Unterschätzte Energiereserven im Gebäudebestand

Entscheidende Effizienzgewinne entstehen oft im Detail. Ein Beispiel dafür sind die Abstandhalter von Fensterscheiben.

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Digital souveräner dank Open Source Software

Der Begriff «Digitale Souveränität» beherrscht derzeit die Diskussion in der ICT-Szene. Für immer mehr Organisationen wird Open-Source-Software zu einer Option. Ein führender Anbieter einer Open Source Kollaborations-Plattform ist Nextcloud. Wir sprachen mit Gründer und CEO Frank Karlitschek.

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Führung verteilen statt überladen

Hierarchische Position und Fachkompetenz fielen früher oft auf eine Person zusammen. Das ist heute anders. Warum eine Person allein nicht mehr genügt, wird in den folgenden Abschnitten diskutiert.

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Wenn Firmennachfolge zur Schicksalsfrage wird

Jedes dritte KMU ohne Nachfolge! Das bedroht den Wohlstand. Warum die Unternehmensübergabe zur Schicksalsfrage wird – und wie Sie Ihre Firma retten.

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«Scope 3 bleibt eine Ambition»

Rechenzentren benötigen viel Energie, ja, sie werden sogar als eigentliche «Stromfresser» bezeichnet. Und es bestehen Befürchtungen, dass die Entwicklungen der KI den Energiebedarf sogar noch massiv erhöht. Yves Zischek von Digital Realty sieht dies aber differenzierter.

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KI gewinnt bei Fintech an Bedeutung

Die Anzahl der FinTech-Unternehmen in der Schweiz und Liechtenstein hat 2025 leicht zugenommen. Gleichzeitig verschiebt sich der technologische Fokus hin zu daten- und KI-basierten Lösungen. Zu diesem Schluss kommt die neue IFZ FinTech Study 2026 der Hochschule Luzern.

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AXA Cybersorgenmonitor 2026: KI verschärft Bedrohungslage

Der zweite AXA Cybersorgenmonitor zeigt: 87 Prozent der Schweizer Bevölkerung erwarten durch KI eine Zunahme der Cyberbetrugsfälle. Gleichzeitig lehnen fast sieben von zehn Befragten personalisierte Algorithmen ab – und gut die Hälfte wünscht sich weniger private Bildschirmzeit.

Zwei Drittel der Jungen wollen weniger Screen-Zeit. Quelle: zvg

Die Schweizer Bevölkerung blickt zunehmend besorgt auf die digitale Welt: Cyberbetrug, unkontrollierter KI-Einsatz und eine ausufernde Bildschirmzeit beschäftigen Menschen aller Altersgruppen. Dies zeigt der zweite AXA Cybersorgenmonitor, der in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Sotomo durchgeführt wurde. Für die repräsentative Umfrage wurden zwischen dem 16. Februar und dem 1. März 2026 insgesamt 1490 Personen aus der Deutsch- und Westschweiz befragt.

Cyberkriminalität bleibt eine der grössten Herausforderungen

Digitale Sicherheit und Cyberkriminalität gehören auch 2026 zu den am stärksten wahrgenommenen gesellschaftlichen Herausforderungen in der Schweiz. Mit einem Durchschnittswert von 4,2 auf einer Skala von 1 (keine Herausforderung) bis 5 (grosse Herausforderung) rangiert das Thema hinter den Krankenkassenprämien (4,4) und dem Wohnmarkt (4,3) – aber noch vor der Altersvorsorge (4,1) und der internationalen Sicherheitslage (3,9).

Besonders gross ist die Sorge vor konkreten Cyberdelikten: 77 Prozent der Befragten fürchten, Opfer eines Hacking-Angriffs zu werden, 64 Prozent sind besorgt über Phishing. Auch Fake-Shops (54 %) und Social-Engineering-Betrug (52 %) bereiten vielen Menschen Sorgen.

Den grössten Einfluss auf die Bedrohungslage schreiben die Befragten der Künstlichen Intelligenz zu: 87 Prozent erwarten, dass KI die Häufigkeit von Cyberbetrugsfällen erhöhen wird, 77 Prozent gehen zudem davon aus, dass der finanzielle Schaden pro Fall steigen wird. «Im Internet gibt es keine Hemmschwelle mehr bei der Verbreitung von Fälschungen», sagt Katrin Sprenger, Verantwortliche der AXA Cyber-Präventionsservices. «Ob für Klicks, für Cyberbetrug oder zur gezielten Manipulation von Meinungen: Alle können heute mithilfe von KI realistische Imitate produzieren und weitestgehend unkontrolliert veröffentlichen.»

Schweizer Bevölkerung fordert Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte. Quelle: zvg

KI-Inhalte: Skepsis statt Begeisterung

KI-generierte Medieninhalte stossen in der Schweizer Bevölkerung auf wenig Begeisterung. Rund 43 Prozent geben an, solche Inhalte gar nicht gezielt zu konsumieren. Wer KI-Inhalte nutzt, tut dies vor allem zum Lernen (25 %) oder aus Neugier (25 %). Zur Unterhaltung oder zur Information über aktuelle Themen greifen nur 15 respektive 17 Prozent bewusst auf KI-generierte Inhalte zurück.

Ein deutlicher Altersgraben zeigt sich beim Nutzungsverhalten: Während 29 Prozent der 18- bis 35-Jährigen angeben, KI-Inhalte nie gezielt zu konsumieren, liegt dieser Anteil bei den über 55-Jährigen bei über der Hälfte. Zudem finden rund 40 Prozent der Befragten, dass die wachsende Präsenz von KI-Inhalten die Attraktivität sozialer Medien verringert – nur ein Drittel sieht eine Zunahme. Sogenannter AI Slop – offensichtlich KI-generierte Bilder oder Videos mit visuellen Verzerrungen – findet bei rund zwei Dritteln keinen Anklang.

Besonders gravierend ist die wahrgenommene Bedrohung für die Glaubwürdigkeit von Informationen: 61 Prozent stufen diese als grosse Herausforderung ein (Skalenwert 5). Auch die politische Meinungsbildung (51 %) und die Transparenz bei der Erstellung von KI-Inhalten (51 %) werden von einer Mehrheit als gewichtige Probleme eingeschätzt. Ein beträchtlicher Anteil der Befragten gibt zudem an, Mühe zu haben, KI-generierte Texte (65 %), KI-Bilder (53 %) oder KI-Audioinhalte (49 %) als solche zu erkennen.

«Die Technologien werden laufend besser. Zu lernen, KI-generierte Inhalte zu erkennen, kann deshalb nicht das Ziel sein», so Sprenger. «Wir sollten digitale Inhalte grundsätzlich auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen, bevor wir ihnen Vertrauen schenken.»

Klares Votum für Kennzeichnungspflicht und Plattformverantwortung

Die Forderung nach mehr Regulierung ist eindeutig: 94 Prozent der Befragten befürworten eine Pflicht für digitale Plattformen, KI-generierte Inhalte explizit als solche zu kennzeichnen. Ab August 2026 verpflichtet der EU AI Act grosse Plattformen zu genau dieser Massnahme.

Ebenfalls klar ist, wer aus Sicht der Bevölkerung die Verantwortung tragen soll: 70 Prozent sehen die Betreiber digitaler Plattformen – also Unternehmen wie Google oder Meta – in der Hauptverantwortung für den sicheren Umgang mit KI-Inhalten. 55 Prozent sehen auch die Entwickler von KI-Modellen in der Pflicht, 44 Prozent erwarten Massnahmen von nationalen Behörden und der Politik. Michael Hermann, Leiter von Sotomo, kommentiert: «Von der Vorstellung des eigenverantwortlichen Umgangs mit digitalen Plattformen ist man abgerückt.»

Schweizer lehnen personalisierte Medienvorschläge grossmehrheitlich ab. Quelle: zvg

Personalisierte Algorithmen stossen auf Ablehnung

Nicht nur KI-Inhalte selbst, sondern auch die algorithmischen Mechanismen dahinter stossen auf Missfallen. 69 Prozent der Befragten bewerten es negativ, dass soziale Medien Inhalte auf Basis des Nutzungsverhaltens personalisieren. Besonders ausgeprägt ist die Ablehnung bei den über 55-Jährigen, von denen 80 Prozent die Personalisierung als negativ einstufen. «Viele digitale Plattformen sind bewusst so gestaltet, dass sie unsere Aufmerksamkeit möglichst lange fesseln», sagt Katrin Sprenger. «Ein Beispiel dafür sind personalisierte Algorithmen, die unser Nutzungsverhalten analysieren und Inhalte ausspielen, die unseren Interessen entsprechen.»

Dennoch führt die inhaltliche Anpassung nicht zu durchwegs positiven Nutzungserlebnissen: Knapp ein Fünftel (19 %) der Befragten gibt an, sich nach der Nutzung sozialer Medien häufiger schlecht als gut zu fühlen. 49 Prozent fühlen sich gleich häufig gut wie schlecht. Nur beim Streaming von Audioinhalten wie Musik oder Podcasts überwiegen die positiven Gefühle klar: 80 Prozent geben an, sich danach häufiger gut zu fühlen.

Bildschirmzeit: Wunsch nach Reduktion wächst

Schweizer Bevölkerung wünscht sich weniger private Bildschirmzeit. Quelle: zvg

Gut die Hälfte der Schweizer Bevölkerung (52 %) würde gerne weniger Zeit an privaten digitalen Geräten verbringen – sechs Prozentpunkte mehr als noch im Vorjahr (46 %). Besonders deutlich ist dieser Wunsch bei den 18- bis 35-Jährigen: Zwei Drittel von ihnen möchten ihre private Bildschirmzeit reduzieren, jede fünfte junge Person sogar «klar weniger». Demgegenüber geben nur 5 Prozent aller Befragten an, mehr Zeit an ihren Geräten verbringen zu wollen.

Zwei Drittel der Bevölkerung (68 %) nutzen ihr privates Mobiltelefon häufig ohne konkreten Anlass – einfach zum Zeitvertreib oder aus Gewohnheit. Bei den unter 36-Jährigen sind es gar 84 Prozent. Um die eigene Nutzungszeit zu regulieren, ergreift ein Grossteil aktiv Massnahmen: 46 Prozent verzichten bewusst auf bestimmte Apps oder Plattformen, 27 Prozent schränken Benachrichtigungen ein, 26 Prozent ersetzen digitale durch analoge Aktivitäten.

Die Umsetzung dieser selbst auferlegten Regeln fällt jedoch nicht allen gleich leicht: 34 Prozent geben an, Schwierigkeiten damit zu haben. Bei den 18- bis 35-Jährigen ist es knapp die Hälfte (49 %), die angibt, sich nur schwer an die eigenen Vorsätze halten zu können. Damit reiht sich dieses Ergebnis in ein konsistentes Bild ein: Die erste Generation der «Digital Natives» hat deutlich mehr Mühe, ihre Bildschirmzeit zu kontrollieren, als ältere Personen, die ohne Smartphone aufgewachsen sind.

Quelle: www.axa.ch

A propos KI-Inhalte: Dieser Beitrag wurde durch die Redaktion mit KI-Unterstützung erstellt.

Reto Joller wird Chief Digital Officer der Sabag Gruppe

Die Sabag Gruppe baut ihre Organisation gezielt weiter aus: Reto Joller übernimmt als Chief Digital Officer die Gesamtverantwortung für die digitale Transformation des Unternehmens. Gleichzeitig wird mit der Sabag Service AG eine neue Einheit für zentrale Dienstleistungen gegründet.

Reto Joller wird neuer Chief Digital Officer bei SABAG. Quelle: zvg

Reto Joller ist seit Sommer 2025 bei der Sabag Gruppe, einem Handels- und Produktionsunternehmen für Bau- und Innenausbauprodukte, tätig und verantwortete bisher die strategische und operative Ausrichtung in den Bereichen Digitalisierung und E-Business. Mit seiner Ernennung zum Chief Digital Officer übernimmt er nun die übergeordnete Verantwortung für die Transformation und Weiterentwicklung zentraler Themen rund um Zusammenarbeit, Prozesse, Services, Daten und Organisation. Joller ist seit über 30 Jahren im Digitalbusiness tätig und hat verschiedene Führungsfunktionen unter anderem bei Swisscom, Swiss Life sowie in der öffentlichen Verwaltung auf kantonaler und Bundesebene wahrgenommen. Seine Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem German Brand Award, Best of Swiss Web und dem Digital Economy Award.

Neue Organisationseinheit für die Transformation

Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung gründet die Sabag Gruppe die Sabag Service, in der zentrale Dienstleistungen für die Weiterentwicklung der gesamten Gruppe gebündelt werden. Innerhalb der Geschäftseinheit «Business Transformation» werden neue Kompetenzen aufgebaut und schrittweise entwickelt – unter anderem in den Bereichen Experience Management, Service Delivery & Operations sowie mit dem Sabag DataHaus als Kompetenzzentrum für unternehmensweite Daten. Diese Geschäftseinheit wird von Reto Joller geführt.

Damit stellt die Sabag Gruppe wichtige Weichen für die Zukunft und entwickelt sich schrittweise zu einer Organisation, die noch einfacher funktioniert – für Mitarbeitende sowie Kundinnen und Kunden. Gleichzeitig schafft Sabag damit die Grundlage, um Veränderungen im Marktumfeld schneller und wirksamer umzusetzen.

Fokus auf konkrete Veränderung statt reiner Digitalisierung

Im Zentrum steht nicht die reine Digitalisierung bestehender Abläufe. Entscheidend ist, wie Sabag zusammenarbeitet, Prozesse gezielt verbessert, gemeinsam entscheidet und Vorhaben umsetzt. Digitalisierung bildet die Grundlage – im Fokus steht die konkrete Veränderung im Alltag und entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Mit dieser Ausrichtung geht Sabag im Handel mit Bau- und Innenausbauprodukten bewusst auch neue Wege. Das Unternehmen investiert gezielt in neue Rollen und Mitarbeitende, darunter Funktionen in den Bereichen Customer Experience, Service Design, Kommunikation, Business- und Solution-Architektur sowie mehrere Rollen für ein professionelles Datenmanagement.

Weitere Informationen: www.sabag.ch

KI-Ambitionen überholen die Datenrealität

Eine neue globale Studie von Cloudera zeigt ein wachsendes Paradox: Fast alle Unternehmen setzen auf KI – doch fast vier von fünf kämpfen mit eingeschränktem Datenzugriff. Die sogenannte «AI Readiness Illusion» gefährdet nachhaltige Resultate.

KI benötigt Daten, doch der Zugriff darauf ist häufig eingeschränkt. (Bild: Depositphotos.com)

Global integrieren bereits 96 Prozent der befragten Unternehmen KI in ihre Geschäftsprozesse. Dennoch berichten fast vier von fünf, dass eingeschränkter Datenzugriff ihre KI- und Dateninitiativen behindert. Das zeigt der neue «Data Readiness Index» von Cloudera, der untersucht, wie gut Unternehmen auf den KI-Einsatz im grossen Massstab vorbereitet sind.

Die «AI Readiness Illusion»

85 Prozent der befragten Unternehmen weltweit verfügen über eine klar definierte Datenstrategie – in der EMEA-Region sind es sogar 92 Prozent. Trotzdem geben in Europa 42 Prozent der Befragten an, dass komplizierte Zugriffsanforderungen die effektive Datennutzung erschweren. Diese Diskrepanz beschreibt, was Cloudera als «AI Readiness Illusion» bezeichnet: den Glauben, dass Unternehmen für die Skalierung von KI gerüstet sind, obwohl grundlegende Datenprobleme ungelöst bleiben.

Sergio Gago, Chief Technology Officer bei Cloudera, bringt es auf den Punkt: «Unternehmen kämpfen nicht mit der Einführung von KI. Sie kämpfen damit, sie über Experimente hinaus in die Praxis umzusetzen. KI ist immer nur so gut wie die Daten, die sie speisen. Ohne nahtlosen Zugriff auf all ihre Daten schränken Unternehmen die Genauigkeit, das Vertrauen und den Geschäftswert ein, den KI liefern kann.»

ROI bleibt schwer greifbar

KI ist in den meisten Unternehmen angekommen, doch ein nachhaltiger Return on Investment ist weiterhin schwer zu erzielen. Wenn KI-Initiativen scheitern, nennen Befragte weltweit wie in EMEA die gleichen Gründe: Datenqualitätsprobleme stehen mit 22 Prozent global und 18 Prozent in Europa an erster Stelle, gefolgt von Kostenüberschreitungen mit jeweils 16 Prozent sowie mangelhafter Integration in bestehende Arbeitsabläufe mit 15 Prozent global.

Infrastrukturelle Engpässe verschärfen das Problem: Fast drei Viertel der Befragten weltweit (73 Prozent) und in EMEA (74 Prozent) berichten, dass Leistungsengpässe operative Initiativen behindern. 40 Prozent erleben dies häufig, 34 Prozent gelegentlich. Angesichts dieser Engpässe überrascht es nicht, dass EMEA-Organisationen besonders stark in moderne Infrastruktur investieren: 90 Prozent planen steigende Cloud-Ausgaben – global sind es lediglich 65 Prozent.

Datenlücke: Zugriff, Governance und Transparenz

Global geben 84 Prozent der Befragten an, den Daten ihres Unternehmens zu vertrauen. Doch dieser Optimismus verdeckt tiefer liegende Probleme: Datensilos, inkonsistente Qualität und eingeschränkte Zugänglichkeit. So nennen global wie in EMEA 34 Prozent der Befragten isolierte Datenbestände als ernstes Hindernis für Zusammenarbeit und datengestützte Entscheidungen.

Besonders aufschlussreich ist der Kontrast in EMEA: 89 Prozent der Befragten geben an, keinen vollständigen Überblick darüber zu haben, wo 100 Prozent ihrer Daten gespeichert sind. Gleichzeitig nennen 41 Prozent eingeschränkte Datentransparenz als konkretes Hindernis beim effektiven Einsatz ihrer Daten. Bei der Data-Governance zeigt sich ein ähnliches Bild: Global gibt weniger als jeder fünfte Befragte (18 Prozent) an, dass seine Daten vollständig verwaltet werden. In Europa ist dieser Wert mit 26 Prozent höher, doch auch hier bleibt der Grossteil der Daten unzureichend kontrolliert.

Data Readiness als Wettbewerbsfaktor

Während KI von der Experimentierphase in die breite Umsetzung übergeht, wird Data Readiness zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Organisationen, die unabhängig vom Speicherort vollständig auf ihre Daten zugreifen und diese kontrollieren können, sind deutlich besser aufgestellt, um KI verlässlich und skalierbar einzusetzen.

Die Bereitschaft zur Veränderung ist grundsätzlich vorhanden: 96 Prozent der EMEA-Befragten sind bereit, neue Governance-Frameworks einzuführen, und rund 91 Prozent sind zuversichtlich, dass ihre Dateninfrastruktur die strategischen Prioritäten der nächsten zwei bis drei Jahre unterstützen kann. Solange jedoch Governance-Lücken bestehen und Daten nicht vollständig integriert sind, bleibt das volle Potenzial von KI ungenutzt. Wer die Lücke zwischen Strategie und Umsetzung schliesst, wird am besten positioniert sein, um nachhaltige Wirkung mit KI zu erzielen.

Den vollständigen Bericht «The Data Readiness Index: Understanding the Foundations for Successful AI» hat Cloudera auf seiner Website veröffentlicht. Die Studie basiert auf einer Umfrage unter 1’270 IT-Führungskräften aus den Regionen AMER, EMEA und APAC in Unternehmen mit mehr als 1’000 Mitarbeitenden, die vom 22. Januar bis 3. März 2026 durchgeführt wurde.

Equinix beschleunigt KI-Workloads mit Fabric Intelligence

Equinix stellt mit Fabric Intelligence eine intelligente Lösung für die Verwaltung von Netzwerkinfrastrukturen vor. Die KI-gestützte Plattform automatisiert Bereitstellung, Optimierung und Wartung globaler Infrastrukturen – und soll Unternehmen eine widerstandsfähigere Grundlage für ihre KI-Workloads bieten.

Equinix Fabric Intelligence beschleunigt KI-Workloads mit smarter Automatisierung. Quelle: zvg

Equinix, das globale Unternehmen für digitale Infrastruktur, hat am 15. April 2026 mit Equinix Fabric Intelligence eine neue Lösung für die KI-gestützte Verwaltung von Netzwerkinfrastrukturen vorgestellt. Als Herzstück des Equinix Distributed AI Hub führt die Plattform smarte Automatisierung für die Bereitstellung, Optimierung und Wartung globaler Infrastrukturen ein.

Von starren Netzwerken zur dynamischen KI-Infrastruktur

Viele Unternehmen setzen nach wie vor auf langsame, starre Netzwerkarchitekturen, die nicht für die Geschwindigkeit und Komplexität moderner intelligenter Systeme ausgelegt sind. Manuelle Arbeitsabläufe führen zu Engpässen, lange Bereitstellungszyklen bremsen die Entwicklung, und mangelnde Transparenz erschwert die Problemlösung. KI erfordert jedoch Echtzeit-Netzwerke, die sich dynamisch anpassen können – eine Kluft, die mit herkömmlichen softwaredefinierten Netzwerkkonzepten immer schwerer zu überbrücken ist.

Jim Frey, Principal Analyst bei Omdia, unterstreicht die Dringlichkeit: «Unsere Recherchen zeigen, dass 93 % der Unternehmen Netzwerkautomatisierung als unverzichtbar für die Zukunft einschätzen, um mit zukünftigen Veränderungen Schritt halten zu können. Ausserdem stimmen 88 % zu, dass KI selbst für eine effektive Netzwerkautomatisierung erforderlich sein wird.»

Fabric Intelligence: Vier Kernkomponenten

Fabric Intelligence automatisiert die Verbindung und den Betrieb von KI-Workloads über Clouds, Rechenzentren und Edge-Umgebungen hinweg. Die Plattform besteht aus vier Komponenten: Der Fabric Super Agent verarbeitet Anfragen in natürlicher Sprache über Slack, Microsoft Teams oder das Equinix-Kundenportal und verkürzt Bereitstellungszeiten von Wochen auf Minuten. Der MCP Server stellt ein Set KI-bereiter Management-Tools bereit, das die Anbindung von KI-Systemen an komplexe Netzwerke vereinfacht und die Integration mit führenden KI-Clients wie Claude Code, OpenAI Codex, VS Code Copilot und Cursor ermöglicht.

Darüber hinaus bietet Fabric Application Connect einen privaten, dedizierten Konnektivitäts-Marktplatz, über den Unternehmen auf KI-Serviceanbieter für Inferenz, Training, Speicher und Sicherheit zugreifen können, ohne sensible Daten dem öffentlichen Internet auszusetzen. Fabric Insights schliesslich liefert KI-gestütztes Netzwerk-Monitoring, das Telemetriedaten in Echtzeit analysiert, Anomalien vorhersagt und sich direkt in SIEM-Plattformen wie Splunk und Datadog integriert.

Infrastruktur als Wettbewerbsvorteil

«Alle Unternehmen möchten KI zur Transformation ihres Geschäfts einsetzen. Den meisten fehlt jedoch die passende Infrastruktur, die sie in grossem Massstab für Wachstum einsetzen können», sagte Jon Lin, Chief Business Officer bei Equinix. «Fabric Intelligence verwandelt die Infrastruktur von einem Hemmnis in einen Wettbewerbsvorteil. Es ermöglicht unseren Kunden, weniger Zeit mit komplexen Strukturen zu verbringen und mehr Zeit in den Erfolg ihres Geschäfts zu investieren.»

In Kombination mit der globalen Infrastruktur von Equinix – 280 Rechenzentren in 77 Märkten weltweit – und einem Fabric-Portfolio mit mehr als 4400 Kunden soll Fabric Intelligence die Einführung von KI-Tools und Next-Gen-Infrastruktur beschleunigen. Equinix ist zudem Anfang 2026 der Agentic AI Foundation (AAIF) als Gold-Mitglied beigetreten, um den Aufbau eines offenen, sicheren und infrastrukturbereiten Fundaments für die globale autonome Wirtschaft zu unterstützen.

Fabric Intelligence ist ab sofort als Preview verfügbar. Demonstrationen werden am Equinix-Stand (7101) auf der Google Cloud Next 2026 gezeigt.

Quelle und weitere Informationen unter:  www.equinix.ch

Future Summit TheNewNow: «Wenn Marken an Relevanz verlieren, liegt es selten am Material»

Am 22. April 2026 findet in Zürich der Future Summit TheNewNow statt. Die Veranstaltung setzt auf Dialog statt Frontalunterricht und bietet mehr als 100 Sessions zu Themen wie KI, New Luxury und Leadership. Im Zentrum steht die Frage, was Marken heute wirklich bedeutsam macht, erklärt Initiatorin Evelyn Gorgos im Exklusiv-Interview mit m&k.

Evelyn Gorgos lädt zum Future Summit TheNewNow. Quelle: KO Photography

Luxus befindet sich in einer Phase tiefgreifender Neuausrichtung. Technologische Beschleunigung, veränderte Kundenwerte und neue Generationen stellen etablierte Annahmen in Frage. Der Future Summit schafft den Raum, diese Veränderungen gemeinsam zu durchdenken – ehrlich, branchenübergreifend und auf Augenhöhe. Als Weiterentwicklung des Swiss Deluxe Hotels Media Summit bringt das Format erstmals die gesamte Schweizer Luxusindustrie an einen Tisch: Hospitality, Uhrenmarken, Privatbanken, Gesundheitssektor und Luxus-Retail. Rund 350 Entscheiderinnen und Entscheider, Kreative und Innovatoren gestalten ihren eigenen Tag – mit mehr als 100 Sessions in den Bereichen Media, Business, AI und New Work.  Fünf Keynotes setzen die inhaltlichen Ankerpunkte, ergänzt durch Workshops, Panels und offene Gesprächsformate. Der Austragungsort spiegelt das Konzept: Das Headsquarter-Netzwerk in Zürich bietet nicht nur Infrastruktur, sondern Atmosphäre. Was bleiben soll sind neue Verbindungen – zu Menschen, Ideen und konkreten nächsten Schritten. Wir haben bei Initiatorin Evelyn Gorgos nachgefragt, was dahintersteckt.

Was unterscheidet den Future Summit von klassischen Konferenzen im Bereich Business und Innovation?

Beim Future Summit gibt es keinen Masterplan, den wir von der Bühne verkünden. Stattdessen schaffen wir einen Raum, in dem echte Begegnung möglich ist – mit Reibung, Perspektivenwechsel und offenem Dialog. Die Teilnehmer gestalten ihren Tag selbst und wählen aus über 100 Sessions, was sie wirklich weiterbringt. Weniger Frontalunterricht und mehr kollektive Intelligenz in Aktion.

Warum steht beim Future Summit das Thema „Relevanz statt Status“ im Zentrum?

Luxus definiert sich heute nicht mehr über den Preis sondern über Bedeutung, Authentizität und kulturelle Verbindung. Wenn Marken an Relevanz verlieren, liegt es selten am Material. Es liegt daran, dass sie die emotionale Verbindung zu Menschen verloren haben. Genau das ist die Frage, die wir gemeinsam stellen wollen: Was macht eine Marke heute wirklich bedeutsam?

Welche Rolle spielt KI konkret für Luxus, Markenführung und Kommunikation?

KI verändert kreative Prozesse grundlegend. Ein gutes Beispiel ist Oliver Rust, ehemaliger Starfotograf, der heute aktiv auf KI setzt. Und Sébastien Félix (Influence Society) analysiert, wie KI kreative Disruption auslöst und was das für die Haltung und das Mindset von Führungspersonen bedeutet. Die entscheidende Frage ist nicht: Was kann KI? Sondern: Was bleibt zutiefst menschlich und wie können wir das in Zukunft schützen?

Wie verändert sich die Definition von Luxus laut den Experten des Future Summit?

Wir erleben eine Phase der Selbstprüfung im Luxussegment. Relevanz entsteht durch authentische Geschichten und echte Verbindung. Um den Begriff «New Luxury» zu verstehen, lohnt sich auch ein Blick nach Asien – hier hat diese Bewegung schon seit Längerem eingesetzt – mit einer anderen Dynamik und einer nativen Verbindung von Technologie, Kultur und Konsum. Das können wir nicht ignorieren.

Welche Branchen profitieren besonders vom interdisziplinären Austausch?

Ob Uhrenmarke, Privatbank, Mobilitätsanbieter, Gesundheitssektor oder Luxus-Retail, die strategischen Fragen sind dieselben und genau deshalb bringen wir sie zusammen. Lösungen, die innerhalb eines einzelnen Segments nie entstanden wären, entstehen, wenn unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen.

Warum setzt der Future Summit bewusst auf Dialogformate statt reine Vorträge?

Weil ein Vortrag Wissen überträgt, aber ein Gespräch Denken verändert. Wir wollen nicht, dass Menschen mit einem Notizbuch voller Inputs nach Hause gehen und dann zum Alltag zurückkehren. Wir Ideen und Formate, die Raum geben für das, was in der menschlichen Interaktion entsteht. Deshalb setzen wir ganz bewusst auch auf das Format Workshop: mit Claudio Del Principe, mit einem Pasta-Workshop zur Team-Building-Erfahrung, Verpackungskünstlerin Manuela Menzi, die zeigt, was das Arbeiten mit Farben und Collagen auslöst, Gaudenz Looser, der eine offenen Fragerunde startet und Fitnesscoach Stefan Cerny. Handwerk, Gemeinschaft, echtes Tun – das ist auch eine Form von Dialog.

Welche konkreten Erkenntnisse und „Next Steps“ können Teilnehmer erwarten?

Die Teilnehmer bekommen Impulse aus anderen Branchen und von Menschen, die bereits dort sind, wo viele gerade erst hinwollen. Und gleichzeitig treffen sie auf Personen, mit denen etwas entstehen kann – ein Projekt, eine Zusammenarbeit, eine neue Perspektive auf das eigene Business. Wie es Anil Varghese, CEO von Headsquarter, auf den Punkt bringt: Es geht um den richtigen Menschen zur richtigen Zeit. Genau das wollen wir ermöglichen: konkrete Anknüpfungspunkten, erste Lösungsansätze und das Gefühl, sich wirklich etwas mitgenommen zu haben.

Wie wird New Work und Leadership im Kontext technologischer Veränderung behandelt?

Es geht nicht um New-Work-Buzzwords, sondern um die Frage: Was braucht Führung wirklich, wenn Technologie alles beschleunigt und Verlässlichkeit neu definiert werden muss? Gleichzeitig schauen wir, was Kultur bedeutet, wie Räume und Strukturen entstehen, in denen Menschen wirklich gut arbeiten können.

Welche Bedeutung haben persönliche Begegnungen in einer digitalen Welt?

TheNewNow ist für mich ein Statement: Verbindung schlägt Reichweite. In einer schnell rotierenden Informationswelt entsteht Relevanz durch Vertrauen und Vertrauen durch persönliche Begegnung.

Für wen ist der Future Summit besonders relevant – und wer sollte nicht fehlen?

Alle, die nicht warten wollen, bis andere die Antworten für sie formulieren und offen sind für Perspektiven jenseits der eigenen Bubble.


Weitere Informationen zum Future Summit TheNewNow finden Sie unter www.thenewnow.ch.

Cando gewinnt mit Swissgrid 24/7 den «Master of Swiss Web 2026»

Best of Swiss Web hat zum 26. Mal die besten Webprojekte der Schweiz ausgezeichnet. Das Projekt «Swissgrid 24/7» von Cando für Swissgrid wurde zum «Master of Swiss Web 2026» gekürt. Insgesamt wurden 11 Gold-Gewinner sowie zahlreiche Silber- und Bronze-Auszeichnungen vergeben.

Die Gewinner des Best of Swiss Web Award in Zürich. Quelle: zvg

Best of Swiss Web hat am 16. April 2026 in der Eventlocation The Hall in Dübendorf zum 26. Mal die herausragendsten Webprojekte der Schweiz ausgezeichnet. Mit Gästen aus der Digital- und Kommunikationswirtschaft feierte die Branche einen besonderen Abend.

Das Projekt «Swissgrid 24/7» von Cando für Swissgrid hat das Rennen um die prestigeträchtigste Auszeichnung der Schweizer Webbranche für sich entschieden. In einem dreistufigen Wahlverfahren, bestehend aus Fachjury-Urteil, Leserwahl und dem Live-Voting des Saalpublikums, setzte sich das Projekt gegen neun weitere hochkarätige Master-Kandidaten durch.

Transparenz im Schweizer Stromnetz

Die Jury begründet ihre Entscheidung folgendermassen: «Swissgrid 24/7 macht die Vorgänge im Schweizer Stromnetz transparent und erlaubt eine fast Echtzeit-Sicht auf den aktuellen Zustand des Stromnetzes. Die Website visualisiert den Mitarbeitenden die riesige Zahl von Datenpunkten mit Animationen anschaulich und übersichtlich – eine Leitstelle in der Hosentasche. Trotz Datenflut ist es einfach, unterschiedliche Sichten und Aspekte schnell und intuitiv zu erreichen. Die anspruchsvolle Aufgabe ist sehr überzeugend gelöst – die Jury ist begeistert.»

Elf Kategorien mit Gold ausgezeichnet

Die Fachjury, bestehend aus über 100 Expertinnen und Experten, vergab in diesem Jahr insgesamt 11 Goldbojen für technologische, gestalterische und wirtschaftliche Höchstleistungen. In der Kategorie Brand Experience gewann «Grittibänz im Benz» von ESE Agency für Migros Supermarkt. In der Kategorie Business überzeugte der Relaunch des Switzerland Travel Centre von Unic. Bold holte sich Gold in der Kategorie Creativity mit acsono.com.

In der Kategorie Digital Commerce siegte Bettybossi.ch von Unic, Convotis Schweiz und Digital Innovation Lab für Betty Bossi. TI&M gewann in der Kategorie Innovation mit Agridata.ch, dem Datenraum für den Agrar- und Ernährungssektor im Auftrag des Bundesamts für Landwirtschaft. Die Kategorie Marketing ging an «Keep on Kicking» von Publicis Zürich und Mindshare für Axa.

In der Kategorie Performance Campaigns überzeugte Blueglass Interactive mit digitalen Massnahmen für die Blutspende SRK Schweiz. Echo Charlie gewann in der Kategorie Productivity mit einem eigenen Projekt. Die Kategorie Public Value ging an «Plural – Plattform für demokratische Mitgestaltung» von Plural, Sitewerk und Dreipol. Neben dem Master-Gewinn holte sich Cando mit Swissgrid 24/7 auch Gold in den Kategorien Technology und User Experience.

Goldbach Crossmedia Award vergeben

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Verleihung des Goldbach Crossmedia Awards. Der Sieg ging an das Projekt «Brack Super League – Unboxing Football» für Brack Alltron von Brinkertlück und Mediaschneider. Silber sicherte sich die Kampagne «100 Jahre Migros» von Migros Supermarkts. Bronze ging an das Projekt «Das Spiel deines Lebens» des Fonds für Verkehrssicherheit. Der Publikumspreis wurde an das Projekt «Du bisch mir wichtig – Herzenssong über Geschwisterliebe» des Fördervereins für Kinder mit seltenen Krankheiten und Manuela Stier verliehen.

Best of Swiss Web wurde im Jahr 2001 gegründet und zählt heute auf internationaler Ebene zu den etablierten und angesehenen Awards. Im Schweizer Kreativranking zählt Best of Swiss Web mit dem Multiplikator 2.

Weitere Informationen zu Best of Swiss Web und die Gesamtliste aller Gold-, Silber- und Bronze-Gewinner gibt es auf www.bestofswissweb.swiss.

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