Der IT-Dienstleister adesso Schweiz gewinnt Syrian Hadad als neuen Chief Technology Officer. Der Technologie-Experte mit 20-jähriger Erfahrung wechselt vom Kanton Aargau, wo er zuletzt als CTO und Leiter Technologie- und Lösungsentwicklung tätig war. Hadad startet am 1. April 2026.
Redaktion - 3. März 2026
Syrian Hadad übernimmt ab 1. April 2026 die Position des CTO bei adesso Schweiz. Quelle: zvg
Der Beratungs- und IT-Dienstleister adesso Schweiz verstärkt seine Führungsriege mit Syrian Hadad als neuem Chief Technology Officer. Der Technologie-Experte bringt über 20 Jahre Erfahrung in den Bereichen Architektur, Plattformaufbau und digitale Transformation mit.
Vom Kanton Aargau zu adesso
Syrian Hadad war zuletzt beim Kanton Aargau als CTO und Leiter Technologie- und Lösungsentwicklung tätig. Dort verantwortete er zentrale Cloud-, Architektur- und KI-Initiativen und leitete rund 40 Engineers in unterschiedlichen Teams. Zudem steuerte er bereichsübergreifende Transformationsvorhaben. Im Jahr 2023 wurde das Team des Kantons Aargau mit dem Digital Economy Award ausgezeichnet.
Der neue CTO verfügt über einen Master in Business Administration der FHNW und einen Bachelor of Science in Business Information Technology. Zusätzlich ist er als Dozent tätig, unter anderem an der Berner Fachhochschule, und wirkt als Verwaltungsrat in einem Aargauer KMU.
Fokus auf Innovation und Delivery
«Ich freue mich sehr auf meine neue Herausforderung bei adesso Schweiz. Mein Ziel ist es, Innovation und Technologie konsequent in marktfähige, skalierbare Angebote zu übersetzen, die Time-to-Value für unsere Kundinnen und Kunden zu verkürzen, die Delivery gemeinsam mit den Teams gezielt weiterzuentwickeln und adesso als technologisch führenden Partner im Schweizer Markt noch sichtbarer zu machen», kommentiert Syrian Hadad seine neue Rolle.
CEO Michaela Gasser ergänzt: «Mit Syrian Hadad als neuem CTO gewinnen wir eine starke Führungspersönlichkeit mit ausgeprägter Technologie- und Umsetzungskompetenz. Syrian verbindet Leadership mit strategischem Denken und operativer Delivery-Erfahrung und bringt umfassende Expertise in IT-Architektur, Plattformen, Cloud und KI mit.»
adesso wurde 1997 in Dortmund gegründet und beschäftigt aktuell in der adesso Group über 10‘400 Mitarbeitende. Als Landesgesellschaft beschäftigt sich adesso Schweiz mit Beratung sowie individueller Softwareentwicklung auf die Kerngeschäftsprozesse von Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen. Zu den wichtigsten Kunden gehören SBB, Swisscom, Post, PostFinance, die Schweizer Eidgenossenschaft, Roche, Helsana, Swiss Life und die Mobiliar.
Bernhard Kletzmair leitet neu Mondelez Österreich und Schweiz
Bernhard Kletzmair ist seit 2. Februar 2026 neuer Managing Director von Mondelez Österreich und Schweiz. Der internationale Betriebswirt bringt umfassende Management- und Sales-Erfahrung aus Führungspositionen bei Red Bull, Procter & Gamble und The Hain Celestial Group mit. Er verantwortet die Geschäfte der beiden wachstumsstarken Märkte mit Marken wie Milka, Philadelphia und Toblerone.
Redaktion - 3. März 2026
Bernhard Kletzmair leitet Mondelez International. Quelle: zvg
Bernhard Kletzmair übernimmt seit 2. Februar 2026 als neuer Managing Director die Leitung von Mondelez Österreich und Schweiz. In dieser Rolle verantwortet er die Geschäfte der beiden stark wachsenden Märkte mit bekannten Marken wie Milka, Philadelphia und Toblerone.
Fokus auf Wachstum und Innovation
«Im Einklang mit unserer Vision 2030 werden wir weiterhin auf Wachstum in den Bereichen Schokolade, Kekse und gebackene Snacks setzen, um Weltmarktführer im Bereich Snacking zu werden. Dabei setzen wir auf unsere Kern-Marken wie Milka, Philadelphia und Toblerone sowie spannende Innovationen für unsere Konsumentinnen und Konsumenten», so Kletzmair.
Umfassende Expertise aus internationalen Führungspositionen
Der gelernte internationale Betriebswirt war zuletzt Geschäftsführer der Heidi Chocolat Niemetz Schwedenbomben in Österreich und davor als Europa-Chef Vertrieb und Marketing bei The Hain Celestial Group tätig. Zudem bringt Kletzmair langjährige Management- und Sales-Erfahrung aus nationalen sowie internationalen Führungspositionen bei Unternehmen wie Red Bull und Procter & Gamble mit, wo er unter anderem als Sales Direktor in der Schweiz tätig war.
Michael Baumgartner, der die vergangenen Monate als interimistischer Managing Director die Geschäfte für Mondelez Österreich geführt hat, leitet als Head of Sales Österreich weiterhin die Vertriebs-Agenden. In der Schweizer Geschäftseinheit verantwortet Lukas Henle als National Account Manager den Vertrieb. Kletzmair folgt als Managing Director in der Schweiz Anna van Riesen, die Anfang des Jahres ihren Wechsel aus dem Unternehmen bekannt gab.
«Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den Teams aus Österreich und der Schweiz, um gemeinsam mit ihnen unsere starken Lieblingsmarken weiterzuentwickeln und damit unsere Konsumentinnen und Konsumenten zu begeistern», sagt Bernhard Kletzmair.
Mondelez International verzeichnete 2025 einen Netto-Umsatz von rund 38,5 Milliarden US-Dollar und ist in über 150 Ländern als führender Snacking-Anbieter tätig. Mit der Strategie «Snacking Made Right» bietet das Unternehmen Konsument:innen für jeden Anlass den richtigen Snack an.
Hannes ist eine fiktive Figur in einem Industrieunternehmen und «Hannes managt» ist der Titel der dazugehörigen Geschichten-Serie. Inklusive feinsinniger Satire aus den und über die Management-Etagen…
Sie müssen eingeloggt sein, um diesen Inhalt zu sehen. Bitte Einloggen. Kein Mitglied? Jetzt abonnieren
Serviceplan macht KI-Agenten für kleine und mittlere Unternehmen zugänglich
Die Serviceplan Group lanciert mit Sokosumi eine Self-Service-Plattform für spezialisierte KI-Agenten. Die digitalen «AI Coworker» übernehmen konkrete Marketingaufgaben und richten sich erstmals gezielt an kleine und mittlere Unternehmen. Zum Start sind die beiden KI-Agenten Hannah und Elena verfügbar.
Redaktion - 3. März 2026
Hannah und Elena sind die neuen AI-Kolleginnen. Quelle: zvg
Die Serviceplan Group öffnet mit dem House of AI einen zentralen Baustein ihrer KI-Strategie erstmals auch für kleine und mittlere Unternehmen. Auf der Agenten-Plattform Sokosumi starten ab März 2026 spezialisierte KI-Agenten, die als digitale «AI Coworker» konkrete Marketingaufgaben übernehmen – von Research über Projektsteuerung bis hin zur operativen Umsetzung.
Sokosumi ist Serviceplans Self-Service-Plattform für standardisierte KI-Agenten als Teil des House of AI – dem integrierten KI-Ansatz der Serviceplan Group, der AI-Tools, spezialisierte Agenten und datengetriebene Services entlang der gesamten Marketing-Wertschöpfungskette verbindet. Als erstes Angebot aus dem Agentic AI-Layer des House of AI richtet es sich gezielt an kleine und mittlere Unternehmen.
KI-Agenten mit Agentur-Know-how
«Viele kleine und mittelgrosse Unternehmen in Deutschland schöpfen das Potenzial von KI im Marketing noch nicht aus. Oft fehlen Zeit oder eigene Ressourcen. Mit unseren AI Coworkern bringen wir die Leistungsfähigkeit des House of AI erstmals direkt zu KMUs – unkompliziert nutzbar und mit echtem Agentur-Know-how hinterlegt», sagt Sebastian Küpers, Managing Partner Plan.Net Studios.
Anders als generische KI-Tools oder Chatbots sind die AI Coworker kritisch mitdenkende, spezialisierte KI-Agenten mit klar definierten Rollen, Qualitätsmassstäben und Agentur-Know-how aus der Serviceplan Group. Das Besondere: Die Zusammenarbeit erfolgt über vertraute Wege wie E-Mail, WhatsApp oder in Microsoft-365-Umgebungen – keine neue Software, kein zusätzlicher Schulungsaufwand, kein technisches Vorwissen nötig und keine Medienbrüche. Diese AI Coworker werden in Europa betrieben und erfüllen europäische Datenschutz- und Compliance-Anforderungen.
Hannah und Elena zum Start
Mit Hannah und Elena starten jetzt die ersten beiden spezialisierten AI Coworker auf der Sokosumi-Plattform. Hannah ist als Marketing Research Partner auf Markt-, Wettbewerbs- und Zielgruppenanalysen spezialisiert. Sie unterstützt Unternehmen, Marketingentscheidungen auf Basis belastbarer Daten zu fällen und greift dabei auf Premium-Datenquellen wie Statista, GWI, dpa oder DataForSEO zu – Daten, die für viele kleine und mittlere Unternehmen sonst nicht wirtschaftlich zugänglich sind. Hannah ordnet Insights ein, macht Widersprüche transparent und weist offen darauf hin, wenn die Datenlage nicht ausreicht, um belastbare Entscheidungen zu treffen.
Elena agiert als Account Management & Project Partner und ist auf Projekt- und Aufgabensteuerung sowie Koordination und Qualitätssicherung spezialisiert. Sie bringt Struktur in Marketingprojekte, priorisiert Aufgaben, macht Budgets transparent und organisiert sämtliche Aktivitäten, auch die von weiteren KI-Agenten, auf einem zentralen Task-Board. So stellt sie sicher, dass Agenten, Prozesse und Arbeitsschritte reibungslos ineinandergreifen.
Beide AI Coworker arbeiten nicht isoliert, sondern ergänzen sich entlang klar definierter Rollen als eingespieltes Team. Je nach Aufgabenstellung koordinieren sie weitere spezialisierte AI Coworker. Ziel ist es, Marketingentscheidungen verlässlicher zu machen und Fehlentscheidungen frühzeitig zu vermeiden – insbesondere in Organisationen ohne eigene grosse Marketingabteilung.
Marktplatz für KI-Agenten
Das House of AI besteht aus vier Säulen: Insight.AI liefert datenbasierte Entscheidungsgrundlagen, Creative.AI ermöglicht skalierbare Kreation, Activate.AI optimiert die Kampagnen-Aktivierung und Agentic.AI bildet die übergreifende Schicht, in der spezialisierte KI-Agenten Aufgaben eigenständig übernehmen und orchestrieren.
Sokosumi wurde bereits im Sommer 2025 als Marktplatz für KI-Agenten gestartet und bietet nicht nur Zugriff auf Agenten der Serviceplan Group, sondern auch auf zahlreiche Partner wie Statista, GWI, NMKR und weitere Anbieter aus dem Marketing-Umfeld.
Für mittelständische und grosse Unternehmen bietet die Plan.Net Group darüber hinaus massgeschneiderte Lösungen zur Entwicklung und Integration von KI-Agenten in bestehende Marketing-, Daten- und Technologielandschaften. Diese individuellen Agentic-AI-Systeme werden spezifisch auf die Anforderungen komplexer Organisationen zugeschnitten und ermöglichen eine nahtlose Orchestrierung von Daten, Prozessen und kreativen Workflows entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
«Mit dem House of AI haben wir ein Ökosystem geschaffen, das KI in alle Bereiche unserer Arbeit integriert. Unsere AI Coworker auf Sokosumi sind der konsequente nächste Schritt: Wir öffnen dieses System für KMUs und machen professionelle Agenturleistung durch KI-Agenten einfacher zugänglich als je zuvor», sagt Florian Haller, CEO Serviceplan Group.
Cyberangriffe auf Schweizer Firmen eskalieren. Alte IT-Silos und fragmentierte Sicherheit genügen nicht mehr. Nur ein integriertes Datenfundament schafft echte Cyber-Resilienz!
Sie müssen eingeloggt sein, um diesen Inhalt zu sehen. Bitte Einloggen. Kein Mitglied? Jetzt abonnieren
Der Alltag der Schweizer Winzerinnen und Winzer verändert sich. Neben der Arbeit im Rebberg prägen Klimarisiken, neue Marktanforderungen und technologische Entwicklungen den Weinbau – und verlangen nach neuen Rollen, neuen Strategien und mutigen Entscheidungen.
Sie müssen eingeloggt sein, um diesen Inhalt zu sehen. Bitte Einloggen. Kein Mitglied? Jetzt abonnieren
Warum strengen sich Mitarbeitende besonders an? Warum geben sie ihr Bestes? Lohnt sich für sie ein aussergewöhnlicher Einsatz überhaupt? Genügt «Dienst nach Vorschrift»?
Sie müssen eingeloggt sein, um diesen Inhalt zu sehen. Bitte Einloggen. Kein Mitglied? Jetzt abonnieren
Per 1. Januar 2026 treten mehrere grundlegende Änderungen im OR und ZGB in Kraft, welche die Gewährleistungsrechte im Werkvertragsrecht, insbesondere im Bauwesen, deutlich stärken.
Sie müssen eingeloggt sein, um diesen Inhalt zu sehen. Bitte Einloggen. Kein Mitglied? Jetzt abonnieren
Generative KI im VR-Sekretariat: Effizienz-Chance oder Governance-Herausforderung? Eine Umfrage zeigt, wie Unternehmen KI nutzen und Vertraulichkeit meistern.
Sie müssen eingeloggt sein, um diesen Inhalt zu sehen. Bitte Einloggen. Kein Mitglied? Jetzt abonnieren
«Menschen müssen erst lernen, einer neuen Lösung zu vertrauen»
Kein Lebenslauf, keine Diplome, keine Personalien: Eine skillbasierte Lösung denkt das Bewerbungsverfahren neu. KMU können damit gleichzeitig verborgene Kompetenzen sichtbar machen und Talentpools aufbauen.
Sie müssen eingeloggt sein, um diesen Inhalt zu sehen. Bitte Einloggen. Kein Mitglied? Jetzt abonnieren
Der Swiss Venture Club SVC feiert dieses Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Das Unternehmer-Netzwerk hat sich mit der Verleihung der verschiedenen Prix SVC landesweit einen Namen geschaffen.
Bekannt geworden ist der Swiss Venture Club vor allem durch den Prix SVC, der in regelmässigem Turnus in verschiedenen Wirtschaftsregionen der Schweiz an vorbildliche KMU vergeben wird. Die Preisverleihungen haben sich in den letzten Jahren zu einem bedeutenden Stelldichein von Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Medien entwickelt. Angefangen hat alles im Jahr 2001, also vor 25 Jahren. Zum Jubiläumsjahr sprachen wir mit dem SVC Präsidenten Hans Baumgartner.
Herr Baumgartner, was war der eigentliche «Gründungsmoment» des SVC?
Die Idee geht auf Hans-Ulrich Müller zurück. Mit ihm zusammen arbeitete ich 2001 im KMU-Geschäft der Credit Suisse. Zu jener Zeit hatten die KMU bei den Grossbanken aber einen eher unbedeutenden Stellenwert. In den Quartalsberichten erschienen die KMU nicht, alles wurde dominiert von den Divisionen Vermögensverwaltung, Asset Management oder Investment-Banking. Vor allem Hans-Ulrich Müller war der Meinung, dass dies den Leistungen der KMU zu wenig angemessen war. Er wusste um die volkswirtschaftliche Bedeutung der KMU und wollte besonders vorbildliche Unternehmen würdigen. Besonders in den Vordergrund rücken wollten wir die Tatsache, dass Vermögen durch Unternehmertum geschaffen wird und nicht einfach in den Schoss fällt.
Und das ist auch heute noch die Grundmotivation für die Arbeit des SVC?
Ja, absolut. Inzwischen ist das Bewusstsein für mittelständische Unternehmen in der politischen Landschaft stärker geworden. Aber es muss weiter gepflegt werden. Wir dürfen nicht aufgeben, sonst gerät dieses Bewusstsein schnell wieder in Vergessenheit.
Auf welches Echo in der Schweizer KMU-Landschaft stiess der SVC, zumal ja mit der Credit Suisse eine Grossbank einen nicht unwesentlichen Anteil an der Entwicklung hatte?
Der SVC stiess sofort auf Begeisterung. Viele wollten mitmachen. Wir gingen also daran, eine tragfähige Organisation aufzuziehen: Wir gründeten einen Verein und stellten eine neutrale Expertenjury zusammen. Alle trugen die Botschaft nach aussen: Die KMU bilden einen wichtigen Teil des wirtschaftlichen Ökosystems der Schweiz. Für die Bewertung der KMU erarbeiteten wir mit McKinsey einen Kriterienkatalog, und die CS unterstützte uns grosszügig mit ihren Ressourcen, machte aber nie irgendwelche Vorgaben. Wir hatten freie Hand.
Wie liessen sich die weiteren Sponsoren überzeugen?
Da erwies sich das grosse Netzwerk von Hans-Ulrich Müller als Vorteil. Wichtig war uns dabei: Wir wollten Partner finden, die ebenfalls stark im KMU-Geschäft verankert sind, nicht nur heute, sondern auch in Zukunft. Entscheidend war auch ein persönlicher Zugang zu den Entscheidungsträgern dieser Partner. Nur so konnte es gelingen, sie von unserem Vorhaben zu überzeugen.
Wie schwer ist vor dem Hintergrund immer knapper werdender Sponsoringbudgets die Suche nach neuen Partnern heute?
Den langjährigen Gold Partnern sowie UBS als jetzigem Presenting Partner sind wir sehr dankbar. Nach wie vor müssen wir alle Sponsoren davon überzeugen können, dass sie ihr Geld zielgerichtet und nutzenorientiert einsetzen. Die Engagements wollen immer gut überlegt sein. Aber unsere Sponsoring-Angebote sind so ausgelegt, dass sie auch individuell ausgestaltet werden können.
Wann erfolgte der eigentliche Durchbruch des SVC, etwa hinsichtlich Mitgliederzahlen und öffentlicher Wahrnehmung?
Ein Meilenstein war die erste Verleihung des Prix SVC in Bern im Jahr 2003. Als eigentliches Durchbruchs-Jahr würde ich 2006 bezeichnen. Damals feierte die CS ihr 150-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass erhielt der SVC bedeutende Mittel zugesprochen, was uns ermöglichte, in sieben Regionen einen Prix SVC zu verleihen. Über 10 000 Menschen nahmen an diesen Anlässen teil. Das erwies sich als gewaltiger Boost. In der Folge haben wir auch weitere Event-Formate eingeführt – einige entwickelten sich gut, andere wurden wieder verworfen. Und es kommen laufend weitere Regionen hinzu: 2021 Genf und 2026 Aargau Solothurn. Die Mitgliederzahl steigerte sich auf heute 3800, und durch unsere Social Media-Aktivitäten können wir unsere Reichweite ebenfalls erhöhen.
Wie gelingt es dem SVC, sich als unabhängiges Netzwerk zu positionieren?
Der Vorstand fällt die Entscheide immer ohne Partikularinteressen gefällt. Alle Vorstandsmitglieder sind in der Business-Welt zu Hause und haben ein Interesse daran, die Innovationskraft von KMU zu erhalten und zu fördern. Ohne Unterstützung unserer Partner wären die Preisverleihungen und Aktivitäten nicht möglich. Sie tragen wesentlich dazu bei, dass an den Anlässen immer der Stolz der Finalisten und Preisträger im Zentrum stehen kann. Andere Unternehmen werden so bestärkt, weiterzumachen und noch besser zu werden. Denn nur so kommt man auf den Radar der Jury, um ins Gespräch gebracht zu werden.
Was waren für Sie persönlich besondere Erfolgserlebnisse?
Da gibt es einige, etwa die erstmalige Verleihung des Prix SVC Wirtschaftsraum Zürich. Als ich mit dieser Idee ankam, wurde mir zuerst gesagt, das interessiere doch keinen Menschen, und es gäbe ohnehin zu viele Veranstaltungen in Zürich. Nur: Es kam anders. Wir füllten das Hallenstadion mit 1500 Gästen, und die Zürcher KMU waren sich einig, noch nie eine ähnlich gute Gelegenheit fürs Netzwerken gehabt zu haben. Eindrücklich waren und sind jeweils auch die Jury-Tage, an denen wir alle Finalisten-Unternehmen besuchen. In guter Erinnerung bleiben mir auch die Reisen nach Asien, wo wir sehen konnten, wie toll sich Schweizer KMU in Vietnam oder China entwickelt haben. Was mich ebenfalls immer wieder freut, ist zu sehen, wie sich Personen für ein von ihnen nominiertes Unternehmen einsetzen.
Es gab in der Geschichte des SVC aber auch schwierige Phasen, etwa die Corona-Pandemie oder das Ende der Credit Suisse. Was war in diesen Momenten besonders schwierig?
Ja, das waren turbulente Zeiten. Corona war eine grosse Herausforderung. Wir mussten aber nur die Verleihung des Prix SVC Espace Mittelland verschieben, alle anderen konnten wir, wenn auch mit Auflagen, durchführen. Für den SVC, der von persönlichen Kontakten und Netzwerken lebt, war dies eine schwierige Zeit. Den Prix SVC Espace Mittelland 2021 konnten wir dann 2023 im Berner Kursaal erfolgreich nachholen. Ins Jahr 2023 fiel dann auch die Geschichte mit der Credit Suisse, die zur Übernahme der CS durch UBS führte. Beim SVC herrschte kurzzeitig Unsicherheit, wie es weitergehen soll, doch schnell erfolgten positive Signale von UBS, das Engagement der CS weiterzuführen. Im Laufe des Jahres 2024 konnten wir dann einen neuen, langjährigen Vertrag abschliessen. Heute ist UBS der Presenting Partner des SVC.
Der SVC ist, wie erwähnt, in verschiedenen Regionen der Schweiz aktiv. Was bedeutet das für die Führung des Netzwerks – auch als Verein?
Die Eigenheiten der Regionen sollen in jedem Fall zum Tragen kommen. Dies stellen wir durch die regionalen OK-Präsidien sicher, die lokal sehr gut vernetzt sind. Hinter den Kulissen zieht die SVC Geschäftsstelle unter der Leitung von Franziska Bürki die Fäden. Sie ist auch für die Betreuung der Mitglieder zuständig. Die Jurys mit ihren insgesamt 130 Mitgliedern sind jeweils regional organisiert. Aktuell engagieren sich 500 Partner und Sponsoren für den SVC.
Wie gelingt es, den «Lokalkolorit» der jeweiligen Regionen bei den Preisverleihungen sichtbar zu machen?
Die Abläufe der Preisverleihungen folgen einem standardisierten Drehbuch. Das ist wichtig für die Qualität der Anlässe und das Renommee der Auszeichnung. Doch es gibt selbstverständlich regionale Abweichungen und Platz für individuelle Inputs. Diese werden im Vorfeld in enger Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle abgesprochen.
Für die Region Aargau Solothurn wird dieses Jahr erstmals ein Prix SVC verliehen. Vor welchem Hintergrund?
Es macht aus unserer Sicht Sinn, dass diese Kantone ihren eigenen gemeinsamen Prix erhalten. Beide Kantone bilden zusammen ein wirtschaftliches «Schwergewicht»: Der Aargau als «Energiekanton» und Solothurn mit seinen vielen starken KMU in der Präzisionsindustrie.
Wie wird das 25-Jahr-Jubiläum gefeiert? Welche besonderen Aktivitäten sind vorgesehen?
Wir wollen das Jubiläumsjahr nutzen, um als SVC noch besser in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden. Dieses Jahr finden vier Preisverleihungen statt. Daneben findet im August 2026 anlässlich der ordentlichen Mitgliederversammlung eine 25-Jahr-Feier statt. Gemeinsam werden wir zurück, aber auch nach vorne schauen. Vorgesehen sind Auftritte eines Keynote-Speakers und Top-Leuten aus der Wirtschaft.
Was sind die nächsten Ziele – qualitativ und quantitativ?
Unter dem Motto «Wir inspirieren KMU» wollen wir den SVC als wichtigstes Unternehmer-Netzwerk der Schweiz positionieren. Ein Ziel ist es auch, die Mitgliederzahl auf über 4000 zu erhöhen. Wir wollen ein Akteur für Unternehmerinnen und Unternehmer sein und mit ihnen im Dialog stehen. Wir werden weitere Erfolgsgeschichten von KMU zeigen und dem Unternehmertum, das für den Wohlstand und den Erfolg unseres Landes verantwortlich ist, ein Schaufenster bieten.
Zur Person
Hans Baumgartner präsidiert seit 2023 den SVC. Er ist nach SVC Gründer Hans-Ulrich Müller und Andreas Gerber der dritte SVC Präsident. Beruflich ist Hans Baumgartner Senior Advisor bei der UBS und war zuvor über 30 Jahre für die Credit Suisse tätig. Dort bekleidete er verschiedene Führungspositionen im Privat- und Firmenkundengeschäft.