Schweizer IT-Entscheider wollen sicher und souverän bleiben

Eine aktuelle Umfrage von Cisco Schweiz unter 200 IT-Entscheidungsträgern in Schweizer Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden zeigt: Die grössten Herausforderungen liegen in der IT-Sicherheit, im limitierten IT-Budget und in der Migration in die Cloud. Gleichzeitig gewinnt das Thema der digitalen Souveränität stark an Bedeutung.

Chris Tighe, Geschäftsführer Cisco Schweiz. (Bild: zVg / Cisco)

In einer aktuellen Umfrage von Cisco in der Schweiz nannten 38 Prozent der Befragten die Aufrechterhaltung der IT-Sicherheit als grösste allgemeine IT-Herausforderung, gefolgt von begrenzten Budgets (33 %) und der Cloud-Migration (32 %). Auch der Mangel an qualifizierten IT-Fachkräften (30 %) und die Sicherung der digitalen Souveränität (29 %) bereiten den Unternehmen zunehmend Sorgen. In der Studie wurden 200 IT-Entscheidungsträger in Schweizer Unternehmen befragt, die mehr als 250 Mitarbeitende haben.

Digitale Souveränität wird wichtiger

Besonders wichtig ist den IT-Entscheidern, dass die Schweiz im digitalen Raum maximale Handlungsfreiheiten hat. 96 Prozent der IT-Entscheider halten es für wichtig, dass die Schweiz die Kontrolle über ihre digitale Infrastruktur und Daten behält. Auf Unternehmensebene teilen ebenso viele diese Ansicht (96 %). Gewünscht wird dafür insbesondere eine nationale Strategie (46%), Investitionen in lokale IT-Ausbildung (38%) und die Entwicklung von lokaler IT-Hardware und -Software (37%).

«Die Ergebnisse zeigen klar: Schweizer Unternehmen wollen nicht nur sicher und effizient arbeiten, sondern auch souverän bleiben. Das sind wichtige Treiber, um Innovationskraft, Wirtschaftsstärke und Resilienz der Schweizer Wirtschaft zu stärken», sagt Chris Tighe, Geschäftsführer Cisco Schweiz.

Wichtige Faktoren bei der IT-Produkteauswahl

Für IT-Entscheider bleiben zwei etablierte Faktoren im Zentrum: Kosten und «Return on Investment» (ROI) (39 %), und Produktqualität (38 %) belegen die Prioritäten 1 und 3. Auf Platz 2 rückt «KI-Kompatibilität» (39 %) als wichtige Kenngrösse neu in den Fokus.

«Jede IT-Entscheidung muss sich wirtschaftlich rechnen, das ist ganz klar. Dabei ist der Fokus auf KI-Kompatibilität besonders wichtig, für die Zukunftsfähigkeit unserer IT-Infrastruktur. Die Grundlagen für den Schweizer Wohlstand werden auch damit gelegt», ergänzt Matthias Wick, CTO Cisco Schweiz.

KI im Geschäftsalltag

Die Befragung zeigt ausserdem: Künstliche Intelligenz hat sich von einer visionären Zukunftstechnologie zu einem zentralen Treiber wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Transformation entwickelt. Neun von zehn der befragten Schweizer Unternehmen setzten bereits KI im Geschäftsalltag ein. Dazu gehören Anwendungen wie automatische Kundenkommunikation (42%), Bilderkennung und Qualitätskontrolle (40%) und Prozessautomatisierung, zum Beispiel durch Roboter (37%). Auch der Cisco «AI Readiness» Index hat gezeigt, dass die hiesigen Unternehmen ambitioniert sind: Über 80 Prozent planen konkret, sogenannte AI-Agents zu entwickeln oder bereits einzusetzen. 37 Prozent der Unternehmen gehen davon aus, dass KI-Agenten innerhalb des nächsten Jahres mit Mitarbeitern zusammenarbeiten werden.

Derweil verschärft sich die bereits angespannte Lage bei der Cybersicherheit. Ob Phishing, Ransomware oder KI-basierte Angriffe auf Unternehmensnetzwerke, die Bedrohungslage nimmt zu. Umso wichtiger wird daher die Sicherung des Unternehmens. Bei den befragten Schweizer IT-EntscheiderInnen sind die folgenden Lösungen zur Cybersicherheit für ihr Unternehmen am wichtigsten: Netzwerksicherheit (40 %), Cloud-Schutz (37 %) und Datenverschlüsselung (34 %).

Quelle: Cisco

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Die Gefahr von KI in der Industrie-PR

In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sind viele Industriebetriebe versucht, auf standardisierte, maschinell erzeugte Texte umzustellen, um Kosten zu sparen. Doch diese Strategie ist gefährlich, kann sie doch zu einem Vertrauensverlust bei Kunden und Medien führen, warnt ein PR-Experte.

Patrick Schroeder – Technik-Journalist, PR-Berater und Kommunikationsforscher (M.A.) warnt vor Vertrauensverlust durch KI-Sprache. (Bild: zVg / Stories about Robots)

ChatGPT, Google Gemini oder Claude: Generative KI erzeugt in Sekundenschnelle Pressemitteilungen, Broschüren und Website-Texte. Auch Soziale Medien sind von KI-Texten geflutet. Beispiel: LinkedIn. Hier posten Industriebetriebe jeden Tag Beiträge, für die früher weder sprachliches Know-how noch ausreichend Zeit verfügbar waren.

KI-generierte Texte unterminieren das Vertrauen in Unternehmen

Doch es gibt eine KI-Schattenseite, die zunehmend sichtbarer wird, warnt Patrick Schroeder, seit 19 Jahren PR-Experte für die Industrie und Technik-Journalist in Paderborn. «Die meisten Leser erkennen KI-generierte Texte inzwischen sofort. Nicht nur am häufig zitierten Gedankenstrich. Auch am überdurchschnittlich scharfen, aber stets ähnlichen logischen Aufbau», sagt Schroeder. «Viele Menschen, darunter Kunden und Fachmedien, verlieren in diesem Moment das Vertrauen in das Unternehmen.»

«Künstliche Intelligenz kann Industrieunternehmen unsichtbar machen»

Besonders bei Thought-Leadership-Beiträgen in den Sozialen Medien sei nicht mehr transparent, welche Gedanken vom Menschen stammen und welche von der Maschine. «Der Absender selbst wird somit nebulös und nicht mehr greifbar, sodass sich kaum Vertrauen aufbauen kann», warnt Schroeder. Die Folge: Immer mehr Menschen ignorieren KI-Beiträge. Das Phänomen sei vergleichbar mit der sogenannten Banner Blindness, also dem Ignorieren von Werbebannern auf Websites. «Es ist paradox: Unternehmen wollen durch mehr KI-Content sichtbarer werden, erreichen aber das Gegenteil. Das ist eine besorgniserregende Entwicklung. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten, in denen Vertrauen wichtiger denn je ist.»

«Storytelling macht Industriebetriebe greifbar und glaubhaft»

Industriebetrieben empfiehlt Schroeder für 2026, das Vertrauen von Kunden und Fachmedien mit authentischen Inhalten aus dem wirklichen Leben aufzubauen. Wirkungsvoll seien zum Beispiel Reportagen über erfolgreiche Kundenprojekte. «Hier bietet sich mit Storytelling die Möglichkeit, wieder den Menschen in den Fokus zu rücken», erklärt Schroeder. «Unternehmen werden durch diesen echten Einblick in ihren Alltag greifbar und glaubhaft. Und das ist in wirtschaftlich turbulenten Zeiten unverzichtbar.»

Quelle und weitere Informationen: www.stories-about-robots.de

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Globetrotter wird Hauptpartner des Landesmuseum-Hofkinos

Das Hofkino im Innenhof des Landesmuseums Zürich geht ab 2026 eine neue Hauptpartnerschaft ein: Globetrotter wird Hauptpartner des sommerlichen Kulturformats und entwickelt im Jubiläumsjahr neue Live-Formate ausserhalb des klassischen Kinokontexts.

Im ersten gemeinsamen Jahr steht die Zusammenarbeit ganz im Zeichen des 50-jährigen Jubiläums von Globetrotter – mit eigens entwickelten Aktivierungen und zwei neuen Formaten, die das Hofkino-Programm gezielt erweitern. Ein zentraler Programmpunkt der Partnerschaft ist das Wochenende vom Samstag, 27. und Sonntag, Juni 2026. Mit einer Explora-Live-Show am Samstagabend und einem Familienformat am Sonntagvormittag entstehen neue Programmpunkte, die das Hofkino gezielt ergänzen und erweitern.

Am Samstagabend, 27. Juni 2026, präsentiert Globetrotter in Zusammenarbeit mit Explora im Hofkino einen Abend anlässlich des 50-jährigen Jubiläums von Globetrotter. Gezeigt wird eine Explora-Live-Show mit Louis Palmer als exklusive Sommerpremiere. Explora steht für inszenierte Live-Reportagen, bei denen Reisende, Abenteurer:innen und Fotograf:innen ihre Geschichten mit Bildern, Videos und persönlichem Storytelling auf die Bühne bringen. In seiner Show verbindet Palmer persönliche Abenteuer aus aller Welt mit eindrucksvollen Bildern, Humor und überraschenden Perspektiven auf unsere Beziehung zur Welt. Die Explora-Live-Show markiert zugleich den Auftakt einer grösseren Explora-Tour: Im Winter 2026/27 sind mindestens 16 weitere Termine mit Louis Palmer geplant.

Der Sonntagvormittag steht im Zeichen von Familien und Begegnung: Mit dem «Rendez-Vous mit der Welt»: Familienbrunch bringt Globetrotter eines seiner bekannten Formate in neuer Form ins Hofkino. Reiseberichte sowie Unterhaltung für Gross und Klein schaffen einen niederschwelligen Zugang zur Welt des Reisens. Zusätzlich wird Louis Palmer seinen Solar Butterfly, das grösste Solarfahrzeug der Welt, das soeben in vier Jahren die Erde umrundet und 48 Länder besucht hat, inklusive interaktivem Klima-Museum in den Innenhof des Landesmuseums bringen – als begehbares Erlebnis.

Sven Ziörjen, Leiter Marketing Globetrotter, sagt dazu: «Als wichtiger Teil der 50-Jahre Globetrotter Jubiläumsaktvierungen wollen wir nicht nur zurückblicken, sondern gemeinsam mit einem starken Partner neue Erlebnisse schaffen. Das Hofkino bietet dafür eine ideale Bühne – urban, offen und nah an den Menschen.»

Auch Daniel Frischknecht Knörr, Mitgründer und Veranstalter Hofkino, äussert sich erfreut: «Globetrotter passt mit seiner Abenteuerlust, seiner Neugier auf die Welt und seiner Fähigkeit, Geschichten erlebbar zu machen perfekt zum Hofkino. Diese Partnerschaft ermöglicht uns neue Formate, die unserem Publikum einen echten Mehrwert bieten – und das Hofkino inhaltlich weiter öffnen.»

SwissAI fordert mehr Klarheit und Kompetenz im Umgang mit KI

Generative künstliche Intelligenz (KI) kann die Arbeit des Parlaments erleichtern. Der Verband swissAI begrüsst deshalb den Einsatz von KI-Werkzeugen beim Bund, empfiehlt aber einen souveränen Umgang.

(Symbolbild).

Generative künstliche Intelligenz (KI) kann die Arbeit des Parlaments erleichtern. Der Verband swissAI (vormals "KImpact") begrüsst deshalb den Einsatz von KI-Werkzeugen beim Bund, weil diese die Arbeit des Parlaments erleichtern kann. Er empfiehlt aber einen sorgfältigen, souveränen Umgang. Der 2023 gegründete Verband engagiert sich für eine konstruktive digitale Zukunft der Schweiz – im Einklang von Mensch und technologischem Fortschritt.

So schreibt es SwissAI in einer Mitteilung: Die Art und Weise, wie Microsofts Copilot im Parlament und in Teilen der Bundesverwaltung eingeführt wurde, geschah hingegen ohne offiziellen Entscheid, ohne klare Governance und ohne systematischen Kompetenzaufbau. Damit wurden zwei Chancen verpasst: eine verantwortungsvolle Einführung von KI und ein glaubwürdiges Vorbild für Wirtschaft und Gesellschaft im Umgang mit dieser Technologie.

Das Problem: KI-Einführung ohne Steuerung und ohne Schulung

Wie der freie Journalist und MAZ-Studienleiter Reto Vogt in seiner Recherche für die «NZZ am Sonntag» am 4.1.2026 aufgezeigt hat, erfolgte die Aktivierung von Microsofts Copilot im Parlament faktisch autonom durch den amerikanischen Technologiekonzern – ohne offiziellen Beschluss des Bundes, ohne klare Vorgaben, ohne definierte Verantwortlichkeiten und ohne Transparenz. Die Einführung geschah quasi durch die Hintertür. Damit entstand eine juristische und sicherheitspolitische Grauzone.

Parlamentarierinnen, Parlamentarier sowie Mitarbeitende der Verwaltung arbeiten mit sensiblen, teilweise vertraulichen Informationen. Dennoch wurden keine flächendeckenden Schulungen und keine verbindlichen Leitlinien eingeführt. Wer KI nutzt, ohne ihre Funktionsweise, Grenzen und Risiken zu verstehen, kann weder Verantwortung übernehmen noch Vertrauen schaffen – weder innerhalb der Institutionen noch gegenüber der Öffentlichkeit.

Die Nutzung von KI: In erster Linie eine Führungsfrage

Der Sachverhalt legt im Umgang mit KI ein grundlegendes Governance-Problem offen. Politische Institutionen müssen klären, obwofür und unter welchen Bedingungen KI eingesetzt wird. Welches Verständnis von digitaler Souveränität gilt? Welche Daten dürfen verarbeitet werden? Wer entscheidet über den Einsatz – und wer trägt die Verantwortung? Diese Fragen müssen politisch beantwortet werden, bevor technische Systeme produktiv eingesetzt werden. Dieses Bewusstsein fehlt vielerorts.

swissAI rät zu einem kompetenten und kontrollierten KI-Einsatz

«Unsere direkte Demokratie lebt vom Vertrauen in staatliche Institutionen und der Unabhängigkeit von externen Einflüssen. KI ist ein starkes Werkzeug, das unsere Prozesse verbessern kann – aber nur, wenn wir Transparenz, Kompetenz und souveräne Entscheidungswege sicherstellen», sagt Chris Beyeler, Präsident von swissAI.

Im vorliegenden Fall empfiehlt swissAI ein dreistufiges Vorgehen, das mit einer grundlegenden politischen Klärung beginnt. Dabei soll das Parlament im Rahmen eines breiten Dialogs definieren, welche KI-Anwendungen zulässig sind und wie die digitale Souveränität der Schweiz langfristig gewahrt werden kann. Parallel dazu wird ein gezielter Kompetenzaufbau angestrebt: Durch eine systematische Evaluation des Schulungsbedarfs und darauf abgestimmte Weiterbildungen für Parlament und Verwaltung sollen Risiken besser verstanden und Chancen proaktiv genutzt werden. Ergänzend dazu betont swissAI die Einbindung externer Expertise. Unabhängige Fachstellen sollen die technische sowie ethische Bewertung unterstützen, um sicherzustellen, dass der Rollout im Einklang mit dem Datenschutz und den Grundwerten der Schweiz erfolgt.

Souveränität im Umgang mit KI

Die Schweiz verfügt über exzellentes Know-how im Bereich künstliche Intelligenz. Dieses Potenzial muss genutzt werden – koordiniert, verantwortungsvoll und souverän. KI kann ein Standortvorteil sein. Voraussetzung ist jedoch, dass ihre Einführung professionell erfolgt und nicht dem Zufall oder Lizenzmechanismen überlassen wird.

Weitere Informationen: SwissAI

KI-Check 2025: Wie fit ist Ihr Marketing-Team wirklich? Jetzt mitmachen!

Künstliche Intelligenz ist längst kein Zukunftsszenario mehr, sondern verändert unser Marketing hier und heute in einem rasanten Tempo. Doch während alle über ChatGPT und neue Tools sprechen, stellt sich die entscheidende Frage: Wer hält in der Schweizer Unternehmenslandschaft tatsächlich Schritt? Das möchte der KI-Check 2025 herausfinden.

Künstliche Intelligenz ist längst kein Zukunftsszenario mehr, sondern verändert unser Marketing hier und heute in einem rasanten Tempo. Doch während alle über ChatGPT und neue Tools sprechen, stellt sich die entscheidende Frage: Wer hält in der Schweizer Unternehmenslandschaft tatsächlich Schritt? Um genau das herauszufinden, lancieren Brandfinity und Swiss Marketing gemeinsam mit der HEG Fribourg die Nationale Studie 2025 zur KI-Marketing-Reife. Wir laden alle Marketing- und Verkaufsleiter herzlich ein, Teil dieser wichtigen Erhebung zu werden und so ein echtes Bild der Lage zu zeichnen.

An dieser Studie sind namhafte Partner wie das PME magazine, Tag Inspector und auch unser «Schwester-Magazin» M&K beteiligt. Das Ziel ist eine sachliche Bestandsaufnahme, die über blosse Schlagworte hinausgeht und echte Fakten liefert. Die Teilnahme ist dabei denkbar einfach und nimmt gerade einmal sieben Minuten Ihrer Zeit in Anspruch. Ihre Angaben werden absolut anonym behandelt, sodass ein offener und ehrlicher Austausch über den aktuellen Stand der Technik möglich ist.

Der methodische Ansatz hinter der Studie ist besonders clever und modern. Er kombiniert Ihre persönliche Expertise aus der Befragung mit einer automatisierten Analyse Ihrer Firmenwebseite. Durch diesen Mix entsteht ein objektives Bild Ihrer technologischen Fitness, das weit über eine rein subjektive Selbsteinschätzung hinausreicht. Wir wollen wissen, wie «AI-fit» die Teams wirklich sind und wo die Schweizer Wirtschaft im internationalen Vergleich steht.

Als Dankeschön: Ein detaillierter Bericht

Ihre Teilnahme lohnt sich aber nicht nur für die Branche, sondern ganz konkret für Ihr eigenes Unternehmen. Als Dankeschön für Ihren Input erhalten Sie (etwas später, nach Auswertung der Einsendungen) einen vertraulichen und detaillierten Bericht. Dieser zeigt Ihnen schwarz auf weiss, wo Sie im Vergleich zu Firmen Ihrer Grösse und Branche stehen. Dieser exklusive Benchmark bietet Ihnen einen perfekten Ausgangspunkt für Ihre künftigen Analysen und Ihre strategische Planung.

Nutzen Sie diese Chance auf einen fundierten Wissensvorsprung und helfen Sie uns dabei, eine verlässliche Informationsbasis für das Schweizer Marketing zu schaffen.


Den Link zur Teilnahme finden Sie unter https://brandfinity.ch/de/ki-marketing-readiness/.

Verstösse gegen Datenrichtlinien mit Generativer KI haben sich verdoppelt

Der neue Netskope Cloud & Threat Report 2026 für die DACH-Region warnt: Während die Nutzung von Generativer KI (GenAI) um das Dreifache steigt, hinkt die Datensicherheit hinterher. «Legacy-Risiken» wie Phishing und Insider-Bedrohungen bleiben kritisch.

Datenschutz und generative KI vertragen sich nicht immer gut: Schatten-KI und Datenlecks liessen Verstösse gegen Datenrichtlinien massiv ansteigen. (Symbolbild; Gerd Altmann / Pixabay.com)

Trotz des Versuchs, die KI-Nutzung durch offizielle Unternehmenstools zu kontrollieren, zeigt der jüngst veröffentlichte Cloud and Threat Report 2026 von Netskope Threat Labs eine besorgniserregende Entwicklung: Die Zahl der Verstösse gegen Datensicherheitsrichtlinien im Zusammenhang mit KI-Anwendungen hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. So bleibt das Risiko durch Schatten-KI hoch, da Mitarbeiter weiterhin massiv sensible Daten in ungeschützte Kanäle einspeisen. Der Netskope Cloud and Threat Report 2026 basiert auf anonymisierten Daten, die weltweit über die Netskope Security Cloud Plattform erhoben wurden. Er analysiert Trends in der Cloud-Nutzung, KI-Adoption und der globalen Bedrohungslandschaft. 

KI-Boom überholt Sicherheitsmassnahmen

Der Bericht zeigt ein explosives Wachstum. Während sich die Zahl der Nutzer von SaaS-GenAI-Anwendungen im vergangenen Jahr verdreifachte, erhöhte sich die Intensität der Nutzung drastisch. So stieg die Anzahl der gesendeten Prompts um das Sechsfache. Als besonders kritisch anzusehen ist: Trotz verstärkter Bemühungen der IT-Abteilungen nutzen weiterhin 47 % der Anwender private KI-Accounts für geschäftliche Zwecke. Durch diese Schatten-KI registrieren Unternehmen durchschnittlich 223 Vorfälle pro Monat, bei denen sensible Daten an KI-Apps gesendet wurden. Beim oberen Viertel (25 %) der untersuchten Firmen sind es sogar über 2100 Vorfälle monatlich.

Als weitere relevante Ergebnisse zeigt der Report:

  • Gemini ist auf der Überholspur: Google Gemini verzeichnete ein massives Wachstum. So stieg die Nutzungsrate von 46 % auf 69 %. Netskope prognostiziert, dass Gemini im ersten Halbjahr 2026 ChatGPT als meistgenutzte KI-Plattform in Unternehmen ablösen wird.
  • Gefährliche Datenlecks: Quellcode (42 %), regulierte Daten (32 %) und geistiges Eigentum (16 %) sind die am häufigsten in KI-Tools hochgeladenen sensiblen Informationen.
  • Insider-Risiko «Persönliche Apps»: 60 % aller Insider-Bedrohungen stehen im Zusammenhang mit der Nutzung privater Cloud-Instanzen (wie Google Drive oder OneDrive), wobei die Nutzung von GenAI-Tools dieses Risiko massiv verstärkt. Besonders besorgniserregend: 54 % der Verstösse gegen Datenrichtlinien betreffen regulierte Daten (Finanz-, Gesundheits- oder Personaldaten).

Agentic AI und MCP

Für das Jahr 2026 warnt Netskope vor der zunehmenden Komplexität durch Agentic AI. Dabei handelt es sich um KI-Systeme, die autonom komplexe Aufgaben über verschiedene Unternehmensressourcen hinweg ausführen. «Agentic AI schafft eine völlig neue Angriffsfläche», so Ray Canzanese, Director der Netskope Threat Labs. «Wenn autonome Agenten Zugriff auf interne Daten erhalten, können Fehlkonfigurationen oder bösartige Prompts zu massiven Datenabflüssen in Millisekunden führen.» Auch der Trend zu KI-gesteuerten Browsern und dem Model Context Protocol (MCP) wird als kritisches Sicherheitsrisiko für 2026 eingestuft.

Handlungsempfehlungen

Der Report empfiehlt Unternehmen einen vierstufigen Schutz:

  1. Vollständige Inspektion: Überprüfung des gesamten HTTP/HTTPS-Verkehrs, inklusive KI-Traffic.
  2. App-Governance: Blockieren von risikoreichen Tools ohne Geschäftszweck (z. B. ZeroGPT, DeepSeek).
  3. DLP-Fokus: Einsatz von Data Loss Prevention, um Quellcode und Passwörter vor dem Abfluss in KI-Modelle zu schützen.
  4. Isolation: Nutzung von Remote Browser Isolation (RBI) für riskante oder neue Domains.

Quelle: Netskope

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Siemens und NVIDIA wollen KI zum Betriebssystem der Industrie machen

Siemens und NVIDIA vertiefen ihre strategische Partnerschaft, um künstliche Intelligenz zum Betriebssystem der Industrie zu machen. Ziel sind vollständig KI-gesteuerte Fabriken, schnellere Entwicklungszyklen und energieeffiziente AI Factories für eine neue Ära der industriellen Wertschöpfung.

Roland Busch, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG, an der CES in Las Vegas: «Gemeinsam machen wir Künstliche Intelligenz zum industriellen Betriebssystem – und definieren neu, wie die physische Welt entworfen, gebaut, und betrieben wird. Wir skalieren KI und schaffen konkreten Nutzen für die reale Welt.»

Siemens und NVIDIA bauen ihre Partnerschaft grundlegend aus, um industrielle und physische künstliche Intelligenz in alle Branchen zu bringen und ganze Produktionsketten zu beschleunigen. NVIDIA liefert dafür KI-Infrastruktur, Modelle, Frameworks und Simulationsbibliotheken, während Siemens Industrie-KI-Expertise sowie Hardware- und Softwarelösungen einbringt.​ Dies wurde im Rahmen der Elektronik-Fachmesse CES in Las Vegas bekannt gegeben. 

Im Zentrum der Kooperation steht die Vision, KI zum «industriellen Betriebssystem» zu machen, und digitale Zwillinge von passiven Simulationen zu aktiven, selbstoptimierenden Abbildern realer Fabriken weiterzuentwickeln. So sollen Unternehmen Produkte schneller entwickeln, die Fertigung in Echtzeit anpassen und Stillstände deutlich reduzieren können.​

Ab 2026 soll das Siemens-Gerätewerk Erlangen als erste vollständig KI-gesteuerte, adaptive Produktionsstätte dienen und als Blaupause für weitere Standorte weltweit fungieren. Ein «KI-Gehirn», gespeist aus softwaredefinierter Automatisierung, industrieller Betriebssoftware und NVIDIAs Omniverse-Plattform, analysiert fortlaufend den digitalen Zwilling, testet Optimierungen virtuell und überführt bestätigte Verbesserungen in den laufenden Betrieb.​

Die Partner adressieren zudem das Halbleiterdesign und die Elektronische Design-Automatisierung: Siemens integriert NVIDIA CUDA-X, PhysicsNeMo und GPU-Beschleunigung in sein EDA-Portfolio, um zentrale Workflows wie Verifikation, Layout und Prozessoptimierung um den Faktor zwei bis zehn zu beschleunigen. KI-gestützte Funktionen sollen Ingenieuren bei Layout, Debugging und Schaltungsoptimierung helfen und so kürzere Designzyklen und höhere Fertigungsqualität ermöglichen.​

Parallel arbeiten Siemens und NVIDIA an einer standardisierbaren Blaupause für AI Factories, die hohe Rechenleistung mit energieeffizienter Infrastruktur, Kühlung und Automatisierung verbindet. Die Kombination aus NVIDIAs KI-Ökosystem und Siemens-Kompetenz in Energieinfrastruktur, Elektrifizierung und Automatisierung soll den globalen Ausbau industrieller KI-Rechenzentren beschleunigen – und beide Unternehmen nutzen die Technologien gegenseitig in ihren eigenen Abläufen, um praktischen Kundennutzen im industriellen Massstab zu demonstrieren.

Quelle: Siemens

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Coop verzeichnet Umsatzrekord, gewinnt mehr Kundschaft und Marktanteile

Coop erreichte im vergangenen Geschäftsjahr erstmals einen Umsatz von über CHF 35 Milliarden. Mit einer Zunahme von währungsbereinigt CHF 742 Millionen respektive 2,1 % gegenüber dem Vorjahr, weist Coop einen Umsatz von CHF 35,4 Milliarden aus. Sowohl bei den Coop-Supermärkten als auch bei den Fachformaten gewinnt Coop Marktanteile. Dies ist mitunter auf die zahlreichen neuen Kund:innen zurückzuführen.

Die Coop-Supermärkte wuchsen um 2,6 %, wobei Coop.ch um 10,1 % zulegte. Ohne Treibstoffe stieg der Nettoerlös im Detailhandel um 2,3 %. Grosshandel / Produktion legten währungsbereinigt um 2,9 % zu. Der Nettoerlös mit nachhaltigen Produkten steigerte sich auf CHF 6,8 Milliarden.

2,6 % Wachstum im Detailhandel

Im Detailhandel beläuft sich der Gesamtumsatz auf CHF 21,1 Milliarden. Die Coop-Supermärkte inklusive Coop.ch erreichten einen Nettoerlös von CHF 12,4 Milliarden, wuchsen um 2,6 % und konnten Marktanteile gewinnen. Nebst nachhaltigen Produkten verzeichnete auch die Eigenmarke Prix Garantie eine erhöhte Nachfrage und wuchs um 7,5 %. Coop konnte im vergangenen Jahr rund 1 900 Produkte im Preis senken und hat damit seit 2019 rund CHF 700 Millionen in tiefere Preise investiert.

Die Fachformate erreichten ohne Treibstoff einen Zuwachs von 1,7 % und gewannen weiter Marktanteile. Dabei steigerte Coop City den Umsatz um 4,7 % auf 838 Millionen. Auch Interdiscount, Jumbo, Coop Vitality und Update Fitness konnten ihre Nettoerlöse steigern. Die Bereiche Gastronomie / BâleHotels legten um 0,7 % auf CHF 530 Millionen zu und konnten zusätzliche Gäste gewinnen. Mit 3,5 % entwickelte sich auch das führende Convenience-Format Coop Pronto sehr positiv.

Ohne Treibstoffe verzeichnete Coop im Detailhandel währungsbereinigt einen Zuwachs von 2,3 %.

2,9 % Wachstum in Grosshandel und Produktion

Im Geschäftsbereich Grosshandel / Produktion stieg der Gesamtumsatz währungsbereinigt um 2,9 % auf CHF 17,2 Milliarden. Transgourmet erwirtschaftete einen Nettoerlös von CHF 11,6 Milliarden, was währungsbereinigt einem Plus von 2,6 % entspricht. Damit entwickelt sie sich erfolgreich im europäischen Abhol- und Belieferungsgrosshandel. Im Geschäftsbereich Produktion stieg der Nettoerlös währungsbereinigt um 4,0 % auf CHF 5,9 Milliarden.

Online-Handel wuchs um 10,1 %

Der Online-Supermarkt Coop.ch mit über 22 000 Produkten wuchs im Nettoerlös um 10,1 %. Im Bereich Grosshandel stieg der Nettoerlös online währungsbereinigt um 12,5 %. Insgesamt erreichte das Online-Geschäft von Coop einen Nettoerlös von CHF 6,1 Milliarden.

CHF 6,8 Milliarden Erlös im Nachhaltigkeitsbereich

Der Nettoerlös mit nachhaltigen Produkten stieg auf CHF 6,8 Milliarden. Coop verfügt mit rund 21 600 Artikeln über das breiteste nachhaltige Sortiment im Detail- und Grosshandel. Damit ist Coop die unumstrittene Nummer 1 im Bereich Nachhaltigkeit.


Weitere Details und die vollständige Erfolgsrechnung inklusive Gewinn wird Coop an der Bilanzmedienkonferenz vom 17. Februar 2026 bekanntgeben.

Mareen Eichinger im Interview: «Gute Kommunikation beginnt beim Weglassen»

Mareen Eichinger, Inhaberin von macheete, berät seit Jahren Unternehmen in strategischer Kommunikation. Im Interview erklärt sie, warum Klarheit eine zentrale Führungsaufgabe ist, weshalb «weniger oft mehr ist» und welche gesellschaftliche Verantwortung Unternehmen heute tragen.

Mareen Eichinger

 

Du berätst Unternehmen in einer Zeit permanenter Überforderung. Was ist 2026 aus deiner Sicht die grösste kommunikative Fehlentscheidung, die viele Führungskräfte treffen?

Mareen Eichinger: Die grösste Fehlentscheidung ist, Kommunikation weiterhin als Reaktion zu begreifen. Viele Führungskräfte fühlen sich getrieben: von Trends, von Plattformen, von Erwartungshaltungen. Entsprechend wird kommuniziert – schnell, viel, aber ohne klare Linie. 2026 rächt sich das. Kommunikation ohne strategische Klammer wird nicht mehr als relevant wahrgenommen, sondern als zusätzlicher Lärm.

KI ist inzwischen Standard. Woran erkennst du in der Praxis, ob Kommunikation strategisch geführt wird oder nur automatisiert?

Automatisierte Kommunikation erkennt man daran, dass sie überall funktionieren könnte und genau deshalb nirgends wirklich wirkt. Strategische Kommunikation ist wiedererkennbar, auch wenn sie KI nutzt. Sie folgt klaren Themen, einer konsistenten Tonalität und einer Haltung. KI beschleunigt Prozesse, aber sie ersetzt keine Entscheidungen. Wer diese nicht trifft, verstärkt mit KI nur Beliebigkeit.

Viele Unternehmen reden über Sichtbarkeit. Du sprichst oft über Klarheit. Warum ist Klarheit 2026 der knappere Rohstoff?

Weil Sichtbarkeit technisch einfach geworden ist. Klarheit bedeutet Festlegung, und die fällt vielen Entscheidern schwer. Sich zu entscheiden, wofür man steht, heißt immer auch, etwas anderes nicht zu tun. Viele Unternehmen scheuen diese Konsequenz. Das Ergebnis sind weichgespülte Botschaften, die niemanden wirklich erreichen. Klarheit ist unbequem, aber genau deshalb wirksam.

Wo beginnt für dich gute Kommunikation: bei der Botschaft oder bei der Entscheidung, was man bewusst nicht sagt?

Beim Weglassen. Gute Kommunikation ist ein Filter. 2026 wird nicht derjenige wahrgenommen, der am meisten sagt, sondern derjenige, der das Richtige sagt. Und zwar zur richtigen Zeit und für die richtige Zielgruppe. Wer alles kommentiert, verliert an Relevanz.

Als Agenturinhaberin arbeitest du nah an Geschäftsführungen. Welche Fragen müssten sich Entscheider 2026 häufiger stellen, bevor sie kommunizieren?

Zunächst: Ist das, was wir sagen, intern überhaupt Realität? Dann: Können unsere Mitarbeitenden diese Botschaft glaubwürdig mittragen? Und schliesslich: Würden wir diese Aussage auch in zwei Jahren noch vertreten? Kommunikation ist heute dauerhaft sichtbar. Kurzfristige Narrative ohne Substanz werden langfristig zum Reputationsproblem.

Social Media fühlt sich für viele Marken anstrengender denn je an. Was ist dein Gegenentwurf zu «Wir müssen überall präsent sein»?

Bewusste Reduktion. Social Media ist kein Pflichtprogramm, sondern ein strategischer Raum. 2026 funktioniert Präsenz nur dort, wo Marken etwas einzuordnen haben: Expertise, Haltung und Perspektive. Reine Selbstdarstellung verliert – algorithmisch und menschlich.

Beobachtest du eine Rückkehr zu weniger Kanälen, dafür mehr Haltung, oder ist das Wunschdenken?

Ich sehe das sehr klar bei Unternehmen, die reifer geworden sind. Sie reduzieren Kanäle, schärfen Themen und gewinnen dadurch an Konsistenz. Weniger Touchpoints bedeuten nicht weniger Wirkung, sondern mehr Tiefe und Vertrauen.

Klassische PR verändert sich stark. Was bleibt unverzichtbar und was hat ausgedient?

Mareen Eichinger: Unverzichtbar bleibt journalistisches Denken: Relevanz, Kontext und Einordnung. Ausgedient hat PR als reine Platzierungsdisziplin. Medien sind keine Verstärker für beliebige Botschaften, sondern Filter für Inhalt und Substanz. Wer das nicht versteht, wird nicht mehr gehört.

Wie verändert sich die Rolle von Agenturen 2026: Dienstleister, Sparringspartner oder strategische Mitdenker?

Mareen Eichinger: Agenturen müssen strategische Sparringspartner sein. Umsetzung allein wird austauschbar oder automatisiert. Der eigentliche Mehrwert liegt darin, Führungsteams zu challengen, Prioritäten zu schärfen und auch unbequeme Wahrheiten auszusprechen.

Vertrauen ist ein grosses Wort. Woran scheitert es in der Kommunikation deiner Erfahrung nach am häufigsten?

Mareen Eichinger: An Widersprüchen zwischen Anspruch und Wirklichkeit, zwischen interner Kultur und externer Botschaft. Vertrauen entsteht nicht durch perfekte Kommunikation, sondern durch Konsistenz. Wer sich ständig neu erfindet, wirkt nicht dynamisch, sondern unglaubwürdig.

Gibt es Trends oder Buzzwords, die du 2026 bewusst nicht mehr hören möchtest?

Alles, was suggeriert, dass Tools Strategie ersetzen. «KI regelt das» ist ein gefährlicher Satz. Technologie verstärkt, was da ist, aber sie ersetzt keine Einordnung und keine Verantwortung.

Wenn du deine Arbeit auf einen Satz reduzieren müsstest: Was sollte Kommunikation 2026 wirklich leisten?

Sie sollte Orientierung geben, in einer Zeit, in der vieles schneller wird, aber immer weniger klar.

Revolutionäre Technologie zur Reduktion von CO₂-Emissionen im maritimen Sektor

Die in Lugano ansässige Azra Advanced Materials AG, spezialisiert auf hoch energieeffiziente Schiffsbeschichtungen, wurde in das Portfolio des Schweizer Technology Fund aufgenommen. Diese Anerkennung unterstreicht das Potenzial der Technologien von Azra, die CO₂-Emissionen des globalen maritimen Sektors, der rund 3 % der weltweiten Gesamtemissionen verursacht, signifikant zu reduzieren.

Auch die Neptune Lines setzen auf Nanobeschichtungen von Azra Advanced Materials AG zur Reduktion von CO2-Emissionen. (Bild: zVg / Azra Advanced Materials)

Mehr als 90 % des internationalen Handels erfolgen über den Seeweg. Im Jahr 2022 verursachte die Seeschifffahrt rund 858 Millionen Tonnen CO₂. Ein erheblicher Teil dieser Emissionen ist auf Biofouling zurückzuführen. Darunter versteht man die Ansammlung von Organismen auf Schiffsrümpfen. Dies kann den Treibstoffverbrauch um bis zu 40 % erhöhen und verursacht jährliche wirtschaftliche Schäden von über 30 Milliarden US-Dollar. Darüber hinaus führt die kontinuierliche Degradation biocidhaltiger und silikonbasierter Beschichtungen während des Betriebszyklus eines Schiffes zu einer zusätzlichen Freisetzung toxischer Chemikalien in die Meere.

Mit Nanobeschichtung zu weniger Reibung

Das langlebige, ultraniedrig reibende und biocidfreie Beschichtungssystem von Azra, das auf einer proprietären, patentierten Nanotechnologie basiert, reduziert die Rumpfreibung und verzichtet vollständig auf den Einsatz von Silikonölen. Es weist nachweislich keinerlei Freisetzung toxischer Stoffe in die Meeresumwelt auf. Gleichzeitig gewährleistet es eine dauerhaft hohe Leistungsfähigkeit, senkt den Treibstoffverbrauch und reduziert die CO₂-Emissionen. Gemäss Angaben von Azra Advanced Materials konnten durch den Einsatz ihrer Beschichtung seit 2021 mehr als 20 000 Tonnen CO₂ eingespart werden. Diese Ergebnisse wurden auf kommerziellen Flotten weltweit verifiziert, teilt das Unternehmen mit.

Darüber hinaus unterstützt das Beschichtungssystem umfassendere Nachhaltigkeitsziele. Die biocidfreie Formulierung von Azra ist vollständig mit den Umweltanforderungen der IMO konform und trägt zu mehreren Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs) bei, insbesondere zu SDG 14 – Leben unter Wasser. Sie enthält keine aktiven Substanzen, die marine Ökosysteme schädigen könnten, und leistet einen langfristigen Beitrag zum Schutz der Meeresgesundheit.

Präsenz im internationalen Schifffahrtssektor ausbauen

Mit der Unterstützung des Swiss Technology Fund wird Azra Advanced Materials AG ihre Präsenz im internationalen Schifffahrtssektor weiter ausbauen und die Entwicklung sowie Markteinführung einer neuen Generation superhydrophober Beschichtungssysteme beschleunigen können, die die Reibung von Schiffsrümpfen weiter reduzieren. Dies unterstützt die globalen Dekarbonisierungsbemühungen und trägt zur weiteren Senkung der CO₂-Emissionen bei. «Mit der Unterstützung des Swiss Technology Fund können wir unsere Präsenz im Schifffahrtsmarkt weiter ausbauen und zur Dekarbonisierung der Branche beitragen, indem wir CO₂-Emissionen durch nachhaltige, langlebige und leistungsstarke Beschichtungen reduzieren, die die Effizienz von Schiffen verbessern», erklärt Azra Advanced Materials.

Quelle: https://www.azra-tech.com

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Dry January-Challenge gegen Alkohol am Arbeitsplatz

Alkohol am Arbeitsplatz gefährdet die Gesundheit der Mitarbeitenden, erhöht die Unfallgefahr und ist eine betriebliche Herausforderung. Der Dry January® 2026 setzt mit einer Workplace-Challenge den Fokus auf einen gesunden Arbeitsplatz. Spielerisch können die Mitarbeitenden über den eigenen und gemeinsamen Alkoholkonsum reflektieren.

Die Dry January-Challenge lässt sich ab 1. Januar 2026 auch am Arbeitsplatz durchführen: Wenn das Team die Workplace-Challenge gemeinsam meistert, stärkt das nicht nur den Zusammenhalt, sondern es winken auch noch Preise. (Bild: zVg / Dry January)

Ab dem 1. Januar 2026 lädt der Dry January, die nach eigenen Angaben grösste Alkoholpräventions-Kampagne der Schweiz, dazu ein, einen Monat alkoholfrei zu leben und dadurch den eigenen Alkoholkonsum zu hinterfragen. Im Januar 2026 soll auch das beruflichen Umfeld erfasst werden. Denn neu gibt es dafür die Workplace-Challenge, die Betriebe und Teams motiviert, gemeinsam einen alkoholfreien Start ins Jahr zu wagen. Der Dry January versorgt die Verantwortlichen im Betrieb vor und während der Kampagne mit Tipps und Materialien, um die Challenge im Team interessant zu gestalten. Getragen und unterstützt wird die Aktion u.a. von Blaues Kreuz Schweiz, Fachverband Sucht, Sucht Schweiz und dem Bundesamt für Gesundheit BAG.

Alkohol am Arbeitsplatz als Kostentreiber

In der Schweiz haben 2 bis 5% der Arbeitnehmenden und bis zu 10% der Führungskräfte einen gesundheitsschädlichen Umgang mit Alkohol. Bei jeder sechsten Kündigung spielt Alkoholkonsum eine Rolle. 15 bis 25% der Arbeitsunfälle sind auf Alkoholkonsum oder den Konsum anderer psychoaktiver Substanzen zurückzuführen. In der Schweiz entstehen 215 Mio. Absenzstunden wegen Krankheit oder Unfall, davon sind 8,4 Mio. durch Alkohol bedingt.

Betriebe übernehmen Verantwortung

«Der Dry January ist für uns kein Verzicht, sondern ein bewusster Start ins neue Jahr. Dabei möchten wir unsere Mitarbeitenden aktiv unterstützen. Bei Unic gehen wir mit Neugier und Gemeinschaftssinn neue Wege für mehr Wohlbefinden im Arbeitsalltag. Als Office Managerin liegt mir die physische und psychische Gesundheit unserer Mitarbeitenden besonders am Herzen. Deshalb fördern wir einen achtsamen Umgang mit Alkohol, auch durch konkrete Angebote wie alkoholfreie Apéros im Januar», sagt Anita Hermecz Office Managerin von Unic AG Bern-Liebefeld. «Go for Dry January – gut für deine Leber und für deinen Geldbeutel», findet Michael Frei, teilnehmender Mitarbeiter bei Unic.

Was ist die Workplace-Challenge?

Mit der Dry January-Challenge im Team kommt der Anstoss, dass das Arbeitsumfeld gesünder, produktiver und glücklicher wird. Der diesjährige Fokus des Dry January «Betriebliches Gesundheitsmanagement» will mit spielerischer Leichtigkeit Betrieben das Thema «Alkohol und Arbeit» näherbringen. Dafür stellt er die «Workplace-Challenge» bereit: Die Gesundheit der Mitarbeitenden steht hierbei im Mittelpunkt, ebenso wie die Sensibilisierung und das Hinterfragen von Trinknormen. Insbesondere im Arbeitskontext können Trinknormen problematisch sein, wenn sie sozialen Druck erzeugen und sich Mitarbeitende unwohl fühlen. Hingegen fördert die Workplace-Challenge den Team-Zusammenhalt. Der Dry January erleichtert Betrieben, bisher von Alkohol begleitete oder sogar getragene Teamanlässe alkoholfrei zu gestalten und trotzdem ausgelassen zu feiern. Die Vision: Orte, an denen wir arbeiten, werden wahrgenommen als ein zentrales, wertvolles und sicheres Umfeld, um den Alkoholkonsum gemeinsam zu reflektieren und Veränderungen des Konsums zu unterstützen. Die Unternehmen leisten durch ihre Teilnahme am Dry January einen engagierten Beitrag für die physische und psychische Gesundheit ihrer Mitarbeitenden.

Dry January im Betrieb – einfach umgesetzt

Der Dry January unterstützt Betriebe und HR-Verantwortliche bei der Durchführung der Aktion im Betrieb. Er stellt für die Workplace-Challenge Material und Gadgets zur Verfügung. Ausserdem können das Frappé-Velo, interaktive Halbtages-Workshops zu Alkohol am Arbeitsplatz, die Blue Cocktail Bar, Mixingshows, Kurse oder Barservice mit Weltklasse-Flairtender, einem Fahrsimulator, der Promille-Brille und interaktive Workshops zum tieferen Mitgliederpreis angeheuert werden. Es gibt als Preise wöchentliche Lieferung alkoholfreier Getränke fürs ganze Team und einen Hauptpreis für einen Spa-Besuch in Burgdorf.

Weitere Informationen und Teilnahmemöglichkeit

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KI 2026: Die Lücke zwischen Intelligenz und Kontext schliesst sich

Künstliche Intelligenz wird sich persönlich anfühlen, unsere Arbeit wirklich verstehen und endlich die Arbeit mit der Zeit reduzieren. So sieht es Andy Wilson, Senior Director, New Product Solutions, Dropbox, in seinem Gastbeitrag.

Die KI wird immer mehr auch in grösseren Zusammenhängen «denken» können. (Bild: Depositphotos.com)

Für die meisten von uns folgt die Technologie, die wir bei der Arbeit nutzen, einem vertrauten Rhythmus. Das Internet hat den Zugang zu unbegrenzten Informationen eröffnet, mobile Geräte haben uns von unseren Schreibtischen befreit und Cloud-Software hat es jedem Team ermöglicht, sein eigenes Ökosystem aus spezialisierten Tools aufzubauen. Diese Veränderungen haben Geschwindigkeit und Flexibilität gebracht, aber auch einen lauteren und fragmentierten Arbeitsplatz geschaffen. Unsere Aufmerksamkeit muss sich heute auf eine wachsende Zahl von Apps und Plattformen verteilen. 2026 werden wir jedoch den nächsten grossen Wandel in dieser Entwicklung erleben, denn die Technologie beginnt endlich, uns und unsere Arbeitsweise vollständig zu verstehen.

KI lernt dazu

Wir bewegen uns weg von Tools, die einfach nur Aufgaben ausführen, und hin zu solchen, die wissen, warum wir diese Aufgaben ausführen. Weg von generischer KI, die Fragen beantwortet, hin zu kontextbezogener KI, die unsere Prioritäten, Rolle und die Arbeit, die wir tatsächlich erledigen müssen, auch wirklich versteht.

Bislang war KI meist generisch und leistungsstark, aber ohne Kenntnis des Teams, der unternehmenseigenen Terminologie oder der Realität des letzten Quartals. Sie konnte zwar die Hauptstadt von Peru (Lima) nennen, aber nicht, warum ein Projekt letzte Woche ins Stocken geraten ist. Diese Lücke zwischen Intelligenz und Kontext wird sich im kommenden Jahr schließen!

Der nächste Sprung: KI wird zum strategischen Assistenten

Seit Jahren werden digitale Umgebungen immer schwerfälliger und mit mehr Tabs und Benachrichtigungen überladen, als irgendjemand überhaupt realistisch bewältigen kann. Das Ergebnis ist ein Arbeitstag, der eher von Reibungsverlusten als von Konzentration geprägt ist.

Mitarbeitende kommen nicht aufgrund mangelnder Anstrengung nicht mit ihren Workloads hinterher, sondern oft, weil sie so viel Zeit damit verbringen, nach Informationen zu suchen, die irgendwo existieren – verborgen in Tools, die nie dafür gedacht waren, zusammenzuarbeiten.

Dieses Muster wird sich ab 2026 ändern und KI wird einen Grossteil der stillen, unsichtbaren Koordination übernehmen, die bislang die Mehrheit unserer Aufmerksamkeit aufgefressen hat. Die nächste Generation von Tools wird administrative Arbeiten reduzieren, indem sie sie übernimmt, statt diese für den Anwender immer noch höher aufzutürmen. Menschen werden ihre Zeit und Klarheit zurückgewinnen.

Intelligentere Kalender sind ein gutes Beispiel für diesen Wandel. Sie entwickeln sich von statischen Terminplänen zu Entscheidungshilfen, die die Arbeitswoche nach Ergebnissen statt nach Verfügbarkeit gestalten. Sie identifizieren, welche Besprechungen verschoben werden können, schützen die wichtigen Termine und schaffen ungestörten Raum für Aufgaben, die Tiefgang erfordern. Sie schützen auch die kleinen, sehr wichtigen Pausenzeiten des Arbeitstages, in denen beispielsweise bei einem Spaziergang an der frischen Luft oder bei einer Tasse Kaffee die Gedanken wieder neu geordnet werden.

Karriere next level: Expertise trifft Flexibilität

Ein weiterer Trend, der sich 2026 deutlicher abzeichnen wird, ist «Fractional Working», da immer mehr Führungskräfte eine Karriere im Portfolio-Stil anstreben. Die Gig Economy hat damals den Weg für flexiblere Arbeitsweisen bereitet, und die Pandemie hat gezeigt, dass Arbeitsleistung von Führungskräften nicht immer davon abhängt, ob sie sich am selben Ort befinden. Statt sich nur einem einzigen Arbeitgeber zu verpflichten, wählen Führungskräfte im Fractional Working-Modell daher eine Kombination von Aufgaben, bei denen sie am meisten bewirken können. Unternehmen haben den Vorteil, Zugang zu Fähigkeiten zu erhalten, die ihnen sonst möglicherweise nicht zur Verfügung stünden. Fractional Work führt auch zu einer bewussteren Karriereplanung und gibt den Mitarbeitenden die Freiheit, sich den Herausforderungen zu widmen, die sie als sinnvoll erachten. Gleichzeitig haben viele Unternehmen erkannt, dass sie Fachwissen benötigen, das nicht immer von einer einzigen Vollzeitkraft bereitgestellt werden kann.

Im Jahr 2026 wird dies noch viel praktischer, da KI beginnt, die Koordination zu übernehmen, die diese Aufgaben früher so schwierig machte. Eine kürzlich durchgeführte Umfrage ergab, dass 97 % der Führungskräfte bereits KI in ihrer persönlichen Arbeit einsetzen. Das zeigt, dass sie zunehmend auf diese Tools zurückgreifen, um Routineaufgaben zu erledigen und ihre Effektivität zu steigern.

Auf dieser Grundlage können Führungskräfte sich auf Systeme verlassen, die Kommunikation zusammenführen, wichtige Updates anzeigen und Prioritäten in sehr unterschiedlichen Umgebungen organisieren. KI-gestützte E-Mails, intelligentere Terminplanung und Wissenswerkzeuge wie Dash tragen dazu bei, Zeitverluste beim Wechsel zwischen Unternehmen zu reduzieren und den Mitarbeitenden einen klaren Überblick darüber zu verschaffen, was jedes Team von ihnen benötigt.

Zukunft der Arbeit 2026: Persönlicher, fokussierter, menschlicher

Es besteht kein Zweifel daran, dass KI-Müdigkeit existiert und die Antwort nicht in noch mehr Tools liegt. Was Menschen brauchen, ist eine Führung, die Rahmen setzt, Vertrauen aufbaut und ihnen Raum gibt, neue Fähigkeiten zu erkunden, ohne sich überfordert zu fühlen. Entsprechend kann KI dazu beitragen, gesündere Arbeitsrhythmen zu fördern und den Druck zu verringern, der durch ständige Kontextwechsel entsteht. Sie kann Menschen auch dabei helfen, bessere Entscheidungen darüber zu treffen, wie sie ihre Zeit und ihr Wohlbefinden gestalten, was mittlerweile genauso wichtig ist wie Produktivität.

Von Features zu Klarheit – die neue Rolle der KI

2026 wird KI einen grösseren Teil der Koordination übernehmen und damit Raum für fokussiertes Denken und sinnvolle Arbeit schaffen. In diesem Zuge wird die Technologie unauffälliger und unterstützender, und der Schwerpunkt verlagert sich von der Anzahl der Funktionen hin zur Klarheit, die sie ermöglicht. Denn wenn KI Störfaktoren ausblendet, das Wesentliche hervorhebt und Menschen auf eine Weise unterstützt, die sich persönlich anfühlt, wird das eine prägende Veränderung sein. Es wird sich nicht um einen lauten Durchbruch handeln, sondern um einen sanft neugestalteten Arbeitstag, der sich klarer, ruhiger und menschlicher anfühlt.

 

Autor:

Andy Wilson ist Senior Director of New Product Solutions bei Dropbox. Mit mehr als 18 Jahren Erfahrung in den Bereichen interaktive Fernsehdienste, Broadcast-Innovation, Produktmanagement und digitale Rechte für die BBC und nach einer führenden Position bei der Digital Production Partnership-Initiative schloss sich Andy Wilson 2018 Dropbox an. Er arbeitet täglich eng mit Unternehmen zusammen, um so viel Wert wie möglich aus der Technologie und den Produkten von Dropbox schöpfen zu können. 

 

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