Arbeitsdruck erhöht Unfallrisiko auf der Strasse

Wer beruflich viel fährt und unter hohem Arbeitsdruck steht, hat ein erhöhtes Unfallrisiko auf der Strasse. Das zeigt eine neue Studie der Hochschule Luzern im Auftrag der Stiftung Prävention der AXA. Die Auswertung von über einer Million Fahrten belegt: Branchen wie Gastronomie, Handwerk oder Sozialwesen sind besonders gefährdet – und nicht die Lieferdienste.

Wer beruflich viel mit dem Auto unterwegs ist, untersteht einem erhöhten Unfallrisiko – besonders, wenn Zeitdruck im Spiel ist. (Bild: Dan Gold / Unsplash.com)

Personen, die beruflich viel unterwegs sind, verursachen überdurchschnittlich viele leichte Unfälle. Die Gründe dafür wurden in der Schweiz bisher nicht tiefgreifend untersucht. Eine neue Studie der Hochschule Luzern (HSLU) im Auftrag der Stiftung für Prävention der AXA schliesst diese Lücke und legt erstmals systematisch dar, wie stark Arbeits- und Zeitdruck, fehlende Erholung und eine unklare Sicherheitskultur im Unternehmen das Fahrverhalten von Berufsfahrenden beeinflussen. Müdigkeit, Ablenkung und Zeitdruck zählen dabei zu den grössten Gefahrenquellen.

Besonders betroffen sind Berufsgruppen, bei denen das Fahren nur eine Nebentätigkeit ist – etwa in der Gastronomie (z.B. Pizzakurier), im Handwerk (z.B. Schreiner oder Sanitär) oder im Sozialwesen (z.B. ambulante Pflegedienste). «In diesen Branchen stehen verkehrssicherheitsbezogene Schulungen vielerorts nicht im Fokus oder strukturierte Präventionsmassnahmen fehlen teilweise», sagt Studienleiter Prof. Dr. Christian Weibel. Die ausgewerteten Daten würden bei solchen Vielfahrenden häufiger ein risikoreiches Fahrverhalten zeigen. In Branchen, in welchen das Fahren hingegen die Haupttätigkeit darstellt, wie beispielsweise Lieferdienste, seien präventive Massnahmen und Programme hingegen weiterverbreitet – und das Unfallrisiko geringer.

Unternehmen haben Hebel in der Hand

Die Untersuchung zeigt Handlungsfelder auf: Unternehmen, die klare Sicherheitsrichtlinien umsetzen, Mitarbeitende schulen und faire Zeitpläne ermöglichen, können das Unfallrisiko reduzieren. Eine verankerte Sicherheitskultur, unterstützt durch Feedbacksysteme, Schulungen und Belohnungsmechanismen, verbessert nicht nur das Verhalten am Steuer, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden der Mitarbeitenden.

«Wir sehen, dass gezielte Massnahmen wie flexible Pausenregelungen, betriebliches Gesundheitsmanagement, Trainings mit Gamification oder der Einsatz moderner Fahrerassistenzsysteme das Unfallrisiko deutlich senken können», sagt Weibel. «Letztlich entstehen durch weniger Ausfälle und geringere Unfallzahlen auch wirtschaftliche Vorteile», so der Wirtschaftspsychologe. Wenn Mitarbeitende seltener ausfallen, senke das nicht nur die Kosten der Unternehmen, sondern stärke auch die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft.

Verkehrssicherheit nicht isoliert betrachten

Einzelne Massnahmen allein würden jedoch die volle Wirkung gar nicht entfalten können. Vielmehr braucht es einen systemischen Ansatz. «Erst durch die Kombination lässt sich die Sicherheit im Berufsverkehr nachhaltig verbessern», sagt Weibel. Dies ermöglicht es den Unternehmen, sowohl die Sicherheit als auch das Wohlbefinden ihrer Mitarbeitenden nachhaltig zu stärken.

Quelle: www.hslu.ch

 

Fünf Tipps für Vielfahrende

  1. Pausen bewusst einplanen: Vermeiden Sie lange, unterbrechungsfreie Fahrten. Kurze Erholungspausen fördern die Konzentration, senken das Unfallrisiko und verbessern das Wohlbefinden.
  2. Stress reduzieren: Erkennen Sie Stressfaktoren wie Zeitdruck oder Stau und nutzen Sie Strategien zur Stressbewältigung wie Achtsamkeitstechniken oder eine vorausschauende und realistische Zeitplanung. Sorgen Sie für regelmässige Erholungsphasen, ob beim Sport, mit der Familie oder im Freundeskreis.
  3. Sicherheit vor Tempo: Überhöhte Geschwindigkeit oder das «Aufholen» von Verspätung erhöhen das Unfallrisiko massiv. Der Zeitgewinn hingegen ist meist bescheiden. Ziel ist es, sicher und gesund anzukommen – nicht möglichst schnell.
  4. Gesundheit ernst nehmen: Schlaf, Ernährung und psychische Stabilität sind entscheidend für eine sichere Fahrweise.
  5. Fahrsicherheitstrainings nutzen: Auch routinierte Vielfahrende profitieren von regelmässigen Trainings und Schulungen.

Fünf Tipps für Unternehmen

  1. Zeitdruck vermeiden: Realistische Tourenplanung und flexible Pausen erhöhen die Sicherheit.
  2. Sicherheitskultur aktiv fördern: Klare Regeln und Vorbildverhalten seitens der Führungskräfte stärken die Verkehrssicherheit.
  3. Schulungsangebote bereitstellen: Trainings zu Fahrtechnik, Stress- und Zeitmanagement steigern die Kompetenz.
  4. Gesundheit fördern: Integrieren Sie Stress- und Müdigkeitsmanagement in Ihr betriebliches Gesundheitsmanagement.
  5. Digitale Feedbacksysteme nutzen: Nutzen Sie digitale Fahrdaten nicht nur fürs Fuhrparkmanagement, sondern auch zur Förderung des sicheren Fahrverhaltens.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf m-q.ch - https://www.m-q.ch/de/arbeitsdruck-erhoeht-unfallrisiko-auf-der-strasse/

Schweizer Unternehmen machen Fortschritte bei der Einführung von KI

Colombus Consulting, in Partnerschaft mit Oracle und der Hochschule für Wirtschaft Genf, veröffentlicht zum zweiten Mal in Folge das Data & KI-Observatorium 2025 für die Schweiz. Die Studie zeigt, dass das Management von Schweizer Unternehmen die Herausforderungen im Zusammenhang mit Daten und künstlicher Intelligenz immer besser versteht und dass erste konkrete Anwendungsfälle zunehmen.

Der Stellenwert von Daten für die Einführung von KI wird von Schweizer Unternehmen immer besser verstanden. (Bild: Unsplash.com)

Die Untersuchung hat dieselben Ziele wie im Vorjahr verfolgt: Entscheidungsträgern ein Navigationsinstrument an die Hand zu geben, um die Gegenwart zu verstehen, künftige Wendepunkte zu antizipieren und ihre Fortschritte mit denen ihres Sektors oder des Marktes zu vergleichen.

Zentrale Ergebnisse

Die diesjährige Beobachtung zeigt, dass sich das Schweizer Daten- und KI-Ökosystem in einem tiefgreifenden Wandel befindet, mit weniger Pilotprojekten, aber mehr Initiativen, die den Schritt zur Skalierung geschafft haben. 39% (28 Prozentpunkte weniger gegenüber dem Vorjahr) der Organisationen haben die Phase der Erkundung mit identifizierten Anwendungsfällen und Pilotprojekten rund um generative KI hinter sich gelassen. 52% (+8 Prozentpunkte) haben Assistenten oder Module zur Content-Generierung „im grossen Stil“ eingeführt.

Diese Entwicklung geht mit einem besseren strategischen Verständnis einher:

  • 62% (+25 Prozentpunkte) geben an, dass ihre Teams über ein gutes bis sehr gutes Wissen zu KI-Konzepten verfügen. Auch die Datenbasen verbessern sich, durch höhere Datenqualität und eine datenorientiertere Entscheidungsfindung:
  • 62% (+14 Prozentpunkte) bewerten ihre Datenqualität als gut bis exzellent, und 41% (+3 Prozentpunkte) sehen sich als „data driven“.

Gleichzeitig steigen die Erwartungen und Potenziale rund um KI weiter: 74% der Befragten (+5 Prozentpunkte) sind der Meinung, dass KI die Hauptprobleme des Unternehmens lösen kann.

Dennoch bleiben viele Herausforderungen bestehen und hemmen weiterhin die Industrialisierung. So bewerten 70% (21 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr) ihr Ökosystem als von geringer/mittlerer Reife.

Kultureller Wandel als Hürde

Über die Technologie hinaus erfordert die Einführung von KI-Initiativen eine durchdachte Herangehensweise, wie Jean Meneveau, Managing Director von Colombus Consulting Schweiz, betont: „KI verändert die Zeitachsen von Strategien und Projekten mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit […]. Unternehmen haben Mühe, mit diesem Tempo Schritt zu halten. Die Frage nach der Methode ist zentral: Es gilt, sehr operative und pragmatische Initiativen zu starten, aber auch Abstand zu nehmen, die richtigen Technologiepartner zu wählen […] und den Kurs zu halten, auch wenn die Roadmap sich stark ändern kann. Agilität mit grossem A.“

Der kulturelle Wandel bleibt eine der wichtigsten Hürden für die umfassende Integration von KI. 70% der noch wenig engagierten Organisationen geben an, dass das Haupthindernis nicht technischer, sondern menschlicher Natur ist. Ethik wird zudem zu einem unverzichtbaren Grundpfeiler: 70% der Schweizer Organisationen geben an, ethische Überlegungen in ihre Entscheidungsprozesse zur KI einzubeziehen. Die Massnahmen würden aber nur teilweise greifen, so ein weiteres Ergebnis der Untersuchung. Denn nur 53% geben an, zumindest gelegentlich konkrete Massnahmen zur Erkennung und Minderung von Bias zu ergreifen.

Der KI-Einsatz konzentriert sich in Unternehmen auf die Bereiche Kunde und Produkt: 77% (-11 Prozentpunkte) der Anwendungen betreffen kundenorientierte Bereiche (Kundendienst, Marketing, Vertrieb), und 75% (+8 Prozentpunkte) der Anwendungen betreffen produkt- und supply-chain-bezogene Bereiche.

Kontinuierlich lernen

Hinter diesen Erkenntnissen ergeben sich mehrere Lehren, die die wesentlichen Erfolgsbedingungen in Erinnerung rufen: Organisationen, die KI noch nicht nutzen, zeigen auf Führungsebene ein deutlich geringeres Verständnis für KI, was die Weiterbildung von Führungskräften zur unmittelbaren Priorität macht. Yvan Cognasse, Senior Director Enterprise Architects bei Oracle EMEA in Genf, erinnert: „Die eigentliche Herausforderung ist nicht, was KI kann, sondern zu entscheiden, was man mit ihr machen möchte. Dafür braucht es seitens der Entscheidungsträger nicht nur Urteilsvermögen und Neugierde, sondern auch Engagement und den Willen zum kontinuierlichen Lernen. Denn sie sind es, die die Verantwortung haben, die Versprechen der KI in greifbare, nützliche, messbare und langfristig nutzbringende Auswirkungen zu verwandeln.“

Unter den Unternehmen mit schlechter Datenqualität ziehen 80% mindestens einen greifbaren Nutzen aus KI, was beweist, dass unvollkommene Daten Initiativen nicht behindern sollten. Je reifer eine Organisation ist, desto höher ist ihre deklarierte Effizienz – das unterstreicht die Wichtigkeit der Investition in interne Kapazitäten. Die KI-Governance wird gestärkt und bindet nun sowohl die Geschäftsbereiche, Compliance-Abteilungen als auch IT-Teams ein, wobei Ethikkomitees zunehmend die Use Cases vor der Produktivsetzung validieren.

Fazit der Untersuchung: Der anfängliche „Wow-Effekt“ muss in rationale und auf die Geschäftsziele abgestimmte Anwendungsfälle umgewandelt werden. Die Initial-Euphorie sollte so in eine nachhaltige und sichere Einführung überführt werden, die Wert schafft, ohne Modetrends erliegen. Es gibt keine signifikanten Unterschiede zwischen den Branchen in Bezug auf die Fähigkeit von KI, komplexe Probleme zu lösen – was zeigt, dass interne Reife und Kompetenzen die wahren Erfolgsfaktoren sind.

Quelle: Colombus Consulting

Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf m-q.ch - https://www.m-q.ch/de/schweizer-unternehmen-machen-fortschritte-bei-der-einfuehrung-von-ki/

Blüten und Perlen: Liebe Mitglieder:innen

Sarah Pally, Linguistin und Partnerin bei der Agentur Partner & Partner, nimmt in ihrer Kolumne «Blüten und Perlen» die (Werbe-)Sprache unter die Lupe. Dieses Mal dreht sich alles ums Gendern.

Gendern ist sprachlich gesehen selten eine wirkliche Herausforderung – trotzdem macht man damit fast immer etwas falsch. Man gendert es nie allen recht.

Zu viel, zu wenig, zu demonstrativ, zu nonchalant… alles bekommt man um die Ohren gehauen, noch am selben Tag. Und das auch in Fällen, die sprachlich eigentlich völlig klar sind und gar nichts mit dem Thema zu tun haben.

Dass eine Bank eine Arbeitgeberin ist, hat mit unterschwelliger Ideologie nichts zu tun, sondern mit Grammatik. Ebenso wenig steckt Weltanschauung dahinter, wenn Mitglieder nicht gegendert werden. Genus und Gendern ist nicht dasselbe – bei ersterem gibt es keinen Spielraum, bei zweiterem zu viel.

Sumpfige Fettnäpfin

Der Duden bietet zwar Möglichkeiten für das Gendern an, aber keine Norm. Darum sind wir alle nun Genderpionierende und der Duden wird sich solange zurückhalten, bis sich auf dem Schlachtfeld der Ideologien endlich etwas durchgesetzt hat, um das dann zur Norm zu krönen.

Dieses Pioniertum ist anstrengend und braucht manchmal sogar Fantasie und Anpassungsfähigkeit (blörg), muss ständig abgeglichen (argh) und diskutiert werden (ach nö) und braucht insgesamt einen starken Willen (längst gebrochen). Eine riesige, sumpfige, kaum zu umgehende Fettnäpfin. Das ist für die meisten verständlicherweise eine Überforderung und nervt irgendwann einfach.

Wer also gendert und sich dabei auch noch Mühe gibt, leistet definitiv Pionierarbeit. Und wer nicht gendert, hat definitiv nichts begriffen. Gendern sollte unideologisch sein, selbstverständlich – normal. Aber für Normalität braucht es eine Norm. Also, mach mal hin, Duden.

KI-gestützte Startups machen die Schweiz zum Innovations-Hotspot

Ob präventive Gesundheit oder die Echtzeit-Erkennung von Deepfakes: 36 Start-ups – 95 % von ihnen KI-gestützt – sorgen dafür, dass die Schweiz ihrem Ruf als Innovations-Weltmeister gerecht wird.

Katka Letzing, CEO und Mitgründerin von Kickstart Innovation. (Bild: Kickstart Innovation)

Das Open-Innovation-Programm Kickstart vereint 36 wegweisende Startups aus 14 Ländern – darunter ein Viertel aus der Schweiz, die an bahnbrechenden Technologien wie Echtzeit-Deepfake-Erkennung, Lebensmittelsystemen der Zukunft und biologischen Alterstests arbeiten. Aufbauend auf einer zehnjährigen Erfolgsgeschichte, in deren Rahmen Alumni-Startups bis 2024 über 2,8 Milliarden Schweizer Franken Kapital gesammelt haben, wird die diesjährige Kohorte Themen wie Gesundheit, Ernährung und Technologie auf tiefgreifende, datengestützte und bewusst verantwortungsvolle Weise neu überdenken. Partnerschaften mit grossen Schweizer Unternehmen wie der AXA, der Stadt Zürich, Coop, la Mobilière, MSD, PostFinance/VNTR, Swisscom und anderen ermöglichen dies.

«Das sind nicht einfach technische Experimente. Das sind Lösungen, die den Wettbewerbsvorteil der Schweiz im kommenden Jahrzehnt prägen werden», sagt Katka Letzing, CEO und Mitgründerin von Kickstart Innovation. Von nachhaltigen Materialien über Gesundheitsvorsorge bis hin zu KI-gestützten Innovationen bietet die Schweiz die perfekte Bühne dafür: hochgradig vernetzt, qualitätsorientiert und entschlossen. Die kürzlich gestartete Initiative Swiss {ai} Weeks, die Kickstart mit ihrem Know-how mitinitiiert hat, stärkt diese Position zusätzlich.

Schweizer Startups treiben globale Technologie-Durchbrüche voran

Ein Viertel der diesjährigen Kohorte besteht aus Schweizer Start-ups. Viele von ihnen sind aus universitären Spin-offs und Tech-Hubs hervorgegangen. Damit festigt die Schweiz ihre Rolle als Innovationsstandort und Sprungbrett für globales Wachstum. Auch internationale Start-ups sind Teil des Programms, um in der Schweiz Fuss zu fassen – ein Beweis  für die globale Anziehungskraft des Landes als dynamisches Ökosystem für Innovation, Zusammenarbeit und Unternehmenswachstum. Dazu gehören:

  • Genknowme mit Sitz in Lausanne bietet einen epigenetischen Bluttest an, der das biologische Alter sowie stressbedingte Veränderungen aufzeigt und die Schweiz an der Spitze der globalen Longevity-Medizin positioniert.
  • ai mit Sitz in Zürich hat eine Technologie zur Echtzeit-Erkennung von Deepfakes in Audio- und Videoinhalten entwickelt – ein entscheidender Schutz, denn KI-generierte Falschinformationen bedrohen weltweit demokratische Prozesse und Unternehmenskommunikation.
  • Meeco mit Sitz in Australien hat eine sichere Datenaustauschplattform entwickelt, die es Einzelpersonen und Organisationen ermöglicht, auf personenbezogene Daten und digitale Assets zuzugreifen, sie zu kontrollieren und zu teilen. Dies erfolgt mit einem Privacy-by-Design-Ansatz und Low-Code-Tools.
  • WeShop AI mit Sitz in Hongkong bietet eine Plattform, die mithilfe von KI Produkt- und Modellbilder für E-Commerce erstellt. Nutzer können aus nur einem Foto ansprechende Visuals generieren – ganz ohne aufwendige Nachbearbeitung. Zudem ermöglicht die Plattform auch die Erstellung von Videos aus statischen Bildern.
  • city mit Sitz in Wien offeriert eine KI-gestützte Plattform, die Umweltmodellierungen im Städtebau revolutioniert: Mit Mikroklimasimulationen unterstützt sie Architekten und Stadtplaner dabei, nachhaltigere und lebenswertere Städte zu gestalten.

Innovation in Schlüsselbranchen

Das Kickstart Innovation Programm unterstützt wachstumsstarke Startups und Scaleups in fünf Schlüsselbereichen: Gesundheit und Wohbefinden, Finanzen und Versicherungen (einschliesslich Cybersicherheit), Food und Einzelhandel, neue Arbeitswelten und Lernkulturen sowie intelligente Stadtentwicklungskonzepte. Diese Felder gehören zu den dringendsten und zugleich vielversprechendsten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen und fördern wirkungsvolle Kooperationen zwischen Startups, führenden Schweizer Grossunternehmen und öffentlichen Institutionen.

Über die Zusammenarbeit mit Startups hinaus unterstützt Kickstart auch die interne Transformation führender Organisationen, etwa durch seine Academy- und Intrapreneurship-Programme, die Mitarbeitende von der Ideenfindung bis zur Gründung eigener Ventures begleiten. Ergänzend dazu richtet Mission 2050 die Innovationsprogramme an den strategischen Zielen der Schweiz in den Bereichen Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit und sozialer Inklusion aus und stärkt damit ein Ökosystem, das zugleich zukunftsfähig und wirkungsorientiert ist.

Weitere Informationen: https://www.kickstart-innovation.com/

Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf m-q.ch - https://www.m-q.ch/de/ki-gestuetzte-startups-machen-die-schweiz-zum-innovations-hotspot/

Globale Industriestudie deckt Risiken in Liefernetzwerken auf

Resiliente und agile Supply-Chain-Netzwerke sind in der heutigen Wirtschaft von entscheidender Bedeutung. Dennoch setzt fast die Hälfte der Unternehmen nach wie vor auf veraltete Tools wie E-Mails oder persönliche Meetings, um sensible Daten mit Lieferanten auszutauschen.

Viele Organisationen bevorzugen nach wie vor konventionelle Ansätze. (Grafik: Aras)

Die Studie „Die Zukunft der Produktentwicklung – Product Lifecycle Management im Fokus“ deckt erhebliche Schwächen in Liefernetzwerken auf. Für die von Aras, einem Anbieter von Anbieter von Product-Lifecycle-Management- und Digital-Thread-Lösungen, in Auftrag gegebene Umfrage wurden 656 Führungskräfte aus den USA, Europa und Japan befragt, um herauszufinden, wie Industrieunternehmen ihre Lieferketten im Zuge der digitalen Transformation anpassen.

Ineffiziente Werkzeuge im Einsatz

„Unternehmen sind zwar bestrebt, ihre Lieferanten in digitale Prozesse einzubinden. Die Realität sieht jedoch oft anders aus. Viele nutzen nach wie vor ineffiziente Werkzeuge, die Entscheidungen verzögern und die Fehleranfälligkeit in der Kommunikation erhöhen“, sagt Jens Rollenmüller, Regional Vice President bei Aras. Laut Umfrage tauschen 79 Prozent der Unternehmen Informationen über Produktdesign oder Technik mit ihren Lieferanten aus, 83 Prozent teilen Compliance- und Nachhaltigkeitsdaten. Die genutzten Methoden geben jedoch Anlass zur Sorge: 52 Prozent setzen auf E-Mail und File-Sharing-Dienste, 49 Prozent auf persönliche Treffen. Nur 43 Prozent nutzen digitale Kollaborationsplattformen.

„Traditionelle Methoden der Kommunikation werden den Anforderungen der heutigen, schnelllebigen Geschäftswelt einfach nicht gerecht“, sagt Industrieexperte Rollenmüller. „Unternehmen benötigen Systeme, die einen präzisen, nahtlosen und sicheren Informationsaustausch ermöglichen. Alle Beteiligten müssen sich darauf verlassen können, dass die Daten aktuell, korrekt und manipulationssicher sind – und keine Fehler durch manuelle Bearbeitung entstehen.“

Digitale Zusammenarbeit als Wettbewerbsvorteil

Neun von zehn Befragten bestätigen, dass die Integration der Lieferkette für ihr Produktlebenszyklusmanagement und ihre Digital-Thread-Strategie von zentraler Bedeutung ist. „Eine integrierte Lieferkette wirkt nicht nur kostensenkend, sondern ist in einer Welt zunehmender Marktvolatilität unverzichtbar für den Geschäftserfolg“, erklärt Rollenmüller. Unternehmen, die Datensilos aufbrechen und Informationen in Echtzeit austauschen, können Krisen besser bewältigen und Kundenbedürfnisse gezielter erfüllen. Der frühzeitige Austausch von Entwicklungsdaten und strategischen Zielen wird in hart umkämpften Märkten zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal.

Doch eine enge Integration birgt auch Herausforderungen: Unternehmen müssen das Spannungsfeld zwischen strategischer Partnerschaft und operativer Unabhängigkeit navigieren, während sie gleichzeitig heterogene IT-Landschaften und unterschiedliche Unternehmenskulturen koordinieren. Parallel dazu verschärfen sich mit der fortschreitenden Vernetzung die Anforderungen an Datenschutz und Cybersicherheit erheblich.

PLM-Systeme schliessen die Lücke

Um diese Herausforderungen zu bewältigen und die Sicherheit zu gewährleisten, empfiehlt Rollenmüller den Einsatz eines PLM-Systems (Product Lifecycle Management). Ein solches System verwaltet Produktdaten zentral und bietet Netzwerkpartnern sicheren Zugriff darauf. „PLM fungiert wie ein intelligenter Verteilerknoten“, erklärt Rollenmüller. „Kommt es zu einer Störung, können Unternehmen mit PLM umgehend reagieren, weil die Daten strukturiert und jederzeit verfügbar sind – und nicht in irgendeinem E-Mail-Postfach vergraben sind.“ Der praktische Nutzen liegt auf der Hand: „Jede Verzögerung und jede Fehlkommunikation in der Lieferkette verursacht direkte Kosten in Form von Produktionsausfällen, verpassten Terminen und verärgerten Kunden. Mit PLM erhalten Unternehmen die nötige Transparenz und die Werkzeuge für schnelle, fundierte Entscheidungen.“

„PLM schafft Vertrauen im Liefernetzwerk und transformiert die Art der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen grundlegend“, sagt Rollenmüller. „Es eliminiert zeitraubende manuelle Abstimmungen, minimiert Fehlerquellen und stärkt die operative Widerstandsfähigkeit – ein entscheidender Wettbewerbsvorteil in den volatilen Märkten von heute.

Quelle: Aras

Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf m-q.ch - https://www.m-q.ch/de/globale-industriestudie-deckt-risiken-in-liefernetzwerken-auf/

Erste vollständige Schweizer End-to-End-Lösung für souveräne KI

Phoenix Technologies hostet Apertus LLM und schafft damit die erste vollständige End-to-End-Lösung für souveräne KI in der Schweiz. Dies bezeichnet einen Meilenstein, der Schweizer Unternehmen einen sicheren, leistungsstarken Zugang zu einem transparenten Open-Source-KI-Modell ermöglicht und vollständige Datenhoheit und Compliance gewährleistet.

Wird nun von Phoenix Technologies gehostet: Apertus, das vollständig schweizerische LLM für KI. (Bild: Swiss AI / Apertus)

Die Phoenix Technologies AG, ein führender Anbieter für souveräne Cloud- und AI-Infrastrukturen in der Schweiz, gab die Verfügbarkeit von Apertus auf ihrer souveränen Cloud bekannt. Das von der EPFL, der ETH Zürich und dem Swiss National Supercomputing Centre (CSCS) entwickelte erste offene und transparente Large Language Model (LLM) der Schweiz kann nun auf der Hochleistungsinfrastruktur von Phoenix Technologies eingesetzt werden. Dieser Meilenstein stärke die digitale Autonomie der Schweiz und etabliere die erste durchgängige souveräne AI-Lösung des Landes, wie dazu heisst.

Daten unterliegen komplett dem schweizerischen Recht

Wie das Unternehmen mitteilt, können zum ersten Mal Schweizer Organisationen in sensiblen Bereichen wie Finanzen, Gesundheitswesen und Regierung ein hochmodernes LLM nutzen, ohne dass ihre Daten jemals die Schweizer Gerichtsbarkeit verlassen. Dieser Ansatz geht direkt auf den kritischen Innovationsbedarf von Unternehmen ein und mindert gleichzeitig die mit ausländischen KI-Plattformen verbundenen Risiken. Er bietet Unternehmen, die die Leistungsfähigkeit generativer KI nutzen möchten, einen vertrauenswürdigen Weg, während sie gleichzeitig die strengen Datenschutzstandards der Schweiz vollständig einhalten.

„Dies ist eine Erklärung der digitalen Unabhängigkeit der Schweiz“, sagte Thomas Taroni, Executive Chairman und Gründer von Phoenix Technologies. „Zu lange standen Schweizer Unternehmen vor einer schwierigen Entscheidung: entweder mit ausländischer KI innovativ zu sein und die Datenhoheit zu riskieren oder ins Hintertreffen zu geraten. Heute ist diese Entscheidung überholt. Durch die Verbindung des Apertus-Modells mit unserer souveränen, leistungsstarken Infrastruktur bieten wir die definitive Schweizer Antwort auf KI. Wir befähigen ganze Branchen, die Zukunft auf einer Grundlage von Vertrauen, Sicherheit und Schweizer Werten aufzubauen.“

Fortschrittliche Sicherheitsfunktionen

Die technische Grundlage der Lösung kombiniert vollständige open-source KI mit der unternehmensgerechten Infrastruktur von Phoenix Technologies. Apertus ist mit bis zu 70 Milliarden Parametern verfügbar und zeichnet sich durch seinen vollständig dokumentierten Entwicklungsprozess und seine Mehrsprachigkeit aus. Dieses Modell läuft auf der Cloud-Plattform von Phoenix, die mit NVIDIA H100- und H200-GPUs der nächsten Generation für Unternehmen betrieben wird. Die Plattform ist mit fortschrittlichen Sicherheitsfunktionen ausgestattet, darunter Confidential Computing, das Daten nicht nur im Ruhezustand und während der Übertragung, sondern auch während der Verarbeitung schützt und so ein beispielloses Mass an Sicherheit für sensible Workloads gewährleistet.

Verfügbarkeit ab sofort

Ab sofort kann das Apertus-Modell über die Dienste „AI Model as a Service” und „Sovereign LLM Serving” von Phoenix Technologies bereitgestellt werden. Interessierte Unternehmen können sich für eine Beratung an Phoenix Technologies wenden.

Quelle: www.phoenix-technologies.ch

Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf m-q.ch - https://www.m-q.ch/de/erste-vollstaendige-schweizer-end-to-end-loesung-fuer-souveraene-ki/

Persönlichkeiten statt Profile: NetExecutive startet als Executive-Search-Boutique

Die neu gegründete Boutique mit Sitz in Zürich begleitet Mandanten im gesamten DACH-Raum bei der Besetzung von Führungspositionen und der Entwicklung tragfähiger Verbindungen zwischen Menschen und Unternehmen.

Von links: Roger Baur, Daniela Conrad, Raphaela Höhn und Hans Hofmann.

Per 1. September haben sich 100 Jahre gelebte Personalerfahrung – gut die Hälfte davon explizit in der Besetzung von menschlichen Schlüsselrollen – zur NetExecutive GmbH zusammengeschlossen.

NetExecutive: Vertrauen. Menschen. Wirkung

Der Name betont «Net», weil alles, was NetExecutive tut, vielfältig vernetzt ist – aus fundierter Entwicklung heraus und mit Blick auf langfristige Wirkung. «Executive» meint nicht nur einzelne Spitzenkräfte, sondern alle Ebenen, die strukturell und konzeptionell zusammengehören, um Herausragendes zu schaffen.

«Führung braucht heute Beweglichkeit statt Schablonen. Wir verstehen die Dynamiken in Organisationen und bringen die Persönlichkeiten zusammen, die Führungsteams und Family Offices zukunftsfähig machen.», erklärt Daniela Conrad, Gründerin, und Managing Partner sowie ausgebildeter Executive Coach.

Hans Hofmann, Gründer und Partner: «Unser Netzwerk ist gewachsen, nicht gesucht. Als Schweizer mit feinem Gespür öffne ich auch Türen, die sonst verschlossen, bleiben, im gesamten deutschsprachigen Raum.»
Raphaela Höhn, Gründerin und Partnerin, betont: «Qualität entsteht auch nach innen. Ein klarer, konsistenter und belastbarer Beratungsprozess ist die Grundlage dafür, dass Mandanten und Kandidatinnen und Kandidaten uns vertrauen können.»

«Die Transformation ist technologischer Natur, aber die Lösung liegt bei den Menschen. Wir verstehen beides und bringen Menschen zusammen, die gemeinsam Wirkung entfalten», sagt Roger Baur, Gründer und Partner.

Vierköpfiges Gründungsteam mit komplementären Stärken

• Daniela Conrad: verknüpft systemisches Denken mit fundierter Eignungsdiagnostik und beflügelt als Executive Coach auch von aussen die Organisationsentwicklung.
• Hans Hofmann: seit Jahrzehnten in der Medien- und Kommunikationslandschaft verwurzelt; bringt ein belastbares Netzwerk im gesamten DACH-Raum ein.
• Roger Baur: verbindet technologische Weitsicht mit zupackender Innovationskraft und analysiert früh, welche Kompetenzen und Führungspersönlichkeiten es für eine gedeihliche Zukunft braucht.
• Raphaela Höhn: sichert interne Qualität und Prozesssicherheit für Mandanten, Team und alle Beteiligten.

Warum NetExecutive?

• Branchen-Tiefe und -Breite: besonders tief im medialen, kommunikativen und strategischen Bereich, zugleich branchenübergreifend denkend. Führung ist adaptiv, Geschäftsmodelle verändern sich. Wertvolle Impulse kommen häufig von aussen.
• Netzwerk auf Augenhöhe: Gespräche beginnen nicht mit Daten, sondern mit echtem Interesse. Zugänge sind organisch gewachsen und werden gezielt erweitert.
• Richtig besetzen kommt von richtig verstehen: Zuhören, hinterfragen, sorgfältig analysieren und erst dann beraten. So entstehen Matches, die fachlich und kulturell tragen.
• Partnerschaft statt Abschluss: Engagement endet nicht mit der Unterschrift. NetExecutive bietet Feedback, Onboarding-Begleitung und Sparring für nachhaltige Entwicklung.

Leistungsspektrum

• Führungspositionen auf Partner-, C- oder Group-Level
• Family-Office-Besetzungen
• Verwaltungsrats- und Beiratsmandate
• Persönlichkeiten mit nachhaltigem Impact

Anspruch an Prozess und Zusammenarbeit

NetExecutive arbeitet entlang einer klaren Grundstruktur und bleibt in der Ausgestaltung individuell. Fundierte Empfehlungen ja, Überreden nein. Sich zu Beginn Zeit zu nehmen, lohnt sich: Wer sich gründlich kennt und vertraut, trifft schneller die richtigen Entscheidungen. Und in jedem Fall die besseren.
Über NetExecutive

Die NetExecutive GmbH ist eine Executive-Search-Boutique mit Sitz in Zürich und Tätigkeit im gesamten DACH-Raum. Das vierköpfige Team vereint technologische Weitsicht, systemische Tiefe und operative Exzellenz und verbindet besonders die Märkte Deutschland und Schweiz. NetExecutive besetzt Führungs- und Schlüsselrollen, begleitet Organisationen in Transformationsphasen und fördert tragfähige Verbindungen zwischen Menschen und Unternehmen.

Intelligence Shift: Was das «What’s Next Forum» von Innovation World zeigen will

Im Zentrum der digitalen Transformation steht der Mensch. Das will das What’s Next Forum am 18. September in Zürich zeigen – mit klarem Fokus auf KI und Mixed-Reality-Anwendungen.

In Zürich lädt das What’s Next Forum von Innovation World zur Diskussion über den «Intelligence Shift» ein. Das Event im Kuble – House of Intelligence markiert, wie Technik und Mensch gemeinsam den Wandel formen. Fachleute aus Industrie, Forschung und Bildung präsentieren Best Practices aus dem Alltag, praxisnahe Einblicke und strategische Perspektiven für Entscheider und Visionäre. Der Schwerpunkt liegt darauf, wie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und Mixed Reality (XR) nicht nur Prozesse, sondern auch Unternehmenskultur, Zusammenarbeit und Führungskonzepte beeinflussen.

Ewa Ming, Initiantin und Veranstalterin, betont: «Intelligence Shift bedeutet, Technologie mit Sinn und Verantwortung im Sinne der Menschen einzusetzen.» Auf dem Programm stehen Beiträge von Industriegrössen wie François Rüf (Geberit), Panels mit Impulsgebern aus verschiedenen Unternehmen sowie Live-Demonstrationen, bei denen Teilnehmende XR- und KI-Lösungen aktiv erleben können. Auch der Wandel von Arbeitswelten und Leadership wird beleuchtet – mit Diskussionen zum Thema, wie technologische Komplexität beherrschbar und Transformation schrittweise umgesetzt werden kann.

Zielgruppe sind Führungskräfte, HR-Verantwortliche, Innovationsmanager und Bildungsakteure, die Impulse für die eigene Rolle im Wandel suchen. Das Forum versteht sich als Plattform für Inspiration, Austausch und konkrete Umsetzung. Tickets gibt es für 195 Franken, alle weiteren Informationen finden sich online auf whatsnext-connect.ch.


Verantwortlich bei Innovation World Switzerland: Ewa Ming (Initiantin, Geschäftsleitung), ming agentur ag. Verantwortlich bei Kuble – House of Intelligence: Gustavo Salami (CEO, Transformation Lead), Roger Oberholzer (Partner, Academy Lead), Team Kuble AG.

Vier Betriebe neu mit Qualitätslabel Holzbau Plus zertifiziert

In der Schweizer Holzbaubranche steht das Qualitätslabel Holzbau Plus für eine partnerschaftliche Unternehmenskultur auf Basis des Gesamtarbeitsvertrags (GAV) Holzbau. 2025 durchliefen vier neue Betriebe erfolgreich das Qualifizierungsverfahren und nahmen am 5. September anlässlich der Generalversammlung von Holzbau Schweiz ihren Holzbau Plus Award entgegen.

Holzbau Plus Award: (v.l.n.r) Hansjörg Steiner (Holzbau Schweiz), Reto Feuz & Marc Allenbach (Allenbach Holzbau und Solartechnik AG), Doris & Jonas Bader (Holzbau Jäggi Dulliken AG), Bernhard Ade (Jampen Holzbau AG), Denise & Jonas Reber (rebreg AG), Stefan Strausak (spbh). Bild: zVg

Das Qualitätslabel Holzbau Plus stellt den Menschen ins Zentrum. Mit dem Label werden Unternehmen zertifiziert, die aktiv eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur pflegen, die über die grundlegenden Bestimmungen des Gesamtarbeitsvertrages Holzbau hinaus geht. Das Label fördert eine nachhaltige Entwicklung der Betriebe und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigungssicherung. Nach drei Jahren können sich zertifizierte Betriebe rezertifizieren lassen. 

60 Holzbaubetriebe tragen das Label Holzbau Plus 

2025 wurden vier neue Betriebe mit dem Qualitätslabel ausgezeichnet. Dazu gehören die Jampen Holzbau AG aus Hittnau (ZH), die rebreg AG aus Oey, die Allenbach Holzbau und Solartechnik AG aus Frutigen (beide BE) und die Holzbau Jäggi Dulliken AG aus Dulliken (SO), siehe unten.

16 Betriebe, die das Label bereits tragen, durchliefen eine erfolgreiche Rezertifizierung und sicherten sich das Label für drei weitere Jahre. Mit den Neuzugängen zählen insgesamt 60 Schweizer Holzbaubetriebe zu den Trägern des Holzbau-Plus-Labels.

„Wir sind stolz darauf, jährlich neue Betriebe mit unserem Award auszuzeichnen. Jede einzelne Zertifizierung ist ein bedeutender Erfolg – sowohl für die Betriebe als auch für ihre Kundinnen und Kunden sowie die gesamte Holzbaubranche“, sagt Stefan Strausak, Geschäftsführer der Schweizerischen Paritätischen Berufskommission Holzbau (SPBH), die für die Vergabe des Labels zuständig ist.

Die vier neu zertifizierten Betriebe 2025 

Quelle: www.holzbau-plus.ch

Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf m-q.ch - https://www.m-q.ch/de/vier-betriebe-neu-mit-qualitaetslabel-holzbau-plus-zertifiziert/

Licht auf Vielfalt: Die Gewinner der Swiss Diversity Awards 2025

Im festlichen Kursaal Bern wurden am 6. September die Swiss Diversity Awards 2025 vergeben. Mit fast 300 Gästen feierte die Veranstaltung bereits zum siebten Mal Menschen, Projekte und Organisationen, die sich mutig und wirkungsvoll für Diversität und Inklusion in der Schweiz engagieren.

Die Atmosphäre war geprägt von staunenswerten Reden, inspirierenden Geschichten und lebhaftem Austausch.

Der Verein Genderbox überzeugte mit der «Pride Tour Basel» in der Kategorie LGBTQIA+ Inclusion. Hier führt eine queere Stadtführung, die in Kooperation mit Studierenden der Universität Basel entstand, durch die Stadt, unterstützt von Stiftungen wie dem Swisslos-Fonds. Im Bereich Gender Equality holte Claire Garwacki Froget mit «In Her Chair» – einem humorvollen Film über unbewusste Vorurteile im Management – den Preis.

In der Kategorie Age Diversity punktete das UZH Healthy Longevity Center mit «Jedes Alter zählt», einer digitalen Plattform gegen Altersdiskriminierung. Das Neurodiversity Support Network Switzerland (NSNS) wurde für sein Engagement im Themenfeld Disability ausgezeichnet. Für die globale Bewegung Women Who Master, die mehr Mädchen für MINT-Berufe begeistert, nahm Grace Lokako in der Kategorie Education & Social Background den Award entgegen.

Mit About Us! prämierte die Jury ein Projekt, das Menschen verschiedenster Herkünfte aktiv einbezieht. Die Offene Kirche Elisabethen erhielt den Preis im Bereich Religion & Spirituality für ihr jahrzehntelanges, inklusives Wirken, insbesondere für die LGBTQIA+ Community. Der Swisscom Entrepreneurship Award ging an Autismus Schweiz, die grösste Non-Profit-Organisation im Bereich Autismus.

Ein emotionales Highlight war die Ehrung der Aids-Hilfe Schweiz mit dem Allianz Lifetime Award für vier Jahrzehnte Engagement für Aufklärung, Fürsorge und gleiche gesundheitliche Chancen.

Die Swiss Diversity Awards 2025 machten erneut sichtbar, wie gelebte Diversität Brücken baut und die Schweiz nachhaltig prägt.

Friendly Workspace 2025: Erneut Bestnoten für Softwarehersteller Opacc

Die Luzerner Softwareherstellerin Opacc Software AG wurde Ende August 2025 zum vierten Mal in Folge mit dem Label „Friendly Workspace“ ausgezeichnet. Opacc trägt dieses Qualitätslabel bereits seit 2013.

Sabrina Cabiddu (Mitte), HR-Leiterin bei Opacc Software AG, präsentiert stolz die Auszeichnung „Friendly Workspace 2025“. (Bild: Opacc / VOLLTOLL / Daniel Buergin)

Der Softwarehersteller Opacc mit Sitz in Rothenburg LU war 2013 das erste IT-Unternehmen der Schweiz, welches mit dem Qualitätslabel „Friendly Workspace“ ausgezeichnet wurde. Die erneute Auszeichnung in diesem Jahr bestätigt das konsequente Engagement für ein systematisches und gelebtes betriebliches Gesundheitsmanagement. Bei der aktuellen Rezertifizierung lag der Schwerpunkt auf den Rahmenbedingungen, der Kontinuität und der strategischen Verankerung im Unternehmen.

Bei der diesjährigen Rezertifizierung erhielt Opacc erneut Bestbewertungen. Die Assessoren der Gesundheitsförderung Schweiz, welche das Label vergibt, hoben besonders die klare Verankerung des BGM in den Jahresverlauf und im Arbeitsalltag hervor. Ebenfalls gewürdigt wurden die aktive Weiterentwicklung durch die interne Arbeitsgruppe „Friendly Work Space“, die transparente interne Kommunikation, die Vielzahl an Benefits sowie die gezielten Führungsschulungen. 

Sabrina Cabiddu, bei Opacc verantwortlich für das BGM, betont: „Wenn unsere Mitarbeitenden motiviert und gesund sind, profitieren nicht nur sie selbst, sondern auch unsere Kunden und unser Unternehmen“. Cris Wouters, Managing Partner bei Opacc, streicht den strategischen Nutzen des Labels hervor: „Wir investieren gezielt in ein Arbeitsumfeld, das nicht nur leistungsfähig, sondern auch nachhaltig gesund ist – für unsere Mitarbeitenden, unsere Unternehmenskultur und unseren gemeinsamen Erfolg.“

Quelle: Opacc

Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf m-q.ch - https://www.m-q.ch/de/friendly-workspace-2025-erneut-bestnoten-fuer-softwarehersteller-opacc/

Unified Communication & Collaboration bleibt Zukunftsmusik

Obwohl die Idee der Unified Communication & Collaboration (UCC) – also der Konsolidierung sämtlicher Kommunikationskanäle in einer einzigen Plattform – seit Jahren als Leitbild der Unternehmenskommunikation gilt, ist die praktische Umsetzung nach wie vor weit entfernt von der Vision.

Trotz der zunehmenden Digitalisierung bleibt die professionelle Sprachkommunikation essenziell – gerade auch in hybriden Arbeitswelten. (Bild: SAB / Google KI)

Ganzheitliche Kommunikationslösungen, die Sprache, E-Mail, Chat, Video und Kollaboration vereinen, gelten in Strategien und Marketing als Zukunftsmodell. In der Realität arbeiten die meisten Unternehmen jedoch mit voneinander getrennten Systemen. IP-Telefonie, ob in der Cloud oder lokal, läuft meist separat von E-Mail- und Kollaborationstools, während Chatplattformen nur selten integriert sind. Der Anspruch einer einheitlichen Plattform bleibt für viele Firmen ein Ziel, nicht gelebte Praxis.

Marktanalysen zeigen zwar ein hohes Interesse: Der europäische Markt für Unified Communication & Collaboration (UCC) wird auf 49 Milliarden US-Dollar geschätzt, mit 18 Prozent jährlichem Wachstum bis 2030. Über 65 Prozent der Unternehmen in Westeuropa nutzen teilweise cloudbasierte Tools, doch nur knapp die Hälfte verfolgt eine Mobile-first-Strategie. Mehrheitlich bleiben Systeme nebeneinander bestehen, die lediglich mobil nutzbar sind – ohne echte Integration von Sprache, Video, Chat und E-Mail.

Unterschätzte Stolpersteine

Ein Grund ist die hohe Komplexität der Umsetzung. Eine zentrale Plattform erfordert tiefgreifende Eingriffe in bestehende Strukturen, Konsolidierung von Systemen, Schulungen, Prozessanpassungen und die Klärung von Compliance- und Datenschutzfragen. Gerade in Europa erschwert die DSGVO die Integration sensibler Sprach- und Videodaten. Der Aufwand ist enorm, die Effizienzgewinne zeigen sich oft erst langfristig.

Auch die Kosten wirken abschreckend. Lizenzen, laufende Gebühren, Schulungsprogramme und Anpassungen an die IT-Landschaft machen UC-Plattformen teuer. Viele Unternehmen setzen daher lieber auf spezialisierte Systeme. Studien belegen zudem, dass moderne IP-Telefonieplattformen bis zu 30–40 Prozent Einsparungen gegenüber klassischen Telefonsystemen ermöglichen. Eine starke Sprachlösung kann also kosteneffizient und zukunftssicher sein, ohne die Komplexität vollständiger UCC-Umgebungen.

Hinzu kommt, dass spezialisierte Tools wie Microsoft Exchange, Google Workspace, Slack, Teams oder Zoom längst etabliert sind. Ein Wechsel auf eine monolithische Plattform würde oft Doppelstrukturen und Mehrkosten erzeugen, ohne die Qualität der Kommunikation spürbar zu verbessern. Besonders im Bereich Sprache schätzen Unternehmen die Stabilität und Verlässlichkeit spezialisierter IP-Lösungen gegenüber komplexen Integrationsversuchen.

IP-Sprachlösungen für moderne Kommunikation

Sprache bleibt ohnehin das Herzstück geschäftlicher Kommunikation. Sie ermöglicht Präzision, persönliche Ansprache und schnelle Reaktionen. Moderne IP-Telefone bieten HD-Audio, Integration in bestehende IT-Systeme, Remote-Unterstützung und Kompatibilität mit gängigen Plattformen – also genau die Funktionen, die für effiziente Abläufe entscheidend sind. Für viele Firmen liefert eine starke IP-Telefonie-Infrastruktur mehr praktischen Nutzen als eine vollintegrierte UCC-Lösung. In der Praxis zeigen dies etwa Telefone mit integriertem Wi-Fi oder als robuste DECT-Endgeräte. Der deutsche Hersteller Snom verweist hier etwa auf sein Modell Snom D865. Solche Geräte bieten nicht nur zuverlässige Telefonie, sondern lassen sich auch in Systeme für Alarmierung, Lokalisierung oder KI-Transkription einbinden. Besonders in Umgebungen wie Produktion, Logistik oder Gesundheitswesen sichern ihre Stabilität und hohe Sprachqualität eine klare Kommunikation – auch für KI-gestützte Anwendungen.

So betrachten viele IT-Verantwortliche UCC zwar als langfristige Vision, setzen in der Gegenwart aber auf bewährte modulare Architekturen. Die Kombination aus IP-Telefonie, Kollaborationstools und E-Mail-Systemen ist für die meisten Firmen die pragmatischere Lösung. Damit bleibt UCC auch 2025 mehr Zukunftsmusik, während moderne IP-Sprachlösungen bereits heute den entscheidenden Beitrag für klare, zuverlässige und effiziente Kommunikation leisten.

Quelle: Snom Technology GmbH

Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf m-q.ch - https://www.m-q.ch/de/unified-communication-collaboration-bleibt-zukunftsmusik/

get_footer();