Seine Roboter liefern Pakete und Essen aus: Marko Bjelonic, CEO Rivr.ai, im Podcast

Ein roboterähnlicher Hund liefert Essen und Pakete in Zürich. Marko Bjelonic sagt, wie er mit Rivr.ai die Logistik revolutioniert. Er ist Mitgründer und CEO des Schweizer Robotik-Unternehmens, in das auch Jeff Bezos massiv investiert.

Autonome Roboter sind in Zürich keine Zukunftsmusik mehr. Was nach Science-Fiction klingt, wird im Alltag sichtbar: In Oerlikon und Regensdorf liefern robotische Helfer Essen und Pakete bis vor die Haustür. Im Podcast «AI und Gesellschaft – Wege in die Neue Welt» der Schweizerischen Text Akademie spricht Marko Bjelonic, Mitgründer von Rivr.ai und ETH-Absolvent, über Chancen, Hürden und Visionen dieser Technologie.

Bjelonic erläutert, wie sein Team mit Partnern wie SwissPost und JustEat bereits konkrete Projekte umgesetzt hat. Pilotversuche stossen zwar auch auf regulatorische Fragen, doch in enger Abstimmung mit Behörden liessen sich Hürden oft schneller überwinden als in anderen Ländern.

Die Schweiz werde deshalb zu einem idealen Testfeld für Robotik im Alltag. Einen besonderen Meilenstein markierte die Investition von Jeff Bezos. Mit dem Vertrauen des Amazon-Gründers gewann Rivr.ai nicht nur Kapital, sondern auch internationale Aufmerksamkeit. «Wir sind Teil der ersten Welle von Robotern auf den Strassen», sagt Bjelonic. «Es geht nicht nur um Technik, sondern um den Nutzen für die Gesellschaft.»

Zentral ist dabei auch die Frage nach Jobs. Robotik sei kein Jobkiller, betont Bjelonic, sondern ein Impuls für neue Berufsfelder wie Roboter-Management. Lieferarbeit werde durch intelligente Systeme entlastet, während gleichzeitig neue Chancen entstünden.

Die Zukunftsvision von Rivr.ai reicht weit über Zürich hinaus. Geplant sind multimodale Roboter, die sich in unterschiedlichen Umgebungen bewegen können, bis hin zur internationalen Skalierung. Damit will das Start-up aus der ETH nicht nur die Logistikbranche verändern, sondern auch den globalen Diskurs über gesellschaftliche Integration von Robotik mitgestalten.


Der Videopodcast «AI und Gesellschaft – Wege in die neue Welt» wird produziert von der Stiftung Text Akademie. Monatlich erscheinen zwei Folgen, auf Spotify ( https://open.spotify.com/show/4mSsEJuaShBuanBfBjoAeM?si=01b4363426db4d28) , Youtube https://youtube.com/playlist?list=PL4InE9vz-QptAjyy0QXyk6lWFKXreWEh2&feature=shared und weiteren Podcast-Plattformen.

Marko Bjelonic war auch zu Gast an einer Fachtagung von Swiss Export, über die wir hier berichtet haben.

Empathie und Hilfsbereitschaft im Kundenkontakt ist King

Eine neue globale Studie der Zurich Insurance Group befasst sich mit Empathie in einer zunehmend von KI beeinflussten Wirtschaft.

Welche Rolle hat Empathie in einer zunehmend von KI beeinflussten Wirtschaft? Gibt es eine wachsende Diskrepanz zwischen den Erwartungen der Kunden an Empathie und dem, was sie von Unternehmen erfahren? Mit diesen zentralen Fragestellungen beschäftigt sich eine neue globale Studie der Zurich Insurance Group (Zurich).

Der Bericht, der in Zusammenarbeit mit dem renommierten Empathie-Akademiker Professor Jamil Zaki, Direktor des Stanford Social Neuroscience Laboratory, entwickelt wurde, basiert auf einer globalen YouGov-Umfrage unter über 11.500 Verbraucherinnen und Verbrauchern in elf Ländern. Die Ergebnisse der Studie machen deutlich: Empathie ist King. Verbraucherinnen und Verbraucher bevorzugen den authentischen Austausch und schätzen Unternehmen mit Verständnis und Fürsorge sehr, insbesondere in schwierigen Momenten.

Wettbewerbsvorteil durch Einfühlungsvermögen

Drei von fünf Befragten (60 Prozent) gaben an, dass sie nur Angebote von Unternehmen nutzen, die sich wirklich um sie und ihre Bedürfnisse kümmern, während fast drei Viertel (73 Prozent) der Befragten angaben, dass sie Unternehmen vermeiden würden, die einen Mangel an Einfühlungsvermögen für ihre Situation oder Umstände zeigen. 43 Prozent der befragten Verbraucher haben in der Vergangenheit eine Marke aufgrund mangelnder Empathie verlassen, und weitere 61 Prozent wären bereit, sogar mehr für eine Marke zu bezahlen, die sich wirklich um sie kümmert.

Darüber hinaus stellt die Umfrage fest, dass der Nutzen von künstlicher Intelligenz (KI) anerkannt wird, es jedoch an authentischem emotionalem Austausch mangelt – 71 Prozent der Befragten glauben, dass KI keine echten menschlichen Verbindungen herstellen kann, und 92 Prozent schätzen die direkte von Emotionen geprägte menschliche Interaktion über die 24/7-Verfügbarkeit.

Empathie-Erwartungen an Finanzdienstleister bleiben oft unerfüllt

Der Bericht bietet eine branchenübergreifende Sicht und zeigt, dass Empathie vor allem bei Finanzdienstleistungen erwartet wird – 88 Prozent der Verbraucher halten sie für wichtig (nach Gesundheitsdienstleistern an zweiter Stelle), aber nur 63 Prozent stimmen zu, dass die Branche wirklich empathisch ist.

«In der heutigen Welt ist Empathie entscheidend für die Gestaltung von Kundenerlebnissen. Die positiven Erlebnisse unserer Kundinnen und Kunden entscheiden über langfristiges Wachstum. Unternehmen müssen daher echte menschliche Verbindungen schaffen, als Grundlage für Vertrauen und Loyalität. Durch empathisches Handeln können Unternehmen sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen und dauerhafte Kundenbeziehungen aufbauen.», betont Daniela Cerna-Wirths, Head of Strategy, Customer und Sustainability bei der Zurich Gruppe Deutschland. «Bei Zurich wollen wir unsere Kunden noch besser verstehen, um für sie die Extrameile zu gehen. Wir sind davon überzeugt, dass Empathie eine erlernbare Fähigkeit ist, die uns dabei hilft, stabile und wertschätzende Kundenbeziehungen zu pflegen.»

«Empathie ist der rote Faden, der sich durch all meine wissenschaftliche Arbeit zieht. Viele Jahre Forschung zeigen immer wieder, dass sie Vertrauen, Zusammenarbeit und langfristigen Erfolg fördert. Dieser Bericht hebt hervor, wie Empathie im Geschäftsleben zum Tragen kommt und warum sie wichtig ist – und liefert überzeugende Argumente dafür, sie in jedes Kundenerlebnis zu integrieren.», so Dr. Jamil Zaki, Direktor des Standford Social Neuroscience Laboratory.

Empathie fest in der Unternehmensstrategie verankern

Empathie als erlernbare Fähigkeit zu begreifen und sie in die Abläufe zu integrieren, kann helfen, stabile Kundenbeziehungen aufzubauen. Zu den wichtigsten Empfehlungen des Berichts gehören:

  • Strategische Integration: Empathie zu einem zentralen Bestandteil der Unternehmensstrategie machen und sie als entscheidend für den langfristigen Erfolg – nicht nur als nette Geste – betrachten.
  • Empathie-Training und Kompetenzentwicklung: Investitionen in maßgeschneiderte Schulungen, die sowohl auf den Markt als auch auf die jeweilige Unternehmensfunktion zugeschnitten sind, damit Mitarbeitende an vorderster Front die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden wirklich verstehen und darauf eingehen können.
  • Engagement und Messbarkeit durch Führungskräfte: Sicherstellung, dass Führungskräfte empathisches Verhalten vorleben und dessen Wirkung als wichtigen Leistungsindikator erfassen.
  • Technologie und menschliche Verbindung: Kombination von technologischer Effizienz mit authentischer menschlicher Interaktion – KI unterstützend einsetzen, aber persönliche Begegnungen in entscheidenden Kundenmomenten nicht vollständig ersetzen.
  • Kulturelle Verankerung: Integration von Empathie in den Arbeitsalltag und die Unternehmenskultur, sodass sie zur Grundlage aller Geschäftsaktivitäten wird.

Praxistest: Weltweites Empathie-Training von Zurich steigert Kundenzufriedenheit

Obwohl 45 Prozent der Konsumenten glauben, dass Empathie nicht trainiert werden kann, beweist das mehrfach ausgezeichnete ‘Global Empathy Training Program’ von Zurich das Gegenteil. Gemeinsam mit der Be Human Partnership entwickelt, haben seit dem Start 2023 bereits 26 Prozent der weltweit Beschäftigten von Zurich fast 46.000 Trainingsstunden in Großbritannien, der Schweiz, Nordamerika, Malaysia und Australien absolviert – und das Programm wächst weiter. In Deutschland haben etwa die Hälfte der rund 4.600 Mitarbeitenden bereits das Training absolviert – die höchste Teilnehmerquote eines Zurich Landes weltweit.

Dank der Trainings und weiterer Massnahmen lassen sich messbare Verbesserungen feststellen: Die Kundenbindung und -loyalität steigt und der Transactional Net Promoter Score (TNPS) ist von Januar 2024 bis Juni 2025 um 7 Punkte (weltweit) gestiegen. Auch in Deutschland wird die Empathie und Hilfsbereitschaft im Kundenkontakt wahrgenommen: Seit 2023 konnte der NPS (Net Promoter Score) bezüglich dieser beiden Faktoren auf 79 Punkte verbessert werden.

Sika verteidigt Spitzenplatz am Schweizer Geschäftsberichte-Rating

Sika sichert sich erneut den Gesamtsieg im renommierten Geschäftsberichte-Rating von HarbourClub Chief Communications Officers. Die Jury zeichnete den Bauchemiekonzern wie schon im Vorjahr aus. Geberit folgt auf Rang zwei, den dritten Platz erreicht Swisscom.

Die Gesamtsieger des Jahres 2025, aufgenommen von Barbara Müller: Hans-Peter Nehmer (Jurypräsident HarbourClub), Quynh Arguello (Corporate Communications Manager, Sika), Myriam Käser (Chief Communications Responsibility Officer, Swisscom) und Roman Sidler (Head of Corporate Communication Investor Relation, Geberit).

Rund 170 Gäste erlebten die Preisverleihung am 25. September im Zürcher SIX Convention Point – ein Event, der jährlich die besten Berichte der wichtigsten Schweizer Unternehmen ehrt.

Im Fokus des Ratings steht die Qualität der Geschäftsberichte aller im SPI gelisteten Unternehmen, ergänzt um die umsatzstärksten 50 Firmen, 15 Versicherungen mit höchstem Prämienvolumen und 25 Banken mit höchster Bilanzsumme. Insgesamt bewertete die Jury in diesem Jahr 214 Berichte. Migros setzte sich in der Kategorie Design durch, vor Avolta und der ZKB. UBS siegte beim Value Reporting, Clariant und SGS komplettieren das Podium. Mit dem Sonderpreis für herausragende Textqualität überzeugte die Schweizerische Post. Swica erhielt eine Special Mention für Design, Bucher für Value Reporting.

Das Geschäftsberichte-Rating würdigt auffallend innovative und kreative Berichte. Ermöglicht wird die neutrale Bewertung durch Organisationspartner Linkgroup und die Unterstützung von Antalis, Apostroph Group, EQS, PwC sowie der SIX. Alle Detailresultate sowie PDFs der Berichte sind online auf www.gbrating.ch einsehbar. Jurypräsident Hans-Peter Nehmer zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt und Qualität der eingereichten Arbeiten und überreichte die Auszeichnungen persönlich.

 

Bürodrucker: Die unterschätzte Cyberbedrohung

Mangelndes Bewusstsein für die Risiken von ungesicherten Druckern sowie fehlende oder unzureichende Schulungen der Mitarbeitenden machen Unternehmen anfällig für Cyberattacken.

Druckersicherheit: Mitarbeiter müssen noch stärker sensibilisiert werden. (Bild: Sharp)

Ungesicherte Drucker stellen nach wie vor eine häufig unterschätzte Cyberbedrohung für Schweizer KMU dar, wie die Ergebnisse einer Umfrage von Sharp belegen. 44 Prozent von 1001 befragten Angestellten in kleinen und mittelständischen Schweizer Betrieben (KMU) gaben demnach an, dass in ihrem Unternehmen keine druckerspezifischen IT-Sicherheitsmassnahmen umgesetzt werden. In einer Welt, in der Cyberangriffe nahezu alltäglich geworden sind, stellt diese Nachlässigkeit in Bezug auf Drucker ein durchaus ernst zu nehmendes Sicherheitsrisiko dar.

Mangelndes Verständnis führt zu unzureichendem Schutz

Das Problem sind dabei weniger die Geräte selbst, die sich bereits durch wenige technische Grundeinstellungen solide gegen Angriffe von aussen absichern lassen. Vielmehr mangelt es oft am grundsätzlichen Verständnis: Die Tatsache, dass ein Drucker mit einer eigenen Festplatte sowie zahlreichen Netzwerkschnittstellen ausgestattet ist und tatsächlich gehackt werden kann, ist den meisten Büroangestellten nach wie vor zu wenig bewusst. Laut Umfrage bringen gerade einmal 15 Prozent der Befragten ihre Bürodrucker überhaupt mit dem Thema Cybersicherheit in Verbindung.

Auch in IT-Sicherheitsschulungen bleibt das Thema mehrheitlich aussen vor: Nur 19 Prozent der Mitarbeitenden gaben an, im Rahmen von Trainings auf mögliche Cyberrisiken durch ungeschützte Drucker hingewiesen worden zu sein.

Kaum verwunderlich also, dass viele Mitarbeiter sich im Arbeitsalltag kaum Gedanken über den Bürodrucker, geschweige denn ihren eigenen Umgang damit machen: 33 Prozent der Befragten drucken zum Beispiel Dateien, die sie aus dem Home Office per E-Mail versenden, auf Unternehmensdruckern im Büro aus, wo diese für längere Zeit unbeaufsichtigt im Ausgabefach verbleiben. 27 Prozent nutzen dafür private USB-Sticks, ohne sich der damit verbundenen Sicherheitsrisiken bewusst zu sein, und nur 21 Prozent erkennen, dass unbeaufsichtigte Ausdrucke im Ausgabefach eines Druckers überhaupt ein Datenschutzrisiko darstellen könnten.

Bewusstsein schärfen und technische Vorkehrungen treffen

„Drucker werden im Arbeitsalltag kaum als Sicherheitsrisiko wahrgenommen und sind daher oft unzureichend geschützt, was Cyberkriminelle ausnutzen. Dabei ist Druckersicherheit kein Hexenwerk: Unternehmen sollten die erforderlichen Sicherheitskonfigurationen vornehmen, die Software ihrer Scanner und Drucker auf dem neuesten Stand halten und regelmässige Back-ups durchführen – damit lässt sich bereits ein solider Grundschutz erreichen “, so François Müller, COO von Sharp Electronics Schweiz.

„Zudem sollten Unternehmen einheitliche Sicherheitsstandards für hybrid arbeitende Teams einführen und ihre Mitarbeiter stärker für MFP-relevante Sicherheitsthemen sensibilisieren“, so François Müller weiter. „Das fängt zum Beispiel damit an, dass vertrauliche Ausdrucke und Kopien nicht unbeaufsichtigt im Ausgabefach des MFPs verbleiben oder ungesichert entsorgt werden dürfen. Es sind – neben mangelnden technischen Vorkehrungen – oftmals die vermeintlichen Lappalien, die das Risiko eines Datenverlusts oder Missbrauchs durch Unbefugte signifikant erhöhen. Eine Beratung durch Experten kann zusätzlich dabei unterstützen, die Sicherheitsstrategie ganzheitlich zu gestalten und das Risiko eines Datenverlusts zu minimieren.“

Quelle: Sharp

Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf m-q.ch - https://www.m-q.ch/de/buerodrucker-die-unterschaetzte-cyberbedrohung/

Über 80 Prozent der Schweizer Firmen nutzen KI ohne Plan

Fast die Hälfte der Schweizer Unternehmen nutzt aktuell Künstliche Intelligenz (KI). Dabei werden laut einer aktuellen Studie von Swiss AI Report vor allem die fehlende Integration von KI in bestehende Systeme, der Datenschutz, die IT-Sicherheit und technische Hürden als Herausforderungen genannt. Dass die strukturierte Verwendung von KI absolut Sinn macht, weiss Patrick Sommer, Managing Director bei CNT Managment Consulting in der Schweiz.

Quasi im Blindflug unterwegs: In vielen Unternehmen wird KI ohne Plan genutzt. (Bild: Unsplash.com / bearbeitet mit ChatGPT)

Die Einsatzbereiche künstlicher Intelligenz haben auch in Schweizer Firmen Anklang gefunden. Wie der aktuelle AI Swiss Report zeigt, geben von den 1.338 befragten Führungskräften fast 30 Prozent an, dass sie einen Anstieg in der Verwendung von KI erwarten. Vor allem kommen Technologien für Übersetzungen, das Verfassen von Briefen, E-Mails oder Werbetexten zum Einsatz. Ein weiteres Viertel der Unternehmen setzt KI gezielt zur Optimierung von Arbeitsprozessen und Datenanalysen ein. Die Vorteile davon kennt Patrick Sommer, Managing Director des digitalen Beratungsunternehmens CNT Management Consulting. «Die Verwendung von KI ist im Alltag in vielen Unternehmen längst zu einem Must-Have geworden – sei es beim Erstellen von Reportings oder in der Beratung. Statt Dokumente manuell zu erstellen, kann die KI zuvor analysierte Geschäftsprozesse nutzen, um automatische Prüfszenarien zu generieren.»

Schweizer Unternehmen hadern mit KI: Nur 13 Prozent setzen auf klare Ziele und Integration

Eine Studie des Swiss AI Reports (2025) hat den Umgang mit KI in Schweizer Unternehmen genauer unter die Lupe genommen. «Nur 13 Prozent der Schweizer Firmen arbeiten mit klar definierten Zielen in der KI. Oft scheitert es an einer langfristigen Umsetzung und an der Integration in bereits bestehende technologische Systeme», so Sommer. Für den CNT- Manager sind die Vorteile von strukturiertem KI-Einsatz in Organisationen glasklar. «Das Betrachten, Analysieren und Optimieren verschiedenster Unternehmensprozesse dauerte früher enorm lang, oft wurden eigene Workshops dafür organisiert. Das kostet Personal, Zeit und Ressourcen. Heute liefert uns die KI zu verschiedenen Problemstellungen in wenigen Stunden ein objektives Bild.» Für einen effizienten Unternehmensablauf ist laut Sommer vor allem KI-gestütztes Process Mining hilfreich: «Mit dieser Methode erkennen Unternehmen anhand digitaler Aufzeichnung von Aktivitäten, wie Geschäftsprozesse in der Realität tatsächlich ablaufen. So können Firmen interne Strukturen schneller verstehen, analysieren und verbessern. Mit KI-Integration im SAP-System des Kunden kann mittels intelligenten Assistenten (SAP Joule) sofort eine Auskunft gegeben werden, wann eine Bestellung erstellt, genehmigt oder geliefert wurde. Die KI visualisiert daraus den tatsächlichen Prozessablauf – nicht, wie er sein sollte, sondern wie er wirklich ist.»

KI in der Praxis: Wie Unternehmen Prozesse smarter und effizienter gestalten

Beim Verwenden der KI im Unternehmensalltag fehlt oft das Know-How für eine verantwortungsvolle KI-Nutzung. Dabei erfolgt die Integration nicht nur schnell, sondern überzeugt auch, sobald der technische Hintergrund verstanden ist, wie der Consulting-Experte berichtet. Im Beratungskontext kommt für ihn SAP Joule zum Einsatz, um Codebausteine zu generieren. «Wir geben der KI in natürlicher Sprache Anweisungen, was eine Funktion tun soll, zum Beispiel: ‚Erstelle einen Report, der alle offenen Kundenaufträge über 10.000 Franken anzeigt‘», erklärt der Manager. Während die Erfassung, Bearbeitung und Auswertung von Zahlen vor der KI-Integration viel Zeit und Aufwand erforderte, schreibt die KI heute einen Grossteil des ABAP-Codes selbst, bestätigt Sommer. Und er ergänzt: «Die tägliche Arbeit verlagert sich zunehmend von manueller Konfiguration hin zu Analyse, Steuerung und strategischer Einbettung KI-gesteuerter Werkzeuge. Kunden erwarten dabei nicht nur technisches Know-how, sondern auch eine fundierte Beratung, wie KI-Anwendungen effizient und im Einklang mit den strengen Schweizer Standards für Datenschutz und Transparenz im eigenen Unternehmen eingesetzt werden können.»

Angst vor Tech-Ersatz: Müssen Consultants um ihren Job bangen?

Eine viel diskutierte Frage ist, wie sich der zunehmende Einsatz von KI auf die berufliche Zukunft von Beratern auswirkt. Sommers Meinung dazu ist klar: Künstliche Intelligenz verändert die Beratungslandschaft, ersetzt menschliche Expertise jedoch nicht, sondern ergänzt sie. «KI kann Daten schneller verarbeiten, Trends erkennen und Vorschläge liefern, die Berater dann interpretieren», sagt Sommer. Während automatisierte Routinetätigkeiten wie Testskripte, Präsentationen oder Code-Generierung zunehmend von KI übernommen werden, bleibt der Berater für Kontext, Empathie und die Begleitung von Veränderungsprozessen unverzichtbar. «Beratung bedeutet viel mehr als nur Fakten und Zahlen: Es geht um Change-Management und das Mitnehmen von Menschen in Veränderungsprozessen – und das kann KI nicht leisten», entwarnt er. KI sei «wie ein Navigationssystem: Es zeigt die schnellste Route, aber ob man den Stau umfahren oder einen Zwischenstopp macht, entscheidet weiterhin der Mensch», betont Sommer abschliessend.

Quelle: CNT Management Consulting

Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf m-q.ch - https://www.m-q.ch/de/ueber-80-prozent-der-schweizer-firmen-nutzen-ki-ohne-plan/

Schweizweit erster Master-Studiengang in «Digital Government»

Die Berner Fachhochschule BFH lanciert den schweizweit ersten Studiengang im Bereich «Digital Government». Ab Herbst 2026 startet der Master-Studiengang für alle Fach- und Führungskräfte, welche den öffentlichen Sektor und die Verwaltung gestalten wollen. Absolvierende des neuen Master-Studiengangs sollen die Kompetenzen besitzen, welche es zur Gestaltung der digitalen Transformation benötigt.

Die Berner Fachhochschule BFH hat den schweizweit ersten MAS in Digital Government lanciert. (Bild: Berner Fachhochschule)

Effizienz und Serviceorientierung, aber auch Digitale Souveränität und künstliche Intelligenz sind Themen, mit denen sich der öffentliche Sektor heute intensiv befasst. Dabei müssen die Aspekte der digitalen Gesellschaft, die organisationale Transformation und auch rechtliche Aspekte stets berücksichtigt werden. Keine einfache Aufgabe. Darum bietet das Departement Wirtschaft der Berner Fachhochschule (BFH) ab Herbst 2026 den neuen, zweijährigen Master «Digital Government» als Teilzeit-Studium an (siehe Studienführer im Anhang). Die Studierenden erlernen alle notwendigen Kompetenzen, um die digitale Transformation im öffentlichen Sektor und in der digitalen Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Der Studiengang verbindet praxisorientiertes Lernen mit flexiblen Online-Phasen und bietet eine interdisziplinäre Ausbildung in Wirtschaft, Technologie und Recht.

Der Studiengang im Überblick

Das Programm des «Master of Science in Digital Government» setzt auf eine praxisnahe Ausbildung und bietet drei Vertiefungsrichtungen:

  1. Organisation, Transformation und Beschaffung: Leadership und Public Service Motivation, Agilität und Resilienz im öffentlichen Sektor, Digital Skills und Digital Thinking, (Prozess-)Innovation und behördenübergreifende Zusammenarbeit, Requirements Engineering, Kundenzentrierung und User Experience (UX), Grundlagen öffentliche Beschaffung, Datenschutz, Rechtsinformatik
  2. Politik, Demokratie und Nachhaltigkeit: Digitalpolitik in der Schweiz, Service Public der Zukunft, digitale Ethik und digitale Inklusion, Grundlagen Technikfolgenabschätzung, digitale Demokratie und Digital Skills, Partizipation, Co-Production und Zusammenarbeit, digitale Souveränität und Open Source
  3. Technologie: Daten-zentriertes Public Management, Datenökosysteme, Datenräume, Data Sharing und Open Government, Data Governance, Netze, Infrastrukturen und Sensorik, Datenschutz und Informationssicherheit, Grundlagen der Technologie (KI-Modelle und Algorithmen, KI-Use Cases und Best-Practices)

Flexibles Studium für Berufstätige

Das Studium kombiniert Präsenzphasen in Bern (viermal pro Semester) mit flexiblen Online-Lernzyklen. Diese hybride Struktur ermöglicht eine gute Vereinbarkeit mit der beruflichen Tätigkeit. Studierende können praxisnahe Projekte einbringen und von einem internationalen Study Trip profitieren.

Der Studiengang richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus dem öffentlichen Sektor sowie Quereinsteiger*innen. Zulassungsberechtigt sind Bachelor-Absolvent*innen aus Betriebs-, Volks- oder Politikwissenschaft, Informatik, Rechtswissenschaft oder verwandten Studiengängen, die den öffentlichen Sektor resilient, nachhaltig und effizient gestalten wollen.

Der Master-Studiengang startet im Herbst 2026. Weitere Informationen, Termine der Informationsveranstaltungen und Anmeldung auf http://www.bfh.ch/master-digital-government

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Crowdify lanciert weltweit ersten KI-Crowdchecker

Die Crowdfunding-Plattform Crowdify präsentiert eine Weltneuheit: den ersten KI-basierten Crowdchecker. Das Tool zeigt Projektstarter:innen innerhalb von zwei Minuten, wie viel finanzielle Energie ihre Crowd tatsächlich mobilisieren kann – und macht damit den Einstieg ins Crowdfunding deutlich einfacher.

Viele Menschen haben eine Idee für ein soziales Engagement, ein persönliches Herzensprojekt oder ein innovatives Gadget. Doch der Start ins Crowdfunding scheitert oft an einer zentralen Frage: Wie gross ist das finanzielle Potenzial der eigenen Community? Genau hier setzt der Crowdchecker von Crowdify an.

«Unser Ziel war es, eine Lösung für die grösste Unsicherheit im Crowdfunding zu entwickeln», sagt Christian Klinner, Crowdify. «Wer weiss, wie stark die eigene Crowd ist, gewinnt Sicherheit und Motivation, das Projekt wirklich zu starten.»

Der Crowdchecker berücksichtigt die Art des Projekts sowie die Reichweite in unterschiedlichen Kontakt-Segmenten – etwa persönliche Kontakte, Communities in sozialen Medien oder die Reichweite von Influencer:innen. Auf Basis dieser Faktoren erstellt die KI eine realistische Einschätzung der finanziellen Chancen.

Wer nach dem Check gleich weitermachen will, kann sein Projekt in nur vier zusätzlichen Minuten komplett aufsetzen. Das Tool liefert konkrete Vorschläge für Titel, Projektbeschreibung, Storyline, Mail-Text, Goodies und sogar ein Drehbuch für das Projektvideo.

Mit dieser Kombination aus Analyse und Umsetzung positioniert sich Crowdify als Innovationsführer im europäischen Crowdfunding-Markt. «Noch nie war es einfacher, eine Idee in ein konkretes Projekt zu verwandeln. Der Crowdchecker macht den Einstieg leicht und nimmt Projektstarter:innen die entscheidende Hürde», so Christian Klinner.


Die Konzeption und Idee stammen von Christian Klinner, Crowdify / Ron Orp. Die technische Umsetzung realisierte Qris Riner, Contextery. Crowdify gehört zu Ron Orp und zählt zu den grössten Crowdfunding-Plattformen der Schweiz.

Real-World AI viel grösser als GenAI

Die sog. „Real-World AI“ wird die Zukunft viel stärker bestimmen als die heute populären generativen KI-Modelle wie ChatGPT, Google Gemini oder Grok von X.ai, prognostiziert die Denkfabrik Diplomatic Council, die zum engsten Beraterkreis der Vereinten Nationen gehört. KI in der realen Welt reicht von der autonomen Fertigung bis zur Smart City.

Sehen grösseres Potenzial von Physical AI im Vergleich zu Gen AI: Harald Müller (links) und Dr. Daniel Trauth vom Diplomatic Council. (Bild: zVg / Diplomatic Council)

Als Einsatzbeispiele für „KI in der realen Welt“, häufig auch als „Physical AI“ bezeichnet, gelten z.B. Fertigungsroboter und Humanoide, die Qualitätskontrolle mit KI-Kameras, die vorausschauende Maschinen- und Anlagenwartung, autonome Logistiksysteme, die medizinische Diagnose, selbstfahrende Autos und Smart Cities. Das Real-World AI Forum des Diplomatic Council lädt am 22. September zu einer Online-Konferenz über den KI-Einsatz in Städten und Gemeinden ein.

Anwendungsfall Smart City

„Der wahre Wert von KI liegt nicht im Hype um die Generierung von Texten, Bildern und Videos, sondern in ihrer tiefgreifenden Integration in die Kernprozesse der Industrie und der Kommunen“, erklärt Harald Müller, Geschäftsführer der Bonner Wirtschafts-Akademie (BWA) und Co-Chair des Real-World AI Forum im Diplomatic Council. Dr. Daniel Trauth, ebenfalls Co-Chair des Forums und Geschäftsführer der Kölner dataMatters GmbH, verdeutlich am Beispiel Smart City die Vorteile. Demnach könnten Kommunen allein durch die KI-Optimierung der Abfallwirtschaft rund 20 Prozent Kosten einsparen und die CO2-Emissionen um etwa 30 Prozent verringern. KI-gesteuerte Ampel- und vernetzte Verkehrsleitsysteme mit Parkplatzinformationen in Echtzeit führten zur Stau­reduzierung, und verringerten den CO2-Ausstoss weiter. Eine aktuelle McKinsey-Studie zeige, dass Smart-City-Lösungen den Energieverbrauch in öffentlichen Gebäuden um bis zu 15 Prozent reduzieren können (Smart Building).

Ein weiteres Beispiel ist die Optimierung des Öffentlichen Verkehrs (ÖV). Dr. Daniel Trauth erläutert die Vorgehensweise anschaulich: „Durch LiDAR- und optische Sensoren in Bussen und Bahnen lässt sich genau erfassen, wie viele Sitz- und Stehplätze zu welchen Zeiten auf welchen Linien belegt sind, oder wie viele Kinder bzw. Erwachsene das Angebot nutzen. Diese Daten werden mittels Künstlicher Intelligenz ausgewertet und die KI kann darauf basierend Echtzeit-Empfehlungen zum optimalen Einsatz genau dieser Busse und Bahnen erarbeiten. Im Ergebnis führt das zu einer höheren ÖPNV-Akzeptanz bei den Bürgern, einem zielgenaueren Personaleinsatz und Reduzierungen bei den Kosten und der Umweltbelastung.“

Einsatzgebiet „intelligente Zerspanung“

Als Beispiel für eine industrielle KI-Anwendung mit weitreichenden Auswirkungen nennt Dr. Daniel Trauth die „intelligente Zerspanung“, an der sein Unternehmen dataMatters unter anderem gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT in Aachen zusammen­arbeitet. Im Kern geht es darum, durch KI die hohen Qualitätsanforderungen in der zerspanenden Industrie besser und kostengünstiger zu erfüllen. Die Zerspanung, bei dem Werkstoff durch Drehen, Bohren, Fräsen oder Schleifen in die gewünschte Form und Grösse gebracht wird, bildet in vielen Industriezweigen eine wesentliche Grundlage der Fertigungstechnik, von der Automobil­produktion bis zur Herstellung medizinischer Instrumente.

Fehler im Zerspanungs­prozess können schwerwiegende Folgen haben, die von Produktausfällen bis hin zu Sicherheitsproblemen reichen. Strenge Qualitätskontrollen sind daher unerlässlich, aber auch zeitaufwändig und teuer. „Die automatisierte Überwachung und Analyse von Produktions­prozessen mittels KI kann die Prüfzeiten und den Kostenaufwand für die Qualitätssicherung erheblich reduzieren und die Genauigkeit der Qualitätsbewertung verbessern“, erklärt Dr. Daniel Trauth den Nutzen von „Real World AI“ anhand dieses Anwendungsbeispiels.

„Zerspanung ist nur eine von unzähligen Anwendungsbieten für Künstliche Intelligenz in der Fertigung“, ordnet Harald Müller ein. Letztlich gehe es um autonome Fabriken, also menschen­leere Produktionshallen, in denen ausschliesslich Roboter aktiv sind. Möglich würden die „Geister-Fabriken“ durch die Kombination aus Computertechnik, Vernetzung, Künstlicher Intelligenz, Robotik und neuartigen Fertigungsverfahren. Studien zufolge könnten dadurch die Betriebskosten um bis zu 25 Prozent gesenkt, die Produktivität um bis zu 30 Prozent gesteigert und die Fehlerquoten um bis zu 40 Prozent reduziert werden.

Smart Factory für mehr Wettbewerbsfähigkeit

Trotz der höheren Anfangsinvestitionen für den Bau einer Smart Factory, bei der rund ein Drittel der Gesamtkosten auf Sensorik, Software und Infrastruktur entfielen, amortisiere sich der Aufbau einer autonomen Fabrik oft bereits im ersten Betriebsjahr. Verantwortlich dafür ist primär die deutlich reduzierte Lohnsumme. „Darüber hinaus führt die gesteigerte Flexibilität zu einer schnelleren Reaktions­fähigkeit auf Marktveränderungen und das höhere Qualitätsniveau senkt die Nachbesserungs­kosten, was letztlich die Kundenzufriedenheit steigert“, umreisst Harald Müller die Wettbewerbs­vorteile der neuen Fertigungsgeneration.

Der BWA-Chef stellt klar: „Das ist kein Blick in die ferne Zukunft, sondern beginnt in Form von Autonomous Production Twins längst Realität zu werden.“ Ein APT – also ein digitaler Zwilling in der Fertigung – kombiniert Echtzeitdaten, Künstliche Intelligenz und fortschrittliche Vernetzung, um eine virtuelle Repräsentation des Produktionssystems zu schaffen, die selbstständig Entscheidungen treffen und Prozesse anpassen kann. „Ein autonomer Produktionszwilling kann Fertigungsprozesse aktiv steuern und auf unvorhergesehene Ereignisse reagieren, etwa durch Anpassung der Robotergeschwindigkeit, Optimierung der Materialzufuhr, die Korrektur von Fehlern oder durch Umplanung bei Materialengpässen“, gibt Harald Müller konkrete Beispiele für die Vorteile des KI-Einsatzes in der Fertigung.

Er fasst zusammen: „Während generative KI ein nützliches Werkzeug ist, liefert Real-World AI die nachhaltigen Effizienz- und Kostenvorteile, die die Wirtschaft und die Kommunen der Zukunft bestimmen werden. Unternehmen, die diesen Wandel frühzeitig erkennen und KI in ihrer physischen Infrastruktur verankern, sichern sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Angesichts der derzeit krisenhaften Situation in Deutschland darf die heimische Industrie diese Entwicklung auf keinen Fall versäumen.“

Quelle und weitere Informationen: www.diplomatic-council.org/de/ki-in-der-realen-welt

Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf m-q.ch - https://www.m-q.ch/de/real-world-ai-viel-groesser-als-genai/

Sarah Levy, Swisscom: «Souveränität beschleunigt die KI-Innovation»

Die Schweiz tastet sich bei Künstlicher Intelligenz zwischen Chancen und Zurückhaltung voran. Sarah Levy, Head Swiss AI Platform von Swisscom, erklärt, warum digitale Souveränität entscheidend ist.

Sarah Levy, Swisscom, im AI-Videopodcast der Schweizerischen Text Akademie.

Die Juristin und Leiterin der Swiss AI Platform gibt im AI-Podcast der Text Akademie im Gespräch mit Christoph Soltmannowski Einblicke, wie Swisscom KI bereits nutzt und wie schwierig die breite Einführung in der Schweiz noch ist.

Swisscom setzt KI heute schon vielfältig ein: Der virtuelle Assistent «Sam» bearbeitet Millionen von Kundenanfragen selbstständig. Auch bei Programmierung, Wissensabfragen oder der Netzoptimierung unterstützt KI. Über 100 Millionen Franken investiert Swisscom in den Ausbau – in der Schweiz und Italien. Die Swiss AI Platform läuft in Schweizer Rechenzentren und richtet sich vor allem an regulierte Branchen wie Banken und Gesundheit.

Hürden bremsen die Schweizer Unternehmen

Viele Unternehmen bleiben auf der Pilotstufe hängen. Gründe sind fehlendes Know-how, hohe Kosten und Datenschutzfragen. Während internationale Firmen experimenteller vorgehen, setzt die Schweiz auf Qualität und Sicherheit – was Fortschritte bremst, aber nachhaltig macht. Für Levy ist digitale Souveränität zentral, um Abhängigkeiten von ausländischen Modellen und Infrastrukturen zu mindern, gerade bei sensiblen Daten.

Verantwortungsvolle KI bedeutet für Levy Transparenz, Fairness und Sicherheit. Sie warnt vor der Fremdprägung zentraler gesellschaftlicher Fragen, wenn wir einseitig auf ausländische Modelle setzen. Damit die Schweiz unabhängig bleibt, braucht es Strategien zur Stärkung der Resilienz.

Apertus als Meilenstein für Unabhängigkeit

Einen Schritt in diese Richtung markiert das neue Sprachmodell Apertus, entwickelt von ETH und EPFL. Es berücksichtigt alle Landessprachen, inklusive Romanisch, und wird von Swisscom in sicheren Rechenzentren gehostet. So können Unternehmen es einfach einbinden.

Swisscom will dabei das Ökosystem prägen. Ziel sei es, KI in den Alltag zu bringen – durch Pilotprojekte, Skalierung und Vertrauen. Für die Zukunft sieht Levy die Schweiz in einer führenden Rolle bei souveräner KI: als aktiver Gestalter einer Technologie, die Menschen mehr Zeit für Kreativität und echte Begegnungen schenkt.

Diese Folge gibt es auch auf Spotify und auf Apple Podcasts.


Der Videopodcast «AI und Gesellschaft – Wege in die neue Welt» wird produziert von der Schweizerischen Text Akademie. Monatlich erscheinen zwei Folgen, auf Spotify ( https://open.spotify.com/show/4mSsEJuaShBuanBfBjoAeM?si=01b4363426db4d28) , Youtube https://youtube.com/playlist?list=PL4InE9vz-QptAjyy0QXyk6lWFKXreWEh2&feature=shared und weiteren Podcast-Plattformen.

Visual Brand Gap – Gefahr für die Markenkonsistenz

Eine Studie des visuellen Kommunikationsexperten Sight Effect legt eine alarmierende Lücke offen: Zwischen Markenstrategie und deren Umsetzung klafft ein Visual Brand Gap.

Nur 39 % der Mitarbeitenden fühlen sich im Umgang mit visueller Gestaltung sicher, während immer mehr Entscheidungen ausserhalb der Marketingabteilungen getroffen werden. Die Folge: Markenauftritte verlieren an Konsistenz.

Visuelle Entscheidungen ohne Abstimmung

Visuelle Kommunikation ist längst kein exklusives Feld der Marketingabteilungen mehr. Laut der Befragung von 598 Fach- und Führungskräften entscheiden 54 % der Geschäftsführungen und 47 % der HR-Abteilungen regelmässig eigenständig über visuelle Inhalte und zwar ohne Rücksprache mit Markenverantwortlichen. «Jede Präsentation, jede Stellenanzeige, jedes interne Memo formt das Markenbild – meist ungesteuert und inkonsistent», warnt Per Kasch, Gründer von Sight Effect.

Fehlendes Vertrauen in die eigene Kompetenz

Das Kernproblem liegt in mangelnder Sicherheit im Umgang mit visueller Gestaltung. Gerade einmal 39 % aller Befragten betrachten sich als kompetent, in Marketing- und Branding-Teams sind es auch nur 50 %. Noch geringer ist das Vertrauen in die Einschätzung der visuellen Wirkung: Nur 26 % fühlen sich darin sicher. Dieses Defizit kostet Zeit und Effizienz. Ganze 60 % berichten von verzögerten Prozessen bei der Content-Erstellung.

Interne Prozesse bleiben schwach

Zwar geben 46 % der Befragten an, dass es interne Vorgaben für visuelle Gestaltung gibt. Doch nur 54 % halten sich konsequent daran, und lediglich 49 % bewerten die Prozesse als effektiv. Fast die Hälfte aller visuellen Entscheidungen basiert somit auf Intuition statt auf strategischen Grundlagen – mit entsprechend hohen Risiken für die Markenkonsistenz.

KI als Hoffnung – und Risiko

Ein weiteres Spannungsfeld zeigt sich im Umgang mit Künstlicher Intelligenz. 60 % der Befragten halten die Generative KI für zunehmend wichtig, doch nur 46 % glauben, dass KI-Content die Qualitätsanforderungen erfüllt. «KI-Tools sind kein Allheilmittel. Sie erfordern präzise Steuerung durch visuelle Experten, um Markenkonsistenz zu gewährleisten», betont Kasch.

Abhängigkeit von Externen

Die Studie macht auch deutlich, dass interne Expertise fehlt: Nur 23 % sehen ausreichend Fachwissen im Unternehmen vorhanden. Viele greifen auf externe Agenturen zurück, doch nur 45 % der Befragten sind überzeugt, dass Dienstleister ihre Marke wirklich verstehen.

Ruf nach Weiterbildung

Die Lösung haben die meisten Mitarbeitenden bereits erkannt: Ganze 82 % sind mit ihrem Wissen unzufrieden und wollen es aktiv verbessern. Für Kasch ist das ein klares Signal: «Der Aufbau interner visueller Kompetenz durch Schulungen und Weiterbildungen ist kein Nice-to-have mehr, sondern ein strategisches Muss.»

Visuelle Kompetenz als Wettbewerbsfaktor

Die Studie zeigt ausserdem: In einer Zeit, in der täglich Millionen neuer KI-Bilder entstehen, wird visuelle Konsistenz zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Unternehmen, die verbindliche Standards etablieren, Prozesse professionalisieren und gezielt in interne Kompetenzen investieren, sichern nicht nur ihre Markenidentität, sondern auch ihre Wettbewerbsfähigkeit.


Die repräsentative Befragung wurde im Januar 2025 online durchgeführt und liefert fundierte Einblicke in die Potenziale visueller Markenkommunikation. Teilgenommen haben 598 Berufstätige mit Bezug zu visueller Kommunikation aus der Deutsch- und Westschweiz. Der komplette Studienreport 

Sight Effect wurde 2024 vom renommierten Werbefotografen und Markenspezialisten Per Kasch gegründet, um Unternehmen beim Schliessen ihres Visual Brand Gaps zu unterstützen. Die SightE ffect-Methode kombiniert strategische Markenführung mit praxisnahen Trainings zur Steigerung der visuellen Kompetenz in Teams. 

Sight Effect wurde 2024 vom renommierten Werbefotografen und Markenspezialisten Per Kasch gegründet, um Unternehmen beim Schliessen ihres Visual Brand Gaps zu unterstützen.

Arbeitsdruck erhöht Unfallrisiko auf der Strasse

Wer beruflich viel fährt und unter hohem Arbeitsdruck steht, hat ein erhöhtes Unfallrisiko auf der Strasse. Das zeigt eine neue Studie der Hochschule Luzern im Auftrag der Stiftung Prävention der AXA. Die Auswertung von über einer Million Fahrten belegt: Branchen wie Gastronomie, Handwerk oder Sozialwesen sind besonders gefährdet – und nicht die Lieferdienste.

Wer beruflich viel mit dem Auto unterwegs ist, untersteht einem erhöhten Unfallrisiko – besonders, wenn Zeitdruck im Spiel ist. (Bild: Dan Gold / Unsplash.com)

Personen, die beruflich viel unterwegs sind, verursachen überdurchschnittlich viele leichte Unfälle. Die Gründe dafür wurden in der Schweiz bisher nicht tiefgreifend untersucht. Eine neue Studie der Hochschule Luzern (HSLU) im Auftrag der Stiftung für Prävention der AXA schliesst diese Lücke und legt erstmals systematisch dar, wie stark Arbeits- und Zeitdruck, fehlende Erholung und eine unklare Sicherheitskultur im Unternehmen das Fahrverhalten von Berufsfahrenden beeinflussen. Müdigkeit, Ablenkung und Zeitdruck zählen dabei zu den grössten Gefahrenquellen.

Besonders betroffen sind Berufsgruppen, bei denen das Fahren nur eine Nebentätigkeit ist – etwa in der Gastronomie (z.B. Pizzakurier), im Handwerk (z.B. Schreiner oder Sanitär) oder im Sozialwesen (z.B. ambulante Pflegedienste). «In diesen Branchen stehen verkehrssicherheitsbezogene Schulungen vielerorts nicht im Fokus oder strukturierte Präventionsmassnahmen fehlen teilweise», sagt Studienleiter Prof. Dr. Christian Weibel. Die ausgewerteten Daten würden bei solchen Vielfahrenden häufiger ein risikoreiches Fahrverhalten zeigen. In Branchen, in welchen das Fahren hingegen die Haupttätigkeit darstellt, wie beispielsweise Lieferdienste, seien präventive Massnahmen und Programme hingegen weiterverbreitet – und das Unfallrisiko geringer.

Unternehmen haben Hebel in der Hand

Die Untersuchung zeigt Handlungsfelder auf: Unternehmen, die klare Sicherheitsrichtlinien umsetzen, Mitarbeitende schulen und faire Zeitpläne ermöglichen, können das Unfallrisiko reduzieren. Eine verankerte Sicherheitskultur, unterstützt durch Feedbacksysteme, Schulungen und Belohnungsmechanismen, verbessert nicht nur das Verhalten am Steuer, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden der Mitarbeitenden.

«Wir sehen, dass gezielte Massnahmen wie flexible Pausenregelungen, betriebliches Gesundheitsmanagement, Trainings mit Gamification oder der Einsatz moderner Fahrerassistenzsysteme das Unfallrisiko deutlich senken können», sagt Weibel. «Letztlich entstehen durch weniger Ausfälle und geringere Unfallzahlen auch wirtschaftliche Vorteile», so der Wirtschaftspsychologe. Wenn Mitarbeitende seltener ausfallen, senke das nicht nur die Kosten der Unternehmen, sondern stärke auch die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft.

Verkehrssicherheit nicht isoliert betrachten

Einzelne Massnahmen allein würden jedoch die volle Wirkung gar nicht entfalten können. Vielmehr braucht es einen systemischen Ansatz. «Erst durch die Kombination lässt sich die Sicherheit im Berufsverkehr nachhaltig verbessern», sagt Weibel. Dies ermöglicht es den Unternehmen, sowohl die Sicherheit als auch das Wohlbefinden ihrer Mitarbeitenden nachhaltig zu stärken.

Quelle: www.hslu.ch

 

Fünf Tipps für Vielfahrende

  1. Pausen bewusst einplanen: Vermeiden Sie lange, unterbrechungsfreie Fahrten. Kurze Erholungspausen fördern die Konzentration, senken das Unfallrisiko und verbessern das Wohlbefinden.
  2. Stress reduzieren: Erkennen Sie Stressfaktoren wie Zeitdruck oder Stau und nutzen Sie Strategien zur Stressbewältigung wie Achtsamkeitstechniken oder eine vorausschauende und realistische Zeitplanung. Sorgen Sie für regelmässige Erholungsphasen, ob beim Sport, mit der Familie oder im Freundeskreis.
  3. Sicherheit vor Tempo: Überhöhte Geschwindigkeit oder das «Aufholen» von Verspätung erhöhen das Unfallrisiko massiv. Der Zeitgewinn hingegen ist meist bescheiden. Ziel ist es, sicher und gesund anzukommen – nicht möglichst schnell.
  4. Gesundheit ernst nehmen: Schlaf, Ernährung und psychische Stabilität sind entscheidend für eine sichere Fahrweise.
  5. Fahrsicherheitstrainings nutzen: Auch routinierte Vielfahrende profitieren von regelmässigen Trainings und Schulungen.

Fünf Tipps für Unternehmen

  1. Zeitdruck vermeiden: Realistische Tourenplanung und flexible Pausen erhöhen die Sicherheit.
  2. Sicherheitskultur aktiv fördern: Klare Regeln und Vorbildverhalten seitens der Führungskräfte stärken die Verkehrssicherheit.
  3. Schulungsangebote bereitstellen: Trainings zu Fahrtechnik, Stress- und Zeitmanagement steigern die Kompetenz.
  4. Gesundheit fördern: Integrieren Sie Stress- und Müdigkeitsmanagement in Ihr betriebliches Gesundheitsmanagement.
  5. Digitale Feedbacksysteme nutzen: Nutzen Sie digitale Fahrdaten nicht nur fürs Fuhrparkmanagement, sondern auch zur Förderung des sicheren Fahrverhaltens.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf m-q.ch - https://www.m-q.ch/de/arbeitsdruck-erhoeht-unfallrisiko-auf-der-strasse/

Schweizer Unternehmen machen Fortschritte bei der Einführung von KI

Colombus Consulting, in Partnerschaft mit Oracle und der Hochschule für Wirtschaft Genf, veröffentlicht zum zweiten Mal in Folge das Data & KI-Observatorium 2025 für die Schweiz. Die Studie zeigt, dass das Management von Schweizer Unternehmen die Herausforderungen im Zusammenhang mit Daten und künstlicher Intelligenz immer besser versteht und dass erste konkrete Anwendungsfälle zunehmen.

Der Stellenwert von Daten für die Einführung von KI wird von Schweizer Unternehmen immer besser verstanden. (Bild: Unsplash.com)

Die Untersuchung hat dieselben Ziele wie im Vorjahr verfolgt: Entscheidungsträgern ein Navigationsinstrument an die Hand zu geben, um die Gegenwart zu verstehen, künftige Wendepunkte zu antizipieren und ihre Fortschritte mit denen ihres Sektors oder des Marktes zu vergleichen.

Zentrale Ergebnisse

Die diesjährige Beobachtung zeigt, dass sich das Schweizer Daten- und KI-Ökosystem in einem tiefgreifenden Wandel befindet, mit weniger Pilotprojekten, aber mehr Initiativen, die den Schritt zur Skalierung geschafft haben. 39% (28 Prozentpunkte weniger gegenüber dem Vorjahr) der Organisationen haben die Phase der Erkundung mit identifizierten Anwendungsfällen und Pilotprojekten rund um generative KI hinter sich gelassen. 52% (+8 Prozentpunkte) haben Assistenten oder Module zur Content-Generierung „im grossen Stil“ eingeführt.

Diese Entwicklung geht mit einem besseren strategischen Verständnis einher:

  • 62% (+25 Prozentpunkte) geben an, dass ihre Teams über ein gutes bis sehr gutes Wissen zu KI-Konzepten verfügen. Auch die Datenbasen verbessern sich, durch höhere Datenqualität und eine datenorientiertere Entscheidungsfindung:
  • 62% (+14 Prozentpunkte) bewerten ihre Datenqualität als gut bis exzellent, und 41% (+3 Prozentpunkte) sehen sich als „data driven“.

Gleichzeitig steigen die Erwartungen und Potenziale rund um KI weiter: 74% der Befragten (+5 Prozentpunkte) sind der Meinung, dass KI die Hauptprobleme des Unternehmens lösen kann.

Dennoch bleiben viele Herausforderungen bestehen und hemmen weiterhin die Industrialisierung. So bewerten 70% (21 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr) ihr Ökosystem als von geringer/mittlerer Reife.

Kultureller Wandel als Hürde

Über die Technologie hinaus erfordert die Einführung von KI-Initiativen eine durchdachte Herangehensweise, wie Jean Meneveau, Managing Director von Colombus Consulting Schweiz, betont: „KI verändert die Zeitachsen von Strategien und Projekten mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit […]. Unternehmen haben Mühe, mit diesem Tempo Schritt zu halten. Die Frage nach der Methode ist zentral: Es gilt, sehr operative und pragmatische Initiativen zu starten, aber auch Abstand zu nehmen, die richtigen Technologiepartner zu wählen […] und den Kurs zu halten, auch wenn die Roadmap sich stark ändern kann. Agilität mit grossem A.“

Der kulturelle Wandel bleibt eine der wichtigsten Hürden für die umfassende Integration von KI. 70% der noch wenig engagierten Organisationen geben an, dass das Haupthindernis nicht technischer, sondern menschlicher Natur ist. Ethik wird zudem zu einem unverzichtbaren Grundpfeiler: 70% der Schweizer Organisationen geben an, ethische Überlegungen in ihre Entscheidungsprozesse zur KI einzubeziehen. Die Massnahmen würden aber nur teilweise greifen, so ein weiteres Ergebnis der Untersuchung. Denn nur 53% geben an, zumindest gelegentlich konkrete Massnahmen zur Erkennung und Minderung von Bias zu ergreifen.

Der KI-Einsatz konzentriert sich in Unternehmen auf die Bereiche Kunde und Produkt: 77% (-11 Prozentpunkte) der Anwendungen betreffen kundenorientierte Bereiche (Kundendienst, Marketing, Vertrieb), und 75% (+8 Prozentpunkte) der Anwendungen betreffen produkt- und supply-chain-bezogene Bereiche.

Kontinuierlich lernen

Hinter diesen Erkenntnissen ergeben sich mehrere Lehren, die die wesentlichen Erfolgsbedingungen in Erinnerung rufen: Organisationen, die KI noch nicht nutzen, zeigen auf Führungsebene ein deutlich geringeres Verständnis für KI, was die Weiterbildung von Führungskräften zur unmittelbaren Priorität macht. Yvan Cognasse, Senior Director Enterprise Architects bei Oracle EMEA in Genf, erinnert: „Die eigentliche Herausforderung ist nicht, was KI kann, sondern zu entscheiden, was man mit ihr machen möchte. Dafür braucht es seitens der Entscheidungsträger nicht nur Urteilsvermögen und Neugierde, sondern auch Engagement und den Willen zum kontinuierlichen Lernen. Denn sie sind es, die die Verantwortung haben, die Versprechen der KI in greifbare, nützliche, messbare und langfristig nutzbringende Auswirkungen zu verwandeln.“

Unter den Unternehmen mit schlechter Datenqualität ziehen 80% mindestens einen greifbaren Nutzen aus KI, was beweist, dass unvollkommene Daten Initiativen nicht behindern sollten. Je reifer eine Organisation ist, desto höher ist ihre deklarierte Effizienz – das unterstreicht die Wichtigkeit der Investition in interne Kapazitäten. Die KI-Governance wird gestärkt und bindet nun sowohl die Geschäftsbereiche, Compliance-Abteilungen als auch IT-Teams ein, wobei Ethikkomitees zunehmend die Use Cases vor der Produktivsetzung validieren.

Fazit der Untersuchung: Der anfängliche „Wow-Effekt“ muss in rationale und auf die Geschäftsziele abgestimmte Anwendungsfälle umgewandelt werden. Die Initial-Euphorie sollte so in eine nachhaltige und sichere Einführung überführt werden, die Wert schafft, ohne Modetrends erliegen. Es gibt keine signifikanten Unterschiede zwischen den Branchen in Bezug auf die Fähigkeit von KI, komplexe Probleme zu lösen – was zeigt, dass interne Reife und Kompetenzen die wahren Erfolgsfaktoren sind.

Quelle: Colombus Consulting

Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf m-q.ch - https://www.m-q.ch/de/schweizer-unternehmen-machen-fortschritte-bei-der-einfuehrung-von-ki/

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