Digital Ad Trust und OneDSP vereinfachen Zugang zu Schweizer Qualitätsinventar

Als neue Partner vereinfachen Digital Ad Trust und OneDSP den Zugang zu Schweizer Qualitätsinventar. Werbetreibende und Agenturen können bereits heute DAT-zertifizierte Publisher programmatisch über OneDSP buchen. Die neue Partnerschaft unterstreicht die Relevanz eines transparenten und qualitativ hochwertigen Werbeumfelds im Schweizer Markt.

[caption id="attachment_41753" align="alignnone" width="680"] Eine neue Partnerschaft soll die Relevanz eines transparenten und qualitativ hochwertigen Werbeumfelds im Schweizer Markt unterstreichen. (Symbolbild; Depositphotos.com)[/caption]

Der Verein Digital Ad Trust (DAT) und die Schweizer Buchungsplattform OneDSP gehen eine Partnerschaft ein. Ziel ist es, DAT-zertifizierte Werbeumfelder im Programmatic Advertising einfacher zugänglich zu machen und die Sichtbarkeit sowie Relevanz des Gütesiegels im Markt zu erhöhen.

DAT definiert und überprüft Qualitätsstandards für digitale Werbung in der Schweiz in den Bereichen Sichtbarkeit, Brand Safety und Ad Fraud. OneDSP wiederum ermöglicht Werbetreibenden und Agenturen den zentralen programmatischen Zugang zu Schweizer Publishern, einschliesslich aller DAT-zertifizierten Angebote. Die Partnerschaft schafft damit eine direkte Verbindung zwischen Zertifizierung (DAT) und Buchungsplattform (OneDSP), ohne dass zusätzlicher Aufwand für die Kampagnenplanung entsteht.

Roland Ehrler, Präsident des Digital Ad Trust und Direktor des Schweizer Werbeauftraggeberverbands: «Mit dieser Partnerschaft schaffen wir eine einfache Möglichkeit, DAT-zertifizierte Werbeumfelder gesammelt über OneDSP zu buchen. Werbetreibende erhalten damit die Sicherheit, dass ihre Kampagnen ausschliesslich in geprüften und vertrauenswürdigen Umfeldern erscheinen.»

OneLog-CEO Silvano Oeschger: «Qualität und Effizienz im Programmatic Advertising müssen kein Widerspruch sein. Durch die Verbindung der DAT-Zertifizierung mit der OneDSP-Technologie schaffen wir maximale Transparenz und vereinfachen den Zugang zu geprüftem Premium-Inventar aus der Schweiz – an einem Ort.»

Mit dieser Partnerschaft wollen DAT und OneDSP ein starkes Zeichen für verantwortungsvolles digitales Marketing setzen und die Professionalisierung des Schweizer Werbemarkts weiter vorantreiben.

Goldbach baut bis zu 65 Stellen ab

Im Zuge der Fokussierung auf das Kerngeschäft kommt es bei Goldbach zu weiteren strukturellen Anpassungen. Dies führt zu einem Stellenabbau von maximal 65 Personen, teilt das Unternehmen mit.

Die Goldbach Group geht den nächsten Schritt in ihrer Neuaufstellung und fokussiert sich weiter auf ihr Kerngeschäft. Sie stellt dafür das Geschäftsfeld Regionalverkauf inkl. Ad Unit ein und reduziert die Komplexität in der Goldbach Gruppe.

Es laufen Gespräche, diese Teams innerhalb der TX Group neu einzugliedern und teilweise zu übernehmen. Die Goldbach Group konzentriert sich auf die gesunde Weiterentwicklung von TV, Aussenwerbung, Digital und Audio.

Diese strukturellen Anpassungen haben einen Stellenabbau von maximal 65 Personen bei der Goldbach Group zur Folge. Dies unter Vorbehalt der Ergebnisse des Konsultationsverfahrens, das derzeit läuft. In welchen Bereichen die Stellen effektiv gestrichen werden, wird nach Abschluss des Konsultationsverfahrens und den Entscheidungen zur potenziellen Übernahme von Teilbereichen innerhalb der TX Group bis Ende November klar sein.

Die Abwicklung der Kundenaufträge der AdUnit bleibt gewährleistet. An einer Nachfolgelösung wird gearbeitet. Eine Information über die nächsten Schritte erfolgt rechtzeitig

Unternehmen erhält Finanzspritze für die Entwicklung hitzebeständiger Drohnen

Das Unternehmen FireDrone hat CHF 150’000 von Venture Kick erhalten, um seine temperaturbeständigen Drohnen auf den Markt zu bringen. Das Ingenieur-Startup setzt neue Sicherheitsstandards im Bereich der Notfallhilfe und der industriellen Inspektion. Seine Drohnen schützen Leben, Infrastruktur und Umwelt und tragen dazu bei, riskante Einsätze weltweit sicherer zu machen.

Mitgründer Dr. Fabian Wiesemüller und David Häusermann von FireDrone. (Bild: zVg / Venture Kick)

Feuerwehrleute und industrielle Sicherheitsteams stehen vor grossen Risiken, wenn sie heisse Umgebungen wie brennende Gebäude oder Industrieöfen beurteilen müssen. Diese Einsätze sind geprägt von giftigem Rauch, Einsturzgefahr und extremer Hitze. Herkömmliche Drohnen versagen unter solchen Bedingungen – und Einsatzkräften fehlt die dringend benötigte Echtzeitübersicht.

Inspektionen bei über 200 °C

Das Empa-Spin-off FireDrone entwickelt autonome, hitzebeständige Drohnen, die Temperaturen von über 200 °C standhalten und Echtzeit-Gefahrenerkennung in Umgebungen ermöglichen, in denen herkömmliche Technologien scheitern. Dank innovativer Wärmedämmung und integrierter Kühlsysteme erhöhen die Drohnen die Sicherheit, reduzieren Stillstandszeiten und verbessern die Entscheidungsfindung in kritischen Situationen.

FireDrone fokussiert auf zwei Hauptmärkte: Hochtemperatur-Industrieinspektionen und öffentliche Sicherheit. Zusammen repräsentieren sie ein Marktvolumen von rund USD 12,1 Milliarden – davon USD 6,45 Milliarden in der industriellen Inspektion und USD 5,65 Milliarden im Bereich Brandbekämpfung. Der zunächst adressierbare Markt von etwa USD 1 Milliarde umfasst Branchen wie Zement-, Stahl- und Aluminiumproduktion, Abfallverwertung, Düngemittel- und Glasherstellung sowie Anwendungen im Rettungswesen. Diese Sektoren teilen zentrale Bedürfnisse: Stillstandszeiten minimieren, Arbeitssicherheit erhöhen und regulatorische Anforderungen erfüllen – Herausforderungen, die FireDrones Technologie mit präziser Echtzeitüberwachung in extremen Umgebungen adressiert.

Markteintritt beschleunigen

Die CHF 150’000 aus der Venture-Kick-Förderung beschleunigen den Markteintritt: FireDrone erweitert sein Business-Development-Team, baut Vertriebs- und Wartungspartnerschaften auf, treibt Produktzertifizierungen voran und wandelt Pilotprojekte in Vorbestellungen in den Zielbranchen um.

Das Gründerteam verbindet führendes Know-how aus Robotik, Materialwissenschaft und Luftfahrttechnik. Die Gründer Dr. Fabian Wiesemüller und David Häusermann bringen langjährige Erfahrung in Drohnendesign und autonomen Systemen ein – eine Kombination, die FireDrone perfekt positioniert, um den Standard für Einsätze unter extremer Hitze neu zu definieren. Entsprechend gross ist die Freude über die Finanzspritze: „Venture Kick war für uns ein grosser Gewinn“, betont Mitgründer Fabian Wiesemüller. „Das Programm hat uns dabei geholfen, aus einer ambitionierten Idee ein Unternehmen zu formen, unser Geschäftsmodell mit wertvollem Expertenfeedback zu schärfen und Türen zu Partnern und Investoren zu öffnen. Venture Kick bietet weit mehr als Startkapital – es schafft Sichtbarkeit, Struktur und Dynamik, die das Wachstum von FireDrone entscheidend beschleunigen.“

Quelle: venturekick.ch

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Menschliches Verständnis in der Werbewelt: Contextual Targeting mit psychografischen Insights

Adform und True Relevance schliessen Partnerschaft für psychografisches Contextual Targeting.

Jürg Vogelsang

Adform, die leistungsstärkste und sicherste Media-Buying-Plattform und das AdTech-Unternehmen True Relevance, Anbieter von psychografischen kontextuellen Targeting-Lösungen, gehen eine Technologiepartnerschaft ein. Ab sofort ist psychografisches Contextual erstmals als standardisierte und individualisierbare Targeting-Option über die Adform-Plattform für Kampagnen buchbar.

Agenturen und Werbetreibende verfügen damit in der Steuerung programmatischer Display-, Bewegtbild- und Mobile-Kampagnen über Datensegmente der nächsten Generation – skalierbar, cookieless, psychografisch präzise und privacy-first.

Werbetreibende können künftig über die Partnerschaft auf umfangreiche psychografische Daten zugreifen, um so passgenau relevante Zielgruppen anzusprechen. Dies ermöglicht, bisher ungenutzten «No-ID-Traffic» effizient und wirksam für Kampagnen zu nutzen. Schätzungen zufolge entfällt inzwischen mehr als die Hälfte des gesamten Traffics auf No-ID-Traffic – der sich mit Psychographic Contextual wieder effektiv adressieren lässt.

Versteht menschliche Motive und Haltungen

Die KI von True Relevance versteht die in Inhalten vermittelten menschlichen Motive und Haltungen – und nutzt dieses Verständnis, um Kampagnen präzise mit den passenden Umfeldern zu verbinden. Diese Kooperation ist besonders vorteilhaft für Agenturen und Werbetreibende, die wirksame „cookieless“ Targeting-Optionen suchen, sowie für Publisher, die ihr Non-ID-Inventar effektiv nutzen möchten.

Alexander Weißenfels, VP DACH bei Adform, erklärt: «Durch die Integration von True Relevance bereichern wir unsere Plattform mit einem innovativen, KI-gestützten Psychografie-Ansatz. Dieser ermöglicht präzises und datenschutzkonformes Targeting. Datenschutz ist heute unverzichtbar, und wir bieten Agenturen und Marken weiterhin neue Möglichkeiten, um wirkungsvolle Kampagnen im Open Web zu realisieren. Es ist unser Anspruch, technologische Exzellenz mit Verantwortung zu verbinden.»

Jörg Vogelsang, Chief Growth Officer und Managing Partner bei True Relevance, ergänzt: «Unser Ziel ist es, Marken eine umfassende Reichweitenrelevanz zu bieten. Unsere Partnerschaft mit Adform steht für einen Datenschutz-zentrierten Ansatz ohne Nutzung von Nutzer-IDs. Im sich wandelnden Open Web schaffen wir neue Möglichkeiten, indem wir Relevanz aus Nutzerpsychografie ableiten. Im sich wandelnden Open Web ermöglichen wir Relevanz über psychografisch informierte Kontextanalyse, nicht über individuelle Profilerstellung. Die Umwälzungen im Online-Marketing bieten die Chance, das Werbesystem neu zu gestalten. Die Zukunft der digitalen Werbung liegt im tiefen Verständnis von Inhalten, Situationen und menschlichen Motiven, was Marken eine stärkere Verbindung zu ihren Zielgruppen ermöglicht.“

Adform ist die leistungsstärkste und sicherste Media Buying Plattform der Welt. Seit über 20 Jahren bietet Adform Werbetreibenden beispiellosen Kundenservice und zukunftsweisende Technologien. Grosse Marken, Agenturen und Publisher weltweit vertrauen für ihr digitales Advertising auf Adform.  http://www.adform.com.

Das Adtech-Unternehmen True Relevance, 2024 in Hamburg gegründet, bringt menschliches Verhalten mittels neuronaler Netze datengestützt zurück ins Zentrum digitaler Werbung: skalierbar, cookieless, psychografisch präzise und privacy-first. Der Ansatz erkennt die Treiber menschlichen Verhaltens, indem er Inhalte, Marken und Zielgruppen entlang psychografischer Muster analysiert. Weitere Informationen unter www.true-relevance.com

Internetbasierte Wirtschaftskriminalität als dominantes Risiko für Schweizer Unternehmen

Düstere Prognose für die Schweizer Wirtschaft: Mehr als 80 Prozent der befragten Unternehmen erwarten in den kommenden zwölf Monaten einen deutlichen Anstieg der Wirtschaftskriminalität. Haupttreiber ist die Cyberkriminalität.

Erwarteter Anstieg von Wirtschaftsdelikten gemäss einer Untersuchung der Hochschule Luzern. (Grafik: HSLU)

Wirtschaftskriminalität stellt für Schweizer Unternehmen eine erhebliche und wachsende Herausforderung dar. Während klassische Delikte wie Betrug, Veruntreuung und Korruption weiterhin präsent sind, hat sich Cyberkriminalität zum grössten Wachstumsmarkt entwickelt – mit höheren Zuwachsraten als Betrug und Geldwäscherei zusammen. Dies zeigt eine aktuelle Studie der Hochschule Luzern.
Besonders alarmierend: Mehr als 80 Prozent der befragten Expertinnen und Experten gehen von sehr grossen Wachstumsraten der Wirtschaftskriminalität in den nächsten zwölf Monaten aus. «Wirtschaftsdelikte verursachen nicht nur erhebliche finanzielle Verluste, sondern untergraben auch das Vertrauen von Investoren, Kunden und der Öffentlichkeit in die Integrität der betroffenen Unternehmen», sagt Susanne Grau, Studienautorin und Leiterin Wirtschaftskriminalistik des Instituts für Finanzdienstleistungen Zug (IFZ) der Hochschule Luzern.

Künstliche Intelligenz: Fluch und Segen zugleich

Die Erwartung, dass Künstliche Intelligenz (KI) eine wertvolle Unterstützung zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität darstellt, wird durch die Studienergebnisse nur teilweise bestätigt. Das Bild ist differenziert und zeigt KI als zweischneidiges Schwert: Einerseits erkennen viele Unternehmen die Gefahren, die mit der verstärkten Nutzung von KI einhergehen – so ist es mittels KI bedeutend einfacher, Personenprofile und Herkunftsorte zu erfinden oder aber nie erfasste Zahlungsbelege zu generieren. Rund 67 Prozent der Befragten erachten das Risiko einer Betroffenheit von KI-Betrugsversuchen als hoch. Nur etwa 28 Prozent betrachten diese Risiken als tief. «Diese Diskrepanz zeigt, dass in einigen Unternehmen die Sensibilisierung für die potenziellen Bedrohungen durch technologische Fortschritte noch erhebliches Verbesserungspotenzial besteht», analysiert Susanne Grau.

Risiken für Wirtschaftskriminalität: kaum systematisch erfasst

Andererseits wird auch das Potenzial von KI zur Risikominderung anerkannt: Rund 45 Prozent der Teilnehmenden sehen in der verstärkten Nutzung von KI eher oder klar eine Chance, wirtschaftskriminelle Risiken zu minimieren und Vorfälle schneller aufzudecken. Besonders aufschlussreich ist die Tatsache, dass mehr als 40 Prozent der Befragten angaben, in ihrem Unternehmen bereits von KI-induzierten Betrugsversuchen betroffen gewesen zu sein.

Zu grosser Besorgnis Anlass gibt ausserdem die mangelhafte Vorbereitung vieler Unternehmen: Nur etwa die Hälfte geht einer systematischen Erfassung von Risiken in Bezug auf Wirtschaftskriminalität nach. «Bei jedem zweiten Unternehmen fehlt es an Wissen über bestehende und auch neue Risiken», sagt Susanne Grau.

Quelle: www.hslu.ch

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Threat Intelligence wird im öffentlichen Sektor unverzichtbar

Im öffentlichen Sektor braucht es mehr proaktive Sicherheit. Dies ist die Auffassung von Michael Chalvatzis, Senior Director DACH & Eastern Europe beim Unternehmen Recorded Future. Von ihm stammt der folgende Kommentar zu dieser Thematik.

Sicherheit muss proaktiv, nicht reaktiv geschaffen werden. Deshalb wird Threat Intelligence immer wichtiger, meint Michael Chalvatzis von Recorded Future. (Bild: zVg)

Cyberangriffe auf den öffentlichen Sektor nehmen immer mehr zu. Staatliche Institutionen, Behörden und Betreiber kritischer Infrastrukturen geraten zunehmend ins Visier, sowohl durch Cyberkriminelle als auch durch staatlich gesteuerte Gruppen. Die Bedrohungslage verschärft sich, da viele Angriffe inzwischen kombinierte Vektoren nutzen, veraltete IT-Systeme zusätzliche Angriffsflächen bieten und geopolitische Spannungen das Risiko gezielter Operationen erhöhen. Hinzu kommt, dass oft das nötige Personal, ausreichende Ressourcen sowie die benötigten Kompetenzen fehlen, um schnell und wirksam zu reagieren.

Trotz dieser Herausforderungen bleiben die Erwartungen hoch. Bürgerinnen und Bürger erwarten nach wie vor, dass staatliche Einrichtungen ihre digitalen Dienste zuverlässig bereitstellen und sensible Daten schützen. Ein erfolgreicher Angriff hätte nicht nur finanzielle Folgen, sondern würde auch das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit des Staates langfristig beschädigen.

Von reaktiv zu proaktiv

Cyberabwehr im öffentlichen Sektor war lange Zeit vorwiegend reaktiv ausgerichtet. Sicherheitsvorfälle wurden dokumentiert, im Nachhinein analysiert und erst danach Maßnahmen eingeleitet. Angesichts der heutigen Bedrohungslage reicht dieses Vorgehen nicht mehr aus. Erforderlich ist ein systematischer Ansatz, der Bedrohungen frühzeitig erkennt, in den passenden Kontext einordnet, nach Relevanz bewertet und in konkrete Maßnahmen übersetzt.

Threat-Intelligence-Lösungen unterstützen dieses Vorgehen, indem sie sicherheitsrelevante Informationen aus unterschiedlichen Quellen automatisiert verarbeiten. Dazu gehören technische Feeds, öffentlich verfügbare Daten, branchenspezifische Informationskanäle sowie Inhalte aus schwer zugänglichen digitalen Umgebungen wie dem Darknet. Die Plattformen analysieren diese Daten in Echtzeit, priorisieren sie nach Dringlichkeit und machen sie für die weitere Bearbeitung verfügbar.

Durch die Anbindung an bestehende Sicherheitssysteme wie SIEM oder SOAR lassen sich relevante Erkenntnisse direkt in bestehende Prozesse einbinden. Das verkürzt Reaktionszeiten, entlastet gezielt Analystenteams und nutzt Ressourcen effizienter. Gleichzeitig verbessern kontextualisierte Informationen die Grundlage für strategische Entscheidungen, etwa bei der Bewertung geopolitischer Entwicklungen, bei der Risikoeinschätzung von Lieferketten oder bei der Einhaltung regulatorischer Vorgaben.

Proaktive Verteidigung als strategischer Vorteil

Threat Intelligence entwickelt sich zu einem zentralen Instrument, um die digitale Handlungsfähigkeit des öffentlichen Sektors langfristig abzusichern. Zahlreiche staatliche Einrichtungen setzen bereits auf KI-gestützte Threat-Intelligence-Plattformen, um diesen Anforderungen vorausschauend und effizient zu begegnen.

Durch die automatisierte Auswertung sicherheitsrelevanter Informationen lassen sich potenzielle Bedrohungen frühzeitig erkennen, in den richtigen Kontext einordnen und nach Relevanz priorisieren. Warnmeldungen können gezielt an betroffene Stellen übermittelt werden, noch bevor konkrete Schäden entstehen. Gleichzeitig unterstützt ein solcher Ansatz die Umsetzung nationaler Sicherheitsstrategien sowie die Einhaltung regulatorischer Vorgaben wie der NIS-2-Richtlinie.

Weitere Informationen: Recorded Future

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Nüssli realisiert zwei temporäre Stadionprojekte in Spanien und Dänemark

Innerhalb weniger Monate hat Nüssli zwei wegweisende Stadionprojekte in Europa umgesetzt: In Spanien und Dänemark entstanden moderne, temporäre Arenen für den professionellen Spielbetrieb. Sowohl Real Zaragoza als auch Aarhus Gymnastikforening (AGF) profitieren während der Bauphasen ihrer Hauptstadien von nachhaltigen Übergangslösungen, die neue Massstäbe in Sachen Tempo, Qualität und Wiederverwendbarkeit setzen.

Für den traditionsreichen spanischen Fussballclub Real Zaragoza realisierte Nüssli Iberia gemeinsam mit dem Bauunternehmen MLN Mariano López Navarro ein temporäres Stadion für 20’000 Zuschauer – das erste seiner Art in Spanien. Der Neubau entstand in Rekordzeit: Nach Baubeginn im März 2025 konnte bereits im Juni der Spielbetrieb aufgenommen werden. Die Anlage umfasst drei Sitzplatztribünen sowie eine Haupttribüne auf einer Gesamtfläche von 120 × 80 Metern. Sie ist vollständig für den professionellen Spielbetrieb der La Liga ausgerüstet – inklusive Flutlichtanlage, Anzeigetafeln, Umkleidekabinen, Presse- und VIP-Bereichen, Gastronomie sowie Merchandising-Shop.

«Es ist das erste Mal, dass in Spanien ein Stadion dieser Art gebaut wurde», erklärt Lluis Herrero, Geschäftsführer von Nüssli Iberia. «In etwas mehr als 100 Tagen haben wir gemeinsam mit unserem Partner eine komplette Spielstätte geschaffen – präzise geplant, termingerecht umgesetzt und nahezu reibungslos realisiert.» Das Stadion wird in den Saisons 2025/26 und 2026/27 genutzt und kann danach vollständig demontiert und für künftige Projekte wiederverwendet werden – ein nachhaltiger Ansatz, der ökologische wie wirtschaftliche Vorteile bietet.

AGF Aarhus spielt weiter vor heimischem Publikum Auch in Aarhus (Dänemark) sorgt Nüssli dafür, dass Fans und Verein während der Bauzeit des neuen Stadions nicht auf Heimspiele verzichten müssen. Das temporäre Stadion von AGF Aarhus wurde pünktlich zum Start der Fussballsaison 2025/26 fertiggestellt. Im Mittelpunkt steht eine Premiumtribüne mit 3’200 Sitzplätzen, darunter 700 VIP-Plätze, ergänzt durch drei TV-Türme, einen Gastronomiebereich und überdachte Zonen für optimalen Komfort.

Nach nur drei Wochen Bauzeit hat Nüssli eine Haupttribüne geliefert, während die drei weiteren Tribünen bereits vorhanden waren und in vorherigen Spielen im Einsatz standen. Die ursprünglich eingesetzte Haupttribüne entsprach nicht den benötigten Anforderungen, weshalb Nüssli sie durch eine Premium-Lösung ersetzt hat – mit deutlich höherer Qualität und Komfort. Die Haupttribüne spielt eine zentrale Rolle, da sie die Sponsorenbereiche sowie VIP-Gäste beherbergt und damit die wichtigsten Einnahmen für den Verein generiert. Durch die Modernisierung der Tribüne wurde nicht nur das Erlebnis für Besucher verbessert, sondern auch die wirtschaftliche Basis des Vereins gestärkt.

Bis zur Eröffnung der neuen «Skovens Arena» im Jahr 2027 bietet die temporäre Anlage eine hochwertige Spielstätte, die dem Verein sportliche Kontinuität und den Fans echte Stadionatmosphäre garantiert.

Medienforschungstag 2025: Audience First und die Suche nach dem verlorenen Nektar

Exklusive Einblicke und starke Stimmen vom Schweizerischen Medienforschungstag 2025: m&k war vor Ort, führte Interviews mit Expert:innen und zeigt, wie valide Daten zur Basis künftiger Medienstrategien werden.

Unter dem Motto «Audience First – From Data to Knowledge» lud die WEMF AG für Werbemedienforschung zum Schweizerischen Medienforschungstag 2025 ins Westhive Zürich Hardturm. Die mit über 200 Personen gut besuchte Veranstaltung versammelte Fachprofis aus Medien, Werbung und Forschung, um die Zukunft der datenbasierten Zielgruppenansprache zu erörtern. Im Zentrum stand die Frage, wie valide Daten in wertvolles Wissen und effiziente Handlungsempfehlungen umgewandelt werden können.

Die Diskussionen zeigten, dass die Branche sich in einem dynamischen Spannungsfeld befindet: Einerseits geht es um die Pflege und Weiterentwicklung komplexer Datenstrukturen, andererseits um die pragmatische Relevanz und Anwendbarkeit der Ergebnisse für den Werbemarkt.

Die doppelte Herausforderung der Forschung

Die WEMF als Medienforschungseinrichtung für den Werbemarkt bewegt sich in einem Spannungsfeld. Für Finn Stein, Director of Research & Development der WEMF, gibt es zwei zentrale Fokusbereiche: Im Hintergrund muss die theoretische Stichprobenqualität hochgehalten werden, damit die Zahlen konstant gut und verlässlich bleiben. Dieses Pflegen der Stichprobe bezeichnet er als einen riesigen „Moloch“, der teuer und aufwendig ist.

Finn Stein, Director of Research & Development WEMF

Auf der anderen Seite muss die Forschung praktisch relevant bleiben. Die Daten müssen anwendbar sein und relevante Informationen liefern. Dies erfordert die Weiterentwicklung von Toolfunktionalitäten (wie Next Level), die Aktualisierung und den Ausbau von Inhalten (z.B. im Sport- und Kulturbereich mit Events) sowie die Modularisierung des Studienangebots, um flexibler auf die Bedürfnisse des Marktes eingehen zu können. Die grösste Herausforderung in der Produktentwicklung ist es, dauerhaft relevant zu bleiben.

Targeting Reloaded: Vom Funnel zur Blumenwiese

Prof. Dr. Marcus Schögel stellte in seiner Keynote „Targeting Reloaded“ die Segmentierung, das Targeting und das Positioning (STP) als die „Königsdisziplin“ der Marketingstrategie vor. Er betonte, dass STP heute genauso notwendig ist wie vor 40 Jahren und auch in den nächsten Jahrzehnten wichtig bleiben wird, da „Kunde nicht gleich Kunde“ ist.

Marcus Schögel, Professor Universität St. Gallen

Schögel plädierte für ein Umdenken, das überholte Gegensätze wie „Branding vs. Performance“ hinter sich lässt. Stattdessen sind neue Zugänge gefragt, die Reichweite mit Relevanz verbinden, Medienkanäle integriert nutzen und Markenstärke mit Effizienz verknüpfen.

Kritisch setzte er sich mit vereinfachten Segmentierungsansätzen auseinander:

  1. Generationen und Alter: Er hält es für „komisch“, wenn Unternehmen sich auf Generationen wie die Generation Z ausrichten und damit nur ein Segmentierungskriterium (Alter) nutzen.
  2. Kreative Personas: Er sieht es als schwierig an, wenn die Komplexität der Segmentierung durch das kreative Beschreiben von Kunden erschlagen wird, statt sich auf Daten zu verlassen.
  3. Der Panini Effekt: Dieser Effekt beschreibt den Fehler, das Marketing bis zum letzten „Bildli“ optimieren zu wollen – das heisst, jedes Detail durchzuplanen und alle Daten zu analysieren. Schögel hält dies für falsch, da man sich überlegen sollte, ob man ein Ziel überhaupt wirklich erreichen kann.

Als Alternative zum klassischen Funnel-Modell, das Kunden in Phasen einteilt, stellte Schögel das Hummelprinzip vor. Kunden bewegen sich demnach eher wie Insekten zwischen verschiedenen Blüten (Touchpoints), da sie unterschiedliche Reize suchen und aufgreifen. Die Marketingstrategie sollte daher von einer „Blumenwiese“ ausgehen, auf der verschiedene Touchpoints dem Kunden Anreize bieten.

Werkzeuge für präzises Targeting und mehr Glaubwürdigkeit

Um die theoretischen Anforderungen und die praktische Anwendung zusammenzuführen, präsentierte die WEMF neue und bestehende Datenlösungen. Dr. Marc Sele und Nicole Ammann zeigten praxisnahe Targeting-Möglichkeiten auf Basis der MACH-Studien. Gängige Targeting-Formen sind Soziodemographie, Verhaltensmerkmale (z.B. Konsumverhalten), Psychografie sowie Geografie (Wohn- oder Arbeitsort).

Zentrale Werkzeuge der WEMF, um diesen Prozess zu unterstützen:

  • Next Level: Dieses Data Analyse Tool bietet Möglichkeiten, um umfassende Analysen durchzuführen, bevor es in die technische Aussteuerung geht.
  • RAPID API: Hierbei handelt es sich um eine relativ neue Echtzeit-Schnittstelle zum WEMF-Datensatz. Sie schafft die Möglichkeit, Daten direkt an Vermarkter Bidding-Tools zu liefern, damit diese mit hochqualitativen Informationen arbeiten können.
  • AI Assistent: Um den Zugang zum extrem umfassenden Datensatz der WEMF zu vereinfachen, wird ein AI Assistent entwickelt. Er soll Nutzern helfen, die richtigen Variablen für ihre Fragestellungen vorgeschlagen zu bekommen.

Die Branche arbeitet zudem an Initiativen zur Sicherung der Datenqualität im Targeting-Prozess:

  • Better Prediction Initiative (BPI): Die BPI ist ein branchenweiter Versuch von Vermarktern, Publishern, Werbeauftraggebern und Medienagenturen, ihre eigenen Predictions zu optimieren und anzureichern. Dies geschieht durch technische Lösungen und Zertifizierungslösungen, die einen Qualitätsnachweis für höhere Qualität liefern sollen.
  • Prediction Accuracy Check (PAC): Der PAC dient vor allem Online-Vermarktern dazu, ihre First-Party-User-Daten und darauf basierenden Predictions durch die WEMF zertifizieren zu lassen.

Audio-Marketing und die Transparenz im Podcast-Bereich

Marie-Ange Pittet, Director of Product Management WEMF, beleuchtete, wie WEMF-Daten im Audio-Marketing Anwendung finden.

Die WEMF hat in diesem Jahr ein Podcast-Audit lanciert. Dieses liefert monatlich zertifizierte Download-Zahlen und schafft somit Glaubwürdigkeit und verlässliche Zahlen für diesen Werbekanal. Das Audit ist eine Reaktion auf das Bedürfnis nach mehr Transparenz auf dem Podcast-Markt.

Zahlen aus der MACH Strategy (der größten Intermediastudie der Schweiz) zeigen zudem, wie Affinitäten der Nutzer zu Podcast-Themen eruiert werden können. Neu in der MACH Strategy ist die Publikation des Interesses an 19 verschiedenen Podcast-Themen.

Marie-Ange Pittet, Director of Product Management WEMF

Der Weg zur Online-Währung: ODS und die Forderung nach Vergleichbarkeit

Ein zentrales und herausforderndes Thema war das Panel zur Online-Forschung in der Schweiz. Roland Ehrler, Direktor SWA, konstatierte, dass man in der Online-Forschung im Moment auf dem Stand von 2007 ist, als die ersten Traffic-Daten aufkamen. Seitdem gab es gescheiterte Projekte.

Die Hoffnung liegt nun auf Online Data Switzerland (ODS), einer Traffic-Messung, die nach Angaben von Florian Wanner (Leiter Regionale Elektronische Medien CH Media) in Zusammenarbeit mit den bestehenden Partnern übernommen werden konnte. ODS ist eine Initiative, die von den drei grossen Medienhäusern unterstützt wurde.

Panel-Diskussion zur Online Data Switzerland: Bernhard Brechbühl, Florian Wanner, Roland Ehrler, Beat Krebst und Jella Hoffmann (v. links)

Die primäre Forderung an den Werbemarkt lautet, dass möglichst alle kommerziell am Werbemarkt tätigen Brands sich an dieser Messung beteiligen.

Die Relevanz der ODS-Daten liegt laut Florian Wanner in der Glaubwürdigkeit und der Vergleichbarkeit. Die Daten werden alle gleich gemessen, es wird ein Regelwerk eingehalten, was verhindert, dass Medienhäuser mit eigenen Google Analytics-Zahlen individuelle, nicht vergleichbare Ergebnisse kommunizieren.

Die zukünftigen Schritte in der Online-Forschung sind klar definiert, aber noch nicht vollständig realisiert:

  1. Traffic Data (seit 1. Januar verfügbar).
  2. Audience Data: Die Frage, welches Publikum die Websites nutzt.
  3. Kampagnenmessung: Eine Überschneidungs- und konkurrenzfreie Messung, wie viele Kontakte die einzelnen Kampagnen hatten.

Dr. Jella Hoffmann, Gastgeberin und CEO der WEMF, unterstrich in ihrem Fazit die Relevanz von validen und verlässlichen Daten, die weiterhin sehr gross ist. Ihr Wunsch an die Marktpartner ist, die Verlässlichkeit und Transparenz des Schweizer Marktes wertzuschätzen und nicht aufzugeben, sondern an den wichtigen und herausfordernden Fragestellungen wie der Online-Forschung weiterzuarbeiten, um Marktdaten und vergleichbare Informationen für alle zur Verfügung zu stellen.

Alle Referent:innen des Medienforschungstag

 

 

 

 
 

 

 

 

 

Pro Alps verleiht SBB Cargo einen Schmähpreis 

Mit dem Kahl­schlag gefährdet SBB Cargo die Zukunft des Schweizer Schienen­güter­verkehrs. Pro Alps verleiht dem Management von SBB Cargo dafür den Schmäh­preis «Teufels­stein». 

SBB Cargo macht Verluste und gilt deshalb seit Jahren als Klotz am Bein des SBB-Konzerns. Mit seinem aktuellen Abbau­programm unter­streicht Alexander Muhm, Leiter Güter­verkehr der SBB seit 2023, die SBB-Sichtweise wie die Rolle der Schiene im Schweizer Güter­verkehr zukünftig aus­sehen soll: allein die Renta­bilität zählt, wobei mehr Last­wagen auf Schweizer Strassen bewusst in Kauf genommen werden. Dieses Kalkül wider­spricht jedoch den Interessen der Bevöl­kerung und den Zielen der Schweizer Verkehrs­politik. Deshalb erhielt das Management von SBB Cargo am Mittwoch­vormittag vor seinem Haupt­sitz in Olten den Schmäh­preis «Teufels­stein».

Hunderte Millionen Subven­tionen und trotzdem Abbau

Die Politik hat im Rahmen der Revision des Güter­transport­gesetzes (GüTG) im Früh­jahr 2025 hunderte Millionen Franken Sub­ventionen an SBB Cargo gesprochen, um den Schienen­güter­verkehr in der Schweiz über die nächsten acht Jahre zu fördern und zu stärken. Eigentlich ein klarer Auf­trag. Trotzdem versucht Muhm weiter­hin, zwei gegen­sätzliche Posi­tionen unter einen Hut zu bringen: Er nimmt hunderte Millionen Franken an Steuer­geldern ein – gedacht zur Stärkung der Schiene – und erklärt gleich­zeitig, dass damit kein Auftrag zur Ver­lagerung im nationalen Güter­verkehr verbunden ist und baut ab. Ein unsinniger Spagat, den Pro Alps scharf kritisiert.

Motion fordert Aufrecht­erhaltung der SBB Cargo Leis­tungen

Auch in der Politik werden die Stimmen lauter, die den Kurs von Muhm und Co. nicht goutieren. In der Herbst­session hat die Basler Stände­rätin Eva Herzog eine Motion 25.4147 einge­reicht, welche darauf abzielt, das Leistungs­niveau von SBB Cargo zu sichern sowie das Kern­netz im kombi­nierten Güter­verkehr zu erhalten. Mit­unter­schrieben haben gewichtige Vertreter und Vertreter­innen aller Bundes­rats­parteien. Pro Alps wird sich im weiteren Verlauf für die Annahme dieser Motion einsetzen.

Schmähpreis seit 20 Jahren verliehen

Pro Alps verleiht den «Teufels­stein» für Transport­unsinn seit über 20 Jahren. Die Mutter­gesell­schaft – die SBB – erhielt ihn bereits 2018 für eine Fassade aus deutschem Stein, welche ihn China bearbeitet und an einem SBB Gebäude in der Europa­allee in Zürich montiert wurde. Die heutige Über­gabe des Preises durch die Präsi­dentin von Pro Alps, Nara Valsangiacomo, an den Leiter Güter­verkehr von SBB Cargo, Alexander Muhm, hatte deshalb einen besonderen Bei­geschmack.

Nara Valsangiacomo, Präsidentin von Pro Alps, sagt: «Dass es für SBB Cargo keinen Verlagerungs­auftrag gibt, ist nur die halbe Wahr­heit. Warum sonst sollte das Parla­ment SBB Cargo subven­tionieren, wenn nicht, um Verkehre auf der Schiene zu halten und die Strassen zu ent­lasten?» David Roth, Vorstands­mitglied Pro Alps und Mitglied der national­rätlichen Verkehrs­kommission, ergänzt: «Das Parlament hat Anfang dieses Jahres hunderte Millionen Franken an Subven­tionen bereit­gestellt, um den Schweizer Schienen­güter­verkehr zu stärken. Statt­dessen verwendet SBB Cargo die Gelder, um ein Abbau­programm zu finanzieren. Das ist hoch­proble­matisch.»

Cybersicherheit verliert an Priorität in Schweizer KMU

Die Studie «KMU Cybersicherheit 2025» zeigt: Trotz einer unverändert hohen Bedrohung durch Cyberkriminalität sinkt bei Schweizer KMU das Vertrauen in den eigenen Schutz deutlich. Nur noch zwei Fünftel der Unternehmen fühlen sich gut auf einen Angriff vorbereitet – im Vorjahr war es noch über die Hälfte.

Infografik zur IT-Sicherheit in Schweizer KMU und bei IT-Dienstleistungsunternehmen; zur Ansicht auf das Bild klicken. (Grafik: Allianz Digitale Sicherheit Schweiz)

Angesichts der aktuellen geopolitischen Spannungen und bestehender Cyberbedrohungen ist es besonders besorgniserregend, dass Cybersicherheit in Schweizer KMU an Bedeutung verliert. Die neue repräsentative Studie «KMU Cybersicherheit 2025» basiert auf einer Umfrage, die 98 % der Schweizer KMU abdeckt und zeigt, dass sich viele Unternehmen wohl zu sicher fühlen und den Cyberbedrohungen im Vergleich zu den Vorjahren weniger Bedeutung beimessen.

Bedrohung bleibt konstant hoch, doch die Reaktion bleibt träge

Die Bedrohungen aus dem Cyberspace haben aber nicht abgenommen. Wie bereits im Vorjahr war auch 2025 jedes 25. Unternehmen (4 %) in den letzten drei Jahren von einem Cyberangriff betroffen. 5 % wurden erpresst, 4 % haben durch betrügerische E-Mails Geld verloren. Insgesamt sehen 88 % der KMU Cyberkriminalität als ernstzunehmendes Problem. Dennoch verspüren nur 24 % der Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger Anreize oder Erwartungen aus ihrem beruflichen Umfeld, mehr in IT-Sicherheit zu investieren – die Dringlichkeit kommt bei vielen nicht an.

Schwache Resilienz, dennoch kaum Priorität

Das Vertrauen in die eigene Abwehr sinkt deutlich: Nur 42 % der Unternehmen halten ihren Schutz im Falle eines Angriffs für ausreichend – ein klarer Rückgang gegenüber 55 % im Vorjahr. Auch das allgemeine IT-Sicherheitsgefühl hat leicht nachgelassen: 52 % der Unternehmen fühlen sich sicher (2024: 57 %), während sich 9 % als unsicher einschätzen. Trotz dieser Entwicklung verliert das Thema Cybersicherheit weiter an Bedeutung: Bei 28 % der KMU hat das Thema keine Priorität mehr – ein markanter Anstieg gegenüber 18 % im Vorjahr. «Entweder schätzen die Unternehmen die Konsequenzen von Cyberangriffen als zu gering ein, oder ihnen fehlen das Know-how beziehungsweise die Mittel, um dem Thema eine höhere Priorität zu geben. Hier sind Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gleichermassen gefordert, um Aufklärungsarbeit zu leisten», sagt Franziska Barmettler, CEO von digitalswitzerland.

Organisatorische Massnahmen hinken hinterher

Während über zwei Drittel der Unternehmen technische Massnahmen wie Firewalls oder Software-Updates einsetzen, bleiben organisatorische Massnahmen stark unterentwickelt: Nur 30 % der KMU verfügen über ein IT-Sicherheitskonzept, Schulungen oder einen Notfallplan; regelmässige IT-Sicherheitsaudits führt sogar nur jedes fünfte Unternehmen durch.

Auch IT-Dienstleistungsunternehmen beurteilen die Situation kritisch: Nur 39 % halten ihre KMU-Kunden für sicher, 14 % als unzureichend geschützt. Entsprechend erwarten 84 % der IT-Dienstleister eine steigende Nachfrage nach Sicherheitslösungen, während die Investitionsbereitschaft der KMU weiter sinkt. Nur noch 40 % planen, ihre Cybersicherheitsmassnahmen in den nächsten ein bis drei Jahren zu erhöhen (2024: 48 %).

Resilienz als Schlüssel zur digitalen Sicherheit

«Die Ergebnisse der Studie zeigen klar: Resilienz ist der Schlüssel, um Schweizer KMU vor den wachsenden Bedrohungen der Cyberkriminalität zu schützen. Es reicht nicht, sich sicher zu fühlen – Unternehmen müssen aktiv vorbereitet sein. Als Versicherungspartner sehen wir es als unsere Aufgabe, nicht nur finanziellen Schutz zu bieten, sondern auch diese digitale Resilienz unserer Kundinnen und Kunden zu stärken. Und das entsteht im Idealfall durch die Kombination von Technik, Organisation und Bewusstsein», sagt Simon Seebeck, Leiter Kompetenzzentrum Cyber Risk, Die Mobiliar.

Appell der Studienpartner

«Die Studienpartner appellieren an KMU, Cybersicherheit als strategisches Thema zu behandeln. Es braucht mehr Sensibilisierung, gezielte Investitionen und die Einbindung von zertifizierten IT-Dienstleistern. Die Allianz Digitale Sicherheit Schweiz ADSS empfiehlt insbesondere den Einsatz von CyberSeal-zertifizierten Partnern», sagt Andreas W. Kaelin, Mitgründer und Geschäftsführer der Allianz Digitale Sicherheit Schweiz ADSS. Marc K. Peter von der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW und HES-SO Valais-Wallis empfiehlt, Cybersicherheit als Erfolgsfaktor in der digitalen Transformation zu berücksichtigen: «Vergleichbar mit digitalen Themen wie KI und die Arbeitswelt 4.0 gehört die Cybersicherheit auf die Agenda aller Mitglieder von Verwaltungsräten und Geschäftsleitungen.»

Quelle: Allianz Digitale Sicherheit Schweiz

Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf m-q.ch - https://www.m-q.ch/de/cybersicherheit-verliert-an-prioritaet-in-schweizer-kmu/

Ransomware im Gesundheitswesen: Erpressungen auf Höchststand, Lösegeldforderungen gesunken, Stress bei den Teams

In der aktuellen jährlichen Studie „State of Ransomware Healthcare 2025“ untersuchte der Cybersicherheitsanbieter Sophos die Erfahrungen mit Ransomware global bei 292 Gesundheitsdienstleistern. Der Bericht beleuchtet Ursachen, Folgen und die Entwicklung dieser Angriffe.

Gemäss einer Studie von Sophos ist der Healthcare-Bereich ein immer häufigeres Ziel von Ransomware-Angriffen. (Bild: Depositphotos.com)

Der Healthcare-Bereich ist immer wieder Ziel von Cyberattacken – auch deswegen, weil die hohe Sensibilität der Daten oder der reibungslose 24/7-Betrieb für die Cyberkriminellen die Grundlage für hohe Lösegeld- und Erpressungssummen ist. Grund genug für den IT-Sicherheitsdienstleister Sophos, den jährlichen „State of Ransomware Healthcare 2025“-Report zu erstellen. Die Ergebnisse der Studie sind alarmierend: Schwachstellen sind die häufigste Ursache für Angriffe und die Zahl der Erpressungen sind auf Höchstniveau. Die Studie basiert auf den Ergebnissen einer unabhängigen Umfrage, die von Sophos unter 3.400 IT-/ Cybersicherheitsverantwortlichen in 17 Ländern in Amerika, EMEA und im asiatisch-pazifischen Raum, darunter 292 aus dem Gesundheitswesen, durchgeführt wurde. 

Schwachstellen und Kapazitätsprobleme sind die Hauptursachen für Angriffe

Zum ersten Mal seit drei Jahren nannten die Befragten im Gesundheitssektor ausgenutzte Schwachstellen mit 33 Prozent als häufigste technische Ursache für Angriffe. Damit überholt diese Art der Attacken die Angriffe aufgrund von kompromittierten Anmeldedaten (18 Prozent), die 2023 und 2024 die häufigste Ursache darstellten. 

Mehrere organisatorische Faktoren tragen dazu bei, dass Gesundheitsdienstleister Opfer von Ransomware werden. Mit 42 Prozent ist der häufigste Grund der Mangel an Personal beziehungsweise eine unzureichende Anzahl von Cybersicherheitsexperten, die Systeme zum Zeitpunkt des Angriffs überwachten. Dicht dahinter folgen bekannte Sicherheitslücken, die bei 41 Prozent der Angriffe eine Rolle spielten.

Datenverschlüsselung auf Fünfjahrestief, Angriffsstopps auf Fünfjahreshoch 

Die Verschlüsselung von Daten im Gesundheitswesen durch Cyberkriminelle ist auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren gesunken. Nur 34 Prozent der Angriffe führte zu einer Verschlüsselung der Daten – der zweittiefste Wert in der diesjährigen Umfrage und weniger als die Hälfte der 74 Prozent aus dem Jahr 2024. Parallel dazu erreichte der Anteil der Angriffe, die vor der Verschlüsselung gestoppt wurden, mit 53 Prozent einen Fünfjahreshoch. Dies deutet darauf hin, dass Gesundheitsorganisationen ihre Abwehrmaßnahmen verstärken. 

Erpressungen auf Allzeithoch

Die Angreifer passen sich jedoch an: Der Anteil der Organisationen im Gesundheitswesen, die von reinen Erpressungsangriffen betroffen waren und bei denen keine Daten verschlüsselt jedoch Lösegeld gefordert wurde, verdreifachte sich von nur 4 Prozent im Jahr 2022/23 auf 12 Prozent. Dies ist der höchste jemals verzeichnete Wert in der Studie – vermutlich, weil medizinische Daten (z. B. Patientendaten) besonders sensibel sind.

Lösegeldzahlungen sinken, das Vertrauen in Backups schwindet

Im Jahr 2025 zahlten nur noch 36 Prozent der Gesundheitsorganisationen das geforderte Lösegeld. Dies ist ein deutlicher Rückgang insgesamt, lag dieser Wert im Jahre 2022 z.B. noch bei 61 Prozent. Damit gehört dieser Sektor zu den vier Sektoren, die am seltensten über Lösegeldzahlungen ihre Daten wiederherstellten. Gleichzeitig sank auch die Nutzung von Backups zur Datenrekonstruktion nach einem Angriff auf 51 Prozent. Dies könnte auf eine stärkere Widerstandsfähigkeit aber auch mangelndes Vertrauen in die Backup-Resilienz hinweisen.

Lösegeldforderungen, Zahlungen und Wiederherstellungskosten sinken drastisch

Die Höhe der Lösegelder im Gesundheitswesen hat sich drastisch verändert: 

  • Die durchschnittlichen Lösegeldforderungen sanken um 91 Prozent auf 295.000 Euro im Vergleich zu 3.4 Millionen Euro in der Vorjahresstudie. 
  • Die tatsächlich gezahlten Beträge sind von knapp 1.5 Millionen Euro auf nur noch 129.000 Euro zurückgegangen. Dies ist der niedrigste Wert aller in der Studie erfassten Branchen. 

Der Rückgang spiegelt einen starken Einbruch bei Forderungen und Zahlungen in mehrstelliger Millionenhöhe wider. Gleichzeitig stiegen die Forderungen im mittleren Bereich 860.000 bis 4.3 Millionen Euro. 

Die durchschnittlichen Wiederherstellungskosten (ohne Lösegeldzahlungen) sind auf dem niedrigsten Stand seit drei Jahren und sanken um 60 Prozent auf rund 877.000 Euro, im Vergleich zu rund 2.2 Millionen Euro in der Vorjahresstudie. Insgesamt deuten die Ergebnisse ein robusteres und effizienteres Gesundheitswesen hin, das schwieriger auszubeuten ist, auch wenn kleinere Fälle häufiger vorkommen.

Druck durch Führungsetagen, Angst, Stress, Schuldgefühle 

Die Umfrage macht darüber hinaus deutlich, dass die Verschlüsselung von Daten bei einem Ransomware-Angriff auch erhebliche Auswirkungen auf die Cybersicherheitsteams im Gesundheitswesen hat. 39 Prozent der Befragten gaben an, dass der Druck seitens der Führungsetage gestiegen ist. Weitere Auswirkungen sind unter anderem zunehmende Angst oder Stress vor zukünftigen Angriffen (37 Prozent), veränderte der Prioritäten oder Schwerpunkte (37 Prozent) sowie Schuldgefühle, weil der Angriff nicht verhindert werden konnte (32 Prozent).

Quelle: Sophos

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Mach Strategy: Rekordhohe Nutzung bei Mediaagenturen

Mit der Mach Strategy der Wemf AG für Werbemedienforschung planen Schweizer Mediaagenturen ihre Kampagnen effizient und datenbasiert. Die umfassendste Intermediastudie der Schweiz wird kontinuierlich mit neuen Mediengattungen erweitert. Das macht sie zum unverzichtbaren Instrument in der Mediaplanung – dies zeigen die aktuellen Nutzungszahlen.

Mit der heutigen Publikation der neuen Zahlen wurden erstmals die Gattungen Gaming (inkl. GamingGenres) und POS (Point of Sale) publiziert. Ausserdem wurden neue Messenger-Services, zusätzliche Social-Media-Plattformen, ein Streaming-Netzwerk sowie erweiterte Podcast-Genres integriert. Diese ergänzen die bisherigen Gattungen der Studie: Presse, Kino, TV, Streaming, Radio, Podcasts, Websites / Apps, Social Media, Messenger-Dienste, Out-of-Home / Digital Out-ofHome, Digital Signage, öffentlicher Verkehr, Direct Mail und E-Mail-Marketing.

Der fortlaufende Ausbau der Mach Strategy spiegelt sich in rekordhohen Nutzungszahlen bei Mediaagenturen wider und unterstreicht ihre zunehmende Bedeutung für den Schweizer Werbemarkt. In den letzten vier Jahren stiegen die Zugriffe im Datenportal «Next>Level» deutlich an. Im September 2025 erreichten sie mit über 8 000 Zugriffen von Agenturen (gleitende Jahressumme) einen neuen Rekord (siehe Abbildung).

Valérie Goridis, Co-Head of Media Strategy bei der Webrepublic AG, sagt über die Studie: «Die Mach Strategy ist für uns unverzichtbar. Sie liefert die Basis für unsere integrierten Mediastrategien und hilft uns bei der Optimierung von Marketingbudgets.»

Die Mach Strategy der Wemf ist das zentrale Werkzeug für die Kampagnenplanung und die Bewertung von Mediastrategien. Alle Schweizer Mediaagenturen nutzen die Studie als Grundlage für die strategische Mediaplanung. Die nationale Intermediastudie verknüpft soziodemografische Informationen und Konsumdaten mit Mediennutzungsdaten. Damit lässt sich präzise analysieren, welche Kanäle oder Kanalkombinationen das höchste Reichweitenpotenzial für eine Zielgruppe aufweisen.

Nutzen für den Werbemarkt und Medienmarkt Für den Werbemarkt bietet die MACH Strategy die Möglichkeit, gattungsübergreifende Reichweitenszenarios für die Werbeplanung zu bilden und unterstützt damit die Optimierung von Marketingstrategie, Mediaplanung und Budgeteinsatz. Für den Medienmarkt ermöglicht die MACH Strategy, multimediale Mediabrands und deren Nutzungsprofile übergreifend darzustellen und auch über Gattungsgrenzen hinweg im Werbemarkt zu verorten.

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