Steve Wozniak kommt zum A3F nach Zürich

Der Apple-Mitgründer Steve Wozniak wird am 6. Mai 2026 am A3F (Alan’s Friends & Founders Forum) in Zürich auftreten. Initiiert von Unternehmer Alan Frei, bringt das Forum führende Köpfe aus Deep Tech, AI, Robotics und Blockchain zusammen und macht die Stadt zum Treffpunkt für Gründer:innen, Investor:innen und Visionär:innen.

Steve Wozniak, Apple-Mitbegründer, präsentiert erste Computer-Hardware. Quelle: zvg
Steve Wozniak, Apple-Mitbegründer, präsentiert erste Computer-Hardware und wird zu Gast am A3F sein. Quelle: Archivbild / zvg

Das A3F (Alan’s Friends & Founders Forum) 2026 holt mit Steve Wozniak einen der bekanntesten Technologiepioniere der Welt nach Zürich. Der Apple-Mitgründer wird am 6. Mai 2026 im Kaufleuten in einem exklusiven Fireside Talk auftreten und über die Anfänge von Apple sprechen, das in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert. Zudem gibt Wozniak einen Einblick in seine heutige Sicht auf das Potenzial und die Risiken künstlicher Intelligenz.

Mit dem Auftritt von Steve Wozniak soll Zürich als Standort für Unternehmertum, Innovation und Deep Tech international sichtbarer werden. Im traditionsreichen Kaufleuten kommen bis zu 500 Gründer:innen, Investor:innen sowie Visionär:innen aus den Bereichen Deep Tech, Künstliche Intelligenz, Robotics und Blockchain zusammen.

Zürich als Innovationshub stärken

Initiiert wurde die Konferenz von Unternehmer und Investor Alan Frei, der mit der A3F bewusst einen Beitrag zur Stärkung der Schweizer Gründerszene leisten möchte. Nach mehreren kleineren Ausgaben des Forums findet das A3F dieses Jahr zum ersten Mal im Kaufleuten statt.

Alan Frei im Fireside Chat bei AF3. Quelle: zvg
Alan Frei im Fireside Chat bei AF3. Quelle: zvg

«Steve Wozniak ist eine Ikone der Technologiegeschichte. Dass er an die A3F nach Zürich kommt, ist für uns etwas ganz Besonderes und für mich persönlich ein Traum, der in Erfüllung geht», sagt Alan Frei. «Seine Geschichte, sein Einfluss auf die Technologie, die wir nutzen, seine Perspektive auf Innovation und sein differenzierter Blick auf künstliche Intelligenz machen ihn zu einem aussergewöhnlichen Gast.»

Wozniak gilt dabei nicht als Gegner von AI, sondern als kritischer Optimist: Er sieht grosses Potenzial in der Technologie, warnt aber vor blindem Vertrauen, mangelnder Transparenz und dem Missbrauch durch Scams, Desinformation und Deepfakes. Gerade deshalb verspricht sein Auftritt nicht nur einen historischen Rückblick, sondern auch eine hochaktuelle Debatte über Verantwortung in einer zunehmend AI-geprägten Welt.

Für Gründer:innen und die, die es noch werden wollen

Das Forum bietet eine Plattform für neue Ideen und praxisnahe Einblicke. Mit einem vielseitigen Programm aus Keynotes, Panels, Fireside-Chats, Masterclasses und kuratierten Networking-Formaten verfolgt das A3F das Ziel, Zürich als globalen Deep-Tech- und Innovationshub weiter zu stärken.

«In der Schweiz gibt es unglaublich viele gute Ideen und talentierte Menschen», so Frei. «Doch oft fehlt der Mut, diese Ideen wirklich umzusetzen, weil die Angst vor dem Scheitern gross ist. Aus eigener Erfahrung weiss ich aber sehr gut, dass man auch durch Scheitern weiterkommen kann. Mit dem Forum möchten wir Menschen dazu inspirieren, sich zu vernetzen und ihre Projekte trotz möglicher Hemmungen zu starten.»

Hochkarätige Speaker und kuratierte Formate

Den Auftakt der Konferenz machen Kiki Mäder und Alan Frei mit der offiziellen Eröffnung. Ein besonderes Highlight ist zudem die Begrüssungsrede von Hans-Rudolf Merz, ehemaliger Bundesrat der Schweiz. Zu den weiteren bestätigten Speakerinnen und Speakern zählen unter anderem Peter Fankhauser (Anybotics) mit einer Keynote zum Thema «Building the Future with Robotics and AI», Alex Ilic (ETH AI Center) und Jürg Müller (Avenir Suisse) im Panel über die Zukunft der Schweiz als Innovationsstandort sowie Lea-Sophie Cramer, Andrea Silberschmidt Buhofer und Bettina Hein im Panel zur Finanzierung skalierbarer AI-Startups. Andy Yen (Proton) wird in einer Fireside-Session über den Aufbau eines globalen Produkts mit über 100 Millionen Nutzerinnen und Nutzern sprechen.

Neben strategischen Einblicken durch führende Köpfe der Branche bietet die Konferenz auch Masterclasses und Startup-Pitches, die konkrete Tools und Praxiserfahrungen vermitteln. Ein Beispiel ist die Masterclass von David Alonso, der zeigt, wie sich mit bloom.diy Apps in wenigen Minuten erstellen lassen. Zudem erwartet die Teilnehmenden ein besonderes Format: die Live-Podcast-Aufnahme von «Club Wasserdicht» mit Tobias Reichmuth, Adrian Locher, Marc Bernegger und Alan Frei.

Die Veranstaltung setzt bewusst auf kurze, intensive Sessions und viel Raum für den Austausch, vom Networking-Frühstück über den Flying Lunch bis hin zu kuratierten Gesprächen mit Investorinnen, Gründern und Technologieexperten. Nach einem Tag voller Ideen, Diskussionen und neuer Kontakte klingt das A3F mit einer Afterparty im Kaufleuten aus – mit Musik, Drinks und weiteren Gesprächen in entspannter Atmosphäre. Weitere Speaker und Programmpunkte werden bis Mai schrittweise bekannt gegeben.

Quelle und weitere Informationen: https://a3f.ch

Prix SVC expandiert ins Wallis

Das KMU-Netzwerk SVC weitet seine Präsenz aus. Ab 2027 wird das Wallis zur zehnten Wirtschaftsregion, in welcher der Prix SVC vergeben wird. Der Prix SVC Valais-Wallis schreibt die Tradition des «Prix Sommet UBS» weiter, der bisher in der Region verliehen wurde.

PRIX SVC VALAIS-WALLIS zeichnet Unternehmen aus. Quelle: zvg

Mit der Schaffung des SVC Prix Valais-Wallis bietet der SVC den kleinen und mittleren Unternehmen des Kantons Wallis eine attraktive und wertschätzende Plattform, um ihre Leistungen und ihren Innovationsgeist sichtbar zu machen. Der bisherige Walliser Unternehmerpreis, der «Prix Sommet UBS», wird ab 2027 in den Prix SVC Valais-Wallis integriert.

Engagement für Schweizer KMU

Seit 25 Jahren engagiert sich der SVC für das KMU-Unternehmertum in der Schweiz und seit 2025 ist UBS Presenting Partner des SVC. Die Preisverleihungen des SVC, die dieses Engagement widerspiegeln, haben sich als nationale Leuchtturmveranstaltungen etabliert. «Im Jubiläumsjahr verkünden zu können, die SVC Preisregionen mit dem Wallis als zehnte Region zu ergänzen und so auch die Walliser Wirtschaftsexzellenz mit dem renommierten Prix SVC auszeichnen zu können, ist wunderbar», freut sich SVC Geschäftsführerin Franziska Bürki.

Die Integration des «Prix Sommet UBS» in die Preisverleihungen des SVC wird die Sichtbarkeit und Reichweite der Veranstaltung zum Vorteil der Walliser KMU weiter stärken. «Durch den Beitritt zu dieser national etablierten Plattform profitieren die Unternehmen im Wallis von einer breiteren Ausstrahlung, einer besseren Vernetzung und einer noch stärkeren Positionierung», fügt Iwan Willisch, Regionaldirektor Wallis von UBS, hinzu.

Zudem ermöglicht diese Integration von der Bekanntheit und der Expertise des SVC im KMU-Bereich zu profitieren und gleichzeitig die Kontinuität für das regionale Unternehmertum im Wallis sicherzustellen.

Erste Ausgabe für Ende 2027 geplant

UBS teilt mit dem SVC die Leidenschaft für das Unternehmertum. Als starke Partnerin der gesamten Schweizer Wirtschaft begleitet UBS Unternehmen aller Branchen und Grössen in jeder Unternehmensphase – von Start-ups und Gründung über Wachstum und Reife bis hin zur Begleitung von Börsengängen und Nachfolgeregelungen.

Der SVC und alle seine Partner freuen sich auf die erste Ausgabe des Prix SVC Valais-Wallis. Weitere Informationen zum Nominierungsverfahren, zur Jury und zur Preisverleihung folgen rund ein Jahr vor dem Prix, das bedeutet im Spätherbst 2026.

Darüber hinaus findet diesen Herbst im Wallis eine Veranstaltung statt, welche den Übergang vom «Prix Sommet UBS» zum Prix SVC Valais-Wallis markiert und dem Unternehmertum gewidmet ist. Weiterführende Informationen werden zu einem späteren Zeitpunkt kommuniziert.

Hintergrundinformationen zum SVC

Träger und Initiant des Prix SVC ist der SVC, ein unabhängiger, non-profitorientierter Verein. Sein Ziel ist es, die KMU als treibende Kraft der Schweizer Wirtschaft sichtbar zu machen und zu fördern. Der SVC wird unterstützt vom Presenting Partner UBS sowie den Gold Partnern Emil Frey, Forvis Mazars, IWB, die Mobiliar und Swisscom sowie zahlreichen weiteren nationalen Partnern und regionalen Sponsoren.

Der SVC wurde 2001 in Bern gegründet und zeichnet seit 2003 die besten KMU in allen Wirtschafts- und Sprachregionen der Schweiz aus. An den bisherigen 82 Prix SVC Verleihungen wurden insgesamt 478 Unternehmen für ihre «Business Excellence» als SVC Preisträger geehrt.

Weitere Informationen: www.svc.swiss

PR-Trendmonitor 2026: Jobunsicherheit in der Kommunikationsbranche nimmt zu

Die Unsicherheit unter PR-Fachleuten wächst spürbar: Fast die Hälfte rechnet mit schrumpfenden Kommunikationsbudgets, und immerhin 24 Prozent betrachten ihren Job als unsicher. Dies zeigt der aktuelle PR-Trendmonitor von News Aktuell und P.E.R. Agency, an dem 302 Kommunikationsprofis aus der Schweiz und Deutschland teilnahmen.

PR-Stimmungsbarometer 2026: Die Unsicherheit wächst
PR-Stimmungsbarometer 2026: Die Unsicherheit wächst (Quelle: zvg)

Im Fundament der PR-Branche zeigen sich erste Risse. Zwar fühlt sich die Mehrheit der Kommunikationsprofis weiterhin sicher in ihrem Job, doch die Unsicherheit wächst spürbar. Hauptgrund hierfür ist die wirtschaftlich angespannte Lage in der Branche beziehungsweise beim Arbeitgeber. Dies spiegelt sich auch bei den Kommunikationsetats wider: Fast die Hälfte der Befragten rechnet damit, dass das Kommunikationsbudget im laufenden Jahr stark schrumpfen wird. Gleichzeitig erwartet über ein Drittel, dass das Jahr 2026 beruflich besser verlaufen wird. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle PR-Trendmonitor der dpa-Tochter News Aktuell und P.E.R. Agency. An der Befragung haben 302 PR-Fach- und Führungskräfte aus der Schweiz und Deutschland teilgenommen.

Job-Unsicherheit nimmt deutlich zu

Die überwiegende Mehrheit der PR-Profis (71 Prozent) sieht ihren Job weiterhin als sehr sicher beziehungsweise sicher an. Das sind allerdings deutlich weniger als im Vorjahr: 2025 lag dieser Wert noch bei 81 Prozent. Gleichzeitig wächst die Unsicherheit: Immerhin 24 Prozent der Befragten geben an, ihren derzeitigen Job als sehr unsicher oder unsicher zu betrachten. Zum Vergleich: 2025 sahen nur 14 Prozent ihre Anstellung als gefährdet an.

Wirtschaftlich angespannte Lage und Sparmassnahmen wirken sich aus

Die wirtschaftliche Lage wird mit Abstand am häufigsten als Grund für die Jobunsicherheit genannt – sei es allgemein in der Branche oder beim jeweiligen Arbeitgeber (63 Prozent). Aber auch Budgetkürzungen beziehungsweise Sparmassnahmen (44 Prozent) und Umstrukturierungen (42 Prozent) tragen dazu bei, dass sich PR-Fachleute zunehmend unsicher fühlen.

29 Prozent beobachten einen sinkenden Stellenwert von Kommunikation in ihrem Unternehmen und 25 Prozent schätzen, dass Outsourcing-Massnahmen – auch mithilfe von KI-Tools – ihren Arbeitsplatz gefährden könnten. Hinzu kommen 23 Prozent, die davon überzeugt sind, dass Teile ihres Aufgabenbereichs durch KI ersetzt werden können. 11 Prozent befürchten, dass ihr befristetes beziehungsweise projektbasiertes Arbeitsverhältnis in Gefahr ist.

Sicher fühlen sich dagegen diejenigen mit unbefristeten Stellen beziehungsweise langjähriger Betriebszugehörigkeit: Auf die Frage, warum sie ihren derzeitigen Job als sicher einschätzen, geben 66 Prozent diesen Grund an. Weitere 58 Prozent glauben, dass ihr Arbeitsbereich strategisch wichtig für das Unternehmen ist. Gut zwei Fünftel (42 Prozent) setzen auf ein kontinuierlich weiterentwickeltes Arbeitsprofil.

Zusätzliche Gründe für ein sehr sicheres Gefühl sind die wirtschaftliche Stabilität des Arbeitgebers (37 Prozent), die begrenzte Automatisierbarkeit der Aufgaben (34 Prozent) sowie der Bedeutungsgewinn von Medienarbeit durch KI und Desinformation (24 Prozent). 19 Prozent derjenigen, die ihren Job als sicher bewerten, halten ihre Branche zudem für krisenresistent.

Kommunikationsbudgets weiter unter Druck

Auch in diesem Jahr zeigt sich bei den Kommunikationsbudgets nur wenig Wachstum: Lediglich 15 Prozent der PR-Profis aus Unternehmen und Agenturen gehen davon aus, dass das Budget stark steigen wird. Über ein Drittel (37 Prozent) der Befragten erwarten, dass es im Vergleich zum Vorjahr unverändert bleibt. Fast die Hälfte und damit die grosse Mehrheit (47 Prozent) rechnet jedoch damit, dass das Kommunikationsbudget stark schrumpfen wird.

Als häufigsten Grund für das sinkende Budget nennen 84 Prozent der Kommunikatorinnen und Kommunikatoren unternehmensweite Sparmassnahmen. Mit grossem Abstand folgen Budgetverschiebungen in andere Unternehmensbereiche (37 Prozent), Effizienzsteigerungen durch technische Hilfsmittel wie zum Beispiel KI-Systeme (35 Prozent) und Investitionen in kostengünstigere Kommunikationskanäle (28 Prozent). 24 Prozent geben an, einen geringeren Bedarf an externer PR-Unterstützung zu haben.

Nachrangig genannt werden eine unzureichende Messbarkeit von PR (16 Prozent), eine geringere Bedeutung von Kommunikation (12 Prozent) sowie die Reduzierung von Kommunikationsaktivitäten aufgrund eines geringeren Kommunikationsbedarfs (5 Prozent).

Optimistischer Blick auf die Geschäftsentwicklung

Trotz wachsender Unsicherheit und sinkender Budgets blickt die Mehrheit der Befragten optimistisch auf das Geschäftsjahr 2026. Ein knappes Drittel schätzt die allgemeine Geschäftsentwicklung des eigenen Unternehmens als sehr beziehungsweise eher gut (31 Prozent) ein, der Grossteil von 41 Prozent immerhin als zufriedenstellend. Demgegenüber steht ein knappes Viertel (24 Prozent), das von einer sehr beziehungsweise eher schlechten Geschäftsentwicklung ausgeht.

Positive Karriereaussichten

Auch die persönlichen Karriereaussichten werden überwiegend optimistisch eingeschätzt: 36 Prozent gehen davon aus, dass sich ihre berufliche Situation im Jahr 2026 eindeutig beziehungsweise eher verbessern wird. 34 Prozent erwarten keine Veränderungen. Im Vergleich dazu schätzen 22 Prozent ihre Jobaussichten eher schlechter ein und 7 Prozent sogar eindeutig schlechter.

Über den PR-Trendmonitor

Der PR-Trendmonitor ist eine Online-Umfrage der dpa-Tochter News Aktuell und der Kommunikationsagentur P.E.R. Agency. Befragt werden regelmässig Kommunikationsprofis aus Unternehmen, Organisationen und PR-Agenturen in der Schweiz und Deutschland. Die Umfrageergebnisse geben fundierte Einblicke in Trends, Herausforderungen und Entwicklungen, die sich in der Kommunikationsbranche abzeichnen. Die Studien erscheinen seit über 20 Jahren und haben sich als wichtiger Indikator für die PR-Branche etabliert. Die diesjährige Online-Befragung fand im Februar 2026 statt.

Motorfahrzeugversicherungen: Prämien steigen um 20 Prozent

Die Prämien für Motorfahrzeugversicherungen sind innert fünf Jahren um rund 20 Prozent gestiegen und zählen damit zu den grössten Kostentreibern im Bereich Wohnen und Mobilität. Gemäss dem aktuellen Comparis-Womo-Preisindex führen teurere Ersatzteile und komplexere Reparaturen zu diesem massiven Anstieg.

Der Womo-Preisindex zeigt abgeschwächte Teuerung. Quelle: zvg

Laut dem Comparis-Womo-Preisindex in Zusammenarbeit mit dem KOF-Institut der ETH Zürich sind im Februar 2026 die Preise für Wohnen und Mobilität in der Schweiz im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,2 Prozent gestiegen. Während viele Preise zuletzt stabil blieben oder sanken, gehört die Motorfahrzeugversicherung zu den wenigen Bereichen mit massiven Verteuerungen.

Elektronik in Neuwagen treibt Kosten

Die Motorfahrzeugversicherung hat sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,4 Prozent erhöht. In den letzten fünf Jahren betrug der Anstieg sogar 18,9 Prozent. «Mehr teure Elektronik in Neuwagen führte zu aufwändigeren Reparaturen und teureren Ersatzteilen – und damit zu einem starken Prämienanstieg», erklärt Comparis-Finanzexperte Dirk Renkert. Besonders Rückspiegel mit Sensoren und Kameras, LED-Scheinwerfer sowie die Kalibrierung von Assistenzsystemen verteuern die Reparaturen.

Die hohen Anstiege bei der Motorfahrzeugversicherung werden mit gestiegenen Kosten für Ersatzteile und Reparaturen begründet. Ersatzteile sind mit plus 19,1 Prozent in den letzten fünf Jahren besonders stark gestiegen. Auch Service- und Reparaturarbeiten für Motorfahrzeuge haben sich um 8,1 Prozent verteuert. Zusätzlich führte die Zunahme von Schadensfällen wie Hagelschäden zu höheren Kosten.

Die Preisentwicklung wichtiger Konsumgüter über 20 Jahre. Quelle: zvg

Wohnungsmieten steigen überdurchschnittlich

Der Womo-Preisindex lag in den letzten fünf Jahren insgesamt bei 10,3 Prozent. Zum Vergleich: Der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) erhöhte sich in dieser Zeit um 7,3 Prozent. Die Wohnungsmieten als grösster Ausgabeposten haben sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,4 Prozent erhöht.

«Der überdurchschnittlich starke Anstieg der Wohnungsmieten hält unvermindert an. Das ist besonders für einkommensschwache Haushalte bitter, da die Wohnungsmiete den grössten Budgetposten darstellt», sagt Renkert.

Zu den Produkten, die sich in den letzten fünf Jahren am stärksten verteuert haben, zählen Energie zum Heizen (Gas, Heizöl, Brennholz und Fernwärme) mit plus 41,2 Prozent und Elektrizität mit plus 34,1 Prozent.

Treibstoffpreise sinken deutlich

Nicht alle Preise entwickelten sich nach oben. Gemäss der Comparis-Analyse sind die Treibstoffpreise im Vorjahresvergleich um 5,3 Prozent gesunken. Am zweitstärksten vergünstigten sich die Preise für andere Gebrauchsgüter für die Haushaltsführung mit minus 5,0 Prozent.

Zu den Gütern und Dienstleistungen, deren Preise in den letzten fünf Jahren stark gefallen sind, zählen kleine Haushaltsgeräte (minus 8,7 Prozent), motorbetriebene Werkzeuge für Haus und Garten (minus 7,9 Prozent) sowie Fahrräder und Elektrofahrräder (minus 3,1 Prozent).

Einkommensschwache Haushalte besonders betroffen

Bei den Einkommensklassen zeigt sich: Das Leben hat sich im Vergleich zum Vorjahr für die tiefste Einkommensklasse am stärksten verteuert. Der Womo-Preisindex ist für diese Klasse um 0,4 Prozent gestiegen. Am wenigsten von der Teuerung betroffen war die höchste Einkommensklasse mit einem Anstieg von 0,1 Prozent.

Nach Haushaltstypen unterschieden, erlebten Einpersonenhaushalte ab 65 Jahren in den letzten zwölf Monaten die höchste Teuerung bei Wohnen und Mobilität mit einer Teuerungsrate von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Tipps für Versicherungskunden

Wer eine höhere Rechnung für die Motorfahrzeugversicherung erhält, sollte die Anpassung nicht einfach akzeptieren. Bei einer Prämienerhöhung besteht ein ausserordentliches Kündigungsrecht, das einen unkomplizierten Anbieterwechsel ermöglicht.

Die Unterschiede im Markt sind gross. Ein Vergleich zeigt, ob man für ähnliche Leistungen zu viel bezahlt oder ob bessere Deckungen möglich sind. Wer seit vielen Jahren beim gleichen Anbieter ist, sollte besonders aufmerksam sein. Treue wird im Versicherungsmarkt nicht automatisch belohnt.

Mit der fortschreitenden technologischen Entwicklung bei Neuwagen werden zunehmend auch Fahrzeughaltende älterer Modelle zur Kasse gebeten, warnt Renkert.

Quelle: www.comparis.ch

Culture Amp launcht Performance Culture Quadrant

Culture Amp hat ein neues Analysemodell für die Messung von Engagement und Leistung in Unternehmen vorgestellt. Der Performance Culture Quadrant (PCQ) ist ein wissenschaftsbasiertes Diagnosetool, das Employee Engagement mit dem Vertrauen in die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens verknüpft und konkrete Massnahmen für Führungskräfte liefert.

KI-Coach interpretiert Ergebnisse für verbesserte Unternehmenskultur. Quelle: zvg

Culture Amp, eine führende Plattform für Employee Experience, hat ein neues Analysemodell für die Messung von Engagement und Leistung in Unternehmen vorgestellt. Der Performance Culture Quadrant (PCQ) ist ein wissenschaftsbasiertes Diagnosetool, das grundlegend verändert, wie Unternehmen eine leistungsstarke Kultur gestalten und umsetzen können.

Aufbauend auf der mehr als 15-jährigen Forschung von Culture Amp im Bereich People Science und unter Einsatz von KI bietet der Performance Culture Quadrant eine datengestützte Visualisierung des jeweiligen Kulturtypus eines Unternehmens. Das Tool unterscheidet vier Kulturtypen: Peak Performance (Spitzenleistung) ist geprägt durch hohes Mitarbeitenden-Engagement und hohes Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des Unternehmens. Engaged Skepticism (Konstruktive Skepsis) zeichnet sich durch hohes Mitarbeitenden-Engagement und geringes Leistungsvertrauen aus. Der Typus Strained (Angespannt) ist charakterisiert durch geringes Mitarbeitenden-Engagement und hohes Leistungsvertrauen. Disconnected (Entkoppelt) schliesslich ist geprägt durch geringes Mitarbeitenden-Engagement und geringes Leistungsvertrauen.

Integration mit KI-Coach für konkrete Massnahmen

Um den Schritt von der Diagnose zur tatsächlichen Wirkung zu vollziehen, ist der PCQ mit dem leistungsstarken AI Coach von Culture Amp integriert. Das bereits 2025 eingeführte KI-Tool bietet personalisiertes, kontextbezogenes und wissenschaftlich fundiertes Coaching über eine leistungsstarke, dialogorientierte KI-Schnittstelle. Durch die Integration von PCQ in AI Coach werden Unternehmen bei der Interpretation der Ergebnisse unterstützt, die sie im Rahmen von Mitarbeiterbefragungen erhalten.

Zudem lassen sich konkrete Wachstumsbereiche identifizieren, wie beispielsweise ein gemeinsames Strategieverständnis im Unternehmen zu fördern oder eine stärkere Kultur der Teamverantwortung aufzubauen. Auf Basis des ermittelten Kulturtyps erstellt der AI Coach personalisierte Massnahmenpläne, mit denen Unternehmen ihre Kultur gezielt weiterentwickeln können. So lässt sich nachhaltige Spitzenleistung freisetzen und der Geschäftserfolg steigern, ohne dabei das Engagement der Mitarbeitenden oder eine erhöhte Fluktuation zu riskieren.

Vier zentrale Unterstützungsbereiche

Der Performance Culture Quadrant unterstützt Unternehmen bei mehreren Schritten: Er verknüpft Unternehmenskultur und Geschäftserfolg, indem die Stimmung unter den Mitarbeitenden zu einem messbaren Indikator für konkrete geschäftliche Erfolgsfaktoren wie Mitarbeiterbindung, Produktivität und betriebliche Effizienz wird. Zudem hilft er, die eigene Leistungskultur zu verstehen. Unternehmen erhalten Antworten auf die Frage «Verfügen wir über eine leistungsstarke Kultur?» und «Welchem Kulturtyp gehört unser Unternehmen an: Peak Performance, Engaged Skepticism, Strained oder Disconnected?»

Mit gezielten Handlungsempfehlungen können Unternehmen den Weg zur Peak Performance einschlagen. Der AI Coach von Culture Amp übersetzt die Diagnose in konkrete Aktionspläne und begleitet Unternehmen individuell auf ihrem Weg zu einer Kultur der Spitzenleistung. Der Fokus liegt dabei auf dem wirkungsstärksten Hebel für den jeweiligen Kulturtyp. Die demografische Auswertungsfunktion von Culture Amp zeigt jeder Führungskraft zudem genau, wie sie ihren Verantwortungsbereich gezielt in Richtung Spitzenleistung entwickeln kann.

Kultur als strategischer Schlüssel

«Führungskräfte weltweit stehen zunehmend unter Druck, den ROI von Personalinvestitionen nachzuweisen. Viele reagieren darauf, indem sie Unternehmenskultur und Leistung als Entweder-oder-Entscheidung behandeln», sagt Caroline Rawlinson, CEO bei Culture Amp. «Dabei sind Kultur und High Performance eng miteinander verbunden, denn Kultur ist die Grundlage für alle Aspekte der Unternehmensleistung, in denen Menschen eine Rolle spielen. Kultur ist das grundlegende Betriebssystem eines Unternehmens. Sie bestimmt, wie Entscheidungen getroffen werden, welche Verhaltensweisen gefördert werden und letztlich, wie Menschen Leistung erbringen.»

Unternehmenskultur zu bewahren und in sie zu investieren sei der strategische Schlüssel zu nachhaltiger Spitzenleistung, so Rawlinson weiter. Auf diese Weise schaffen Unternehmen die Voraussetzungen, unter denen Teams dauerhaft ihr Bestes geben und messbare wirtschaftliche Erträge erzielen können.

Culture Amp unterstützt 25 Millionen Mitarbeitende in über 6800 Unternehmen – darunter Canva, Asana, McDonald’s und Nasdaq – dabei, eine leistungsstarke Unternehmenskultur in einer sich rasant weiterentwickelnden Arbeitswelt aktiv zu gestalten. Die Plattform bündelt Daten zu Mitarbeiterengagement, Leistung, Mitarbeitererfahrung und Unternehmenskultur in einer einzigen Lösung.

Weitere Informationen: www.cultureamp.com/platform/engage/performance-culture-quadrant

Experte: Unternehmen brauchen mehr Sales Leadership

«Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten spielt der Vertrieb eine Schlüsselrolle für den unternehmerischen Erfolg», sagt Interim Manager Eckhart Hilgenstock. Dennoch werden im Mittelstand Umsatzpotenziale durch mangelnde Führung beim Business Development vernachlässigt. In allen seinen Einsätzen gelang es, den Umsatz um 20 Prozent oder mehr zu steigern.

Eckhart Hilgenstock: Sales Leadership als Umsatzhebel Nummer 1. Quelle: zvg

«Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, wie wir sie derzeit erleben, spielt der Vertrieb eine Schlüsselrolle für den unternehmerischen Erfolg», sagt der Interim Manager Eckhart Hilgenstock. Dennoch werden in weiten Teilen des Mittelstands Umsatzpotenziale durch mangelnde Führung beim Business Development vernachlässigt, weiss der Sales-Profi aus Erfahrungen beim Einsatz in mittelständischen Firmen. «In allen Fällen ist es gelungen, den Umsatz um 20 Prozent oder mehr zu steigern», berichtet er aus seiner persönlichen Praxis als Führungskraft auf Zeit.

Der häufigste Fehler nach seiner Beobachtung: Die Firmen setzen KI im Vertrieb ein und erwarten sich daraus automatisch mehr Umsatz. Eckhart Hilgenstock stellt klar: «Umsatz entsteht durch Führung, KI ist nur ein Werkzeug zur Analyse und Beschleunigung.» Er sagt: «Der Umsatzhebel Nummer 1 ist nicht Künstliche Intelligenz per se, sondern Sales Leadership gepaart mit KI. Hinzu kommt eine urmenschliche Komponente, nämlich Vertrauen. Bei aller Technologiefreudigkeit dürfen wir nie vergessen, dass Umsatz durch Menschen entsteht, denen Kunden Vertrauen entgegenbringen.»

Fokussierung als Grundlage für Wachstum

An zweiter Stelle auf der Fehlerliste beim Business Development sieht der Vertriebsexperte die mangelnde Fokussierung der Unternehmen. «Viele Firmen behandeln alle Kunden gleich, und das ist ein grosses Manko», sagt Eckhart Hilgenstock. Er verweist auf das Pareto-Prinzip, wonach rund 80 Prozent des Umsatzes und vor allem der Gewinnmarge von etwa 20 Prozent der Kundschaft eingespielt wird. «Die Zahlen sind bei jedem Unternehmen etwas anders, das Grundprinzip gilt immer», ist seine Erfahrung. Er stellt zugleich klar: «Es gibt auch ungesunde Pareto-Verhältnisse.» So entfalle in der Industrie teilweise bis zur Hälfte des Umsatzes auf nicht einmal fünf Prozent der Kunden. «Das stellt ein zu hohes Klumpenrisiko dar», warnt der Interim Manager. Er verweist beispielhaft auf die Automobil-Zulieferindustrie, in der eine solche Ausrichtung auf einige wenige Grosskunden nicht unüblich ist. «Diese Firmen leiden massiv unter der Absatzschwäche der Autohersteller», weiss er aus Projekteinsätzen. Sein Ratschlag: «Unternehmen, die ein solches Klumpenrisiko im Kundenkreis haben, sollten ihr Business Development vor allem auf neue Märkte richten.»

Priorisierung ist eine native Führungsfunktion

Bei der Fokussierung auf profitable Kundengruppen oder neue Märkte spielt Künstliche Intelligenz eine Schlüsselrolle. Wenn es darum geht, margenstarke Segmente zu identifizieren, ordnet der Interim Manager die Rolle der KI im Vertriebsprozess ein. «Die datenbasierte Segmentierung und Potenzialanalyse gehört im Grunde zum Einmaleins beim modernen Business Development, wird aber von vielen mittelständischen Unternehmen sträflich vernachlässigt», wundert sich Eckhart Hilgenstock. Die Folge: Vertriebsteams verteilen ihre Ressourcen oft gleichmässig auf alle Marktsegmente, «mit entsprechend schwacher Marge». Umgekehrt führt die «gezielte Allokation von Vertriebsressourcen zu höherer Profitabilität bei gleichem Einsatz», weiss er aus der Praxis. Eckhart Hilgenstock: «Priorisierung ist eine native Führungsfunktion, die jeder Vertriebsverantwortliche beherrschen sollte. Dazu gehört neben der Markt- und Kundensegmentierung auch die Unterscheidung zwischen ‹dringend› und ‹wichtig›, weil dies oft die Trennlinie zwischen blosser Beschäftigung und tatsächlicher Produktivität markiert. All dies sind Managementaufgaben, die die KI nicht abnehmen kann.»

Firmen verkennen Wachstumspotenzial von Bestandskunden

Ein weiterer häufig anzutreffender Fehler laut Eckhart Hilgenstock: Die Unternehmen vernachlässigen ihre Bestandskundschaft als Wachstumsmotor. «Cross- und Upselling sind ein völlig unterschätzter Hebel für mehr Umsatz und mehr Gewinn», sagt er, «bestehende Kunden sind der beste Wachstumstreiber.»

Auch hierbei kann Künstliche Intelligenz eine Schlüsselrolle spielen, indem sie Kauftrigger und Bedarfsfenster erkennt. Hierzu werden KI-Modelle zur Kaufwahrscheinlichkeit genutzt. Vereinfacht gesagt wird dabei dem Kunden immer dasjenige Produkt angeboten, für das er sich mit höchster Wahrscheinlichkeit entscheiden wird («Next Best Offer»). Studien zeigen, dass Bestandskunden im Durchschnitt eine fünf- bis siebenmal höhere Abschlusswahrscheinlichkeit aufweisen als Neukunden. «Systematisierung statt Zufall ist der Schlüssel zum Erfolg beim Wachstum im Bestandskundengeschäft», sagt der Sales-Experte.

Was viele Firmen nach seiner Erfahrung übersehen: Die Grundlage für Wachstum im Bestand ist oftmals schon im CRM-System vorhanden. «Für alle aktuellen Programme zum Customer Relationship Management gibt es mittlerweile zahlreiche KI-Features, um den vorhandenen Datenbestand auszuwerten», regt der Vertriebsfachmann die Nutzung dieser Funktionen an. Cross-/Upselling-Empfehlungen, Next-Best-Action-Vorschläge und Churn-Vorhersagen (Absprungwahrscheinlichkeit von Bestandskunden) gehörten zum Standardrepertoire moderner KI/CRM-Kombinationen.

Eckhart Hilgenstock hat bei seinen Firmeneinsätzen die Erfahrung gemacht: «Wenn ich dem Vertriebsteam das Potenzial im CRM-System verdeutliche, das mit KI gehoben werden kann, werden in der Regel die Augen ganz gross. Sobald klar wird, wie sich KI für den eigenen Erfolg nutzen lässt, ist die Begeisterung riesig. Diesen Enthusiasmus auszulösen ist im Grunde eine klassische Managementaufgabe.»

Sales-Pipeline statt Bauchgefühl für präzisere Planung

«Umsatz ist planbar», erklärt Eckhart Hilgenstock, «aber nicht mit Bauchgefühl, sondern mit präziser Pipeline-Steuerung.» Aus der Betriebspraxis weiss er, dass Umsatzprognosen häufig eher einem Wunschdenken entspringen als auf realitätsnahen Annahmen zu basieren. «Viele Forecasts entstehen unter Druck und werden nach oben getrieben, um der Erwartungshaltung zunächst gerecht zu werden», sagt er, «aber sobald klar wird, dass die Prognosen unerreichbar bleiben, verschärft sich die Situation umso drastischer.» Er verweist auf Studien, wonach rund 80 Prozent der Unternehmen ihre Umsatzprognosen um bis zu 30 Prozent verfehlen. Als Abhilfe rät der Vertriebsprofi zu KI-basiertem Predictive Sales Forecasting. Hierbei werden die realen Leads aus der Sales-Pipeline durch Künstliche Intelligenz analysiert, um Abschlusswahrscheinlichkeiten zu bewerten und Risiko-Deals frühzeitig zu erkennen. Die Folge: optimierte Ressourcenplanung, bessere Forecast-Qualität und eine höhere Abschlussquote durch realitätsnahe Priorisierung.

Lead-Qualifizierung oft unzureichend

Als ein weiteres häufig anzutreffendes Manko beim Business Development hat Eckhart Hilgenstock eine unzureichende Lead-Qualifizierung ausgemacht. «Der Vertrieb verschwendet oftmals viel zu viel Zeit mit falschen Leads, statt sich auf Deals mit einer echten Chance zu fokussieren», hat er festgestellt. Auch hierbei kann KI eine Schlüsselrolle zur Verbesserung der Conversion Rate, also zur Konvertierung von Sales Leads in tatsächliche Kunden, spielen, etwa durch Lead Scoring und Intent Data.

Beim Scoring wird die Abschlusswahrscheinlichkeit anhand von Faktoren wie Demografie (etwa Unternehmen und Position) und Verhalten (beispielsweise Website-Besuche oder Downloads) bewertet. Intent Data, meist im B-to-B-Bereich genutzt, zeigt auf, wer aktiv recherchiert und ermöglicht damit die Ansprache von Firmen mit aktuellen Kaufabsichten. Die sozialen Netzwerke liefern in den meisten Fällen zahlreiche Verhaltenssignale, die Rückschlüsse auf thematische Interessen, Entscheidungsnähe und konkrete Problemlagen zulassen.

«Das Spektrum der heute für vergleichsweise kleines Geld verfügbaren Möglichkeiten im Business Development ist breit, aber die meisten Unternehmen verharren in ihren herkömmlichen Vertriebswegen», wundert sich Eckhart Hilgenstock. Er empfiehlt «mehr Führungskraft und mehr Entscheidungsfreude, neue Wege auszuprobieren». Künstliche Intelligenz stellt dabei nach seiner Erfahrung einen Schlüssel zu mehr Erfolg dar. «Aber letztlich entsteht Umsatz nicht durch Technologie, sondern durch deren konsequente Umsetzung», sagt er, «KI beschleunigt, aber sie ersetzt keine Führung.»

Eckhart Hilgenstock zählt zu den meistgefragten Interim Managern in Deutschland. Unternehmen holen ihn regelmässig als Führungskraft auf Zeit in den Betrieb, wenn es um die Themen profitables Wachstum und Vertrieb sowie Digitalisierung und den KI-Einsatz in Organisationen geht. «Eckhart Hilgenstock gilt als Vorzeigetyp der Branche», schrieb die WirtschaftsWoche über ihn. Seine Erfahrungen hat er unter anderem gesammelt als General Manager EMEA Sales Global Accounts bei Microsoft sowie zuvor als Managing Director DACH bei Lotus Development und IBM Deutschland. Eckhart Hilgenstock ist Mitglied im Diplomatic Council, einer globalen Denkfabrik mit Beraterstatus bei den Vereinten Nationen (UN) und Autor des Buches «KI-Einsatz in Unternehmen: Chancen, Risiken, Erfolge» (ISBN 978-3-98674-114-3), das im Verlag des Think Tank erschienen ist. Er gehört zum kleinen Kreis der Verfasser des vielbeachteten «United Interim Wirtschaftsreport 2025». Die Diplomatic Council Future Academy hat ihm den Titel «Top Interim Manager 2025/26» verliehen.

https://hilgenstock-hamburg.de

Peter Gassmann verlässt Abraxas

Peter Gassmann, Geschäftsleitungsmitglied und Leiter des Bereichs Solution Engineering bei Abraxas, verlässt das Unternehmen per Ende Juli 2026. Er wechselt in die Finanzbranche. Unter seiner Führung hat sich die Zahl der Mitarbeitenden im strategisch wichtigen Bereich auf rund 110 verdoppelt.

Peter Gassmann von Abraxas setzt auf Innovation. Quelle: zvg

Per 31. Juli 2026 wird Peter Gassmann, derzeit Leiter des Bereichs Solution Engineering (SOE) und Mitglied der Geschäftsleitung von Abraxas, das Unternehmen verlassen. Er wird eine neue Herausforderung in der Finanzbranche annehmen. Seit April 2020 leitet Gassmann die Softwareentwicklung bei Abraxas und ist seit 2022 Mitglied der Geschäftsleitung.

Starke Entwicklung unter Gassmanns Leitung

«Ich bedaure Peter Gassmanns Entscheid sehr», kommentiert CEO Reto Gutmann den angekündigten Abgang seines Geschäftsleitungskollegen. «Der Bereich SOE hat sich unter der Leitung von Peter Gassmann stark entwickelt und präsentiert sich heute gut aufgestellt für aktuelle und künftige strategische Schlüsselaufgaben von Abraxas.»

Die Zahl der Mitarbeitenden im Bereich SOE hat sich unter Peter Gassmanns Leitung auf rund 110 Mitarbeitende verdoppelt. Neben Themen wie Software Security und Querschnittsservices hat dieser Bereich unter anderem die Entwicklung von KI-Anwendungen und entsprechenden massgeschneiderten Angeboten für die öffentliche Hand im Fokus.

Nachfolgesuche läuft an

Bis zu seinem Branchenwechsel wird Peter Gassmann gemeinsam mit seinem Führungsteam Kontinuität gewährleisten und eine reibungslose Übergabe der Leitung des für Abraxas strategisch immer bedeutenderen Bereichs in neue Hände vorbereiten. «Wir gehen die Wiederbesetzung dieser für uns so wichtigen Position mit der gebotenen Sorgfalt und Gründlichkeit an», betont CEO Gutmann. Die Suche nach einer geeigneten Nachfolge startet in den kommenden Tagen.

Die Abraxas Informatik mit Hauptsitz in St. Gallen beschäftigt rund 1000 Mitarbeitende in allen Sprachregionen. Das Unternehmen ist die grösste Anbieterin durchgängiger IT-Lösungen für die öffentliche Hand in der Schweiz und vernetzt Schweizer Verwaltungen, Behörden, Unternehmen und die Bevölkerung mit effizienten, sicheren und durchgängigen IT-Lösungen und Dienstleistungen.

https://www.abraxas.ch

42 Schweizer Berufstalente an den WorldSkills 2026 in Shanghai

Vom 22. bis 27. September 2026 finden in Shanghai die WorldSkills statt. 42 junge Schweizerinnen und Schweizer treten in 38 Skills gegen rund 1’400 Teilnehmende aus über 60 Ländern an. Mit rund 1’000 Trainingsstunden pro Talent bereitet sich das SwissSkills National Team intensiv auf den internationalen Vergleich vor.

42 junge Schweizer Berufstalente werden sich nun für ihren Auftritt an den WorldSkills 2026 in Shanghai vorbereiten. (Quelle: SwissSkills)

In sechs Monaten blickt die Schweiz gespannt nach China. Vom 22. bis 27. September 2026 finden in Shanghai die WorldSkills statt, die grössten Berufsmeisterschaften der Welt. 42 junge Schweizerinnen und Schweizer vertreten ihr Land in 38 Skills gegen rund 1’400 Teilnehmende aus über 60 Ländern. Das SwissSkills National Team hat sich seit der Selektion intensiv auf diesen internationalen Vergleich vorbereitet – mit dem klaren Ziel, erneut eine Top-3-Platzierung in der Nationenwertung zu erreichen.

Schweizer Vielfalt in 38 Disziplinen

Den 42 jungen Berufstalenten steht der Wettkampf ihres Lebens bevor. Sie vertreten nicht nur ihr Land, sondern auch ihren Beruf und ihre Leidenschaft. Von Floristik über Cyber Security bis zu Automobil Mechatronik, Polymechanik, Bekleidungsgestaltung oder Hotel Reception – insgesamt stehen 64 Wettkämpfe auf dem Programm. Die WorldSkills gelten als grösster internationaler Vergleich im Bereich der Berufsbildung. Für die Schweiz ist dies eine einzigartige Gelegenheit, die Stärke des dualen Bildungssystems sichtbar zu machen und den Berufsnachwuchs ins Rampenlicht zu stellen.

1’000 Stunden Training für die Weltspitze

Bis zum internationalen Wettbewerb im September absolvieren die jungen Profis ein intensives Trainingsprogramm. In den kommenden Monaten investieren sie mit Unterstützung ihrer Expertinnen und Experten, der Berufsverbände, der Arbeitgebenden und der Teamleader rund 1’000 Stunden in ihre Vorbereitung. Neben fachlicher Perfektion stehen mentale Stärke, Teamgeist und Durchhaltevermögen im Fokus. Mehrere gemeinsame Weekends stärken zudem den Zusammenhalt im Team. Das Ziel ist klar: Die Schweiz soll auch in Shanghai zu den erfolgreichsten Nationen gehören und zugleich den Titel als bestes europäisches Land verteidigen.

Botschafterinnen und Botschafter der Berufsbildung

Das SwissSkills National Team ist mehr als eine Auswahl von Wettkämpfenden. Die jungen Talente sind Botschafterinnen und Botschafter ihrer Berufe. Mit ihrem Engagement inspirieren sie Jugendliche, eine Berufslehre zu machen und ihr Talent auszuschöpfen. Ihre Geschichten zeigen, dass berufliche Exzellenz und Leidenschaft zu etwas ganz Grossem führen kann.

Weitere Informationen: https://www.swiss-skills.ch

Storytelling schlägt KI in der internen Kommunikation

Während Unternehmen massiv in KI-Tools investieren, übersehen sie einen entscheidenden Effizienzfresser: eine interne Kommunikation, die zwar sendet, aber nicht erreicht. Studien zeigen, dass Storytelling Teams bis zu 23 Prozent profitabler macht.

Kreativer Austausch führt zu Innovationen. Quelle: zvg

Der aktuelle Produktivitätswettkampf wird oft an der Tech-Front geführt. Doch während Unternehmen massiv in KI-Tools investieren, um Workflows zu automatisieren, übersehen sie den grössten Effizienzfresser: eine interne Kommunikation, die zwar sendet, aber nicht erreicht. Wenn Mitarbeitende Prioritäten nicht verstehen oder den Sinn ihrer Arbeit aus den Augen verlieren, sinkt die Leistung – egal wie schnell die IT ist.

Die Psychologie hinter der Effizienz

Psychologisch betrachtet ist Storytelling das effizienteste Betriebssystem für das menschliche Gehirn. Forschende nennen das «Narrative Transportation»: Wir merken uns Inhalte besser und handeln entschlossener, wenn wir sie fühlen, statt sie nur abstrakt zu verarbeiten.

Ein Beispiel aus der Praxis: Die Ansage «Wir müssen Prozesse optimieren» löst selten Begeisterung aus. Wenn eine Führungskraft jedoch erzählt: «Neulich habe ich mit Anna aus dem Kundenservice gesprochen; sie verbringt jeden Tag zwei Stunden mit redundanter Dateneingabe, die wir ihr jetzt ersparen wollen», wird das Ziel greifbar. Storytelling spart so endlose Erklärungen und Rückfragen – und damit wertvolle Zeit.

Die harten Zahlen: 23 Prozent mehr Profitabilität

Storytelling ist kein «Soft Skill», sondern ein harter Wirtschaftsfaktor. Untersuchungen von Gallup zeigen, dass Teams mit hohem Engagement bis zu 18 Prozent produktiver und 23 Prozent profitabler sind. Der Schlüssel liegt im «Purpose zum Anfassen», wie ihn etwa die Heizungsfirma Viessmann vorlebt: «We co-create living spaces for generations to come.» Dieser Satz wird vom Monteur bis zum Entwickler konsequent in Geschichten übersetzt und im Alltag verankert.

Best Practices: Wie die Marktführer intern erzählen

Microsoft-CEO Satya Nadella transformierte eine ganze Konzernkultur mit der simplen Metapher vom «Know-it-all» (Besserwisser) zum «Learn-it-all» (Lernwilligen). DB Systel, die IT-Tochter der Bahn, begleitete ihre Transformation weg von Hierarchien nicht mit Change-Folien, sondern mit offenen Lernerzählungen aus «Working out Loud»-Kreisen. Siemens schuf mit der «Ownership Culture» eine Identität, in der sich Mitarbeitende als Miteigentümer fühlen – eine Erzählung, die Verantwortung und Stolz weckt.

Fünf Impulse für eine produktivere Kommunikation

Wie lässt sich Storytelling sofort in den Führungsalltag integrieren? Zunächst gilt es, die vier Kernfragen zu klären: Wer sind wir? Warum jetzt? Was wollen wir erreichen? Was heisst das für mich? Anstelle leerer Worthülsen wie «Innovation» sollten greifbare Bilder genutzt werden – konkrete Beispiele aus dem Arbeitsalltag.

Wiederholung ist wichtiger als Informationsflut: Eine Story wirkt erst, wenn sie so oft erzählt wird, dass Mitarbeitende sie selbstständig weitererzählen können. Eine offene Fehlerkultur, in der auch Geschichten über gescheiterte Ansätze erzählt werden, stärkt das Vertrauen und beschleunigt Lernprozesse massiv. Kurze Geschichten gehören in jedes All-Hands und jedes Teammeeting, nicht nur in den Jahresbericht.

Effizienz durch Empathie

Wer im Zeitalter der KI-gesteuerten Massenkommunikation bestehen will, muss Strategien so verpacken, dass sie im Gedächtnis bleiben. Wahre Produktivität entsteht nicht durch die Menge der versendeten Informationen, sondern durch die Klarheit der gemeinsamen Erzählung.

 

Quelle/Autorin

Miriam Schwellnus ist Gründerin und Geschäftsführerin der Berliner Agentur Mashup Communications. Als Autorin des Bestsellers «Storytelling für Unternehmen» vereint sie seit knapp 20 Jahren moderne Public Relations mit fundiertem Content Marketing und narrativen Strategien. Weitere Informationen unter www.mashup-communications.de.

Gislerprotokoll-Analyse 2025: Keine Rückkehr zu Rollenbildern der 50er Jahre

Das Gislerprotokoll hat seine jährliche Stereotypen-Analyse für 2025 veröffentlicht. Die zentrale Frage: Ist die Schweizer Werbung nach einem möglichen Woke Backlash zu traditionellen Rollenbildern der 50er Jahre zurückgekehrt? Die Analyse liefert Antworten zur aktuellen Darstellung von Geschlechterrollen in der Schweizer Werbebranche.

Gislerprotokoll präsentiert Stereotypen-Analyse 2025. Quelle: zvg

Das Gislerprotokoll hat seine jährliche Stereotypen-Analyse für das Jahr 2025 vorgelegt. Im Zentrum der Untersuchung stand die Frage, ob sich in der Schweizer Werbelandschaft ein sogenannter Woke Backlash bemerkbar macht und ob die Branche möglicherweise zu traditionellen Rollenbildern der 1950er Jahre zurückgekehrt ist.

Die Antwort fällt klar aus: „2025 waren 87 Prozent der analysierten Spots frei von Gender-Stereotypen – ein Prozentpunkt mehr als im Vorjahr. Von einem Backlash war in der Schweizer Werbung also (noch) nichts zu spüren“, sagt Nina Bieli, Co-Initiantin und Vereinspräsidentin des Gislerprotokolls.

Männer kümmern sich, Frauen erklären die Welt

Die beliebtesten Rollenbilder blieben, wie in den Vorjahren, der «Funny Guy» und die «Kümmerin». Doch beim Thema Fürsorge zeichnet sich eine bemerkenswerte Verschiebung ab: In 17 Spots übernahmen Männer Aufgaben rund um Haushalt, Kinder oder Angehörige – und überholten damit die 10 Frauen, die in fürsorglichen Rollen zu sehen waren. Umgekehrt verhält es sich bei erklärenden Rollen: Gleich 21 Expertinnen übernahmen 2025 das Erklären – ein Bereich, der lange als männlich dominiert galt. Nur zwei Männer durften in den analysierten Spots dasselbe tun.

Dennoch halten sich einige Klischees hartnäckig: „Wir sehen nach wie vor kaum Frauen in humorvollen Rollen und kaum Männer, die etwas genießen, zum Beispiel Schokolade“, so Bieli. Manche Bastionen traditioneller Geschlechterbilder halten sich offenbar hartnäckiger als andere.

Kleine Fortschritte, grosse Lücken

Auch 2025 untersuchte das Gislerprotokoll Schweizer Bewegtbildwerbungen nicht nur auf Gender-Stereotype, sondern auf ein breites Spektrum an Diversitätsdimensionen – quantitativ wie qualitativ.

Sexuelle Identität und Orientierung

Dreimal kam eine Person vor, die optisch nicht geschlechterbinären Vorstellungen entspricht – jeweils als Teil eines grossen Casts, der verschiedene Alltagssituationen zeigte, nie in einer Hauptrolle. Im Vergleich zum Vorjahr (zwei Spots, eine Hauptrolle) hat sich kaum etwas verändert.

Statistische Einordnung:
Gemäss einer Studie des Umfrageinstituts Ipsos identifizieren sich 6 % der Schweizer Bevölkerung als transgender, non-binär, gender-fluid oder anders als männlich oder weiblich. Mit drei Spots (entspricht 0,9 % der analysierten Spots) ist eine angemessene Repräsentation genderqueerer Personen in der Schweizer Werbung nicht gegeben.

Sechs homosexuelle Paarsituationen wurden gezeigt. Bei keinem der Spots ging es thematisch um Homosexualität. Vielmehr waren die Paare Teil eines breiten Casts, der Alltagssituationen abbildete. Heterosexuelle Paarsituationen wurden 59-mal gezeigt.

Statistische Einordnung:
Es ist davon auszugehen, dass 3–10 % der Bevölkerung nicht heterosexuell sind. Genaue Zahlen liegen weder für die Schweiz noch global vor. Betrachtet man die Gesamtzahl der gezeigten Paarsituationen (65), entsprechen die sechs gezeigten homosexuellen Paare rund 9 % – was als repräsentativ gelten kann.

Herkunft

Nicht-weiss gelesene Personen kamen in 26 % der analysierten Spots vor (Vorjahr: 17 %).

Ein Teil dieser Personen war in Hauptrollen zu sehen. Anders als in den Vorjahren ging es dabei selten um Entwicklungshilfe oder Prominenz, sondern um alltägliche Themen wie Wohnungssuche, Mobilabos oder Wocheneinkauf.

Statistische Einordnung:
Belastbare Zahlen zum Anteil von BIPOC-Personen in der Schweiz fehlen. Bekannt ist jedoch: 41 % der Bevölkerung haben einen Migrationshintergrund. Die Repräsentation von nicht-weissen Personen hat sich sowohl quantitativ als auch qualitativ verbessert. Dennoch gibt es weiterhin Beispiele, die bewusst oder unbewusst rassifizierte Stereotype reproduzieren.

Körperliche und geistige Fähigkeiten

Personen mit sichtbarer Behinderung kamen nur in sehr wenigen Spots vor, teilweise mit direktem Themenbezug.

Statistische Einordnung:
22 % der Schweizer Bevölkerung leben mit einer Behinderung. Wie viele davon eine sichtbare Behinderung haben, ist unklar. Dennoch zeigt sich: Menschen mit Behinderungen werden in der Werbung kaum mitgedacht – weder als Protagonist:innen noch als Rezipient:innen.

Alter

Personen im höheren Alter (über 70 Jahre) kamen in rund 14 % der Spots vor – etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Ein Teil von ihnen übernahm Hauptrollen.

Sie wurden in unterschiedlichen Kontexten dargestellt und meist als lebensinteressiert, humorvoll und technisch versiert inszeniert.

Statistische Einordnung:
In der Schweiz machen über 65-Jährige 19,3 % der Bevölkerung aus. Die quantitative Repräsentation älterer Personen in der Werbung ist damit grundsätzlich gegeben.

SSP Kälteplaner regelt Nachfolge mit Management-Buy-out

Die SSP Kälteplaner aus Oensingen übergibt die Unternehmensnachfolge an ein internes Dreierteam. Nach 32 Jahren übergeben Beat und Jeannine Schmutz das Planungsunternehmen für Kältetechnik im Rahmen eines Management-Buy-outs an die langjährigen Mitarbeitenden Fabian von Allmen, Mario Bernhofen und Michael Moser.

Die bisherigen Eigentümer Beat und Jeannine Schmutz sowie die neuen Inhaber Fabian von Allmen, Mario Bernhofen und Michael Moser regeln die Unternehmensnachfolge der SSP Kälteplaner AG mittels Management-Buy-out. (Quelle: zvg)
Die bisherigen Eigentümer Beat und Jeannine Schmutz sowie die neuen Inhaber Fabian von Allmen, Mario Bernhofen und Michael Moser regeln die Unternehmensnachfolge der SSP Kälteplaner mittels Management-Buy-out. (Quelle: zvg)

Die SSP Kälteplaner aus Oensingen setzt ihre Nachfolgeregelung mit einem Management-Buy-out um. Das Schweizer Planungs- und Ingenieurunternehmen für Kältetechnik geht nach 32 Jahren unter der Leitung von Beat und Jeannine Schmutz in die Hände eines internen Dreierteams über. Die langjährigen Mitarbeitenden Fabian von Allmen, Mario Bernhofen und Michael Moser übernehmen die Verantwortung als neue Eigentümer.

Die Bekanntgabe der Nachfolgelösung erfolgte am 21. März 2026 vor rund 200 geladenen Gästen im Rahmen der Sonnwendfeier von SSP und bildete neben dem Feuerwerk einen Höhepunkt des Anlasses. Für das Unternehmen markiert die Übergabe einen wichtigen Meilenstein in seiner Geschichte.

Sorgfältig geplante Übergabe

Zukunftsorientiert, wie SSP seit jeher Kältelösungen plant, wurde auch die Nachfolgeregelung sorgfältig vorbereitet, nachhaltig aufgestellt und entlang der gelebten Unternehmenswerte realisiert. Mit der gewählten Lösung setzt SSP auf Kontinuität aus den eigenen Reihen. Die neuen Inhaber sind seit vielen Jahren im Unternehmen tätig, verfügen über breite Fachkompetenz in der Kälteplanung sowie Führungserfahrung und haben wesentlich zur technischen und unternehmerischen Entwicklung von SSP in den vergangenen Jahren beigetragen.

Fabian von Allmen übernimmt die Geschäftsleitung, Mario Bernhofen und Michael Moser sind als Mitglieder der Geschäftsleitung für die Bereiche Technik, Qualitätssicherung und Finanzen verantwortlich.

Kontinuität als zentrale Stärke

Die bisherigen Eigentümer Beat und Jeannine Schmutz bleiben weiterhin im Unternehmen tätig und begleiten die Übergangsphase – Beat Schmutz als Verwaltungsratspräsident und Mitglied der Geschäftsleitung. Jeannine Schmutz-Zäch verantwortet als Mitglied der Geschäftsleitung die Buchhaltung. Die operative Verantwortung liegt ab sofort beim neuen Inhaberteam.

«Mit dieser Nachfolgelösung sichern wir die Kontinuität und Unabhängigkeit des Unternehmens und schaffen gleichzeitig die Grundlage für eine langfristig stabile Weiterentwicklung. Es war immer unser Wunsch, die Firmennachfolge intern mit einem MBO zu lösen. Wir sind überzeugt, dass SSP mit Fabian, Mario und Michael in besten Händen ist», resümiert Beat Schmutz.

Das bestehende Mitarbeitendenteam mit seinem umfassenden Know-how und seiner breiten fachlichen Kompetenz bleibt erhalten. Für Kundinnen und Kunden sowie Geschäftspartner bedeutet dies vertraute Ansprechpersonen, Kontinuität in Qualität, Verlässlichkeit und Projektführung.

Fokus auf Dekarbonisierung und natürliche Kältemittel

Strategisch verfolgt SSP weiterhin einen klaren Kurs: Das Unternehmen wird unabhängig, nachhaltig und mit hoher fachlicher Tiefe weitergeführt. Im Zentrum stehen gesundes organisches Wachstum, langfristige Kundenbeziehungen und technische Exzellenz. Gleichzeitig werden bestehende Kompetenzen gezielt weiterentwickelt und neue Tätigkeitsfelder im Bereich Dekarbonisierung erschlossen. Dazu zählen energieeffiziente Gesamtsysteme, die konsequente Weiterentwicklung natürlicher Kältemittel sowie integrale Lösungen zur Reduktion von CO₂-Emissionen in Industrie- und Gewerbebauten.

«Die SSP zählt heute zu den bedeutendsten Planungsunternehmen für Kältetechnik. Dass wir die grössten Industriekälteanlagen der Schweiz mitplanen dürfen, verdanken wir in erster Linie dem bisherigen Inhaber Beat Schmutz. Wir übernehmen ein stark positioniertes Unternehmen mit hoher fachlicher Glaubwürdigkeit und werden alles daransetzen, diese Basis gezielt weiterzuentwickeln», fasst Fabian von Allmen, stellvertretend für das MBO-Team, das angestrebte Ziel zusammen.

Das neue Inhaberteam

Fabian von Allmen (35), Geschäftsleiter der SSP Kälteplaner, absolvierte nach seiner Ausbildung als Kältemonteur Weiterbildungen im Baumanagement und in der Betriebswirtschaft. Nach dem Bachelorabschluss in Gebäudetechnik an der Hochschule Luzern setzte er seinen beruflichen Weg seit 2017 als Projektleiter innerhalb der SSP fort. 2024 übernahm er die Position des stellvertretenden Geschäftsleiters bei SSP.

Mario Bernhofen (49), Mitglied der Geschäftsleitung der SSP Kälteplaner, studierte an der HTWK Leipzig Energietechnik, Fachrichtung TGA und schloss als Diplomingenieur ab. Seit 2011 gehört er zum Team der SSP und ist seit 2017 Mitglied der Geschäftsleitung. Der erfahrene Experte für Kälte- und Energietechnik verantwortet bei SSP die technische Leitung und die Qualitätssicherung.

Michael Moser (33), Mitglied der Geschäftsleitung der SSP Kälteplaner, ist seit 2021 als Projektleiter Kälteplanung bei SSP tätig und verantwortet die Umsetzung anspruchsvoller Projekte für die Industriekunden von SSP. Von Hause aus ursprünglich Heizungsplaner bildete sich Moser an der Höheren Fachschule Gebäudetechnik, GIBB Bern zum Techniker HF Fachrichtung Kälte weiter.

Seit 32 Jahren plant und realisiert SSP massgeschneiderte Kältelösungen für Industrie und Gewerbe – mit Fokus auf Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und technische Qualität. Daher kommen ausschliesslich natürliche Kältemittel zum Einsatz. Das Unternehmen ist bekannt für seine fachliche Tiefe, seine persönliche Betreuung und seinen Anspruch, Kältelösungen zu entwickeln, die wirklich Sinn machen.

Weitere Informationen: www.kaelteplaner.ch/

Dematic präsentiert Command Center für zentrale Lagersteuerung

Dematic stellt mit dem Command Center eine herstellerunabhängige Intelligenzplattform für den Lagerbetrieb vor. Die Lösung integriert Echtzeitüberwachung, KI-gestützte Entscheidungsunterstützung und operative Analysen in einer einzigen Benutzeroberfläche. Premiere feiert die Plattform auf der LogiMAT 2026 in Stuttgart.

Dematic Monitoring Center überwacht Logistikprozesse. Quelle: zvg

Moderne Lager erzeugen enorme Datenmengen aus Automatisierungssystemen, Warehouse-Software und Unternehmensanwendungen. Häufig sind diese Informationen jedoch auf unterschiedliche Anbieter und Monitoring-Tools verteilt, was es Lagerbetreibenden erschwert, Probleme schnell zu erkennen und die Ursachen von Leistungsabweichungen zu verstehen. Dematic, weltweit führender Anbieter intelligenter Automatisierungslösungen und Teil der Kion Group, präsentiert mit dem Dematic Command Center eine herstellerunabhängige, zentralisierte Intelligenzplattform für den Lagerbetrieb.

Die Lösung integriert Echtzeitüberwachung, KI-gestützte Entscheidungsunterstützung und operative Analysen in einer einzigen Benutzeroberfläche. Ziel ist es, Distributions- und Logistikzentren dabei zu unterstützen, komplexe Abläufe effizienter zu verstehen, zu überwachen und zu steuern.

Von Daten zu fundierten Entscheidungen

«Lagerbetreibende verfügen heute über mehr Daten als je zuvor – doch Daten allein erhöhen nicht automatisch die Leistung», sagte Chris Steiner, Senior Vice President Product Management bei Dematic. «Das Dematic Command Center bündelt Informationen aus Automatisierungslösungen, Softwaresystemen und manuellen Prozessen und schafft so eine einheitliche Ebene operativer Intelligenz für fundierte Entscheidungen. Durch die Fähigkeit, nicht nur zu erkennen, was passiert ist, sondern auch warum, können Mitarbeitende Probleme schneller lösen und ihre Abläufe auf höchstem Leistungsniveau steuern.»

Das Dematic Command Center ermöglicht Distributions- und Fulfillment-Betrieben fundierte Entscheidungen durch zentralisierte Analysen und transparente Leistungskennzahlen. Aufkommende Probleme werden frühzeitig erkannt, was die betriebliche Resilienz stärkt und die Produktivität sichert. Leistungsstörungen lassen sich schneller beheben, da die Ursachen gezielt identifiziert werden.

Optimierung durch operative Muster

Ressourcen und Workflows können durch ein besseres Verständnis operativer Muster optimiert werden, während Durchsatz und Servicelevels dank Echtzeitüberwachung und operativer Einblicke aufrechterhalten bleiben. Das Dematic Command Center vernetzt bestehende Systeme und Automatisierungstechnologien, sodass eine einheitliche Sicht auf den Betrieb entsteht – ohne dass bestehende Investitionen ersetzt werden müssen. Zudem gewährleistet die cloudbasierte Infrastruktur unternehmensweite Zuverlässigkeit und eine sichere Skalierung der Betriebsabläufe.

Erfahrung aus 9000 Projekten

Das Dematic Command Center nutzt die operativen Erkenntnisse aus weltweit über 9000 Automatisierungsprojekten. Durch diese Datenbasis erkennt das System Leistungsmuster im Lager und leitet Betreibende gezielt zu den effektivsten Massnahmen.

Während die erste Version bereits volle Transparenz und tiefe Einblicke in alle Lagerprozesse bietet, werden künftige Versionen diese Basis erweitern: Geplant sind KI-gestützte Entscheidungshilfen, eine fortgeschrittene Orchestrierung sowie digitale Zwillinge für «What-if»-Analysen. Damit erhalten Einzel- und Multi-Standort-Betriebe ein leistungsstarkes Werkzeug, um Daten direkt in koordinierte Strategien zu übersetzen.

Das Dematic Command Center wird auf den kommenden Fachmessen LogiMAT in Stuttgart (Halle 1 / H61) und Modex in Atlanta (Stand B11919) vorgestellt, wo Besuchende die Plattform in Live-Demonstrationen kennenlernen können.

Weitere Informationen: www.dematic.com/de

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