Talks war Thurnherrs Beschreibung der Dynamik im Bundesrat:

«In dem Moment, wo es brenzlig wird, offenbaren sich einfach auch die Charaktere.»

Er sprach über isolierte Departementsvorstehende, über prägende Figuren, über Rücktritte aus Einsamkeit, aber auch über Humor im Gremium:

«Ich habe natürlich mit Doris Leuthard sehr viel gelacht. Das Leben ist zu kurz, um immer ernst zu bleiben.»

Skepsis, Klarheit und ein leiser Trost

Thurnherrs Buch – und dieser Abend – haben etwas Beruhigendes, ohne je verharmlosend zu sein. Er zeigt, dass Krisen Teil des Systems sind und dass Politik trotz aller Komplexität funktionieren kann, wenn es darauf ankommt:

«Das Zusammenspiel in der Krise funktioniert eigentlich erstaunlich gut.»

Und gleichzeitig erinnert er daran, wie wichtig Demut im Urteil bleibt:

«Man sollte sehr vorsichtig sein mit dem Urteil.»

Fazit: Ein Buch, das die Mechanik der Macht sichtbar macht

Walter Thurnherr hat ein Werk geschrieben, das deutlich über eine politische Erinnerung hinausgeht. Es ist Analyse, Geschichtsbogen, Einordnung – und ein Einblick in Denkprozesse, die man sonst nur hinter geschlossenen Türen erlebt. Die Ringier-Lesung zeigte, wie zugänglich, präzise und mitunter humorvoll er komplexe staatspolitische Mechanismen entfalten kann. Ein literarischer Blick in den Maschinenraum der Schweiz – mit dem Wissen und dem Zweifel eines Mannes, der zu den besten Beobachtern dieses Systems gehört.

«Nischen sind eine Chance» –  Pia Guggenbühl zur Trendtagung Fach- und Spezialmedien

In Zeiten von Informationsflut und KI-Herausforderungen setzen Fach- und Spezialmedien auf Nischen, Community und journalistische Tiefe – das betont Pia Guggenbühl, Direktorin des Verlegerverbands Schweizer Medien (VSM). Im Vorfeld der Trendtagung am 19. November haben wir mit ihr gesprochen.

Pia Guggenbühl im Gespräch mit m&k-Redaktor Christoph Soltmannowski.

m&k: Pia Guggenbühl*, was ist das Ziel der diesjährigen Trendtagung Fach- und Spezialmedien?

Pia Guggenbühl: Die Tagung ist ein Treffpunkt für alle, die Fach- und Spezialmedien in der Schweiz gestalten. Sie bietet Raum, um den Puls der Branche zu fühlen: Wo stehen wir? Welche Herausforderungen gibt es? Und welche Chancen? Gemeinsam mit Expertinnen und Experten diskutieren wir diese Fragen nächste Woche an der Trendtagung im WestHive.

Im Rahmen der Tagung wird auch wieder der Q-Award verliehen. Wofür steht dieser Preis?

Der Q-Award zeichnet alle zwei Jahre die besten Fach- und Spezialmedien der Schweiz aus – Print und Online. Es geht um journalistische Qualität, Relevanz und Gestaltung, nicht um Reichweite. Zugleich legt die Jury grossen Wert darauf, dass ein Medium seine Community versteht und Inhalte mit Tiefgang liefert. Dieses Jahr war die Entscheidung besonders schwierig … deshalb wird es eine kleine Überraschung geben (lacht).

Welche Tendenzen erkennen Sie bei den Nominierten?

Viele Redaktionen verbinden heute erfolgreich Print und Online. Sie wissen, was beide Formate leisten können: Print steht für Tiefe und Entschleunigung, Online für Aktualität und Austausch. Zudem sehen wir, dass Nischenformate sehr erfolgreich sind. Wer eine klar definierte Zielgruppe bedient, hat oft treue Leserinnen und Leser – und eine starke Community.

Ist das Community-Denken also ein Erfolgsfaktor für Fachmedien?

Durchaus.  Viele erfolgreiche Fachmedien pflegen ihre Community weit über das Heft hinaus – mit Events, digitalen Plattformen oder Weiterbildungsangeboten. So entsteht ein lebendiges Ökosystem. In einer Zeit, in der Social Media eher flüchtige Aufmerksamkeit generiert, bieten Fachmedien Tiefe, Vertrauen und Nähe. Gerade auch jüngere Menschen suchen nach dieser Echtheit.

Wie steht es wirtschaftlich um die Branche – lohnt sich Print überhaupt noch?

Print geniesst gerade bei Fach- und Spezialmedien nach wie vor einen hohen Stellenwert. Wir sehen gelungene Relaunches und Neugründungen, die oft mit grossem Engagement und überschaubarem Budget umgesetzt werden. Entscheidend ist, dass die Zielgruppe einen echten Nutzen erkennt – und dass das Medium eine glaubwürdige Plattform für Inserenten bietet. Qualität bleibt das wichtigste Verkaufsargument.

Wird Print wieder stärker geschätzt?

Der Wert von Fach- und Spezialmedien wird heute wieder stärker deutlicher. Denn sie bieten Orientierung und verlässliche Information in komplexen Themenfeldern. Print steht hier für Qualität, Glaubwürdigkeit und Vertiefung – Werte, die im digitalen Überfluss an Bedeutung gewinnen.

Ein weiteres Thema ist die künstliche Intelligenz. Wie weit ist sie in der Fachmedienwelt bereits etabliert?

KI kann Prozesse beschleunigen, beispielsweise beim Korrektorat oder bei der Strukturierung von Inhalten. Sie ersetzt jedoch nicht die journalistische Arbeit. Wir als Verband setzen uns für Transparenz ein: Wenn journalistische Inhalte vollständig mithilfe von KI und ohne menschlichen Kontrollprozess entstanden sind, muss das klar deklariert sein. Und es gibt weitere Handlungsempfehlungen im Umgang mit KI des VSM sowie auch den Leitfaden «KI im Journalismus» des Presserats.

Welche Risiken sehen Sie?

Das grösste Risiko ist die ungefragte und unbezahlte Verwendung journalistischer Texte durch KI-Anbieter. Sie setzen sich über technische Barrieren und Bezahlschranken hinweg und verkaufen basierend auf dem Inhalt der Medienhäuser ihre Abos und Lizenzen. Der Journalismus hat das Nachsehen, denn Leistung wird nicht bezahlt.

Gibt es weitere Probleme mit KI?
Wie das Jahrbuch «Qualität der Medien 2025» des fög zeigte, verbreiten KI-Tools oft falsche Informationen und geben auch Quellen falsch wieder. Dies hat zusätzlich einen potentiellen Reputationsschaden für die Medien zur Folge. Hier braucht es Verantwortung und klare Regeln, wie wir sie mit der «Erklärung von Zürich» gemeinsam mit weiteren Verlegerverbänden im deutschsprachigen Raum gefordert haben.

Was erwartet die Teilnehmenden der Trendtagung konkret?

KI ist natürlich eines der Themen. Darüber hinaus bieten wir ein abwechslungsreiches Programm mit praxisnahen Referaten und Best-Practice-Beispielen. Besonders freue ich mich auf Anita Zielina, die als Medienstrategin international tätig ist, sowie auf Vertreterinnen und Vertreter erfolgreicher Schweizer Fachmedien wie des Velomagazins Gruppetto oder des Magazins Kaleio für Mädchen zwischen 8 und 13 Jahren.

Wie gross ist die Community an der Tagung?

Wir erwarten rund 80 Teilnehmende. Diese Grösse erlaubt einen intensiven Austausch. Es treffen sich Verlegerinnen, Redakteure, Vermarkter und Kreative – eine bunte, aber hochkompetente Szene. Diese Vielfalt ist die Stärke der Fach- und Spezialmedien.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Branche?

Dass Fach- und Spezialmedien mit ihrer Glaubwürdigkeit und Nähe zur Leserschaft auch künftig punkten können. In einer Welt voller flüchtiger Informationen bieten sie Orientierung, schaffen Vertrauen und auch Unterhaltung – präzise, verlässlich und relevant.

Pia Guggenbühl, vielen Dank für das Gespräch.vv

 

*Pia Guggenbühl ist seit Februar 2025 Direktorin des Verlegerverbandes SCHWEIZER MEDIEN (VSM). Sie verfügt über einen Master in Politikwissenschaft und Kommunikationswissenschaft von den Universitäten Zürich und Florenz. Nach journalistischen Tätigkeiten in Print, TV und Radio war sie in Führungspositionen an der Schnittstelle von Medien, Politik und Wirtschaft tätig – unter anderem für Unternehmen in Pharma und  Chemie, Bankwesen und Energiewirtschaft. Als ehemalige Kommunikationschefin der FDP Schweiz und Gemeinderätin von Küsnacht bringt sie parlamentarische und exekutive Erfahrung mit. Sie leitet den VSM, der rund 70 private Schweizer Medienunternehmen vertritt.


Die Trendtagung Fach‑ und Spezialmedien 2025

Am Mittwoch, 19. November 2025, trifft sich die Fach- und Spezialmedienbranche von 13:00 bis 18:00 Uhr im Westhive Hardturm in Zürich zur. Veranstaltet vom Verlegerverband SCHWEIZER MEDIEN bietet der Anlass Keynotes und Best-Practice-Beispiele: So beleuchtet Anita Zielina, CEO & Founder von Better Leaders Lab, wie Fachmedien sich über Inhalte hinaus als digitale Service-Provider neu erfinden. Im Anschluss skizziert Reto Vogt das Potenzial von KI in Fach- und Spezialmedien: Wo bringt sie echten Mehrwert, wo liegen Risiken? Weitere Beiträge zeigen, etwa wie das Magazin Kaleio erfolgreich als Print-Marke für junge Mädchen funktioniert oder wie das Radsport-Magazin Gruppetto eine Community aufbaute.
Den Abschluss bildet die Verleihung des Q‑Award 2025 – die Auszeichnung für herausragende Leistungen im Fach- und Spezialmedienbereich.
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Teilnahmegebühren: CHF 150 für Mitglieder, CHF 250 für Nichtmitglieder.

 

 

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